Zusammenführen Tipps

  • Themenstarter Emi2004
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Emi2004

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Hallo 😀
An alle Katzenerfahrenden. Könnt ihr mir Tipps geben wie ich es meinen 2 Katzen leichter machen?
Zur Geschichte.
Meine erste Katze kam mit 9 Monaten.
Sie war mit ihren Geschwistern die ganze Zeit alleine. Abgesehen von der Frau die 2 mal am Tag kam hatte sie keinen Menschenkontakt.
Es war schwer für sie. Wir sind eine relativ große Familie mit viel Kontakt.
Für sie war es sicherlich ein Schock. Getrennt von ihren Geschwistern (die alle verstreut weggeben wurden, sie wollte keiner außer wir) und soviel Menschen. Aber mit viel Geduld kam sie an. 6 Wochen langsam unter dem Sofa raus😅
Wir sind so stolz auf sie. Sie hat sich so toll gewöhnt. Ist Freigangkatze und nur auf unsere Familie gewöhnt.
Und nun kam die zweite Katze. 8 Wochen. Ich weiß viel zu früh.
Aber der Mann hat eine 2 Zimmer Wohnung und die Mama hat den ganzen Wurf verstossen. Sie ist auf die Kleinen los. Sie war wieder die letzte. Wir nehmen immer die letzen🤣.
Also zusammenführen. Gitter besorgt für die Tür. Zimmer getauscht für die Gerüche.
Erstes zusammenkommen hat die Große sie beobachtet.
Die kleine ist ausgeflippt mit fauchen, Buckel usw.
Ich dachte eher das unsere Große eher rumtut. Ist ja immerhin ihr Revier?
Wir üben uns natürlich in Geduld. Lassen allen beiden Zeit.
Aber ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll.
Wenn die beiden knurren und fluchen auseinander oder der Natur ihren Lauf lassen? Wann soll ich das Gittern öffnen?
Vielen lieben Dank
 
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Emi2004

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Bzw. Wir war es bei euch?
Wie habt ihr das gemacht. 😀
Hatte jemand einen Altersunterschied von ja jetzt 9 Wochen und 13 Monaten.
 
Wildflower

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Wie lange kennen sich die beiden denn jetzt schon? Eine Zusammenführung kann durchaus ein paar Wochen dauern.
Interessant, das die Kleine die Große anfaucht. Das kenne ich (noch) nicht.
 
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Emi2004

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Hi vielllen Dank für die Antwort.
Ist noch ganz frisch. 2 Tage.
Ich dachte nur ich hole mir gleich Feedback. Vielleicht mache ich dann weniger Fehler. 🙈
 
Wildflower

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Zwei Tage sind doch nichts ;) Das ist einfach alles noch so viel Neues für das Kleine.
Anfauchen ist da völlig normal.
Weiter beobachten.
 
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Emi2004

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Vielleicht liegt es an der Mama?
Durch das verstoßen?
Natürlich ist unsere Große kastriert.
Vielleicht hat die kleine jetzt Angst vor großen?
 
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Emi2004

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Ja stimmt.
Ist natürlich alles neu.
 
Wildflower

Wildflower

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Vielleicht liegt es an der Mama?
Durch das verstoßen?
Natürlich ist unsere Große kastriert.
Vielleicht hat die kleine jetzt Angst vor großen?
Das ist möglich. Wenn sie keine große Katze kennt und ohne Mama von Hand aufgezogen wurde, muß sie sich erstmal darann gewöhnen
 
Pitufa

Pitufa

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Herzlich Willkommen @Emi2004 ,

leider ist hier vieles schief gelaufen.

Erstens trennt man nie ein 8 Wochen altes Kitten von der Mutter und, ich bin mir ziemlich sicher, dass dir dieser Vermehrer einen ziemlichen Bären aufgebunden hat, von wegen, Katzenmutti verstösst Kitten...so etwas liesst man nämlich hier tagtäglich. Den Vermehrern geht es nicht schnell genug, die Kitten loszuwerden, dann greift man eben zu Lügengeschichten und hofft auf das Mitleid von Menschen.
Dein Kitten ist mit 8 Wochen noch gar nicht sozialisiert und jetzt willst du sie, ein Kleinkind, auch noch mit einer 13 Monatigen Katze, ein Teenager, vergesellschaften, obwohl deine Katze eine gut sozialisierte Spielkameradin im gleichen Alter bräuchte.

Die einzigste Möglichkeit, die Situation zu retten ist, dass du zu deinem kleinen Kitten noch ein weibliches Kitten im Alter von 3 Monaten dazu holst. Somit hat die Kleine eine Spielkameradin und jemand, der sie "kätzisch" sozialisiert.

