Struvit oder Oxalat

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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ztirom

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Hallo,

bei unserem Kater (15J) wurde heute beim TA festgestellt (Röntgen) das er Steine in der Blase hat. Er hatte gestern einen Schmerzanfall den der TA auf die Steine zurückführte. Es wurde ein großen Blutbild angefertigt und sein Urin wurde im Labor untersucht. Blutbild war i.O. auch im Urin (ph-Wert 6,5) konnte nichts außergewöhnliches festgestellt werden. Auch keine Kristalle die einen Hinweis darauf geben, um welche Steine es sich handeln könnte. Nun meint unser TA, dass man die Steine operativ entfernen müßte um festzustellen um welche Steinart es sich handelt.

Wir möchten eine OP vermeiden, weil unser Kater schon etwas älter ist.

Gibt es noch eine Möglichkeit (ausser OP) um herauszufinden ob es sich um Struvit- oder Oxalatsteine handelt? Gruß Ana
 
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otl

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Puh ... ich würde eher - leider - auf Oxalat tippen, da bei dauerhaft PH 6/6,5 Struvit sich von selbst auflöst. Die Kristalle unterscheiden sich deutlich in ihrer Form. In einer Urinprobe müsste der TA das gut erkennen können. Röntgen allein reicht da nicht. Struvits können meines Wissens aber auch so groß werden, daß sie sich nicht mehr von selbst auslösen. Also erstmal Urin untersuchen lassen.
 
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otl

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Puh ... ich würde eher - leider - auf Oxalat tippen, da bei dauerhaft PH 6/6,5 Struvit sich von selbst auflöst. Die Kristalle unterscheiden sich deutlich in ihrer Form. In einer Urinprobe müsste der TA das gut erkennen können. Röntgen allein reicht da nicht. Struvits können meines Wissens aber auch so groß werden, daß sie sich nicht mehr von selbst auslösen. Also erstmal Urin untersuchen lassen.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil ... Urin wurde ja wohl schon untersucht.
 
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ztirom

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Hallo otl,
erst Mal vielen Dank für deinen Beitrag. Wir haben ja schon das Urin untersuchen lassen (im Labor). Im Urin ist nicht festzustellen, um welche Steinart es sich handelt.

Da wir eine OP vermeiden wollen, suchen wir nach anderen Möglichkeiten um
festzustellen welche Steine es sind. Sonst ist keine Behandlung möglich.

Gruss ANA
 
Labahn

Labahn

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Und vielleicht ersteinmal noch eine weitere Urinprobe testen lassen? Und zusätzlich so oft wie möglich den pH-Wert zu Hause messen um vielleicht Anhaltspunkte zu haben?

Wenn er jetzt beschwerdefrei wäre, dann könnte man unter regelmäßiger Kontrolle vielleicht versuchen die Steine aufzulösen. Gerade wenn der Verdacht auf Oxalat im Raum steht aber entsprechend vorsichtig. Und falls das gelänge wäre es ja Struvit. Aber wenn ihr ganz im Dunklen tappt könnten es ja sogar beide Varianten gleichzeitig, oder gar Urat bzw. Cystein sein, wenn auch Letztere eher unwahrscheinlich sind. Die Risiken für das Ansäuern solltet ihr vorher mit dem Arzt besprechen. Ansonsten gibt es ja aber auch die Möglichkeiten von sanfteren Narkosearten. Vielleicht wäre das auch ein Kompromiss?


Was bekam er denn bisher immer für ein Futter?
 
Zuletzt bearbeitet:
Giulie

Giulie

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Ich würde auch mehrere Proben untersuchen lassen bzw. selber so oft den ph-Wert messen.

Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass der Urin zwar kristallfrei war, aber die Blase nicht.
Ich hatte damals meinen Leon mit Struvit bekommen. Ich war froh, dass 6 Wochen später keine Kristalle mehr da waren. Auch weitere Proben waren kristallfrei. Bis der Tierarzt sagte, dass er vermehrt Proteine im Urin hat. Er hatte das als unbedeutsam abgetan und ich hatte dann den Tierarzt gewechselt.
Der hatte einen Blasenultraschall gemacht und da waren ein Haufen kleiner Steinchen in der Blase. :hmm:

Aber wichtig ist, dass er immer noch pullert. Falls du merkst, dass er sich vergeblich auf dem Klo versucht, musst du sofort reagieren und zum Tierarzt oder Tierklinik fahren.
Ein Rückstau des Urins bis in die Nieren führt zu Nierenschädigungen bishin zum Versagen.

