Idiopathische Zystitis? Penisamputation droht. Harnverhalt ohne Steine. Ratlos.

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Übo

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  • #81
Nein auch nicht.

Es geht nicht darum, dass er nicht genug von dem Medikament hätte, sondern dass ich jetzt zu wenig davon habe und keinerlei Möglichkeit meinen Stammi bis Montag zu kontaktieren, um wenigstens zu erfragen, welches Medikament der Kleine bekam.
Dann könnte ich es vielleicht noch von einem anderen TA nach besorgen.
 
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  • #82
Huhu.

Die zweite TK schickte das Ergebnis des Resistenztests mit der langen Liste der nicht mehr wirksamen AB´s und den wenigen gängigen.
Nur leider weiss ich nicht, welches genau der gängigen der Kleine vom Stammi bekam.
Wüßte ich den Namen, könnte ich bei einem anderen TA anfragen.
Er hat eines der noch gängigen AB´s gegeben, aber es kämen ja ein paar wenige in Frage und ob mischen so eine gute Idee ist, weiss ich auch nicht.
 
Petra-01

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  • #83
Frag trotzdem morgen in der TK nach bitte.
Und besser du hast nach einigen Tagen eine Pause von einem halben Tag als jetzt am Anfang der Behandlung mit dem endlich richtigen und wirksamen Antibiotikum.
Da kannst du dir leider nicht erlauben eine Dosis auszulassen.
Gib ihm heute bitte noch eine Spritze und schau was morgen machbar ist.
 
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  • #84
Huhu.

Ich hab ihm jetzt noch eine Spritze gegeben und der Großteil müßte rein gegangen sein. Hoffentlich hab ich ihn nicht überdosiert und natürlich fehlt mir jetzt eine Dosis.

Wie mich das alles ankotzt, läßt sich gar nicht in Worte fassen, möchte man nicht ausfällig werden.
Nicht enden wollendes Drama von Anfang an, unnötige Verzögerungen durch eine wenig kompetente TK, nach dem Durchatmen eine Hiobsbotschaft kurz vor Praxissschluss und ich Idiot versäume vor lauter Gerenne und Hetze unter Zeitdruck zu fragen WAS er da nun bekommt, was ich machen soll, wenn eine daneben geht (nachspritzen ja/nein, Überdosis möglich? etc.) und zähle auch nicht nach wieviel Spritzen jetzt genau in der Tüte drin sind.
Es hat soviel ausgesehn, dass ich dachte es reicht locker bis nächste Woche rein, doch haben die vielen Nadeln getäuscht, die dabei sind.
Dass es natürlich bis aufs letzte Tröpfchen abgezählt ist und dem Laien keine versiebte Dosis passieren darf, erhöht mir drastisch den Puls :mad:
Ich muss spritzen, es muss klappen! Es darf nichts daneben gehn, ist aber passiert :grummel:
Ich bin nur ein Laie und der Kater wehrt sich auch in der Kiste, wie ein Irrwisch! Bei den stoischen Kaninchen wars freilich leichter.

Was mach ich denn bitte, wenn mir noch eine daneben geht?
Sonst stand immer auf den Tüten was drin ist und wieviel zu geben ist, diesmal natürlich nicht. Soviel Pech am laufen Band kann man doch gar nicht haben.
Erst sollte ich die ganze Pulle zum selbst Aufziehen mitbekommen, dann hab ich doch nur vom TA aufgezogen dosierte Spritzen ohne Beschriftung mitbekommen.
Wenn man sowas doch immer eher wüsste!

Beim Stammi geht nur der Anrufbeantworter dran, der mir verkündet, dass erst Montag wieder jemand da ist.
Die Liste des Resistenztests mit den AB´s liegt natürlich auch dort.
Ich kann schon bei der TK anrufen, aber die werden genau so wenig wissen, welches AB ihm jetzt explizit gegeben wurde, wie ich und den Stammi eben so wenig zwecks Rückfrage erreichen, wie ich.

Feiertag, Brückentag, Wochenende, Anrufbeantworter und das nicht zu wissen, was wichtig wäre...ich hab so die Schnauze voll von der ganzen Idiotie :mad:
 
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  • #85
Huhu :)

Lieber spät, als nie - das Sofa lockte mich nach dem neuen Chaostag in Morpheus Arme :oops:


@Andrea:

Montag hätte ich wieder einen Termin beim Stammi gehabt, den ich früh auch hätte wahrnehmen können. Ob ich da jetzt noch hin muss, muss ich erst abklären, aber das ist zweitrangig.
Spritzen musste 2x täglich also alle 12 Stunden (+/-) sein.
Die letzte Dosis hätte ich (ohne die Fehldosis) für Sonntag Abend gehabt und mit dem frühen Montagsbesuch hätte das auch mit einer kleinen Toleranz vom Zeitlimit hingehauen, dass er weiter medikamentiert wird.

Dass das alles so richtig dumm knapp bemessen und unbeschriftet gewesen ist, ärger mich auch, eigentlich läuft es dort anders. Den Tag rückwirkend betrachtet wäre ich um all den Ärger und Stress aber dennoch nicht herum gekommen - dazu weiter unten mehr.
Es war ein blöder Fehler, auch die Medikamentengabe mittels Spritzen zu wählen, allerdings ist die Familie schon über 10 Jahre beim Stammi und hat ihm eigene kleine Leben zu verdanken. Angesprochen wirds werden, aber dennoch werde ich bei der Praxis bleiben, wo ich über Jahre und während der ganzen Geschichte immer sehr gut beraten und betreut wurde.


