Zusammenführung klappt nicht, Stammkatze hat Angst vor der/den Neuen

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Ich habe vor kurzem 2 Notfellchen zu mir geholt, quasi wie Mutter und Tochter (obwohl sie biologisch nicht verwandt sind) und wollte sie allmählich mit meinen beiden Stammkatzen vergesellschaften.

Leider klappt dies so überhaupt nicht, da meine Minnie Angst hat.

Minnie ist eine meiner beiden Stammkatzen und ihretwegen habe ich überhaupt erst daran gedacht, nach dem Tod ihrer guten Freundin Lara ihr eine neue Freundin und Spielgefährtin zu suchen.

Aus einer wurden zwei neue Katzen, die beide sehr aneinander hängen und momentan immer noch im Wohnzimmer logieren. Tagsüber, wenn ich arbeiten muss, ist die Wohnzimmertüre zu. Abends, wenn ich nach Hause komme, öffne ich die Türe, damit sich alle kennenlernen können.

Meine alte Gina agiert sehr souverän, sie ruht sehr in ihrer Mitte und ist fast so unerschütterlich wie auch sonst immer bzw. hält die Neuen mit Knurren auf Distanz, wenn sie ihr - für ihr Empfinden - zu nahe kommen. Bei Gina habe ich keinerlei Befürchtungen, sie ist wirklich eine coole Katze und hat schon mehrere Zusammenführungen erlebt.

Meine Minnie hingegen war stets das Nesthäkchen und ist damals vor mehreren Jahren als Letzte und Jüngste hier eingezogen.

Und ausgerechnet Minnie hat nun wahnsinnige Angst vor ausgerechnet der kleinen Lotti. Die Lotti ist ein Kitten und wird ca. 3 - Monate jung sein. Lotti ist meiner Ansicht nach wie jedes andere Kitten in diesem Alter, nämlich neugierig, verspielt und natürlich auch noch ein bisschen ungeschickt und tollpatschig, insbesondere auf dem gesellschaftlichen Parkett. Die Höflichkeitsregeln, die zwischen Katzen im Allgemeinen gelten, hat sie wohl noch nicht ganz so drauf, da muss Adoptivmama Liserl wohl noch viel Erziehungsarbeit leisten.

Jedenfalls läuft das Ganze so ab: Ich öffne die Zimmertüre und Lotti stakst hocherfreut (so wirkt es jedenfalls) und neugierig auf Minnie zu --> Minnie flüchtet umgehend unters Bett. Lotti läuft Minnie unters Bett nach (warum sie das tut, entzieht sich meiner Kenntnis) und dort sitzen dann beide wie angewurzelt. Lotti schaut nur in die Runde, Minnie hingegen knurrt und zeigt auch sonst alle Anzeichen einer in die Ecke getriebenen Katze.

Ich bin eigentlich ziemlich sicher, dass Lotti der Minnie garantiert nix Böses will, dazu ist sie noch viel zu jung und zu unerfahren im Umgang mit anderen Katzen; ich glaube, sie ist einfach neugierig und unbefangen und will ihre Umgebung erkunden und die anderen Katzen kennenlernen.

Auf Minnie scheint es aber anders, nämlich offensichtlich bedrohlich zu wirken. Während die alte Gina einfach gelassen sitzen bleibt und alles aus der Beobachterposition wahrnimmt, zuckt Minnie jedes Mal aus und hat Angst.

Ich will nicht, dass meine Stammkatzen in ihrem eigenen Zuhause Angst haben müssen, zugleich möchte ich aber auch, dass sie sich alle gut verstehen. Mir wurden beide neuen Katzen als sehr sozial und verträglich mit anderen Katzen geschildert (dies war für mich auch ein wesentlicher Punkt, sogar DAS wesentliche Kriterium für die Aufnahme der beiden) und ich kann eigentlich auch nix Gegenteiliges erkennen.

Liserl, die Große, wirkt sehr selbstbewusst, zugleich aber auch gut sozialisiert. Sie hält sich im Hintergrund, bleibt oft auf der Fensterbank liegen und schaut raus, während die kleine Lotti in der Wohnung spazieren geht.

Eigentlich würden sich alle sozial verhalten (so jedenfalls mein Eindruck), nur Minnie hat Angst.

Ich weiß nicht, was ich machen soll.

Ich wollte auch eine Gittertüre bauen, aber da geht irgendwie nix weiter, ich konnte erst am Samstag die Materialien besorgen. Habe mir das auch nicht so langwierig und umständlich vorgestellt und komme auch jeden Abend nach 12 Stunden todmüde nach Hause, da möchte ich ehrlich gesagt nicht mehr mit der Stichsäge hantieren und mir vielleicht noch einen Finger abschneiden vor lauter Müdigkeit und Konzentrationsmangel.

Also irgendwie verlässt mich gerade der Mut... Ich wollte meiner Minnie eine liebe neue Katzengefährtin (oder eben auch zwei) ins Haus holen, stattdessen habe ich ihr offensichtlich großen Stress gebracht und das möchte ich natürlich keinesfalls.

