Katze frisst nicht - Diagnose unklar, ev. Pankreas

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Kampfkuh

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Hallo liebe Gemeinde

Ich wende mich mit großen Sorgen an euch. Meine Sarafina (vermutlicher Orientalen-Mis in einer Art tabby-point mit Rotstich, Fundbaby vor 8 Jahren, Flaschenaufzucht) hatte vor einigen Wochen Schnupfen/Erkältung. Seit wir letztes Frühjahr umgezogen sind und die Katzen seitdem Freigang haben, hat die Kleine immer zum Herbst (und auch zum Frühjar offenbar) eine dicke fette Erkältung. Sie wurde behandelt mit Marbofloxacin und etwas Kortison, um den Appetit anzuregen, da sie nicht bzw. nur minimal frass. Als sie zusätzlich ein Kletschauge bekam, gab ich ihr Floxal Augentropfen. Die Erkältung bekamen wir in den Griff, Katz wurde quasi von Thunfisch ernährt in der schlimmen Phase. Da fing es schon an, dass sie ihr Trockenfutter auskotzte und dann ganz verweigerte. (Hier wird morgens Trockenfutter - gerne getreidefrei - und abends Nassfutter gegeben). Rückblickend muß ich sagen, dass sie für ihre Verhältnisse oft gekotzt hat, meist nur Flüssigkeit. Erst dachte ich mir nichts dabei, dachte an einen Haarballen oder so.
Also gab ich ihr ganztägig Nassfutter. Bot es ihr zumindest an. Aber sie mäkelte, was ich von ihr nicht kannte. Zuerst dachte ich, dass sie sich so an den Thunfisch gewöhnt hatte, dass sie ihn weiter verlangte. Bis mir irgendwann aufging (etwa eine Woche nach letzter AB Tablette), dass es das nciht sein konnte. Sie zog sich auch mehr zurück. Es dauerte auch eine Weile zu merken, dass sie nochmal dünner geworden war. Während der Erkältung hatte sie schon abgenommen.
Letzten Do also zum TA. Infusion gegeben, Blutbild gemacht. Tastuntersuchung (macht meine TÄ immer sehr gründlich), Herz, Zähne, Hals - o.B.
Nach der Infusion ging es ihr besser, sie frass innerhalb der folgenden 24 Stunden etwa 150-200g Nassfutter, ein Fortschritt! Das Blutergebnis kam und war unauffällig. Ich hänge es mal mit an. Das Labor wollte unbedingt auf FIP oder Bauchspeicheldrüse aus. Nein, wir testen keine Coronaviren, wozu auch? Sarafina ist garantiert positiv. Wir behandeln jetzt auf Pankreatitis. Täglich Infusionen, nach denen es ihr einen Tag lang besser geht, Omeprazol und Kortison. Katz ist zurückhaltend, hockt mehr statt zu liegen, hat zwar vorhin etwas gefressen, kommt aber auf vielleicht 50 g Almo Nature Purfutter heute plus Thunfischwasser. Sie zeigt kein Schmerzempfinden im Bauch, sie hat normalen Kot abgesetzt (wann genau zuletzt, kann ich nicht sagen bei den 3). Sie pinkelt scheinbar normal. Sie putzt sich kaum, hat fettiges Fell. Wäre sie eine dicke Katze gewesen, würde ich den Verdacht einer Lipidose äussern, aber sie war immer schlank.
Heute ist der erste Tag, an dem es nach der Infusion NICHT besser wird. Ich gebe seit heute kleine Mengen an Reconvaleszenz Paste. Jetzt frage ich mich, was ich tun soll. Ich habe keine Ahnung, weiß nicht, was ich machen soll. Wir könnten Röntgen, aber was würde uns das bringen? Ultraschall hat die Ärztin nicht, dann müsste ich woanders hin. Ist das sinnvoll? Was kann diagnostisch gemacht werden? Was muß untersucht werden (sinnvoll)? Ich kriege die FIP auch nicht aus dem Kopf, habe vor 10 Jahren eine Katze daran verloren. :(

Ich sitze hier und grübele, ob ich eine zweite Meinung einhole. Meine TÄ kenne ich seit 13 Jahren, wir haben schon im Tierheim zusammengearbeitet. Sie hat mir so manches Tier gerettet, was andere TÄ aufgegeben hätten. Ich halte sie eigentlich für kompetent. Bei dem Hund einer Freundin wiederum gab es Fehldiagnosen von ihr. Ist das aussagekräftig? Sicher nicht. Ich bin etwas hilf- und ratlos.