Lg
 
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Emi2004

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  • #10
Hi

In diesem Fall ist es anders.
Ich habe die Mutter gesehen und ihre Reaktion, die kleine ist entwurmt und vorstellig beim Tierarzt gewesen.
Nur dieses Geld wollte er (Rechnung ist vorhanden). Mama wird auch sterilisiert. Das war so von dem Mann nicht geplant. Er war auch froh das ich so nah bei ihm wohne, so kann er wenigsten diese Kleine besuchen.
Wir kommen aus der gleichen Gemeinde.
Gerade weil es viele gibt die das behaupten und er eben nicht als Lügner dastehen möchte. Nicht alle sind so. Nicht gleich verurteilen bitte.
Nein noch eine Katze kommt nicht in Frage.
Ich möchte den Versuch nicht gleich aufgeben. Hat es den nie geklappt?
Kommt es den nicht auch auf den Charakter der Katzen an.
Vom Gefühl glaube ich das es für beide ein Zugewinn wäre.... Sie brauchen halt Zeit....
 
Pitufa

Pitufa

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  • #11
Eine Kitten mit 10 Wochen hat noch keinen gefestigten Charakter, das pendelt sich erst ca. mit eineinhalb Jahren ein.

Man soll ein Kitten nie alleine halten. Was die Kleine im Moment ganz dringend braucht ist eine drei monatige Spielgefährtin, mit der sie kuscheln kann und die Katzensprache lernt.

In so einem Falle, sollte man seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellen und auf die Bedürfnisse des Kitten eingehen. Wenn du kein gleichaltriges Kitten mit dazunehmen möchtest, dann suche ihr bitte ein anderes schönes Zuhause mit Kittengesellschaft und suche für deine Katze eine ebenbürdige Partnerin.

Wie hat sich denn die Katzenmutti ihren Kitten gegenüber verhalten?
In den ganzen Jahren habe ich schon viele Katzenmuttis gesehen, die waren Haut und Knochen oder verletzt...aber alle haben ihre Kitten, wie Löwinen verteidigt.
Deswegen kann ich mir schwer vorstellen, dass die Kitten verstossen wurden.
 
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  • #12
Ich möchte den Versuch nicht gleich aufgeben. Hat es den nie geklappt?
Doch, bei uns hat es geklappt. Allerdings war der junge Kater älter als 8 Wochen, kam aber zu einer erwachsenen Katze.

Nicht immer sind die Umstände ideal, aber nun hast du die Kleine eben und wenn es nicht möglich ist, noch ein Kätzchen im gleichen Alter aufzunehmen würde ich es einfach weiter beobachten. Ich denke schon, das sich beide aneinander annähern werden.
 
Kayalina

Kayalina

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  • #13
Ich möchte den Versuch nicht gleich aufgeben. Hat es den nie geklappt?
Kommt es den nicht auch auf den Charakter der Katzen an.
Vom Gefühl glaube ich das es für beide ein Zugewinn wäre.... Sie brauchen halt Zeit....

Hallo,
leider ist die Situation, unabhängig davon, ob sich die Katzen irgendwie und irgendwann arrangieren, vor allem für das Kitten bis es erwachsen ist ziemlich bescheiden. Kitten brauchen andere Kitten, um gut aufzuwachsen. Ist der einzige Sozialpartner eine erwachsene Katze, geht ihnen leider ein großes Stück ihrer Kindheit verloren. Ein sehr viel größerer Zugewinn wäre es, wenn deine Katze eine gleichaltrige und gut sozialisierte Freundin bekommt und das Kitten woanders mit einem anderen Kitten aufwachsen kann.

Bei Kitten entwickelt sich der Charakter noch. Ich habe als Pflegestelle schon mehrfach Katzen als Kitten vermittelt, die sich hinterher ganz anders entwickelt haben, als ich das gedacht hätte. Und das nicht nur als wirklich kleine Zwerge mit 12 Wochen, sondern auch Katzen mit ca. sechs Monaten. Man kann diese Entwicklung nicht vorhersagen, das ist einfach wie Lotto spielen und du musst damit rechnen, dass auch der nicht so schöne Fall eintreten kann und die Kleine als Erwachsene charakterlich nicht mehr zur Großen passt.

Das Spielverhalten und die Bedürfnisse von Kitten und erwachsenen Katzen unterscheidet sich stark. Meine eigenen Katzen hier sind auch gerade zwei Jahre alt und ich würde sie auch als sehr verspielt bezeichnen. Trotzdem liegen da noch Welten zwischen dem, wie viel und auf welche Art und Weise ein Kitten spielt. Meine Katzen sind alle sehr gutmütig meinen kleinen Pflegekatzen gegenüber, trotzdem wäre keine davon glücklich mit so einem Wutz als einzige Gesellschaft. Sie suchen auch bewusst Möglichkeiten mal ihre Ruhe zu haben und ziehen sich dann an Plätze zurück, wo die Kleinen nicht hinkommen. Nicht nett, wenn das Kitten dann spielen oder kuscheln möchte und niemanden dafür hat. In so einer Konstellation steckt einer zurück. Entweder die große Katze, die niemanden hat um ein normales Sozialverhalten auszuleben, weil sie es nunmal mit einem Kleinkind zu tun hat oder das Kitten, was gerne viel mehr spielen und mit ausgewogenem Kräfteverhältnis raufen würde.

