Soll ich es wagen mit einer dritten Katze

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Gemurrle

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Hat jemand von Euch Erfahrung damit, eine dritte Katze einziehen zu lassen. Es handelt sich um eine 14-jährige Katze, die unter katzenunwürdigen Umständen leben muss. Dennoch fragen wir uns, ob es eine gute Idee ist, sie bei uns einziehen zu lassen? Unsere beiden anderen (Kater 6 Jahre/Katze 6 Jahre) haben sich miteinander arrangiert: Unser Kater ist ein Rowdy und nicht zimperlich beim Spielen...die Katze hat lieber ihre Ruhe und zeigt dem Kater auch mal, wo es lang geht. Meint Ihr, es ist eine gute Idee, diese ältere Katze mal zur Probe bei uns wohnen zu lassen?... Wir sind hin-und hergerissen und möchten unnötigen Stress für das Tier vermeiden.
Die Katze ist eigentlich eine Freigängerin, lebt seit 2 Jahren in einer 32 qm großen Wohnung mit einem tristen Balkon. Die Katze darf sich nur in der Küche und Flur (ca. 4 qm) aufhalten (auf den Balkon darf sie auch)... und was noch fies ist, es gibt noch einen hyperaktiven Cockerspaniel, der sie permanent nervt.
 
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Catma

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Owei, die arme Katze. Spontan würde ich sagen, versucht es. Aber "zur Probe" geht das leider nicht, denn bevor die Katze bei euch raus dürfte, sollte sie sich einige Wochen lang gut in der Wohnung eingelebt haben.
Oder habt ihr gesicherten Freigang?
Weißt du, ob sie vorher auch Kontakt zu Katzen im Haus/Wohnung hatte oder wenn dann nur Kontakt zu Freigängerkatzen?
 
Gemurrle

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Hallo Catma, ja sie hatte mit einem Kater zusammengelebt. Der war sehr dominant und ist letztes Jahr gestorben. Beide waren Freigänger und kamen dann in diesen schrecklichen "Katzenknast" zusammen mit dem hyperaktiven Hund. Einen abgesicherten Freilauf haben wir nicht...nur die weite Welt.
Ich dachte nur, dass wir vielleicht schon in einer Woche wissen, wo das alles hinführen wird...deshalb zur Probe. Die Besitzerin meinte, dass sie sich schnell einleben wird... . Sie hätte jeden Wohnungswechsel gut gemeistert.
 
nicker

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Mir ist aufgefallen, dass du eher wenig über die Katze, aber sehr viel über ihre schlimme Situation schreibst, Gemurrle.

Was weißt du denn konkret über die Katze, also ihren Charakter und ihre Vorlieben und Abneigungen? Und warum soll sie abgegeben werden?

Ich frage mich (bitte nicht falsch verstehen, ich finde es toll, dass du helfen willst!!!), ob dich eher das Mitleid mit der Katze leitet statt des Bedarfs deiner eigenen Katzen an Zuwachs. (Jedenfalls schreibst du, dass deine beiden sich arrangiert haben, und wenn der Kater von der wohl ruhigeren Katze nötigenfalls auch einen übergebraten kriegt, zeigt das, dass doch soweit alles im Lot ist: sie setzt im Grenzen, wenn er ihr zu sehr auf den Keks geht).

Bitte forsche noch mal in deinem Inneren, ob es wirklich passen würde mit der Katze, also ob du das Gefühl hast, dass deine beiden einen neuen Gspusi wirklich gebrauchen können. Und nicht nur irgendeinen Gspusi, sondern genau DIESES Katz!

Würde bei deinen beiden der Haussegen dauerhaft schief hängen wegen der Raufigkeit deines katers (so verstehe ich deinen Beitrag), wäre der übliche Weg, ihm einen Raufkumpel, also einen weiteren Kater, zur Seite zu stellen, damit er ausgelastet ist und deine Süße mehr Frieden für sich hat.
In einem gut eingespielten Katzenteam funktionieren Vergesellschaftungen (auf der sicheren Seite ist man dann doch mit der langsamen Vergesellschaftung, wenn die Katzen recht unterschiedlich sind) gut, aber es kann evtl. auch schief gehen.

Noch zu den Formalitäten: die neue Katze ist geimpft und gesund? also dass sie ncihts Ansteckendes ins Haus (und zu deinen Katzen) schleppt. Ist die Halterin entspannt bei deinem Überlegen, oder macht sie wohlmöglich Druck, dass du die Katze nehmen sollst?

Versteh mich nicht falsch, ich versuche, ein paar wichtige Punkte abzuhaken, die ich jeweils auch auf meiner Agenda hatte, wenn die Frage nach einem Familienzuwachs aktuell war!

Ich wünsche der Katze alles Gute (selbst für den Fall, dass du doch Abstand nehmen würdest!), und wirklich: neben dem Herzen sollte auch der Verstand ein Wörtchen mitreden, denn es geht ja um ein langes Katzenleben, und du hast ja bereits zwei Mitbewohner, die ihre höchsteigene Meinung nebst Bedürfnissen haben.
Gedanklich noch einmal die Checkliste durchzugehen, macht dich im Zweifelsfalle auch sicherer, dass die Katze wirklich diejenige ist, die zu eurer Katzen-WG passt und einziehen soll. Viel Glück --- und eine Nr. 3 ist insgesamt (wenn es kätzisch, finanziell usw. passt) nie eine verkehrte Wahl.... ;)
(unser Orikonzert flötet im Quartett....;))

LG
 
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mrs.filch

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@ nicker: Das sind sehr kluge Gedanken!!! Und eine richtig gute Entscheidungshilfe. :)
 
