Pankreatitis und CNI, Tierarzt will erst mal abwarten?!

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20. Januar 2012
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Hallo Ihr Lieben,

Weil Samson die letzten Tage teils wenig frisst und ich so ein Gefühl hatte, bin ich vorgestern nachmittag mit ihm zum TA und habe ein geriatrisches Profil plus Spec fpl anfertigen lassen.

Heute morgen hat er mich angerufen, Crea 2,2, Spec fpl 5,9

Also wahrscheinlich cni und pankreatitis. Der Tierarzt will vor allem diätetisch vorgehen, wobei er meinte, Pankreatitis und CNI widersprechen sich, deswegen sollte ich erst Mal Nierendiät füttern und in 1 Monat kontrollieren wir.

Ich habe dann erst Mal die Nachricht verdaut und ihn dann noch mal angerufen, was für Diagnostik evtl. noch sinnvoll wäre - auf jeden Fall Blutdruck und US, denke ich mal. Er meinte, ich sollte mal die Kirche im Dorf lassen, er würde mir das BB schicken, ich sollte mir den Befund in Ruhe anschauen, und dann könnten wir nächste Woche mal Blutdruck, US etc machen wenn ich das möchte.

Ich bin aber verunsichert, weil Samson sich zurück zieht und heute wieder nicht vernünftig frisst. Gestern hatte er ganz gut gefressen. Ich habe den Eindruck, man könnte doch erst Mal schon Schmerzmittel und Kortison geben (wahrscheinlich hat er auch noch Zahnschmerzen, ich will aber nicht direkt an die Zähne dran, wegen der Nieren... Also könnte erst mal Schmerzmittel sowohl wegen der Pankreatitis als auch wegen der Zähne ganz gut sein?).

Ich habe jetzt noch bei der TK am Kaiserberg angerufen und die Situation erklärt und gefragt, ob ich vielleicht besser mit dem Kater reinkomme, die meinten aber, sie würden zunächst Mal auch einfach Diätfutter geben, Nierenfutter plus Tabletten um die Pankreatitis auszugleichen. Das war allerdings nur die Pflegerin, kein TA.

Laut der Therapieempfehlungen für Pankreatitis von Idexx und einigen anderen Quellen ist wohl fasten lassen für Katzen überholt und auch die Notwendigkeit einer fettarmen Diät zweifelhaft, deswegen würde ich mich von der Diät her wohl am Liebsten auf die Nieren konzentrieren (was bei einem Kater mit Allergien gegen Getreide auch schon interessant wird, andere Frage), aber eben daneben schon was gegen die Pankreatitis machen, damit er vernünftig futtert. Oder ist mein Denkansatz falsch? Sind die Werte noch relativ harmlos und man kann abwarten? Er hat bisher mit Mühe 2/3 seiner normalen Vormittagsportion gefuttert. Diätfutter allein hilft doch nicht, wenn er nicht richtig frisst?

Was würdet Ihr machen, in die Klinik fahren und ausführlich mit TA besprechen? Noch eine andere Klinik fragen? Abwarten?

Ich mache mir furchtbare Sorgen und würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann.
 
A

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Hallöchen,

ich würde erst einmal absichern lassen, ob wirklich eine CNI vorliegt. Das geht zum Beispiel durch eine Urinuntersuchung (bitte nicht beim Tierarzt machen lassen, sondern durch ein externes Labor). Denn die erhöhten Nierenwerte können auch durch die Pankreatitis zustande kommen.

Ich weiß, dass die Notwendigkeit fettarmer Diät mittlerweile von vielen bezweifelt wird. Ich selbst habe aber bei zwei Katzen die Erfahrung gemacht, dass das sehr wohl etwas bringt - und anderen Usern hier geht es ähnlich.

Ich persönlich würde in so einem Fall wohl fettarmes Futter plus Phosphatbinder geben, vor allem, da der Krea ja nur sehr moderat erhöht ist. Nierendiät ist sowohl protein-, als auch phosphatreduziert. Ob eine Proteinreduktion in dem Maße wirklich notwendig ist, darüber streiten sich die Experten. Einig sind sich aber alle, dass eine Phosphatreduktion notwendig ist.

