CNI - frisst nichts mehr nach Schub durch Metacam

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Wuselchen1006

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Hallo ihr Lieben,

erst mal sorry falls das, was ich jetzt schreibe etwas wirr klingt, ich bin einfach mit den Nerven am Ende. Und sorry - es ist lang geworden, aber ich denke daß die Vorgeschichte wichtig ist um den Zusammenhang zu verstehen...

Hier die Vorgeschichte:

Anfang Dezember wurde CNI und eine BSD-Entzündung festgestellt, CNI Anfang Stadium 3
Harnstoff........ 56... (16-38)
Kreatinin......... 2,9... (bis 1,9)
SDMA (EIA)...... 23... (0-14)
Calcium........... 2,1... (2,2-2,9)
Thrombozyten.. 89... (155-641) *
Lymphozyten... 715... (850-5850)
FSPL............... 18,8... (bis 3,5)

*: "es sind hochgradig Thrombozytenaggregate vorhanden, der maschinell ermittelte Wert ist wahrscheinlich als Minimalwert zu interpretieren".

Die anderen Werte waren im Normalbereich. Behandelt wurde mit 3x Langzeit-AB, Vit. B und Infusionen, und ich habe mit der Heel-Kur Pankreas Suis, Leptandra, Mucosa und Momordica angefangen. Die TA meinte daß die BSD-Werte sehr lang brauchen bis sie wieder runter gehen und daß wir Mitte - Ende Januar wieder ein BB machen sollen.

Seitdem hat sie sehr wenig gefressen, hat auch abgenommen. Ich habe von der TA Peritol bekommen, empfohlene Dosierung 0,5 Tabl. 1 - 2 mal täglich - ich habe ihr vormittags nur 0,25 (also eine Viertel) Tablette gegeben, und hatte heftige Nebenwirkungen (Unruhe, Maunzen...), aber sie hat zwei, drei Tage wieder besser gefressen.

Soweit schien sie stabil, halt sehr appetitlos, es war ihr scheinbar übel, wogegen ich dann MCP Tropfen bekommen habe, von denen ich ihr aber auch nur jeweils 3 Tropfen pro Tag an zwei Tagen gegeben habe. Sie hat ja noch gefressen, nur halt sehr wenig.

Die TA hat mir auch Metacam mit gegeben, wenn ich merke daß meine Süße Schmerzen hat soll ich es ihr geben, aber nur als Notfall-Maßnahme. Und damit begann das Drama dann so richtig... Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich bis dato meiner TA soweit vertraut habe und Metacam auch so weit verbreitet und bekannt ist, daß ich mich nicht weiter vorher eingelesen habe - hätte ich das nur getan... :(.

Am Sonntag hatte ich den Eindruck daß sie wirklich Schmerzen hat, und habe es ihr gebeben (und nicht überdosiert, ich habe es drei mal kontrolliert, und auch etwas weniger gegeben als empfohlen nach der Erfahrung mit dem Peritol). Und damit hätte ich sie beinahe ins Jenseits beförder!!! :eek:

Am Montag morgen sind wir aufgewacht (sie schläft immer bei mir Bett), und sie hat nur noch getorkelt, konnte nicht mehr stehen, ist umgefallen... Ich habe sie nur noch in die Box gepackt, bin in Klamotten gesprungen, zu meiner Freundin rüber gerannt (mein Auto war noch in der Werkstatt), und sie hat uns in die Tierklinik gefahren, um 7:30 waren wir da.

Dort wurde BB gemacht, Ultraschall, Blutdruck (der ist ok), abgetastet, abgehört etc. Und die BB Werte sind eine Katastrophe. Das Metacam hat wohl scheinbar zum Nierenversagen geführt!

Neue Werte:
LYM.......... 0,57... (0,92-6,88)
EOS.......... 0,16... (0,17-1,57)
BASO........ 0... (0,01-0,26)
BUN.......... 115... (16-36)
CREA......... 11,6... (0,8-2,4)
PHOS......... 12,7... (3,1-7,5)
AMYL......... 1553... (500-1500)
LIPA.......... 2587... (100-1400)

Sie kam an den Tropf, mit Vit. B, ob nochwas drin war weiß ich leider nicht mehr, ich war nicht mehr zurechnungsfähig in dem Moment... Die TA meinte dann, sie würde ihr noch ein paar Tage geben, vielleicht noch eine Woche, 10 Tage... Aber die Betonung lag eher auf ein paar Tagen.

