unvorhersehbare Verhaltensweisen

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Hallo :)

Also, ich habe nun seit dem 4.12. eine ca. 3.5 Monate alte Katze bei mir zu Hause. Ich habe sie aus dem Tierheim geholt, da keiner sie wollte und sie sich mit den anderen Katzen nicht so gut verstanden hat. Sie ist sehr schreckhaft bei Geräuschen und Bewegungen, aber das ist okay, ich bin auch schreckhaft, also alles in Ordnung. Sie wurde als Baby draussen gefunden, durchnässt, unterkühlt, unterernährt und es war nicht klar, was da passiert ist oder ob sie durchkommt. Also, ich weiss nicht, was da genau vorgefallen ist. Da sie nicht mit einer anderen Katze vermittelt werden konnte, lebt sie momentan alleine bei mir und darf auch raus, sobald sie sterilisiert und gechippt wurde, was aber noch eine Weile dauert.

Nun bin ich ein wenig am Rätseln, wie ich ihr Verhalten deuten soll. So springt sie mich manchmal an, aber da ich wie gesagt auch schreckhaft bin, zucke ich dann zusammen und sie zuckt zurück. Sie lässt sich streicheln, wenn sie müde ist, reibt dann auch das Köpfchen an der Hand, sie spielt sehr gerne und ist auch stubenrein soweit (bis auf 2 kleine Vorfälle, einmal als ich zum ersten Mal arbeiten gehen musste und einmal, als ich sie hoch ins Zimmer getan habe, da sie unten was umgeschmissen hatte und ich verhindern wollte, dass sie die Scherben in den Mund nimmt, denn sie nimmt alles in den Mund. Da habe ich einfach nur die Bettwäsche gewechselt und ihr gesagt, dass es nicht ihre Schuld sei, in Ruhe, war ja nicht ihre Schuld).

Mein ehemaliger Kater war ein sehr ängstlicher Kater und hat gar nicht gespielt, liess sich nicht streicheln, gar nichts und er war auch ein Kitten, als er zu uns kam damals. Ich kann auch gut damit leben, dass sie kein Kätzchen ist, was auf den Schoss springt und kuschelt, aber ich bin ein wenig unsicher, wie ich das machen soll mit dem Zusammenzucken von mir, weil ich will sie damit nicht erschrecken, es passiert einfach, weil ich mich auch erschrecke ab der plötzlichen Bewegung. Sie faucht nicht, sie starrt mich manchmal an, dann schaue ich zurück, blinzle 1, 2mal und schaue wieder weg. Sie schnurrt wie wild beim Spielen, auch wenn man sie streichelt und dann plötzlich, ohne Ankündigung, springt sie auf mich los und ich weiss nicht, ob es Spiel oder ernst ist. Ich habe auch so einen Stecker gekauft, der so was ausströmen soll, damit sie ruhiger wird, aber das scheint nicht so ganz hinzuhauen.

Wenn sie nicht spielt, dann liegt sie meistens auf dem Sofa und dann geniesst sie es auch, mal den Bauch in die Luft zu drehen, also komplett entspannt in diesen Momenten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie selbst nicht so weiss, was sie will, irgendwie will sie zwar Nähe, aber irgendwie auch nicht. Kann das sein, weil sie eben auch nicht so gut behandelt worden ist oder wegen der zu frühen Ablöse von der Mutter?

Ich habe ein wenig gelesen und gesehen, dass natürlich immer zu einem 2 Kitten geraten wird, aber bitte nicht einfach sagen, 2. Kitten besorgen, das ist bei ihr wirklich nicht so einfach, ein passendes zu finden und ich halte ja die Augen offen, aber es geht jetzt um diese Phase die im Moment ist, weil ich sie nicht noch mehr verunsichern will...

Danke für eure Hilfe!!!
 
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CookieCo

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Du hast dir die Antwort schon selbst gegeben, auch wenn du sie nicht hören möchtest: ein zweites Kitten ist definitiv angeraten, ohne wenn und aber.

Dass sie dich anspringt ist typisches Spielverhalten bei Kitten, so wird der Kamerad zum Spielen aufgefordert.

