Hilfe! Freigangsverfechterin kann nicht mehr

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anele

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Hallo allerseits,
ich bin völlig verzweifelt. Ich hatte immer Freigänger-Katzen, sonst hätte ich mir keine Katze geholt- Wohnungshaltung kam nie in Frage.
Wir wohnen hier sehr ruhig in einer Sackgasse, weit und breit nur Wiesen und Felder-ein Katzenparadies.
2009 haben wir ein Geschwisterpärchen zu uns geholt Kitty und Kimba, ab April 2010 (mit ca.7 Monaten) durften sie raus und waren auch sehr schnell Vollblutfreigänger mit Klappe.
Am 09.12 ist Lilly überfahren worden, sie ist (warum auch immer) zur Haupstr. gelaufen, die Luftlinie auch nicht sehr weit entfernt ist- wir waren am Boden zerstört.
Gestern ist Kimba direkt vor unserer Haustür von einer unserer Nachbarinnen überfahren worden- das kann es einfach nicht geben....
ich habe eine 6 jährige Tochter, die das alles einfach nicht begreifen kann..

Die Vorgänger der beiden wurden 20 jahre alt als Freigänger, keiner Katze in meinem Umfeld ist je was passiert.
Nun hatten wir im Dez. nach Lilly Tod eine kleine "Ersatzschwester" für Kimba geholt, die kleine Kitty. Die sollte nun im April kastriert werden und dann natürlich auch raus gehen.

Ich glaube nicht, dass ich es schaffe sie rauszulassen.. Ich habe keine Ahnung ich wie es realisieren soll sie drin zulassen da bei uns im Sommer immer alle Türen und Fenster zum Garten offenstehen. Und ich weiss,dass sie als Freigängerin glücklicher ist. Viele sagen besser ein kurzes erfülltes Katzenleben als ein langes langweiliges- aber wieviel kann man ertragen.
Kitty ist mit ihren 5 Monaten noch sehr wild und ich kann nicht den 3. Verlust verkraften, und schon gar nicht meiner Tochter zumuten.

Wer hat soetwas schon erlebt, dass zwei Katzen innerhalb 3 Monaten überfahren wurden und hat weiterhin Freigänger???
Kitty war ja noch nie draussen, bei Kimba war es nach Lillys Tod klar, dass ich ihn nicht plötzlich einsperren kann,auch wenn es für mich leichter gewesen wäre.
ich habe auch schon öfter gelesen, man sollte warten bis die Katze mind. 2 Jahre alt sind, ist die Gefahr dann geringer???? Aber Kimba war ein ruhiger Kater, ist nie sehr weit weggelaufen, ich habe ihn vom Fenster aus meistens auf der Wiese gegenüber gesehen.

ich bin ratlos?? Genauso wie ich sicher weiss, dass ich Kitty nicht alleine halten sollte,Einzelhaltung wollte ich auch nie. Aber ich kann doch nicht die 2. Katze einfach ersetzen und das auch meiner Tochter nicht antun.
Das zerstört doch die Wertigkeit des Tieres und der Gefühle, die man für es hatte- eine tot, kommt eben die nächste.
Vielleicht bin ich irgendwann dazu bereit, aber das wird wohl Wochen/Monate dauern.

hat vielleicht irgendwer ähnliches erlebt oder einen Rat??

LG Nicole
 
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wonnie4u

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Hallo du!

Ich finde eure Geschichte sehr traurig und kann alle deine GEdanken verstehen. Besonders jetzt, wo unser Willi spurlos verschwunden ist seit Dienstag... Ich lasse meine Katzen aktuell auch nur raus, wenn wir im Garten sind. Sobald eine abhauen will, pfeife ich sie zurück. :( Ich frage mich auch, wie das dann so weitergehen soll... Ich hab auch Kinder, und für sie ist es schon hart. Letzten April mussten wir unsere 15 jährige Lilly einschläfern lassen, dann starb ihr Opa und jetzt fehlt der geliebte Kater. *seufz*

Leider kann ich dir nichts raten, denn ich bin genauso ratlos wie du...

Alles Gute!
 
Jorun

Jorun

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Mal eine dumme Frage, warum zäunt Ihr Euer Grundstück nicht ausbruchssicher ein oder wenn das viel zu groß ist, warum baut ihr dann nicht ein Gehege um die Terrasse rum mit Ausgangstür und/oder Schleuse?
Dann könnt Ihr raus - die Katze auch, aber sie ist im gesicherten Gehege. Ihr könnt dann ja durch die Tür in den Rest des Gartens.

