Maya, fast 18 - wie soll es nun weiter gehen

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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catfisch

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Edemissen bei Peine
Maya ist insgesamt eine sehr anfällige Katze. Verhaltensauffällig anderen Katzen gegenüber, Spondylosen im Rücken, chronische Kehlkopfentzündung und seit Januar Probleme mit dem Pipi machen.

Im Januar hat sie plötzlich Blut gepinkelt. Nicht viel, aber das hell Katzenstreu färbte sich rosa. Wir sind sofort zum Tierarzt. Diagnose: Blasenentzündung Dort bekam sie Antibiotika. Ja ich weiß ohne Blutuntersuchung und auch ohne Urinprobe. Aber Maya rückt Ihren Urin halt nicht mal einfach so raus. Weder mit medizinischen Katzenstreu noch auf einer Katzentoilette ganz ohne Streu. Nach dieser Behandlung war alles wieder wie vorher. Kein Blut mehr im Urin.

Am Donnerstag , 08.04.2021, bemerkte mein Man dann, dass Maya unkontrolliert Urin verliert. Sie hat in Ihre Körbchen gemacht, überall wo sie lag und aufstand war eine Urinpfütze. Ich habe Wickeltischauflagen gekauft und alles hergerichtet, dass sie den Urin ungehindert laufen lassen kann. Sie ist aber dennoch noch auf die Katzentoilette gegangen. Sowohl für das große als auch für das kleine Geschäft. Zeitgleich habe ich erneut einen Tierarzttermin gemacht.

Wir sind also am Samstag, 10.04.2021, wieder zum Tierarzt. Ein Durchtasten ergab eine sehr sehr kleine aber schmerzhafte Blase. Wir haben wieder Antibiotika bekommen. Das Sollte Maya an Montag nehmen. Was auch anfangs gut funktionierte. Da ist Maya auch wirklich vorbildlich. Sie nimmt ihre Tabletten mit etwas Käsepaste immer gut.

Am Dienstag, 13.04.2021, verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch. Sie verweigerte alles. Nahrung, Wasser, Käsepaste und somit auch die Antibiotika. Wir sind fort wieder zum Tierarzt. Es wurde Blut genommen und ein Röntgen gemacht um Urinsteine auszuschließen. Urinsteine wäre noch das beste gewesen was uns hätte passieren können. Aber die Diagnose war leider niederschmetternd. Nierenversagen, Die Nierenwerte waren lt. Tierärztin in einem schon nicht mehr messbaren Bereich. Wenn es viel ist hat sie noch ca. 25% Nierenkapazität auf beiden Nieren zusammen. Außerdem war sie extrem ausgetrocknet. Und das obwohl sie immer ordentlich Wasser trank, manchmal sogar mehr als normal. Maya wurde stationär aufgenommen, wurde an den Tropf gehängt und blieb dort bis Donnerstag, 15.04.2021, Nachmittag. Sie fing auch schon wieder an zu fressen.

Donnerstag Nachmittag, 15.04.2021, holte ich sie Heim. War versorgt mit etwas Nierendiätfutter in nass und trocken, Semintra und Renes/Viscum comp. PlantaVet. Abends fraß sie fast normal, allerdings kein Diätfutter, sondern nur ihr normales Nassfutter. Aber gut, wichtig war sie jetzt erstmal am Futter zu halten.

Freitag, 16.04.2021, war es mit dem fressen schon wieder deutlich schlechter. Aber sie hat wenigsten 30 g Futter zu sich genommen. Wirklich nicht viel, aber wenigstens etwas. Ihr Semintra und Renes/Viscum comp. PlantaVet habe ich ihr mit einer Pipette eingeben müssen, damit sie wenigstens das bekam. Über Nacht hat sie nichts weiter gefressen.

Samstag, 17.04.2021, war der erste Kontrolltermin. Aber morgens bracht schon die Katastrophe aus. Sie hatte ihre Krankenzimmer komplett "verwüstet". Der Futternapf war umgeschmissen, Ebenso der Wassernapf. Und vor dem Katzenklo lag mehr streu als im Klo selber. Also habe ich alles sauber gemacht und neu aufgefüllt. Um dann 30 Minuten später alles wieder so vorzufinden. Dabei bemerkte ich ihr komisches Gangbild. Ich glaube man nennt es plantigraden Gang. Eine Mischung aus Hase, Katze und Bär. Die Hinterpfoten setzte sie nicht mehr nur auf den Ballen auf sondern lief auf dem gesamten Fuß. plötzlich stand sie wieder am Napf und wollte trinken, konnte sich aber scheinbar nicht mehr bücken. Also fing sie an zu kratzen und sofort fiel der Napf wieder um. Das war also das vermeintliche Verwüsten. Zudem hatte sie ungleich große Pupillen, was aber kurze Zeit später wieder normal war. Wir hatten ja eh einen Termin beim Tierarzt. Unsere Tierärztin erklärte mir, dass das der Gang eher bei Diabeteskatzen vorkommen würde, sie dies aber ausschließen kann. Sie vermutete eher das Nierenproblem als Ursache. Maya bekam Kalium und Traumeel (für das Problem des sich nicht Bückens können. Früher hat sie für Ihre Spondyloseschmerzen dauerhaft Metacam bekommen. Was dann wahrscheinlich auch auf die Zeit die Nieren so kaputt gemacht hat). Abends fraß sie dann wieder ein kleines bisschen Katzenfutter. Wenig aber immerhin etwas. Sonntag wurde vom Diätfutter nur die Soße geschleckt, mehr nicht.