Mitbekommen hab ich dann Buprenorphin (ein Opiat, das über die Leber abgebaut wird) gegen die Schmerzen, Cerenia gegen die Übelkeit, Ipektine wegen Phosphor, eine Paste "Locomotion" die angeblich ein leichtes Schmerzmittel sein soll, da die eine TA in der Klinik meinte daß meine Süße Rückenschmerzen hat - allerdings ist das kein Schmerzmittel sondern da ist nur Grünlippmuschelextrakt drin!! :mad: Und das zu einem horrenden Preis - danke fürs Verarschen... Und dann noch Nutri-Cal zum Päppeln, und ich soll ihr zuhause Infusionen weiter geben und habe zwei Flaschen Ringer, einige Nadeln und 2 Infusions-Sets mitbekommen. Das Set und die Ringer kann man 2x, also 48 Stunden verwenden, und das Buprenorphin würde in der empfohlenen Dosierung auch für 2 Tage reichen - ergo denke ich daß die Klinik ihr nur noch 2 Tage gegeben hat... Und sie haben auch gemeint ich soll ihr einfach nur ein paar schöne letzte Tage machen...

Nachdem sie in der Klinik kein Schmerzmittel bekommen hat, habe ich ihr gestern zuhause gegen 10:30 Uhr die Hälfte einer Einzeldosis Buprenorphin gegeben. Die Klinik hat mir aufgeschrieben: "alle 8 Stunden 0,22ml", ich hab ihr 0,11ml gegeben. Das hat sie dann auch gut vertragen, hat natürlich viel geschlafen. Gefressen hat sie am Montag gar nichts...

Gestern (also Dienstag) habe ich ihr mittags eine 1/4 Cerenia geben gegen die Übelkeit, und dann bin ich am späten Nachmittag zu einer Freundin gefahren, und wir haben meiner Maus die Infusion gegeben - hat super geklappt, sie war völlig entspannt und neugierig und wollte gleich die Wohnung meiner Freundin erkunden. Meine Freundin hat Arzthelferin gelernt und kann dadurch natürlich mit den ganzen Sachen umgehen und hat natürlich auch spritzen gelernt :).

Es schien ihr besser zu gehen, sie torkelt nicht mehr, ist etwas herum gelaufen, springt in mein Bett, aufs Sofa, in die Höhle vom Kratzbaum, schnurrt... Gefressen hat meine Süße gestern allerdings nur 1 hauchdünne Scheibe Putenschinken, 8g Leckerli "Leberwurst-Creme", und einen Klecks Sprühsahne (ich weiß, das ist das denkbar schlechteste was ich ihr geben kann, aber sie hat Sprühsahne immer über alles geliebt und ich wollte einfach testen ob sie wenigstens da noch dran geht). Abends habe ich dann eine 10ml Spritze mit dem Reconvales Tonikum aufgezogen, und habe davon ca. wenigstens 8ml in meine Süße bekommen.

Heute morgen ist sie wieder mit mir aufgestanden, hat geschnurrt, sich gestreckt, sie scheint relativ stabil zu sein - aber sie frisst nichts! Sie hat heute nicht mal den Putenschinken angerührt, nur einen kleinen Klecks Sprühsahne, und davon auch nicht mal alles :(.

Um 10 Uhr habe ich jetzt 3 Tropfen MCP mit etwas Wasser verdünnt gegeben in der Hoffnung daß es hilft und sie vielleicht etwas frisst wenn ihr nicht mehr so übel ist...

Nachmittags/abends fahre ich wieder zu meiner Freundin (sind nur 5 Minuten Autofahrt), und da bekommt sie wieder die Infusion. Das Buprenorphin - tja - soll ich ihr das weiter geben? Sie hat ja eh nur einen Bruchteil der Dosis bekommen und macht im Moment nicht den Eindruck daß sie Schmerzen hat, meiner Meinung nach ist ihr nur übel. Und sie hat auch kein großes Geschäftchen mehr gemacht seit Sonntag - aber mit was auch... Ich habe aber eh schon Lactulose bestellt, da CNI Katzen ja auch zu Verstopfung neigen und ihre Köttel teilweise klein und sehr hart waren die letzten Tage (vor dem Zusammenbruch).