Nur mal so als Idee.
 
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anele

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Hallo wonnie4u,

ich danke Dir und wünsche Euch von ganzem Herzen, dass euer Willi wieder heil zurückkehrt.
Unsere Lilly war auch verschwunden damals und ich habe nur durch einen Anruf beim Bauhof erfahren, dass sie überfahren und "entsorgt" wurde.
Ich drücke mit den anderen fest die Daumen...

Lg Nicole
 
locke1983

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Ich habe drei Freigänger.

Früher, bei meinen Eltern (wir wohnten direkt an der Hauptstraße) hatten wir immer Freigänger. NIE ist eine überfahren worden. Damals gab es auch weniger Verkehr.

Ich wohne in einer 30iger Zone. Nur Anliegerverkehr.
Aber etfernt ist eine Landstraße mit Tempo 70.

Was soll ich sagen? Letztes Jahr ist meine erste eigene Katze überfahren worden.

Und, was hab ich jetzt - genau: 3 Freigänger.

Ich bin ganz ehrlich: ich weiß nicht, wie es ist, wenn man Kinder hat.

Aber ich habe das damals so gesehen: meiner Katze ging es gut, als sie bei mir war. Sie hatte ihren Freigang (den sie auch gebraucht hat! in den 4 Wochen vorher ging sie mir die Wände hoch!). Katzen denken nicht in Jahrzehnten oder in Jahren. Die denken in Augenblicken, in denen sie glücklich sind.

Trotzdem bin ich total panisch, wenn einer meiner Katzen mal nicht direkt kommt, wenn ich sie rufe. Oder aber, wenn sie meinen abends länger Ausgang zu haben (unsere Klappe ist nachts zu). Dann dreh ich auch am Rad und geh mit der Taschenlampe suchen.
 
Balli

Balli

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Ich würde mit Freigängern täglich 1000 Tode sterben. Nur gesicherter Freigang, alles andere wäre mir viel zu gefährlich.
 
RatzenKatze

RatzenKatze

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Raten kann ich dir nicht wirklich was... es ist sehr traurig wenn sowas passiert. Wir wohnen ganz ähnlich wie ihr, am Ende einer Sackgasse am Dorfrand, großes Grundstück, direkt an Wald und Wiese, die nächste "große" Straße ist 200 m entfernt. Wir haben hier seit 25 Jahren immer mehrere Freigängerkatzen (dürfen Tag und Nacht raus) und bisher wurde noch nie eine überfahren. Ich weiß aber, dass es passieren kann (genauso, wie auch eine Katze aus Versehen übers Wochenende irgendwo in eine Garage eingesperrt werden kann und verdurstet oder von Katzenfängern mitgenommen werden kann). Ich habe keine Kinder, für mich selber wäre es aber auch schrecklich. Dann seh ich aber die Katzen wie sie draußen in der Wiese rumstreunen, in der Sonne liegen, stundenlang im Wald verschwinden, die Ziegen ärgern, schnell sich mal eine Streicheinheit abholen und dann wieder auf Erkundungstour gehen... ICH könnte ihnen das nicht verweigern und glaube einfach, dass es IN MEINEM FALL das wert ist. Ich bin da aber kein Fanatiker, ich kenne genug Leute, die Katzen in der Wohnung halten, die das artgerecht machen und ich finde das okay. Für mich wäre es halt nix.

Ich wünsch dir alles Gute für deine Entscheidung! :verschmitzt:
 
Jeans

Jeans

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ich kenne genug Leute, die Katzen in der Wohnung halten, die das artgerecht machen

Wohnungshaltung und artgerecht ist meiner Meinung nach, ein Widerspruch.
Aber ich denke auch, dass man Katzen ein Leben in reiner Wohnungshaltung zumindest so gestalten kann, dass sie zufrieden leben können.

Käme für mich allerdings auch nicht in Frage, obwohl ich die Bedenken und Ängste der TE teile und auch immer erleichtert bin, wenn Jeans heil zuhause ist bzw. zum Glück meist nicht weit weg geht.
 
