Katze zum TA - ein Problem ohne Gleichen ...

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    katze ohr schlecht vertrauen

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
K

KarinK

Gast
Wir haben seit einem halben Jahr eine 18 Jahre alte Hofkatze, die nicht mehr in ihrem alten Zuhause bleiben konnte.

Sie hat sich mehrere Monate nur versteckt und läuft auch heute noch nicht zwanglos durch´s Haus, wenn sie auch die reinste Schmusekatze ist bei Menschen, die ihr Sicherheit vermitteln. Es hat lange gedauert ihr Vertrauen zu gewinnen.

Sie kann weder festgehalten, noch hochgehoben werden, dann verfällt sie in Panik und ward für Tage nicht mehr gesehen.

Wir wissen schon länger, dass sie etwas mit ihrem linken Ohr hat und haben immer sporadisch versucht es mal zu reinigen, was nur mehr schlecht als recht gelang, doch mittlerweile macht es sich bemerkbar, dass sie Schmerzen hat und ausserdem scheint das Ohr innen zu bluten, denn sie verteilt hellrote Blutströpfen an den Stellen, wo sie sich aufhält.

Sie muss zum TA, dringend ! Doch wie ? Wie schafft man es bei so einer Katze nicht das ganze mühselig geschaffene Vertrauen durch so einen TA-Besuch zu zerstören ? Die Untersuchung wird eh nur unter Narkose stattfinden können, doch die kann man ja schlecht zu Hause schon verabreichen ...

Hat jemand Tips ?
 
A

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Das ist echt schwer. Meine Katze hat auch unglaubliche Panik vorm Kennel. Sie dreht regelrecht durch. Fängt an zu hyperventilieren und übergibt sich vor lauter Aufregung. Aber ab und zu muss das sein. Vielleicht tröstet es dich ein bisschen, dass sie, wenn sie nach Hause kommt wieder ganz glücklich ist, dass sie endlich wieder aus dem Kennel darf und sie ist nur ca. 1 Stunde beleidigt, dann ist wieder gut.
Besonders, wenn eure Katzen Schmerzen im Ohr hat, wird sie merken, dass es nach dem TA Besuch besser wird und das Ganze nicht lange übelnehmen.
Alles Gute.
 
Es gibt beim TA sehr wirksame Medikamente, um eine Katze vor dem Transport ruhigzustellen. Allerdings ist es ganz wichtig, dass die sie für diese Mittel in einer guten körperlichen Verfassung ist und keinen Herzfehler hat. Das ist bei einer 18 Jahre alten Katze sicher kritisch zu sehen.

Ich würde vorbereitend unbedingt zum TA fahren und mit ihm das Problem besprechen. Sicher gibt es auch schonendere Möglichkeiten, die ihr den größten Stress nehmen können. An die Gabe von Globuli denke ich jetzt weniger, den die müssen sehr sorgsam auf die Katze abgestimmt sein, sonst sind sie völlig wirkungslos.

M. E. die beste Möglichkeit: Gibt es bei euch einen TA, der Hausbesuche macht? Da gibt es zwar auch widersprüchliche Meinungen zu, aber somit erspart ihr der betagten, ängstlichen Mietz schon mal den stressigen Transport.

Alles Gute! Ich hoffe, sie hat nur einen harmlosen Kratzer am Ohr!!!
 
Ich glaube nicht, dass ein Hausbesuch reicht, sonst hätte ich unseren TA längst darum gebeten. Ausserdem wird sie sich hier genauso wenig von einem fremden Menschen untersuchen lassen, wie von ihnen streicheln. Auch wird der TA nicht die nötigen Apparaturen mitbringen können.

Mir kommt das mit dem Ohr leider sehr bekannt vor, denn bei meiner verstorbenen Katze fing es ähnlich an ... sie hatte einen Tumor im Ohr

Das muss gründlich untersucht werden, in Narkose ...
 
