2 kaspar hauser

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Taraxacum

Gast
hallo

bei mir sind im märz 2 sehr scheue mietzen eingezogen, die als junge katzen ins tierheim kamen und 4 jahre dort verbracht haben.
der anfang war sehr schwierig, aber ich habs durchgezogen. mitlerweile lassen sich beide auch mal wuscheln und rasen nicht mehr panisch davon. alles gut soweit....aber nun das problem/die probleme.

wärend das mädel im ganzen haus rumschnurrt und sogar mit in garten geht sitzt er nur oben im schlafzimmer. er geht auch mal ins kinderzimmer schauen oder hockt am treppenabsatz. aber am liebsten ist er nur hier im raum. ich habe sehr viel versucht ihn nach unten zu locken, aber nichts hilft.

das zweite problem: er verhaut sie, teilweise sehr schlimm. da fliegt das fell bis sie dann abhaut. natürlich kloppen sich katzen auch mal, aber es geht immer von ihm aus. liegt es daran, das sie nicht so sehr viel hier oben ist?

drittes problem: wie gesagt lassen sie sich zwar anfassen, aber ich würde gerne ab und an checks durchführen, sprich nach zecken bei ihr schauen und ihr auch ein halsband anlegen. keine chance....
 
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Margitsina

Margitsina

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Der Kater will katertypisch raufen. Das ist ganz normal und die kätzin leidet darunter. Da würde vielleicht ein zweiter Kater helfen, gut sozialiasiert und im gleichen Alter. Der kleine bei dir würde sich evtl. auch einiges abschauen.

Nach soll langer Zeit würde ich ihn einfach mal nach unten umsiedeln. :)
Aber wie geschrieben, ein katerkumpel wirktda manchmal Wunder.
 
S

Starfairy

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Wenn die Miezen erst im März bei dir eingezogen sind, ist das für die kurze Zeit schon sehr viel, was ihr erreicht habt.
Zum Vergleich, meine Scheumieze Jayla hat damals erst einmal ca. 6 Wochen ausschließlich unter der Couch gelebt!

Da mußt du einfach noch ein wenig mehr Geduld haben, das du sie nach Zecken usw. absuchen kannst, das wird wohl noch kommen. Aber das mögen viele Katzen nicht, auch welche, die eigentlich zahm sind.
Und das mit dem Halsband vergiß ganz schnell wieder. Zum einen sind Halsbänder lebensgefährlich für Katzen, wenn sie damit irgendwo hängenbleiben. Und nein, man kann sich nicht darauf verlassen, das die dann wirklich im Notfall aufgehen.
Zum anderen geben Zeckenhalsbänder viel zu viel Gift ab. Und das tötet nicht nur die Zecken, sondern belastet auch die Katzen ganz massiv.

Dein größtes Problem sehe ich im Verhalten von deinem Kater gegenüber der Katze.
Das liegt ganz sicher nicht daran, das sie selten oben ist (wo sein Verhalten ganz sicher nicht unschuldig dran ist), sondern am unterschiedlichem Spielverhalten von Kater und Katze. Das paßt leider nicht wirklich zusammen, und immer wieder kommt es vor, das es dadurch so eskaliert wie bei dir.

http://haustierwir.blogspot.de/2011/06/katzen-kater.html

Lies dir das mal durch, da ist das recht gut beschrieben.

Das Problem ist, das es dafür nicht unbedingt eine Abhilfe gibt. Gerade wenn sich das Verhalten schon festgestetzt hat.
Das sehe ich jetzt als klassische Fehlvermittlung vom Tierheim an, weil ich mir sicher bin, das die beiden sich auch im Tierheim nicht mehr gut verstanden haben und das nicht neu bei dir aufgetreten ist.

In manchen Fällen hilft es, wenn ein weiterer Kater dazu kommt, dann können sich diese beiden kloppen und lassen die Katze außen vor. Aber das funktioniert eigentlich nur, wenn man das gleich macht, wenn dieses Verhalten auftritt. Und bei 4jährigen Katzen bin ich mir sicher, das dieses Verhalten schon fest etabliert ist.

