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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 09.07.2017, 15:14   #1
Meltman
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Standard Neue Wohnung und neue Katze(n)

Hallo wehrtes Forum,

meine Fundkatze wird bald 5 und ich ziehe nächste Woche in eine eigene Wohnung. Meine Eltern behalten unser "altes" Mädchen, welche jetzt ungefähr 13 sein sollte, deshalb wollte ich meiner Miez einen Spielkameraden aus dem örtlichen Tierheim holen. Da ich keinen Balkon habe und die Wohnung ca. 50 m von einer Landstraße entfernt ist, möchte ich die neue Katze gerne, genau wie meine, als reine Wohnungskatze halten.

Da das Tierheim nur 3 reine Wohnungskatzen hat, wobei zwei erst ein paar Monate alt sind, und die dritte eine Seniorin, tendiere ich eher zu den Kleinen. Um meine zu entlasten, denke ich darüber nach, die beiden Kleinen zu übernehmen, damit noch ein Spielkamerad vorhanden ist, wenn meine ihre Ruhe haben will.

Die Wohnung hat etwas mehr als 70qm und hat 2 Zimmer mit Türen und ein großes offenes Wohnzimmer zum Flur und zur offenen Küche hin. Um den Katzen das Umziehen zu erleichtern, wollte ich diese erst in die Wohnung nehmen, wenn ich alles an Möbel wieder aufgebaut habe.

Ich würde gerne alle Katzen am selben Tag in die neue Wohnung bringen und den kleinen mit einer selbstgebauten Gittertür eines der Zimmer zum eingewöhnen lassen, während meine den Rest der Wohnung hat.

Bisher habe ich drei Toiletten, weil ich bisher mit zwei Katzen gerechnet habe, sollte ich nach der "Anzahl der Katzen + 1"-Regel noch eine holen?

Die Kleinen, ein Junge und ein Mädel, sind noch nicht sterilisiert/kastriert, die nette Dame im Tierheim sagte Jungs kann ich mit 6 Monaten kastrieren lassen, Mädels mit 6-9 Monaten, deckt sich das mit euren Erfahrungen?

Was haltet ihr grundsätzlich von meinen Vorhaben, insbesondere, dass ich alle am selben Tag in die Wohnung bringen möchte und vom Altersunterschied?

Besten Gruß und Danke für Tipps und Denkanregungen
Tobi
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Mitleid mit Tieren hängt mit der Güte des Charakters so genau zusammen, dass man zuversichtlich behaupten darf, wer gegen Tiere grausam ist, könne kein guter Mensch sein. Schopenhauer
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Alt 10.07.2017, 22:14   #2
BeateK
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Hallo.

Bei reiner Wohnungshaltung sollte keine Katze allein gehalten werden, insofern finde ich die Idee, eine (oder zwei) weitere dazu zu holen. Du hast geschrieben, im TH gäbe es drei Wohnungskatzen in der Vermittlung. Wie alt ist denn die Seniorin, die sie dort haben, und wie verhält sie sich zu anderen Katzen dort?

Solltest du dich eher für die jungen Katzen entscheiden wäre es sicher gut, wenn diese zu zweit wären.
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Alt 10.07.2017, 22:16   #3
Venya
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Venya
 
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Aber ist es nicht doof, dass dann die alte Dame allein bleibt?
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"Manche Menschen können mich nicht leiden, wegen der Dinge, die ich sage.
Jetzt stellt euch bloß mal vor, die wüssten was ich denke.
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Alt 11.07.2017, 00:26   #4
BeateK
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Zitat:
Zitat von Venya Beitrag anzeigen
Aber ist es nicht doof, dass dann die alte Dame allein bleibt?
Welche alte Dame meinst du denn? Die im Tierheim? Ach, wahrscheinlich die, die bei den Eltern bleibt, oder? Ja, in der Tat, das finde ich auch nicht so schön.
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Alt 11.07.2017, 00:35   #5
zoeytrang
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Zitat:
Zitat von BeateK Beitrag anzeigen
Welche alte Dame meinst du denn? Die im Tierheim? Ach, wahrscheinlich die, die bei den Eltern bleibt, oder? Ja, in der Tat, das finde ich auch nicht so schön.
Vielleicht könnte man ja einen Versuch mit ihr und der Seniorin im TH starten
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Butzi Nicky
Unser Leben in Klein Paris


