Seit neuestem wieder Freigänger

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saveyoutiger

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Hallo (und ACHTUNG, langer Text!),

ich habe eine Frage zu meinem Kater, der seit neuestem (wir sind vor eineinhalb Jahren umgezogen) doch wieder Freigänger werden möchte.

In unserem Haus wohnt noch ein Kater, die beiden maunzen sich seit dem Anfang an, wenn sie sich sehen und unser Kater beobachtet ihn immer unserem Balkon aus, der gleichzeitig der Zugang zu unerser Wohnung im ersten Stock ist, aus, wenn der im Hof unterwegs ist.

Auch heute also, bis er, nachdem der Nachbar sich um die Ecke verzogen hatte, beschloss, durch die Tür zum Hausflur, die wir ihm in letzter Zeit aufmachen, wenn wir auch auf dem Balkon sind, nach unten zu laufen und dort verlange, nach draussen gelassen zu werden.

Zu meiner allergrössten Überraschung ist der dort dann ziemlich selbstbewusst über den Hof gestreunt und hat sich alles angeschaut - bis ihm der Nachbarskater begegnete.
Der war, für Menschenaugen zumindest, ganz freundlich, wollte unseren beschnuppern, der daraufhin nach kurzem Fauchen davongerannt ist. Der andere natürlich hinterher und es gab eine Riesengeschrei und eine wilde Jagd quer über das Grundstück.
Das Ende war: Unser Kater sass knurrend unter einem Auto, das im Hof geparkt war, der andere schaute alle paar Minuten mal vorbei und jaulte ein bißchen.
Das ging mindestens zwei Stunden so und man konnte es kaum mit ansehen.
Wir dachten eigentlich, die müssen das unter sich abmachen, haben uns aber gleichzeitig gefragt, wie unser Kater wieder nach Hause kommen soll.
Er wirkte echt verängstigt und es war Nacht, wir konnten ja schlecht einfach die Tür hinter uns zu machen (Leider gibt es hier keine Möglichkeit für eine Katzenklappe).
Also hat mein Freund ihn nach noch viel längerer Zeit und ewigem Überlegen unter dem Auto hervorgeholt und wurde, achtung, als er ihn richtung Haustür trug, von dem Nachbarskater, der wie aus dem Nichts angerannt kam, angesprungen!
Aber so, dass er jetzt zwei tiefe wirklich blutige Kratzer am Bein hat. Unser Kater hat ihn dann vor Schreck angepinkelt, ein Drama.

Und was jetzt? Was hat das überhaupt zu bedeuten?? Warum springt Der Kater meinen Freund an? Dachte er vielleicht, der böse Mensch schleppt eine vor Angst knurrende Katze weg oder sollte das ein Angriff sein? Ich bin total ratlos.

Vor allem frage ich mich, wie wir das in Zukunft handhaben sollen.
Ich will meinen Kater rauslassen, wenn er das selber auch so gerne will, ich habe mich eh gewundert, wie er es so lange hier drin aushält und dachte aber dann, er geht nie mehr raus.

Unser Kater hat als Flaschenkind mangels Geschwister nicht gelernt, sich gut zu verteidigen, kam aber früher draussen trotzem zurecht, sogar eine Weile unkastriert.
Wir wohnen hier ruhiger als früher auf dem Land was die Autos betrifft, das einzige Problem ist die Tür, die wir nicht den ganzen Tag offen lassen können, denn wir sind in einem Mietshaus. Normalerweise wäre das kein Problem, denn der Kater kommt auf Zuruf, aber solange er mit dem Nachbarstier kämpft, hat er ja dann keine Rückzugsmöglichkeiten und traut sich vor allem anscheinend kaum von der Stelle, wenn er sich mal verstekct hat. Ist das normal?


Entschuldigt also bitte diesen langen Text, ich bin für alle Tips und Erfahrungen extrem dankbar! Hat jemand Erfahrung mit ähnlichen Situationen?
 
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SchaPu

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Hmmm, was könnte das in Katzensprache bedeuten?? Wir dürfen nicht überlegen, wie wir Menschen das sehen.....

Für den Nachbarskater war es auf alle Fälle "sein Revier!!". Da muss man Grenzen abstecken.
Für Deinen Kater war zwar vom Fenster aus alles bekannt, aber es ist was anderes in Wirklichkeit da rumzuspazieren. Der Nachbarskater hat plötzlich sein Revier behauptet. Damit hat Dein Kater wohl nicht gerechnet, denn vom Fenster aus war der andere immer friedlich.

Ich merke bei meinen beiden, dass die sehr mutig werden, wenn Frauchen dabei ist und auch mal eine fremde Katze angreifen, vor der sie sonst Angst haben. Die fremde Katze rennt weg, weil sie Angst vor mir hat und meine Katze denkt: aha, sie verzieht sich, schnell hinterher. Das kann böse ausgehen, wie ich aus leidlicher Erfahrung mit meinem früheren Kater weiß.

Wenn meine Katze sich fetzt, denn bleibe ich in sicherem Abstand stehen, und sage ihr leise dass ich da bin. Ich gebe ihr und der anderen Katze dann die Gelegenheit sich in Zeitlupe zu trennen. Das geht meist gut. Aber wehe, einer haut ab, der wird verfolgt und es gibt Kampf. Wenn es ganz böse aussieht (unser Nachbarskater beißt meine Emmi aus heiterem Himmel), dann werfe ich eine Hand voll Sand oder renne laut schreiend auf die beiden zu. So dass beide fliehen und nicht einer.
 
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saveyoutiger

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:)

Ja, ich hattte auch erstmal das GEfühl, dass er mutiger ist, weil ich mit unten war,- als ich mich dann aber entfernt habe, hat ihn das nicht gros gekümmert.

Was ich ja eigentlich super finde. Wenn ich nur wüsste, wie lange er unter dem Auto verharren würde.;)
 
SchaPu

SchaPu

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Im wahrsten Sinne des Wortes aussitzen, wenn Du's wissen willst. Auto ist ein sicherer Platz, da kann der andere nicht angreifen. Er müsste quasi unters Auto kriechen und hätte keinen Spielraum um zu springen.
 
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saveyoutiger

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:) Ich glaube wohl, darauf wird es hinauslaufen, falls der Kater nochmal runter geht.
Nur, was mache ich, wenn das ganze bis in die Nacht andauert und ich nicht die Wohnungstür offen lassen kann, also, wenn die Kater sich naja, 12 Stunden lang nicht rühren? Kommt sowas denn vor?
 

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