Aber ich weiß absolut nicht mehr wie ich sie zum futtern bringen soll - was kann ich denn noch machen??? Ich bin so fertig, verzweifelt, sie muß fressen... Ich habe jetzt auch schon Ulmenrinde angerührt, und werde später versuchen davon etwas in sie rein zu bekommen - aber ich wil sie ja auch nicht stundenlang zwangsfüttern (Ulmenrinde, Reconvales Tonikum, Heel Kur...) Was ich jetzt noch versuchen werde, ist mageres Rinderhack, aber ich hab wenig Hoffnung daß sie da dran geht, sie hat auch Thunfisch geliebt und geht nicht mehr dran, und auch gekochtes Hühnchen oder Pute nimmt sie nicht mehr.

Wie soll ich denn jetzt weitermachen? So scheint sie sich wieder zu stabilisieren, aber sie muß doch was futtern... Ich weiß echt nicht mehr weiter.

Ach ja - am Freitag hatte ich für die Nieren auch noch die SUC Kur von Heel bestellt, müsste die Tage dann auch kommen.

Vielen lieben dank schon mal für Eure Tips!

Ein völlig verzweifeltes Wuselchen...

PS. kann heute noch tagsüber kucken, bin incl. heute krank geschrieben, morgen muß ich wieder arbeiten und kann wahrscheinlich erst spät abends nachschauen, da ich nach der Arbeit noch mit meiner Freundin zusammen ein paar kranke Igel pflege und versorgen muß...
 
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Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Das Buprenorphin wurde Dir vemutlich nur für wenige Tage mitgegeben, weil TÄ das immer nur für drei Tage rausgeben dürfen, weil Opiat - so schreibt es das BtmG vor. Wenn Du den Eindruck hattest, dass es ihr damit besser ging, würde ich das weiter geben.

Wie sieht denn der Kreatinin aktuell aus? Ist er durch die Infusionen gesunken?

Habt Ihr mal überlegt, etwas anderes gegen die Übelkeit zu geben, z.B. Famotidin? Das würde ich mit der TK unbedingt besprechen. Ihr ist nämlich mit Sicherheit übel, bei dem hohen Harnstoff.

Zwangsernährung mit Reconvales-Tonikum ist im Moment besser als nichts.

Die Behandlung Deiner bisherigen Tierärztin ist leider ziemlich daneben. Metacam ist nicht nur wegen der Nieren in dem Fall mit Vorsicht zu genießen, sondern vor allem wegen der BSD, eigentlich kann man überall nachlesen, dass in dem Fall Opiate die Schmerzmittel der Wahl sind, da hat die TK absolut richtig gehandelt.

Auch AB sind in der regel bei Pankreatitis nicht angeraten, es sei denn, es liegen klare Anzeichen auf eine bakterielle Ursache vor, was meistens nicht der Fall ist. Und ob Convenia in solchen Fällen das AB der Wahl ist, daran zweifele ich auch.

Du könntest Dich auch in der yahoo group nierenkranke Katze registrieren lassen und dort deutlich machen, dass es sich bei Euch um einen absoluten Notfall handelt. Da müsstest Du dann allerdings die kompletten Blutbilder einstellen.

Ich wünsche Euch viel Glück.
 
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Wuselchen1006

Wuselchen1006

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Hallo Maiglöckchen,

ja, ich hab mir mittlerweile auch schon gedacht daß die Behandlung von meiner TA daneben war :(. Und welches AB es war weiß ich leider nicht, von Convenia hab ich nichts geschrieben. Aber Cortison für die BSD Entzündung wollte sie wegen den Nieren auch nicht geben...

Einen neuen Kreatinwert gibt es nicht, der letzte ist ja erst von Sonntag, und ich möchte sie nicht schon wieder in die Klinik schleifen und ein Blutbild machen lassen.

Ähm, warum etwas anderes gegen die Übelkeit? Die TK hat mir ja Cerenia mitgegeben, was ich ihr gestern gegeben hab, aber das hat auch nicht geholfen. Also hab ich es heute wieder mit MCP versucht. Famotidin ist ja zur Reduzierung der Magensäure, wirkt das auch gegen Übelkeit? Oder geb ich das zum MCP dazu?

Yahoo Group ist mir etwas suspekt, da ich im internet nirgends meine gesamten persönlichen Daten angebe, und sich mir der Sinn warum ich das dort machen soll absolut nicht erschließt, sorry...
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Convenia ist das einzige Langzeit-AB, das es für Katzen gibt. Oder waren das 2-Tage-Depots? Ein AB zu geben, weil man kein Cortison geben will, ist eine merkwürdige Logik. Auch Cortison ist bei BSD-Erkrankungen nicht immer indiziert, manchmal ist auch einfach nur die symptomatische Behandlung mit INfusionen, Schmerzmitteln, Anti-Übelkeitsmitteln, Vitamin B12 und Diätfutter sinnvoll.