Ich bin auch total aus der Übung, was Katzenzusammenführungen betrifft (habe ich in meinem anderen Thread geschrieben), wir hatten hier über viele Jahre hinweg einen stabilen Mehrkatzenhaushalt mit stabiler Besetzung, bis 2 meiner Katzen leider verstorben sind und der Katzenhaushalt eine leichte Schieflage erfahren hat.

Ich weiß gerade echt nicht weiter, ich kann die beiden doch nicht ewig im Wohnzimmer wohnen lassen...



Ergänzende Verlinkung zu meinen anderen Threads in puncto Vergrößerung der Katzenfamilie:

Dreibeinchen in Wien / Wienerwald sucht guten Platz

Nach Tod der Partnerkatze neue Katze aufnehmen?
 
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minna e

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was heißt vor kurzem?

hast du direkt abends die tür aufgemacht?

und dann tagsüber wieder zu?
 
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Vor kurzem: vor 2 1/2 Wochen

Ja, ich habe die Türe aufgemacht... Verstehe jetzt aber die Frage nicht wirklich.... Was meinst du? :confused:

Hätte ich die Türe nicht öffnen sollen?

Ja, tagsüber war zu, da ich berufstätig und deshalb außer Haus bin. Ich wollte die Zusammenführung nur unter meiner Aufsicht durchführen. War das falsch?
 
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Starfairy

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Deine Minnie verhält sich absolut normal. Genau das ist das Verhalten von 90 % aller erwachsenen Katzen gegenüber fremden Kitten.
Erwachsene Katzen mögen keine Kitten. Kitten sind gruselig, Kitten sind unheimlich, und denen geht man am besten weit aus dem Weg.
Außerdem sind Kitten distanzlos - sie läuft einfach auf Minnie zu - und das ist für Minnie einfach zuviel.
Dazu kommt, das Minnie Kitten ja gar nicht kennt. Meine Katzen, die durchaus erfahren sind mit Zusammenführungen, reagieren auf Kitten genauso. Und das dauert durchaus eine zeitlang, bis sie sich dazu herablassen, diese kleinen Nervzwerge als Katzen anzusehen.

Du solltest die Wohnzimmertür durch eine Gittertür ersetzen. Damit man sich kennenlernen kann, ohne das die Kleine gleich auf die anderen Katzen zustürmen kann. Mach es deiner Minnie etwas leichter. Und aufmachen, zumachen ist eh keine gute Basis für eine Zusammenführung.
Wie alt ist denn die erwachsene Katze, die eingezogen ist?

Ich würde schon deshalb etwas vorsichtiger sein ein direktes Zusammentreffen erst einmal vermeiden, weil du das Verhalten der anderen Katze noch nicht einschätzen kannst.
Meine Freundin hat zu ihrer damals ca. 1jährigen Katze auch Mutter und Tochter dazugenommen.
Die jüngeren Katzen haben sich gleich verstanden und miteinander gespielt. Leider hat die neue Katze im Spiel mal gequitscht, da ist die Mutterkatze auf die eingesessene Katze losgegangen.
Tja, diese beiden Katzen verstehen sich jetzt nach vielen Jahren immer noch nicht wirklich.

Und, mach da zeitlich nicht soviel Druck. Wenn sie jetzt ein paar Wochen brauchen und solange im Wohnzimmer leben, ist das eben so. Im nachhinein sind ein paar Wochen auch nicht mehr so schlimm.
 
minna e

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ok. ich schätze mal, das war eher überfallartig für deine stammkatzen. die sind natürlich erst einmal perplex, dass sich da plötzlich eindringlinge im revier befinden. dafür machen die zwei das im übrigen auch wirklich gut!

jetzt baust du abends immer spannung auf, die neuen dürfen durch die bude latschen und machen das (übrigens auch ein positives verhalten in meinen augen)

dann kommt unruhe auf, die kleene will was erleben und braucht natürlich noch einnordung, wenn sie zu vorwitzig ist.

daher ist es nur bedingt angst deiner minnie. die verschwindet hat an einen "sicheren" raum und hält den quälgeist auf abstand. das ist ja auch in ordnung.

mein großes problem ist aber jetzt: du sperrst die tür wieder zu. und das ganze - mit aller aufregung für alle beteiligten - startet am nächsten tag wieder von vorne. das kann meines erachtens nicht gut sein.
 
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Deine Minnie verhält sich absolut normal. Genau das ist das Verhalten von 90 % aller erwachsenen Katzen gegenüber fremden Kitten.
Echt? :wow: Da bin ich jetzt perplex. Ich hätte gedacht, gerade mit Kitten wäre es am einfachsten... Als meine Minnie damals als Letzte im Team eingezogen ist, war sie selbst ein Kitten, etwa in Lottis Alter war sie damals, also auch so ca. 3 - 3,5 Monate. Und sie wurde von den "Großen" damals so rasch in ihrer Mitte aufgenommen, das ging rasend schnell.