Wenn du viel Glück hast, legt es sich, wenn er mutig genug geworden ist, um auch Freigänger zu werden. Dann hat er vielleicht genug andere Sachen zu tun.
In meiner Gruppe hat gar nichts geholfen, ich mußte schon 2 Kater deshalb abgeben und habe z.Zt. auch einen, bei dem es noch sehr auf der Kippe steht.

Bei dem Problem kann ich dir echt nur viel Glück wünschen.

Wie verhält sich die Katze ihm gegenüber? Hat sie sichtbar Angst vor ihm, oder "kann sie damit leben"?
 
I

Ina1964

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Wer weiß, was die beiden im Tierheim so alles erlebt haben...:(. Es könnte durchaus sein, dass der Kater sein "Heim" verteidigt und damit u.a. auch seine wichtigste Ressource: das Futter!
Wie ist denn sein Fressverhalten? Eher langsam und ruhig oder stopft er in Windeseile alles in sich rein?

Nur mit "typischem Katerverhalten" mag ich die Angriffe eigentlich nicht erklären.

Was passiert denn, wenn du dem Kater etwas hinlegst, was nach der Katze riecht? Eine Schlafunterlage zum Beispiel.
Wie reagiert er darauf?
 
T

Taraxacum

Gast
Die 2 sind geschwister und von klein auf zusammen. Sie sind knapp 5 jahre alt.

Ich will kein zeckenhalsband anziehen sondern eins mit adressanhänger.

Gefressen wird aus einem napf und das sehr entspannt. Gerangel um futter gabs noch nicht.

Und es kommt keine weitere katze dazu...:cool:
 
S

Starfairy

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Auch mit Halsbändern mit Adressanhänger haben sich schon viele Katzen erwürgt.

Und auch die Tatsache, das es Geschwister sind, heißt nicht, das sie sich ihr Leben lang vertragen.
Ich kenne mehrere Geschwisterpärchen, wo genau dieses Problem bei den erwachsenen Katzen aufgetreten ist.
Z.B. einmal bei meiner Freundin, die beiden waren als Jungkatzen ein Herz und eine Seele. Heute sind die beiden 5, und sie muß sie getrennt halten.
Zweimal bei mir, der kleine Kater war von Anfang an ein Rüpel. Den konnte ich dann gar nicht in der Gruppe halten, und ich habe ihm ein anderes, passenderes Zuhause gesucht.
Dann hatte ich noch 2 Jungkatzen zur Vermittlung, bei den beiden hat man es mit ca. 4 Monaten schon bemerkt, das die beiden vom Spielverhalten überhaupt nicht zusammenpassen.

Waren auch alles Geschwister, ging trotzdem nicht gut. Und ja, mein Kobold hat die Kätzinnen in der Gruppe genau so angegriffen wie du es beschreibst. Zum Schluß so massiv, das ich in 2 Wochen mit 3 Katzen zum Tierarzt mußte.
 
Margitsina

Margitsina

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Such dem Kater ein passendes zu Hause. Am besten mit Freigang und Kumpel.
Deine Katze sollte dann eine Freundin bekommen im gleichen Alter.
So wäre euch allen geholfen.
Im Normalfall ändert sich das Verhalten nicht mehr und deine Katze muss ewig leiden auch wenn du das vielleicht gar nicht so einschätzt.
 
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Taraxacum

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freigang....für eine katze, die nur tierheimgitter kennt???? ich hör schon ein auto angefahren kommen.
 
Ronjakatze

Ronjakatze

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freigang....für eine katze, die nur tierheimgitter kennt???? ich hör schon ein auto angefahren kommen.

Äh und für was dann bitte das "Halsband mit Adressanhänger", wenn sie jetzt anscheinend ja doch nicht rauß sollen ??
Mal ganz abgesehen davon, das die Dinger für Katzen eh Mist sind.

Und Katzen sind durchaus lernfähig und grade sehr scheue Katzen würden die Straße auf Grund des dortigen Lärmpegels erstmal meiden.
So zumindest meine Erfahrung.

Es sei denn Ihr wohnt an einer stark befahrenen Straße, dann hat sich das Thema "unbeschränkter Freigang" eh erledigt, aber dann ist auch das Halsband "für die Katz".
 
