Möglicherweise Probleme am Auge durch Herpes - worauf achten beim Tierarzt?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Moonrise88

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  • #21
Manchmal muss man aber vom Optimum auch ein bisschen Abstand nehmen, wenn es nicht anders geht. Also ihr tut was ihr könnt und was klappt, und dann ist es halt so 😊
Ja, da hast du wohl Recht. Danke, dass du mich daran nochmal erinnerst - ich mach mich gerne mal extrem verrückt weil ich alles perfekt machen will.


Meine Fragen haben sich übrigens geklärt. 2 Wochen die Tropfen geben, nur am Tag der Kontrolle nicht. Und leider müssen wirklich mindestens 10 Minuten zwischen den verschiedenen Tropfen liegen... mein Freund und ich haben uns grade mal drüber beraten und werden wohl mal versuchen, uns dann zusammen mit Tigger im Wintergarten einzusperren, damit wir ihn nicht 9mal täglich durchs ganze Haus jagen müssen... mal schauen wie das klappt.
 
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Kayalina

Kayalina

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  • #22
Raum begrenzen für die Zeit ist eine gute Idee. Mit zehn Minuten Abstand sind das dann ja ca. 30 Minuten. Gibts irgendwas, was er ganz toll findet und was ihr in der Wartezeit machen könnt? Und wenn es immer nur nach jedem Mal Tropfen ein paar Trockenfutterbrökchen schmeißen oder sowas ist, damit er halt was zu tun hat und das nicht so negativ verbindet.

Hoffentlich ist bei der nächsten Kontrolle in zwei Wochen dann eine deutliche Verbesserung zu sehen. Auf jeden Fall ist es gut, dass du hartnäckig geblieben bist!
 
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Moonrise88

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  • #23
Soo, gestern waren wir zur Kontrolle beim TA. Der Druck ist auf beiden Augen gut, allerdings sind die Augen immer noch viel zu trocken.
Er sagte, man sieht irgendwas im Auge bei der Iris, es könnten Iriszysten sein oder irgendwas im Glaskörper. Es wäre vermutlich auch das, was die Kollegin aus der Tierklinik dazu veranlasst hat, die Verdachtsdiagnose Aqueuous humor misdirection syndrom auszusprechen. Es sehe wohl danach aus, dass da das Kammerwasser nicht dahin abfließt wo es hin soll, dadurch wird der Druck von hinten erhöht und die ganzen Strukturen im Auge werden nach weiter vorne gedrückt. Mal ganz laienhaft ausgedrückt ;)

In der Literatur würde man fast gar nichts dazu finden - das wäre wohl gut erforscht beim Menschen, beim Tier aber so gar nicht. Da hätten einfach ein paar Leute in ihren Publikationen das Krankheitsbild für Tiere übernommen, aber das Auge von Katze und Mensch sei ja eh schon so verschieden, dass man vermutlich gar nicht einfachso von Mensch auf Katze schließen kann bezüglich Diagnose. Klang für mich aufjedenfall danach, als wäre das beim Tier und insbesondere bei der Katze noch gar nicht wirklich erforscht. In der Literatur würde immer dazu geraten werden, eine Linsenextraktion durchzuführen. Aber er würde das nicht machen, denn diese Operation wäre auch ein großes Trauma für die Katze und die hat auch noch jede Menge Nachbehandlungen zur Folge. Wäre der Kater blind und die Linsenextraktion würde ihn wieder sehen lassen, ja dann würde er es tun, aber bei diesem Fall hier nicht. Also er rät mir davon ab - wobei er es tun würde wenn ich unbedingt drauf bestehe.

Sein Plan wäre nun, die Tropfengabe so weit zu reduzieren, dass wir dauerhaft mit einmal täglich Tropfen auskommen. Ich gebe deswegen seit gestern Abend nur noch 2mal täglich Trusopt (nur ins linke Auge) und (neu, weil nicht genug Tränen) Optimmune (in beide Augen). 1mal täglich (weil er mit so furchtbar viel Schleim drauf reagiert) Acular (nur ins linke) und dann auch so ein Befeuchtungsgel (in beide) um die Augen nach dem Acular zu beruhigen.
In 2 Wochen dann nochmal Kontrolle und wenn der Druck immer noch gut ist, sollen wir von Trusopt auf Azopt wechseln. Wenn das klappt, dann Azopt auf 1mal täglich reduzieren und das dann als Dauermedikation.

Wenn wir auf 1mal täglich runtersind, dürfe ich ihn auch wieder rauslassen. Keine Ahnung warum dann erst :rolleyes:
Bezüglich Operation ja/nein hab ich gefragt, wie schlimm das denn ist, wenn mal ne Tropfengabe ausfällt. Das sei kein Problem. Allerdings muss ich dann bis August gucken, dass mein Freund es alleine schafft, festzuhalten und Tropfen zu geben, weil ich dann eigentlich 3 Wochen weg bin. Keine Ahnung, wie wir das hinkriegen sollen.