Viele erwachsene Katzen finden Kitten nervig. Sie sind unkoordiniert, tollpatschig und müssen die Feinheiten kätzischer Kommunikation erst noch lernen. Käme man beim Menschen auf die Idee, dass ein Kleinkind ein guter Kumpel für einen 20jährigen wäre? Wie zufrieden wären die wohl miteinander als einziger Sozialkontakt? Katzen geht es genauso.

Die Gittertür finde ich in so einem Fall (der immer noch ausdrücklich keine gute Lösung ist!) wirklich essenziell. Die beiden Katzen sollten erst zusammengelassen werden, wenn es am Gitter keine Aggressionen mehr gibt. Alles andere kann für die Kleine wirklich gefährlich werden. Das sie diejenige ist, die faucht und knurrt, finde ich überhaupt nicht außergewöhnlich. Du hast da einen neun Wochen alten Zwerg, die weiß sehr genau, dass sie sich im Zweifel gegen die Große nicht verteidigen kann (bei Katzen gibt es keinen Welpenschutz) und den Kürzeren zieht, deshalb versucht sie sich die vom Leibe zu halten. Fauchen heißt sozusagen "Geh weg!".
Das die Große aktuell noch entspannt ist, ist gut, aber muss nicht so bleiben. Meistens verändert sich das Verhalten der Erstkatze nach 4-5 Tagen, wenn sie realisiert, dass das kleine Ding nun nicht mehr weggeht. Dazu kommt, dass es hier nochmal kritisch werden kann, sobald die Tür offen ist. Wenn sie lernt, dass das Kitten vor ihr wegrennt und sie es jagen kann (und daran Spaß hat), wird es schwierig.

Ist die Gittertür stabil und so gebaut, dass ihr sie nicht permanent beaufsichtigen müsst und sie sich trotzdem nicht verletzen können? Dann lasst das Gitter einfach drin, wenn sie sich am Gitter anfauchen ist das okay. Sie sollten nur beide Rückzugsmöglichkeiten haben, sodass sie sich nicht sehen müssen, wenn sie nicht wollen. Es ist jetzt auch eure Aufgabe, euch viele Stunden täglich mit der Kleinen zu beschäftigen. Das ist ein Baby, welches viel zu früh von Mama und Geschwistern getrennt wurde (es wäre sehr sinnvoll gewesen sie wenigstens noch im Geschwisterverband zu lassen), das lässt man nicht einfach so alleine. Gleichzeitig darf die Bestandskatze aber nicht das Gefühl haben nun abgeschrieben zu sein, sollte also auch sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Das wird sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, ist nun aber nicht mehr zu ändern.
 
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Hagebutti

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  • #14
Warum ist denn ein zweites Kitten nicht möglich?
 
basco09

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  • #15
Wir haben es zunächts 2 Wochen ohne Gittertür versucht, das hat gar nicht geklappt, wir waren schon verzweifelt. Dann haben wir eine Gittertür eingebaut und sie konsequent 2 Wochen zu gelassen, haben mit gleichzeitigem Spielen und Füttern an der Tür gearbeitet, zunächst auf Abstand dann immer näher. Dabei gibt es natürlich noch Faucher. Wir konnten dann nach 2 Wochen öffnen und dann wurde es langsam immer besser. Es darf nicht zu blutigen kämpfen kommen!
 
Catslove1

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  • #16
Also ich bin absolut kein Zusammenführungsprofi, möchte dir aber kurz von einem Gespräch mit mehreren Tierheimen von vor 1 Jahr erzählen. Meine Katze war damals auch ca 1 Jahr alt, hatte ihre Schwester verloren und ich habe in Tierheim zwecks zweitem nachgefragt - gab keine in dem Alter, nur Kitten oder viel älter, weswegen ich fragte, ob denn nicht auch ein Kitten gehen würde. Die Antwort war überall: Gehen ja, aber es wäre eher weniger Zugewinn für beide Seiten. Sie würden sich sicher beide damit arrangieren, aber wie dir hier schon öfter geschrieben wurde, ist der Altersunterschied sehr groß und wirklich glücklich würde vermutlich keine sein. Deswegen entschied ich mich damals gegen Kitten, wobei ich auf viel Unverständnis seitens Familie stieß, aber nachdem es mir das Tierheim so erklärte war es für mich klar und auch verständlich.
 

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