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anele

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Hallo,

erstmal Danke für die Antworten.
Ich hätte noch zwei Fragen:
1.Was haltet Ihr von der Theorie, dass man Katzen besser erst ab 2 Jahren raus lassen soll?? Ich habe darüber schon mal im Forum gelesen- hat jemand Erfahrungen,dass das tatsächlich sicherer ist ??
Vielleicht könnte ich ja dann einfach noch etwas warten mit dem Freigang??
2. Wielange kann ich Kitty alleine halten ohne dass eine erneute Zusammenführung schwierig wird? Sie war bislang eben nie alleine, erst beim Tierschutzverein und dann bei uns mit Kimba- die beide haben sich auch gleich ohne Probleme angfreundet. Sie haben zusammen gespielt und geschmust- sich gegenseitig geputzt.
Hat jemand Erfahrung, welchen Zeitraum ich nicht überschreiten sollte bis ich wieder eine weitere katze dazunehme?? Denn Im Moment kann ich das auf keinen Fall, aber ich will ja nie nie sagen...

LG Nicole
 
pünktchen

pünktchen

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Peine
  • #10
Hallo Nicole,

2 Katzen in so kurzer Zeit zu verlieren ist grausam...... es tut mir sehr leid für euch. :(
Ich kann deine Überlegungen bzgl. Freigang ja oder nein sehr gut nachvollziehen. Wir entschieden uns seinerzeit dagegen, haben statt dessen ein Freigehege direkt am Haus und das Haus zum einem richtigen Katzenspielplatz ausgebaut.
Nachdem wir Toni und Tienchen innerhalb eines Jahres von der Strasse holen mußten werde ich keine Tiere mehr in unkontrollierten Freigang lassen. Inbesondere Tonis Tod -er wurde vor meinen Augen überfahren:(- hat mich seelisch dermaßen mitgenommen, dass ich mir das nie wieder antun möchte.
Ich vermute, dass es auch für deine Tochter ein schlimmes Erlebnis ist, ihre geliebten Schmusetiere zu verlieren.

Nun zu deinen Fragen.
Eine Katzenfreundin von mir läßt ihre Freigänger (sie hat 6) im allgemeinen erst so mit 2 Jahren raus. Und das auch mit viel Bedacht. Die Katzis müssen vorher lernen, auf das Klappern der Leckerchendose zu reagieren, sprich angesaust zu kommen. Dann dürfen sie unter Aufsicht in den Hof, jedes Mal ein wenig länger. Also ein richtiges Gewöhnungsprogramm.
Bei ihr wurde noch keine Katze überfahren, allerdings gehen auch alle Tiere nach hinten in die Gärten und so gut wie nie nach vorn zur Strasse.

Wann ein neuer Kumpel einziehen sollte, das kann man nur vom jeweiligen Fall abhängig machen.
Nach Tonis Tod mußten wir schnell handeln, weil sein Kumpel Füchschen so furchtbar trauerte, dass er krank wurde....... Sunny zog 3 Wochen später ein, obwohl wir Menschen uns im Herzen auch dagegen gewehrt haben. Aber wir konnten Füchschen doch nicht so leiden lassen.

Wie geht Kitty mit dem Verlust um?
 
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Deichkatze

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  • #11
immerwieder - TROTZDEM

Hallo,

...mein tiefes Mitgefühl :-( !
Ist schrecklich, innerhalb so kurzer Zeit 2 geliebte Katzies betrauern zu müssen!

In den ersten paar Jahren nach meinem Umzug hierher in eine Gegend die relativ katzensicher ist - "amAnfangderWelt", sozusagen

sind 3 (!!!) meiner Katzen umgekommen - eine hat sich überfahren lassen :-(

Das hab ich jetzt bewusst SO ausgedrückt, weil das fast einem Kunststück gleichkommt, sich HIER als Katze überfahren zu lassen.

Ich weiss noch, wie ich damals ein wütend-verzweifeltes
"ES REICHT!!!!!"
ans "Universum" losliess

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, daß auch ich ziemlich verzweifelt war, aber:
Mein Paulchen war ein überaus sozialer Kater und brauchte DRINGEND
1.:
seinen Freigang und
2.: KatzenGesellschaft.
Ergo war ich quasi gezwungen, mich nach "JemandKatze" für ihn umzusehen.

Ich habe lange gesucht, weil ich natürlich wen wollte, der/die sich mit Paule verträgt.
Es hat fast ein halbes Jahr gedauert, aber dann -
fand ich in einem Tierheim ein ca. halbjähriges, schüchternes Katerli, meinen Cyrus, der nach wie vor bei mir ist (inzwischen mit 2 anderen KaterKumpels, da mein HerzensPaulchen gestorben ist).
Mein jetziges Trio lebt seit sageundschreibe 5 Jahren glücklich zusammen*schnell-auf-Holz-klopf*!
Cyrus hatte (noch gerade so) "Welpenschutz" - ausserdem wartete mein PauleKater ja sozusagen sehnsüchtig auf kätzische Gesellschaft.

