Alternative zum Rationieren?

Sonnie

Sonnie

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Hallo, habe jetzt seit zwei Monaten zwei Brüder (1 Jahr und 3 Monate) aus dem Tierheim. Da die TA gesagt hat, die zwei können ruhig noch zulegen habe ich mir bei der Menge an Fressen erst mal noch nicht so viele Gedanken gemacht.
Ich hatte den Eindruck, dass Jerry auch nicht soo viel frißt. Aber Tom: frißt halt dann manchmal noch Jerrys Rest weg.
Eine Theorie im Forum war: Katzen fressen meist so viel wie sie brauchen. Wenn es mehr ist haben sie nicht gelernt, dass es eigentlich immer genug gibt. Man gibt ihnen so viel wie sie wollen und das reguliert sich von selbst. Die Idee fand ich ansprechend und hab fast eine Woche immer so viel Futter geliefert, das was übrigbleibt. Bei Jerry anfangs kein Problem, aber Tom hat morgends über 200g auf einmal gefressen u abends nicht weniger u hatte spät-abends auch noch appetit. Und ich konnte mir es nach ein paar Tagen nicht mehr angucken, dass er jedesmal aussah, als hätte er einen großen Ball verschluckt.
Jetzt bestimme ich die Menge stärker als vorher (hatte das Gefühl Jerry hatte dann auch immer mehr gefressen).
Aber wie viel ist für zwei junge Wohnungskater richtig???
Und habt ihr auch Katzen, bei denen ihr Essen halt immer einteilen müßt, und die denken es ist nicht genug? Wobei meine beiden jetzt noch ignorierbar und ablenkbar sind.
Muss dazu sagen, hab bis auf drei Tage Catsitting (ältere Katze, durfte fressen soviel sie wollte) null Katzen (oder überhaupt Tier) Erfahrung.
Ach, zu fressen bekommen die beiden Mac,s, Animonda Carny aber auch Bozita, Lux u jetzt auch zur Probe Grau.
 
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bine

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warum rationierst du wenn sogar der TA sagt das sie noch was zulegen können?

1 woche hat du ausprobiert !? was ist eine woche ... gar nichts da kann sich der körper gar nicht umstellen in so kurzer zeit

ich würde vollkommen anders füttern
mindestens 3-5 x täglich (je öfter umso besser) kleinere portionen so ist der eine kater nicht gezwungen große portionen auf einmal zu fressen ist logisch das dann erst mal ein bäuchlein sichtbar ist nach dem futtern großer mengen
 
Sonnie

Sonnie

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Puh, genug information schreiben ist wohl schwierig. Beim Ta war ich kurz nach dem Th, da sie noch die Grundimmunisierung brauchten. Danach hab ich immer gegeben, wenn sie "hunger" gesagt haben (anderthalb Monate lang)Bzw hat Jerry nach fressen verlangt. Hat ein bischen gegessen und Tom wahrscheinlich den Rest. Jedenfalls hat Tom es am We getan. In der Woche bin ich arbeiten u füttere wenn ich kann drei mal am Tag (meistens).
Beide haben gut zugelegt u wiegen auf meiner Waage über fünf Kilo (da würd ich noch 200 oder 300 g abziehen wg ungenauigkeit).
Nur..wenn Fressen da ist frißt Tom und frißt und frißt... und geht dann wieder fressen.
Und weil ich schon was gelesen habe: man kann auch versuchen zu spielen u zu jagen es ändert nichts. U nach einigen Tagen ist dieses fast 500 g hochwertiges Futter am Tag essen nicht mehr gut anzusehen.
 
A

AnBiMi

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Guten Morgen,

wieviel Futter Deine beiden Jungs brauchen kann auch zwischen den beiden noch unterschiedlich sein.

Die Menge Futter, die eine Katze braucht ist ganz individuell.

Das ist von verschiedenen Faktoren abhängig wie zum Beispiel dem Alter, der Größe, manchmal der Rasse, der Aktivität, ob sie Wohnungskatzen oder Freigänger sind und noch vieles mehr.

Kitten sollten, bis sie ihr erstes Lebensjahr vollendet haben, so viel fressen dürfen wie sie wollen. Sie wachsen ja noch.
Deine beiden sind nun etwas drüber. Werden aber sicher auch nun nicht abrupt aufhören zu wachsen.

Gewichtskontrolle ist eine sinnvolle Sache. Ich wiege uns alle jeden Freitag früh, vor dem Futter und Frühstück. Immer zur selben Zeit, direkt nach dem Aufstehen. So habe ich jede Woche Werte, die miteinander vergleichbar sind. Erst wiege ich mich allein, dann mit der einen und dann mit der anderen Katze und rechne die Differenz aus.