Gerade in dem Alter sind Zusammenführungen wohl meist sehr leicht (selbst erlebt habe ich das nicht, hier ist direkt ein Geschwisterpaar eingezogen).

Dass deine Katze sich im Tierheim nicht sonderlich mit den anderen Katzen verstanden hat sagt übrigen gar nichts aus - das Tierheim ist eine Ausnahmesituation in der sich Katzen durchaus unwohl fühlen können.

Wie schon geschrieben sollte ein weiteres Kätzchen des gleichen Geschlechts einziehen.
 
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Knilch

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Hallo FindusLuna,

Ich weiß, du willst das nicht hören, aber bitte lass die Kleine nicht alleine. Kitten brauchen einen Artgenossen um Sozialverhalten zu lernen. Ohne Artgenossen erziehst du dir einen Sozialkrüppel heran, und oft bleiben die Katzen ihr Leben lang im Sozialverhalten gestört. Bis sie raus darf und draußen Sozialkontakte pflegen kann hat sie Ihre Sprache längst verlernt und ist nicht mehr in der Lage mit Artgenossen zu kommunizieren. Nimm deiner Katze nicht die Chance auf kuscheln, toben, spielen und putzen mit Artgenossen.

Schau mal hier: http://www.katzen-fieber.de/artgerechte-katzenhaltung.php

Wenn deine einen ruhigen und zurückhaltenden Charakter hat, war sie im Tierheim vielleicht schlicht überfordert. Such einen Artgenossen mit ähnlichen Charakter, gleiches Geschlecht und ähnliches Alter.
 
FindusLuna

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Danke für die Antworten!
Wie gesagt, ich schaue mich ja schon nach einem passenden Kameraden um, aber momentan schwer zu finden, weil schon die meisten nur zu zweit weggegeben werden und nicht alleine (auch nicht zu einem Artgenossen). Auch muss ich momentan meinen Vater noch ein wenig davon überzeugen, da er das nicht so ganz einsehen will.
Es geht mir nur darum, wie ich mich verhalten kann, um sie nicht noch mehr zu verunsichern, da ich einfach erschrecke, wenn sie das tut und sie dann erschrickt, weil ich zucke...
 
GroCha

GroCha

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Bei mir wohnte auch mal ein Kitten vier Wochen alleine, weil ihre Geschwister schon vermittelt waren und der Kater, den ich dazu holte da noch nicht alt genug war.

Diese vier Wochen waren furchtbar. Die Kleine hat mich mitten in der Nacht angegriffen. Ein paar mal hab ich sie grad noch so am Kragen packen können, bevor sie mit ausgefahrenen Krallen in meinem Gesicht landete.
Ich hab versucht, sie tagsüber so gut es geht auszupowern. Dann war es nachts etwas besser. Aber ruhig schlafen konnte ich erst wieder, als ihr Kumpel einzog.
Von jetzt auf eben war alles besser. Dann haben wir zu dritt nachts im Bett geschlafen und tagsüber haben die zwei gespielt und gekuschelt.
 
K

Knilch

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Das Anspringen sind Spielaufforderungen, versuche sie auszupowern mit Spielangel, Schnur oder was sie sonst gerne mag.
 
FindusLuna

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Hallo :)

also, ich war beim Tierarzt wegen der Impfung und sie vermutet, dass wegen den grossen Pupillen halt wirklich eine Art Trauma dahinter steckt. Den Baldrianspray ignoriert sie gekonnt, also der bringt nicht wirklich Milderung. Aber vielleicht wird das ja noch. Ich habe auch gelesen, dass man mit Zitronenspray zum Beispiel etwas einsprühen kann, wo man sie nicht drauf haben will (also, dass sie zum Beispiel nicht das Sofa als Kratzbaum missbraucht), aber auch das funktioniert nicht. Sie lässt sich da nicht reinlegen! :)

Spielen tun wir sehr viel mit ihr, aber manchmal hat sie auf manche Spielsachen nicht mehr so Lust, aber auf Weihnachten gab es ein Neues und das findet sie jetzt richtig toll.

