Hilfe! Hasst sie uns???

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cat(astrophe)

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Hallo,

wir haben uns nun bei euch angemeldet, weil wir mit unserer Süßen Muffin erhebliche Probleme haben und direkten Rat benötigen. Wir haben uns seit Monaten immer wieder in allen möglichen Foren und Büchern belesen, wo oft ähnliche Situationen geschildert wurden, doch geholfen hat uns bisher nichts. Deshalb wollen wir nun unsere Situation einmal genau schildern um ganz persönlich Rat zu bekommen, weil wir unsere Süße einfach verstehen möchten und einen Umgang mit ihr finden möchten, der allen Beteiligten das Zusammenleben schöner macht – ihr und auch uns.
Oft haben wir festgestellt, wie Leute, die sich an Foren wenden um Rat zu bekommen, regelrecht zusammen geschissen wurden. Sie hätten zu wenig Geduld und seien zu egoistisch und so weiter. Das ist oft hart und unfair und wir schreiben hier ehrlich gesagt mit Vorbehalt (waren selbst wegen unserer Schildkröten mal in einem Forum angemeldet und wurden wegen jeder Kleinigkeit als Tierquäler beschimpft und so…), aber ein Versuch ist es wert in der Hoffnung doch verstanden zu werden. Hier soll natürlich niemandem etwas unterstellt werden, das ist allgemein gemeint.

So, erstmal zu unserer Mieze ein paar Details:
Wir bekamen sie im Alter von 10 Wochen am 2. Dezember 2007 von Freunden. Sie ist nicht aus dem Tierheim, wir kennen die Eltern und die Umstände ihrer ersten Lebenswochen und wir kannten unsere Muffin auch bereits, bevor sie bei uns einzog. Sie ist jetzt also etwa ein halbes Jahr alt. Vor groß zwei Monaten mussten wir sie sterilisieren lassen, weil sie frühreif war – woran kann das übrigens liegen? Ist das einfach so oder passiert das unter bestimmten Umständen? Jedenfalls ist sie entwurmt und untersucht – völlig gesund und geimpft. Eins noch, sie ist eine Wohnungskatze, aber wir haben eine große Wohnung und sie hat viele Spielmöglichkeiten, Verstecke, hohe Regale, die sie gerne erklimmt usw. und zudem darf sie überall hin außer auf die Theke in der Küche. Demnach hat sie viel Platz, viele Möglichkeiten zum Spielen, sich austoben, klettern usw. sie hat auch viele verschiedene Schlafplätze. Zudem bekommt sie nur das beste und gesündeste Futter, das beste Katzenstreu in einer tollen Katzentoilette mit Haube und Klappe, damit sie ihre Ruhe hat, wenn sie ihr Geschäft verrichtet. Wir achten wirklich auf alles und hegen und pflegen unsere Kleine.

So, nun zu unseren Problemen mit ihr. Zum einen ist sie sehr bissig. Anfangs dachten wir, dass das einfach ihr Spieltrieb ist, weil sie zu jung ist um zu merken, wann sie zu grob ist und es dem Gegenüber weh tut, doch auf Grund ihrer Körpersprache scheint sie uns eher feindselig. Man kann sie kaum anfassen ohne gebissen zu werden, kann sie nicht auf den Arm nehmen oder einfach nur graulen oder streicheln. In fast allen Fällen geht sie sofort auf die Hand los, Bei der Körperpflege muss man sie zu zweit festhalten, ansonsten geht gar nichts. Alles, was fast alle Katzen lieben scheint sie zu hassen – Graulen, Streicheln, Schmusen, Bürsten usw. Sie lässt es sich nur selten gefallen und wenn, dann auch nur für höchstens eine Minute oder zwei. Wenn man mit ihr spielt wird sie schnell übermütig und fängt die ganze Zeit an auf unsere Arme loszugehen und sich darin festzubeißen. Mit angelegten Ohren und ausgefahrenen Krallen wird man heftig und extrem attackiert, oft auch aus heiterem Himmel. Plötzlich springt sie einen unerwartet an, meist ins Gesicht. Wir haben Glück noch beide Augen zu haben, aber wir sind stets überall am Körper zerkratzt und auch zerbissen. Oft recht tiefe Wunden. Wir haben oft richtig Angst vor ihr. Wir schimpfen aber nicht oder schreien sie an oder Ähnliches, sondern weisen sie nur mit einem festen etwas lauten Nein zurecht, zeigen ihr den Zeigefinger und einen entsprechenden Gesichtsausdruck. Meist lässt sie dann auch von uns ab.
Des Weiteren weist sie allgemein recht seltsame, für uns nicht erklärbare und recht kontroverse Verhaltensweisen auf. Nicht nur, dass sie uns beißt, was wie gesagt nur teilweise ihr Spieltrieb zu sein scheint. Es kommt uns so vor, als ob sie uns komplett ablehnt und nicht leiden mag. Als ob sie oft regelrecht Gelegenheiten sucht beißen und kratzen zu können. Zudem schnurrt sie so gut wie nie, geht uns grundsätzlich aus dem Weg, will kaum in unserer Nähe sein.


