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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 09.12.2019, 21:02
  #181
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Liserls Lieblingsposition:

Liserl_Lieblingspose.jpg

Liserl begrüßt mich in letzter Zeit sehr überschwänglich, sie schnurrt ganz laut und überwältigt mich mit Köpfchengeben, wenn ich nach Hause komme Sie sucht eigentlich fast ständig meine Nähe, läuft mir nach und hält sich immer dort auf, wo ich gerade bin. Abends sitzt sie bei mir am Bett und morgens begrüßt sie mich mit Gurren

Sie unterhält sich mit mir auch in immer facettenreicheren Variationen, erst vor wenigen Tagen hörte ich von ihr zum ersten Mal ein richtiges "Miau", gleich mehrmals hintereinander Mit dem Miau hat sie mich gerufen, um mir ihr Spielmausi zu zeigen, das sie "erbeutet" hatte Mama stolz

Ihre frühere Pflegemama, der ich immer wieder Fotos schicke, war ganz verblüfft, wie sehr Liserl sich doch auch optisch verändert hat. Als sie Liserl übernommen hatte, hatte sie kein schönes Fell, es wirkte eher stumpf... und auch ein ausgedünntes Schwaferl... Inzwischen hat sie einen richtigen Buschel, Kategorie "Oachkatzlschwoaf", und einen Wahnsinnskragen

Sie ist eine richtige Prachtkatze geworden und hat auch oft etwas Wildes, Lauerndes in ihrem Blick, nicht nur beim Spielen. Sie ist immer wachsam, lauscht oft auf Geräusche aus dem Stiegenhaus oder aus der Umgebung und unterbricht dabei auch manchmal ihr Spiel. Teilweise reagiert sie auch auf Geräusche in der Wohnung (ich lebe im Altbau und da knackt öfter mal irgendwo Holz, vor allem jetzt in der Heizperiode, aber auch, wenn die Therme anspringt oder der Geschirrspüler pumpt (und der ist wirklich seeeeeeehr leise, ich habe gezielt ein Supersilence-Gerät ausgesucht, vor allem wegen der Katzen).

Ich frage mich natürlich, ob diese überhöhte Wachsamkeit an ihrem jetzigen (ungeplanten) Dasein als Einzelkatze liegt, an den tragischen Ereignissen der letzten Wochen oder ob es einfach Teil ihrer Persönlichkeit (oder auch ihrer bisherigen Erfahrungen) ist.

Meine verstorbenen Katzen haben zwar auch gelegentlich aufgemerkt, wenn Geräusche in die Wohnung drangen, aber das waren zumeist schrille oder jedenfalls deutlich wahrnehmbare Töne wie die Türklingel, Babygeschrei aus der Nachbarwohnung oder eine Bohrmaschine im Haus. Gewöhnliche Stimmen aus dem Stiegenhaus oder draußen auf der Straße haben meinen anderen Katzen nichts ausgemacht und innerhalb der Wohnung sowieso nicht, da waren sie ganz gechillt. Liserl hingegen horcht jedes Mal auf und lässt sich auch nicht immer von mir ablenken.

Interessanterweise machen ihr Stimmen, die aus dem Handy oder Laptop kommen, überhaupt nichts aus.

Sie hat sich jetzt sehr eng an mich angeschlossen, was einerseits sehr schön und auch ein bisschen tröstlich ist, mich andererseits auch traurig stimmt, weil sie ja nun außer mir niemanden anderen mehr hat... Als sie einzog, war die Bude voller Leben...

Ich möchte ihr natürlich nächstes Jahr eine Gefährtin suchen, aber im Moment würde ich das nicht packen und ehrlich gesagt habe ich nach all den schlimmen Ereignissen der letzten Zeit wirklich Angst, dass das Schicksal sich wiederholt...
__________________
Herzliche Grüße
Katzenmama Eva mit Tigermäderl Liserl

Unvergessen meine Sternenkatzen, die beiden wunderschönen Zwillingsschwestern Lara und Luna, meine bezaubernde kleine Lotti, meine herzallerliebste Minnie und meine unglaubliche Gina - you are always on my mind...

Das Schicksal war grausam, die Zeit mit euch allen war viel zu kurz, ihr wurdet mir viel zu früh entrissen, ich vermisse jede von euch so sehr, jeden einzelnen Tag...