Ich habe auch ein Halsband besorgt, wenn sie dann rausdarf, so eines, was sich von selbst löst, wenn sie wo hängen bleiben würde. Sie darf es momentan immer ein wenig beschnuppern, aber wann ich es ihr wirklich mal umlege, weiss ich noch nicht.
 
S

Starfairy

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Baldrian wirkt zwar auf Menschen beruhigend, aber Katzen werden dadurch erst richtig hochgepuscht. Also absolut falsch. Und Katzen reagieren oft erst nach der Geschlechtsreife auf Baldrian.

Wenn sie wirklich ein Trauma verarbeiten muß, wirkt sowas wie Zylkene oder Telizen weit besser.

Halsbänder gehen trotz Sicherheitsverschluß oft nicht auf. Damit haben sich schon viele Katzen erdrosselt. Wenn sich die Katze erst im festhängendem Halsband dreht, kommt viel zu wenig Zug auf den Verschluß. Und dann geht nix mehr auf.
Also laß das lieber bleiben.
Besser, die Katze chippen und wenn du dich damit besser fühlst auch noch tätowieren lassen. Und, raus niemals nicht vor der Kastration.
Aber trotzdem ist eine Katzenfreundin enorm wichtig.

Wenn du bei dir in der Gegend nichts findest, sieh doch hier im Forum mal in die Notfellchen rein.
 
C

Catma

Gast
ich schaue mich ja schon nach einem passenden Kameraden um, aber momentan schwer zu finden, weil schon die meisten nur zu zweit weggegeben werden und nicht alleine (auch nicht zu einem Artgenossen). Auch muss ich momentan meinen Vater noch ein wenig davon überzeugen, da er das nicht so ganz einsehen will.
Es geht mir nur darum, wie ich mich verhalten kann, um sie nicht noch mehr zu verunsichern, da ich einfach erschrecke, wenn sie das tut und sie dann erschrickt, weil ich zucke...
hm, das eine bedingt aber das andere...
Dass Kitten unbedingt einen Artgenossen brauchen, weißt du ja nun. Gerade für etwas schreckhafte Kitten, die vielleicht schlimmes erlebt haben wäre ein Kumpel "doppelt wichtig" :) Kitten lernen so viel allein durch Beobachten und wenn sie sieht, wie unbefangen der Kumpel mit dir umgeht, wird Deine katze schnell ihre Scheu ablegen. Außerdem hätte sie dann einen Artgenossen, mit dem sie raufen und spielen kann, das kann nunmal kein Mensch ersetzen.
Also warte nicht lange und hol ihr so schnell wie möglich einen Kumpel :)

