Katze vom Tierheim adoptiert, nun Probleme!

Gnocchilli

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  • #41
Vllt könnte man auch den Futterplatz verlegen und an diese stelle das Klo stellen? Oder unter einen Esstisch? Ich halte das 2. Klo auch für unumgänglich.

Also mein Champi ist ja ein Kampfschmuser. Wenn der kommt, muss ich streicheln. Unzwam mit beiden Händen. Aber bei ihm ist es auch oft so, dass er nicht im selben Raum wie wir sind. Das ist egtl immer der Fall, wenn er schlafen will. Da sucht er sich einen ruhigen Ort aus, wo auch keine anderen Katzen sind. Also völlig allein.

Und mein Gnocchi zB kommt auch nur mega selten von allein schmusen. Geht man aber direkt zu ihm, dann schnurrt er und windet sich vor Gefallen.

Da ist eben jede Katze anders. Und nach 2 Wochen ist das vertrauen der Katze noch nicht so, dass sie euch ihren wahren Charakter zeigt.
 
GroCha

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  • #42
Du könntest noch probieren das Haubenklo gegen eine hohe Box zu tauschen.
Katzen, die unsicher sind, haben gern alles im Blick - auch oder sogar besonders beim Klogang. Da is katz angreifbar.
Du schreibst, sie mag nicht in Höhlen gehen. Aber zum Klogang muss sie das bei einem Haubenklo.
Aus einer Box mit hohem Rand fliegt auch nicht mehr Streu raus, als aus einem Haubenklo in dem gern gebuddelt wird. Wir haben beides - es macht keinen Unterschied.

Eine unserer Katzen ist auch ein ehemaliger Streuner. Sie wohnt seit 1,5 Jahren bei uns und wir dürfen sie nicht streicheln. Mittlerweile kommt sie von allein in die Küche getrabt, aber anfassen is nich.
Es geht einem aber das Herz auf zu sehen, wie sie immer zutraulicher wird!!

Es kann auch sein, dass Eire Katzebder Rollstuhl erschreckt. Das wird etwas Neues für sie sein. Sie muss erst lernen, dass sie davor keine Angst haben muss.

Gebt ihr einfach nur Zeit.
Besorgt das Telizen, was tiha geraten hat und geduldet Euch.

Hier haben viele Katzen, die nicht der Norm entsprechen, die nicht kuscheln, schlimme Schicksale haben.
Ganz ehrlich, ohne den Ausgleich, den mein Schmusekater schafft, würde ich es mit einer so scheuen Katze, wie es meine Irmi ist, nicht aushalten. Aber mit Charles an meiner Seite rocken wir das :) und auch unser Scheuchen hat, wie es scheint, jetzt ein schönes Leben.
 
Grinch2112

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  • #43
Ich wollte mal ein paar Beispiele nennen, wie wir es mit den Katzenklos handhaben, da wir auch nur eine 2 Zimmerwohnung haben und unser Bad nicht frei zugänglich für die Katzen ist und sowieso für ein Kaklo zu klein. Wir haben 5 Kaklos in der Wohnung verteilt. Soviel braucht es bei euch selbstverständlich nicht.

Im Schlafzimmer haben wir eines, das ist in einer Art Nische zwischen Kleiderschrank und Säule versteckt und der Trockner steht teilweise davor. Das ist eine durchsichtige Aufbewahrungsbox mit hohen Rändern, ohne Deckel und einen Einstieg rein geschnitten. Genau solche Boxen haben wir dann noch je eine in der Küche zwischen der Wand und der Tür versteckt, da unsere Tür einen Zwischenraum zur Wand hat, welcher super von der Breite her war um dort noch ein Kaklo längs hin zu stellen. Das dritte Kaklo dieser Art steht im Wohnzimmer neben der Fernsehwand zur Tür hin, da die Tür immer auf ist, ist das auch zur Hälfte immer versteckt. Die stehen alle nicht im Weg rum.

Und eventuell das hilfreichste Beispiel. Wir haben ein offenes Katzenklo unter einem Couchtisch stehen. Solange der Couchtisch nicht zu niedrig ist und es ein offenes Kaklo ist, ist das durchaus auch ein sinnvoller Ort.

Bei uns werden auf jeden Fall alle Katzenklos fast gleich viel verwendet. Also stört sie das versteckte absolut nicht. Nirgends staut sich der Geruch, da ja alle offen sind und keines steht in irgendeiner Art im Weg. Und die Aufbewahrungsboxen mit hohem Rand haben den Vorteil, dass sie dort weniger Streu raus schleppen oder scharren, da dies nur am Einstieg möglich ist.
 
Jorun

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  • #44
TE was hat Deine veränderte Fortbewegungsart mit der Zahl der Katzenklos zu tun?

Nebenbei bemerkt das 2. Klo für die Küche könnte man ja auf Feststellrollen packen und somit ganz easy am Tag mobil dahin rollen wo es nich im Weg ist.
Des Nachts dann wieder in die Küche.
 