Montag, 19.04.2021, hat sie wieder alles verweigert. Ich bin also los und habe Hipp Babykost Rind gekauft. Ein letzter Versuch. Und was soll ich sagen sie hat es gefressen. Fast das ganze Gläschen. Ein Hoffnungsschimmer.....

Bis heute Dienstag, 20.04.2021. Ich bin voll motiviert gleich in der Früh los und habe ihr noch ein paar Gläschen geholt, damit wir für die nächsten Tage abgedeckt sind. Zudem habe ich noch 6 weitere Katzenklos gekauft, weil sie nicht mehr eigenständig Treppen laufen möchte. Überall stehen nun Katzentoiletten rum. Natürlich nicht mit Katzenstreu, damit unsere anderen beiden Katzen diese nicht auch gleich noch mit nutzen. Sondern mit Handtüchern. Die nimmt sie inzwischen auch gut als Streuersatz an...........tcha aber leider verweigert Maya wieder alles an Futter, auch das Rind aus dem Gläschen.

Freitag haben wir wieder einen Kontrolltermin beim Tierarzt....... Aber ehrlich ich weiß nicht ob ich so lange noch warten will/darf/kann. Hat sie bereits aufgegeben? Sie ist in den letzten Tagen so verdammt in sich zusammen gefallen. Wir haben hauptsächlich Phasen wo sie einfach nur irgendwo liegt und vor sich hinstarrt. Ganz selten hat man einen Augenblickt wo sie einem wach uns aufmerksam vorkommt. Aber das sind wirklich nur ganz winzige Augenblicke.

Ich glaube wäre Maya eine Freigängerkatze, wäre sie wahrscheinlich schon nicht mehr nach Hause gekommen und hätte sich ein letztes Plätzchen gesucht. Während mein Mann immer wieder beschwichtigt und meint: ich solle noch abwarten, vielleicht würde sie sich ja noch mal wieder fangen.

Aber so, dieses hin und her von gut drauf und nahezu teilnahmslos. Ich fühle mich irgendwie hilflos. Was tue ich ihr an bzw. was kann ich ihr noch zumuten? Hat sie für sich vielleicht schon abgeschlossen?
 
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oh, das ist alles nicht schön. arme maya. und auch ihr habt mein mitgefühl.

was sagt denn die TA? wie sehen die die blutwerte insgesamt aus? wäre vermutlich gut, das bb mal einzustellen. da kann vielleicht der ein oder andere fachmann hier was dazu sagen.

inwieweit maya nicht mehr will bzw kann, wird dir aus der ferne niemand sagen können, das müsst ihr schon einschätzen. ihr kennt die katze ja nunmal gut.
 
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catfisch

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hi,

oh, das ist alles nicht schön. arme maya. und auch ihr habt mein mitgefühl.

was sagt denn die TA? wie sehen die die blutwerte insgesamt aus? wäre vermutlich gut, das bb mal einzustellen. da kann vielleicht der ein oder andere fachmann hier was dazu sagen.

inwieweit maya nicht mehr will bzw kann, wird dir aus der ferne niemand sagen können, das müsst ihr schon einschätzen. ihr kennt die katze ja nunmal gut.
Ich versuche die Blutwerte mal zu bekommen. In dem ganzen hin und her habe ich sie mir diesmal nicht mitgeben lassen. Mache ich sonst eigentlich bei unseren Katzen immer.
 
Razielle

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@Razielle Das ist ein hilfreicher Link.

@catfisch Es tut mir sehr leid für dich und deine Maya!
Die Entscheidung kann dir hier wohl keiner abnehmen, denn du kennst sie und siehst sie regelmäßig.
Ich kann dir nur sagen, dass ich bei unserer Maja die Entscheidung irgendwie gefühlt hab. Und ich ganz tief in mir drin wusste, dass alles nichts mehr bringt, auch wenn ich mir hinterher Vorwürfe gemacht habe.
 
Quilla

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@catfisch
Zuerst möchte ich dir sagen, dass es mir sehr leid tut, dass es Maya so schlecht geht.
(allein bei ihrem Namen muss ich weinen, denn wir haben "unsere" Maya letztes Jahr im September auf die Reise schicken müssen mit 17 ½)

Deshalb kann ich dir so gut nachfühlen, was du gerade durchmachst.