- im nächsten Post geht's weiter :) -
 
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cat(astrophe)

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Morgens um acht Uhr bekommt sie immer ihre erste Nassfutterportion. Fast pünktlich taucht sie dann schnurrend bei uns im Bett auf um uns zu wecken. Sie scheint zu wissen, dass wir davon aufwachen. Dann reibt sie sogar ihr Köpfchen an uns und lässt sich streicheln. Aber nur kurz, dann hört sie auf und geht wieder mit der Aufforderung ihr nachzukommen um sie zu füttern. Meist lehnt sie dann ihr Futter zunächst ab oder rührt es nur ganz kurz an. Fressen tut sie es dann einige Minuten später erst oder noch später. Sie mag ihr Futter und bekommt auch viele verschiedene Sorten zur Abwechslung – bei Nass- und Trockenfutter. Woran das liegt können wir uns nicht erklären. Oft scharrt sie auch vor der Schüssel, als ob das Futter eklig wäre, aber kurz darauf frisst sie es doch. Das ist so widersprüchlich alles. Jedenfalls ist dies das einzige Mal am Tag, dass sie wirklich schnurrt oder gestreichelt werden will. Den Rest des Tages werden wir fast komplett ignoriert und gemieden. (Auf Grund der verschiedenen Arbeitszeiten und des Fernstudiums ist meist zumindest einer von uns zu Hause und sie ist fast rund um die Uhr nicht alleine) Ist man im Bad beim Duschen schleicht sie neugierig um die Dusche herum, ist man in der Küche beschäftigt schleicht sie um einen herum, sitzt oder liegt man liegt sie zum Teil daneben. Aber man darf sie nie anfassen oder arg beachten, denn sonst ist sie wie der Blitz sofort weg oder beißt wieder. Nimmt man sie mal auf den Arm so schreit sie los und strampelt wild. Sie scheint zwar Nähe und Gesellschaft zu wollen, aber auch doch wieder nicht – oder zumindest nicht von uns, denn wenn Besuch da ist, dann lässt sie sich von diesem streicheln oder auf den Schoß nehmen. Teilweise zwar nur kurz, aber immerhin.
Ansonsten liegt sie zum Beispiel direkt neben uns auf dem Sofa, doch sobald man sich zu ihr dreht und die Hand auf sie zu bewegt ist sie wie der Blitz weg. Oder sie kommt zu uns ins Bett und tribbelt – das typische Milchtreten. Wir kennen dieses Verhalten von Katzen als Ausdruck des Wohlbefindens und auch als Ausdruck den Schmusebedürfnisses, doch man darf sie nicht anfassen, sonst hört sie schlagartig auf mit treten und schnurren und hat ab. So läuft das immer ab.
Wir haben ihr nie etwas getan und es ist auch ausgeschlossen, dass sie durch irgendetwas traumatisiert ist oder so. Im Gegenteil. Sie stellt sich oft sehr tollpatschig an und fällt vom Fenstersims oder vom Regal oder so und es erscheint uns, als habe sie sich weh getan. Wir gehen dann zu ihr und reden – wie immer – mit sanfter stimme und wollen sie tröstend streicheln. Sie windet sich dann wie gewohnt unter unseren Händen weg und geht. Es kam auch schon vor, dass sie sich eingeklemmt hatte und befreit werden musste oder mit der Kralle irgendwo fest hing. Dann schreit sie und wir rennen zu ihr um ihr zu helfen und man merkt, wie ängstlich und aufgeregt sie ist. Auch dann wollen wir sie tröstend schmusen um ihr zu zeigen, dass wir für sie da sind und ihr immer behilflich sein werden, dass sie keine Angst haben muss. Doch selbst in diesen Momenten lehnt sie uns ab und will weg von uns. Ich dachte, dass genau solche Erlebnisse und unser