Der Tages-Exkurs:

In meiner Not hatte ich am Morgen telefonische Rücksprache mit der guten Klinik gehalten. Leider konnten sie ohne irgend einen Namen auch nicht zweifelsfrei schliessen, welches Medikament nun verabreicht wurde. Sie hatten sogar versucht den Stammi zu erreichen und auch von sich aus eine mit ihm eng zusammenarbeitende TA-Praxis angerufen, ob die vielleicht eine andere, private Telefonnummer von ihm hätten. Leider hatte auch diese Praxis heute geschlossen. Ich selbst habe auch andere TA´s in der Gegend angerufen und gefragt, ob auf kollegialer Basis vielleicht untereinander Privatnummern bekannt wären, dass man dort meinen Stammi kontaktieren und um Rückruf bitten würde (hatte leider auch niemand eine andere Kontaktmöglichkeit als die Praxisnummer).

Mit der TK verblieb ich erst einmal so, weiter zu spritzen solange ich noch Dosen habe und dann käme man nicht umhin auf ein andres der gängigen AB´s umzustellen, das sie selbst auf Lager haben, weil die Antibiose nicht unterbrochen werden dürfe. Das wurde auch mit der anwesenden Klinikärztin so abgesprochen. Dass eine Umstellung in der Antibiose natürlich nicht optimal ist, ist uns allen klar, wäre aber so oder so auf uns zugekommen. Zum Glück ist die Klinik jeden Tag und im Notfall auch ausserhalb der Sprechzeiten zu erreichen, auch wenn sie weiter weg ist.

Gegen Mittag war es wieder soweit, die nächste Spritze musste gegeben werden.
Schon direkt nach dem Eintüten in die Kiste, drehte der kleine Mann durch und bekam einen regelrechten Panikanfall. Alles Beruhigen half nichts. Der wusste genau, welche Stunde geschlagen hatte. Um ihn zu fixieren musste ich ihn so grob und gemein festhalten, dass er sich umso mehr gewehrt, geschrien, um sich geschlagen und gebissen hat. Eine wahre Tortur für uns beide, die einem im Herzen weh tut :(
Selbst in der Klinik war Blutabnahme/Venenkatheter nur nach Sedierung möglich gewesen und nicht einmal die kleine Schlafsack-Zwangsjacke die sie ihm verpasst hatten, samt einer resolut und geschult haltenden Helferin machte es anders möglich. Und das sollte ich dann Zuhause alleine bewerkstelligen. Das erste Mal Spritzen gelang wohl nur durch den Überraschungseffekt und weil er müde war, schon beim zweiten Mal gings ja in die Hose und das Medikament daneben.

Wer Erfahrungen mit traumatisierten, ehemaligen Misshandlungskatzen hat (die noch dazu ein frisches Behandlungstrauma haben), kann sich vielleicht vorstellen, wie grausam sich das ausartet, wenn man ihn dann auch noch an den Stellen packen und Stechen muss, wo er sich ein Jahr lang nicht mal anfassen ließ, als wir ihn adoptiert haben (Kopf und Nacken). An die Alternativ-Stichstelle hinten an der Seite hat er mich schon gleich dreimal nicht dran gelassen.
Die Spritze bekam ich (nur mit Gewalt...) noch rein, dann waren wir alle beide fix und fertig und ich mir im Klaren, dass es so weiter nicht funktionieren wird und schon gar keine drei Wochen lang 2x täglich. Da hilft auch alle Spritzenerfahrung nicht, wenn sich der Probant gebärdet, wie ein Irrwisch, fast einen Herzkasper bekommt und sich beinahe noch den Trichter abrupft. Dass er dabei nicht auf seinen nahtverzierten Poppes achtete und ich Angst hatte, er verletzt sich dabei noch an der filigranen OP-Wunde, muss ich ja wohl nicht näher erläutern.

Nachdem ich meinen Mann von der Arbeit geholt hatte, hatte die Klinik wieder Sprechstunde und wir haben nochmal angerufen und das Panikproblem geschildert. Sie stimmten uns zu, dass es so nicht weitergehen könne, keinen Sinn macht und wenn eine Umstellung (wegen zu knappen AB-Dosen) eh unumgänglich würde, könnte ich heute auch umstellen, und uns allen den Stress ersparen. Lieber gleich die Umstellung und hoffentlich zuverlässige Medikamentation, anstatt vergebliche Spritzversuche und ausgefallene, wichtige Dosen. Die Wahl war also das kleinere Übel.

Ich hatte die Wahl zwischen einem Saft und Tabletten. Nachdem Katerchen aber schon mit der viel kleineren Metacam-gabe "Kunstspucken" in seinem Trichter veranstaltet hat, habe ich mich für die Tabletten entschieden. Das alles wurde auch mit der Klinik-TÄ abgesprochen und nicht einfach mit der Helferin am Telefon eigenständig entschieden. Mit den Tabletten habe man zwar nicht die zahlreiche Erfahrung wie mit dem Saft, aber es wäre auch möglich und sie hatten sie ja in der eigenen Apotheke auf Lager. Nur bringt mir ein Saft nichts, der dann im Trichter klebt, statt im Kater wirken zu können.

