Verhalte ich mich richtig?

miri01

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BaWü
Hallo ihr Lieben,

nach umfangreichem Durchstöbern des Forums muss ich euch doch um Hilfe bitten, da ich nicht wirklich schlau geworden bin:

Hier meine Situation (ich muss ein wenig ausholen):
Seit Weihnachten wohnen zwei neue Samtpfoten bei mir, ein zehn Monate alter Kater und eine ca. zehnjährige Katze. Ich weiß, das ist eine total ungünstige Situation :oops:, es hat sich halt so ergeben :
Der Kater (Tommy) ist ein Trennungskind einer Arbeitskollegin meiner Schwägerin. Sie wusste, dass ich wieder einer Katze ein neues Zuhause geben wollte und hat mich gefragt, ob ich den armen Tropf nehmen würde, da die Arbeitskollegin ihn nicht mitnehmen konnte und er so höchstwahrscheinlich im Tierheim gelandet wäre. Er ist ein total lieber und süßer Knopf und für sein Alter schon recht stattlich. Kastriert ist er auch schon.

Die Katze ist aus dem Tierheim. Ich wollte ursprünglich zwei zu mir nehmen aber so musste ich umdisponieren. Ich habe absichtlich nach einer älteren und zurückhaltenden Katze geschaut, da ich der Meinung bin, die jungen und fidelen werden eher vermittelt als die schüchternen. Als ich Tiffy (eigentlich Stefanie, aber das find ich nicht schön für eine Katze) sah, hab ich mich sofort in sie verliebt und sie hat mir unendlich leidgetan, weil man ihr total angesehen hat, wie unglücklich sie dort ist. Sie saß nur auf einem kleinen Stuhl, ganz zusammengekauert und hat sich nicht geregt. Sobald ich sie jedoch gestreichelt habe, war sie total glücklich und wäre beinahe in mich hineingeschlüpft, so hat sie sich angedrückt.:pink-heart: Wie ich erfahren habe, war sie anscheinend eine Streunerin und wurde immer von einer Familie gefüttert. Dann kam sie eines Tages mit ihren Jungen zu der Familie. Das wollten die aber angeblich nicht, sie hatten selber schon eine Perserkatze, und brachten sie somit zusammen mit ihren Jungen ins Tierheim. Dort wurde sie kastriert und fristete schließlich über ein Jahr ihr Dasein, bis ich mich für sie entschieden habe.

Das waren jetzt mal so grob die Hintergrundinfos. Jetzt mein eigentliches Problem, obwohl ich es so nicht nennen möchte:
Die Tiffy hat total Angst vor allem. Die ersten beiden Tage, war klar, hat sie sich nur versteckt. Mein Freund und ich haben das am Anfang nicht ganz richtig gemacht, wir hatten nicht bedacht, dass Tommy total neugierig sein könnte. Er hat Tiffy nicht in Ruhe gelassen und ist ihr immer hinterher und hat sie belagert. Nicht böse, er wollte eigentlich immer nur spielen, und hat sie mir gurr-Lauten animieren wollen. Dann haben wir sie im Gästezimmer einquartiert, damit sie sich erst mal an uns gewöhnen konnte. Nach drei Tagen kam sie dann auch freiwillig zu mir und sprang mir gleich auf den Schoß sobald ich mich gesetzt habe. Sie ist total verschmust und gibt Köpfen und so. :D Nachts haben wir dann immer den Kater im Wohnzimmer gehabt und die Tür von Gäste- und Schlafzimmer auf. Sie ist dann auch gekommen und hat bei mir im Bett geschlafen. Zum Fressen morgens kommt sie auch schon mit in die Küche und kann dort mit einem Abstand zum Tommy auch fressen. Allerdings rennt sie dann gleich wieder ins Gästezimmer.

Vor meinem Freund hat sie aber immer noch totale Angst und versteckt sich gleich, sobald sie ihn nur hört. :sad: Damit Tommy sie nicht immer so belagert, haben wir das mit der Gittertür ausprobiert, aber das funktioniert auch nicht richtig. Manchmal beschnüffeln sie sich durch das Gitter, aber sie faucht ihn dann trotzdem an. Meistens sitzt sie nur auf dem Sofa, so dass sie gar keinen richtigen Kontakt mit dem Kater aufnehmen kann. Ich habe auch schon mehrfach versucht, sie zum Spielen zu animieren, aber da zeigt sie auch sehr wenig Interesse. Außerdem verkriecht sie sich auch, sobald ich nur den Radio oder den Fernseher einschalte. Ich sollte eines von beiden vielleicht mal den Tag durch laufen lassen, solange wir beim Arbeiten sind. Sie tut mir so leid, wie sie da immer sitzt. Ich kann ja auch nicht ständig bei ihr sein, sondern muss auch mal meine Hausarbeit machen.:sad:
Bei Tommy haben wir jetzt angefangen ihn nach draußen zu lassen. Er ist total unkompliziert. Somit könnte sie dann, solange er nicht da ist, die ganze Wohnung erkunden. Aber was macht sie dann, wenn er wieder drinnen ist?
Was meint ihr, wird sie ihre Angst irgendwann mal ablegen, so dass sie auch ganz entspannt sein kann, wenn jemand (Mensch oder Kater) in der Wohnung ist?

