Fang mit Fallen und Schlingen

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Leila

Leila

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Ist das noch normal? Man soll seine Katzen durch Halsbänder schützen? Tierschützer, die "iin der Regel" am Fellzustand einer Katze erkennen können, ob eine Katze verwildert sei??? Fang mit Lebendfallen und Schlingen??? Grund: Vogelfang???:confused:

Düsseldorf (RP). Die Zahl der streunenden Katzen in NRW nimmt weiter zu. Die rot-grüne Landesregierung will den Bestand jetzt durch ein Förderprogramm für die Kastration verwilderter Katzen begrenzen.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) erklärte, künftig würden Tierschutzvereine für die Kastration jeder Katze mit 40 Euro und für die Kastration jedes Katers mit 25 Euro bezuschusst. Insgesamt steht bis zum Ende des Jahres eine Gesamtfördersumme von 200 000 Euro ? zur Verfügung. Damit könnten 5000 wildlebende Katzen in NRW unfruchtbar gemacht werden. Naturschützer hatten beklagt, dass die freilaufenden Tiere in diesen Wochen erhebliche Verluste bei den Jungvögeln verursacht hätten

Peter Schütz, Sprecher des Lanuv, riet Katzen-Haltern, ihre Tiere mit Halsbändern kenntlich zu machen. Tierschutzvereine könnten in der Regel auch am Zustand des Fells erkennen, ob eine Katze verwildert sei. Die Vierbeiner sollen mit Lebendfallen oder Schlingen eingefangen werden.
...

Quelle: http://mobil.rp-online.de/serv/RPOnline/aEfCxFge0JQr?com=newsrporpodeXHT1015246&pid=1&categId=6&pn=1
 
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Parallax

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Es geht ja eigentlich nicht nur um verwilderte Katzen, sondern um alle Katzen, welche befriedete Gebiete (200-300m um eine Siedlung) verlassen.

Zum Schutz von Vögeln, Bodenbrütern, seltenen Tieren usw. werden Jäger per Gesetz angewiesen, Raubzeug (Marder, Iltis, Fuchs, Dachs) niedrig zu halten. Die Jagdvereine der einzelen Bundesländer legen, finanziert durch die Mitgliedsbeiträge, Feldgehölze an, schaffen Wildwiesen, bauen Gräben und natürliche Unterstände für diese Tiere. Dies erfordert etliches an freiwilliger Arbeit der Jäger und anderen in diesen Vereinen organisierten Menschen, zudem einiges an Geld.
Und genau so wie beispielsweise der Marder, stellt auch die Hauskatze nach 300m (in Bayern) kein Haustier, sondern ein Raubtier dar, welches per Jagdschutzgesetz aus der Umwelt zu entfernen ist.
In manchen Gebieten stoßen nun (unkastrierte) Hauskatzen auf (unkastrierte) verwilderte Katzen. Dies führt zu einer Vermehrung der Katzenpopulation und macht alle Bemühungen zunichte. Deswegen werden diese Katzen von verschiedenen Einrichtungen gefangen und kastriert. Das Aussetzen der kastrierten Katzen ist jedoch eigentlich verboten, da ich ein Nicht-heimisches Tier in die Wildbahn einbringe. Die Jäger wählen daher meistens die "Hege mit der Flinte".
Wenn der Katzenhalter jedoch dafür Sorge trägt, das seine Katze das befriedete Gebiet nicht verlässt und gleichzeitig kastriert ist, ist sein Haustier weder von der "Hege mit der Flinte" betroffen, noch durch andere Aktionen.

Mfg
Parallax
 
Leila

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Es steht ansich nichts von Katzen außerhalb der 200-m-Grenze im Text. Das bezieht sich auch auf Katzen innerhalb von Wohngebieten, der Text geht ja weiter "werden in ihrem angestammten Gebiet wieder ausgesetzt". Die Katzen werden eingefangen, kastriert und dann erschossen? Dafür gibt es Zuschüsse? Ich glaube nicht, dass sich dieser Text auf Jäger bezieht.
 
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Juik

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Wer seine Katze nur mit Tattoo und kastriert rauslässt, muss keine Angst haben, dass sie gefangen wird und zum TA geschleppt.
 
Leila

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Wer seine Katze nur mit Tattoo und kastriert rauslässt, muss keine Angst haben, dass sie gefangen wird und zum TA geschleppt.

Bezieht sich deine Aussage auf NRW? In den obigen Artikel steht ja, dass zusätzlich ein Halsband angezogen werden muss. Man kann bei weiblichen Tieren nicht von außen sehen, ob sie kastriert sind oder nicht, männliche kastrierte können für weibliche gehalten werden - da muss man ja bei kastrierten Katern schon sehr nahe rankommen. Was passiert mit diesen eingefangenen Tieren. Bei vielen Vermisstenmeldungen sind kurz vorher die Halsbänder verschwunden.
Die meisten Tierärzte gehen zum Chippen über statt Täto, jetzt wird aber ein Täto verlangt:confused: Davon weiß doch niemand was. Wie sollen die gechippten Tiere jetzt nachträglich tätowiert werden, dafür ist Narkose nötig.
 
