Zahn-OP bei alter CNI Katze

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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-Melody-

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Hallo liebe Mitglieder,

Ich wende mich an Euch, weil ich momentan wirklich ziemlich verzweifelt bin.
In einem anderen Thread hatte ich schonmal von der chronischen Niereninsuffizienz meiner Katze Melody erzählt.

Kurz zu Ihr: Sie ist ca 17 Jahre alt, hat CNI, chronische Zahnfleischentzündungen und Juckreiz, braucht daher leider immer wieder Depot-Medrate (Cortison) was natürlich suboptimal für die Niere ist.

Gestern war ich mit Melody beim Tierarzt, weil sie seit Montag angefangen hat rumzuschniefen, habe ihr erstmal homöopathisch Traumeel und Engystol gegeben und dann noch Pulmostat Saft zur Unterstützung des Immunsystems. Wurde nicht besser deswegen bin ich gestern zum Arzt.

Jetzt hat sich herausgestellt, dass ihr rechter oberer Fangzahn total entzündet ist und die Tierärztin sagt, eigentlich muss der raus.. Sie ist da natürlich auch besorgt wegen der Narkose und ihrer CNI und dem Alter..
Sie meinte auch, dass die vermeintliche Erkältung in Form von Niesen und laufender Nase vom Zahn kommen kann, denn es ist nur das rechte Nasenloch betroffen und das liegt ja quasi unmittelbar über dem Fangzahn. Sie meinte beispielsweise bei Kaninchen sei das ja sehr oft so, dass Entzündungen der Zähne hoch auf die Augen und die Nase ziehen.

Melody hat jetzt erstmal Schmerzmittel und Antibiotika gespritzt bekommen und morgen um 9h habe ich wieder einen Termin und dann wird weiter entschieden. Die TÄ meinte zwar, dass es jetzt kurzfristig besser werden kann, aber eine Dauerlösung ist das nicht. Melody hat ja schon immer Probleme mit den Zähnen und auch mittlerweile fast keine mehr im Maul, Backenzähne sind alle draußen. Links oben hat sie auch keinen Fangzahn mehr, dort ist auch nichts mit der Nase, das konzentriert sich wirklich alles nur auf rechts.

Was meint ihr, könnte die laufende Schniefnase rechts wirklich nur vom Zahn kommen?
Die TÄ meinte es wäre wahrscheinlich, aber es könnte natürlich auch sein, dass sie sich noch zusätzlich eine Erkältung eingefangen hat..

Nun aber zu meinem größten Problem, ich habe tierische Angst vor einer Narkose bei Melody, vorallem weil sie so alt ist, und dann noch mit ihrer chronischen Niereninsuffizienz.. Habe so Angst, dass sie die Narkose nicht überlebt.. Sie ist so eine zarte Katze und hat in letzter Zeit auch immer mal beim Fressen gemäkelt (vermutlich wegen den Zahnschmerzen). Und falls sie die Narkose überlebt, habe ich Angst, dass sie danach ein Nierenversagen bekommt, wegen den ganzen Medikamenten die sie bekommt. Inhalationsnarkose wird beim Zahnziehen ja vermutlich auch nicht möglich sein, und eine Injektionsnarkose birgt ja nochmal ein größeres Risiko? Oder wenn sie dann nach der OP auch vlt nicht Fressen will.. Ich seh da schlimmes auf uns zukommen :(

Deswegen meine Frage an euch, könnt ihr mir irgendwie helfen, auf was ich jetzt achten muss? Ich bin momentan total überfordert und ziemlich fertig..
Hat jemand Erfahrungen mit OPs bei so alten kranken Tieren? Wie würdet ihr vorgehen? Ich bin echt über jede Hilfe dankbar..
 
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Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Inhalationsnarkose wird beim Zahnziehen ja vermutlich auch nicht möglich sein,

Doch, das ist möglich:) Am besten, Du suchst Dir einen guten Tierzahnarzt, der Erfahrung darin hat, nierenschonend zu operieren und der ein gutes Narkosemanagment hat. An so was würde ich niemals einen normalen Haus-TA lassen.