Vielen Dank schon mal für eure Antworten.:)
Andrea
 
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DaisyPuppe

Gast
Du hast zwei Tiere mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen.
Womöglich legt sich das Problem, wenn er längere Zeit Freigang hat von selbst.
Hättet ihr denn die Kapazitäten einen zweiten jungen Kater als Kumpel für ihn aufzunehmen? Dann hätte die ältere Dame ihre Ruhe und die zwei Rabauken könnten sich miteinander beschäftigen.
 
Mikesch1

Mikesch1

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Im Moin-Moin-Gebiet ;-)
Du hast zwei Tiere mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen.

Zum einen das und zum anderen habt Ihr wirklich einiges falsch gemacht. Ihr hättet gleich eine Gittertür einsetzen sollen. Auch mit Gittertür dauert eine Zusammenführung evtl. einige Wochen. Natürlich beschnuppern sie sich nicht sofort, die schüchterne Katze braucht länger, bis sie sich ans Gitter traut.

Tja, ich weiß nicht, ob man nun noch mal von vorne anfangen sollte und konsequent trennen. Wenn es keinen Krieg zwischen den Katzen gibt, würde ich es eher nicht machen.

Eine gute Idee wäre ein Zweitkater schon, aber der müsste auch erst einmal einige Zeit im Haus bleiben, bevor er raus dürfte. Und würde in der Zeit, wo Tommy draußen ist, wohl ebenso versuchen, mit Tiffy zu spielen und sie evtl. verunsichern. Hieße also, dass Tommy in der Zeit auch nicht raus sollte, sondern drinnen bleiben und sich mit dem Zweitkater beschäftigen.

Eine sehr blöde Situation.
 
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ajul

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ooohwe...

erstmal: Super dass du dich für eine Katze aus dem Tierheim entschieden hast.

Wie lange ist Tiffy jetzt bei euch?
Wie hat sie sich im Tierheim gegenüber den anderen Katzen gezeigt?

Wenn euer Kater gerne mit ihr Spielen würde aber sie das nicht mag, würde ich vielleicht wirklich über einen Katerkumpel nachdenken, damit Tiffy ihre Ruhe hat. Das wird ihre grundsätzliche Vorsicht aber wahrscheinlich nicht lösen.

Dein Freund könnte ihr Vorlesen z.B. und ihr damit zeigen, dass er auch ihr die Ruhe schenkt die sie braucht. Oder versuchen mit ihr zu spielen wenn sie denn will. Ansonsten könntet ihr auch versuchen ihr immer wieder Leckerchen aus der Hand zu geben. Bei scheueren Katzen braucht das eben seine Zeit.

Ich schicke dir per PN mal ein Video aus einer Fernsehsendung.

Liebe Grüße und viel Glück!
 
tiedsche

tiedsche

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Die Kombi paßt halt nicht, aber das weißt du ja selbst;)
Da Freigang angeboten werden kann wird er sich draußen bespaßen:p

Problem ist eure ängstliche Katze.
So einem Charakter hätte ich keinen Jungkater vor die Nase gesetzt:oops:
Und auch erst recht keine 2 Jungkater. Für den Kater wärs nett - für sie sicher die komplette Überforderung:oops:
Wie lang ist sie denn bei euch? Länger alsWeihnachten,oder?
Google mal Zylkene, das bringt bei ängstlichen Katzen meist schon Erfolg. Allerdings ist es kein Allheilmittel, sondern unterstützt nur.
Da sie ja si ängstlich ist und ein Streunerchen war würde ich mich mal in das Thema Clickern einlesen. Mit Menschen hat sie ja wohl keine dollen Erfahrungen gemacht....Clickern fürdert die Beziehung zwischen Mensch und Tier und auch das Selbstbewußtsein.
Ich hoffe sie ist verfressen, das machts leichter:p
 
miri01

miri01

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BaWü
Erst mal vielen lieben Dank für eure Antworten. Ich hab grad ziemlich viel um die Ohren, deshalb schreib ich erst jetzt.

Einen zweiten Kater möchte ich eigentlich nicht noch dazu nehmen, aus den hier schon genannten Gründen.