Während die alles berechnet und vorbereitet haben, hab ich mich abermals James-Bond-mäßig auf die Autobahn gestürzt und bin die längere Strecke zur Klinik ge...fahren. Zur Sicherheit bekam ich noch einen Tablettenapplikator mit und Magenschutztabletten, sofern ich sie noch in ihn rein kriege. Primär ist natürlich erstmal das AB. Den Turnus sollte ich erstmal bei der neuen Zeit bei behalten und könne ihn ja vorsichtig Stück für Stück etwas verschieben über ein paar Tage.

Die Tabletten-Nachtgabe gestaltete sich mit seinen "Schmuggelperlen" problemlos und wir hoffen es bleibt auch erst einmal so :) Zur Not habe ich noch den Applikator oder leere Spritzen und so einen Aufsatznippel fürs Mäulchen, dass ich die Tabletten notfalls auch gelöst mit etwas Wasser eingeben könnte, wenn alle Stricke reissen. Die Tabletten zu fünfteln ist zwar eine kleine Knobelei, aber alles besser, als das Drama mit den Spritzen, wo man selbst heulen könnte.

Bei der Abholung in der Klinik war sogar der Chefarzt da mit dem ich kurz sprechen konnte. Er hielt 3 Wochen lang selbst spritzen müssen auch nicht für eine wirklich gute Lösung und die Tablettengabe für die bessre Alternative. Er hätte den Saft empfohlen, aber da macht unser kleiner Spucki ja wieder nicht mit, sonst hätte ich den gern genommen. Hauptsache wir bekommen die Blasenverkeimung in den Griff und die nötigen Medikamente regelmäßig in den Bub.

Kurzum:
haben wir jetzt nach ärztlicher Absprache auf Tablettengabe umgestellt und hoffen, dass es damit (und den Notalternativen der Eingabemöglichkeiten) die drei Wochen klappen wird. Ohne Panikattacken, Schmerz und grobe Gemeinheiten, die niemand verdient hat. Unser Bub hat im Leben schon genug durch gemacht.
 
Tilawin

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  • #86
Oh je :(

Da habt ihr aber bestimmt die richtige Entscheidung getroffen. Wenn ihn das Spritzen so sehr stresst, ist das sicher nicht förderlich für die Genesung...

Weiterhin gute Besserung!!
 
Übo

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  • #87
Danke ihr Lieben :)

Bisher hat er jede AB-Gabe, als auch seine viertle Magenschutztablette mit den Schmuggelperlen genommen und das sogar mit Wohlgefallen über die scheusslichen, heißgeliebten Bonbons ;)

Ein wenig aufgeweckter wirkt er schon, wenn der Trichter seinen gewohnten Tatendrang auch tüchtig eindämmt und er noch recht müde und ruhebedürftig ist.

Jeden Tag freuen wir uns über einen kräftigen Puscher, manchmal sogar zwei, nur gekackt hat er noch nicht. In der Klinik soll er bis auf etwas eingeflösstes Püreefutter aber auch nichts gegessen haben. Wird auch noch werden :)
 
Übo

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  • #88
Huhu ihr Lieben.

Würde man die Geschichte unseres Buben verfilmen, käme man wohl zu dem Schluss, dass soviel Pech am laufenden Band im normalen Leben doch eigentlich nicht vorkommen kann. Wir wissen - es kann!

Tatsächlich haben wir heute wieder einen halben Sonntag auf der Autobahn und in der Klinik verbracht :(

Seit der kleine Mann in unserer Obhut ist und das sind mitlerweilen sieben Jahre, wurden die Bonbons heiss geliebt und dienten zuverlässig als Schmuggelperlen, wenn er mal Tabletten einnehmen musste. Sieben Jahre bis gestern nacht! Ausgerechnet jetzt, wo es so wichtig für ihn ist!

Ich vermute, dass er ein Stück zerkaut, statt runtergeschlungen hat und den Tablettengeschmack im Mund hatte, denn dann ging nichts mehr. Bonbons sind bäh und ich stand da mit den restlichen Tablettenstückchen. Wir haben alle Register gezogen und wohl nur noch einen Bruchteil der Resttablette bei all dem Geschmiere in ihn reingebracht. Er setzt sich dermaßen zur Wehr, dass er nicht mal zu zweit zu halten und vernünftig einzugeben war.

Was alles nicht funktionierte:

- Restdosis nach etwas Beruhigungszeit in Bonbons einschmuggeln (verschmäht).
- Restdosis in einen kleinen Rest Brathühnchen einschmuggeln, dass ich sonst nicht ohne kleinen Wusel halb im Gesicht essen kann (Hühnchen weg, Tablette übrig).
- Restdosis ins Hühnchenfleisch einmanschen (verschmäht).
- Restdosis mit etwas Wasser auflösen und ins Mäulchen eingeben (gewehrt).
- Restdosis mit etwas Wasser mit dem Applikator eingeben (Tablette hat sich aufgelöst, ist zerfallen und er hat sich gewehrt).
- Restdosis ohne Wasser mit dem Applikator eingeben (gewehrt, war drin und wieder ausgewürgt).
- Restdosis unter stark riechendes NaFu mischen (Futter verschmäht).
- Restdosis mit Leberwurst mischen (verschmäht).
- Restdosis mit Leberwurst fein zermatschen, in eine Spritze kleistern und mit Nippel ins Mäulchen eingeben (gewehrt).
- Leberwurstpampe mit der Spritze an die Lippen kleistern zum Ablecken (gewehrt und verschleudert).
- Eingabeversuche während und ohne dass er in eine kleine Decke eingewickelt war (gewehrt und Panikattacken mit Knurren und Fauchen).
- beten!