Gemurrle

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Hallo Nicker,
Danke für Deine ausführliche Antwort...also, unser Katzenhaussegen ist harmonisch insofern, dass jede/r seiner/ihre Wege geht, mitunter wird draußen gemeinsam gejagt. Manchmal gibt es auch ein Katzenküsschen, aber zusammen schmusen, Nein Danke!
Die erwähnte Katze ist sehr menschenbezogen und freundlich (sie freut sich eben, wenn Abwechselung in ihr tristes Dasein kommt)...sie ist eher eine unterwürfige Katze. Klar ist, dass natürlich mein mitleidiges Herz "HIER" ruft... Seit Kittenalter hat sie eine Hüftfraktur, die falsch zusammen gewachsen ist. Deshalb humpelt sie etwas. Ansonsten ist sie gesund, nicht gechipt und seit 2011 nicht mehr geimpft worden. Ich fand die Fragestellung sehr hilfreich, ob meine beiden anderen diese Katze brauchen. Nein, das nicht, denn beide kamen auch aus Bedürftigkeit zu uns (Kater aus Griechenland und schwer krank /Katze zugelaufen halb verhungert)und haben sich ihr Zuhause und Umgebung mehr oder weniger erobert. Vielleicht sollte ich es lassen. Die Besitzerin ist eine Verwandte von mir...dadurch werde ich ständig an diese Katze erinnert, aber das muss ich dann wohl ertragen.
 
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mrs.filch

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Du hilfst unter Umständen mehr, wenn du deine Katzen 100% unterstützt in ihrer glücklichen Zweisamkeit, die ja auch funktioniert, und nebenher hilfst, eine gute Stelle für die Notkatze zu finden...


Man muss (und man kann) nicht alles selbst machen....
 
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Catma

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Vielleicht sollte ich es lassen. Die Besitzerin ist eine Verwandte von mir...dadurch werde ich ständig an diese Katze erinnert, aber das muss ich dann wohl ertragen.
Ich meine auch, es gibt ja nicht nur die Optionen "sie nehmen oder dort lassen". Du könntest zusammen mit der jetzigen Besitzerin ein wirklich gut geeignetes Zuhause für sie finden, dann wären auch alle glücklich.

Ich würde die Situation bei euch aber jetzt nicht so problematisch finden, was spräche dagegen, sie zu nehmen? Also warum sollten die 3 sich nicht vertragen? Das kannst nur du beantworten, es kommt eben darauf an, wie sozial deine beiden sind und ich meine, wenn alle 3 Freigänger sind, dann ist die Gruppendynamik nochmal eine ganz andere, allein dadurch, dass sie sich aus dem Weg gehen können. Wenn jede ihrer eigenen Wege gehen kann, ist der Zusammensein dann oft auch stressfreier, als wenn sie "auf Gedeih und Verderb" in der Wohnung miteinander zurechtkommen müssten.

Ich hätte eher umgekehrt Bedenken, dass es der Katze evtl zu stressig ist, gleich mit 2 anderen Katzen zurechtzukommen. Aber die Katze scheint ja sehr anpassungsfähig und auch sozial zu sein.
Ich würde wenn dann nur eine "langsame Zusammenführung" klickmich machen, also dass die "Neue" erstmal im Haus bleibt, in einem Extra-Zimmer mit Gittertür, so könntest du sehen, wie sie aufeinander reagieren und sie ggf langsam einander annähern. Diese langsame Annäherung erstmal durch Gittertür getrennt ist für alle Beteiligten viel stressfreier und dann klappt das spätere Zusammenleben meist auch harmonischer.

Dagegen spricht in meinen Augen nichts, du hast ein Herz für die Katze, hast 2 soziale Kumpel, viel Freigang zu bieten, was will man mehr? Ob die Katzen sich tatsächlich vertragen oder nicht, weiß man vorher nie.
Abraten würde ich, wenn es nun vom Alter her nicht passen würde oder man wegen anderer Umstände von vornherein mit Problemen rechnen müsste.
Hier in diesem Fall meine ich, warum nicht, man muss nur abwägen, ob man es wagt oder lieber lässt.

Aber wirklicher Entscheidungsdruck besteht ja nicht, meine ich auch, denn ihr könntet ja auch ein anderes Zuhause für sie finden, in dem sie Freigang hat. Eine Katze in dem Alter zu vermitteln ist nicht so einfach, viele wollen lieber Kitten oder Jungkatzen haben. Aber vielleicht wartet in dem neuen Zuhause eine Katzendame in ihrem Alter, die gerade ihre Kumpeline verloren hat, also gut mit anderen Katzendamen klarkommt, das wäre ideal, meine ich.
Wichtig wäre, dass sie zu erwachsenen Katzen kommt, keine Kitten oder Jungkatzen, die haben ganz andere Interessen und da kann es eher zu Problemen kommen.

Schaut doch mal hier im Forum im Vermittlungsbereich, da sind einige Gesuche und ihr könntet dort einen eigenen Thread für die Katze aufmachen. Es lesen auch User mit, die selbst nicht suchen, aber ein gutes Zuhause wüssten. Größere Entfernungen wären kein Problem, es können Fahrketten gebildet werden - oder hängt Zettel bei TÄ/Futterhäusern etc in eurer Gegend auf, also ich meine, es gibt viele Wege, dass die Katze nicht dort bleiben muss.
 
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Ihr habt ja Recht mit einem anderen Zuhause für die Katze. Als Erstes habe ich auch daran gedacht als ich das Desaster sah und dies angesprochen. Mit viel Überzeugungsarbeit kam dann heraus, dass meine Verwandte, wenn überhaupt, sie nur an uns abgeben würde. Sie möchte dann auch, dass es ihre Katze bleibt und sie würde sich dann auch an anfallende Tierarztkosten beteiligen.
 

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