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Alt 11.07.2017, 06:26   #6
Rickie
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Rickie
 
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Dn Plan, zwei Katzenkinder zu nehmen und die Seniorkatze zu der bei den Eltern verbleibenden Katze zu geben, finde ich gut.
Und auch den Plan, alle Katzen gleichzeitig nach dem Umzug einziehen zu lassen. Das haben wir auch so gemacht (3 Katzen waren bei meiner Mutti mit uns zwischengeparkt, zwei weitere bei einer Forine, bis wir einziehen konnten), und das hat sehr gut funktioniert.

Was ich allerdings bedenklich finde, ist die spaete Kastration des gemischtgeschlechtlichen Paares, bedenkt man, wie oft es vorkommt, dass 4 bis 4 einhalb Monate alte Katzen schon traechtig sind. Ich wuerde beide mit 14 bis spaetestens 16 Wochen kastrieren lassen.
__________________
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Alt 11.07.2017, 07:43   #7
Meltman
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Danke für euren Input!

Zitat:
Zitat von Venya
Aber ist es nicht doof, dass dann die alte Dame allein bleibt?
Ich finde das auch doof Unsere alte Dame Lizzy ist nur mit einem Hund aufgewachsen und wurde viel zu früh von ihrer Mutter getrennt. Als wir sie bekamen, war sie kaum größer, als meine Handfläche. Sie wuchs nur mit einem Hund auf und wurde bis zu ihrer Kastration bei der ersten Rolligkeit gedeckt. Den kleinsten Kater aus dem Wurf haben wir behalten (Leider viel zu früh ein Sternchen geworden), und mit diesem hatte Lizzy schon zu kämpfen. Mit meiner ist es so, dass Lizzy anfing sich das Fell auszurupfen und gerade im Fellwechsel war sie immer sehr lange am Bauch und Unterschenkel nackig. Wir haben sie auf Parasiten und Futterallergie untersuchen lassen, aber am Ende schlussfolgerten wir und die TA immer stressbedingten Haarausfall. Ich denke, bei Lizzy ist der Zug abgefahren und ich möchte mit der Seniorin aus dem Tierheim nicht experimentieren und sie nach scheitern wieder ins Tierheim bringen müssen.

Ich habe überlegt, die Seniorin mit in meine Gruppe zu nehmen, weil es bei ihr so ist, dass man ihr Alter nur schätzen kann und es durchaus seien kann, dass sie erst 7 Jahre alt sein könnte, was für meine 5 Jährige ja fast schon ein Jackpot ist. Die Seniorin ist ein roter Persermix mit freundlichen und geduldigen Gemüt, deshalb habe ich sie nicht "reserviert". Sie hatte schon zwei Interessenten und ich hoffe darauf, dass sich jemand findet, der Freude an ihr hat. Ich habe vor, mit einer extra Transportbox zum abholen meines kleinen Fegers zu kommen, falls sich bis dahin niemand gefunden hat, der die vielleicht gar nicht so seniorige Seniorin ein Zuhause bieten möchte.

Bezüglich Kastration habe ich die "Arschkarte" gezogen.
Am Sonntag ware ich kurz nach Beginn der Öffnungszeiten im Tierheim und wollte mich nach Wohnungskatzen erkundigen, wobei mir die drei Katzen gezeigt wurden. Ich bat um Bedenkzeit und habe zwei Stunden später den beiden Kleinen telefonisch versucht fest zu zusagen. Man sagte mir, ich müsse das persönlich vor Ort machen, und ich solle mich beeilen, um zu vermeiden, dass einer der beiden Kleinen vorher vermittelt wird. Da es zum Zeitpunkt des Telefonates 5 Minuten vor dem Schliessungstermin war, konnte ich am Sonntag nicht nochmal zum Tierheim. Am Montag bin ich eine halbe Stunde nach der Öffnungszeit im Tierheim und der Kater von den Kleinen wurde schon vermittelt.