Sowohl für die Nieren als auch für die Bauchspeicheldrüse kann es sehr hilfreich sein, B-Vitamine zu geben. Die gibt es unter anderem recht hoch dosiert von der Firma Selectavet.

Du könntest die Moderatoren hier darum bitten, den Thread zu den Nierenerkrankungen verschieben zu lassen, da tummeln sich dann noch mehr User, die Erfahrungen mit beiden Erkrankungen haben.

Du könntest auch die Userin Regine per PN anschreiben, die hat einen CNI-Kater und Erfahrungen mit der Klinik am Kaiserberg.

@Edit: Zähne kannst Du übrigens bei so einem Krea durchaus in Angriff nehmen. DAs würde ich aber nur bei einem Zahnspezialisten machen lassen. Wenn Krefeld für Euch machbar ist, dann kann ich Dr. Krüger dort wärmstens empfehlen. Wenn Du ein Schmerzmittel gibst, dann bitte auf keinen Fall Metacam, das belastet die Nieren zu sehr. Warum willst Du denn Cortison geben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Silvia,

Vielen Dank für den Hinweis mit dem Crea-Wert. Ich habe ja drei Katzen und das mit der Kelle traue ich mir nicht ganz zu, da wäre Urinprobe über Punktion vielleicht am Besten? Und dann von der TK abnehmen und einschicken lassen? Was genau sollte ich bestimmen lassen?

Und das mit dem Verschieben ist auch ein guter Tip - blöde Frage: wie mache ich das (sorry, ich schreibe nicht so oft in Foren). 😳

Edit: habe Deinen Edit gerade erst gesehen. Krefeld sollte schon machbar sein. Aber wahrscheinlich erst Mal die Urinprobe abklären lassen? Das Blöde ist halt, dass er im März eine Narkose hatte (Zahnstein) und vor zwei Wochen noch eine (Basalzellkarzinom). Insgesamt ist es dann halt schon belastend, denke ich. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum der TA abwarten will, er glaubt, dass evtl. Die Werte zumindest teilweise von den Narkosen kommen. Das Kortison habe ich in Behandlungsempfehlungen zur Pankreatitis gesehen, ich glaube, es soll Entzündung lindern und Appetit steigern?

Danke

Von Georgia (und natürlich Samson)
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Silvia,

Vielen Dank für den Hinweis mit dem Crea-Wert. Ich habe ja drei Katzen und das mit der Kelle traue ich mir nicht ganz zu, da wäre Urinprobe über Punktion vielleicht am Besten? Und dann von der TK abnehmen und einschicken lassen? Was genau sollte ich bestimmen lassen?

Und das mit dem Verschieben ist auch ein guter Tip - blöde Frage: wie mache ich das (sorry, ich schreibe nicht so oft in Foren). 😳

Danke

Von Georgia (und natürlich Samson)

Punktion ginge auch. Die wichtigsten Nierenparameter im Urin sind das spezifische Gewicht und der Protein-Kreatinin-Quotient.

Tierärzte neigen gerne mal dazu, eine Katze gleich zur CNI-Katze zu erklären und blenden dabei aus, dass der Anstieg des Krea auch andere Gründe haben kann. Daher würde da immer auf einer umfassenden Diagnostik bestehen. Der erste Schritt ist das Blutbild, der zweite Schritt die Urinuntersuchung, dann ggf. noch der Ultraschall.

Verschieben lassen kannst Du den Thread, wenn Du unten links auf das kleine Warndreieck klickst. Dann öffnet sich ein Fenster und damit kannst Du dann die Moderatoren anschreiben.
 
Danke, dann werde ich mal die Urinprobe in Angriff nehmen. Um die Verschiebung hab ich auch gebeten.
 