Was mir geholfen hat, war einerseits die klare Diagnose - dass es niemals mehr eine Verbesserung geben wird und nur noch der Weg der Verschlechterung sicher ist.
Andererseits habe ich dann (so schmerzhaft es war) nur in Maya's Sinne gedacht. Was hat sie noch von dem Weg, den sie gehen muss, der nur noch Verschlechterung mit sich bringen wird mit allen "Leiden" die erwartbar sind.
Was möchte man dem geliebten Schatz noch zumuten, das für ihn dann die Tage dann aber noch lebenswert macht?
Kann man noch palliativ etwas Sinnvolles (!) machen, wovon sie etwas hat, oder wäre das dann eher für mich, weil ich sie nicht gehen lassen will.

Vielleicht helfen dir solche Gedankengänge.
Ein guter Tierarzt ist wichtig, der einen klar über Diagnose und Verlauf aufklärt.

Ich schick dir virtuell ein wenig Kraft - und natürlich auch deiner Maya.
 
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catfisch

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Ich danke Euch allen.

Wir haben uns aber heute dazu entscheiden müssen Maya gehen zu lassen. Sie hat Vorgestern Nachmittag die letzte Nahrung (Hipp Babybrei Rind) zu sich genommen. Und seither alles andere verweigert. Heute morgen konnte sie sich kaum noch auf den Beinen halten. Und sie hat extrem urämisch gerochen. So konnte das nicht weitergehen. So weh wie es auch tut, für sie ist es besser gewesen.

Eines habe ich vorher aber noch bei ihr beobachten können. Sie ist erst zu ihrer Schwester Tara gegangen hat sich von ihr putzen lassen. Das ist schon ein Wunder, weil so mit anderen Katzen hatte Maya es nicht wirklich. Als sie dann aber auch zum Kater ging und sich auch dort putzen ließ ist mir ein Schauer über den Rücken gelaufen. Der Kater den sie gehasst hat. Er durfte sich ihr nie mehr als auf drei Meter nähern, ohne dass sie ausgerastet ist und vor Angst unter sich gemacht hat. Deshalb hatte sie in den letzten Monate auch Nachts im Gäste-WC verbracht, damit sie zur Ruhe Kommen konnte. Und das hat sie auch sichtlich genossen. Sie hat mich sogar kurz nachdem wir damit angefangen haben, von sich auf aufgefordert, sie in Ihr Schlafgemach zu bringen. Das sie ihn auch aufgesucht hat hatte schon was von Abschied nehmen.

So schlimm wie es sich gerade anfühlt, wir müssen in die Zukunft blicken. Freitag wird ihrer Schwester Blut abgenommen um zu schauen wie Tara da steht. Und der Kater wird dann auch noch folgen.
 
MaGi-LuLa

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Mein herzliches Beileid!
Ich wünsch euch ganz viel Kraft in dieser Zeit!
Maya komm gut über die Regenbogenbrücke und grüß mir unsere Maja 🖤
 
Poldi

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  • #10
Mein Beileid und viel Kraft für die kommende Zeit. Komme gut über die Regenbogenbrücke Maya. 🌈
 
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Mein herzliches Beileid auch von mir. Ihr habt alles richtig gemacht und jetzt entschieden Maya nicht weiter leiden zulassen. Viel Kraft für euch
Alles Liebe Karin 😢
 
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  • #12
Gute Reise zu den Sternen ...
 
Razielle

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  • #13
Es tut mir sehr leid für euch. Nach einem schönen langen Katzenleben wünsche ich Maya eine gute Reise :cry:
 
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  • #14
ich wünsche maya auch eine gute reise. mein beileid.

"Als der Regenbogen verblasste, da kam der Albatros;
und er trug mich mit sanften Schwingen weit über die sieben Weltmeere.
Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichtes.
Ich trat hinein und ich fühlte mich geborgen.
Ich habe euch nicht verlassen, ich bin euch nur ein Stück voraus."
 
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catfisch

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  • #15
vielen Dank für die Beileidsbekundungen. Wir sind gerade dabei Tara etwas aufzubauen. Dieser Blick, als ich gestern ohne Maya nach Hause kam war wirklich prägend. Tara hat seither kein Futter genommen....aber Mortadella...ja ich weiß das ist ungesund...aber sie hat wenigstens etwas gefressen....was ist derzeit nicht wichtig. Morgen geht es mit Ihr zu TA um auch bei Ihr die Blutwerte zu prüfen. Tara war was Blutwerte anging immer so wie Maya. Einziger Unterschied: Maya bekam dauerhaft Metacam, Tara nicht. Ich bin also noch guter Dinge.
 
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  • #16
Ich Drücke euch die Daumen. Es muss ja wirklich nicht sein, dass Tara auch krank ist.
Verwöhnt Sie, und seid für Sie da. Habt Sie einfach lieb und helft euch gegenseitig.
Alles Gute für den TA Besuch (y)😘
 
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