Für das kleine Mädel konnte ich auch keine Reservierung abgeben, nur meine Kontaktdaten wurden aufgenommen, weil sie Magen/Darm-Probleme hat und man mir erst Bescheid sagen möchte, wann sie vermittelt werden kann. Es ist mir schon klar, dass das Tierheim im Intresse der Tiere handeln muss und dabei keine Rücksicht auf mich nehmen kann, wenn von jemand anders eine feste Zusage kommt, ich war aber trotzdem etwas traurig/enttäuscht, dass der Kater schon "weg" war.

Da ich die Kleine nicht ohne gleichaltrigen Spielkameraden aufnehmen möchte, habe ich noch die Katzenhilfe vor Ort kontaktiert, aber die haben zur Zeit keine Kitten. Darauf habe ich bei Ebay Kleinanzeigen nach Katzenkinder gesucht und habe dort überwiegend 8-10 Wochen alte Kitten gefunden, und so frühe Abgabetermine möchte ich nicht unterstützen. Aber eine Anzeige mit einem 12 Woche alten Mädchen war dann doch zu finden. Der Kontakt ist sehr nett und ich darf die Kleine gleich besuchen. Es ist zwar immer noch Schade, dass es mit dem grauen Tigermädel vom Tierheim noch so in der Schwebe ist, aber ich glaub, ich wage es, wenn es ruhiger nach dem Umzug ist, meine und die 12 Wochen alte Miez zusammen einziehen zu lassen.

Zitat:
Zitat von Rickie
Was ich allerdings bedenklich finde, ist die spaete Kastration des gemischtgeschlechtlichen Paares, bedenkt man, wie oft es vorkommt, dass 4 bis 4 einhalb Monate alte Katzen schon traechtig sind. Ich wuerde beide mit 14 bis spaetestens 16 Wochen kastrieren lassen.
Das ist ja Wahnsinn, dass die schon so früh loslegen könnten Wenn mich das Tierheim nicht wieder auf den Topf setzt und es zwei weibliche Kitten werden, passt dann eine Kastration mit 6 Monaten? Ich möchte keine (ungedeckte) Rolligkeit riskieren!

Besten Dank für eure Tipps und Denkanregungen!
Liebe Grüße
Tobi
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Alt 22.07.2017, 08:48   #8
Meltman
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Hallo wehrtes Forum,

Es gibt zwar noch viel Arbeit, aber das Schlimmste vom Umzug habe ich hinter mir.

Meine älteste Miez Luna hat es ganz schwer gehabt, das fing schon in der alten Wohnung mit dem Abbau und Transport der alten Möbel an. Sie ist die ersten 3-4 Monate ihres Leben eine Streunerin gewesen und musste Glasscheiben und Maschinen erst noch kennenlernen. Mein Zimmer war immer ihr bestes Versteck, weil sie große Angst vor Fremden hat und in ihren 4,5 Jahren bei uns auch nie mit meinen Vater warm geworden ist. Und nun brachte ich auch noch für sie ganz Fremde mit in ihr Lieblingsversteck... Ich habe ihr danach einen Tag Ruhe gegönnt und habe sie dann am Donnerstag zur neuen Wohnung gebracht. Die Fahrt war eine einzige Katastrophe und fing schon mit der Transportbox an. Es sind nur 16 km gewesen, aber sie war total panisch und in der neuen Wohnung hat sie sich auch nicht beruhigen können. Wie bei einen Sturm oder an Sylvester hat sie sich versteckt, zitterte, mauzte und hatte schwitzige Pfoten. Abends kam sie kurz zu mir ins Bett, aber das Mauzkonzert ging auch noch später in der Nacht weiter. Am nächsten morgen ging das zittern bei ihr weiter und sie hatte nur ein bisschen Aldistick genascht, am Wassernapf, Fressen oder der Toilette hatte ich sie nicht gesehen oder gehört. Gegen 13 Uhr war ich los die Kleinen abzuholen und war nach einen längeren Plausch bei einer privaten Pflegestelle, um 18:00 wieder im neuen Zuhause. Weil meine Luna so schlimm aus dem Häusschen war, habe ich mir die langsame Zusammenführung geschenkt und mir durch die Kleinen eine Ablenkung der Großen erhofft.