liebevolles Verhalten ihr Liebe zeigen und das Vertrauen stärken, doch sie schätzt und mag gar nichts von alledem. Nichts was wir tun hilft. Wir haben es auch schon versucht sie einfach weniger zu beachten und öfter mal zu ignorieren in der Hoffnung, dass sie dann irgendwann von selbst ankommt oder so, aber nichts. So viel Zeit man ihr auch gibt, es hilft nichts. Klar, sie ist erst ein halbes Jahr alt und das kann auch alles noch kommen. Wir wollen ja auch geduldig sein und ihr ihre Eigenheiten lassen. Wir wollen ihr nichts aufdrängen, sie zu nichts zwingen und wir haben nicht den Anspruch eine Schmusekatze zu haben, auch wenn es schön wäre. Wir lieben an Katzen ihren ganz eigenen Charakter und ihre Eigensinnigkeit. Katzen wollen eben nur das, was sie wollen und sind da stur und auch dickköpfig. Wir würden sie auch absolut nie wieder weggeben und sei sie noch so ein Monster. Trotzdem macht es uns sehr traurig und es verzweifelt uns, denn sie scheint so unglücklich bei uns zu sein. Das wichtigste ist für uns, dass sie eine glückliche und zufriedene Katze ist, dann sind wir es auch, denn sie ist unser Baby und ein festes Familienmitglied. Wir nehmen das echt ernst und sie ist uns sehr wichtig. Sie ist nicht nur eine Katze für uns, die halt da ist und bei uns lebt – sie ist für uns viel mehr und ihr Wohl ist uns immer am wichtigsten. Aber trotzdem sind wir schließlich auch noch da und es ist schwer mit einer Katze, die alles von uns bekommt und uns aber hasst. Das frustriert einen auf Dauer sehr und man hat oft auch mal richtig die Schnauze voll. Man investiert verdammt viel Zeit und Geld in diese Katze für gutes Futter, gutes Katzenstreu, Tierarzt und all das und das obwohl wir nicht gerade viel Geld im Monat haben durch Studium und all das. Da will man manchmal echt das Handtuch werfen und denkt sich in der Wut „Verdammtes Katzenvieh weiß einfach nichts zu schätzen, was man für sie tut. Es sollte ihr doch so gut gehen und man will ihr nur das Beste, aber sie scheißt auf alles!“ So denkt man nicht wirklich, aber man ist einfach unglücklich damit. So eine Katze stellt einem in vielerlei Hinsicht das Leben auf den Kopf und stellt ständig Chaos an, man will aber ja auch was davon haben, denn man hat ein Haustier ja nicht ausschließlich deshalb, weil man diesem ein liebevolles Zuhause geben will. Man will selbst ja auch ein bisschen davon profitieren und deshalb muss endlich ein möglicher Lösungsansatz her, damit das Zusammenleben funktioniert und alle zufrieden sind. Das wichtigste ist uns, dass wir sie endlich verstehen lernen können und begreifen, was mit ihr los ist. Ob sie wirklich unglücklich ist und warum oder ob wir das falsch deuten. Sie scheint uns echt zu hassen, aber das macht nicht viel Sinn. :confused:

Zum Schluss sollte ich noch erwähnen, dass wir Anfang März ein zweites Kätzchen bekommen – ein junges Katerchen von etwa 12 Wochen. Vielleicht braucht sie einfach dringend einen Artgenossen, denn Wohnungskatzen sind ja am liebsten zu zweit. Der Altersunterschied wird sehr gering sein und sie sind unterschiedlichen Geschlechts, also verstehen sie sich hoffentlich gut. Wir hoffen so sehr, dass sie sich dann wohler fühlt, denn wenn sie uns schon ablehnt und nicht haben will, vielleicht freundet sie sich wenigstens mit ihm an und fühlt sich so nicht einsam. :oops:

Wir bitten um möglichst viele Ratschläge von euch, vielleicht versteht ihr das alles zu deuten. Womöglich machen wir durch unser Unwissen ja alles falsch… :(

Liebe Grüße und danke im Voraus,

cat(astrophe)


Sorry für die megalange Nachricht :D
 
Odin&Noreia

Odin&Noreia

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Oh ha was ein Text. Das einzige was mir imho dazu einfällt ist das es ihr bestimmt gut tut Gesellschaft in Form eines Artgenossen zu haben. Ich kann aus den Erzählungen heraus auch verstehen warum ihr euch so oft rechtfertigt. Allerdings denke ich solltest du/ihr den Text vielleicht nochmal etwas überarbeiten. Das er ein wenig kürzer ausfällt. Denn es ist schon sehr anstregend das ganze zu lesen (vll liegt es aber auch nur an der Uhrzeit)

Hoffe euch kann jemand mit Tipps oder Ideen helfen. Bzw das der kleine Krümmel sich mit einem Artgenossen wieder einkriegt. Vll wäre ja ein etwas älteres bereits sozialisiertes Tier auch eine Idee? Der/Die dann die kleinen ein wenig "erzieht". Denn wir haben auch einen kleinen Terrorkrümmel (5Monate alt) der sich seitdem Einzug von Spike (ca 1 - 1 1/2 Jahre) deutlich gebessert hat. Er weisst sie hin und wieder mal in die Schranken.
 
romanticscarlett

romanticscarlett

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Hallo,

mir kamen beim Lesen des Textes ein paar Fragen in den Sinn. Wurde Muffin bei den Freunden, von der ihr sie habt auch geboren? Oder wurde sie gefunden? Eine mögliche Erklärung für ihr Verhalten wäre, dass sie nicht gut durch Geschwister und Mutter sozialisiert wurde.

Dann sind mir noch folgende Aussagen aufgefallen: du schreibst, sie sei manchmal tollpatschig und falle irgendwo runter/ sie mache manchmal den Eindruck, als habe sie Angst vor euch oder euren Händen/ sie verhält sich oft aggressiv. Da könnte meiner Meinung nach eventuell eine leichter Gehirnschaden dahinter stecken. Gab es vielleicht Probleme bei ihrer Geburt?

Wart ihr schon mal bei einem TA und habt ihm ihr Verhalten geschildert? Wenn nicht, würde ich das mal abchecken lassen.

Eine Fori von hier (Stoepsel) hatte mal eine Pflegekatze, die zunächst sehr agressiv war. Bei ihr stellte sich auch raus, dass es eine Störung im Gehirn war. Hier ist der Thread dazu, kannst du ja mal durchlesen:
http://www.katzen-forum.net/katzen-...efreut-jetzt-habe-ich-einen-frauenhasser.html

Noch ne andere Frage...du betonst ein paar Mal, dass ihr Muffin sehr gutes, teures Futter füttert. Um welche Sorten handelt es sich denn? Ich frage nur, weil Whiskas und ähnliches zwar nicht gerade billig, aber nicht unbedingt das Beste ist.

Ich hoffe, du bekommst noch viele Ratschläge, die Muffin und euch helfen können. Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen, dass sie ruhiger wird.
 
Hexi

Hexi

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Erstmal - willkommen im Club. Hier wird niemand "zusammengeschissen", weil er Fragen stellt, sondern es wird ernsthaft versucht zu helfen.

Hört sich für mich nach einer sehr verwöhnten Prinzessin an - versucht es doch einfach mal mit ignorieren - zeigt ihr deutlich, dass diese Spielchen von euch NICHT toleriert werden. Spielen ja - aber Kratzen und Beissen ist nicht in Ordnung und wird nicht geduldet und mit Ignorieren "bestraft". So ein einfach "nein" reicht da nicht. Eine Katzenmama wird in so einem Fall eine saftige Ohrfeige verpassen. Das heisst jetzt nicht, dass ihr die Kleine schlagen sollt - aber deutlicher als einfach nur "nein" muss das schon werden.