J

Jonika

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  • #10
Ein Halsband für ne Wohnungskatze ist nun wirklich unsinnig. Chip und Tätowierung für den Fall des Falles macht deutlich mehr Sinn.

Wenn das Wohnungskatzen bleiben sollen, wird die Situation zwischen den beiden nur schlimmer werden! Also wenn dir die beiden am Herzen liegen, gibt es nicht soo viele Möglichkeiten.
Gut sozialisierten, im Alter passenden Kater dazu. Vielleicht hast du Glück und die Katze hat dann wenigstens ihre Ruhe.
Oder einen von beiden abgeben, für die bleibende Miez dann einen PASSENDEN Partner suchen. Passend ist meist: gleiches Alter, gleiches Geschlecht, ähnlicher Charakter.
Natürlich gibt es auch funktionierende Kater-Katze-Kombis, aber das ist in deinem Fall ja definitiv nicht so.

Deine Katze hat Streß, der Kater offenbar auch, also mußt du was ändern, du allein trägst die Verantwortung für das Leben und Glück oder Unglück deiner Katzen!
 
T

Taraxacum

Gast
  • #11
Weil sie schonmal abgehauen sind. Und wir wohnen an der Bundesstraße.

Warum stress? Weil sie sich ab und hauen? Normalerweise liegen sie zusammen und auch fressen ist entspannt.

Wichtiger wäre mir eine Lösung für kater zu finden. Ich finds nervig dass er nur in dem zimmer haust.
 
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  • #12
Na ja, du nimmst solche Tiere auf und jetzt nervt es dich, dass er scheu in einem Raum lebt? Für solche Tiere braucht man vor allem Verständnis und Geduld.
Und wie Katzen abhauen können, vor allem mit Bundesstraße vor der Tür ist ,ihr ein Rätsel. Anstatt eines Halsbandes solltest du lieber die Tür oä sichern.
 
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Starfairy

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  • #13
das zweite problem: er verhaut sie, teilweise sehr schlimm. da fliegt das fell bis sie dann abhaut. natürlich kloppen sich katzen auch mal, aber es geht immer von ihm aus. liegt es daran, das sie nicht so sehr viel hier oben ist?
.

Nun, da klang das aber ganz anders.

Also über dieses Problem reden wir, wenn du dich entscheiden kannst, ob sie von ihm verkloppt wird oder ab sie sich sehr mögen.

Das andere, bei so scheuen Katzen brauchst du Geduld. Viel Geduld. 3 Monate sind da gar nichts.

Bei vielen scheuen Katzen dauert es Monate oder gar Jahre, bis sie sich anfassen lassen.
Bei dir verhält sich die eine scheue Katze schon ganz normal, und der andere macht gute Fortschritte.

Wenn der Kater aus dem Zimmer kommen soll, muß außerhalb irgendwas sein, was ihn rauslockt.
Z.B. stell das Futter vor die Tür. Aber nicht von jetzt auf sofort. Rutsch den Napf immer ein Stückchen weiter Richtung Tür und dann auch raus aus der Tür.
Wirf ihm Leckerlis, die er erjagen darf. Und dann ab und zu zufällit eines zur Tür raus. Auch da erst nur ein kleines Stückchen, dann weiter.
Achte darauf, wenn er zur Tür rausgeht, das dann dort Sachen (z.B. leere Kartons, in die er reinkriechen kann) rumstehen, damit er sich sicher fühlt und die Lage aus sicherem Versteck erst einmal peilen kann.

Aber erzwingen kannst du nichts, du mußt dich schon seinem Tempo anpassen.

Das nächste, wenn du deine Katzen mit in den Garten nimmst, ist es völlig logisch, das sie dort auch "ausbüchsen". Woher soll eine Katze wissen, was ein Garten ist und wo der aufhört?
Und direkt an der Bundesstraße ist das einfach nur super gefährlich. Hier helfen auch keine Adressanhänger. Hier hilft nur, entweder die Katzen nicht raus zu lassen oder den Garten katzensicher einzuzäunen, so das sie nicht raus können.
 