Ich habe die Kleinen aus ihren Transportboxen gelassen und habe der Großen in ihrem Versteck die Kleinen einzeln präsentiert, was von beiden Seiten mit einem Fauchen quittiert wurde. Anschliessend gingen sich die Kleinen aus dem Weg und ich habe einen Aldistick verteilt, der von allen, zu meiner Erleichterung auch meiner Luna, gerne angenommen wurde. Nachdem ich ihnen ein bisschen Ruhe gegönnt habe, gab es noch etwas Nassfutter, was diesmal auch meine Luna gerne annahm, was mich richtig Happy machte. Luna verliess ihr Versteck, ging zum Wassernapf und nahm ein paar kräftige Schlucke und das erste Mal seitdem ich sie in die Transportbox verfrachtet habe, lief sie mit erhobenen Schwanz durch die Wohnung und erkundete die neuen Katzenklos und benutzte auch das erste Mal seit dem Umzug eines davon, ich war noch nie so froh eine Katze auf den Katzenklo zu sehen. Anschliessend hat sie sich bei mir ins Bett gelegt und hat dort etwas gedöst.

Luna, 5 Jahre


Mein Milchbärtchen, 4 Monate


Minimi, 13 Wochen


Luna geht wieder gut ans Fressen und langsam findet sie wieder zu ihren alten Charakter zurück, sie tat mir so leid, als sie so sehr gestresst war. Luna wurde in der alten Wohnung von unserer alten Dame Lizzy dominiert, und es gab oft ohne Grund Backpfeifen, da Lizzy lieber die einzige Katze im Haus ist.

Das Milchbärtchen war ein Flaschenkind und wurde mit ihrem Bruder in einer privaten Pflegestelle aufgepeppelt. Sie ist mir gegenüber unglaublich lieb und hat sich gestern Abend stundenlang neben mich vor dem Computer gelegt und wirft die Schnurre an, wenn man sie nur ansieht Sie ist noch nicht ans Nassfutter gegangen, aber alles andere klappt ganz gut. Sie ist mit 3 anderen Katzen groß geworden. Bei der halbstündigen Fahrt in ihr neues Zuhause hat sie keinen Piep von sich gegeben und lag bei Ankunft entspannt auf der Seite

Minimi
Ein liebes kleines mutiges und Neugieriges Kätzchen. Sie ist neben ihren Geschwistern mit 3,5 anderen Katzen aufgewachsen, der halbe ist der Streuner, um die sich die Familie kümmert. Sie fing als erstes mit dem erkunden an und ging auch als erstes ans Nassfutter, auch kennt sie keine Scheu dabei sich mit den anderen beiden anzufauchen Sie war die erste beim bespielen des Kratzbaumes und auch an den Kratzbrettern hat sie Pionierarbeit geleistet. Sie ist sehr verspielt und hat einen tollen Charakter und Bärenhunger. Die Autofahrt war eine Katastrophe für sie und eigendlich müsste sie vom ganzen gemauze heiser sein.

Die drei fauchen sich ausgibig an, aber bisher gab es nur einmal Backpfeifen ohne Krallen, als Minimi beim Aldistick teilen ausversehen der Luna zu nah kam. Ich bin gespannt, wie sie sich einspielen und wer der Boss wird. Geplant habe ich Minimi und Milchbärtchen erst nach ein zwei Wochen impfen und entwurmen zu lassen, damit sie sich nach dem Umzug erstmal erholen können und etwas robuster werden. Kastration machen ich in meiner reinen Mädeltruppe mit 6. bzw. 7 Monate, weil ich Minimi und Milchbärtchen gerne zusammen kastrieren lassen würde.

Über Tipps und Denkanregungen würde ich mich sehr freuen!

Liebe Grüße
Tobi
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Mitleid mit Tieren hängt mit der Güte des Charakters so genau zusammen, dass man zuversichtlich behaupten darf, wer gegen Tiere grausam ist, könne kein guter Mensch sein. Schopenhauer

Geändert von Meltman (22.07.2017 um 08:54 Uhr)
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