Und so hatte ich das RIESENglück, eine KaterZusammenführung beobachten zu dürfen wie sie traumhafter nicht ablaufen kann*schmelz*:pink-heart:

Mein Tipp an Dich also:
Lass Dir Zeit und hör auf Dein Herz

LG,
deichkatze
 
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Marita6584

Marita6584

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  • #12
Das ist echt traurig, und ich kann mich gut daran erinnern, wie meine Kinder drauf .waren, wenn eines unserer Tiere gestorben ist, allerdings ist nie eines überfahren worden. Inzwischen sind sie 27 und 28, aber die Gräber und das Gemeinschaftskreuz für alle Tiere ist ihnen immer noch wichtig. Wir haben die Beerdigungen aber auch immer sehr würdig gestaltet, und ich denke, das war wohl richtig so.
Ich kann gut verstehen, daß Du die Kleine nicht gerne nach draußen lassen möchtest, ich habe zur Zeit ein ähnliches Problem (mein kleiner läuft immer extrem weit weg). Die Entscheidung kannst Du nur ganz alleine treffen...
Ich würde möglichst schnell einen Kameraden besorgen, vor allem, wenn Du sie jetzt vielleicht doch noch eine Weile im Haus lassen möchtest.
Ansonsten habe ich die Erfahrung gemacht, daß es eigentlich immer klappt, wenn man die nötige Geduld hat. Ich habe im Dezember den 12-Wochen alten Hannes zu uns geholt, weil Fienes Bruder Paul an FIP gestorben war. Natürlich hat sie ihn erst angefaucht und geknurrt, aber jetzt lecken sie sich gegenseitig ab, und ich bin sicher, das wird noch eine ganz große Liebe. Aber Geduld habe ich schon gebraucht.
Aber es ist schon so, daß es einfacher ist, je jünger die Katzen sind. Wenn Du dann noch berücksichtigst, daß die "erste" sich nicht vernachlässigt fühlt (z.B. zuerst begrüßt und gefüttert wird, u. s. w.), dann dürfte es keine Probleme geben. Ich habe ganz bewußt zu meiner 5-jährigen Fiene einen Katzenbaby genommen, weil ich die Erfahrung gemacht habe, daß es einfacher ist, als wenn man ausgewachsene Katzen zusammenführt, aber auch das klappt. smile:
 
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luisewinter

luisewinter

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  • #13
Wohnungshaltung und artgerecht ist meiner Meinung nach, ein Widerspruch.
Aber ich denke auch, dass man Katzen ein Leben in reiner Wohnungshaltung zumindest so gestalten kann, dass sie zufrieden leben können.

Käme für mich allerdings auch nicht in Frage, obwohl ich die Bedenken und Ängste der TE teile und auch immer erleichtert bin, wenn Jeans heil zuhause ist bzw. zum Glück meist nicht weit weg geht.

Ich weiß nicht ... unsere beiden ziehen bald in ein Heim mit 110 qm ein (keine Freigänger) und die Terasse ist ca 20qm groß... sie "könnten" grundsätzlich den Garten der Vermieter mitnutzen (ja, wir haben wohl sehr tierliebe Vermieter)
Es ist auch eine Sackgasse mit 30er Begrenzung und dennoch, ich möchte es eigentlich nicht.
Ich habe zum einen Angst, dass ihnen was passiert (ist halt immernoch Stadt, wenn auch außerhalb) und WAS, wenn ich mal wirklich nochmal umziehen muss, und es den beiden nicht mehr bieten kann???

Kira ist echt ne scheue Maus, die lässt sich nicht anpacken, LuLu hingegen ist ne treue Seele, der zu jedem und allem geht ..

Noch sind wir nicht umgezogen, aber in den nächsten drei, vier Wochen steht die Entscheidung an .... und mir persönlich (ich weiß, total egoistisch) wäre es lieber, wenn ihnen die Wohnung und die große Terasse reichen würden.
 