Geändert von 16 Pfoten (09.12.2019 um 21:09 Uhr)
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Alt 21.12.2019, 23:12
  #182
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Liserl erhält vielleicht früher als geplant Gesellschaft...

Gestern kam mir die spontane Idee, vielleicht Pflegestelle zu werden oder zumindest einem armen Katzi, das rausgeschmissen wurde und draußen den Winter vielleicht nicht überleben würde, einen Platz zur Verfügung zu stellen. Platz haben wir ja leider inzwischen mehr als genug ("leider" deshalb, weil jetzt die ganze Wohnung Liserl allein gehört und das ist so eine triste Situation...) Futter haben wir auch genug, ich hab auch gestern beim Zooplus eine Riesenbestellung aufgegeben und den 10%-Rabatt genutzt. Also daran solls nicht scheitern...

Ich habe gleich mit einer der Pflegemamas telefoniert, die Liserl und Lotti betreut hat und ihr meine Idee vorgestellt.

Sie engagiert sich sehr im Tierschutz und ist auch vernetzt und sie meinte dann, wenn ich helfen möchte, dann gäbe es genug Notfellchen und sie hat mir 2 davon geschildert, die beide zwar derzeit in Wohnungen leben, aber dort aus verschiedenen Gründen nicht lange bleiben können. Eins der beiden Tigermädels lebt bei einer tierlieben Frau, die Notfellchen aufnimmt und versorgt, aber inzwischen auch "aus allen Nähten platzt" und die andere Katze lebt bei einer Familie, die sie offenbar nicht mehr will.

Ich dachte, bevor sie gar keinen Platz finden, kann eine der beiden (oder vielleicht beide?) auf jeden Fall bei mir einziehen, zu Beginn halt im Wohnzimmer. Sollte Liserl sich mit ihr/ihnen gut verstehen, wird daraus ein Fixplatz, ansonsten können sie solange bleiben, bis sie ein neues Zuhause gefunden haben (falls ich mich dann überhaupt noch von ihnen trennen könnte...)

Das waren halt so meine Gedanken bzw. jene der einen Pflegemama...
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Alt 22.12.2019, 07:58
  #183
NicoCurlySue
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Ich finde das eine sehr gute Idee!

Es gibt so viele Notfellchen, die dringend auch einen Pflegeplatz suchen, für Liserl ist es ja vielleicht (hoffentlich) auch schön und es wäre so schade um die so tollen "Katzenplätze" bei Dir.
__________________
Eva-Maria und die Sieben Lieben
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Alt 22.12.2019, 09:56
  #184
Birgitt
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Auch ich finde es eine gute Idee.

Du solltes das aber gut durchdenken und dich auch entsprechend schriftlich absichern.
Mach einen Pflegevertrag in dem alles festgehalten wird.
Besonders auch die eventuell entstehenden Tierarztkosten.
Und du solltest auch daran denken das es möglich ist das deine eigene Katze mit dem Pflegetier nicht zurecht kommt.
Oder umgekehrt.
Was dann?
Kannst du im Fall der Fälle Monatelang separieren?
Denk dran so eine Vermittlung kann auch dauern.

Bei mir lebt zur Zeit auch eine Pflegekatze.

Und ich bin auch schon mehrfach zum Pflegestellenversager geworden.
Birgitt ist offline  
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Alt 22.12.2019, 10:21
  #185
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Zitat:
Zitat von Birgitt Beitrag anzeigen
Auch ich finde es eine gute Idee.

Du solltes das aber gut durchdenken und dich auch entsprechend schriftlich absichern.
Liebe Birgitt, danke für deine vielen guten Tipps! Die Schriftlichkeit wäre bei einer Tierschutzorga bestimmt Standard; in den beiden Fällen, wo die Katzen ihren Platz verlieren, ist aber kein Verein im Hintergrund... Was mache ich in so einem Fall?


Zitat:
Zitat von Birgitt Beitrag anzeigen
Mach einen Pflegevertrag in dem alles festgehalten wird.
Besonders auch die eventuell entstehenden Tierarztkosten.
Darüber hab ich mir auch schon Gedanken gemacht... Falls doch mal ein Verein auf den Plan tritt - wer übernimmt denn normalerweise die Kosten für Pflegekatzen?