Aber nicht irgendeinen. Katzen sind zwar gesellig, aber nicht jede passt zu jeder, ähnlich wie bei Menschen müssen sie zusammenpassen, damit sie sich vertragen. Bei Katzen gilt: Gleich und gleich gesellt sich gern.
Also wie bereits geschrieben wurde gleiches Geschlecht (ganz wichtig weil das Spielverhaten Katze/Kater zu unterschiedlich wäre), gleiches Alter (auch ganz wichtig, also kein Minikitten zu ihr setzen, sondern entweder gleichalt oder etwas älter, so könnte sie vieles von ihr lernen), gleicher Aktivitätslevel, gleiches Wesen.
Gleiches Wesen = zu einer eher ruhigen Katze nicht *als Ausgleich* eine lebhaftere setzen. Für deine Katze wäre es gut, wenn die neue Kumpeline ihr zwar sehr ähnlich ist, aber gut sozialsiert. Das bedeutet, dass sie lange genug im Wurf war und im Umgang mit Artgenossen und Menschen sicher ist. Also selbstbewusst aber eben nicht zu dominant. So eine Katze würde gut zu deiner passen :)
Nun bin ich ein wenig am Rätseln, wie ich ihr Verhalten deuten soll. So springt sie mich manchmal an, aber da ich wie gesagt auch schreckhaft bin, zucke ich dann zusammen und sie zuckt zurück.
Das sind katzentypische Rauf- und Spielaufforderungen. Sie zeigt dir damit, dass sie eine Kumpeline braucht, die sie anspringen kann und mit ihr nach Katzenart fangen spielen und raufen kann :)
Ich kann auch gut damit leben, dass sie kein Kätzchen ist, was auf den Schoss springt und kuschelt, aber ich bin ein wenig unsicher, wie ich das machen soll mit dem Zusammenzucken von mir, weil ich will sie damit nicht erschrecken, es passiert einfach, weil ich mich auch erschrecke ab der plötzlichen Bewegung.
Wie gesagt, mit einer Kumpeline hätte sie das Problem gar nicht. Wenn du so zusammenzuckst, dann wird sie sich mit der Zeit schon daran gewöhnen, wenn sie immer wieder sieht, dass danach ja nichts weiter Schlimmes passiert. Wenn sie sich erschreckt, dann tröste sie nicht, sonst könntest du ungewollt ihre Unsicherheit verstärken. Tu dann so, als wäre gar nichts Schlimmes passiert, dann lernt sie schneller, dass in Wrklichleit nix Schlimmes daran ist.
Aber eben wen soll sie sonst anspringen? Sie braucht eine Kumpeline, gerade für so junge Kitten ist das sehr wichtig.
Sie schnurrt wie wild beim Spielen, auch wenn man sie streichelt und dann plötzlich, ohne Ankündigung, springt sie auf mich los und ich weiss nicht, ob es Spiel oder ernst ist.
Das ist auch eine typische kätzische Spielaufforderng. Sie zeigt dir immer wieder, dass sie nen Kumpel braucht.
Wenn sie nicht spielt, dann liegt sie meistens auf dem Sofa und dann geniesst sie es auch, mal den Bauch in die Luft zu drehen, also komplett entspannt in diesen Momenten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie selbst nicht so weiss, was sie will, irgendwie will sie zwar Nähe, aber irgendwie auch nicht.
Gerade wenn sich Katzen so entspannt fühlen (Bauch zeigen), kann das auch Spielaufforderung sein, dann erwarten sie, dass der Kumpel draufhüpft, das ist spielerisches Raufen und wenn sie das nicht ausleben kann, wird sie immer unausgeglichener.
Gerade Kitten sind in ihren Verhaltensweisen recht sprunghaft. Kaum sindse entspannt, schon wollense wieder spielen :D Wenn sie eine Kumpeline hat, kann sie das nach herzenslust ausleben, du wirst beobachten können, wie sie sich zB friedlich schnurrend putzen und miteinander schmusen und "wie aus heiterem Himmel" zwickt die eine die andere und es entsteht eine kleine Keilerei oder eine wilde Jagd durch die Wohnung - ist alles ganz *typisch Kitten* und das braucht deine Kleine. Nicht nur zum Bespaßen, sondern gerade auch für ihre weitere Entwicklung.
Ich habe ein wenig gelesen und gesehen, dass natürlich immer zu einem 2 Kitten geraten wird, aber bitte nicht einfach sagen, 2. Kitten besorgen, das ist bei ihr wirklich nicht so einfach, ein passendes zu finden und ich halte ja die Augen offen, aber es geht jetzt um diese Phase die im Moment ist, weil ich sie nicht noch mehr verunsichern will...
Hier machst Du einen Denkfehler :) Nichts hilft einem verunsicherten Kätzchen mehr als ein (passender!) Kumpel.
momentan schwer zu finden, weil schon die meisten nur zu zweit weggegeben werden und nicht alleine (auch nicht zu einem Artgenossen).
Hier im Forum gibt es auch einen Vermittlungsbereich
Auch muss ich momentan meinen Vater noch ein wenig davon überzeugen, da er das nicht so ganz einsehen will.
Wie alt bist Du denn, wenn ich fragen darf? Oder weil ihr zusammen lebt? Dann müssste der Vater natürlich einverstanden sein. Du könntest ihm ja diesen Thread zu lesen geben - oder die Links, die hier bereits gepostet wurden.
 