Erwachsene Katzen mögen keine Kitten. Kitten sind gruselig, Kitten sind unheimlich, und denen geht man am besten weit aus dem Weg.
:eek:


Außerdem sind Kitten distanzlos - sie läuft einfach auf Minnie zu - und das ist für Minnie einfach zuviel.
Ja, das stimmt, sie ist wirklich distanzlos, sie steigt ja sogar ihrer eigenen Adoptivmama Liserl bis aufs Klo nach und Liserl muss sie dann vehement mit Knurren, Pfauchen & Co aus dem Kisterl vertreiben.

Das habe ich jetzt schon ein paar Mal beobachtet und sie checkt es einfach nicht. Sie macht es immer wieder (und Liserl schmeißt sie dann immer wieder aus dem Klo raus).


Dazu kommt, das Minnie Kitten ja gar nicht kennt.
Stimmt, Minnie war ja selbst das Kitten bei ihrem Einzug und hat keine anderen Kitten hier kennengelernt. Auch nach ihr kam kein Kitten (und auch keine weitere Katze) mehr - bis jetzt...

Du solltest die Wohnzimmertür durch eine Gittertür ersetzen.
Das habe ich auch vor. Die Baumaterialien habe ich seit Samstag alle zuhause und auch schon damit begonnen, aber es ist mühsamer und langwieriger, als ich dachte. Ich wohne im Altbau und hier ist alles schief und verwinkelt. Ich habe eine Spezialkonstruktion entworfen, für die man keine Türrahmen und kein Mauerwerk beschädigen muss, quasi zum Einklemmen/Feststecken des Rahmens im Rahmen, aber das ist viel aufwändiger als eine simple Konstruktion.


Damit man sich kennenlernen kann, ohne das die Kleine gleich auf die anderen Katzen zustürmen kann.

Mach es deiner Minnie etwas leichter.
Das will ich ja. Gerade ihretwegen habe ich die beiden überhaupt geholt.



Und aufmachen, zumachen ist eh keine gute Basis für eine Zusammenführung.

Nicht? Ich dachte, ich gewöhne sie dadurch schrittweise aneinander?


Wie alt ist denn die erwachsene Katze, die eingezogen ist?
Das ist schwer zu sagen... Sie wurde von einem anderen Tierarzt auf ca. 2-3 Jahre geschätzt und zwar anhand ihrer Zähne. Ich selbst hätte sie auf ca. 5-6 Jahre geschätzt, aber genau wird man es nie wissen.


Meine Freundin hat zu ihrer damals ca. 1jährigen Katze auch Mutter und Tochter dazugenommen.
Die jüngeren Katzen haben sich gleich verstanden und miteinander gespielt. Leider hat die neue Katze im Spiel mal gequitscht, da ist die Mutterkatze auf die eingesessene Katze losgegangen.
Tja, diese beiden Katzen verstehen sich jetzt nach vielen Jahren immer noch nicht wirklich.
Das klingt jetzt nicht sehr vielversprechend...

Liserl und Lotti hängen auch sehr aneinander. Sie kleben förmlich aneinander und laufen auch gemeinsam (Fell an Fell) zum Futterschüsserl, da passt nicht mal eine Briefmarke dazwischen.

Liserl putzt Lotti und Lotti putzt Liserl und das oft gleichzeitig... Also es war bestimmt richtig, sie gemeinsam aufzunehmen, sie sind ein Herz und eine Seele. Aber Minnie ist jetzt wieder im Abseits...
 
minna e

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minnie ist nicht im abseits. die anderen sind doch grad mal da.

geduld & ruhe. das brauchts jetzt. wenn die beiden neuen den ganzen tag nur im Wozi sind, sticht die kurze der hafer. logisch
 
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ok. ich schätze mal, das war eher überfallartig für deine stammkatzen. die sind natürlich erst einmal perplex, dass sich da plötzlich eindringlinge im revier befinden.
Ja klar, auf sie muss es so wirken. Obwohl beide Stammkatzen schon auch sehr neugierig sind, vor allem Minnie lauert oft vor der verschlossenen Wohnzimmertüre. Sie findet das scheinbar hochinteressant, was da im Wohnzimmer vor sich geht, umgekehrt ist es genauso. Gina hält sich da eher zurück, ihr ist das offenbar nicht so wichtig.


dafür machen die zwei das im übrigen auch wirklich gut!
Findest du?

jetzt baust du abends immer spannung auf,
Oh je... So hatte ich das überhaupt nicht betrachtet...

Ich dachte, es sei die einzige Möglichkeit bzw. die einzige Tageszeit, zu der sie einander kennenlernen können, weil ich halt erst abends heimkomme...



die neuen dürfen durch die bude latschen und machen das (übrigens auch ein positives verhalten in meinen augen)
Ja, Lotti ist immer sofort voll dabei, Liserl lässt sich etwas Zeit. Lotti hat ja sofort alle Kratzbäume UND die schiefe Säule von Pisa erklommen und war auf dem Heiligtum (Kleiderschrank) oben... Oh weia. Der Kleiderschrank ist der geweihte Tempel meiner Stammkatzen, dorthin ziehen sie sich zum Meditieren zurück.