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  • #45
Hui, so viele tolle Antworten.

Also erst mal toller und überraschenderweise war heute Morgen keine Pfütze in der Küche. Das einzige was ich bis jetzt geändert habe ist noch mehr Katzenstreu in ihr jetziges Katzenklo und gestern habe ich zum ersten Mal Katzenminze an ausprobiert was sie sichtlich genossen hat. Ich bin mir sicher dass das Problem sicherlich noch nicht komplett gelöst ist, aber immerhin war es nun der erste morgen ohne maleur in der Küche. Mein Mann verlässt das Haus um 5:20 morgens und diesen Morgen hat er sie zu mir ins Bett gebracht. Mit ein bisschen Katzenminze und zwei treats ist sie auch tatsächlich geblieben und hat mit mir im Bett geschlafen.. Ihre zwei Lieblingsorte sind die Couch und das Bett. Das sind auch unsere zwei Lieblingsorte, nur liegt sie immer dort wenn wir uns auf dem anderen Möbelstück befinden.

Eine kleinere Box ohne Haube in die Küche zu stellen ist tatsächlich eine gute Idee und auch machbar. Sie tagsüber in die Wanne zu stellen, das geht! Ich sollte mich schämen dass ich nicht darauf gekommen bin. Ich werde so eine Wanne bestellen. Bis diese kommt, sollte ich die Küche komplett bis in den Grund reinigen, jedoch gab es jetzt so viele Tipps dass ich etwas überfordert bin. Oder soll ich alle Empfehlungen kaufen und mit allem putzen?

Vielleicht waren sogar noch Gerüche von unseren Vormietern drin. Eventuell hatten die Katzen oder Hunde? Sind hier definitiv erlaubt...

Ich hab ihr noch nie snacks in der Küche gegeben, das werde ich heute gleich anfangen.

Die Näpfe sind beim Eingang platziert, auch auf Fließen. Da Würde das Katzenklo in der Größe nicht hinpassen, man könnte sonst die Türe nicht öffnen.

Wie gesagt, sie mag ihr Katzenklo auf jeden Fall, da sie es ganz normal über den Tag nutzt. Es riecht auch definitiv nicht und stört mich auch absolut nicht wo es momentan steht.

Sie mag kleine enge Räume wirklich nicht, jedoch ist das Katzenklo relativ hoch und groß und auch der Eingang ist groß und ohne Klappe. Soweit ich das als Mensch beurteilen kann, mag sie es definitiv und nutzt es.

Die Katzenminze ist auf jeden Fall ein Hit. Spielen tut sie tatsächlich gar nicht und ich würde ihr es gern beibringen. Vielleicht wird das mit der Katzenminze nun irgendwie ein bisschen anders. Ich möchte nicht dass sie sich langweilt. Ich werde es jeden Tag ein bisschen probieren.

Sie ist keine scheue Katze, sie mag es gestreichelt zu werden und sie hat auch absolut kein Problem damit auf den Arm genommen zu werden. Man kann zu ihr laufen, sie versteckt sich nie und liegt immer im offenen. Entweder auf dem Sofa oder auf dem Bett, nur eben immer umgedreht wie wir die Stücke nutzen. Das ist natürlich schade, da wir gern im selben Raum mit ihr sein würden, zumindest für einen kleinen Teil.

Soll ich mich komplett mit Katzenminze einschmieren? Vielleicht hilft das haha.

Ich muss bald beruflich für eine Woche weg, wird das eine große Veränderung und muss ich mir dabei Sorgen machen? Mein Mann verlässt das Haus um 5:20 und kommt um
17:30 wieder...
 
Touli

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  • #46
TE was hat Deine veränderte Fortbewegungsart mit der Zahl der Katzenklos zu tun?

Nebenbei bemerkt das 2. Klo für die Küche könnte man ja auf Feststellrollen packen und somit ganz easy am Tag mobil dahin rollen wo es nich im Weg ist.
Des Nachts dann wieder in die Küche.

Du musst es ja beurteilen können, du kennst ja scheinbar die örtlichen Begebenheiten :grr:
 
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  • #47
TE was hat Deine veränderte Fortbewegungsart mit der Zahl der Katzenklos zu tun?

Nebenbei bemerkt das 2. Klo für die Küche könnte man ja auf Feststellrollen packen und somit ganz easy am Tag mobil dahin rollen wo es nich im Weg ist.
Des Nachts dann wieder in die Küche.
Das hat es sehr viel. Alles muss auf meiner Höhe sein. Ich bin Rechtsanwältin, seit diesem Jahr fertig mit allem, nach einem langen Studium. Unsere Wohnung ist quasi eine kleine Bücherei und ich brauche Zugang zu den Akten/Büchern/Gesetzen. Da wir in Deutschland leider sehr sehr viele Gesetze haben, sieht unsere Wohnung auch dementsprechend aus. Nun braucht ein Mensch über den Tag verteilt auch andere Dinge und nicht nur Bücher. Alles muss für mich zugänglich sein. Ich weiß dass das schwer ist für dich zu glauben, aber so ist es nunmal. , ich bin nicht direkt so geboren und glaub mir, das verändert ALLES. Ich bin dadurch keine schlechtere Katzenmutter, jedoch ist eben nicht alles schwarz und weiß. Offensichtlich ist es mir so wichtig, dass ich ein Forum aufsuche um sicher zu gehen, dass ich alles richtig mache und um Ideen zu holen was ich meiner Maus noch gutes tun kann.