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  • #10
Wie alt bist Du denn, wenn ich fragen darf? Oder weil ihr zusammen lebt? Dann müssste der Vater natürlich einverstanden sein. Du könntest ihm ja diesen Thread zu lesen geben - oder die Links, die hier bereits gepostet wurden.
Ich bin 25, aber noch im Vollzeitstudium und lebe deswegen zu Hause. Meine finanziellen Mittel sind demnach eingeschränkt und ich bin daher darauf angewiesen, dass mein Vater sich die Kosten mit mir teilen würde. Das Studium ist im Sommer zu Ende und da sieht das dann auch wieder anders aus.

Ich weiss auch, dass das alles lieb gemeint ist und ich will auch nicht sagen, dass es nicht richtig ist, dass man Kitten nicht alleine halten sollte, aber ich habe nochmals mit dem Tierheim telefoniert und nachgefragt. Sie haben mir gesagt, dass sie sie einmal auch alleine gehalten haben in der Wohnung, weil sie andauernd Pflege brauchte und da sei sie erst aufgetaut, sie empfehlen für den Anfang kein 2. Kitten dazu zu setzen, weil sie aufgrund ihres schlechten Befindens am Anfang schikaniert wurde und sie jetzt erstmal Selbstvertrauen aufbauen muss, weil jüngere Kitten als sie würden sie nicht abgeben und Gleichaltrigen sei sie weitaus unterlegen von Grösse, Kraft und allem, sie würden jetzt wirklich zuwarten.

Ihr seht, es ist wirklich schwierig, weil ich bin hin und hergerissen. Ich bin Heilpädagogin und von daher weiss ich, dass es bei 1000 Menschen genau das Richtige sein kann, zu sagen, dass man am besten lernt, wenn es ruhig ist und bei 1 Person ist es genau das Falsche. Die lernt am besten wenn der TV an ist und all das. Und die Begründungen von euch klingen logisch, aber die vom Tierheim auch. Und auch wenn ich weiss, dass es eigentlich besser ist, bin ich deswegen unsicher, was ist, wenn sie jetzt eben das eine Kitten unter 1000 ist, für das es das Falsche wäre.
Mein Vater ist da ganz klar der Meinung, dass die Fachpersonen, also Tierarzt und so weiter, dass die das wissen und die sagen, es wäre gut so. Die Tierärztin sagte sogar explizit, normalerweise ist es bei Kitten besser, wenn sie zu zweit oder sogar noch mehr zusammen sind. Aber sie sei so klein für ihr Alter, sie werde draussen ziemlich aufs Dach kriegen und wenn sie nicht mit einem passenden Kitten vermittelt worden ist, würde sie momentan keines dazu tun, da es nicht abzusehen sei, wie die beiden sich verstehen würden.

Ich finde es wirklich schwer, weil ich will ja das beste für sie, aber ich habe auch das Gefühl, egal was ich tu, es könnte genau das Falsche sein. Und als Heilpädagogin habe ich immer diese Fälle, die eben nicht zu den 1000 gehören, deswegen bin ich da eben auch ein wenig zu vorsichtig vielleicht und kann deswegen auch nicht gut genug argumentieren, was meinen Vater betrifft.
 
C

Catma

Gast
  • #11
Jaklar, die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.
Aber sieh es mal so - du fragst hier und dort nach (TH, Internet, Ärztin, Bekannte etc etc) und jeder sagt was anderes... Klar ist das verwirrend...
... nun lies nochmal mal die Beiträge hier in deinem Thread - hier im Forum sagen plötzlich alle das gleiche

;)

Es werden bestimmt noch andere Einschätzungen kommen.