Die Leberwurstpampe zum Ablecken ins Fell schmieren wäre sinnlos, er kommt mit dem Trichter ja nirgends dran. Natürlich musste für jeden Versuch eine neue kleine Dosis bemessen werden und dabei ging einiges drauf. Ich hab Forenthreads hier gelesen mit begeisterten Applikatornutzern und mich langsam gefragt, ob wir einfach zu blöde sind, oder der Kater zu zappelig. In diversen Youtubevideos sieht das alles so leicht aus, doch halten die gezeigten Katzen dort still und wehren sich nicht wie ein Irrwisch :mad:
Nachdem zumindest eine Teildosis drin war und es mittlerweilen mit kleinen Verschnaufpausen sieben Uhr morgens, blieb die Hoffnung, dass er seine neue Tagesdosis wieder mit Bonbons isst.

Nach zu wenig Schlaf, das selbe Spiel:

- Bonbons bäh.
- gemischt unters Futter bäh.
- Bonbons mit Olivenlake und einer Olive eingerieben. Normal klebt er einem warum auch immer penetrant im Gesicht und an den Händen, wenn man Oliven essen will (einmal geschnuppert und mit der Zungenspitze geleckt, verschmäht).
- kantige Tablettenstücke in die leere Geleekapsel einer Zylkene geben und versucht mit dem Applikator einzugeben (gewehrt).
- Verzweiflung!

Ein Anruf bei der TK folgte, das Problem und alle Versuche wurden geschildert. Einzige Möglichkeit war vorbeikommen, um die Tablette eingeben zu lassen und das Problem nochmal durchsprechen.
Also wieder ab auf die Autobahn mit schief hängendem Haussegen und den nächsten Sonntag auf eine wenig schöne Weise verbringen.

Der freundliche Notbesetzungs-TA erklärte uns, dass es manchmal extrem wehrhafte Katzen gibt, bei denen sie selbst auch Probleme haben etwas einzugeben...der TA hatte Probleme trotz haltender Helferin und unser Kleiner wäre einer dieser extrem wehrhaften Katzen - großartig, das muntert auf. Der Bub musste wieder in den Zwangsjacken-Schlafsack eingetütet werden, damit der erfahrene Arzt das Stück Tablette beim zweiten Versuch rein bekam. Ein riesen Drama mit einer zappelnden, knurrenden Tüte voll Kater!

Wir ließen uns die Eingabe, die sich sehr schwierig gestaltete nochmal zeigen, ich übte trocken mit leerem Applikator mit dem sich wehrenden Bub in der Zwangsjacke mit nur mäßigem Erfolg und wir besprachen die wenigen Alternativen. Haustierärzte, die Hausbesuche machen gibt es hier am Anus Mundi leider nicht. Man müßte jeden Tag 2x zu einem TA (während der Öffnungszeiten, die mit dem 12 Stunden Turnus aber nicht überein stimmen), oder 2x täglich (auch an allen Wochenenden) zur nicht grade nahe gelegenen Klinik. Wäre die Gabe nur wenige Tage nötig gewesen, wäre eine stationäre Aufnahme in der TK nochmal möglich gewesen, aber wir müssen das drei lange Wochen machen. Ein erheblicher Kostenfaktor und Stress für den Kleinen. Der TA hielt es auch nicht für die beste Lösung, weil er dann kaum Bewegung hätte in seiner Box.

Vorgeschlagen wurde dann ihm eine feste Nasensonde zu legen mit der wir die aufgelösten Tabletten eingeben können. Es blieb uns nichts andres mehr, als das machen zu lassen samt Sedierung und Kontrollröntgen, dass der kleine Schlauch richtig liegt :(
Während der Sedierung wurde auch seine OP-Naht noch mit überprüft und gereinigt. Der TA war so lieb uns Untersuchung und Notfallaufschlag für Sonntags ausserhalb der Sprechstunde nicht zu berechnen, weil wir schon soviel ausgegeben haben. Wie wir das Ding im Notfall ziehen können, wie und wie oft wir nachspülen müssen, usw. wurde alles genau erklärt.

Jetzt haben wir ein verstörtes Katerchen mit einem Schlauch in der Nase, der am Kopf angenäht und am Trichter festgeklebt ist. Zumindest bietet der Trichter hierbei noch etwas Hilfe, als Ankerpunkt für die Sonde. Die Abendeingabe klappte zumindest, wenn es auch kurz mal verstopfte. Die Übung wirds hoffentlich machen und den Trichter muss er eh solange tragen, wie die AB-Gabe andauern soll. Frische Tabletten für die, die bei den Versuchen verbummelt wurden, bekamen wir auch noch mit, damit wir genug haben und wenn etwas ist, sollen wir wieder anrufen.

Leider frisst er jetzt nicht und sitzt auch sonst etwas dumm und traurig in der Gegend herum. Beten wir, dass er wenigstens bald wieder eigenständig frisst, sonst müssen wir ihn fein püriert und verdünnt auch noch über die Sonde zwangsernähren, was bei der dünnen Leitung im winzigen Nasenloch nicht so einfach werden wird, wie uns gesagt wurde.