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Juik

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Bezieht sich deine Aussage auf NRW? In den obigen Artikel steht ja, dass zusätzlich ein Halsband angezogen werden muss. Man kann bei weiblichen Tieren nicht von außen sehen, ob sie kastriert sind oder nicht, männliche kastrierte können für weibliche gehalten werden - da muss man ja bei kastrierten Katern schon sehr nahe rankommen. Was passiert mit diesen eingefangenen Tieren. Bei vielen Vermisstenmeldungen sind kurz vorher die Halsbänder verschwunden.
Die meisten Tierärzte gehen zum Chippen über statt Täto, jetzt wird aber ein Täto verlangt:confused: Davon weiß doch niemand was. Wie sollen die gechippten Tiere jetzt nachträglich tätowiert werden, dafür ist Narkose nötig.

Nein das bezieht sich nicht auf NRW.
Ich selbst fange Streuner und kastriere sie (siehe Link in der Sig). Wenn das Tier ein Tattoo hat sieht man das sofort und kann es noch an Ort und Stelle rauslassen. Ich finde es ein Unding, einen Freigänger nicht tatowieren zu lassen.
Wenn die Tiere keines haben, jedoch gechippt sind oder kastriert sieht man das spätestens beim TA.
Wenn sie nichts von alledem sind, dann frag ich mich, was das für Besitzer sind.
 
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Parallax

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@Leila
Die kastrierten Katzen werden natürlich nicht erschossen.
Was ich meinte ist das Problem des einfangens der Katzen, da ich sie anschließend ja eigentlich nicht mehr aussetzen dürfte, weil ich mich sonst strafbar machen würde.
Aus diesem Grund wird kaum ein Jäger den Aufwand betreiben um eine Katze zu fangen, die er dann sowieso nicht mehr aussetzen darf, und deshalb nimmt man die einfachere Variante und erschießst sie einfach.
 
Gerli

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Auch wenn viele es nicht wahr haben wollen, in der freien Natur ist eine Hauskatze ein Neozoon (ein Tier, welches sich ausserhalb seiner natürlichen Heimat angesiedelt hat / sich dort aufhält) und gehört "entfernt".
Das die meisten Jäger nicht alle Katzen in Wald und Flur abknallen, rechne ich ihnen hoch an. Auch, das Jäger teilweise Raubzeugfallen für den Katzenfang zur Verfügung stellen - obwohl sie wissen, dass die Miezen nur kastriert werden - ebenfalls. Richtig wäre ein konsequentes Ausmerzen der Katzen. :eek:
Die Hauskatze belegt eine biologische Niesche im Wald (und auf der Wiese), die von Fuchs, Marder und so weiter schon mehr als genug ausgefüllt ist. Anders würde es sich vermutlich verhalten, würde es in D keine Kleinräuber geben. Da Jäger der Hege und Pflege der Natur verpflichtet sind, wäre dann ein Kleinräuber - in dem Fall die Hauskatze - ein willkommener Gast.

In Bezug auf die Tätowierungen bin ich pragmatisch. Wenn Miez kastriert wird, gleich mit Chippen und Tätowieren. Oder den Tierschützern ein Lesegerät für den Chip in die Hand geben. :cool:

Das Katzenelend muss aufhören, irgendwo muss man anfangen, auch wenns einem persönlich nicht gefällt.

Die Idee, die Katzen mit Halsband zu versehen, finde ich kurzgesagt dämlich. Entweder besteht die Gefahr, dass Miezens sich strangulieren oder das Halsband darf in schöner Regelmäßigkeit nachgekauft werden. Letzteres wäre nicht so tragisch, aber strangulierte Katzen in den Büschen möchte ich nicht haben..
 
Blume Anna

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Nein das bezieht sich nicht auf NRW.
Ich selbst fange Streuner und kastriere sie (siehe Link in der Sig). Wenn das Tier ein Tattoo hat sieht man das sofort und kann es noch an Ort und Stelle rauslassen. Ich finde es ein Unding, einen Freigänger nicht tatowieren zu lassen.
Wenn die Tiere keines haben, jedoch gechippt sind oder kastriert sieht man das spätestens beim TA.
Wenn sie nichts von alledem sind, dann frag ich mich, was das für Besitzer sind.

Es sind ganz normale Menschen, die ihre Tiere auch lieben.
Es gibt noch sehr viele Katzenbesitzer, die ihre Tiere zwar kastriert aber nicht kennzeichnet haben, weil sie sich nicht darüber im klarem sind, das es zuviele Tierschutztanten gibt, die nur darauf warten diese einzusacken, nur um ihnen dann auf die Finger zu klopfen.
 