Gestern hab ich dem Arzt noch voll zugestimmt. Aber mittlerweile bin ich hin und her gerissen. Lebenslang täglich Tropfen geben bei Tigger ist sone Sache. Er ist eh schon so scheu und traut uns in so vielen Situationen gar nicht mehr. Er ist eh schon immer so unsicher und deswegen komme ich auch mit dem Medical Training so gar nicht weiter. Ohne das werden wir aber nie ums Jagen, Einfangen, Festhalten und Zwang drumrum kommen. Das kanns doch auch nicht sein. Er ist mittlerweile noch ruhiger als vorher, er schläft ganz viel, leistet uns viel weniger Gesellschaft (eigentlich nur noch im Bett), interagiert super wenig mit Wendy und spielen mit uns tut er eigentlich gar nicht, da hat er viel zu viel Angst. Mit Wendy wird aber auch nur maximal 5 Minuten am Tag rumgeflitzt und das wars. Das ist doch kein Leben.
Andererseits kommt es mir vor, dass er seit ca einer Woche mit Wendy etwas aufgeschlossener geworden ist, er lässt mehr Nähe zu. Zwischen den Tropfen kommt er gurrend seine Streicheleinheiten abholen. Er fordert weiterhin sein tägliches Clickertraining ein und frisst wie immer. Das klingt ja eigentlich alles gut. Ich weiß doch auch nicht..
 
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pfotenseele

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  • #24
ich habe viel gelesen zu hyaluron. es füllt das speicherdepot an wasser im körper auf und da das auge fast nur aus wasser besteht, hat es einen sehr positiven effekt auf die augen. hyaluron gibt es als augentropfen sowie auch systematisch als globuli, ich hab das lange in erwägung gezogen für atreyu.
also ICH persönlich würde dem tierchen nicht eine schmerzhafte OP und aufwendige nachsorge zumuten...
ich habe lange an der augentropfen- und salbengabe "gebastelt" va. hinsichtlich minimierung von stress. atreyu hat ja herpes und ich musste ihm 9 mal/tag tropfen und salben und das über ein halbes jahr lang. da stress ja wieder herpes auslösen kann, hab ich ein konzept entwickelt und das funktioniert sehr gut.
ich komme immer mit einem kleinen schälchen futter (nur ein paar happen) auf einem kleinen teller und halte ihm das tellerchen. so bin ich schon in position, muss atreyu nie jagen und ich komme immer mit etwas gutem. wenn er gefressen hat, umfasse ich ihn nur sanft vorne an seiner brust, so läuft er nicht weg. ich setze mich hinter ihn, mein linkes bein ist quer zu seinem popo (achtung, immer auf schwänzchen achten, dass man das nicht klemmt beim knien!), so kann er keinen rückwärtsgang einschalten. mein rechtes knie ist aufgestellt neben seinem köpfchen, so kann er sein köpfchen auf mein knie legen und im moment der tropfen/salbengabe nicht wegziehen. nach der gabe kommt immer das gleiche wort (suuuuper), so weiss er dass es vorbei ist und dann kraule ich ihm noch etwas sein kinn, damit er die tropfen nicht sofort abschüttelt (sie schütteln ja sofort den kopf). gleichzeitig gibts noch eine spezielle belohnung, die halte ich ihm gerne gleich in meiner hand hin, das verzögert das kopfschütteln auch noch etwas.
durch meine stellung muss ich atreyu nie festhalten (was katzen ja hassen) und habe beide hände zur verfügung (ich mache das ja alles alleine). atreyu sitzt am boden und ich auch, also auch kein hochnehmen und eben kein festhalten nötig :)
ich bin sicher, du kannst auch ein konzept entwickeln, dass den stress minimiert. und mit etwas glück müsst ihr ja bald weniger tropfen und salben :)
 
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Moonrise88

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  • #25
Gestern waren wir wieder zur Kontrolle. Ich muss sagen, der Augenspezialist ist irgendwie verpeilt. Er meinte gar nichts mehr von nem Wechsel auf die anderen Tropfen, das sei ja nur gewesen, wenn es mit den aktuellen Tropfen nicht klappt. Und ich soll jetzt die aktuellen Tropfen ganz absetzen und dann in 2-4 Wochen nochmal zur Kontrolle, aber in der Klinik dann, wo ich ursprünglich war.
Die Abflachung hinter der Linse sei auch nicht mehr so krass. Ich hab dann gefragt wie das sein kann, ob das dann nur durch die Entzündung ausgelöst wurde. Daraufhin sagte er dann ja, das wäre dann vermutlich so. Und ich soll deswegen das Acular weitergeben, aber nur 1mal täglich.
Über die trockenen Augen wurde gar nicht mehr gesprochen und das wurde auch nicht mehr gemessen.