Edit: habe Deinen Edit gerade erst gesehen. Krefeld sollte schon machbar sein. Aber wahrscheinlich erst Mal die Urinprobe abklären lassen? Das Blöde ist halt, dass er im März eine Narkose hatte (Zahnstein) und vor zwei Wochen noch eine (Basalzellkarzinom). Insgesamt ist es dann halt schon belastend, denke ich. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum der TA abwarten will, er glaubt, dass evtl. Die Werte zumindest teilweise von den Narkosen kommen. Das Kortison habe ich in Behandlungsempfehlungen zur Pankreatitis gesehen, ich glaube, es soll Entzündung lindern und Appetit steigern?

Wenn es schon zwei Narkosen gab, wäre ich auch vorsichtig und würde erst einmal Pankreatitis in Angriff nehmen. Die Narkosen könnten auch ein Grund dafür sein, warum die Nierenwerte jetzt erhöht sind. Hatte er bei den Narkosen Infusionen bekommen? Gab es Schmerzmittel?

Ob Kortison bei einer Pankreatitis sinnvoll ist, hängt von der Ursache ab. Wenn es eine bakterielle Entzündung ist, ist Cortison nicht unbedingt angeraten. Wenn es eine autoimmune Ursache hat, dann schon.

Zeigt Dein Katerchen denn nierentypische Symtome wie verstärkten Durst?

Wenn Du über ein Schmerzmittel nachdenkst, dann frag Deinen Tierarzt doch mal nach einem Mittel auf Opiat-Basis, die sind sehr wirkungsvoll und in der Regel für die Nieren schonender. Bei uns zum Beispiel hat das Buprenovet sehr gut geholfen.
 
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Danke, dann werde ich mal die Urinprobe in Angriff nehmen. Um die Verschiebung hab ich auch gebeten.

Komm doch direkt rüber zu uns "Fragen zu CNI", du hast ja noch nicht soviel geschrieben, das kopierst du einfach rein, häng dich hinten ran, wir helfen, wo wir können....und du bist herzlich willkommen...
 
Wenn es schon zwei Narkosen gab, wäre ich auch vorsichtig und würde erst einmal Pankreatitis in Angriff nehmen. Die Narkosen könnten auch ein Grund dafür sein, warum die Nierenwerte jetzt erhöht sind. Hatte er bei den Narkosen Infusionen bekommen? Gab es Schmerzmittel?

Ob Kortison bei einer Pankreatitis sinnvoll ist, hängt von der Ursache ab. Wenn es eine bakterielle Entzündung ist, ist Cortison nicht unbedingt angeraten. Wenn es eine autoimmune Ursache hat, dann schon.

Zeigt Dein Katerchen denn nierentypische Symtome wie verstärkten Durst?

Wenn Du über ein Schmerzmittel nachdenkst, dann frag Deinen Tierarzt doch mal nach einem Mittel auf Opiat-Basis, die sind sehr wirkungsvoll und in der Regel für die Nieren schonender. Bei uns zum Beispiel hat das Buprenovet sehr gut geholfen.


Liebe Maiglöckchen- jetzt muss ich Dir mal ausdrücklich widersprechen. Ich kenne die Wirkung von Kortison zwar bislang nur aus dem humanmedizinischen Bereich, aber Kortison GREIFT das immunsystem AN! Und ist extrem schlecht für den ganzen Organismus- bei weiteren Beschwerden wie Pankreatitis- oh oh!! Nur, wenn wirklich gar nichts anderes mehr hilft!
 
Liebe Maiglöckchen- jetzt muss ich Dir mal ausdrücklich widersprechen. Ich kenne die Wirkung von Kortison zwar bislang nur aus dem humanmedizinischen Bereich, aber Kortison GREIFT das immunsystem AN! Und ist extrem schlecht für den ganzen Organismus- bei weiteren Beschwerden wie Pankreatitis- oh oh!! Nur, wenn wirklich gar nichts anderes mehr hilft!

Das ist Blödsinn. Kortison greift das Immunsystem nicht an - es wirkt immunsuppressiv - das heißt es fährt die Immunabwehr hinunter - was bei autoimmunbedingten Erkrankungen überlebensnotwendig ist!
Ich hatte 2 Katzen die dauerhaft Cortison bekommen haben - keine hätte es ohne geschafft!
 