Wie sehen denn die Nierenwerte von Melody genau aus? Wann wurde die CNI diagnostiziert und wie wird sie therapiert?
 
wilumi

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Ja, das geht. Meinem 19-jährigen CNI- Kater wurden unter Inhalationsnarkose 15 Zähne gezogen. Ich war bei einem spezalisierten Zahntierarzt. Nach 3 Stunden war mein Kater wieder fit. Einen normalen Tierarzt würde ich das nicht machen lassen.
 
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Birkenreh

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Meinem älteren (Alter unbekannt, da aus Auslandstierschutz, aber geschätzt 10 -12 Jahre) CNI-Kater mußten mehrere Zähne gezogen werden. Ich habe das zeitnah machen lassen, da die Entzündung die Nieren belastete und mit fortschreitender CNI eine OP samt Narkose riskanter gewesen wäre. Ich habe ihn in der Tierklinik operieren lassen, wo auch die CNI überwacht wird. So konnte die behandelnde Internistin um die OP herum auch ein bißchen nach ihm sehen und die operierende Tierzahnärztin unterstützen. Um die OP herum hat er auch Infusionen bekommen, um die Nieren zu spülen. Er hat alles prima überstanden und ich denke, zu ängstlich muß man nicht sein.
 
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-Melody-

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Vielen Dank erstmal für eure schnellen Antworten!

Erstmal beruhigt es mich, dass es auch gut ausgehen kann, selbst bei alten CNI Katzen.

Hier im Anhang mal Melodys letzten Blutergebnisse. Sie bekommt zuhause alle zwei Tage subkutane Infusionen und Nephrofer Tabletten. Nierenfutter frisst sie leider nicht, dafür aber ein relativ hochwertiges Nassfutter mit geringem Phosphorgehalt und wenig aber hochwertigem Protein.

Wie finde ich denn einen Tierarzt/ eine Tierklinik die Zahnspezialisten sind und sich am Besten noch mit Narkose bei CNI Katzen auskennen ?
Gibt es hier im Forum vlt eine Liste mit Ärzten, oder kann mir jemand jemanden empfehlen?
Ich empfinde es als so schwierig da den richtigen Arzt zu finden.. Zur Suche bleibt einem ja nur das Internet, ggfs. mal anrufen oder ein Beratungsgepräch ausmachen, aber erzählen, dass sie drauf spezialisiert sind, können einem ja viele.. Ohne Erfahrungsberichte bin ich da immer etwas unsicher. Und es drängt ja jetzt auch die Zeit, je länger der Zahn entzündet im Maul ist, desto schlechter.. AB und Schmerzmittel belasten die Niere ja auch.. und die Entzündung sowieso..

Bei meiner jetzigen Tierärztin bin ich mit Melody seit Anfang 2015 nachdem CNI von meinem alten Tierarzt so halbwegs diagnostiziert wurde (mehr von mir eigentlich, er verharmloste alles). Habe mich danach nach einem neuen Tierarzt umgeschaut und (denke ich) eine ganz gute Ärztin gefunden. Aber über jeden Tierarzt gibt es mehrere Meinungen. Ich finde es auch nur völlig menschlich, dass ein Tierarzt nicht auf alle Fachbereiche spezialisiert sein kann, und das auch noch bei so vielen verschiedenen Tierarten. Das ist einfach zu viel Wissen. Aber wie finde ich die Tierärzte mit dem Wissen das es jetzt braucht?
 

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#Nachtrag:

Habe mich im Internet jetzt schlau gemacht und bin auf drei Adressen gestoßen die erstmal in Frage kommen würden. Mir fällt es trotzdem schwer eine Entscheidung zu treffen.