Cerenia schaltet das Brech-Zentrum im Gehirn aus. Gegen erhöhte Magensäure wirkt es nicht, die kommt durch den hohen Harnstoff.

In der Group musst Du doch keine persönlichen Daten angeben:confused: Du kannst Dir über yahoo eine beliebige email-Adresse einrichten, ohne Deinen vollständigen Namen nennen zu müssen.
 
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Wuselchen1006

Wuselchen1006

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Ah, dann wird es wohl Convenia gewesen sein... Ich hab da noch nicht genauer hinterfragt weil ich meiner TA bis dahin vertraut hab. Leider...

Ich hab vorhin nochmal mit der der TK telefoniert, und wegen dem nicht-fressen-wollen gefragt, und daß alles nichts nützt, und ob ich ihr nochmal Peritol geben kann. Sie haben gesagt, es ist wichtig daß sie wieder anfängt zu fressen und das wäre ok. Ich hab dann noch gegoogelt, hab aber nichts gefunden daß Peritol die Nieren schädigen würde.

Jetzt hab ihr knapp 1/4 Peritol gemörsert und mit ein bißchen Wasser eingeflösst. Ich hoffe daß jetzt nicht wieder was Schlimmes passiert... Und daß sie dann heute irgendwann wieder was frisst...

Nochmal zu Cerenia und Co - also soll ich ihr dann was gegen die Übelkeit (MCP oder Cerenia) geben UND was gegen die Magensäure (Famotidin)? Oder hab ich das falsch verstanden? Und sie bricht ja nicht, sie hat selbst im Dezember als der extrem hohe BSD Wert gemessen wurde, nur ganz ganz selten mal erbrochen (2x in ca. 14 Tagen und dann nicht mehr). Im Moment frisst sie nur einfach nicht. Sorry, ich bin so durch den Wind, ich kapier im Moment scheinbar die einfachsten Sachen nicht mehr :(

Ach ja, und wegen neuen Werten hab ich gefragt, ich soll am Freitag kommen und nochmal testen lassen. Bis dahin soll ich weiter daheim die Infusion geben.
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Meine Hexe hatte einen ähnlich hohen Wert und hat nie gebrochen, sie hatte nur hin und wieder Matschkot.

In welchem Zeitabstand wurde das AB denn gespritzt, im Abstand von zwei Wochen oder nach zwei Tagen, dann wäre es nämlich ein Zwei-Tage-Depot gewesen.

Famotidin oder Omep wären Mittel gegen zu hohen Magensäure. Ob Du das in Kombi mit MCP oder Cerenia geben kannst, weiß ich nicht. Wenn sie allerdings nicht bricht, sondern ihr nur Übel ist, braucht sie eigentlich weniger ein Anti-Brechmittel als ein Mittel, dass die überschüssige Magensäure bekämpft.

Als Appetitanreger wird häufig auch Diazepam verwendet, aber da weiß ich nicht, wie das mit der Nierenverträglichkeit aussieht. Wenn Peritol nicht so gut vertragen wird, wäre das ggf. noch eine Alternative. Auch B12 kann appetitanregend sein und ist sowohl bei Pankreatitis als auch bei CNI sinnvoll.
 
Wuselchen1006

Wuselchen1006

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Sorry daß ich mich so lange nicht gemeldet hab...

Ich war am 27.01. nochmal in der Tierklinik, weil sie am 25. mit dem Peritol ca. 40g gefressen hat, und am 26. trotz Peritol gar nichts mehr und es ihr sichtbar schlechter ging (ist auch seit 26. sehr viel IM Katzenklo gelegen...).

Dort habe ich die Nierenwerte messen lassen (man bekommt die Werte da gleich nach ca. 30 - 60 Minuten, Labor im Haus), und sämtliche Werte waren auf Anschlag bzw. nicht mehr meßbar. Sie haben gesagt daß es jetzt wirklich keine Chance mehr gibt und daß ich sie erlösen soll. Ich habe sie wieder mit nach Hause genommen, sie sollte zuhause in Ruhe gehen können, und nicht in der Klinik.... Sie hat dann noch Schmerzmittel (Buprenoerphin) und Infusion bekommen.

