Fester Kot - Verstopfung?

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Salandria

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Ich würde euch mal wieder um euren Rat bitten.

Und zwar war mein Kater Chuck am Freitag etwas merkwürdig, er saß ein paar mal in dieser sog. Kauerstellung, was er sonst nicht macht. Ansonsten verhielt er sich ganz normal, ich hatte aber das Gefühl etwas stimmt nicht. Dann ist mir aufgefallen, dass die letzten 2 Tage nur je 1x Kot bei 2 Katzen im Klo war. Normalerweise macht jede Katze einmal am Tag, daher vermutete ich, dass der Kot evtl. nur von meiner Katze Celia stammt. Ich hab ihm dann ein Stückchen Butter gegeben und wollte abwarten, ob er abends Kot absetzt, was er normalerweise immer gegen 22 Uhr tut. Auf jeden Fall kam dann auch etwas und ich hab geschaut, wie es sich anfühlt. Die ersten 2,3 cm waren wirklich ziemlich hart, fast wie trockener Kot, der Rest war relativ fest, ähnlich wie Knete. Ich war erstmal erleichtert, dass etwas kam und dachte, das spielt sich nun wieder ein. Am Samstag hat er abends keinen Kot abgesetzt, jedoch in der Nacht. Ich bin davon wach geworden und habe direkt nachgeschaut und er tat sich sehr schwer. Es kam nur ein kleines ziemlich festes Stück raus und beim Weiterpressen geschah nichts mehr. Ich habe mir überlegt was ich am besten tun kann und währenddessen ging er kurz darauf nochmal aufs Klo, hat gescharrt und versucht etwas abzusetzen, aber es kam nichts. Da hatte ich mir dann schon richtig Sorgen gemacht und überlegt in die Tierklinik zu fahren. Zunächst wollte ich es aber mit Bewegung versuchen, jedoch wollte er sich nicht wirklich zum Spielen animieren lassen. Daraufhin habe ich ihn mir geschnappt und seinen Bauch massiert. Kurz darauf ging er nochmal aufs Klo und konnte tatsächlich den Rest absetzen, der wieder relativ fest, aber eindrückbar war. Am Sonntag hat er abends zur normalen Zeit wieder relativ festen Kot abgesetzt, gestern überhaupt nicht und nun am Dienstag nachmittag. Er konnte den Kot zwar gut absetzen, aber er ist immer noch ziemlich fest.

Ich habe ihm seit Freitag täglich ein bisschen Butter gegeben, aber das nutzt anscheinend bisher nicht viel. Vorhin habe ich in der Tierarztpraxis angerufen und die Helferin meinte, ich solle es mit Paraffinöl oder Lactulose versuchen. Nun habe ich hier im Forum viel schlechtes über Paraffinöl gelesen und möchte das auf keinen Fall austesten. Lactulose soll wohl weniger Risiken haben. Denkt ihr, ich soll es mal mit Lactulose versuchen oder lieber mit einer noch harmloseren Methode wie z.B. Leinsamen?

Natürlich stellt sich auch die Frage, woher das nun kommt. Vor 1,5 Jahren hatte er schonmal eine Verstopfung, da kam aber beim Tierarztbesuch raus, dass er eine Hüftfehlstellung hat. Er bekam in der Praxis einen Einlauf und Schmerzmittel und damit war das Problem erledigt. Dass es diesmal an Schmerzen liegt, glaube ich jedoch nicht. Er bekommt seit ca. 3 Monaten täglich Weihrauch und man merkt deutlich, dass ihm die Hüfte deutlich weniger schmerzt. Was sonst noch für Ursachen in Frage kommen, weiß ich nicht...
 
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Salandria

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Ich hab mich noch ein bisschen eingelesen und nun für Flohsamenschalen entschieden. Diese werden über Nacht eingeweicht und morgen geb ich ihm ein bisschen mit ins Futter. Ich habe vor ihm die nicht zu lange zu geben, vllt. eine Woche oder bis sich alles wieder normalisiert hat. Falls der Kot nach dem Absetzen wieder so fest werden sollte, werd ich wohl zum Tierarzt müssen, um abzuklären woran das liegt.

Für weitere Tipps bin ich natürlich dankbar.
 
minna e

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was futtert er denn?
 
balulutiti

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Ich wollte auch Flohsamenschalen vorschlagen ;)
Es gibt auch noch Macrogol, das ist ein Pulver, das meistens gut angenommen wird.
Was fütterst du?
 
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Salandria

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Leider viel Trockenfutter von der Marke Arcana. Mir ist bewusst, dass das schlecht ist, aber aufgrund seiner gesundheitlichen Vergangenheit bin ich froh, wenn er isst. Er hatte eine Calici-Infektion vor 1,5 Jahren und plötzlich von heute (300g hochwertiges NaFu am Tag) auf morgen komplett das Fressen eingestellt. Er hatte damals vermutlich Schmerzen bein NaFu fressen und frisst auch heute nur Pate-Sorten, am ehesten noch die von Premiere. Er frisst aber nur etwa 60g NaFu am Tag, in der letzten Zeit hat es sich langsam gesteigert, was denke ich mit der Behandlung durch die THP zu tun hat. Seine Stimme ist bis heute quakend, was uns (TA, THP und mich) darauf schließen lässt, dass das Gewebe seines Stimmbandes vernarbt bzw. verändert ist. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das die Ursache ist. Und was zumindest etwas positiv ist, wenn er viel TroFu isst, trinkt er auch deutlich mehr. Ich hatte ihn damals bevor er plötzlich verweigert hat fast nie trinken sehen und hatte dann schon die Befürchtung, dass etwas mit seinen Nieren nicht stimmt, weil der Napf plötzlich jeden Tag fast leergetrunken wurde.