Ich hatte hier auch ein Baby (Kater) - der hatte auch mal seine dollen fünf Minuten. Da wirkte ein Wegschubsen und Ignorieren Wunder.

Und ich finde, dass sie mit 6 Monaten durchaus nicht frühreif ist. Das kann durchaus so früh schon soweit sein - weil ja das Frühjahr für die Katzen eigentlich die beste Zeit fürs Werfen ist. Grade bei Herbstkätzchen ist also eine frühe Reife durchaus möglich.

Ansonsten, würde ich einfach erstmal abwarten, wie es sich mit der zweiten Katze entwickelt. DAS war auf jeden Fall schon mal eine gute Idee. Auch Bachblüten könnten vielleicht helfen. Hier gibt es einige sehr erfahrene Leute, die solche Mischungen zusammenstellen können (Hatnefer zum Beispiel).

Ansonsten - wenn alles versagt - VierPfotenProfis.de - Home ... Frau Müller ist ein Engel und hat enorm viel Erfahrung. Und so teuer ist das nicht.
 
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kilumika

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Eine zweite Katze ist sicherlich gut.

Kann es sein das ihr der Katze zu viel Aufmerksamkeit schenkt?

Katzen wollen nicht immer gestreichelt werden und vor allem nicht immer auf den Arm genommen werden. Sie suchen sich die nötigen Streicheleinheiten dann wenn ihnen danach ist!

Ich würde euch vorschlagen die Katze vorerst völlig zu ignorieren und sie nur dann zu streicheln, wenn sie von selber auf euch zu kommt. (Ja, ich kann mir denken das das sehr schwierig ist!!!)
Sie braucht außerdem ausreichend Versteckmöglichkeiten.
 
E

Evliya

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Eigentlich finde ich das Verhalten weder unnormal noch besorgniserregend.

Eure kleine Maus wurde mit 10 Wochen etwas zu früh von Mutter (und Geschwistern) getrennt. Damit ging ihr einiges an Erziehung verloren, die sie in ihrer Kinderstube noch hätte bekommen können. Insbesondere geht es dabei um ihre zu heftige Art beim Spielen. Sie weiß einfach nicht, dass sie euch weh tut, weil sie nie die richtige Quittung für ihr Verhaltung bekommen hat, wie es eine andere Katze getan hätte (Zurückzwicken, fauchen etc.) Für einen Menschen ist sehr viel schwieriger diese Erziehung zu leisten, weil ihr sie ja nicht in gleicher Weise zurück kratzen oder zwicken könnt. Aber versucht es doch mal mit Fauchen, wenn sie Euch wehtut.

Außerdem fehlt ihr ein Kumpel zum Raufen und Spielen, deshalb tobt sie sich an Euch aus.

Wenn ihr Anfang Mai (im Text steht Anfang März?) eine zweite Katze bekommt, ist das sicher der beste Weg, um Euer Zusammenleben etwas harmonischer zu gestalten.

Was das Streicheln angeht: Nicht alle Katzen sind sonderlich verschmust und wollen dauernd Körperkontakt. Dass sie sich neben Euch legt, ist imho eindeutig ein Beweis ihres Zutrauens. Sie mag zwar Eure Gesellschaft, aber eben nicht so viel angefasst werden.
Meine Lilu ist da ganz ähnlich. Die schnurrt auch nur, wenn sie was will (Fressen), liegt am liebsten direkt neben mir, und läuft mir um die Beine, taucht aber unter meinen Händen weg, wenn ich sie streicheln will.
Dafür kommt sie hin und wieder ins Bett, steigt mir mit den Vorderfüßen auf den Bauch, tretelt, und wartet bis ich ihr den Arm hinhalte, damit sie sich reinwerfen kann, und lässt sich den Bauch kraulen.
Diese Momente sind selten, aber dafür umso schöner.
Das muss man einfach so akzeptieren.

Gruß
Evliya
 
O

OskarTimi

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Erst mal herzlich Willkommen.

Eigentlich finde ich das Verhalten weder unnormal noch besorgniserregend.