Das mit der Gittertüre habe ich leider erst herausgefunden, als wir die beiden schon eine Woche bei uns hatten und bis die Tür dann gebaut war, hat es noch einmal so lange gedauert. Ich bin leider nicht selbst auf die Idee gekommen, so etwas zu basteln :oops:
Hallo ajul, vielen Dank für das Video, aber ganz so extrem wie da ist es bei uns nicht, Krieg in dem Sinn gibt es nicht, entweder rennt Tiffy vor Tommy davon oder wenn er ihr zu nahe kommt, hebt sie eine Pfote und faucht kurz, das zeigt bis jetzt immer Wirkung. Er rennt ihr zwar auch immer hinterher, aber angesprungen oder sie gebissen hat er bis jetzt noch nie.

Mittlerweile kann ich sie auch schon zusammen lassen. Neulich saßen sie im Gästezimmer beide auf dem Sofa, beide am jeweils anderen Ende zwar, aber sie waren friedlich. Ich hab mal ein Bild davon gemacht DSC_0183 - Kopie (2).JPG
Solange wir aber tagsüber beim arbeiten sind, lasse ich die Gittertür wieder zu, sicher ist sicher, da wir Tommy noch nicht den ganzen Tag draußen lassen können. Er ist bis jetzt noch nie vorher draußen gewesen und hat somit auch kein richtiges Winterfell. Das ist mir zu gefährlich, dass er sich sonst erkälten oder ernsthaft krank werden könnte.

Tiffy ist seit dem 27.12.13. bei uns und ich habe es leider versäumt nach zu fragen, wie sie sich den anderen Katzen gegenüber verhalten hat. Aber so wie sie auf dem Hocker saß, hat sie total unglücklich ausgesehen. Ich glaube nicht, dass sie allzu gut mit den anderen ausgekommen ist. Aber es sind dort auch sehr viele Katzen in einer Gruppe beisammen.

Mein Freund ist nicht so der Typ zum Vorlesen. Ich hab ihm auch schon gesagt, was er alles tun kann, damit Tiffy sich an ihn gewöhnen kann, aber bis jetzt hat er noch keine Ambitionen gezeigt. Vielleicht kann ich ihn ja auch mit Leckerlis locken :D

An Clickern habe ich auch schon gedacht, aber ich finde nicht so recht den Anfang. Ich hab mir jetzt mal ein Buch bestellt und werde mich ein wenig einlesen in die Geschichte…
Außerdem ist sie mir gegenüber total unkompliziert, das ist es ja. Ich kann mit ihr schmusen, sie kommt zu mir…

Neulich war ich beim Tierarzt, weil sie noch Ohrmilben hat und habe mit ihm darüber geredet. Auch er meinte, dass es gut ein halbes Jahr gehen kann, bis sie sich eingelebt hat und sicher fühlt. Auch während der Untersuchung war sie eigentlich größtenteils brav und hat weder gefaucht, noch gekratzt oder so.

Vielleicht bin ich aber auch nur zu ungeduldig und das Ganze spielt sich mit der Zeit wirklich ein. Ich hatte nie zwei Katzen auf einmal und auch noch keine aus dem Tierheim, aber ich denke ich werde das hinbekommen.

Vielen Dank noch mal für eure lieben Ratschläge. Ich werde sie beherzigen und euch auf dem Laufenden halten :)

Grüßle, Andrea
 
Zuletzt bearbeitet:
elvaza

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Lass mich raten: auf dem Foto der freche Kerl auf der linken Seite ist Tommy und das adrette Kätzchen auf der rechten Seite ist Tiffy?

Dass die Kombination nicht so gut ist, das wurde nun ja schon gesagt und braucht nicht weiter kommentiert werden denke ich.

Ich denke auch, dass die ganze Angelegenheit einfach noch Zeit braucht. Tiffy ist ja nun gerade erst 4 Wochen bei Euch, das ist nix. Sie muss jetzt erstmal sicherer werden - und mit viel Geduld und Liebe wird sie das auch.

Kater Tommy hat Freigang und kann sich draussen austoben. Er bekommt klare Ansagen von Tiffy, wenn es ihr zu bunt wird. Nicht schön für ihn, aber damit kommt er klar.

Beide auf einem Sofa ist doch schon mal ein gutes Zeichen.
Siehst Du sie auch sonst manchmal irgendwas zusammen tun?

Ich denke, in 2-4 Monaten wird sich die Sache so langsam eingespielt haben. Und dann siehst Du ja, ob die Kombination immer noch so unglücklich ist oder nicht. Und dann könntest Du immer noch sehen, ob ein Katerkumpel gut für Tommy wäre und ob Tiffy mittlerweile so cool ist, dass sie damit auch klarkäme.
 

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