Dr. med. vet Ines Ott
http://www.fachtierarzt-zahnheilkunde.de/

Dr. med. vet. Rüdiger Volz
http://www.tierarzt-volz.de/

und
Dr. Cornelia Heinichen
http://www.kleintierklinik-bergstrasse.de/index.html

Die erste Adresse ist zudem noch ca 1 Stunde Autofahrt von mir entfernt. Die anderen beiden nur 20-30 Minuten.
 
Doc

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Ich kann dir die Tierklinik Kalbach und Dr Thorsten Förnges sehr empfehlen. :)
 
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Danke schonmal für die Empfehlung, habe dort auch direkt mal angerufen.
Bei Ihnen würde es so ablaufen, ich müsste einmal mit der Katze kommen, der Arzt würde es sich anschauen und dann wird ein Termin für die OP ausgemacht. Einen Tag vor der OP müsste Melody stationär aufgenommen werden um wegen ihrer CNI Infusionen zu erhalten. Ggfs muss sie auch nach der OP noch eine Nacht mit Infusion dort bleiben. Hörte sich an sich alles sehr kompetent am Telefon. Es ist nur eine Horrorvorstellung, dass Melody zwei Nächte dort bleiben müsste. Das muss riesiger Stress für sie sein, und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie dort nichts fressen würde. Sie frisst selbst bei uns nur aus ganz bestimmten Schälchen an einem ganz bestimmten Ort.. Da kommen natürlich auch Bedenken auf, wenn sie dort nicht fressen sollte und dann über 24h Stunden nüchtern ist bei ihrer OP, das ist bestimmt auch nicht so super... Aber all so Fragen konnte ich ja jetzt nicht am Telefon klären..

Dann habe ich noch bei einer Tierarztpraxis in Bensheim mit Zahnspezialisierung angerufen die bis vor 2 Monaten Tierklinik waren angerufen. Die Dame am Telefon war sehr nett aber stationär dort bleiben ist halt nicht mehr möglich. Sie sind aber noch ausgerüstet wie eine Tierklinik und das Personal und die Erfahrung ist auch immernoch gleich..

Ich sitze jetzt schon den ganzen Tag am PC und recherchiere und mache und tue und weiß immer noch nicht, was die richtige Entscheidung ist.. Wohin...
 
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-Melody-

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War heute nochmal bei meiner Tierärztin. Die Entscheidung wie/wo es gemacht wird ist noch nicht getroffen.
Melody hat nur noch 3 Fangzähne, der oben muss ja auf jeden Fall raus, deswegen ja die OP. Unten ist das Zahnfleisch um die Eckzähne auch entzündet, aber nicht so schlimm wie oben.

Nun meinte die TA, dass angenommen wir würden es bei ihr machen, würde sie erstmal nur den Zahn oben entfernen um die Narkose so kurz wie möglich zu halten, da gerade bei so einer alten Katze mit CNI das Narkoserisiko immer mehr steigt, desto länger die Narkose dauert. Wenn der Zahn locker sitzen sollte könnte das ne Sache von 10 Minuten sein und sie braucht vlt garkeine lange Inhalationsnarkose.

Nun bin ich in dem Punkt überfragt was ich für besser halten soll. Unabhängig davon ob ich es jetzt in einer Klinik machen lasse (da muss ich ja erstmal eine Konsultationstermin ausmachen). Kurze Narkose und nur der eine schlimme Zahn raus. Oder längere Narkose und dafür alle drei Zähne raus und dann komplett zahnlos, aber eben auch mit 3 Wunden im Maul statt nur einer.