Ich bitte dich von diesem „die ist doch dumm und will nichts einsehen“ trip runterzukommen. Bis du selbst in die Situation kommst, wirst du es niemals komplett verstehen.

Zudem kann ich nicht einfach so Dinge durch die Gegend schieben. Streu ist schwer. Meine Wirbelsäule kann nicht einfach so mir nichts dir nichts etliche Kilos schieben oder tragen. Es gibt unglaublich viele Einschränkungen die du nicht wissen kannst und die ich auch nicht alle erklären und aufzählen kann. Bitte informiere dich was ein Leben im Rollstuhl für Veränderungen mit sich bringt, jedoch möchte ich mich nicht ständig rechtfertigen
 
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Starfairy

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  • #48
Ich bewunder dich aufrichtig, wie du das so schaffst und wie du damit umgehst. Die Schwester von meinem Vater war von Geburt an gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. Und nach dem Tod von meinem Großvater hat sie bei uns gelebt.
Wir mußten schon als Kinder immer Rücksicht darauf nehmen, wo wir was hinstellen, das nichts im Weg steht usw., damit der Rollstuhl durchpasst. Und auch, das viele selbstverständliche Sachen nicht gehen, das wir eben helfen müssen.
Und das alles erst später zu lernen, und dabei zu wissen, wie es vorher war, das ist richtig hart.

Und ich bin mir sicher, das die Katze noch zu euch kommen wird. Für sie ist das jetzt auch hart. Erst rausgewofen aus ihrem Zuhause. Vielleicht kein Gutes, aber sie wußte immerhin, wo sie dran war. Dann draußen, wo sie sich wohl nicht zurecht gefunden hat. Das Tierheim, hier gab es wenigstens Futter und einen warmen Schlafplatz. Und ein bisschen Zuneigung und Freundlichkeit. Trotzdem, ein Tierheim kann niemals ein Zuhause ersetzen.
Jetzt ist sie bei euch. Ihre große Chance. Nur, das kleine Katzenhirn muß so viel verarbeiten. Sie wurde jetzt soviel rumgestossen, sie muß sich erst sicher sein, das es dieses Mal füt immer ist und sie sich darauf einlassen darf, euch zu mögen. Diese Zeit müßt ihr ihr einfach geben.

Natürlich ist es eine Umstellung für sie, wenn du weg bist. Aber eine Woche lang wird sie es schon aushalten. Und wer weiß, vielleicht kommt sie dir nach dieser Woche entgegen und begrüßt dich, und zeigt dir, das sie sich freut.

Katzen und ihre Klos, das ist manchmal nicht so leicht zu verstehen. Ich habe hier eine ganz schmale Nische zwischen einem Schrank und der Wand. Dort hat immer eine von meinen Katzen hingepinkelt. Schießlich habe ich dort ein Klo reingestellt. Das ist so schmal, das kann gar nicht bequem sein. Aber Madam Katze findet es gut, und benutzt es.
An jeder anderen Stelle würden sie dieses kleine Klo meiden, da bin ich absolut sicher.:rolleyes:
 
ichbindas

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  • #49
Mir tut es schon selbst weh, wie du dich rechtfertigen musst. Ich laufe noch in der Wohnung, aber außer Haus benutze ich einen E-rolli. Ich weiß, wie mühsam alles ist und wieviel Platz ein Rolli braucht. Aber es gibt hier Leute, die sind in ihrer Empathie für Men#chen und deren Bedürfnisse bzw. Notwendigkeiten, na sagen wir mal unterentwickelt.
Ich würde sie vom Bett oder Sofa häufig mit ihrem Namen rufen und dann Leckerli werfen. Wenn sie darauf reagiert, leckerli über ihren Kopf halten, so dass sie die Vorderbeine heben muss. Das trainiert die hinteren Sprungbeinmuskulatur. Ich habe anfangs Leckerlis im Bett parat gehabt und sofort belohnt, wenn eine Katze vorbeikam.
Meine Meggie sieht mich im Hof, springt auf den Rolli(auf meine Schulter oder hinten im Korb) und fährt mit dem Aufzug mit nach oben. Dass macht sie aber erst seit kurzem. Davor bin ich runtergefahren und hab von außen die Haustür geöffnet. Sie wusste, dass ich komme und hat schon gewartet.
Wobei ich eine Katze ohne Krallen wohl drinnen und auch als Einzelkatze halten würde,da sie sich so gar nicht wehren kann.
Ich bin überzeugt, dass ihr das richtig gut hikriegen werdet.
Katzen lieben es auch,auf dem Schoß im Rollstuhl zu sitzen. Warte nur ab,bis sie kräftig genug zum Springen ist. Wobei ich nicht weiß, inwieweit Katzen beim Springen Krallen brauchen, um sich beim Landen abzusichern. Es gibt notfalls auch Treppen für das Sofa als Aufstiegshilfe. Aber lass ihr Zeit.
 
