Katze aggressiv zum Kater und zu mir!

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AnBiMi

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  • #21
Ob das so 1:1 auf Katzen übertragbar ist, weiß ich nicht[...]Aber es gibt auch den berühmten Caspar Hauser, der ohne menschliche Kontakte aufgewachsen ist. Ab einem bestimmten Alter "braucht" man den Kontakt nicht mehr zum Überleben. Allerdings verkümmert man halt innerlich.

Ich denke, soziale Kontakte zu Artgenossen sind für alle Säugetiere - zumindest für eine bestimmte Phase im Leben - lebensnotwendig.

Nach dieser Phase scheint es zu reichen soziale Kontakte zu andersartigen Lebewesen zu haben.

Ich denke da an diese Kinder, die - warum weiß ich gerade nicht - mit Wöflen aufwuchsen. Die hatten zwar keine menschlichen Verhaltesweisen aber waren zumindest nicht seelisch verkümmert und daran gestorben.
Der Sozialkontakt zu den Wölfen hat da offenbar als Ersatz gereicht.

Caspar Heuser wuchs doch nicht völlig isoliert von jeder Art Lebewesen auf. Sondern nur isoliert von anderen Menschen, oder?
 
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AnBiMi

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  • #22
Hier mal was von Wikipedia zu Kaspar Hauser, wie er richtig heißt:

Kaspar Hauser

Kaspar Hauser Versuch

So, ich denke damit sollte das OT dann aber auch schließen.

Vielleicht meldet sich die TE ja doch noch mal...
 
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Kilima

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  • #23
Man muss ja nicht gleich ungeduldig werden, bis ich antworte. Ich kann eben nicht den ganzen Tag hier im Forum meine Zeit verbringen!
Das kann ja sein, das in Einzelfällen sowas auftritt, wenn Kitten alleine aufwachsen. Ich jedenfalls könnte jetzt nichts nennen, was an meinem Kater "komisch" oder verhaltensauffällig sein sollte. Vielleicht liegt das auch daran, dass er nicht lange alleine war, bis wir den 2. Kater (er war damals schon 2 oder 3 Jahre alt) bekommen haben. Insgesamt müssten sie 3-4 Jahre zusammen gelebt haben. Mein Kater ist auch Freigänger und wir haben auch einige, nicht viele, andere Katzen in der Nachbarschaft. Auch haben wir die beiden Katzen von meinem Freund mit meinem Kater zusammengeführt, und er hat nicht ängstlich oder ähnlich reagiert. Möglicherweise hat das was damit zu tun, dass er nicht sein bisheriges Leben ganz alleine war, habe noch nie die Erfahrung gemacht, wie Katzen sich verhalten, die überhaupt keinen Kontakt zu anderen Katzen haben oder hatten.
Und dass die Katze von meinem Freund so ängstlich auf uns und den Kater reagiert hat, liegt wohl kaum am falschen Umgang (soweit ich das beurteilen kann, weil das wie gesagt nicht meine sind und ich nicht so viel mit ihrer "Erziehung" zu tun habe). Aber das lag wohl eher daran, dass sie Angst um ihre Kitten hatte.. dass wir sie ihr möglicherweise wegnehmen könnten, der Kater ihnen was antun könnte weil er ihr fremd vorkam.
Aber wie schon erwähnt, hat sich das Problem ja glücklicherweise gelegt.. :)
Die beiden verstehen sich schon wieder (fast) so gut wie vorher, gehn nur noch etwas zurückhaltend miteinander um. Und uns gegenüber verhält sie sich wieder wie üblich, wir dürfen sogar wieder an die Kitten, sie heben und streicheln.. :)
Und ob überhaupt jemand die Kenntnis eines TAs richtig beurteilen kann, weiß ich auch nicht.
Ich werde natürlich die zukünftigen Kittenbesitzer darauf hinweisen, dass es womöglich besser wäre 2 Kitten zusammen aufwachsen zu lassen und hoffe dass sie den Rat annehmen werden. Kann da zwar nicht aus meiner Erfahrung sprechen, aber wenn das so viele meinen, und einige von euch ja doch schlechte Erfahrungen damit gemacht haben, kann das nicht so falsch sein.
Ob mein Kater sich anders verhalten würde, wenn er garkeinen Kontakt zu anderen Katzen gehabt hätte, kann ich nicht beurteilen.
Aber ich bin froh, dass er so ist, wie er ist.. ich denke nicht dass an seiner Erziehung oder allgemein was falsch gemacht wurde. Das könnt ihr oder bzw du nicht sagen, da ihr ihn ja nicht kennt ;) Und allein ist er eigentlich nie, sind ja ein 4Personen Haushalt und ich denke wir geben ihm alles was er braucht, das hoffe ich zumindest.. :)
 