Liebe Maiglöckchen- jetzt muss ich Dir mal ausdrücklich widersprechen. Ich kenne die Wirkung von Kortison zwar bislang nur aus dem humanmedizinischen Bereich, aber Kortison GREIFT das immunsystem AN! Und ist extrem schlecht für den ganzen Organismus- bei weiteren Beschwerden wie Pankreatitis- oh oh!! Nur, wenn wirklich gar nichts anderes mehr hilft!

Deswegen schrieb ich ja explizit, dass es bei Pankreatitis von der Ursache abhängt.

Bei autoimmunen Erkrankungen ist Cortison nämlich durchaus angeraten. Zumindest bei Katzen gibt es häufig eine Pankreatitis, die autoimmune Ursachen hat. Bei Autoimmunerkrankungen wird auch in der Humanmedizin Cortison eingesetzt.

Autoimmun heißt ja, dass das Immunsystem Amok läuft und sich gegen den eigenen Körper richtet. Das ist was ganz anderes als z.B. eine bakterielle Infektion, wo das Immunsystem gestärkt werden muss und wo Cortison dann kontraproduktiv ist.

Ich bin weiß Gott kein großer Fan von Cortison und finde, dass es in der Tiermedizin zu inflationär eingesetzt wird. Aber es gibt auch Erkrankungen, wo es ohne nicht geht.
 
Ich weiß, ich weiß........ vorübergehend- nicht dauerhaft- kann es vielleicht sehr wichtig und hilfreich sein. Aber grundsätzlich- und ich spreche da von Mensch und Tier- muss doch die Ursache für eine Autoimmunkrankheit ergründet- und behoben werden. Einfach alles außer Gefecht zu setzen, kann auf dauer nicht gut sein. Aber ich wollte eigentlich nur warnen, nicht, dass es "einfach mal so" verwendet wird, weil man mal gehört hat und so... dafür ist es z uheftig in der Wirkungsweise. Und ich bleibe dabei (mehrere Personen in meinem Umkreis haben es jahrelang nehmen MÜSSEN)- Kortison ist auf Dauer schädlich. Das erste Problem mag davon behoben sein- vordergründig eben- aber es folgen viele andere Beschwerden... bitte nicht böse sein, ich bin kein Klugscheißer, aber Medikamente sind doch immer mit Risiken verbunden und das sollte man ehrlich bedenken. *AMEN* :stumm:
 
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PS: Die Klinik am Kaiserberg ist tatsächlich sehr gut, da war ich ganz früher auch öfter mal- sehr kompetente und freundliche Tierärzte! :grin:
 
Ich weiß, ich weiß........ vorübergehend- nicht dauerhaft- kann es vielleicht sehr wichtig und hilfreich sein. Aber grundsätzlich- und ich spreche da von Mensch und Tier- muss doch die Ursache für eine Autoimmunkrankheit ergründet- und behoben werden. Einfach alles außer Gefecht zu setzen, kann auf dauer nicht gut sein. Aber ich wollte eigentlich nur warnen, nicht, dass es "einfach mal so" verwendet wird, weil man mal gehört hat und so... dafür ist es z uheftig in der Wirkungsweise. Und ich bleibe dabei (mehrere Personen in meinem Umkreis haben es jahrelang nehmen MÜSSEN)- Kortison ist auf Dauer schädlich. Das erste Problem mag davon behoben sein- vordergründig eben- aber es folgen viele andere Beschwerden... bitte nicht böse sein, ich bin kein Klugscheißer, aber Medikamente sind doch immer mit Risiken verbunden und das sollte man ehrlich bedenken. *AMEN* :stumm:

Soll die Katze denn dann lieber verrecken, weil niemand die Ursache für die IBD herausfindet und Katze deshalb schlicht und ergreifend verhungert, weil die Nahrung nicht ausgewertet werden kann?

Bei autoimmunen Erkrankungen ist es nun einmal so, dass die Ursache nicht immer so leicht herauszufinden ist, also lässt man das Tier dann leiden oder wie stellst Du Dir das vor.

Natürlich ist jedes Medikament mit Risiken verbunden. Was wir Dir ja am Beispiel von Semintra schon erklärt haben😉.
 