Rickie

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  • #50
Travellover,
ich finde es großartig, daß Du eine Katze aufgenommen hast, die eine doch recht schwere Vergangenheit hat.
2 Wochen sind eine sehr kurze Zeit, da ist noch alles möglich.
Zum Unsauberkeitsproblem hast Du ja schon Ratschläge bekommen.

Woher kommt denn die Katze, daß ihre Krallen amputiert sind, wo das doch in D verboten ist? Kam sie ursprünglich z.B. aus Spanien?

In einem Auffangheim im Ausland hatte ich mit einigen wenigen krallenamputierten Katzen zu tun, die obendrein noch ausgesetzt wurden.
Diese Katzen können nicht mit ihren Krallen markieren, können nicht klettern und somit nur bedingt fliehen, sich nicht wehren, keine Beute erjagen, schlecht balancieren und nach Sprüngen keinen sofortigen festen Halt finden. Sogar Erbrechen, wo sich Katzen gern mit den Vorderpfoten am Boden festkrallen, fällt ihnen schwerer.
Die Katzen merken natürlich sehr wohl, wie schutzlos sie sind.
Daß sie zu Dir bereits so viel Vertrauen aufgebaut hat, ist doch ein mehr als gutes Zeichen.

Vielleicht kennt sie Spielen auch gar nicht von ihrem früheren Zuhause; unsere Omsker Straßenkatze hat das auch erst bei uns gelernt.
Spielen kann auch darum nicht so ihr Ding sein, weil sie die "Beute" nicht festkrallen kann. Ihre Nerven in den Pfoten sind sicher auch beschädigt, hyper- oder hyposensibel.

Im Sommer 2011 hatten wir eine ältere Katze adoptiert, die fast 6 Jahre in Heimen und dgl. saß, ganz sicher auch zeitweise im Käfig, zumindest konnte sie, als sie zu uns kam, noch nicht mal auf einen Stuhl springen. Sehr schnell hat sie aber alles nachgeholt und hat ihre neue Heimat genossen.
Im Dezember 2012 hatte ich dann einen Autounfall und die Katze (Prissy) hat in der Zeit, als ich im Krankenhaus war, regelrecht getrauert und als ich nach Hause kam, war sie meine beste Krankenschwester und lag Tag und Nacht bei mir im Bett.
Es gab Zeiten, da war für mich die Wanderung vom Wohnzimmer in die angrenzende Küche die Reise des Tages, wenngleich ich keinen Rollstuhl brauchte, weshalb ich auch nur ansatzweise und in etwa mir vorstellen kann, wie gewöhnungsbedürftig ein Leben im Rollstuhl ist, noch dazu, wenn die Wohnung etwas beengt ist.

Mag sein, daß Deine Katze nach Deiner Wiederkehr auch aufgeschlossener ist, da kann man aber nur spekulieren.

Was das Klo betrifft, würde ich halt auch erst mal mehr einfüllen und evtl. anderes Streu versuchen, sehr feines Klumpstreu wird z.B. meist gern angenommen.

Dir und Deiner Katze wünsche ich, daß Ihr schnell richtig dicke Freunde werdet.:)

edit
Auf einer Seite fehlen der Maus ja auch die Tasthaare, fällt mir wieder ein, so daß sie auf dieser Kopfhälfte auch nur mangelhaft markieren kann und auch ein schlechteres Orientierungsgefühl, zumindest im Dunkeln, hat, das sollte man auch im Zusammenhang mit den fehlenden Krallen sehen, also ganz leicht hat sie es nicht. :(
 
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GroCha

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  • #51
OT:

@ rickie: Wir hatten hier in Franken vor einigen Jahren, als die Amis abgezogen wurden, haufenweise krallenamputierte Katzen.
Die haben sie nämlich in den Kasernen von ihren TA's operieren lassen und das obwohl es in Deutschland war und auch deutsche Katzen. Also keine mitgebrachten.
Als sie dann abgezogen wurden, wurden die armen Tiere einfach hier gelassen und sind draußen natürlich nicht mal annähernd klar gekommen.