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AnBiMi

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  • #24
Und ob überhaupt jemand die Kenntnis eines TAs richtig beurteilen kann, weiß ich auch nicht
Es geht nicht darum die medizinischen Kenntnisse eines TAs in Frage zu stellen.
Die sollten beherrt werden.

Es geht um verhaltensmedizinische Kenntnisse. Und, nebenbei angesprochen, auch um ernährungstechnische Kenntnisse.

Und weder die Eine, noch die Andere Rubrik wird im Studium ausführlich genug gelehrt.
Dafür ist zu wenig Zeit bei den vielen verschiedenen Erkrankungen die die vielen verschiedenen Tierarten (die z. Bsp. ein Veterinär für Kleintiere), haben können, über die der TA aber Bescheid wissen muss.

Das ist nunmal so. Wenn man das weiß, kann man sich aber darauf einstellen und nicht zu allem JA und AMEN sagen, ohne die Eine oder Andere Nach- / Gegenfrage zu stellen.

Um die Kompetenz eines TA bzgl. seiner Kenntnis zu Ernährung oder arttypischem Verhalten beurteilen zu können muss man selbst auf den jeweiligen Gebieten natürlich entsprechend gebildet sein.
Also Bsplw. Ernährungsberater für Tiere oder eben fit in der Ethologie von Hund, Katze oder was auch immer für einer Tierart.

Und allein ist er eigentlich nie, sind ja ein 4Personen Haushalt und ich denke wir geben ihm alles was er braucht, das hoffe ich zumindest.. :)
Es ging nicht um "allein" insgesamt, sondern um "allein, ohne Artgenossen".
Menschen sind kein Ersatz für Artgenossen. Sie sind (neben ihrer Eigenschaft als Futterspender und andersartiger Sozialpartner) höchstens Ersatzobjekte, die besser sind als gar keine Kontakte.
Aber "alles geben, was Katze braucht" kann der Mensch niemals.

Oder leckst Du ihm die Ohren sauber? Oder das Fell? Oder kontrollierst mit der Nase seine Analgegend? Du oder auch alle anderen Menschen sind nicht in der Lage auf seinem Niveau mit ihm zu kommunizieren, weil wir u. a. schon nicht in der Lage sind die kätzische Duftsprache zu verstehen, geschweige denn sie zu sprechen. Sollten wir auch nicht. Sind eben Menschen und keine Katzen.

Sich permanent im Ausland aufzuhalten, dessen Landessprache und Gestik man nicht versteht dürfte sich ungefähr so anfühlen wie eine Katze es erlebt sich nur unter artfremden Lebewesen aufzuhalten.

Mein Kater ist auch Freigänger und wir haben auch einige, nicht viele, andere Katzen in der Nachbarschaft
Das wäre eine wichtige Information gewesen um eine ETWAS andere Einschätzung zu seinem arteigenen Sozialleben abgeben zu können.

Naja. Ist jetzt auch egal.
Zu allem anderen, was noch angeführt wurde, hatte ich meine Meinung bereits geäußert.

Ganz allgemein:
Fehler machen ist scheiße. Aber aus Fehlern kann und sollte man lernen um sie nicht nocheinmal zu machen. Das setzt aber voraus, dass man bereit ist Fehler einzugestehen, auf die man hingewiesen wird.
 

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