dann kommt unruhe auf, die kleene will was erleben und braucht natürlich noch einnordung, wenn sie zu vorwitzig ist.
Ja klar, sie braucht Action und ich versuche sie, Liserl und meine beiden Stammkatzen jeweils auch zu bespielen und zu bespaßen. Leider gelingt es mir nicht immer (bin auch manchmal zu müde und letzens bei den zwei Neuen am Wohnzimmersofa eingeschlafen...)

daher ist es nur bedingt angst deiner minnie. die verschwindet hat an einen "sicheren" raum und hält den quälgeist auf abstand. das ist ja auch in ordnung.
Aber ihre ganze Körperhaltung (geduckter Rückzug plus gelegentlich Flaschenbürste) wirkt, als hätte sie Angst...

mein großes problem ist aber jetzt: du sperrst die tür wieder zu. und das ganze - mit aller aufregung für alle beteiligten - startet am nächsten tag wieder von vorne. das kann meines erachtens nicht gut sein.
Wäre es besser, sie momentan (=solange die Gittertüre noch nicht fertig ist) nur hinter verschlossenen Türen zu lassen? Aber das ist dann ja wie Gefängnis, oder? Es soll ja ihr Zuhause sein/werden...
 
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Starfairy

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Ich habe hier auch Altbau und kenne das mit den krummen Wänden und seltsamen Türgrößen usw.
Ich glaube, ich habe hier im Haus keine 2 Türen, die die gleiche Größe haben.

Jetzt kommt das (lange?) Wochenende, da baust du deine Türe und dann läuft das schon.
In einer Wohnung, wo Standardtüren passen, wäre der einfachere Weg, eine billige Tür im Baumarkt zu kaufen, einen großen Ausschnitt reinsägen und dort Gitter dranmontieren.
Aber bei Altbau funktioniert das erfahrunggemäss nicht.

Wenn die Kleine sich schon von ihrer Ziehmutter so schlecht wegschicken lässt, dürfte sie wirklich recht aufdringlich sein. Hoffentlich können ihr deine Altkatzen da deutliche Grenzen setzen.
Wenn sie das tun, auch wenn es brutal aussieht, bitte nicht eingreifen. Das muß die Kleine lernen, sonst könnte sie durchaus ein kleiner Tyrann werden.
 
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Ich habe hier auch Altbau und kenne das mit den krummen Wänden und seltsamen Türgrößen usw.
Ooohhh jaaaaa... Und dazu kommt noch nahezu nicht einschätzbares Mauerwerk... Einmal wollte ich einen stinknormalen Ikea-Regalträger an der Mauer befestigen, ein 5mm-Dübel hätte es werden sollen --> Aus dem geplanten 5mm-Loch wurde ein Krater, der aussieht wie nach einem Asteroideneinschlag :alien:


Ich glaube, ich habe hier im Haus keine 2 Türen, die die gleiche Größe haben
Und keine 2 Fenster :yeah:

Dafür habe ich hier in meinem Jahrhundertwendehaus aber wiederum architektonische Besonderheiten, die man im Neubau nicht findet, wie zB mehrere Milchglasfenster zum Stiegenhaus, sodass in jedem Raum Tageslicht herrscht. Und ein Bad mit riesigem (!) Fenster. Und hohe Wände... Und Flügeltüren... und echten Parkettboden... Und Altbaucharme sowieso :pink-heart: Und im Sommer ist es dank (überwiegend) Ziegelgemäuer bei weitem nicht so heiß wie im Betonbunker.

Aber die Sache mit den schiefen Wänden, buckligen Böden und dem teilweise sandigen Mauerwerk ist halt eine besondere Herausforderung, das stimmt. Als ich hier einzog, war mein erster Gedanke: Oooooohhh, soooooo viel Höhe für einen riesigen Catwalk.... Der Catwalk ist uns bald vergangen, nach dem ersten Krater in der Mauer.

Jetzt kommt das (lange?) Wochenende, da baust du deine Türe und dann läuft das schon.
Ja, schauen wir mal, wie weit ich komme :D Aber grundsätzlich hatte ich genau das vor, ja.

In einer Wohnung, wo Standardtüren passen, wäre der einfachere Weg, eine billige Tür im Baumarkt zu kaufen, einen großen Ausschnitt reinsägen und dort Gitter dranmontieren.
Aber bei Altbau funktioniert das erfahrunggemäss nicht.
Richtig, es wäre so easy gewesen, einfach die billigste Standardtüre aussuchen, jemanden mit Auto um den Heimtransport bitten und schon ist die Türe ausgetauscht. Aber so ist es wirklich mühsam. Meine Türe ist noch dazu doppelflügelig, bittesehr, und jeder Türflügel ist unterschiedlich hoch :eek:, also es gibt keinen rechten Winkel an der ganzen Türe. Wobei, es gibt keinen rechten Winkel in der gesamten Wohnung... :p

Wenn die Kleine sich schon von ihrer Ziehmutter so schlecht wegschicken lässt, dürfte sie wirklich recht aufdringlich sein.
Sie wurde mir an sich als extrem scheu beschrieben und das war zu Beginn auch tatsächlich zutreffend, ich habe sie bei meinem Besuch auf der "Pflegestelle" (eigentlich war es eine Notunterkunft für die Katzen) ja überhaupt nicht gesehen, weil sie sich versteckt hatte; und auch nach ihrem Einzug hier bei mir hat sie sich die ersten 1 - 1 1/2 Tage vor mir versteckt.