Zitat:
Zitat von Birgitt Beitrag anzeigen
Und du solltest auch daran denken das es möglich ist das deine eigene Katze mit dem Pflegetier nicht zurecht kommt.
Oder umgekehrt.
Das ist ein Risiko, das mich immer beschäftigt, wenn neue Katzen einziehen... Auch oder gerade bei der Zusammenführung meiner eigenen Katzen war das immer der wichtigste Faktor von allen, neben den gesundheitlichen Problemen...

Zitat:
Zitat von Birgitt Beitrag anzeigen
Was dann?
Kannst du im Fall der Fälle Monatelang separieren?
Ja, definitiv. Ich habe ein ganzes Wohnzimmer zur Verfügung. Nur ob Liserl so lang aufs Wohnzimmer verzichten wollen würde, ist die Frage... Sie schläft zwar inzwischen im Schlafzimmer und ist auch sonst immer in meiner Nähe, geht aber schon auch gern ins Wohnzimmer, weil das zu Beginn "ihr" Zimmer war und es irgendwann zum Spielzimmer wurde.

Zitat:
Zitat von Birgitt Beitrag anzeigen
Denk dran so eine Vermittlung kann auch dauern.
Wie lange ungefähr? Ich habe mit Vermittlung überhaupt keine Erfahrungen...

Zitat:
Zitat von Birgitt Beitrag anzeigen
Bei mir lebt zur Zeit auch eine Pflegekatze.
Wie machst du das mit dem Separieren? Hast du ein eigenes Pflegezimmer? Und wann lässt du deine eigenen Katzen mit den Pflegekatzen zusammen? Oder bleiben sie ständig separiert?

Zitat:
Zitat von Birgitt Beitrag anzeigen
Und ich bin auch schon mehrfach zum Pflegestellenversager geworden.
Wie denn das? Was meinst du damit? Konnten die Katzen nicht vermittelt werden oder was ist passiert?
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Alt 22.12.2019, 10:45
  #186
Neol
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Zitat:
Zitat von 16 Pfoten Beitrag anzeigen


Wie denn das? Was meinst du damit? Konnten die Katzen nicht vermittelt werden oder was ist passiert?
Es klappte SO gut mit der Pflegekatze und der eigenen Katze & der Dosine, daß die Pflegekatze zur eigenen Katze wurde .... also: Versager als Pflegekatzen-Mami, aber Gewinnerin als neue Katzenbesitzerin.
__________________
.

Die Menschheit läßt sich grob in zwei Gruppen einteilen:
In Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte.
Francesco Petrarca (1304 - 1374), italienischer Humanist, Lyriker und Dichter
Neol ist offline  
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Alt 22.12.2019, 10:49
  #187
NicoCurlySue
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Ich hatte zwar noch keine Pflegis, aber ich vermute, Birgitt meint mit PSV: man mag sich manchmal selbst nicht mehr von den Pflegis trennen.

Tja und bei Vermittlungen kann vermutlich kein Mensch prophezeien, wie langsam oder schnell das geht. Wenn Du hier die threads liest, da sind Pflegis gewesen, die ganz schnell vermittelt wurden und auch manche, die Monate oder mitunter sogar Jahre suchen.

So viel ich weiß, wird es bei Vereinen unterschiedlich gehandhabt. Normalerweise übernehmen sie die TA-Kosten und teilweise auch Ausstattung, Streu und Futter. Ein Verein hier, mit denen ich im Gespräch bin, würde die TA-Kosten und die Ausstattung (also auch einen Kratzbaum) übernehmen, sammelt auch Spenden für alles andere und stellt das den Pflegestellen zur Verfügung. Sie sind aber z.B. sehr froh, wenn man Streu- oder Futterkosten selbst übernimmt.
NicoCurlySue ist offline  
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Alt 22.12.2019, 10:58
  #188
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Hallo Eva,
schön von dir zu hören. Die Idee ist gut.
Birgitt hat ja schon verschiedene Punkte angesprochen die wichtig sind.
Vor allem muß geklärt sein ob die Katzis Tierärztlich untersucht sind.
Ich denke da an Infektionskrankheiten.
__________________
Liebe Grüße
Leni Hexi Angel und ihre Dosine
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Alt 22.12.2019, 11:09
  #189
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bei den vereinen, wo ich als PS geholfen habe, war es so geregelt, dass die den TA bezahlt haben und auch futter konnte ich (zumindest beim ersten verein) aus dem spendenfundus übernehmen.