Es wäre so einfach gewesen, hätte er einfach seine Schmuggelperlen angenommen, ganz stressfrei und ohne Zwang, wie all die Jahre zuvor auch :(
Wenn man weiss, dass es lebensnotwendig ist, dass er seine AB-Dosis in den vorgeschriebenen Abständen erhält und dann geht nichts mehr und das Drama geht wieder los, wird man langsam verrückt. Jetzt ist er wieder ganz komisch und verstört und wir hoffen, das gibt sich in ein paar Tagen wieder und wir müssen nicht noch zwangsernähren. Das würde grade noch fehlen.

Fast ein Monat geht das jetzt schon so. Langsam ertragen wir alle 3 nicht noch mehr Drama, Komplikationen, ewiges Hin und Her und Verzweifeln.
 
Übo

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  • #89
Danke.

Das hoffen wir auch, wie schon seit Wochen immer wieder.
Irgendwann muss es doch mal Fortschritte ohne neues Drama geben :)

...und mal wieder normale Wochenenden ;)
 
Tilawin

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  • #90
Oh nein :sad:

Ach Mensch, das tut mir echt leid. Für euren Kater und natürlich auch für euch. Es ist die Hölle dem geliebten Tier helfen zu wollen und er lässt es einfach nicht zu!

Ich glaub ihr habt jetzt so gut wie alles durch was es nur geben kann...

Bleibt mir nur euch alles Gute zu wünschen!! In ein paar Wochen war das hoffentlich nur eine böse Erinnerung und alles in wieder in Ordnung :zufrieden:
 
Petra-01

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  • #91
Oh weh, der arme Bub.

:(:(:(

Was für Schmuggelperlen gab es denn?
Habt ihr alternativ mal andere Lekkerchen probiert?

Ich muß meinem Kater ja auch zwei mal am Tag Medis geben, eine Herztablette morgens und Cortison abends. Die Herztablette schmeckt nicht schlimm aber das Cortison ist bitter.
Von daher kenne ich mich mit diversen Schmuggelperlen auch gut aus. :)

Was hier gut geht im Moment sind die Whiskas Kaustängchen oder die von Kittekat. Kleine STücke abgebrochen, aufgeklappt und die Tablette rein, gut zusammendrücken und fertig.
Wichtig ist daß es erst mindestens drei Stücke ohne Tablette gibt und danach erst so nebenbei das mit Tablette. Danach noch weitere Lekkerchen.

Oder habt ihr Dreamies schon probiert?
Die kann man teilen, die Füllung rauskratzen und ein Stück Tablette reinstopfen, dann die Füllung oben drauf schmieren und geben. Auch hier wieder erst einige unbehandelte Teile geben.

Habt ihr mal an der Tablette geleckt? Ist sie sehr bitter?
Dann hilft kein klein machen, dann müssen Stücke so verarbeitet werden daß man sie nicht durchschmeckt. Und auch was so an Krümeln an den Händen klebt riecht noch danach, also ist erst teilen, dann Hände waschen und dann vorsichtig die Teile einpacken angesagt.

Evtl. versucht ihr ja noch mal einige Varianten, mit der Nasensonde würde ich auch keinen Appetit mehr haben.

Armes Schätzlein, der macht echt was mit, das tut mir richtig weh. :oops:
 
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Zugvogel

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  • #92
Ich habe leider noch nicht alles gelesen, aber als Zwischenbemerkung Folgendes:

Wurde der Blasenmuskel abgetastet, ist er verhärtet und verdickt? Dann ist Astorin FLUDT Aid K das richtige, die Ansäuerung damit ist sehr gering. Hauptwirkstoffe sind Glukosamine und Grünlippenmuschelextrakt, diese beiden lassen einen verdickten Blasenmuskel regenerieren.
Empfohlene Dosis: 60 Tage lang je 1 Tablette, danach unbedingt wieder den Zustand der Blase kontrollieren, geht am zuverlässigsten mit Abtasten.

Die Aufgeregtheit, das Lecken und die Unsauberkeit, bzw. das Hinrennen zum Klo ohne was zu machen, kann absolut eine Folge der Katheterisierung sein, die mechanische Reizung durchs Legen und Entfernen des Katheters (Ich selber kenne das unsägliche Brennen nach dem Entfernen eines solchen Dinges aus eigener Erfahrung!). In diesem Fall wäre m.E. Revet 18 und zwar speziell das Cantharis darin das Richtige lt. Arzneimittelbild.

Buscopan ist ein Krampflöser, der einen Inhaltsstoff hat (Name ist mir grad nicht geläufig :(), der in der Humanmedizin als Solomittel eigentlich nicht mehr gegeben wird. Allein aus diesem Grund halte ich Buscopan schon für sehr bedenklich.
Es gibt ein halbsynthetische Mittel gegen Krämpfe, das sehr schnell wirkt, aber es gibt auch einen wirklich guten Krampflöser auf homöopathischer Basis (Ich habe alle drei selber genommen, und kann deswegen vor allem die Wirkung und Nachhaltigkeit recht gut beschreiben).



Hat es schon jemand geschrieben? D-Mannose ist gegen Überbesiedlung von E-Coli, dieser Zuckerstoff bindet diese Bakterien, so daß sie ausgeschwemmt werden können. Wirkt nach meiner Erfahrung auf Dauer wesentlich besser und nachhaltiger als jedes AB, vor allem macht D-Mannose nicht alle E-Coli (die außerordentlich wichtig und nützlich sind) nicht vollkommen platt.

Wie heißt der Erreger, der mit dem Test festgestellt wurde, wie das AB dazu?