Sie kam dann irgendwann raus aus ihrem Versteck, wurde täglich, ja fast stündlich mutiger und beschnuppert inzwischen auch schon meine Hände und Füße. Eigentlich hat sie eine rasante Entwicklung hier durchgemacht, vom unsichtbaren Häuflein Elend, das vor Angst wie Espenlaub zitternd unterm Sofa fast vergeht, zum übermütigen, abenteuerlustigen Katzenkind, das die Wohnung erkundet und sofort überall dran ist.

Raufnehmen lässt sie sich aber immer noch nicht, streicheln geht auch noch nicht wirklich. Vor Menschen hat sie einfach grundsätzlich Angst, das wurde mir vor ihrer Adoption schon geschildert und deshalb waren ihre Vermittlungschancen nahezu Null, denn niemand will ein scheues Katzenkind, das sich nicht angreifen lässt. Deshalb wurde sie zu Liserl gleich dazu adoptiert.

Aber sie rennt mich schon über den Haufen, wenn ich mit dem Futterschüsserl komme und ist auch sonst den ganzen Tag heraußen (=nicht im Versteck hinterm Sofa).

Wie sie sich anderen Katzen gegenüber verhält, ist schwer zu sagen, sie hatte ja auf Grund ihres sehr jungen Alters noch nicht viele Gelegenheiten, andere Katzen außer ihren Bruder (der längst vermittelt ist) und Liserl (mit der sie hier bei mir eingezogen ist) kennenzulernen, denke ich. Man weiß auch so gut wie gar nichts über ihre Vorgeschichte, ich weiß auch nicht, warum sie keine biologische Mama mehr hat, ebenso wenig weiß ich über Liserls Vorgeschichte Bescheid, außer dass sie von einem Tag auf den anderen von ihren früheren Menschen vor die Tür gesetzt wurde.


Hoffentlich können ihr deine Altkatzen da deutliche Grenzen setzen.
Bei Gina mache ich mir da wie gesagt absolut keine Sorgen, Gina kann das. Gina lässt aber auch wesentlich mehr zu als Minnie. Ich habe vor einigen Tagen beobachtet, dass sie die Kleine bis auf 1 m an sich vorbeilaufen lässt. Und wenn die Kleine direkt hinter ihr ist, sogar näher.

Minnie hingegen braucht eine deutlich größere Distanz zu den Neuen, ich schätze 2 - 3 Meter mindestens.

Und Minnie zeigt ihr halt nur durch Knurren und Pfauchen, dass sie auf Distanz gehen soll, aber die Kleine kapiert es offensichtlich nicht (?)

Wenn sie das tun, auch wenn es brutal aussieht, bitte nicht eingreifen.
Ok... Gestern hatte ich mich nämlich schon mit dem Wasserspritzerl (Blumenspritzerl) ausgerüstet, als beide unterm Bett hockten und das Geknurre wieder losging... Ich habe es aber nicht zum Einsatz gebracht, ich habe ihnen statt dessen die Unterbettkommode weggezogen, hinter der sich zumindest eine der beiden verschanzt hatte. War aber wahrscheinlich auch ein Fehler?

muß die Kleine lernen, sonst könnte sie durchaus ein kleiner Tyrann werden.
Ach du Schande...

Nein, ein kleiner Tyrann darf sie keineswegs werden, hier wohn(t)en stets gut sozialisierte Katzen, die sämtliche Regeln beherrschen.

Wie soll ich also reagieren, wenn es wieder einmal zu einer solchen Situation kommt? Einfach warten?
 
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Polayuki

Polayuki

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Die Katzen in brenzligen Situationen mit Wasser zu bespritzen ist nicht zu raten, da es sein kann dass sie diese negative Erfahrung Wasser auf die heweildms andere Katze projizieren und dann zukünftig dass negative miteinander verknüpfen.
Lg
 
Grinch2112

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Aber die Sache mit den schiefen Wänden, buckligen Böden und dem teilweise sandigen Mauerwerk ist halt eine besondere Herausforderung, das stimmt. Als ich hier einzog, war mein erster Gedanke: Oooooohhh, soooooo viel Höhe für einen riesigen Catwalk.... Der Catwalk ist uns bald vergangen, nach dem ersten Krater in der Mauer.
Oh das kenne ich. Bei mir sind es zwar ganz normal hohe Wände, aber die Außenwände und die Wände zum Treppenhaus sind dank dem Mauerwerk eine Katastrophe. Selbst ein läppischer Handtuchhalter wollte nicht halten, den konnte ich genau so ohne große Anstrengung wieder aus der Wand ziehen. Es entstanden zwar keine Krater, aber halten will trotzdem nix auf normale Weise.
Zum Glück ist die wichtigste Wand für den Catwalk keine Außenwand. Noch haben wir aber nicht angefangen und wer weiß, da es ein Mehrfamilienhaus in 3 Teilen ist sozusagen, ist die bestimmte Wand, die Wand zum Nachbarhaus. Eigentlich sind die 3 Teile gesamt ein Haus, aber ich kann mir schon gut vorstellen, dass dann die bestimmten Zwischenwände wieder aus Mauerwerk in gleicher Art sein könnten. Zum Glück stehen wir nicht so großartig auf Bilder oder andere Deko an den Wänden, da würde ich sehr wahrscheinlich wahnsinnig werden. :omg: Unsere Vorhangstangenhalter kommen auch langsam wieder aus der Wand, obwohl ich die extra meinen Vater machen ließ, der extra schöne lange Fischerdübel mit brachte.
 