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Juik

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  • #10
Es sind ganz normale Menschen, die ihre Tiere auch lieben.
Es gibt noch sehr viele Katzenbesitzer, die ihre Tiere zwar kastriert aber nicht kennzeichnet haben, weil sie sich nicht darüber im klarem sind, das es zuviele Tierschutztanten gibt, die nur darauf warten diese einzusacken, nur um ihnen dann auf die Finger zu klopfen.

Nein das bezieht sich nicht auf NRW.
Ich selbst fange Streuner und kastriere sie (siehe Link in der Sig). Wenn das Tier ein Tattoo hat sieht man das sofort und kann es noch an Ort und Stelle rauslassen. Ich finde es ein Unding, einen Freigänger nicht tatowieren zu lassen.
Wenn die Tiere keines haben, jedoch gechippt sind oder kastriert sieht man das spätestens beim TA.
Wenn sie nichts von alledem sind, dann frag ich mich, was das für Besitzer sind.

Wer lesen kann...
 
Blume Anna

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  • #11
Wie willst du an einer Katze feststellen, ob sie kastriert ist, wenn sie z B ein unleserliches Tatoo hat?
 
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  • #12
Wie willst du an einer Katze feststellen, ob sie kastriert ist, wenn sie z B ein unleserliches Tatoo hat?

Sobald sie ein Tattoo hat, egel ob leserlich oder nicht hat sie einen Besitzer und wird wiede freigelassen.
Wenn sie keines hat, aber kastriert ist, wird das spätestens einige Stunden später beim TA festgestellt und die Katze an der gleichen Stelle wieder freigelassen.
 
Blume Anna

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  • #13
Schön, wenn das bei Euch sogut funktioniert:)

..... meist muss man die Tiere aufschneiden, weil man die Kastranarbe nicht mehr sieht.
 
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Juik

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  • #14
Schön, wenn das bei Euch sogut funktioniert:)

..... meist muss man die Tiere aufschneiden, weil man die Kastranarbe nicht mehr sieht.

Also bei uns ist das noch nicht vorgekommen.

Abgesehen davon sollen die "Tierschutztanten" dann lieber die Katzen weiter vermehren lassen und das leid noch mehr schürren, damit keine Katze mit Besitzer gefangen wird?
 
Blume Anna

Blume Anna

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  • #15
Das habe ich nicht gesagt......

und wie gesagt, wie gut, dass ihr so einen fähigen TA habt, der das von aussen sehen kann;)
 
doppelpack

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  • #16
Es sind ganz normale Menschen, die ihre Tiere auch lieben.
Es gibt noch sehr viele Katzenbesitzer, die ihre Tiere zwar kastriert aber nicht kennzeichnet haben, weil sie sich nicht darüber im klarem sind, das es zuviele Tierschutztanten gibt, die nur darauf warten diese einzusacken, nur um ihnen dann auf die Finger zu klopfen.

Liebes Blümchen, ich hoffe, du meinst mit Tierschutztante nicht die Juik, die hat nämlich wirklich besseres zu tun, als sinnlos Streuner einzukassieren... Ich glaube, ihr zwei redet grad glorreich aneinander vorbei. :)
Mal eine andere Idee dazu, muss das nicht wie beim Menschen spürbar sein, die Eierstöcke? Auch von außen? Und ein kurzer Ultraschall wäre ja auch kein unnötiger Aufwand (ich glaube, sowas wird eher gemacht bei vermutlichen Streunern als die Tiere aufzuschneiden).
 
Blume Anna

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  • #17
Ich meinte damit nicht Juik;), aber sie ist so schön aufgesprungen.

Ja, meist wird US gemacht, allerdings ist es auch schon vorgekommen, das man Tiere aufgeschnippelt hat.
 
rlm

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  • #18
Es geht ja eigentlich nicht nur um verwilderte Katzen, sondern um alle Katzen, welche befriedete Gebiete (200-300m um eine Siedlung) verlassen.

Zum Schutz von Vögeln, Bodenbrütern, seltenen Tieren usw. werden Jäger per Gesetz angewiesen, Raubzeug (Marder, Iltis, Fuchs, Dachs) niedrig zu halten.
Mfg
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Wer schützt die restlichen Tiere eigentlich vorm Jäger?
 
rlm

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  • #19
Auch wenn viele es nicht wahr haben wollen, in der freien Natur ist eine Hauskatze ein Neozoon (ein Tier, welches sich ausserhalb seiner natürlichen Heimat angesiedelt hat / sich dort aufhält) und gehört "entfernt".

Und was tut der Mensch mit der Natur? Gehört der Mensch dann nicht auch ''entfernt''?
 
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Juik

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  • #20
Ich meinte damit nicht Juik;), aber sie ist so schön aufgesprungen.

Ja, meist wird US gemacht, allerdings ist es auch schon vorgekommen, das man Tiere aufgeschnippelt hat.

Es ist mir egal ob du mich persönlich meinst, ich finde diesen Satz trotzdem eine Unverschämtheit.

... weil sie sich nicht darüber im klarem sind, das es zuviele Tierschutztanten gibt, die nur darauf warten diese einzusacken, nur um ihnen dann auf die Finger zu klopfen.
 
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