Zudem ist da noch meine Katze, die leider auch TroFu frisst und zwar fast ausschließlich. Bei ihr liefs noch schlimmer ab, da waren neben den Calici-Viren noch Pasteurellen, Mycoplasmen und Streptokokken involviert. Da sie kurz nachdem ich sie bekommen habe auch von heute auf morgen das NaFu-Fressen eingestellt hat und daraufhin diese Infektion diagnostiziert wurde, bin ich mir ziemlich sicher, dass es ähnlich wie bei Chuck ist. Sie hat sich seit der THP Behandlung in den letzten 3 Monaten sehr gut erholt und auch endlich zugenommen, sie war zuvor sehr mager und hat immer nur geringe Mengen aufgenommen.


Mein Ziel ist es daher auch sie beide langsam wieder auf NaFu umzustellen, bei Chuck klappt es stetig besser. Wenn ihr diesbezüglich Tipps habt, dann auch gerne her damit! Den Thread für Mäkelkatzen kenne ich, ich hab mich aufgrund der Tatsachen jedoch bisher dagegen entschieden, hart durchzugreifen und ich habe eben einfach das Gefühl, dass das NaFu unangenehm für sie ist und sie es daher meiden.

Die Probleme mit dem festen Kot hatte Chuck sonst trotz des TroFu nie, bis auf das eine Mal, als seine Hüftfehlstellung diagnostiziert wurde.
 
balulutiti

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Mein Ziel ist es daher auch sie beide langsam wieder auf NaFu umzustellen, bei Chuck klappt es stetig besser. Wenn ihr diesbezüglich Tipps habt, dann auch gerne her damit! Den Thread für Mäkelkatzen kenne ich, ich hab mich aufgrund der Tatsachen jedoch bisher dagegen entschieden, hart durchzugreifen und ich habe eben einfach das Gefühl, dass das NaFu unangenehm für sie ist und sie es daher meiden.

Das ist sicher eine sehr gute Idee, sie wieder ans NaFu zu gewöhnen. Natürlich versteh ich, dass du nicht "hart" durchgreifen magst, aber anderseits werden sie beim TroFu bleiben, wenn es ihnen zur Verfügung steht. Was hältst du denn von festen Fütterungszeiten? Und dann zB zweimal Nassfutter und einmal Trocken, aber wirklich nur einen "Happen"?
 
PanjaKoshka

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Ich hatte gerade heute morgen eine Diskussion mit meinem TA über Verstopfung...

Wir verblieben so, dass ich es noch eine Weile mit natürlichen Sachen probiere... Bei mir gibts Butter und Sahne und unter Futter misch ich Flohsamenschalen.

Wenns nicht hilft, hat er mir auch zu Macrogol geraten, weils geschmaksneutral ist, nicht wie Lactulose. Diese wird oft nicht gerne genommen im Gegensatz zu Macrogol...

Es könne auch bei chronisch verstopften Katzen angewendet werden...
 
Maxxi

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Hallo

Probier doch mal Kokosoel.
schaden kann es nicht und es ist sogar gut für Zähne und Magen.
Natürlich sollte es Bio und kaltgepresst sein.
 
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Salandria

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Danke für eure Tipps!
Er hat gestern abend und heute morgens und abends etwas von dem Flohsamen-Schleim bekommen. Heute Nachmittag war Kot im Klo, der zur Hälfte fest und dann etwas zu weich war. Ich vermute, das war von Chuck, weiß es aber nicht 100% ig.

Da wir das Problem das erste Mal haben, hoffe ich, dass es eine einmalige Sache war und sich das jetzt durch die Samen wieder regelt.

Und zum Futter, ja das sollte ich jetzt wo es ihnen endlich besser geht wirklich langsam in Angriff nehmen. Und das mit dem TroFu wegstellen ist sicher richtig. Das blöde ist nur, dass Celia immer nur kleine Mengen frisst, dafür regelmäßig über den Tag verteilt. Und vom NaFu schleckt sie nur die Flüssigkeit raus und lässt den Rest stehen. Ich bin mir nur einfach so unsicher, ob es Mäkelei ist oder das NaFu unangenehm im Hals ist.
 
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Salandria

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  • #10
Hey,

das Problem ist ja nun schon über 2 Wochen her und er bekommt seitdem regelmäßig Flohsamenschalen. Das Kotabsetzen klappt wieder problemlos, nur der erste kleine Teil, vllt 1 cm ist immer noch recht fest. Und zudem ist mir heute aufgefallen, dass dieser Teil auch kalt ist uns nicht warm wie der Rest. Ist das normal und mach ich mir umsonst Sorgen oder würdet ihr sowas mal abklären lassen? Oder hat jemand eine Idee woran das liegen könnte?
 

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