T

Taraxacum

Gast
  • #14
ich darf nicht zuviel übers handy tippen, da kommt nur murks raus.

er ist ja nicht mehr so scheu, sondern recht forsch. ich kann ihn komplett wuscheln, nur hochheben mag er nicht. ich bin auch nicht wirklich genervt, dass er den raum nicht verlässt, ich merke aber das er nicht ausgelastet ist. er macht den kleiderschrank auf und räumt alles aus. er "begattet" die kuscheltiere vom kind und macht nen riesenchaos.

das macht sie nicht, sie kriecht im ganzen haus rum und erkundet jeden winkel. das sie entfleucht ist liegt an der baustelle. wir sind immer noch am renovieren,hatten ne zeit ein gerüst stehen und nicht jeder hat immer die türen hinter sich zugemacht. unter aufsicht in garten klappt prima! sie rennt auf zuruf wieder ins haus zurück und ist gutl ausgelastet.

was ich mit dem verkloppen meine: es ist ja nicht ununterbrochen so, dass sie haue bekommt. meist liegen sie zusammen oder hocken am fenster und schauen raus. sie zicken sich nicht am futternapf.
aber dann geht er los, drängt sie in eine ecke und ab gehts.

aber zurück zum kater. mit futter hab ich es schon versucht. aber er geht wirklich nur bis zum treppenabsatz. das wars! er verlässt diesen bereich gar nicht, am liebsten ist er wirklich nur hier im schlafzimmer, was aber auf dauer einfach zu eng werden wird.
 
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Starfairy

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  • #15
Vielleicht fürchtet er sich vor der Treppe? Wie ist die denn? Offen, das er Angst hat, durchzurutschen? Oder sehr glatt?

Aber glaub mir, das mit dem auf Zuruf kommen, funktioniert nicht auf Dauer! Du hast Katzen, keine Hunde!
Irgendwann sieht sie was ganz furchtbar interessantes, und dann geht es hinterher, und da könnt ihr rufen, soviel ihr wollt.
Ich kenne das auch, wenn ich anfangs neue Katzen mit rausnehme, ist das kein Problem, die auch wieder mit reinzunehmen. Nur bleibt das nicht so, wenn sie draußen sicherer werden.
Und sie wird auch im Herbst und im Winter raus wollen, wenn sie es jetzt kennenlernt. Dann seid ihr aber nicht mehr stundenlang im Garten. Was dann?

Und wenn dein Kater erst die Treppen runterkommt und auch mit rausgeht, der kann wieder ganz anders reagieren. Wenn er eher ängstlich ist, kann es gut sein, das er sich erst einmal irgendwo versteckt und euer Rufen vollkommen ignoriert.
Oder er taut draußen auf, und will _alles_ sehen. Und denkt gar nicht daran, aufs Rufen zu kommen.

Also damit begibst du dich auf sehr dünnes Eis.

Und was soll ein Halsband mit Adressanhänger gegen das Überfahren werden auf der Bundesstraße ausrichten?
 
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Taraxacum

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  • #16
Die treppe ist zu und hat breite antirutsch flächen.
 
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pfotenseele

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  • #17
verkloppt dein kater die katze meistens oder sogar nur oben, in seinem revier?
dann wäre das ein territoriales Problem ;)
du solltest mit viel geduld deinem kater mal die treppe schmackhaft machen ;)
- am besten machst du unten mal die türe zu, damit er alleine ist in der treppe und sich in seiner Unsicherheit nicht bedroht fühlt durch die katze. nachts sollte er die treppe alleine für sich haben und so in ruhe erkunden können.
- sprüh den boden und die türkanten mit feliway-spray ein.
- schaffe Versteckmöglichkeiten, z.b. Kartons oder höhlen, wo er sich sicher fühlt, platziert auf der treppe.
- ein kleiner kratzbaum/kratzpappe direkt beim ausgang seines zimmers gegen die treppe, damit er seine Markierungen setzen kann.
-dann leg mal ein schönes stinkekissen (Baldrian, Katzenminze) gleich beim ausgang seines zimmers hin.
- feliway-stecker bei treppe einstecken.
- Fütterung wie schon von jemandem empfohlen in der nähe des ausgangs zur teppe
- dazu führst du spielrituale ein ;) nimm einen da-bird und spiel mit ihm in seinem zimmer. wenn er richtig in fahrt ist, ziehst du den da-bird immer mal wieder leicht in den gang zur treppe, aber nicht weit ;)
- du kannst auch mal einen laserpointer einsetzen und immer näher zur türe spielen. verschaff ihm aber jagderfolge, in dem du ihn das Pünktchen erhaschen lässt und sofort dort eine Belohnung hinwirfst, das imitiert die beute. das wird auch sein Selbstbewusstsein stärken, was sehr wichtig ist ;)
optional wäre noch zylkene einsetzbar, bis er die treppe ohne angst benützt ;)
 
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Taraxacum

Gast
  • #18
Gottes wege sind manchmal...

