Schwierige Zusammenführung

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marianne2

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Hallo,

die Geschichte ist die: wir haben im November letztes Jahr die Katze meiner Mutter ( ist ins Pflegeheim gekommen ) aufgenommen. Butze wird 11 Jahre alt und ist mit ca. 6 Monaten zu meiner Mutter gekommen. Seither ist sie Einzelkatze und Freigänger und hat sich draussen nicht mit den anderen Katzen der Nachbarn vertragen.

Sie "wohnt " jetzt unten im Erdgeschoss, hier hat auch unser Sohn seine Zimmer und hat sich sehr gut eingelebt, hat sich ganz eng an unseren Sohn angeschlossen und geht mittlerweile auch raus, wenn auch nur ganz kurz, hauptsächlich wenn die oberen Katzen nicht draussen sind.

Hier "oben" wohnen unsere 4 Katzen ( eine Dame, drei Katers) alles Freigänger mit Klappe. Zwei unserer Kater sind sehr sozial und haben auch schon ganz kurz mal Kontakt zu Butze gesucht, wurden aber durch Fauchen, Spucken und Knurren wie ein Rottweiler in die Flucht geschlagen. Die anderen beiden haben Butze draussen schon - milde gesagt - die Meinung gesagt.

Mein Problem ist jetzt - unser Sohn wird in absehbarer Zeit nicht mehr oft zu Hause sein und Butze wird dann viel alleine sein und sie tut mir jetzt schon leid. Mir wäre es am liebsten, sie würde hier oben bei uns ganz normal in der Gruppe "mitlaufen". Wir haben ganz viel Platz, sie müssen nicht Freunde werden, aber wenigstens sich ohne Krieg aus dem Weg gehen.

Gibt es ein paar Tips - was kann ich machen, damit die Hardcore-Einzelkatze sich in die Gruppe einfügt und unsere Streithähne oben ( die Wuschel und der Balu ) sie mitlaufen lassen ohne sie zu vertreiben.

Liebe Grüße
Marianne
 
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Sehr schwierige Situation die ihr hier habt!

So rein aus dem Bauch heraus und mit Bedachtnahme auf die Vorgeschichte denke ich dass eine Zusammenführung nach so langen Jahren eine langwierige, wenn nicht aussichtslose Sache ist. Offensichtlich hatte sie die ganzen Jahre über auch im Freigang keine positiven Kontakte zu Artgenossen.

Das Optimum wäre ein gemütliches Plätzchen mit Freigang als Einzelprinzessin bei einem älteren Paar oder einer älteren Dame! Sowas ist wahrscheinlich äußerst schwer zu finden, ist fast schon ein Lotto Sechser...dennoch würd ichs versuchen!

Eine für die Mieze erträgliche Dauerlösung in der jetzigen Konstellation sehe ich nicht!
 
M

marianne2

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Hallo ,

Butze hat - vor wir sie zu uns genommen haben - noch ca. 3 Monate im Haus meiner Mutter allein gelebt und wurde von uns halt dort versorgt.
Wir haben in der Zeit alles menschenmögliche versucht, für sie einen Einzelplatz zu finden, es war uns klar, dass es bei uns sehr schwierig wird. Es war aber nichts zu machen, die Einzigen, die bereit gewesen wären, sie aufzunehmen, waren alles Leute mit bereits vorhandenen Katzen, die hatten auch nicht die Möglichkeit zu separieren. Das wollten wir ihr dann doch nicht antun.

Jetzt hat sie sich in "ihrer " Wohnung gut eingelebt und ich möchte sie jetzt eigentlich auch nicht noch einmal umsiedeln.

LG Marianne
 
friendlycat

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Hallo ,

Butze hat - vor wir sie zu uns genommen haben - noch ca. 3 Monate im Haus meiner Mutter allein gelebt und wurde von uns halt dort versorgt.
Wir haben in der Zeit alles menschenmögliche versucht, für sie einen Einzelplatz zu finden, es war uns klar, dass es bei uns sehr schwierig wird. Es war aber nichts zu machen, die Einzigen, die bereit gewesen wären, sie aufzunehmen, waren alles Leute mit bereits vorhandenen Katzen, die hatten auch nicht die Möglichkeit zu separieren. Das wollten wir ihr dann doch nicht antun.

Jetzt hat sie sich in "ihrer " Wohnung gut eingelebt und ich möchte sie jetzt eigentlich auch nicht noch einmal umsiedeln.