Sie lag dann mehr als die halbe Nacht im Katzenklo, ich bin daneben auf dem Boden gesessen und habe sie gestreichelt. Irgendwann hab ich sie dann mit runter ins Schlafzimmer genommen, das Katzenklo dort auf mein Bett gestellt, und sie aufs Bett gelegt. Sie ist dann wieder gleich ins Katzenklo gegangen, und hat sich dort hingelegt, und so gegen 4 Uhr kam sie dann raus und hat sich zu mir aufs Bett gelegt. Ich habe keine Sekunde geschlafen, hab sie die ganze Zeit gestreichelt und viel mit ihr geredet.

Am Samstag war herrliches Wetter, Sonnenschein, und sie ist nochmal raus gegangen, und hat sich auf fast allen ihren Lieblingsplätzen nochmal in die Sonne gelegt, so als ob sie wüsste daß es das letzte Mal ist. Mittags kam dann ihr Herrchen (mein Ex), und am späten Nachmittag haben wir die Tierrettung angerufen, die nach ca. einer Stunde da war, und dann durfte sie hier zu hause, im Beisein ihrer beiden Menschen, in Ruhe gehen. (ich bin durch die Hölle gegangen...). Danach haben wir sie ins Krematorium gebracht, und heute war die Einäscherung. Jetzt ist sie sozusagen wieder zuhause, und ich kann versuchen, das alles zu verarbeiten. Es ist für mich immer noch die Hölle, sie fehlt mir so sehr, daß es keine Worte gibt dafür - und ich habe das Gefühl, irgendwie alles falsch gemacht zu haben... Hoffentlich verzeiht sie mir irgendwann... :(
 
Maiglöckchen

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Es tut mir sehr leid. Und nein, Du hast nichts falsch gemacht, Du wolltest Ihr nur helfen.

Hier wird heute eine Kerze für Deinen kleinen Schatz brennen, der sicherlich schon gut im Land jenseits des Zauns angekommen ist.
 
Wuselchen1006

Wuselchen1006

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Vielen dank!

Der größter Fehler war daß ich ihr das Metacam gegeben hab... Das werde ich mir nie verzeihen. Und jetzt grüble ich halt immer noch - hab ich zu früh aufgegeben? Hätte es vielleicht doch noch eine Chance gegeben? Hätte ich noch warten sollen? Wären die Werte vielleicht doch noch mal runter gegangen? Oder war die Messung vielleicht nicht richtig? Hätte ich sie erst am Sonntag gehen lassen sollen, damit sie die Sonne am Sonntag auch noch hätte genießen können? Ich werde es nie erfahren...
 
Barbarossa

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  • #10
Es tut mir sehr leid, dass du deiner Kleinen nicht mehr helfen konntest. Manches Mal sind wir leider völlig machtlos. :(

Bitte zermürbe dich nicht, indem du Fehler suchst. Metacam ist bei vorgeschädigten Nieren nicht optimal. Aber Buprenovet auch nicht. Da müssen dann leider Kompromisse eingegangen werden. Ich kann dir versichern, dass Metacam, wird es mit Infusionen (wie bei euch) verabreicht, für eine kranke Katze ein Stück Lebensqualität birgt, aber nicht den vorzeitigen Tod bedeutet.

Du hast alles richtig gemacht. Aber das Schicksal ist leider unerbittlich.
 
Sanya

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  • #11
es tut mir sehr leid, Wuselchen, dein Verlust ist zu schmerzhaft als dass Worte ihn beschreiben könnten, viele von uns hier kennen das....

bitte quäle dich nicht zusätzlich mit den Grübeleien, was du eventuell falsch gemacht haben könntest. weißt du warum nicht? weil in all deinen Zeilen zu lesen ist, wie du deine Miez geliebt hast. Und deshalb hast du alles richtig gemacht. Du hast ihr deine Liebe und ein zuhause geschenkt, so ein Segen.
 
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  • #12
Hallo Wuselchen,

es tut mir sehr sehr leid, dass du deinen Schatz verloren hast:(

Bitte, bitte mache dir keine Vorwürfe wegen dem Metacam, denn auch wenn man es oft auf ein bestimmtes Medikament schieben möchte, kann man doch nie wissen, was da so alles zusammen gespielt hat, und ob es nicht auch ohne das Metacam ganz oder fast genauso gekommen wäre.