Heute morgen hat er mich angerufen, Crea 2,2, Spec fpl 5,9

Also wahrscheinlich cni und pankreatitis. Der Tierarzt will vor allem diätetisch vorgehen, wobei er meinte, Pankreatitis und CNI widersprechen sich, deswegen sollte ich erst Mal Nierendiät füttern und in 1 Monat kontrollieren wir.

Um Himmels Willen wechsel den TA😱😡.
So einen Blödsinn, dass sich CNI und Pankreatitis widersprechen hab ich ja noch nie gehört.
Ich hab ein CNIchen mit immer wiederkehrender Pankreatitis.
Ich kann Dir nur sagen, dass der Spatz mit Sicherheit schon Pankreasbedingte Schmerzen haben könnte.

Bitte lass ihn im Moment subkutan infundieren - oder mach es selbst - ausserdem brauch er ein vernünftiges Schmerzmanagement.

Nierendiät ist Sch...:stumm: bei einer Pankreatitis weil viel zu viel Getreide.
Konzentrier dich bitte im Moment auf die Pnakreatitis und dann auf die Nieren.
 
Was mal hilfreich wäre, kannst du ein aktuelles BB einstellen??
 
Ich weiß, ich weiß........ vorübergehend- nicht dauerhaft- kann es vielleicht sehr wichtig und hilfreich sein. Aber grundsätzlich- und ich spreche da von Mensch und Tier- muss doch die Ursache für eine Autoimmunkrankheit ergründet- und behoben werden. Einfach alles außer Gefecht zu setzen, kann auf dauer nicht gut sein. Aber ich wollte eigentlich nur warnen, nicht, dass es "einfach mal so" verwendet wird, weil man mal gehört hat und so... dafür ist es z uheftig in der Wirkungsweise. Und ich bleibe dabei (mehrere Personen in meinem Umkreis haben es jahrelang nehmen MÜSSEN)- Kortison ist auf Dauer schädlich. Das erste Problem mag davon behoben sein- vordergründig eben- aber es folgen viele andere Beschwerden... bitte nicht böse sein, ich bin kein Klugscheißer, aber Medikamente sind doch immer mit Risiken verbunden und das sollte man ehrlich bedenken. *AMEN* :stumm:

Sei mir nicht böse - aber du hast keine Ahnung wovon du redest.
Daisy hatte IBD - Cortison hat ihr das Leben gerettet - sonst hätte ich sie schon letztes Jahr verloren.
Lilly hat sich bis zum Knochen blutig gekratzt und das Fell büschelweise ausgerissen. Ausschlussdiät hat nix gebracht - durch Cortison war sie völlig symptomfrei - wir konnten nach und nach auf eine Minimaldosis reduzieren.
Abgesehen davon wird Cortison von Menschen anders verarbeitet als von Katzen - die vertragen es in der Regel gut. Wenn der Nutzen das Risiko überwiegt, stellt sich für mich diese Frage überhaupt nicht. Mangels Alternativen!
Oder würdest du deinem Tier bei der Selbstverstümmelung bzw. beim Verhungern zuschauen - Hauptsache kein Cortison??
Also manchmal frag ich mich wirklich 🙄
 
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Nierendiät ist Sch...:stumm: bei einer Pankreatitis weil viel zu viel Getreide.
Konzentrier dich bitte im Moment auf die Pnakreatitis und dann auf die Nieren.

Wie schon gesagt, man könnte auch beides gleichzeitig angehen. Fettarmes, normales Futter ohne Getreide plus Phosphatbinder, das schont sowohl Pankreas als auch Niere.
 
Soll die Katze denn dann lieber verrecken, weil niemand die Ursache für die IBD herausfindet und Katze deshalb schlicht und ergreifend verhungert, weil die Nahrung nicht ausgewertet werden kann?

Bei autoimmunen Erkrankungen ist es nun einmal so, dass die Ursache nicht immer so leicht herauszufinden ist, also lässt man das Tier dann leiden oder wie stellst Du Dir das vor.