Eure kleine Maus wurde mit 10 Wochen etwas zu früh von Mutter (und Geschwistern) getrennt. Damit ging ihr einiges an Erziehung verloren, die sie in ihrer Kinderstube noch hätte bekommen können. Insbesondere geht es dabei um ihre zu heftige Art beim Spielen. Sie weiß einfach nicht, dass sie euch weh tut, weil sie nie die richtige Quittung für ihr Verhaltung bekommen hat, wie es eine andere Katze getan hätte (Zurückzwicken, fauchen etc.) Für einen Menschen ist sehr viel schwieriger diese Erziehung zu leisten, weil ihr sie ja nicht in gleicher Weise zurück kratzen oder zwicken könnt. Aber versucht es doch mal mit Fauchen, wenn sie Euch wehtut.

Außerdem fehlt ihr ein Kumpel zum Raufen und Spielen, deshalb tobt sie sich an Euch aus.

Wenn ihr Anfang Mai (im Text steht Anfang März?) eine zweite Katze bekommt, ist das sicher der beste Weg, um Euer Zusammenleben etwas harmonischer zu gestalten.

Was das Streicheln angeht: Nicht alle Katzen sind sonderlich verschmust und wollen dauernd Körperkontakt. Dass sie sich neben Euch legt, ist imho eindeutig ein Beweis ihres Zutrauens. Sie mag zwar Eure Gesellschaft, aber eben nicht so viel angefasst werden.
Meine Lilu ist da ganz ähnlich. Die schnurrt auch nur, wenn sie was will (Fressen), liegt am liebsten direkt neben mir, und läuft mir um die Beine, taucht aber unter meinen Händen weg, wenn ich sie streicheln will.
Dafür kommt sie hin und wieder ins Bett, steigt mir mit den Vorderfüßen auf den Bauch, tretelt, und wartet bis ich ihr den Arm hinhalte, damit sie sich reinwerfen kann, und lässt sich den Bauch kraulen.
Diese Momente sind selten, aber dafür umso schöner.
Das muss man einfach so akzeptieren.

Gruß
Evliya


Da kann ich nur voll zustimmen.


Deinen Text find ich absolut nicht zu lange, man kann sehr viel herauslesen und sich ein relativ genaues Bild machen.
Was mir auffällt ist das "tollpatschige" wie ja schon geantwortet wurde, würde ich das beim TA abklären. Evtl ist da wirklich eine kleine Störung vorhanden.
Der Kumpel für Muffin ist ganz sicher ne gute Idee, er sollte aber wirklich gut sozialisiert sein. Wenn es möglich ist, würde ich ihn erst mit 14 Wochen dazu holen.
So einen nicht Streichler haben wir auch hier. Er holt sich seine Streicheleinheiten wenn er Lust hat. Berührungen zu einem anderen Zeitpunkt quitiert er mit knurren fauchen und sich abwenden.
:)
 
mikesh

mikesh

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Hallo,

wie bereits gesagt wurde, euere Katze benimmt sich völlig normal ... für die Umstände.

Man sollte Katzen erst mit frühstens 12 Wochen von der Mutter weg holen. Gerade in der 11. und 12. Woche lernen sie elementare Dinge im Umgang mit anderen Wesen, ob nun Mensch oder Katze. Sie weiß einfach nicht, dass sie nicht beißen und kratzen darf, weil man ihr das nicht beigebracht hat. Mama tut das mit durchaus kräftigen Ohrfeigen und Fauchen. Das dürft ihr auch. Ruhig mal laut fauchen und mit zwei Fingern nach ihr hauen (natürlich nur sanft treffen) und blasen kommt auch immer gut.

Die wichtigste Maßnahme, ein Spielkumpel, habt ihr ja schon eingeleitet. Da wird sich noch mal viel verändern. Holt das Kätzchen aber so spät wie möglich zu euch. Jeder Tag ist da ein Gewinn. Je besser das Kätzchen sozialisiert ist, um so eher wird es der Kleinen beibringen, dass sie nicht so grob sein darf.

Ansonsten kann ich dir nur Mut zusprechen. Es gibt einfach Katzen, die alles andere als Kampfschmuser sind. Vielleicht kennt sie das aus ihrem alten Zuhause nicht in so großem Maß. Aber mit viel Geduld werdet ihr sie vielleicht doch noch überzeugen können. Manche Katzen brauchen lang. Sie werden tatsächlich erst nach einem Jahr oder gar zwei Jahren kuscheliger. Mein Kasimir auch, obwohl so ganz zutraulich, fängt er jetzt erst an zu mir ins Bett zu kommen. Das macht er erst seit ein paar Monaten, dabei ist er schon zwei Jahre bei mir.