Wenn eine Katze ihr Idealgewicht erreicht hat und es halten kann, dann ist ihre individuelle Futtermenge optimal.

Als Richtlinie kannst Du Dich an diesen Bildern orientieren:
http://www.royal-canin.at/uploads/media/katzensilhouetten_617_300_.swf
Obwohl ich von RC gar nichts halte, sind diese Bilder ganz gut zur Orientierung.

Mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt füttern erscheint mir auch ziemlich sinnvoll. Die einzelne Menge belastet dann das Bäuchlein und die Verdauung nicht so sehr auf einmal und die Abstände zwischen den einzelnen Mahlzeiten sind nicht so lang, dass der hungrigere der beiden meint er müsse auf Vorat futtern.

Das geht auch, wenn man vollzeitberufstätig ist.
Es gibt sogenannte Futterautomaten, die sich so einstellen lassen, dass über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen für die Miezen verfügbar werden.

Google mal nach dem Begriff "Futterautomaten". Da findest Du bestimmt was.

Die Futtersorten, die Du fütterst sind, meiner Meinung nach, vollkommen in Ordnung! Schön, dass Du das als Neuling schon drauf hast! :)

Da Du schreibst, die beiden kommen aus dem Heim, kann die Gier auf Futter auch daher kommen. Meist sind im TH ja viele Katzen in einem Zimmer / Zwinger / Raum, die untereinander klären müssen wer wann fressen darf.
Vielleicht kam Dein Hungriger da immer zu kurz und holt das nun nach?
Wenn er merkt, dass es in kurzen Abständen immer wieder regelmäßig was gibt, wird er bestimmt im Laufe der Zeit verstehen, dass er nicht "um sein Leben" fressen muss.

Ein Sinneswandel und die organische Umstellung können schon mehrere Wochen dauern. Mach Dir da mal nicht zu großen Stress.


Versuchs mal mit den Tipps und berichte, ob´s geklappt hat! :)
 
Sonnie

Sonnie

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Hallo,

an einen Futterautomaten hatte ich auch schon gedacht. Ich werd das mal ausprobieren. Mal sehen, wie ich den dann einstelle. Am Wochenende schlafen die Jungs eigentlich von Mittags an bis später am abend.
Habt ihr schon Erfahrungen mit Futterautomaten gemacht?
 
bine

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du schreibst er frist und frist und frist

probiere, gib ihm soviel er will bis er kotzt ... und die nächste mahlzeit wieder und wieder und wieder
 
Bacon

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das von bine beschriebene hat hier eine woche gedauert. und da gingen echt unmengen drauf. stellenweise mehr als 800 gr barf :eek:

aber: es hat funktioniert. meine bacon frisst nun mit ihren 5,3 kilo pro tag zwischen 120 und 130 gr barf. also weniger, als ihren "soll"
 
MioLeo

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hello

ja die methode mit dem überfüttern ist sehr gut. es müssen mengen sein, die nicht gefressen werden KÖNNEN. also gerne 1kg hinstellen. es MUSS noch futter da sein, wenn man weggeht. notfalls wird gekotzt. nach ein paar tagen lernt man das.

wobei ich mit dieser methode nur das schlingen eindämmen konnte. die zuvielfresserei leider nicht wirklich.
bzw.: damit behandelte katze verhält sich super. für die andere schlingnase muss ich rationieren. und es wird eben gebettelt. shit happens. ;)

liebe grüsse
 
C

Catma

Gast
Bei uns bzw bei meinem Orlando hat es auch gut geklappt. Er hat Unmengen geschlungen und wollte trotzdem immer mehr - nun ist er ein gemäßigter Fresser und weiß selbst, wann er genug hat.
Als ich ihn "gemästet" habe, war er knapp 1 Jahr alt, also noch jung und meiner Meinung nach deswegen unproblematisch umzugewöhnen, eben weil es sich nicht jahrelang eingeschliffen hat.
Deine sind ja nicht viel älter, da müsste es gut klappen.

Habe es so gemacht: jeden Tag feste Futterzeiten (damit er lernt, es gibt zuverlässig und regelmäßig zu bestimmten Zeiten immer wieder zu fressen) und ihm dann den Napf übervoll gemacht, so dass er es gar nicht hätte schaffen können, alles zu verputzen (damit er lernt, dann gibt es auch genug).
Er hat nicht gekotzt, aber sich 2 Tage kaum bewegen können... das war schlimm anzusehen, aber nach 3 Tagen hat es sich eingependelt.
Langfristig ist das besser als rationieren.
Ich würde auch versuchen so viele Mahlzeiten wie möglich übern Tag zu verteilen und die Futterzeiten erstmal einzuhalten (also nicht das Futter länger als 1 Std stehen lassen) und nichts zwischendurch zu füttern, damit da Regelmäßigkeit rein kommt :).
 

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