So ziemlich alle ABs verändern den pH-Wert des Harns (ob den vom Blut weiß ich nicht), so daß man nach Absetzen von AB nochmal so oft wie möglich den pH testen sollte, bis er sich auf seinen körpereigenen Wert wieder eingependelt hat.

Futtertagebuch führen! Darin wird alles an Futter (Zeit, Menge, Produkt) eingetragen, die beigefügte Wassermenge, jede Medikation und auch jeder pH-Wert eingetragen. Auch jede Leckerei zusätzlich sollte peinlich genau vermerkt werden.

Kannst Du angeben, wieviel Wasser täglich genommen wird? Gibts noch Trockenfutter?


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  • #93
Eva, der Kater muss jetzt erst mal seine Antibiotika nehmen was schwierig genug ist. Ich glaube fuer weitere Tabletten ist da im Moment keine Moeglichkeit und keine dringende Notwendigkeit.

Er hat sein AB nach Antibiogramm bekommen, da gibt es im Moment auch keine Alternative.

Und eine Kontrolle vom Urin wird sicher nach der AB Gabe erfolgen, dann kann man diese Tipps auch weiter verfolgen.
Sorry aber ich denke im Moment sind die Probleme anderer Art.
Den Kater mit der Halskrause und nach der op und mit der Nasensonde ueberhapt zum fressen zu kriegen und das die Wunde gut heilt.
 
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  • #94
Huhu ihr Lieben :)

Er isst und trinkt!
Heute hat er einen Appetit wie ein Scheunendrescher, aber er bekommt nur kleine Mahlzeiten NaFu nach und nach, damit er sich den Magen nicht überlädt (auch noch Platz für die Medis samt Spülflüssigkeit bleibt) und er nicht kotzt. Das kann er nämlich gut. Schlingen und dann wieder auskotzen ;)
Die Näpfchen müssen wir eh "kindgerecht" hin halten, oder sein NaFu mit einem großen Salatbestecklöffel anbieten, da sehn wir gut, wieviel er aufnimmt und was verkleckert wird.

Im Großen und Ganzen ist er wieder munterer und etwas mehr unser alter Bub, wenn auch arg eingeschränkt mit seinen Robocop-Anbauten :)

Zweimal hat die Eingabe schon gut geklappt, ich muss ihn dazu in sein Kistchen setzen, sonst geht er natürlich stiften. Es verstopft immer wieder, weil sich die Tabletten nur zu einem sehr feinen Mehl auflösen und nicht ganz, dass man in der Spritze samt Wasser immer in Bewegung halten muss, sonst setzt es sich ab. Schütteln und drücken, schütteln und drücken. Mit ganz behutsamen hin und her ziehen des Spritzenstempels, hab ich es bisher immer wieder durchgängig bekommen, wenn es verpfropft war. Hoffen wir, dass es weiter so klappt.


@ Petra:

Seine Schmuggelperlen waren immer die ganz schrecklichen Fit&Fun-Sticks, die wohl den Aldi-Sticks ähnlich sind und allen andren Mist-Produkten dieser Art. Stinken wie die Pest, aber er hat sie immer geliebt.

Ich hab da auch immer kleine Stücke abgebrochen, gespalten und die Tablettenstücke reingedrückt. Sonst hat er sie immer ohne zu kauen verschlungen, die sind ja recht weich. Jetzt macht er das nicht mehr, er nimmt momentan gar keine Leckerchen mehr an, egal welche.
Alles was knusprig ist, würde er kauen, das eignet sich somit nicht wirklich.
Zwischendurch verräterische Spuren von den Händen waschen habe ich immer gemacht, hat leider nichts geholfen.

An den Tabletten hab ich noch nicht geleckt, aber da es ein Human-Medikament zu sein scheint, kann man davon ausgehen, dass sie keinen Brühwürfel-Geschmack haben, wobei er auch solche tiergerechten Tabletten nie ohne Schmuggelperlen angenommen hat.

Ich hoffe wir haben jetzt alle seltsamen Komplikationen durch, die es geben kann, es ist bald mal Ruhe und kann einfach mit dem AB ausheilen und er die Trichterzeit noch absitzen, damit bald wieder Normalität einkehrt.



@ Zugvogel:

Der aktuelle Stand ist, dass er wegen einer narbigen Striktur/Verengung der Harnröhre nicht um eine OP herum kam und diese vor einer Woche durchgeführt wurde. Heilt soweit alles gut und kein Medikament der Welt hätte das verbessern oder noch beheben können.

Seine Blase wurde von der ersten TK als derb beschrieben, die zweite stellte dahingehend nichts mehr fest, soweit ich weiss. Abgetastet und gedrückt wurde er seit 6. Mai ja nun schon öfters. Es könnte auch sein, dass der Blasenmuskel durch das ständige angestrengte Pressen vor der OP verdickt gewesen ist, jetzt pinkelt er problemlos.

Astorin und/oder Glukosamine bekommt er derzeit nicht mehr, wir sind froh, wenn wir sein AB über die Nasensonde rein bekommen. Erst Cantharis und später Revet hatte er zu Anfangs bekommen. Wenn er endlich mal wieder ohne Trichter ist, möchte ich Revet präventiv weiter geben. Die verabreichten Krampflöser brachten alle keinen Erfolg, da eine Vernarbung nun mal leider kein Krampf ist.