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golden eye

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  • #14
erstmal, es tut mir sehr leid dass ich eure beiden schätze verloreben habt :(

ich lebe im dorf, meine siana war bis letzten herbst noch freigängerin. zum einen weil sie es so gewohnt war in unserem früheren zuhause und zum zweiten weil sie ohnehin immernur durch ein bis zwei nachbargärten streifte und so gut wie nie - aus angst - richtung straße lief. hat man sie gerufen, war sie sofort da.

dann kam im dezember geri, reine wohnungskatze, und ich seitdem ist auch siana nur in der wohnung. bisher hat sie nicht ein einziges mal anstalten gemaß rauß zu wollen. und mir ist das nur sehr recht. ich hätte wirklich ein problem wenn sie mir ständig schreiend vor der tür sitzen würde, denn dann wäre geri den ganzen tag über alleine in der wohnung denn ihn hier raußzulassen, mittem im dort, ohne zu wissen wohin er gehen wird ist mir einfach zu riskant :eek:

abgesehen davon werde ich bald in die stadt ziehen, da stellt sich das problem "freigang" gar nicht mehr :oops:

mein vater wohnt sehr ländlich, 2km vom eigentlich dorf entfernt in einer ruhigen wohnsiedlung. super für katzen, nur eine "hauptstraße" führt durch diese siedlung. und genau dort wurde simba vor einem dreiviertel jahr überfahren. :( für meine schwester besonders schlimm da sie seine hauptbezugsperson war :(:( simba wurde von passanten (?) zum nächsten ta gebracht, dieser meinte man könne ihn operieren, die chancen für ihn stehen jedoch sehr schlecht. WENN er die OP übersteht bleibt er in jedem fall so gut wie blind und muss auch noch mit 3 beinen sein leben meistern (von den restlichen verletzungen mal abgesehen). mein vater und meine schwester haben sich dann gegen die OP entschieden und ihn erlöst. es wäre für ihn mit diesen behinderungen kein lebenswertes leben mehr gewesen, er war ein freiheitsliebender kater der dann nicht bloß im haus sondern auch noch den ganzen tag über alleine, ohne hilfe/betreuung hätte sein müssen. 3 beine sind zu meistern aber die blindheit noch dazu...... :(:(

seit ich denken kann hat meine familie katzen und noch nie wurde eine überfahren. leider gibt es für alles ein erstes mal. simba's schwester ist nach wie vor freigängerin, man kann sie ja jetzt kaum einsperren, das würde sie nicht verstehen. wir hoffen aber dass ihr simba's schicksal erspart bleibt.
 
Ollibär

Ollibär

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Pfälzer Wald
  • #15
Ich habe drei Freigänger.

Ich wohne in einer 30iger Zone. Nur Anliegerverkehr.
Aber etfernt ist eine Landstraße mit Tempo 70.

Was soll ich sagen? Letztes Jahr ist meine erste eigene Katze überfahren worden.

Und, was hab ich jetzt - genau: 3 Freigänger.

Aber ich habe das damals so gesehen: meiner Katze ging es gut, als sie bei mir war. Sie hatte ihren Freigang (den sie auch gebraucht hat! in den 4 Wochen vorher ging sie mir die Wände hoch!). Katzen denken nicht in Jahrzehnten oder in Jahren. Die denken in Augenblicken, in denen sie glücklich sind.

Ich schließe mich Locke an.
Von allen Katzen, die ich bisher über einen Zeitraum von 4 Jahrzehnten besaß (alles Freigänger) wurden 3 überfahren, 2 vergiftet und 1 verschwand spurlos.
Mit einem von den Überfahrenen sind meine beiden Kinder zusammen aufgewachsen. Sie haben seinen Tod bewußt miterlebt und betrauert.
Das tut unheimlich weh und ich bekomme gerade wieder einen Kloß in den Hals wenn ich daran denke.
Heute haben wir 3 Katzen, und alle sind Freigänger. Wir wohnen zwar auf dem Dorf, aber in der Nähe der Durchgangsstraße am Ortseingang. Es gibt keine Garantie, daß nichts passiert. Vor allem um unseren Jungkater machen wir uns große Sorgen, die anderen beiden haben schon bewiesen daß sie in der Regel vorsichtig sind.
Die Bedenken, die man hinsichlich der Entscheidung zur Haltung als Freigänger oder Wohnungskatze hat, sind eben menschlich. Was würde eine Katze sagen, wenn Sie befragt würde?
 
inkuku

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  • #16
Puh, das ist hart. Da hast du unwahrscheinliches Pech gehabt, das tut mir echt leid.