Heute sss ein ort weiter ein klitzekleiner kater auf der strasse, ungefähr da wo letzte woche eine mutterkatze tot gefunden wurde.
Erstmal tierarzt, dann heim. Er wird auf ca 6 wochen geschätzt. Ich hoffe, dass die 2 ihn akzeptieren! Meimt ihr das klappt?
 
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Starfairy

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  • #19
Du hast das Katerchen gefunden und mitgenommen? Boah, hatte der Kleine Glück.
Aber wenn dort eine tote Kätzin und jetzt ein Jungtier gefunden worden ist, sollte die Gegend mal gründlich abgesucht werden. Weil da können jetzt ganz leicht noch die Geschwisterchen von dem Kleinen irgendwo sein...

Ob es mit deinen klappt? Hm, also wirklich gut ist die Kombi nicht. Ein weiterer Kater dazu, damit war keinesfalls ein Kitten gemeint, sondern ein Kater, der im Alter dazu paßt.

Das Problem ist, Kitten sind sehr viel aktiver als erwachsene Katzen. Also wirklich seeehr viel.
Und die meisten erwachsenen Katzen sind von den kleinen Wuseln eher genervt.
Dazu kommt, der Kleine hat keinen passenden Spielpartner, wo er das richtige kätzische (Spiel)verhalten lernen kann. Wenn 2 Kitten miteinander spielen, ist das auch eine Übung fürs Leben. Z.B. lernt man dann, wenn man zu grob ist, hat der andere keine Lust mehr zum Spielen.
Er hat keine Mama, die ihm das beibringt, und keinen gleichaltrigen Kumpel, wo er das üben kann.

Die Großen sind da nicht die richtigen Partner, weil die ihm schon mal kräftemässig haushoch überlegen sind. Falls sie überhaupt Lust drauf haben, mit dem Kleinen über den Boden zu kugeln, 1 Std. am Stück durch die Bude zu wetzen, das man am besten in Deckung geht, sich den Kratzbaum rauf und runter zu jagen. Und nicht zu vergessen, danach übereinandergestapelt zu schlafen.
Das alles machen Kitten zusammen. Und das ist auch wichtig für die Entwicklung.

Und auf jeden Fall wichtig, du mußt mit dem Kleinen zum Tierarzt. Möglichst bevor er mit den anderen Katzen Kontakt hat. Laß ihn auch auf FIV/FelV gesten, der kommt von draußen, du weißt nichts über seine Herkunft. Und Streunerkatzen sind leider schon häufiger krank.

Dann mußt du es entscheiden, ob du es riskierst. Aber wenn du merkst, das er sich in Richtung Rüpel entwickelt, also sehr doll kratzt und beißt, die großen Katzen extem nervt und andere Auffälligkeiten entwickelt, nun, für diesen Fall mußt du im Hinterkopf behalten, das du evtl. noch eine andere Lösung suchen mußt.

Und, ein unternehmungsfreudiges Kitten wirst du NIEMALS dazu bringen, schön brav im Garten zu bleiben.

Dazu auch gleich noch, der Kleine darf keinesfalls raus, bevor er kastriert ist.

Aber es ist toll, das du ihn aufgesammelt hast. Andernfalls wäre der ganz leicht ganz schnell tot gewesen.
 
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doppelpack

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  • #20
Bitte denk auch an Krankheiten.
Was mich stutzig macht: vor einer Woche lag da eine Katze? Da wäre der Kleine eigentlich schon längt tot, wenn ihn niemand versorgt hat. Ich schätze also, dass er von wo anders ist und würde deshalb nochmal nach Geschwistern und Muttertier suchen.
 
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