Umso schöner ist der Erfolg, wenn er erst nach so langer Zeit eintritt.

Und die Katze mit den besten Dingen verwöhnen, na hör mal, das ist deine verdammte Pflicht und Schuldigkeit und wird keinesfalls von den Samtpfoten extra vergütet ;).

Ansonsten hat das Kätzchen ein wunderschönes Zuhause gefunden und ihm stehen alle Möglichkeiten offen doch noch ein Kampfschmuser zu werden.


mikesh
 
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Los Gatos

Los Gatos

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  • #10
Hallo und willkommen hier,

ich finde, ihr macht das alles sehr gut. Wie es dem Kätzchen vorher gegangen ist, weiß ich nicht. Kann es evtl sein, dass es immer so wild mit ihm gespielt wurde? Ich kenn das aus dem Bekanntenkreis. Da wurde die richtig wild gemacht und war zeitlebens ein heimtückischer Beisser.

Unsere Mona hat auch anfangs sehr viel gebissen. Ich hab ihr ein paar Mal unter dem Beissen meinen Finger in den Hals ganz nach hinten gesteckt. Da musste sie würgen und hat sofort losgelassen.

Letztens ist mir aufgefallen, dass sie sich das Beissen schon lange abgewöhnt hat.

Und immer warten, bis die Katze kommt. Sie nie bei ihrer Ruhe oder was weiß ich stören.

<klugscheisser-mode-on> hab grad ein gutes Buch gelesen. Da steht drin, dass man Katzen nur mit Lob erziehen kann, nie mit Strafe<klugscheisser-mode-off> Aber ein Nein geht bei meinen auch.
Ich würde neben dem Bett Leckerlies hinlegen. Wenn sie morgens schnurrt, würde ich ihr gleich ein-zwei geben. So weiß sie, dass sie mit Leckerlies mehr erreicht als ohne.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie euch hasst. Ich glaub, sie ist nur schwer verstört.
 
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Gwion

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  • #11
Romanticscarlett hat eigentlich die 2 wichtigsten Punkte (bzw. die auffälligsten) schon angesprochen - erzäh mal wie die Katze aufgewachsen ist. Gab es Wurfgeschwister, war es in einer Familie, hat sie Menschen kennengelernt, war sie eher abgeschieden (Bauernhof? Schuppen?), war die Mutterkatze schon scheu, warum mußte sie schon mit 10 Wochen von der Mutter weg usw. Da könne eine Wurzel des "Problems" sein.

Entgegen der allgem. Meinung hier halte ich das beschriebene Verhalten nicht für völlig normal, jedenfalls nicht, wenn es tatsächlcih so ausgeprägt ist.

Der 2. Punkt, der auch mir sofort aufgefallen ist, die Katze erscheint "tollpatschig". Da würde ich als erstes mal die Sinnesorgane untersuchen lassen (Augen und Ohren). Mögliche Gehirnschädigung nicht ausgeschlossen, aber dazu müßte man dann wohl tiefer graben.

Es gibt natürlich Katzen, die tatsächlich keinen oder wenig Körperkontakt wollen. Das wird man aber auch kaum ändern können.

Mir kommt vor, Du bist da schon ziemlich frustriert und es schwingt schon so ein bißchen eine enttäuschte Erwartungshaltung mit .. ist bis zu einem gewissen Grad ja auch verständlich.
Allerdings könnte auch das eine gewisse Barriere im Umgang mit der Katze darstellen, wenn ihr sozusagen unterbewußt ständig etwas einfordert, dann ständig enttäuscht werdet und entsprechend reagiert .. Katzen sind sehr sensibel und können feinste Emotionen wahrnehmen.

Vielleicht hilft der Katzenkumpel, wenn nicht zu einer Annäherung an euch, dann vielelicht doch zu einem zufriedeneren Leben mit dem Artgenossen. Ich hoffe, ihr könnt auch das dann akzeptieren.