minna e

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Ja klar, auf sie muss es so wirken. Obwohl beide Stammkatzen schon auch sehr neugierig sind, vor allem Minnie lauert oft vor der verschlossenen Wohnzimmertüre. Sie findet das scheinbar hochinteressant, was da im Wohnzimmer vor sich geht, umgekehrt ist es genauso. Gina hält sich da eher zurück, ihr ist das offenbar nicht so wichtig.
vielleicht ist es gina schon wichtig, aber sie geht halt einfach bedächtiger an die sache ran. ich finds gut


total! alle machen das ziemlich gut! und benehmen sich vollkommen normal.

zwerg vorwitz hat keine angst. was erst mal gut ist (noch ist sie altersbedingt und vom typ her etwas distanzlos, aber das dürfte sie bei gutem briefing durch die anderen auch noch lernen.)

liserl ist etwas dezenter, und vorsichtiger. ist eben nicht ihr revier. also auch vollkommen normal.

gina scheint nicht sehr revierbezogen zu sein bzw. hat nicht das bedürfnis, ressourcen zu verteidigen. auch gut.

und minnie findet es eben semi-optimal, dass da noch welche sind. aber sie ist nicht auf krawall aus, sondern wählt den rückzug. und sie darf den kleinen wutz dann mal anranzen, wenn der ihr zu nah kommt. ebenfalls ziemlich normal.



Oh je... So hatte ich das überhaupt nicht betrachtet...
das ist oftmals das problem, durch dieses hin und her startest du im grunde genommen immer neu mit der zusafü. das ist echt ein auf und ab.

Ich dachte, es sei die einzige Möglichkeit bzw. die einzige Tageszeit, zu der sie einander kennenlernen können, weil ich halt erst abends heimkomme...

grundsätzlich ist (erstmal) aufsicht auch gut. aber etwas langsamer, erst etwas einleben lassen, die neuen besser kennenlernen (und einschätzen lernen) dürfte den katzen gut tun. und einen schritt zurück und langsam mit gitter ist auf alle fälle sicherer.

wenn die sich behaken, aus welchem grund auch immer, kann das tiefsitzende antipathie auslösen. und das ist schwer wieder "reparierbar"


Ja, Lotti ist immer sofort voll dabei, Liserl lässt sich etwas Zeit. Lotti hat ja sofort alle Kratzbäume UND die schiefe Säule von Pisa erklommen und war auf dem Heiligtum (Kleiderschrank) oben... Oh weia. Der Kleiderschrank ist der geweihte Tempel meiner Stammkatzen, dorthin ziehen sie sich zum Meditieren zurück.
das passiert früher oder später. und dann müssen sie ich einigen. vielleicht auch mit etwa ärger. aber das kannst du besser händeln,wenn keiner mehr so aufgeregt ist und du alle etwas besser einschätzen kannst. und vielleicht auch ohne angst der scheuen neuzgänge eingreifen kannst.



Ja klar, sie braucht Action und ich versuche sie, Liserl und meine beiden Stammkatzen jeweils auch zu bespielen und zu bespaßen. Leider gelingt es mir nicht immer (bin auch manchmal zu müde und letzens bei den zwei Neuen am Wohnzimmersofa eingeschlafen...)
auch das gehört dazu. ;) da konnten die beiden dich ja etwas ausgiebiger begutachten :D

wichtig ist aber, versuche erst einmal deine stammkatzen vorzuziehen. das gelingt dir eh nicht (kann eigentlich keiner, denn neu lenkt einen immer etwas ab) aber du hälst mindestens die balance bzw. zeigst deinen, dass sie noch immer die erste geige spielen


Aber ihre ganze Körperhaltung (geduckter Rückzug plus gelegentlich Flaschenbürste) wirkt, als hätte sie Angst...
sie ist sicher nicht amüsed. aber wirklich angst??? unsicher und genervt. das vermutlich. aber das vergeht.

Wäre es besser, sie momentan (=solange die Gittertüre noch nicht fertig ist) nur hinter verschlossenen Türen zu lassen? Aber das ist dann ja wie Gefängnis, oder? Es soll ja ihr Zuhause sein/werden...
das schaffen die. vor allem, wenn du dich regelmäßig auch bei ihnen aufhälst und dich mit ihnen beschäftigst. gefängnis ist anders. und ist ja nicht für ewig
 
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Wir haben leider ein neues Problem, nämlich ein Pinkelproblem. Heute früh ertappte ich Klein Lotti, als sie aufs erste Sofa strullerte. Sie hat sich richtig gezielt hingehockt, so wie sie es am Kisterl macht.