Weiß nicht wie ich das beurteilen soll im Hinblick auf ihre CNI.. Würde nur der eine Zahn rausgemacht, der die schlimmsten Probleme macht, dann wär das Narkoserisiko geringer und auch die Schmerzen und das Infektionsrisiko nach der OP aufgrund der Wunde. Aber es besteht halt die Möglichkeit dass irgendwann die anderen auch raus müssen. Und dann würde das bedeuten eine zweite Narkose und wieder Belastung durch Medikamente. Keine Ahnung was da das kleinere Übel ist..
Egal wo ich hingehe, ich will auf jeden Fall, dass die letzten drei Zähne wegen möglicher FORL geröngt werden, dann würde wohl eh keine Alternative bestehen, als alle drei auf einmal raus?
 
tiha

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  • #10
Ganz klare Entscheidung: alle Zähne raus! Wir sprechen hier ja "nur" noch von 3 Zähnen und da das ZF an den anderen beiden Canini auch schon nicht gut aussieht, stellt sich zumindest für mich die Frage überhaupt nicht. Narkose ist das eine, aber dauerhafte Entzündungen - und eine ZFE ist nunmal auch eine Entzündung - sind ebenso Gift für die Nieren.
 
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-Melody-

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  • #11
Die Zahnfleischentzündung hat sie leider zusätzlich auch noch an den Stellen wo mal ihre Backenzähne waren. Also da ist es nicht so schlimm wie an dem einen Zahn, aber gerötet ist es an der Backenzahnleiste trotzdem, obwohl da schon seit Jahren keine Zähne mehr sind..
 
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tiha

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  • #12
Wenn die Maus eh so gut wie keine Zähne mehr hat, ist die Chance verdammt gut, dass die noch evtl. verbleibenden 2 auch noch einen Schaden bekommen, insofern kämen sie bei mir raus.

Hast du schon mal versucht L-Lysin zu geben? Ggf. sind Herpesviren an der ZFE beteiligt, das könnte dann helfen.
 
-Malina-

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  • #13
Wie geht es deiner Katze?
 
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-Melody-

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  • #14
Über L-Lysin habe ich mich noch informiert, muss ich mich mal schlau machen.

Ich hatte mir wirklich den Kopf zermartert tagelang mit der Frage, was das Beste ist. Habe dazu auch nochmal zwei Freundinnen befragt, die eine hat ein Jahr beim Tierarzt gearbeitet und die andere ist bei der gleichen Tierärztin wie ich. Beide haben gesagt, sie würden es eher bei der Haustierärztin machen lassen und so habe ich es auch getan.

Ich weiß, eigentlich wird einem immer geraten hier zu einem Fachtierarzt zu gehen. Und ich habe auch ganz lange überlegt ob ich es mache. Mein ganz großes Problem ist aber "Blindes Vertrauen" und es ist nun mal so, dass ich keinen Fachtierarzt für Zähne persönlich kenne oder bereits Erfahrungen mitgeteilt bekommen habe, im Internet findet man immer gute und schlechte Rezensionen, das hilft einem bei der Entscheidung dann auch nicht weiter. Zahnheilkunde schreibt sich quasi jede zweite Tierarztpraxis aufs Schild, da kann ich nicht erkennen, ob die mehr drauf haben als meine Tierärztin und ansonsten blieb nur die Tierklinik. Ich stand auch schon mit einer in Kontakt, bei Ihnen wäre es so abgelaufen, dass Melody einen Tag vorher kommen müsste zu Infusionen und nach der OP auch noch eine Nacht für Infusionen. Klingt sorgfältig, für meine sensible Katze Melody klingt das aber auch nach Horroraufenthalt und die Kompetenzen von den Ärzten kann ich trotzdem nicht einschätzen. Ein zusätzlichen Problem war ja, dass es Wochenende war und ich quasi am Montag entscheiden musste. Bei einem anderen Tiearzt/Tierklinik hätte ich montags erstmal einen Vorbesprechungs Termin ausmachen müssen, damit sie sie anschauen. Und danach erst den OP-Termin, das hätte ja auch nochmal Zeit gekostet und jetzt kamen ja auch die Feiertage.