D-Mannose bekommt er nicht, er hat auch keine E-Coli.
Seine Verkeimung wird durch "Staphylococcus aureus" verursacht, der leider multiresistent gegen die meisten AB´s ist. Wir sind bei der AB-Gabe auf die wenigen noch gängigen Wirkstoffe beschränkt, dafür wurde ein Antibiogramm samt Resistenztest erstellt. Derzeit bekommt er Cotrim-Tabletten, die zur Wirkstoffgruppe "Sulfonamid/Trimetoprim" gehören (wenn ich das jetzt richtig geschrieben habe).

Den PH-Wert messe ich nicht, er darf momentan auch nur auf Zeitung und Klopapier pinkeln, damit kein Katzenstreu an die OP-Naht klebt und ein Futtertagebuch führe ich auch nicht. Wofür wäre das postoperativ gut? Momentan sind wir froh, dass er mit der Nasensonde überhaupt selbständig isst und trinkt und er hat auch keinen Nierenschaden, der eine Diät, oder Futterumstellung anraten würde.

TroFu gibts derzeit keines und wieviel Wasser...hm...was er so noch trinkt kann ich nicht genau bemessen. Aber alleine durch die gelösten Tabletten 2x täglich und das nötige Vor- und Nachspülen pro Gabe erhält er täglich mindestens fast 20ml Wasser allein durch die Sonde.

Da er allgemein reichlich und regelmäßig (hell) pinkelt, dürfte die nötige Ausspülung der Bakterien derzeit auch in Ordnung sein.
 
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Zugvogel

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  • #95
Man sagt, daß der Flüssigkeitsbedarf eine Katze bei ca 50 ml Wasser pro Körperkilo liegt, dh., daß eine Miez von ca 4 kg täglich etwa 200 ml Wasser aufnehmen sollte. 80 % von Naßfutter ist Feuchtigkeit, bei 200 g Nafu wären das ca 160 ml, dann würden noch 40 ml fehlen. DAS sollte man wohl mit dem Nafu noch vermischen, mit wenigen Tropfen anfangen und dann allmählich steigern.
Bei Trofu ist die Rechnung ganz anders - bekommt er noch Trofu?

Auch wenn er jetzt amputiert ist, heißt das ja nicht, daß das Grundleiden (Stoffwechselstörung) damit auch behoben ist. Ich würde das sehr genau im Auge behalten, auch in angemessenem Abstand dringend zum geriatrischen Blutbild raten.
Daß die Nebenwirkungen von AB in kurzer Zeit wieder zu beheben sind, halte ich für nicht richtig. Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, daß sie u.U. ein Leben lang da sind, mit Organstörungen sogar neue Leiden auslösen.

Darum wünschte ich mir, daß man auch bei AB nur soviel gibt, wie ungedingt nötig ist, daß man diverse Krankheiten auch zuerst vielleicht alternativ oder schwerpunktmäßig alternativ behandelt.
Dazu gehört aber auch, daß man z.B. bei Blasenleiden den pH sehr engmaschig überwacht. Es gibt so gut wie keinen andren Test, der so einfach und preiswert durchzuführen ist und der pH-Wert hat einen ziemlich hohen Aussagewert, besonders für Katzen (als Karnivoren).
Daß Futter immer mit zur Grundlage von Krankheit und auch Gesundheit gehört, wäre allein schon ein Motiv für ein Futtertagebuch zu führen. Was anfangs wie eine große Last aussieht, wird schon ziemlich bald zur Routine und hat somit erheblich mehr Nutzen als daß es lästig wäre.

Wann wurde das Antibiogramm gemacht, vor oder nach der ersten Katheterisierung?



Zugvogel
 
Petra-01

Petra-01

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  • #96
Nur zwei Anmerkungen, Cotrim ist extrem eklig und bitter, kein Wunder daß er es nicht mag.
Bitte kauf aber mal als Alternative wenn die Nasensonde verstopft oder sonstige Kathastrophen drohen bitte einige Ersatzleckerchen.
Wie gesagt, die kausstängchen von Whiskas und Kittekat sind natürlich nicht klasse, lassen sich aber gut einsetzen.
Und Dreamies sind so lecker daß sie im Normalfall nicht gekaut sondern ihnhaltiert werden. :D

Und das Revet bitte nicht als Dauermedikament geben.
Dafür ist es nicht geeignet.
Es ist für die Akutbehandlung gut und wenn mal Beschwerden da sind kannst du es jederzeit wieder einsetzen. Aber bitte nicht länger geben als nötig.

Schön daß der Bub was futtert.:)
 
Übo

Übo

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  • #97
Huhu

@ Zugvogel:

Danke für die Berechnung des Flüssigkeitsbedarfes.
Jahrelang bekam er soviel Trinkwasser ins NaFu untergemischt, dass wir von "Katersuppe" sprachen. Derzeit nimmt er es nur ohne, oder mit sehr sehr geringer Wasserbeimengung an, alles andere bleibt stehen, dafür trinkt er selbständig noch Katzenwasser mehrmals täglich.