Wenig später fand ich am zweiten Sofa einen neuen Urinfleck vor.

Leute, ich bin grad wirklich überfordert mit der Situation, noch dazu wo ich in den letzten Tagen 2x mit der Großen (Liserl) in der Tierklinik war und sie seither medizinisch versorgen muss. Und Trichter... Ich bin 12 Stunden außer Haus, ich bin gerade am Heimweg und habe Angst vor de, was mich im Wohnzimmer erwartet... Noch mehr Urinflecken am Sofa? Was kommt als nächste? Der Teppich?
 
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Sie hat mehrere Baustellen:

Zum einen hat sie entweder eine Art Spritzenabszess (wobei ich nicht weiß, ob, wann und an welchen Stellen sie welche Spritzen erhalten hat) oder sie hat sich die resorbierbaren Nähte, die offenbar so resorbierbar nicht waren, teilweise wieder rausgezupft und an der Kastrationswunde herumgeschleckt/gebissen.

Die eine TÄ meinte, an so einer Stelle würde man doch keine Kastra machen, die andere wiederum sagte, sie hätte das schon gesehen.

Wie auch immer, ich säubere ihr jetzt 2x täglich die Wunden (dort, wo noch ein Faden hing, hat sie auch herumgezupft) auf Anraten der TÄ mit Käspappeltee, das mag sie gar nicht, sie knurrt. Eine Honigsalbe sollte auch noch drauf, aber da ist sie dann schon grantig, denn -->

Die zweite Baustelle sind die Ohren... Da wir ja schon dort waren und ihr Blutohr ja wirklich auffällig ist, haben die TÄ gleich in die Ohren geschaut, einen Abstrich gemacht, keine Milben gefunden, dafür zuhauf Hefepilze und Bakterien... der ideale Nährboden...

Deshalb kratzt sie sich an den Ohren, deshalb dürfte langfristig auch ihr Blutohr entstanden sein und jetzt kriegt sie täglich Ohrentropfen. Gut, dass ich heuer an meiner alten Gina schon zur Genüge mit Ohrentropfen üben durfte, so geht das bei der Liserl mittlerweile zack-zack.

Und dabei knurrt sie auch...

Und einen Trichter hat sie auch verpasst bekommen, mit dem Trichter donnert sie überall an, sie geht dann nur noch im Rückwärtsgang, überall stößt sie mit dem Popsch an, bis sie bei der Türe landet. Dort wartet dann auf der anderen Seite schon die Minnie, pfaucht (oder knurrt, je nachdem), halleluja.

Da sie den Trichter völlig ablehnt und es scheinbar nie gelernt hat, damit zu manövrieren, kann sie damit vermutlich auch nicht gscheid essen (böse Zungen würden jetzt behaupten, dass ihr das eh nicht schadet... :D), sie macht einen auf gaaaaaaanz aaaaarm und ist grantig, sobald sie den Trichter tragen muss. Pfaucht ihre Adoptivtochter an, donnert in die Kleine rein, wenn sie rückwärts geht, ist schlecht gelaunt und schaut mich nicht mal an.

Jetzt hab ich ihr zum Essen und zum Spielen mal den Trichter abgenommen, sie war sofort wie ausgewechselt, bis ich wieder mit den Ohrentropfen und dem Käspappeltee angerückt bin. Ach ja, Antibiotika (oral) hatte ich ganz vergessen zu erwähnen, die kriegt sie auch 2x täglich und da beginnt sie schon zu knurren...

Also entweder hat sie bei ihrer früheren Familie niemals Kontakt mit Tabletten oder anderer medizinischer Versorgung gemacht oder sie gehört zu den Katzen, die bei der geringsten Behandlung schon grantig werden. Meine Gina ist eine von dieser Sorte, mit ihr habe ich meine liebe Not, wenn ich sie medizinisch versorgen muss, aber meine anderen Katzen ließen das immer über sich ergehen - zwar nicht begeistert, aber immerhin weitgehend compliant.

Aber das kriegen wir schon hin, Tabletten eingeben ist für mich längst Routine. Wunden hab ich auch schon gesäubert und monatelang Ohren eingetropft. Das schaffen wir auf jeden Fall, mit oder ohne Knurren.

Was mir mehr Sorgen macht, ist die pinkelnde Lotti. Jetzt am Abend zuhause hab ich sie zwar nicht beim Sofapinkeln erwischt, aber das heißt nix. Und irgendwie riecht es noch immer oder schon wieder nach Urin, obwohl ich frühmorgens gleich, nachdem ich sie dabei in flagranti erwischt hatte, mit dem Geruchsentferner drübergesprüht habe und zwar massenhaft. Ich hatte leider in der Früh keine Zeit für ausgiebigere Aktionen, da ich zur Arbeit musste. Und ausgerechnet heute musste ich besonders lange arbeiten und die ganze Zeit im Hinterkopf die Gedankenspirale, ob das Sofa dann komplett versifft ist, wenn ich nach 12 Stunden heimkomme und ich es nur noch auf den Sperrmüll werfen kann?