Es gibt also leider auch in Deutschland Schlupflöcher für dieses Folter :(
 
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  • #52
Ich bewunder dich aufrichtig, wie du das so schaffst und wie du damit umgehst. Die Schwester von meinem Vater war von Geburt an gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. Und nach dem Tod von meinem Großvater hat sie bei uns gelebt.
Wir mußten schon als Kinder immer Rücksicht darauf nehmen, wo wir was hinstellen, das nichts im Weg steht usw., damit der Rollstuhl durchpasst. Und auch, das viele selbstverständliche Sachen nicht gehen, das wir eben helfen müssen.
Und das alles erst später zu lernen, und dabei zu wissen, wie es vorher war, das ist richtig hart.

Und ich bin mir sicher, das die Katze noch zu euch kommen wird. Für sie ist das jetzt auch hart. Erst rausgewofen aus ihrem Zuhause. Vielleicht kein Gutes, aber sie wußte immerhin, wo sie dran war. Dann draußen, wo sie sich wohl nicht zurecht gefunden hat. Das Tierheim, hier gab es wenigstens Futter und einen warmen Schlafplatz. Und ein bisschen Zuneigung und Freundlichkeit. Trotzdem, ein Tierheim kann niemals ein Zuhause ersetzen.
Jetzt ist sie bei euch. Ihre große Chance. Nur, das kleine Katzenhirn muß so viel verarbeiten. Sie wurde jetzt soviel rumgestossen, sie muß sich erst sicher sein, das es dieses Mal füt immer ist und sie sich darauf einlassen darf, euch zu mögen. Diese Zeit müßt ihr ihr einfach geben.

Natürlich ist es eine Umstellung für sie, wenn du weg bist. Aber eine Woche lang wird sie es schon aushalten. Und wer weiß, vielleicht kommt sie dir nach dieser Woche entgegen und begrüßt dich, und zeigt dir, das sie sich freut.

Katzen und ihre Klos, das ist manchmal nicht so leicht zu verstehen. Ich habe hier eine ganz schmale Nische zwischen einem Schrank und der Wand. Dort hat immer eine von meinen Katzen hingepinkelt. Schießlich habe ich dort ein Klo reingestellt. Das ist so schmal, das kann gar nicht bequem sein. Aber Madam Katze findet es gut, und benutzt es.
An jeder anderen Stelle würden sie dieses kleine Klo meiden, da bin ich absolut sicher.:rolleyes:
Vielen Dank! Es ist wirklich, wirklich schlimm und ich wollte mir damals mehrmals das Leben nehmen, doch nicht mal das hab ich mehr hinbekommen, weil man regelrecht hilflos ist. Man weiss erst dann wie sehr man seine Beine braucht und liebt, bis man sie verliert.

Klar, ich verstehe auch dass das sehr viele Veraenderungen fuer sie waren. Und an sich ist sie auch chillig und nicht veraengstigt. Sie wirkt eher relaxed... Jedoch hat sie angst vor lauten Geraeuschen (was ich als normal einstufe).
Das einzige was wirklich weh tut ist nicht mal das Pieseln, es ist einfach dieses Verhalten immer den Raum zu verlassen wenn wir uns in einem aufhalten. Das macht sie nicht immer sofort, was natuerlich schoen ist, aber nach circa 5 minuten geht sie immer in den anderen Raum. Wir lesen, bzw schlafen oder machen nichts lautes/ komisches. Wir verhalten uns ruhig, jedoch geht sie immer in den anderen Raum. Ganz still und heimlich.
 
Gnocchilli

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  • #53
Das einzige was wirklich weh tut ist nicht mal das Pieseln, es ist einfach dieses Verhalten immer den Raum zu verlassen wenn wir uns in einem aufhalten. Das macht sie nicht immer sofort, was natuerlich schoen ist, aber nach circa 5 minuten geht sie immer in den anderen Raum. Wir lesen, bzw schlafen oder machen nichts lautes/ komisches. Wir verhalten uns ruhig, jedoch geht sie immer in den anderen Raum. Ganz still und heimlich.
Da helfen nur mehr Katzen, dann ist immer eine in jedem Raum *scherz* :aetschbaetsch1::grin:
Entweder ist sie noch nicht richtig angekommen oder sie ist halt so. Macht euch keine Gedanken, es klingt definitiv nicht danach, dass sie es wegen euch macht. Manche Katzen haben halt ihren eigenen Kopf :rolleyes:
 
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  • #54
OT:

@ rickie: Wir hatten hier in Franken vor einigen Jahren, als die Amis abgezogen wurden, haufenweise krallenamputierte Katzen.
Die haben sie nämlich in den Kasernen von ihren TA's operieren lassen und das obwohl es in Deutschland war und auch deutsche Katzen. Also keine mitgebrachten.
Als sie dann abgezogen wurden, wurden die armen Tiere einfach hier gelassen und sind draußen natürlich nicht mal annähernd klar gekommen.