Alles Gute dem Katermann! :)
 
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ztirom

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Hallo,

erstmal vielen Dank für eure Antworten...!

Bisher bekam er als reine Hauskatze nur TF. ER isst einfach nichts anderes.
Wir werden jetzt versuchen komplett auf NF umzustellen.

Ein weiteres Problem ist das er eigentlich ohne Narkose nicht zu behandeln ist..!

Sobald er in der Tür der Tierartztpraxis ist, knurrt er schon und ist unter normalen Umständen nicht mal mehr von mir aus dem Korb herauszunehmen.
Er wird dann extrem böse bis hin zum beissen..!

D.h. ohne ihn zu narkotisieren ist keinerlei Behandlung oder Untersuchung möglich.

Was können wir noch tun um eine OP zu vermeiden, insbesondere wenn nicht eindeutig klar ist um welche Steine es sich handelt.

Wir werden nächste Woche eine weitere Probe vom Urin untersuchen lassen.


Gruß Ana
 
Labahn

Labahn

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Bisher bekam er als reine Hauskatze nur TF. ER isst einfach nichts anderes.
Wir werden jetzt versuchen komplett auf NF umzustellen.

War es TF, dass künstlich angesäuert wird? Wenn ja würde das die Möglichkeit für Oxalat erhöhen. Ansonsten spricht es aus mehreren Gründen (Kohlenhydrate, Übermineralisierung, pflanzl. Proteine, evtl vermehrte Blasenentzündungen, ...) eher für Struvit. Aber wie schon geschrieben, es gibt ja auch die Mischform, bei der Beides vorhanden ist.

Aber wenn bereits weitere Untersuchungen (also Schallen und Röntgen), ebenfalls einer Narkose bedürfen, dann würde ich es vielleicht wirklich gleich operativ entfernen lassen. Denn wenn Nichts im Urin nachzuweisen sein sollte und ohne die Untersuchung, habt ihr sonst ja auch keine wirkliche Erfolgskontrolle. Und dann gleich alles Mögliche so mit abdecken. Also geriatrisches Blutbild und eventuell Zahnstein entfernen.
 
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ztirom

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Hallo Labahn,

es war kein künstlich angesäuertes TF. Er bekommt seit 2 Jahren aufgrund von Hüftarthrose spezielles Diätfutter. Bisher hatten wir auch nie Anzeichen für Blasenprobleme...!

Großes Blutbild wurde gestern gemacht. Mit den Zähnen hat er glücklicherweise keine Probleme, er hat noch alle, und die sehen auch gut aus.

Vieleicht kommt ja bei der nächsten Urinuntersuchng was raus..!
Ich hoffe es sehr.

Gruß Ana
 
Labahn

Labahn

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  • #10
Also wenn dem bisherigen TroFu kein Methionin o.Ä. zugesetzt wurde (machen einige Hersteller prophylaktisch und daher häufen sich auch die Fälle von Oxalat), dann sollte es sich höchstwahrscheinlich um Struvit handeln. Welches TroFu war es genau?

Aber besprecht das wirklich vorher nocheinmal in Ruhe mit dem TA.

Ich drück die Daumen, dass eine weitere Urinprobe Klarheit bringt. Alles Gute dem alten Mann.
 
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ztirom

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  • #11
Hallo,

leider wurden auch bei der letzte Urinprobe keinerlei Kristalle festgestellt..!

Er hat die letzten 2 Jahre nur TF von Hills ( wegen seiner Arthrose) bekommen.

Wir werden auf jeden Fall noch eine zweite Meinung einholen bevor wir uns für eine OP entscheiden.

Man kann nur auf dem Röntgenbild kleine Steine sehen..!

Er hatte an dem Tag einen Schwächeanfall mit Gleichgewichtsstörungen.

Vorher hat er nie mit dem Urin oder der Verdauung Probleme gehabt (auch sonst nix anderes).

Der TA meint nun das das von der Blase käme. Ich bin mir inzwischen da nicht mehr so sicher.

Er hat auch in der Narkose ohne Probleme beim Druck auf die Blase Urin abgegeben. Auch hier meint der TA das alles normal gewesen wäre...!

Im Moment gehts ihm wieder gut.

Wie soll man Ihn behandeln wenn man gar nicht weiß welche Steine er hat?

Hat schon mal jemand Oxalat ohne OP weg bekommen?

Bei Struvit wäre ja das wohl einfacher!

Hat schon mal jemand ähnliches gehabt, und weiß was man tun könnte?

Gruß Ana
 
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