Ehrlich, das ist momentan eine große Belastung für mich, ich will nicht in einer verpinkelten Wohnung leben, das halte ich nicht aus.

Und vor allem würde ich gerne den Grund erfahren; denn wenn sie ihren Stuhlgang absetzt, findet sie ja auch den Weg zum Kisterl.

Ich bin wirklich ratlos. Sooooo klein ist sie nun auch wieder nicht, dass sie nicht wüsste, wo man Pipi macht, vorher hat sie es ja auch immer geschafft. Und es handelt sich auch um kein unterwegs verlorenes Lulu (das kann ja mal vorkommen, grad bei den ganz Kleinen ist der Weg manchmal doch zu weit), sondern sie hat zielgerade aufs Sofa gepinkelt und zwar interessanterweise auf ausgerechnet jene Stelle, an der sie immer schläft. Morgens, wenn ich ins Wohnzimmer komme, blinzelt mich manchmal eine verschlafene Lotti auf dem Sofa an und zwar wirklich an exakt jener Stelle. Das ist doch merkwürdig, denn Katzen trennen ja räumlich sehr strikt ihre Zonen und würden freiwillig niemals auf ihrem Schlafplatz pinkeln.
 
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vielleicht pieschert deswegen die kleene :confused: könnte ich mir zumindest vorstellen. das ist ja ihre gesellschaft. die sich grad etwas gruselig darstellt.

btw- was sagt denn die orga zu den baustellen?
 
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vielleicht pieschert deswegen die kleene :confused: könnte ich mir zumindest vorstellen. das ist ja ihre gesellschaft. die sich grad etwas gruselig darstellt.
Ok, aber deswegen aufs Sofa pinkeln? Irgendwie erschließt sich mir der Zusammenhang nicht...

btw- was sagt denn die orga zu den baustellen?
Naja, was sollen sie groß sagen... Sie wussten ja nicht, dass Liserl auf die resorbierbaren Fäden so reagieren würde, ja möglicherweise sogar eine allergische Reaktion auf das Nahtmaterial entwickelt hat. Das kann niemand vorhersagen.

Und die Ohren wurden kurz, bevor sie zu mir übersiedelt sind, in derselben Tierklinik noch angeschaut. Wobei ich nicht weiß, wie genau; ich geh mal davon aus, dass kein Abstrich gemacht wurde.
 
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Starfairy

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Du darfst nicht vergessen, das sie noch nicht lange da sind und noch unsicher in der fremden Umgebung.
Deck die Couch mit Inkontinenzauflagen ab und stell noch ein weiteres Klo rein.
Falls das mit dem Trichter länger dauert, guck mal im Internet. Da gibt es weiche Trichter, die von den Katzen viel besser toleriert werden. Oder aufblasbare Ringe um den Hals.

Wo wurde sie denn kastriert? Seitlich an der Flanke? Das macht mein Tierarzt auch, da hab ich erst auch doof geguckt. Aber der Schnitt war winzig klein, nicht länger als vielleicht 1,5 cm. Und völlig problemlos verheilt.
 
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Deck die Couch mit Inkontinenzauflagen ab und stell noch ein weiteres Klo rein.
Ok, ich werde ihnen ein drittes Klo reinstellen. Der Tipp mit den Inkontinenzauflagen klingt gut; muss mal googeln, wo man sowas kriegt.

Falls das mit dem Trichter länger dauert, guck mal im Internet. Da gibt es weiche Trichter, die von den Katzen viel besser toleriert werden. Oder aufblasbare Ringe um den Hals.
Die Wunde sollte laut TA eigentlich in wenigen Tagen verheilt sein; ich glaube aber, dass sie den Trichter auch wegen der Ohren noch länger tragen sollte, damit sie nicht dauernd darin kratzt. Die Ohrengeschichte wurde mir als längerwierige Angelegenheit skizziert.

Den Ring hab ich auch schon angedacht, vielleicht klappt das wirklich besser. Mit dem Trichter wirkt sie total überfordert.

Wo wurde sie denn kastriert? Seitlich an der Flanke? Das macht mein Tierarzt auch, da hab ich erst auch doof geguckt. Aber der Schnitt war winzig klein, nicht länger als vielleicht 1,5 cm. Und völlig problemlos verheilt.
Ja genau, seitliche Flanke. Ich kannte das überhaupt nicht und offenbar auch nicht jeder Tierarzt.

Ich glaube auch nicht, dass es am Schnitt liegt (der ist auch nicht viel größer, würde sogar sagen, etwas kleiner), sondern am Nahtmaterial, wie die eine Tierärztin mutmaßte.

Ich vermute, dass die Nähte sich nicht vollständig aufgelöst haben bzw. hat man ja gesehen, dass noch der eine oder andere Faden hing und vielleicht hatte sie davon einen Juckreiz?

Jedenfalls hat die TÄ ihr den heraushängenden Faden entfernt und die Wunde sah heute früh auch schon viel "schöner" aus als noch vor ein paar Tagen.

Es geht halt nix über Käspappeltee, der wirkt echt Wunder...
 
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