LG Marianne

Kann ich gut verstehen! Eine Vermittlung zu bereits vorhandenen Katzen wäre ja auch sehr unverantwortlich und würde mit Sicherheit nur Probleme und vor allem Seelenqualen für die Katze bringen!

Ist sie in der Wohnung viel alleine oder ist öfter jemand bei ihr? Drängt sie nach draußen oder bleibt sie lieber drin?
Wichtig ist, dass die Situation für die Mieze so angenehm wie möglich gestaltet wird, ohne dass sie dabei völlig vereinsamt und untergeht....

Einen Vermittlungsversuch hier im Forum würde ich aber trotzdem noch starten, vielleicht kennt jemand jemanden......schaden kanns nicht, im Schlimmsten Fall kommt nichts passendes raus!
 
M

marianne2

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Hallo,

Butze ist im Moment nicht viel allein - unser Sohn ist noch kurze Zeit eigentlich den ganzen Tag da und kümmert sich sehr viel um sie. Ich sehe das aber auch mit ein wenig Besorgnis - sie hat sich ganz eng an ihn angeschlossen. Was wird, wenn er wieder arbeiten geht und dann den ganzen Tag ausser Haus ist? Ich habe das Ganze schon mal mit unserem Kater Balu mitgemacht - er ist auch ganz auf unseren Sohn fixiert und hat fast "durchgedreht" als sein Mensch auf einmal die ganze Woche weg war und nur am Wochenende da war.
Natürlich bin ich öfters mal unten, ich bringe ihr das Fressen, Katzenklo säubern usw. Spielen will sie nicht, ist sie auch von meiner Mutter her nicht gewohnt. Sie geht raus, ist aber meistens nach kurzer Zeit wieder da. Am liebsten ist es ihr, wenn ich mit ihr draussen spazieren gehe. Ich glaube, da fühlt sie sich sicherer. Hier muss ich auch immer "Ihr" Fenster - Beobachtungsplatz und Katzentüre - offen lassen, damit sie jederzeit rein kann.

Mir wäre es einfach am liebsten, sie wäre hier in der oberen Wohnung integriert. Hier wäre meistens jemand da, die Katzenklappe ist hier, es ist viel Platz da um sich zurückzuziehen und jemand da zum Kuscheln.

Wie gesagt - ich erwarte nicht, dass alle Freunde werden, das sind unsere eigentlich auch nicht immer, aber sie haben wie gesagt, viel Platz um sich aus dem Weg zu gehen und sich zu arrangieren. Es sollte auch möglich sein, dass sie sich draussen begegnen, ohne Mord- und Totschlag. Momentan geht sie möglichst nur raus, wenn die oberen Katzen drin sind. Wir wohnen auch sehr ländlich, eigentlich ein Paradies für Katzen, aber bisher nutzt sie das nicht wirklich.

LG Marianne
 
seven

seven

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Hallo Marianne,

Wo wird Butze denn gefüttert? Vielleicht kannst du ihren Fressplatz schrittweise nach oben zu den anderen legen?

Ich bin jetzt wirklich kein Zusammenführunsprofi, aber mein Gedanke dabei ist, dass das ein Signal für alle Beteiligten sein könnte, dass Butze jetzt zu eurer Truppe dazugehört. Und gemeinsames Fressen schafft vielleicht ein positives gemeinsames Erlebnis.

Viele Grüße
Seven
 
M

marianne2

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kleines Update:

Butzi fühlt sich wohl, ist eine ganz liebe, unkomplizierte Katze. Was ich ganz toll finde - sie will überhaupt kein Trockenfutter mehr essen, sie legt jetzt Wert auf gesundes Nassfutter. Sie frisst das Futter mit Vergnügen, das ich den anderen immer in kleinsten Mengen unterjubeln muss.

Anscheinend hat es eine "interne" Absprache gegeben - das ist mein Revier und das ist dein Revier. Seit die Zugänge für "oben" und "unten" frei zugänglich sind, kommt sie gar nicht mehr hier oben in die Wohnung und die "oberen" Katzen gehen so gut wie gar nicht mehr in "ihre" Wohnung. Augenscheinlich wollen beide Seiten nichts miteinander zu tun haben. Leider!
Im Garten haben sie sich arrangiert, ich habe keine Zwischenfälle mehr registriert.

Ich lasse es jetzt mal einfach so laufen, ich kann und will es nicht erzwingen, dass es ein Miteinander gibt.


LG Marianne

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