Ich bin da recht irritiert wieder raus gegangen o_O Nuja, nun geben wir halt 1mal täglich das Acular und ich geb dann auch weiterhin dieses Hyalurongel weil ich das Gefühl habe, dass das die Augen etwas beruhigt, da die anderen Tropfen so reizen. Einen Termin in der Klinik haben wir schon, den hatte ich schon vor 2 Wochen gemacht, weil man früher keinen Termin bei der Augenspezialistin bekommt. Allerdings ist das jetzt ne andere als sonst, weil unsere Urlaub hat. Na mal schauen ob die dann mehr durchblickt. Der Augenspezialist hat wohl immer mit der Spezialistin aus der Klinik Rücksprache gehalten.

Weiterhin hab ich also nicht wirklich ne Diagnose oder gar nen Plan davon, ob jetzt für immer Tropfen nötig sein werden oder nicht :rolleyes:
 
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Moonrise88

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  • #26
Aller guten Dinge sind 3:

Heute waren wir zur Kontrolle in der Tierklinik, aber nicht bei der 1. Augenspezialistin, sondern ihrer Kollegin.
Der Druck ist viel zu hoch (welch Wunder, wenn man das Trusopt einfach absetzt...) - ich hatte vorgestern schon eigenmächtig das Trusopt wieder gegeben, weil ich sogar gesehen habe, dass der Druck zu hoch ist, Pupille zu weit, Augapfel etwas größer..
Die Verengung oder Abflachung ist noch (oder wieder) da, ganz eindeutig zu sehen. Sie hat auch nicht so richtig glauben können, dass der andere Tierarzt letztes Mal nichts mehr davon gesehen hat. Außerdem hat sie auch - wie der andere Arzt - "etwas" im Auge gesehen, was da nicht hingehört. Sie konnte dann aber recht schnell sagen, dass es wohl ein Katarakt ist. Insgesamt fand sie Tiggers linkes Auge sehr interessant und hätte am Liebsten ein Foto gemacht.
Die Tränenproduktion ist wieder besser, da scheinen wir mit diesem Hyalurongel auf dem richtigen Weg zu sein.
Sie hat von sich aus ganz früh gefragt, ob Tigger mal Katzenschnupfen hatte! Sie denkt nämlich, dass er vermutlich Herpes hat und er deswegen die trockenen Augen hat! Das würde dann auch die immer mal wieder aufkommenden Erkältungen erklären (erst letzte Woche wieder eine Laryngitis) und eben auch dieses immer mal wieder auftretende Augenzukneifen. Ich solle es weiter mit dem Hylaurongel versuchen, vielleicht würden sich die Zellen, die für die Tränenproduktion zuständig sind, nochmal regenerieren. Das Optimmune, was ich erst geben sollte (und worauf Tigger ganz schlecht reagiert hat) würde in dem Fall eh nicht helfen, bei Katzen sowieso fast nie, nur bei Hunden. Hatte ich auch so im Internet gelesen aber man soll ja auch zwischendurch mal dem Fachmann glauben :rolleyes:
Ihrer Meinung nach war die erste Diagnose ihrer Kollegin korrekt. Aus irgendwelchen Gründen läuft das Kammerwasser in die falsche Richtung und drückt dadurch die Strukturen im Auge nach vorne. Dadurch, dass da nicht alles dort sitzt, wo es hingehört, gibt es immer wieder ne Reizung und dadurch diese Augenentzündung. Das ist also auch nix, was nochmal weggeht.
Ich denke auch, dass ihre Erklärung schlüssiger ist. Wenn die Augenentzündung ursächlich für den zu hohen Druck und die Verengung wäre, dann hätte es sich nicht wieder so verschlechtert nach dem Absetzen von Trusopt aber der weiteren Gabe von Acular, welches ja die Entzündung wegmachen soll.

Weil der Druck jetzt so hoch ist, müssen wir das Trusopt erstmal wieder 3mal täglich geben und am Montag gleich wieder zur Kontrolle. Hoffentlich reagiert er darauf nochmal so gut, dass wir dann gleich wieder auf 2mal täglich runter können. Sie denkt, dass wir vielleicht 1mal täglich schaffen auf Dauer, oder mit ganz viel Glück auch den Druck mit alle 2 oder 3 Tage einmal Tropfen stabil halten können. Aber um lebenslange Gabe kommen wir nicht drumrum. Das Acular soll ich auch lebenslang geben, wegen der erwähnten Reizung, um da die Entzündung in Schach zu halten.
Ich hab nochmal OP und ähnliche Behandlungen angesprochen, grade auch weil Tigger so ein Sensibelchen ist und weil wir immer noch nicht in der Lage sind, mit nur einer Person die Tropfen zu geben. Sie meinte aber auch, dass das alles ein sehr großes Trauma für die Katze ist und es auch keine Garantie dafür gibt, dass es dann weg ist und wir ohne Tropfen klarkommen. Stattdessen könnte er als Folge der OP dann noch erblinden.

Tja.. dann müssen wir uns damit irgendwie arrangieren. Anxitane, Feliway zur Unterstützung, parallel am Medical Training weiterarbeiten damit das mit der Tropfengabe alleine und vorallem ohne Zwang irgendwann klappt und das Beste hoffen.
 
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