Wer den ganzen Text gelesen hat - lieben Dank dafür. Wenn jemand noch einen Rat hat - gerne her damit.
 

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Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Warum wird auf Pankreatitis behandelt, ohne den fpli getestet zu haben?

Ein Ultraschall wäre auf jeden Fall sinnvoll.
 
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Kampfkuh

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Ich war gestern Abend wohl recht verzweifelt, als ich den Text hier geschrieben habe.

Vom fpli Test habe ich erst hier erfahren. Meine TÄ hat ihn auch nicht erwähnt. Sie geht von ihren Erfahrungswerten aus (und das Labor hat sie da bestätigt) und ist sich ihrer Diagnose sicher.
Gestern Abend ging es dem Katz deutlich besser, die Infusion brauchte ihre Wirkungszeit. Heute hat sie wieder eine bekommen und Katz bleibt stabil. Frisst mehr, ist mobiler, wenn auch ruhig. Interessant ist, dass es in der Praxis eine andere Katze mit den gleichen Symptomen gibt. Gleiche Behandlung, Katz ist auf dem Weg der Besserung. Das macht mir Hoffnung. Die Infusion habe ich jetzt mit nach Hause genommen und führe die Behandlung vorerst hier fort. Je weniger wir die Maus rumschleppen, umso besser.

Solange der Trend aufwärts geht, mache ich nichts weiter. Sollten die Infusionen nicht mehr anschlagen, muß ich eben weiter schauen.
 
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Zu früh gefreut :-(

Der Aufwind war leider recht kurzzeitig und dann ging es wieder los. Futterverweigerung, Rückzug, Erbrechen. Ich habe wieder angefangen zu infundieren und statt Predni Tabletten gaben wir Dexa in der Spritze. Zudem hat Katz neben Omeprazol nun auch noch Cerenia bekommen. Ich habe mehrere Tierärzte durchtelefoniert, um ein Ultraschallgerät zu finden. Eine, mit der ich auch bereits zusammengearbeitet habe, ging mit mir auch die Behandlung durch und liess sich alles genau schildern. Sie riet zum fPLI Test, um Sicherheit zu bekommen. Ultraschall fand sie für die weitere Behandlung wenig sinnvoll. Als ich bei meiner TÄ die Medikamente abholte, sprach ich mit ihr auch über diesen Test. Wir haben es diskutiert und uns überlegt, was uns das Ergebnis bringen würde - nichts. Die Behandlung wäre die Gleiche. Es würde nichts ändern. Übers Wochenende haben wir infundiert und getan, was wir konnten. Gestern hat die Katze zwischen 4 und 6 Minidosen Schesir Thunfisch gegessen, wurde wieder mobiler. Heute wieder Rückfall. Null Nahrungsaufnahme, trotz gestriger Gabe von Cerenia (inj. alle 2 Tage).

Ich werde morgen bei meiner TÄ auf der Matte stehen. Entweder fahre ich noch für US zum Spezialisten (wobei ich mich auch hier frage, was das bringen soll? Davon gehts der Katze auch nicht besser. Ich kann dann höchstens sehen, dass es keine Hoffnung mehr gibt, oder?), oder ich gebe auf. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich Hoffnung haben soll/darf/kann. Sie ist nur noch Haut und Knochen. Wenn ich nciht den Eindruck hätte, sie würde noch am Familienleben teilhaben wollen, sobald es ihr einigermassen gutgeht, hätte ich wohl schon aufgegeben. :(:(:( Vielleicht hätte ich nciht lesen sollen, dass Siams eine genetische Anlage für die Krankheit haben. :sad:
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Der Test würde schon einiges bringen, nämlich z.B. das Wissen, ob es tatsächlich die BSD ist oder etwas anderes. Daher wäre auch US sinnvoll, um zu sehen, ob es vielleicht eher die Galle ist, ob die Ursache am Magen liegt etc.

Wo wohnst Du denn in NRW? Vielleicht weiß ich einen US-Fachmann in Deiner Nähe, den man guten Gewissens weiter empfehlen kann.

@Edit: Eins fällt mir gerade noch auf: Die Schilddrüse wurde nicht getestet. Daher würde ich zur Sicherheit auch den T4 testen lassen, am besten gleich T4 total und T4 frei.
 
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Ich schreibe dir eine PN wegen des Wohnorts.
 

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