Es gibt also leider auch in Deutschland Schlupflöcher für dieses Folter :(
Hmmm, kann sein, dass sie von einer Kaserne kommt? Wenn ich nun recht ueberlege ist sogar eine in relativer Naehe... Man weiss leider absolut gar nichts ueber ihre vorherigen Besitzer, da sie nicht Tattowiert war und auch keinen Microchip oder etwas derartiges in sich trug. Man weiss nur, dass sie fast verhungert ist und demnach eine ganze Weile draussen unterwegs war. Sie ist anscheinend direkt auf die Besitzerin des Tierheims zugekommen, ohne scheu. Katzen haben wohl manchmal den 7. Sinn und wissen wer ihnen helfen wird. Es war ein Zufall. Im Tierheim hatte sie ein super kleines Gehege. Das war auch noch 90% voller Streu, da sie super gern viel scharrt. Vor anderen Katzen hatte sie angst und hat sich komplett in eine Ecke gequetscht. Die Bitte des Tierheims war, sie mit keinen anderen Tieren zu halten. Weder Hund noch andere Katze.
Ich merke, dass sie keine gute Balance hat, sie kann sich zB auch nicht auf meinem Schoss halten, sondern schlittert ohne Decke direkt runter. Manchmal wenn sie vom Bett huepft eiert sie ein bisschen rum, bis sie ihren normalen Gehstil findet. Sie tut mir natuerlich leid, aber ich denke dass sie das bald verbessern kann...
 
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  • #55
Da helfen nur mehr Katzen, dann ist immer eine in jedem Raum *scherz* :aetschbaetsch1::grin:
Entweder ist sie noch nicht richtig angekommen oder sie ist halt so. Macht euch keine Gedanken, es klingt definitiv nicht danach, dass sie es wegen euch macht. Manche Katzen haben halt ihren eigenen Kopf :rolleyes:
Wir sollen sie alleine halten.... Sie macht sich nicht gut mit anderen Katzen, was wohl auf ihre Krallen zurueckzufuehren ist.
Es waere schon sehr, sehr schlimm niemals im selben Zimmer wie die Katze zu sein... Also falls sich das niemals aendern sollte, wuerde mir das definitiv das Herz brechen
 
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  • #56
Travellover,
ich finde es großartig, daß Du eine Katze aufgenommen hast, die eine doch recht schwere Vergangenheit hat.
2 Wochen sind eine sehr kurze Zeit, da ist noch alles möglich.
Zum Unsauberkeitsproblem hast Du ja schon Ratschläge bekommen.

Woher kommt denn die Katze, daß ihre Krallen amputiert sind, wo das doch in D verboten ist? Kam sie ursprünglich z.B. aus Spanien?

In einem Auffangheim im Ausland hatte ich mit einigen wenigen krallenamputierten Katzen zu tun, die obendrein noch ausgesetzt wurden.
Diese Katzen können nicht mit ihren Krallen markieren, können nicht klettern und somit nur bedingt fliehen, sich nicht wehren, keine Beute erjagen, schlecht balancieren und nach Sprüngen keinen sofortigen festen Halt finden. Sogar Erbrechen, wo sich Katzen gern mit den Vorderpfoten am Boden festkrallen, fällt ihnen schwerer.
Die Katzen merken natürlich sehr wohl, wie schutzlos sie sind.
Daß sie zu Dir bereits so viel Vertrauen aufgebaut hat, ist doch ein mehr als gutes Zeichen.

Vielleicht kennt sie Spielen auch gar nicht von ihrem früheren Zuhause; unsere Omsker Straßenkatze hat das auch erst bei uns gelernt.
Spielen kann auch darum nicht so ihr Ding sein, weil sie die "Beute" nicht festkrallen kann. Ihre Nerven in den Pfoten sind sicher auch beschädigt, hyper- oder hyposensibel.

Im Sommer 2011 hatten wir eine ältere Katze adoptiert, die fast 6 Jahre in Heimen und dgl. saß, ganz sicher auch zeitweise im Käfig, zumindest konnte sie, als sie zu uns kam, noch nicht mal auf einen Stuhl springen. Sehr schnell hat sie aber alles nachgeholt und hat ihre neue Heimat genossen.
Im Dezember 2012 hatte ich dann einen Autounfall und die Katze (Prissy) hat in der Zeit, als ich im Krankenhaus war, regelrecht getrauert und als ich nach Hause kam, war sie meine beste Krankenschwester und lag Tag und Nacht bei mir im Bett.
Es gab Zeiten, da war für mich die Wanderung vom Wohnzimmer in die angrenzende Küche die Reise des Tages, wenngleich ich keinen Rollstuhl brauchte, weshalb ich auch nur ansatzweise und in etwa mir vorstellen kann, wie gewöhnungsbedürftig ein Leben im Rollstuhl ist, noch dazu, wenn die Wohnung etwas beengt ist.

Mag sein, daß Deine Katze nach Deiner Wiederkehr auch aufgeschlossener ist, da kann man aber nur spekulieren.

Was das Klo betrifft, würde ich halt auch erst mal mehr einfüllen und evtl. anderes Streu versuchen, sehr feines Klumpstreu wird z.B. meist gern angenommen.