Ich muss auch sagen, dass ich die Entscheidung Mogli rauszulassen nicht leichtfertig getroffen habe. Wir hatten früher auch immer Katzen und ich erinnere mich wie meine allererste eigene 'Nena' (ja, das war in den 80ern :D) plötzlich nicht nach Hause gekommen ist. Da war ich (damals zarte 4) zu Tode betrübt. Wir hatten immer Katzen und es waren auch immer Freigänger - leider sind so viele von ihnen in den Jahren überfahren worden, dass ich mich kaum noch an die einzelnen Katzen erinnere (meine Mutter hat ein Herz für Streuner, wir hatten also immer 3-4 permanente Gäste in Haus und Garten).

Inzwischen hat meine Mutter noch immer Katzen, muss sie aber zwangsweise im Haus halten. Eine Entscheidung die ihr nicht leicht gefallen ist. Ihr sind auch 3 Freigänger-Katzen innerhalb von wenigen Monaten gestorben, und zwar an FIP. Das gesamte Dorf wo sie jetzt wohnt hat Bauernhof-Katzen, die ungeimpft und völlig verwahrlost alle anderen Katzen mit FIP anstecken. Keine einzige ihrer Katzen ist von einem Auto überfahren worden und das obwohl die Hauptstraße nur 20 m vom Haus weg ist. Man hat im Dorf schon versucht etwas zu unternehmen wegen der Katzen - Einfangaktionen mit Impfungen und Sterilisationen etc. Aber es gibt einfach zu viele Tiere in dem kleinen Ort.

Die Welt draußen ist gefährlich für unsere Stubentiger. Ich lebe in Berlin und lasse meine Katze raus (mein Haus hat einen großen Garten), aber ich mache mir Sorgen wenn sie nicht alle 1-2 Stunden mal reinschnuppert, natürlich habe ich die Sorge, dass auch sie FIP oder ähnliches bekommen kann.

Aber ich sehe wie sie glücklich durch den Garten fegt, Fliegen jagt, auf Bäume klettert, mit ihren Nachbarskatzen-Kumpels auf die Pirsch geht oder sich auf meinem Balkon sonnt. Daher ist für mich klar, sie ist glücklich draußen und ich hoffe sie kann es noch viele Jahre sein.
 
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Engelchen30

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Hoch im Norden
  • #17
Mein Beileid an alle deren Katzen hier überfahren wurden.

Meine Schwiegermutter hat ja gerade das gleich durchgemacht. Sie möchte definitiv ihrer Katze den Freigang nicht verwehren, darum hat sie sich vorerst entschlossen keine Katze mehr aufzunehmen. Sie sagt auch das sie die Angst nicht mehr aushält und auch für sich nicht mehr möchte. Evlt. braucht das bei ihr auch gerade etwas Zeit das ganz zu verarbeiten.
Wir haben ja nun 4 Freigänger - seit dem Wochenende sind auch die Kleinen (6 Monate) draußen. Ich wohne genau wie die TE anele, Sackgasse, 30er Zone, Wiesen soweit das Auge reicht, wenig befahrene Hauptstraße.
Aber ich muss sagen nachdem das mit der Katze meiner Schwiegermutter war hatte ich schon Hemmungen die Kleinen rauszulassen. Aber ich fand es auch gemein sie im Haus zu behalten während die Großen rein und rausgehen wie sie lustig sind. Ich hoffe einfach das uns die Katzis noch lange erhalten bleiben.

Sollte dem allerdings nicht so sein könnte ich mir auch gut als spätere Alternative ein "Katzengehege" vorstellen. Sprich eingezäunte Terrasse. Das wäre etwas damit könnte ich mich ohne weiters anfreunden.
 
Herr Lehmann

Herr Lehmann

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  • #18
Wir haben ja nun 4 Freigänger - seit dem Wochenende sind auch die Kleinen (6 Monate) draußen. Ich wohne genau wie die TE anele, Sackgasse, 30er Zone, Wiesen soweit das Auge reicht, wenig befahrene Hauptstraße.

6 Monate und schon im Freigang? Kastriert?
 
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Engelchen30

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Hoch im Norden
  • #19
Alle sind kastriert, gechippt bei Tasso und beim Deutschen Haustierregister angemeldet. Ab 6 Monate ist es durchaus OK die Katzis rauszulassen, darunter sollten sie noch im Haus bleiben.
 
Herr Lehmann

Herr Lehmann

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To Huus in Cuxhaven
  • #20
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