Wäre deine Katze älter und würde zudem deutliche Verhaltensauffälligkeiten zeigen, ich würde auch sagen, "lass sie sich erstmal in Ruhe eingewöhnen, auf ein paar Wochen mehr oder weniger allein kommts nun auch nicht mehr an"
Aber eben zum einen ist sie so superjung - bei so junge Katzen gibt es keinen Grund, warum sie sich nicht ratzfatz zusammenraufen sollten, da könnte man im Grunde jede gleichaltrige nehmen, also keine Sorge :) Es ist nur wichtig, dass sie auch langfristig gut miteinander harmonieren und nur von daher ist es wichtig, dass sorgfältig ausgesucht wird (Geschlecht, Alter, Wesen etc passend)
Und zum anderen sind ü 3 Wochen "Eingewöhnungszeit" ohne Artgenosse für ein Kitten gewiss lang genug, zumal sie dir ja immer wieder und ganz offensichtich und deutlich zeigt, dass sie nen Kumpel braucht. Also sie verhält sich gar nicht ungewöhnlich, sondern ganz typisch wie ein Kitten, das keinen Kumpel hat und nach einem verlangt. Da kann man meiner Auffassung nach nur sagen: Hör auf sie :)
Gut, sie ist etwas schreckhaft, wenn du dich erschrickst, aber das geht vielen Kitten so.
Und als Heilpädagogin habe ich immer diese Fälle, die eben nicht zu den 1000 gehören, deswegen bin ich da eben auch ein wenig zu vorsichtig vielleicht
Aber bei diesen Fällen geht es doch um Menschen und nicht um Katzen? Kätzisches Sozialverhalten wird im Wurf geprägt und wenn das nicht stattfand, ist ein (passender) Kumpel umso wichtiger.
Es ist nunmal nicht möglich, deine Miez in einen Kittenwurf unterzubringen, wo sie Sozialverhalten lernen kann, von daher wäre eine gut ausgewählte Kumpeline, die gut zu ihr passt, das mindeste ;) Von ihr könnte sie vieles lernen, noch ist es nicht zu spät, je länger du wartest, desto schwieriger wird die Zusammenführung.

Aber will dich nicht *bequatschen*
Es muss ja nicht *morgen* eine Kumpeline einziehen - hier noch ein bisschen Lesestoff für die nächsten Tage :)
https://www.katzen-forum.net/verhal...itten-erfahrungen.html?highlight=Einzelkitten
 
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  • #12
Jaklar, die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.
Aber sieh es mal so - du fragst hier und dort nach (TH, Internet, Ärztin, Bekannte etc etc) und jeder sagt was anderes... Klar ist das verwirrend...
... nun lies nochmal mal die Beiträge hier in deinem Thread - hier im Forum sagen plötzlich alle das gleiche

Ja das ist es in der Tat :-D

Es werden bestimmt noch andere Einschätzungen kommen.

Wäre deine Katze älter und würde zudem deutliche Verhaltensauffälligkeiten zeigen, ich würde auch sagen, "lass sie sich erstmal in Ruhe eingewöhnen, auf ein paar Wochen mehr oder weniger allein kommts nun auch nicht mehr an"
Aber eben zum einen ist sie so superjung - bei so junge Katzen gibt es keinen Grund, warum sie sich nicht ratzfatz zusammenraufen sollten, da könnte man im Grunde jede gleichaltrige nehmen, also keine Sorge :) Es ist nur wichtig, dass sie auch langfristig gut miteinander harmonieren und nur von daher ist es wichtig, dass sorgfältig ausgesucht wird (Geschlecht, Alter, Wesen etc passend)

Ich denke, das sehe ich auch ein, sie ist halt wirklich einfach für ihr Alter irgendwie zu klein und alles, das stimmt, aber ich finde es auch schwierig, da ich genau weiss, dass mein Vater momentan ganz anderer Meinung ist, überhaupt Mal an einem Ort nachzufragen, weil dann frage ich nach und dann geht es ja doch nicht. Es ist halt schade, dass er da auch gar keine Zweitmeinungen einholen mag.

Und zum anderen sind ü 3 Wochen "Eingewöhnungszeit" ohne Artgenosse für ein Kitten gewiss lang genug, zumal sie dir ja immer wieder und ganz offensichtich und deutlich zeigt, dass sie nen Kumpel braucht. Also sie verhält sich gar nicht ungewöhnlich, sondern ganz typisch wie ein Kitten, das keinen Kumpel hat und nach einem verlangt. Da kann man meiner Auffassung nach nur sagen: Hör auf sie :)
Gut, sie ist etwas schreckhaft, wenn du dich erschrickst, aber das geht vielen Kitten so.