Ich erzähle dir mal die ähnliche Geschichte von meinem Dickerchen, den ich im Januar gehen lassen mußte, auch bei ihm schob ich trotz Vorerkrankungen "das Anfang vom Ende" zuerst auf ein bestimmtes Präparat und ich machte mir ganz schreckliche Vorwürfe. Nach 3 Wochen Phospahtbinder bekam er im November so eine furchtbare Verstopfung, dass diese sogar eine kurzfristige Lähmung der Hinterbeine verursachte (da war er schon einige Tage in Behandlung).

Obwohl die Verstopfung dann irgendwann behoben war und er wieder normal laufen konnte, hat er sich davon nicht mehr richtig erholt. Es gab zwar zwischendrin auch bessere Tage und er hatte noch einen enormen Lebenswillen, aber er hat immer weniger gefressen, die Übelkeit wurde trotz Cerenia, Omep und Emeprid immer schlimmer, selbst IV Infusionen halfen nicht mehr so recht und er hat von Mitte November bis Anfang Januar fast 1 kg abgenommen (zusätzlich zu den 2 kg, die er schon in den 1,5 Jahren davor verlor). Ich war mir sicher, dass ich schuld war, weil ich ihm den Phosphatbinder gegeben hatte.

Mit ein bißchen Abstand mache ich mir diese Vorwürfe nun nicht mehr - sein Phosphat Wert war so hoch (8,8) dass er auf jeden Fall behandelt werden mußte, und wie sich dann im späteren Verlauf eher zufällig herausstellt, hatte er wohl kurz davor auf der Niere einen (wahrscheinlich bösartigen) Tumor entwickelt (möglicherweise hat sein Irismelanom gestreut), so dass es sehr wahrscheinlich ist, dass es ihm auch ohne diese Verstopfung in den letzten Wochen seines Lebens nicht besser gegangen wäre. Natürlich hätte ich ihm die Verstopfung trotzdem sehr gerne erspart, aber inzwischen glaube ich nicht mehr, dass sie alleine zu seinem Tod geführt hat, sie war nur ein weiterer unglücklicher Baustein im Gesamtbild. Er hatte auch noch andere Baustellen, letztendlich war es wohl ein Zusammenspiel dieser ganzen Vorgänge.

Du wolltest deinem Schatz ja einfach nur helfen, auch mit einem anderen Schmerzmittel hätten schlimme Nebenwirkungen auftreten können, und man kann ja auch nicht einfach gar nix gegen Schmerzen machen. Daher nochmal, bitte mache dir keine Vorwürfe:) Im Nachhinein ist man fast immer schlauer, und trotzdem muß man immer wieder Entscheidungen treffen, bei denen man ein Risiko eingehen muß.

Auch mein Dickerchen hat an seinem letzten Tag trotz Blindheit nochmal auf wackeligen Beinchen eine große Abschiedsrunde durch die Wohnung gemacht (was er die Tage davor nicht mehr machte), ich bin mir sicher, dass er "es" auch gespürt hat.

Bei seiner sehr friedlichen Einschläferung war ebenfalls mein Ex dabei, er war ja in den ersten Jahren auch sein Katerchen, und ich habe ihn ebenfalls einäschern lassen und ihn wieder mit nach Hause gebracht und ihm ein schönes Plätzchen in seiner Lieblingsecke gemacht.

Ich weiß genau wie es dir jetzt geht, sowas dauert leider immer seine Zeit. Vielleicht hilft es dir ja ein bißchen zu wissen, dass auch andere ganz ähnliches durchgemacht haben und dich daher voll und ganz verstehen können.

Alles Gute:)
 
Maiglöckchen

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  • #13
Die große Mehrheit der Katzen bekommt durch Metacam kein Nierenversagen. Und auch in Eurem Fall ist ja nicht gesagt, ob es daran lag, viele Medikamente können die Nieren belasten.

Und vielleicht waren die Nieren selbst auch schon so weit geschädigt, dass es zwangsläufig zu einem Nierenversagen gekommen wäre. So bitter es auch ist, aber wenn Katzen älter werden, dann lässt auch die Funktion einzelner Organe immer mehr nach - so wie bei uns Menschen auch.

Und Du hättest den Schatz ja auch nicht unbehandelt und mit Schmerzen herumlaufen lassen können.

Mach Dir also bitte keine Vorwürfe, manchmal liegt es einfach nicht in unserer Hand und egal, was wir auch immer tun, wir können sie einfach nicht retten.

Das zu akzeptieren und loszulassen ist das Schwerste überhaupt. Und ich wünsche Dir dafür viel Kraft.
 

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