meist hab ich es aber beim zweiten verein selbst bezahlt. auch mal die ein oder andere TA- behandlung, um den verein zu entasten.

apropos entlasten: ich fand es beim ersten verein extrem belastend, da dort die regelungen wegen TA für mich nicht gut waren. man musste das immer vorab absegnen lassen, ob man zum TA durfte.

klar, die haben bei den orgas extremen kostendruck, alles mögliche kann sich ein solcher verein meist nicht leisten. aber für mich persönlich war es schwer.

beim zweiten verein war es besser, aber trotzdem da hab ich vieles aus eigener tasche bezahlt. freiwillig.

zur verweildauer:

wenn man das vorher wüsste.... ich kenne PS, die haben ihre schützlinge schon jahrelang. ich hatte pflegies, die sehr schnell vermittelt wurden, aber zwei waren tatsächlich (relativ) lange bei mir.

übrigens diese PSV kenne ich auch, auch wenn ich das selbst immer geschafft habe, die katzinger weiterzugeben.

ich bin ja nun auch nicht für jede katze der perfekte dosie. das muss einem klar sein, dass man loslassen & den neuen dosies vertrauen muss.

aber einmal hatte ich nach der abgabe schon ziemliche probleme, den kleinen kerl hab ich nämlich sehr sehr lieb gehabt. aber ich weiß noch wie gestern, wie seine interessentin ihn in meinem flur das erste mal sah, und stumpf auf die knie fiel und die hände ausbreitete. und der kleine imo interssiert auf sie zulief. das war magisch.

trotzdem hab ich ihn sehr traurig hergegeben, wa die familie auch gespürt hat. ich war lange traurig, hab diese klette tatsächlich lange schmerzlich vermisst... umso schwerer wurde es, weil auch der luka lange nach imo gesucht hat und ihn längere zeit immer gerufen hat.

da brauchte ich tatsächlich eine pause

balsam war, ich habe regelmäßig news von imo, er wird sehr geliebt & er hätte es nicht besser treffen können.
__________________


martina & bunte bande

sechs jahre arbeit im tierheim prägen - man möge mir einige garstigkeiten verzeihen


♥ RAFAELLO ♥ - sein Weg ins Glück?


huhu babies - imo, kleiner muck*, baby, sina, santo - ich knuddel euch

● DAS LEBEN IST KEIN PONYSCHLECKEN! ●
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Alt 22.12.2019, 11:09
  #190
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Zitat:
Zitat von Neol Beitrag anzeigen
Es klappte SO gut mit der Pflegekatze und der eigenen Katze & der Dosine, daß die Pflegekatze zur eigenen Katze wurde .... also: Versager als Pflegekatzen-Mami, aber Gewinnerin als neue Katzenbesitzerin.
Achsoooooooo

Danke für die Aufklärung
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Alt 22.12.2019, 12:16
  #191
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Ich finde die Idee auch sehr gut. Hatte mir sowas hier auch schon überlegt, aber bei uns sprechen einige Gründe dagegen (allen voran, dass ich das unseren Katzen, die ja lange auf PS waren und mit den vielen - und ständig wechselnden Katzen - nicht allzu glücklich waren, nicht zumuten möchte.)

Aber wenn man die Voraussetzungen bieten kann, ist das eine super Sache.
__________________

Liebe Grüße von Willy und dem Fienchen!

Sternchen Thaleia (2001 - 2019) für immer im Herzen


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Alt 22.12.2019, 12:48
  #192
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Zitat:
Zitat von minna e Beitrag anzeigen
bei den vereinen, wo ich als PS geholfen habe, war es so geregelt, dass die den TA bezahlt haben und auch futter konnte ich (zumindest beim ersten verein) aus dem spendenfundus übernehmen.

meist hab ich es aber beim zweiten verein selbst bezahlt. auch mal die ein oder andere TA- behandlung, um den verein zu entasten.
Das heißt, da gibt es offenbar doch größere Unterschiede zwischen den Vereinen...? Dachte, dass alle das gleichermaßen regeln.