Ja, sie ist sehr viel zutraulicher geworden als auch schon, also das läuft so an sich wirklich gut. Und sie ist auch bei allem anderen schreckhaft, ich aber auch, also von daher verstehen wir uns das angeht wirklich gut :-D

Aber bei diesen Fällen geht es doch um Menschen und nicht um Katzen? Kätzisches Sozialverhalten wird im Wurf geprägt und wenn das nicht stattfand, ist ein (passender) Kumpel umso wichtiger.
Es ist nunmal nicht möglich, deine Miez in einen Kittenwurf unterzubringen, wo sie Sozialverhalten lernen kann, von daher wäre eine gut ausgewählte Kumpeline, die gut zu ihr passt, das mindeste ;) Von ihr könnte sie vieles lernen, noch ist es nicht zu spät, je länger du wartest, desto schwieriger wird die Zusammenführung.

Klar, das sind Menschen, aber ich bin deswegen auch ein wenig darauf geprägt, dass es nicht immer nach dem Lehrbuch geht und dem, was man weiss. Deswegen bin ich da auch so vorsichtig, bei Lehrbuchmeinungen :-D Genau so skeptisch bin ich auch bei anderen Dingen. Aber kann man eigentlich selbst ein passender Kumpel suchen oder kann das nicht nur die Katze selbst? Oder wie würde man da denn vorgehen?

Aber will dich nicht *bequatschen*
Es muss ja nicht *morgen* eine Kumpeline einziehen - hier noch ein bisschen Lesestoff für die nächsten Tage :)
https://www.katzen-forum.net/verhal...itten-erfahrungen.html?highlight=Einzelkitten

Darin habe gelesen!!! Deswegen habe ich auch gedacht, oh oh, ich muss dringend mit meinem Vater sprechen und dann kam da so ein wenig... Jaja, das geht auch so... Deswegen dann auch meine Anmeldung in diesem Forum
:)
 
S

Starfairy

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  • #13
Ok, du bist Heilpädagogin. Jetzt stell dir mal ein kleines Kind vor, ca. 4 Jahre alt, und etwas "anders" als andere Kinder. Vielleicht noch nicht ganz so weit in der Entwicklung wie gleichaltrige.

Würdest du dieses Kind zur "Eingewöhnung" wo auch immer von anderen Kindern fernhalten? Würdest du sie bis z.B. zur Einschulung nur in der Wohnung, wo ihr nichts passieren kann, von der Welt isolieren? Nur mit Erwachsenen zusammen? Glaubst du wirklich, ein Kind, das so aufwächst, kommt später in der Schule mit anderen Kindern zurecht?

Und das gleiche gilt auch für Katzen. Und ihr macht gerade eine Einzelgängerin aus ihr und verhindert, das sie kätzisches Sozialverhalten lernen kann.
Genau wie bei Menschenkindern ist bei Katzenkindern die Fähigkeit zur sozialen Interaktion angeboren. Aber der Rest muß erlernt werden.
Bei Menschen lernen z.B. europäische Kinder andere Verhaltensweisen als Kinder von Eskimos.

Und bei Katzenkindern lernen einzeln gehaltene Katzen von Menschen erwünschtes Sozialverhalten. Aber sie lernen nicht, andere Katzen zu verstehen. Und ja, deine Kleine wird später draußen von den anderen Katzen schwer was auf die Mütze bekommen.
Nicht weil sie vielleicht klein ist, sondern weil sie die Sprache nicht versteht und auf die Kontaktaufnahme von anderen Katze falsch antworten wird.

Ich habe hier in der Gruppe 3 Kätzinnen mit knapp mehr als 3 kg. Und alle 3 können sich auch gegen die großen Kater behaupten. Weil sowohl die Katzen als auch die Kater kätzisch können

Das kann nie wieder nachgeholt werden, deshalb ist Gesellschaft _gerade_ für ein Kitten so immens wichtig, das darf man einer kleinen Katze einfach nicht vorenthalten.
 

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