Ich habe mich also entgegen aller Ratschläge aus dem Internet auf mein Bauchgefühl verlassen und entschieden es bei meiner Haustierärztin zu machen. Zum Einen schätze ich sie als sehr kompetent ein und vertraue ihr. Zum Anderen musste Melody so nicht tagelang in Kliniken/Praxen verbringen.
Wir haben ganz ganz genau besprochen wie alles ablaufen soll und ich habe ihr hunderte Fragen gestellt die sie mir alle in Ruhe beantwortet hat.

Donnerstag kam die Diagnose Zahn raus, dann war ich samstags nochmal da und habe dann übers Wochenende die Entscheidung getroffen. Ab Montag habe ich Melody dann zuhause Infusionen gegeben um die Niere "vorzubereiten", Melody durfte bis 23h Fressen und ich habe sie Dienstag morgen zur TÄ gebracht, dort kam sie auch schnell dran. Ich saß zuhause auf heißen Kohlen und war mit den Nerven fix und fertig, weil ich gebetet und gehofft habe, dass sie es schafft! Um 11h kam dann der Anruf dass sie die Narkose gut vertragen hät und wach wird und der Zahn oben raus ist. Er war allerdings schon mit dem Zahnfach verwachsen, also die Wurzel am Knochen fest. Das war wohl garnicht so leicht den rauszubekommen. Unten wollte sie dann noch den einen Eckzahn ziehen, leider war der so fest und der Kiefer von Melody war zu instabil. Sie erklärte mir das so, dass der Kiefer unten aus zwei Teilen besteht und mit einer Symphyse verbunden/zusammengewachsen ist. Beim Raushebeln der Zähne kann hier der Kiefer brechen, weswegen sie meinte dass sie auf keinen Fall beide Eckzähne unten ziehen wird. Der erste hat wohl schon so große Probleme gemacht, dass sie ihn garnicht erst gelockert hat sondern die OP abgebrochen, da Melodys Kiefer unten begann instabil zu werden. Sie hatte wohl noch neben dem einen Eckzahn einen von den kleine Stiftzähnchen, das ist bei mir irgendwie total untergegangen. Die TÄ meinte, der war wohl schlimmer entzündet, also die Eckzähne, also könnten wir evlt auch Glück haben, dass die Entzündung jetzt besser wird, wo zumindest der Kleine raus ist.

Abends um 17h konnte ich Melody abholen, sie hatte in der Praxis noch Infusion bekommen und ich habe ihr dann abends auch nochmal welche zuhause gegeben. Am nächsten Tag waren wir dann nochmal zur Wundkontrolle da und es sieht alles gut aus. Hier habe ich aber gemerkt, dass es für Melody angesichts des Stress die richtige Entscheidung war es hier machen zu lassen. Sonst fährt sie immer total entspannt Auto, an dem Tag nach der OP war sie so wild entschlossen aus der Transportbox rauszukommen, hat richtig randaliert. Sie hatte also richtig Schiss, dass sie wieder beim TA bleiben muss. Nachdem wir dann nach einem kurzen Termin wieder im Auto zurück saßen, war alles wieder gut. Und auch vorgestern bei einem erneuten Kontrolltermin war sie wieder ruhig.

Melody geht es soweit gut, sie ist fit, man merkt ihr an, dass sie froh ist, dass der böse Zahn raus ist und sie hat auch abends wieder sofort angefangen zu fressen. Jetzt müssen wir nur noch die Daumen drücken, dass alles gut verheilt und die Niere nicht zu viel Schaden genommmen hat. Vor der OP wurde noch Blut abgenommen und am Mittwoch wird dann wieder welches abgenommen und dann schauen wir. Sie kriegt jetzt zuhause von mir jeden Tag Infusion und wir hoffen das Beste.