Zitat:
Zitat von minna e Beitrag anzeigen
apropos entlasten: ich fand es beim ersten verein extrem belastend, da dort die regelungen wegen TA für mich nicht gut waren. man musste das immer vorab absegnen lassen, ob man zum TA durfte.
Und was ist, wenn es sich um einen Notfall handelt? Da kann ich doch nicht warten, bis mir jemand grünes Licht gibt...

Zitat:
Zitat von minna e Beitrag anzeigen
klar, die haben bei den orgas extremen kostendruck, alles mögliche kann sich ein solcher verein meist nicht leisten. aber für mich persönlich war es schwer.
Dass das Budget von Tierschutzorgas sicher sehr knapp ist und man nicht jede Katze auf Herz und Nieren testen lassen kann, leuchtet mir ein, das geht einfach massiv ins Geld. Aber grundnotwendige Untersuchungen bzw. Impfungen wie Tollwut, FIV, Leukose und ggf. bei kranken Katzen auch weiterführende Untersuchungen müssen doch drin sein, oder? Und Kastrationen wohl auch.

Zitat:
Zitat von minna e Beitrag anzeigen
beim zweiten verein war es besser, aber trotzdem da hab ich vieles aus eigener tasche bezahlt. freiwillig.
Ich glaub, ich wäre genauso... Beim Futter und Streu hätte ich ja auch grundsätzlich keine Probleme, das aus eigener Tasche zu bezahlen, ich bestelle immer große Mengen bei Zooplus und nutze Rabatte. Und Streu kann man zur Not auch ganz billig beim Hofer (Aldi) um 3 € pro Sack kaufen, ist zwar nicht die beste Qualität, aber auch nicht die allerschlechteste.


Zitat:
Zitat von minna e Beitrag anzeigen
ich bin ja nun auch nicht für jede katze der perfekte dosie. das muss einem klar sein, dass man loslassen & den neuen dosies vertrauen muss.
Also ich vertraue niemandem, dessen Wohnung ich nicht zumindest vorher gesehen habe. Hab ja selbst schon für einen Tierschutzverein gelegentlich Vor- und Nachkontrollen durchgeführt und mich immer sehr ausführlich mit den Anwärtern unterhalten, um herauszufinden, ob sie wirklich gute Katzeneltern wären.


Zitat:
Zitat von minna e Beitrag anzeigen
aber einmal hatte ich nach der abgabe schon ziemliche probleme, den kleinen kerl hab ich nämlich sehr sehr lieb gehabt. aber ich weiß noch wie gestern, wie seine interessentin ihn in meinem flur das erste mal sah, und stumpf auf die knie fiel und die hände ausbreitete. und der kleine imo interssiert auf sie zulief. das war magisch.

trotzdem hab ich ihn sehr traurig hergegeben, wa die familie auch gespürt hat. ich war lange traurig, hab diese klette tatsächlich lange schmerzlich vermisst... umso schwerer wurde es, weil auch der luka lange nach imo gesucht hat und ihn längere zeit immer gerufen hat.

da brauchte ich tatsächlich eine pause

balsam war, ich habe regelmäßig news von imo, er wird sehr geliebt & er hätte es nicht besser treffen können.
Das ist so schön... und so traurig zugleich...

Ich weiß nicht, ob ich es wirklich schaffen würde, eine Katze dann endgültig in ihr neues Zuhause ziehen zu lassen... Mit Trennungsschmerz kann ich ganz schwer umgehen...

Aber vielleicht ist es leichter, wenn einem von Anfang an bewusst ist, dass es nur ein "Zuhause auf Zeit" ist?

Ist die seelische Bindung an Pflegekatzen eine andere als an die eigenen Katzen? Könnt ihr euch da "abgrenzen"?

Ich tu mir da schon sehr schwer...
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Alt 22.12.2019, 13:00
  #193
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Zitat:
Zitat von Vitellia Beitrag anzeigen
Ich finde die Idee auch sehr gut. Hatte mir sowas hier auch schon überlegt, aber bei uns sprechen einige Gründe dagegen (allen voran, dass ich das unseren Katzen, die ja lange auf PS waren und mit den vielen - und ständig wechselnden Katzen - nicht allzu glücklich waren, nicht zumuten möchte.)
Ständig wechselnde Katzen, das hatte ich ebenfalls nicht bedacht...