Natürlich ist jedes Medikament mit Risiken verbunden. Was wir Dir ja am Beispiel von Semintra schon erklärt haben😉.

Huhu- NEIN, auf gar keinen Fall verrecken oder leiden lassen, um Himmels Willen!
Wenn es denn unumgägnlich ist, das Präparat zu verabreichen- ist eben so. Meinte ja nur, dass das PROBLEM damit nicht weg ist und man eigentlich bis zu dessen Lösung weitersuchen müsste. Kann aber natürlich keiner garantieren, dass man des Rätsels Lösung findet... und ja, Recht hast Du mit dem Semintra. Nur bedenke bitte auch, dass ich eben kein TA bin und mir just der Schock in den knochen steckte- in solchen Momenten nimmt man eben- wenn nicht automatisch irgendwas im Kopf "ALARM" bimmelt, einfach ALLES und DENKEN und ENTSCHEIDEN kann man eben erst wieder, wenn die Panik sich legt... außerdem geht man ja bei vertrauten TÄ erstmal davon aus, dass man sich auf sie verlassen kann, oder? Und das tue ich auch weiterhin, ich werde nur ein bißchen mehr darauf achten, WAS sie tut und vorschlägt. Kein Mensch und kein TA ist ja unfehlbar. Entscheidend ist wohl, ob man INSGESAMT beim TA ein gutes Gefühl hat- ich hab das, sobald ich merke, dass den TÄ wirklich viel an den Tieren liegt (und die Tiere auch gern hingehen) UND wenn ich mit dem TA über PRO und CONTRA reden kann. Und wenn mein TA mal vllt. kein Spezialist bei einem Thema ist oder zu schnell Schubladen bedient- wie bei Semintra- kann man ja mal schauen, ob er sich DANN ausführlich damit befasst oder einfach nur ignorant bleibt. Dann würde ich DEFINITIV wechseln.
 
Vielen Dank Euch allen für die vielen Antworten.

Anett, ich denke auch, der TA geht da viel zu 'gelassen' (wenn man es so nennen will) ran, deswegen möchte ich mich da ja nicht einfach drauf verlassen. Ich habe jetzt einen Tip von Regine, zu wem ich hier gehen kann, das werde ich auch tun. Allerdings meinte er mit dem dass sich CNI und Pankreatitis widersprechen nur, dass das Futter, was fürs eine gut ist, fürs andere gerade schlecht wäre, was ja evtl. teils stimmt, nicht, dass man nicht beides haben kann. Aber dennoch ist mir der Ansatz 'erst mal abwarten' bei einer Pankreatitis suspekt und ich werde das nicht so machen. Eine Zusammenfassung von dem, was schon war und meine Überlegungen dazu, wie es weitergeht, habe ich jetzt noch mal im 'Fragen zu CNI'-Thread gepostet.

Wegen des Cortisons: ich sehe ein, dass man da nicht leichtfertig vorgehen sollte - lehne es aber auch nicht vollkommen ab, falls es die beste Art sein sollte, Samson erst mal wieder zu päppeln. Ich werde das morgen mit dem neuen TA detailliert besprechen. Die erste Priorität ist aber Schmerzmittel, nicht Kortison.

Es tut wirklich gut, hier Unterstützung zu haben.

Edit: das BB habe ich im Moment noch nicht vollständig, werde es aber heute noch abholen und dann auch hier einstellen.
 
@ Daisy: Nein, ich kann Dich sehr gut verstehen. Und vermutlich hätte ich es genauso gemacht wie Du. Euch hat es soweit geholfen und das zählt ja letztendlich. Ganz ehrlich und das ist auch kein Widerspruch. Und ich wünsche Dir, dass Du keine ähnlichen Erfahrungen mit Kortison machen musst (wie ich bei Menschen eben).

PS: Katzen und Menschen haben unterschiedliche Verabeitungsprozesse im Körper- mich wundert allerdings, das hier im Forum mehrfach auch auf Präparate aus der Humanmedizinin für Katzen verwiesen wird- und ich werde sofort als unwissend dargestellt. Ich nehm´s mal nicht persönlich.
 

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