Dir und Deiner Katze wünsche ich, daß Ihr schnell richtig dicke Freunde werdet.:)

edit
Auf einer Seite fehlen der Maus ja auch die Tasthaare, fällt mir wieder ein, so daß sie auf dieser Kopfhälfte auch nur mangelhaft markieren kann und auch ein schlechteres Orientierungsgefühl, zumindest im Dunkeln, hat, das sollte man auch im Zusammenhang mit den fehlenden Krallen sehen, also ganz leicht hat sie es nicht. :(
Man weiss leider nichts ueber ihre Vergangenheit, man kann nur Vermutungen stellen... Sie wurde auf jeden Fall an Menschen gewoehnt, aber wieso man das mit den Krallen macht und machen konnte, verstehe ich auch nicht. Sie hat es definitiv nicht einfach, das war auch ein Grund wieso ich sie adoptieren wollte. Ich wollte ihr eine 2. Chance geben.

Ich wuerde unsere Wohnung an sich nicht als beengt bezeichnen, jedoch muss einfach Platz sein, sonst kann ich mich in meiner eigenen Wohnung nicht normal bewegen. Es ist nicht einfach eine passende Wohnung zu finden, deshalb nimmt man natuerlich jegliche Groesse...

Ohh, das ist so schoen zu hoeren. Ich hoffe, dass Pepper uns eines Tages auch lieben lernt
 
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  • #57
Mir tut es schon selbst weh, wie du dich rechtfertigen musst. Ich laufe noch in der Wohnung, aber außer Haus benutze ich einen E-rolli. Ich weiß, wie mühsam alles ist und wieviel Platz ein Rolli braucht. Aber es gibt hier Leute, die sind in ihrer Empathie für Men#chen und deren Bedürfnisse bzw. Notwendigkeiten, na sagen wir mal unterentwickelt.
Ich würde sie vom Bett oder Sofa häufig mit ihrem Namen rufen und dann Leckerli werfen. Wenn sie darauf reagiert, leckerli über ihren Kopf halten, so dass sie die Vorderbeine heben muss. Das trainiert die hinteren Sprungbeinmuskulatur. Ich habe anfangs Leckerlis im Bett parat gehabt und sofort belohnt, wenn eine Katze vorbeikam.
Meine Meggie sieht mich im Hof, springt auf den Rolli(auf meine Schulter oder hinten im Korb) und fährt mit dem Aufzug mit nach oben. Dass macht sie aber erst seit kurzem. Davor bin ich runtergefahren und hab von außen die Haustür geöffnet. Sie wusste, dass ich komme und hat schon gewartet.
Wobei ich eine Katze ohne Krallen wohl drinnen und auch als Einzelkatze halten würde,da sie sich so gar nicht wehren kann.
Ich bin überzeugt, dass ihr das richtig gut hikriegen werdet.
Katzen lieben es auch,auf dem Schoß im Rollstuhl zu sitzen. Warte nur ab,bis sie kräftig genug zum Springen ist. Wobei ich nicht weiß, inwieweit Katzen beim Springen Krallen brauchen, um sich beim Landen abzusichern. Es gibt notfalls auch Treppen für das Sofa als Aufstiegshilfe. Aber lass ihr Zeit.
Ich verstehe das natuerlich! Es ist definitiv nicht einfach und es tut wirklich weh sich die ganze Zeit rechtfertigen zu muessen... Ich will doch meiner Katze ein tolles Zuhause bieten aber mittlerweile fuehle ich mich als ob sie mit mir die schlechteste Karte aller Zeiten gezogen haette. Man fuehlt sich nie genug und quasi wie ein Mensch, der es nicht wert ist gleichbehandelt zu werden... Ich dachte ich koennte einer Katze helfen, aber es scheint dass nicht mal das machbar ist...
Jeder Tag ist eine Herausforderung, aber ich versuche nach vorn zu blicken. Die kleine Maus gibt mir Hoffnung und sie zu streicheln beruhigt mich unheimlich. Wenn sie mir nun irgendwann entgegekommen wuerde, waere ich sehr gluecklich.
 
Rewana

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  • #58
Ich möchte dir Mut machen.

Wir haben zwei Kater aus unserem Dorf adoptiert welche nie irgendwelche schlechten Erfahrungen gemacht haben.

Trotzdem hat es bei dem einen Kater über sechs Monate gedauert bis er sich hat streicheln lassen. Bis er sich auf den Rücken gelegt hat und sich den Bauch hat krabbeln lassen hat es ein Jahr gedauert. Allerdings durfte dass dann nur meine Mutter. Sonst hat er sich nur versteckt.

Bei dem Rest der Familie hat es über zwei Jahre gedauert bis er sich streicheln und den Bauch kraulen ließ.

Auf den Arm nehmen oder auf den Schoß kommen ist bis heute noch nicht drinn. Er ist einfach zu scheu dafür. Was geht, wenn er auf den Boden legt dann darf sich meine Mutter vorsichtig neben ihn legen. Aber nur meine Mutter.