Zitat:
Zitat von Vitellia Beitrag anzeigen
Aber wenn man die Voraussetzungen bieten kann, ist das eine super Sache.
Von der Wohnsituation her auf jeden Fall, falls Liserl bereit wäre, das Wohnzimmer für eine u. U. auch längere Zeit "herzugeben"... Alle Fenster und auch die Balkontüre sind vergittert, es gibt keine Kippfenster, in fast jedem Raum stehen Kratzbäume und Katzentoiletten... Also räumlich ist wirklich alles vorhanden.

Mein einziges "Hindernis" sind halt meine teils sehr langen Arbeitszeiten. Zu den Spitzenzeiten (eine solche Spitzenzeit ist immer um den Jahreswechsel herum und dazwischen noch weitere Male im Jahr) bin ich bis zu 12 Stunden lang außer Haus und komme in diesen Phasen oft erst zwischen 19 und 20 Uhr nach Hause.

Das wäre dann natürlich sehr mühsam, wenn Interessenten vielleicht unter der Woche die Pflegekatzen anschauen kommen möchten und ich sie dann aufs Wochenende vertrösten müsste, oder habt ihr da andere Erfahrungen?
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Alt 22.12.2019, 13:03
  #194
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ich hab sie alle sehr sehr geliebt. und schwer ist das immer. das muss einem klar sein. die wachsen einem natürlich ans herz.

im vorfeld muss man sich das wirklich verinnerlichen, sonst klappt das nicht. ich hab zwei gehabt, die freigänger waren, da bin ich direkt raus als dauerhafter dosie. das schaff ich mental nicht (klingt vielleicht komisch, aber dafür bin ich echt nicht gemacht)

natürlich! grundversorgung, päppeln, impfen & kastrieren gehören bei einer venünftigen orga zum standart. aber bei dem ersten verein waren eher die etwas kränkelnden katzen auf PS, die anderen waren im TH.

und ja: auch wenn man als PS schon einen TA- besuch für nötig hielt, musste man sich vorher das ok holen.

einmal musste ich auch einen hergeben, der scheu war. den hatte ich ziemlich gezähmt, da musste ich ihn zurückbringen. war auch sch*** zumal er dann auch noch kränkelte und ich ihm jeden abend medis geben musste, weil im TH war er wieder in sein altes muster zurückgefallen wie der mich anschaute, wenn ich wieder gegangen bin, war auch echt herb.

daher bin ich auch nicht mehr dort aktiv (und aus diversen anderen gründen)
minna e ist offline  
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Alt 22.12.2019, 13:23
  #195
Vitellia
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Vitellia
 
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Zitat:
Zitat von 16 Pfoten Beitrag anzeigen
Ständig wechselnde Katzen, das hatte ich ebenfalls nicht bedacht...
Ich kann mir vorstellen, dass das sehr auf die jeweilige Katze ankommt. Manche kommen damit gut zurecht, andere nicht so.

Willy & Bienchen sind mit den anderen Katzen im Großen und Ganzen auch zurecht gekommen - bei Bienchen war ein Halbstarker das Problem, der meinte, seine Kräfte an ihr austesten zu müssen - und sie wären auch zu anderen Katzen hinzu vermittelt worden, da sie schon ziemlich sozial sind (und eher den Weg des geringsten Widerstands gehen), aber man hat besonders bei ihr doch gemerkt, dass sie froh war, das rüpelhafte Jungvolk los zu sein.

Aber das kann bei Liserl (ich find diesen Namen so süß!) ja ganz anders aussehen. Und sie ist ja an für sich auch eine soziale Katze. Das ist ja schon mal eine gute Voraussetzung. Und ansonsten würd ich vielleicht einfach schauen, dass die Pflegis möglichst zu den vorhandenen Katzen passen (sprich, ich würde dann bei uns z. B. eher keine Halbstarken oder zu quirligen Katzen aufnehmen).

Aber das sind nur meine "intuitiven" Überlegungen, wirklich Ahnung hab ich da nicht.
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