Er hatte in den verschiedenen Klinikaufenthalten teils tagelang nichts essen wollen, wieder Zuhause dann nur sehr wenig, was wir langsam und behutsam wieder steigern konnten. Wichtig für uns ist erstmal, dass er überhaupt etwas zu sich nimmt, stört ihn die Nasensonde dabei ja sehr. Ist es zu nass, niesst er viel und möchte nicht weiter essen. Derzeit ohne Wasserbeigabe zu füttern und dafür sehr soßelastiges NaFu ist für den Moment wohl das kleinere Übel.
Wie bei einem Menschen, der sehr lange hungert, oder nur winzige Mengen isst, wird wohl auch bei einer Katze der Magen etwas schrumpfen und muss erst wieder an passable Mengen gewöhnt werden. Wenn er sauer aufstößt und dann Futter samt Medikament (und schlimmstenfalls Sonde) auskotzt ist ja niemandem damit geholfen und wir müssen wieder notfallmäßig zur TK für eine neue Sonde. Das zu ersparen ist momentan primär, er ist durch das ewige Hin und Her sowieso schon traumatisiert. Durch die Amputation der natürlichen Körperbarriere und dem gesteigerten Risiko zu Blasenentzündungen, werden wir da zukünftig sowieso ein besondres Auge drauf haben.

TroFu bekommt er, wie oben schon beantwortet, keines.

Die Empfehlung des TK-Chefarztes war eine AB-Gabe von mindestens 3 Wochen und dann geg. ein neues Antibiogramm zur Kontrolle. Alles Weitere kann man dann beraten und im Auge behalten.
Wie im Threadverlauf nach zu lesen, wurde bereits mit verschiedenen Medikamenten versucht vor zu behandeln (z.B. Homöopathie, Astorin, Glukosamine, Entkrampfer, Schmerzmittel). Hinweise für eine sonstige oder idiopathische Blasenentzündung, als auch Kristallprobleme gibt es laut Urintests nicht mehr. Jetzt müssen wir die Staphylococcen erstmal los werden.

Was wir füttern, steht ihm Eingangsposting. Momentan sind es noch die selben Sorten, um sehr soßehaltige NaFu-Tüten von Real Nature ergänzt. Ich muss ihm derzeit geben, was er überhaupt isst und das kann bedeuten am Tag 3 Dosen oder Beutel zu öffnen, bis ihm etwas recht ist.

Für PH-Tests und ein Futtertagebuch ist nach der Behandlung durchaus noch die Möglichkeit gegeben. Gerade wird nicht mehr an ihm herumhantiert, wie nötig, er hat die letzte Zeit viel zu viel mitmachen müssen und ist sehr sensibel.

Antibiogramme gibt es mittlerweilen zwei mit dem selben Ergebnis.
Wann genau beide genommen wurden ist im Thread chronologisch nach zu lesen :)

Das der ersten TK wurde nach der insgesamt dritten Katheterisierung am Entlassungstag per Punktion gezogen (nur kam das Ergebnis so spät bei uns an und der dazu verlangte Resistenztest fehlt immer noch).
Ergebnis: Staphylococcus aureus.

Das der zweiten TK wurde vor der vierten Katheterisierung und vor der OP per Punktion gezogen und ergab das gleiche (dieses Ergebnis hatten wir früher).
Ergebnis: Staphylococcus aureus
- die nun dank Resistenztest mit AB behandelt werden können.



@ Petra:

Grade ging seine Abenddosis ganz wunderbar in die Sonde. Ich glaub so langsam hab ich den Bogen raus und den richtigen Schwung im Handgelenk, um es solange in der Flüssigkeit in Bewegung zu halten, bis es gleichmäßig eingedrückt werden kann.
Da bräuchte man manchmal so viele Arme wie Shiva ;)

Andre Leckerchen kaufe ich bei Gelegenheit, wenn mein Mann die Katerwache übernimmt, einige Alternativen wurden ja bereits genannt. Warum er gerade gar keine seiner guten und schlechten Leckerchen mehr mag, weiss ich nicht. Ich brauch jedenfalls etwas schmuggelfähiges. Angenommen liegt es aber am Trichter, dass er da etwas eigen reagiert.

Das mit dem Revet ist gut zu wissen, danke!
Das bekommt er schon nicht mehr seit er zwecks OP in der Klinik gewesen ist und Entzündungsanzeichen wie Leukos, oder Blut gab es laut letztem Urintest dort nicht mehr.


Danke an alle fürs Daumendrücken und die Leckerchenvorschläge!
Wir werden es testen
;)
 
Z

Zugvogel

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  • #98
Hast Du mal probiert, ob er anstelle von Wasser vielleicht lieber Hühnerbrühe mag? Die kannst Du ja leicht speziell für ihn selber herstellen, nur ganz schwach salzen und als Einlage lediglich etwas Möhre und ganz wenig Kartoffel.


Zugvogel
 
Übo

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  • #99
Huhu Zugvogel.

Hühnerbrühe hab ich noch nicht probiert. Er trinkt ja gut von seinem Katzenwasser. Ist ja nicht so, dass er von sich aus nicht trinken würde, er mag nur grade kein stark verwässertes Futter weil er dann niesen muss :)
Da stört wohl die Sonde in der Nase.
 
Übo

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  • #100
Huhu ihr Lieben :)

Bei uns ist alles pima!
Unser Kleiner isst mit gutem Appetit, trinkt und das mit der Sonde klappt auch.
Er ist den Umständen entsprechend munter und alles läuft super.
Die Wunde verschorft wie angekündigt und ist trocken.
Gepuschert wird auch und wir sind glücklich dass es nichts nervenaufreibendes zu berichten und durchzustehen gibt :D
Freitag gehts zur Popokontrolle zum Stammi und wir hoffen ganz fest dass es so gut bleibt und jetzt endlich alles seinen Weg geht :)
 
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