Natürlich hätte es sein können, dass ein Zahnspezialist anders mit der Situation am Unterkiefer umgegangen wär und es da vlt anders gelaufen wär. Kann man immer drüber nachdenken, trotzdem denke ich, dass es für Melody erstmal die Beste Lösung war, denn die Wirkung von Stress auf den Körper sollte man meiner Meinung nach auch nicht ignorieren. So war Melody nur knapp einen Tag weg, die Infusionen vorher und nachher konnte ich stressfrei zuhause machen und sie konnte bis abends vorher fressen und am Abend der OP auch gleich wieder. Ich bin mir zu 100% sicher, dass meine sensible Melody, die nur an einem ganz bestimmten Platz in der Küche aus einem ganz bestimmten Napf frisst, in einer Tierklinik wenn sie 3 Tage dort hätte sein müssen, 3 Tage nichts gefressen hätte. Und so eine zarte Katze von nicht ganz 3kg braucht ihre Kräfte!
Mal davon abgesehen, dass ich die Vorstellung furchtbar gefunden hätte, wenn sie da schon einen Tag sein müsste bevor sie in Narkose kommt und die dann wohlmöglich nicht überlebt hätte. Dann wären die Stunden vorher der pure Horror und Stress für sie gewesen. Wahrscheinlich hätte ich mir da auch wesentlich größere Vorwürfe gemacht, dass ich zu einem fremden Arzt gegangen bin.
So hatte Melody am wenigsten Stress und ich habe für mich die Entscheidung getroffen, die ich mir im Nachhinein, wäre es schiefgegangen, am Wenigsten vorgeworfen hätte. Muss ehrlich sagen, dass war die schwerste Entscheidung die ich in meinem noch jungen Leben treffen musste.

Bin jetzt erstmal sehr erleichtert und es war gestern an Heiligabend so schön sie da zu haben, ich bin so unglaublich dankbar!
Hoffentlich haben die Nieren es auch einigermaßen verkraftet.

Langer Text und es war quasi noch die Kurzversion..
 
-Malina-

-Malina-

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  • #15
Ich kann deine Entscheidung nachvollziehen, denn aus genau den selben Gründen habe ich mich auch schon gegen den Fachtierarzt und für die Haustierärztin entschieden.

Ich drücke dir die Daumen, daß die OP erfolgreich war und keine neuen Schmerzen oder Entzündungen auftreteten auch wenn ich befürchte, daß es nur eine Frage der Zeit ist :(
 
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-Melody-

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  • #16
Danke!
Jetzt ist es wie es ist. Die Tierärztin konnte die Zähne unten nicht ziehen weil sonst wahrscheinlich der Kiefer gebrochen wäre, da auch der Zahn oben schon richtig festgewachsen war am Kieferknochen, im Alter verknöchert ja auch irgendwie alles. Also würden die Zähne unten wahrscheinlich auch schwer rausgehen.

Jetzt müsste erstmal akut gehandelt werden, wegen unten kann man sonst immernoch einen Zahnspezialisten kontaktieren.

Jetzt hoffen wir erstmal das Beste!
 
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-Melody-

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  • #17
So Melody geht es momentan wirklich soweit ganz gut, frisst wie immer und das Antibiotika verträgt sie auch super, das bekommt sie nämlich bis morgen immernoch, weil sie ja noch die Fäden drin hat, die werden dann hoffentlich morgen gezogen.

Infusionen gebe ich weiterhin täglich, weil es wirklich einfach super effektiv ist.
Am 20.12. hatte sie ihre Op und da wurde in Narkose auch Blut abgenommen und ihr Crea-Wert lag da bei 3,4 und Harnstoff bei irgendwas um die 150. Dann nach der Op habe ich ja fleißig Infusionen gegeben und ihr wurde am 29.12. nochmal Blut abgenommen um zu schauen wie die Niere das alles verkraftet hat. Und da lag ihr Crea-Wert sogar wieder bei 3,1 und der Harnstoff bei irgendwas um die 140. 3,1 ist auch der Wert, den sie im September bei der Kontrolle hatte.

War so erleichtert, dass die Nieren es anscheinend gut verkraftet haben

Jetzt Daumen drücken, dass die Zähne unten sich nicht bald auch entzünden, bis jetzt sieht da alles gut aus.
 

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