Ja, ich sage auch oft, eine TA-Praxis ist kein Wanderzirkus. Eine gründliche Untersuchung ist meist (außer bei diesen "fahrenden" TÄ) nur in der Praxis möglich, sofern der TA diese vorhat. Oftmals beschränken sich "gründliche" Erstuntersuchungen ja auf Fiebermessen, in die Ohren schauen und Abhören. Dann kommt AB zum Einsatz und das geht auch zu Hause. Wenn dein TA seine Arbeit aber ernst nimmt, ist es richtig, die Katze zu ihm zu bringen. Da gebe ich dir völlig recht.

Hast du ihn schon mal wegen eines Beruhigungsmittels angesprochen?
 
Nein, aber ich denke, das wäre das Beste.Ich hoffe das verträgt sich dann mit einer anschliessenden Narkose.

Ich bringe sie übrigens dann gleich in eine etwas weiter entfernte TK, denn dort haben sie eine Box, in der die Katzen in der Transportbox narkotisiert werden können. Auch ein CT ist vorhanden. Wenn dann gleich richtig.

Es geht mir nur noch um den Transport dahin, bis zur Narkose ...
 
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Hast du mal mit dem TA gesprochen?
Kann man nicht was unter das Futter mischen?
So ne "ScheißegalTablette"?
 
Ja, ich würde im Fall deiner Katze auch keine Experimente machen, sondern gleich die besten sich bietenden Möglichkeiten in Betracht ziehen. Wer weiß, wie sie künftig beim Anblick des Transportkorbes reagiert?

Hoffentlich gibt es für deine Kleine ein leichteres, aber dennoch gut wirksames Mittel. Das Pulver, was ich letztes Jahr den Katzen meiner Kollegin besorgte, war genau auf das Gewicht der Katzen berechnet und darf nur an gesunde Katzen verabreicht werden. Die mehrstündige Autofahrt hat dann auch gut geklappt. Am nächsten Tag schliefen sie ihren Rausch aus, während die Handwerker nebenan bohrten und hämmerten. Tags darauf war alles wieder im Lot. Die behandelnde TÄ wollte den oberängstlichen Katzen nichts außer Bachblüten geben. Einwände tat sie ab: Die werden schon wirken, wenn nicht - auch diese Fahrt geht mal zu Ende. Das war nicht wirklich hilfreich.

Ich hoffe, dass ihr ein geeignetes Medikament findet. Nicht, dass die Katze während der Fahrt vor Aufregung kollabiert.

Ich hoffe dennoch ganz fest, dass deine Kleine keine schlimme Erkrankung hat und sie bald wieder gesund ihre alten Tage genießen kann!!!!
 
Bei Lucy hatte ich auch wahnsinnig große Bedenken (hab sie auch heute noch), aber als der TA-Besuch unausweichlich war, nahm sie Autofahrt und TA-Besuch relativ gelassen hin.

Vielleicht geht es dir ebenso, ich wünsche es euch beiden sehr.

Alles Gute für die kleine Maus.
 
Wir hatten auch so eine ältere, zahnkranke Strassenkatze von unserer Futterstelle, die niemand angreifen durfte. Sie bekam morgens normalerweise ihr Futter in einem Raum, das war sie gewohnt und hatte auch keine Panik vor uns. Und dort konnten wir sie paar Stunden einsperren, sie sollte möglichst nichts vor der Narkose (mittags) fressen.
In den Kennel haben wir sie mit paar Leckerchen gelockt. Und sind dann mit einer sehr empörten, schreienden Katze losgefahren.

In dieser Klinik kennt man sich aus mit scheuen, wehrhaften Katzen - ich musste rausgehen, das war schon heftig. Sie hat sich wohl so festgebissen, dass ihre schlechten Zähne bluteten. Aber sie hat die Narkose und das Zähneziehen prima verkraftet, war sehr froh, wieder in ihrem Revier zu sein und hat uns das überhaupt nicht übelgenommen.

Vielleicht hat sie auch gemerkt, wie viel besser ihr es danach ging.

Wünsche Dir, dass Du das auch gut schaffst und vor allem, dass der Miez dort geholfen werden kann und sie noch viele schöne Jahre hat.

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