Bitte gebt nicht auf und habt einfach nur undendlich viel Geduld, auch wenn es sehr schwer fällt weil man ja so gerne kuscheln möchte.
 
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  • #59
Ich möchte dir Mut machen.

Wir haben zwei Kater aus unserem Dorf adoptiert welche nie irgendwelche schlechten Erfahrungen gemacht haben.

Trotzdem hat es bei dem einen Kater über sechs Monate gedauert bis er sich hat streicheln lassen. Bis er sich auf den Rücken gelegt hat und sich den Bauch hat krabbeln lassen hat es ein Jahr gedauert. Allerdings durfte dass dann nur meine Mutter. Sonst hat er sich nur versteckt.

Bei dem Rest der Familie hat es über zwei Jahre gedauert bis er sich streicheln und den Bauch kraulen ließ.

Auf den Arm nehmen oder auf den Schoß kommen ist bis heute noch nicht drinn. Er ist einfach zu scheu dafür. Was geht, wenn er auf den Boden legt dann darf sich meine Mutter vorsichtig neben ihn legen. Aber nur meine Mutter.

Bitte gebt nicht auf und habt einfach nur undendlich viel Geduld, auch wenn es sehr schwer fällt weil man ja so gerne kuscheln möchte.
Es faellt definitiv schwer, weil ich mich immer frage wieso genau sie den Raum wechselt. Bin ich denn so schlimm? Das zerrt etwas am Selbstwertgefuehl. Jedoch werde ich ihr natuerlich Zeit geben. Ich werde sie nicht wieder zurueckbringen, da kann sie noch so viel in die Kueche pinkeln oder den Raum wechseln. Ich moechte nicht aufgeben und ich gebe ihr alle Zeit der Welt. Auch wenn es weh tut :) Irgendwelche Tipps, wie ich sie bei mir in der Naehe behalten kann? Schnelle Bewegungen sind bei mir generell sowieso ausgeschlossen.... Bei meinem Mann ist das etwas anderes. Der kann Abends schon mal schnell hin und herlaufen und Dinge tragen/zusammenlegen, laut ueber seinen Tag erzaehlen. Da verstehe ich auch, dass sie nicht so gern im selben Raum sein mag. Auch wenn der TV an ist verstehe ich das. Wird sie sich an sowas jemals gewoehnen?
 
Rickie

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Wir hatten hier in Franken vor einigen Jahren, als die Amis abgezogen wurden, haufenweise krallenamputierte Katzen.
Die haben sie nämlich in den Kasernen von ihren TA's operieren lassen und das obwohl es in Deutschland war und auch deutsche Katzen. Also keine mitgebrachten.
Als sie dann abgezogen wurden, wurden die armen Tiere einfach hier gelassen und sind draußen natürlich nicht mal annähernd klar gekommen.

Es gibt also leider auch in Deutschland Schlupflöcher für dieses Folter :(
Danke für die Info, das wußte ich nicht.
Ich kenne es halt nur aus meiner Zeit in FL, und eine ausgesetzte Katze ohne Krallen ist an sich, wird sie nicht schnell genug aufgegriffen, zum Tode verurteilt.:reallysad:

aber wieso man das mit den Krallen macht und machen konnte, verstehe ich auch nicht. Sie hat es definitiv nicht einfach, das war auch ein Grund wieso ich sie adoptieren wollte. Ich wollte ihr eine 2. Chance geben.
Warum man das macht?
Damit die Katze im besten Fall die Kinder nicht kratzt, im schlimmsten Fall nicht die Möbel zerkratzt.:grr:
In meiner alten Heimat war diese Praxis in einigen Teilen verboten, in anderen geächtet, aber Deppen gibt es halt immer.

Laß den Kopf nicht hängen.
Ich war mal leidenschaftlicher Marathon- und Ultra-Läufer und kann jetzt noch nicht mal mehr 100 m weit rennen.:rolleyes: Früher dachte ich, ein Leben ohne Laufen ist komplett leer und sinnlos, jetzt denke ich, ein Leben ohne Katzen ist komplett leer und sinnlos.
Die Katze (wie heißt sie übrigens, oder ich hab das überlesen) wird einfach noch verunsichert sein.
Bei unseren 2 Ex-Streunern haben wir Monate gebraucht, bis wir sie streicheln und auf den Arm nehmen konnten, unser blinder Kater (kam von der Straße und erblindete bei der Kastra) hat wochenlang nach uns geschlagen, wenn wir uns zu leise genähert haben oder ihn unvorbereitet berührt haben.
Daß die Katze den Raum verläßt, liegt nicht an Dir; sie wird es sehr zu schätzen wissen, daß sie bei Euch ist, aber sie hat mit Sicherheit viel durchmachen müssen.
Und sie ist so schutzlos und allem und jedem ausgesetzt.
Du gibst ihr eine Chance und ich bin sicher, das wird.:)
 
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