Um zu einem entspannteren Umgang zu verhelfen, würde ich euch auch zu einer Tiertherapeutin raten.
Außerdem gibt es einige recht gute Bücher zu Katzenverhalten, die ein gewisses Basiswissen und Ideen vermitteln können, z.B. die Bücher von Vicky Halls.
 
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cat(astrophe)

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  • #12
Hi, danke für eure vielen lieben Posts, ihr habt echt schnell und super reagiert. Hatten damit ja wie bereits erwähnt schlechte Erfahrungen gemacht, wo man richtig abgekanzelt wurde und wo die Threads regelmäßig einfach geschlossen wurden. War echt übel und wir hatten den Eindruck, dass es in Foren oft sehr viele Fanatiker gibt, die alles mehr als perfekt machen und alles. Vielen Dank an euch alle, bei euch fühlt man sich sofort wohl!! ;-)
Sorry noch mal wegen dem langen Text, wollten halt alles erwähnt haben und ich bin ein recht ausführlicher Mensch, net wundern 

So, ihr hattet unter anderem einige Fragen gestellt, diese also zuerst:

-Ja, Muffin wurde bei unseren Freunden geboren. Wir kennen die Mutterkatze Stella, die allerdings ebenfalls ein bisschen bissig ist. Wie die Geburt abgelaufen ist und ob es da Komplikationen oder so gab, wissen wir nicht. Ich frag mich auch, wo die Geburt überhaupt stattgefunden hat, da die Wohnung nicht sehr groß war. Dabei ist natürlich niemand gewesen um Stella nicht zu stören, ist ja klar. Unsere Bekannten nehmen ihre Katzenhaltung allerdings sehr locker und nicht so ernst und dementsprechend interessiert die vieles gar nicht. Deshalb bekamen wir Muffin auch schon mit 10 Wochen, was wir ursprünglich gar nicht wollten und worauf wir gar nicht vorbereitet gewesen waren. Hatten erst mit der 12. oder auch 13. Woche gerechnet und waren net so begeistert Muffin so früh von der Mutter und dem Brüderchen zu trennen. Waren daher auch skeptisch, ob das Auswirkungen auf ihre Entwicklung haben könnte.
-Beim Tierarzt waren wir mit ihr bisher mehrmals, aber nur zum Durchchecken, entwurmen, impfen, sterilisieren und zur Nachkontrolle. Der TA meinte sie sei Top gesund und alles, ihm ist sonst nichts aufgefallen. Spezifisch gefragt haben wir aber nicht, werden wir aber auf euer Anraten demnächst. Wobei wir den Thread über Minni gelesen haben und nur wenig Parallelen gesehen haben. Zum Glück müsste man sagen. Sie ist schon recht tollpatschig und schmiert des Öfteren mal ab, aber Halluzinationen oder so etwas in der Art vermuten wir nicht. Wir beobachten sie recht häufig und so schwierig sie auch ist, ist ihr Verhalten ganz anders, als das von Minni zum Beispiel.
-Was ihr Futter betrifft: nein, wir füttern nicht Whiskas oder derartiges. Wir achten beim Futter zum einen sehr auf Zusatzstoffe wie Farb-, Konservierungsstoffe, Suchtmacher wie Zucker und all das. Zum anderen achten wir darauf, dass wir möglichst nichts füttern, wofür Tierversuche gemacht werden – soweit dies eben bekannt ist oder überhaupt vermieden werden kann. Wichtig ist auch, dass das Futter auch nur oder fast nur aus Fleisch besteht und zwar nicht aus Abfällen und anderem Mist, sondern aus gesunden und kontrollierten Zutaten. Daher füttern wir:
NaFu: Vet-Concept, Grau und Animonda Carny in verschiedenen Geschmackssorten im Wechsel. Die bestehen jeweils zu fast 100% nur aus frischem Fleisch oder anderen frischen Zutaten aus ökologischem Anbau und in Lebensmittelqualität – wir versuchen dem jedenfalls zu glauben, sicher weiß mans ja nie.
TroFu: IAMS Kitten, Royal Canin Kitten, Vet-Concept Kitten und auch TroFu vom dm. Dabei achten wir natürlich auch darauf, dass möglichst keine Zusatzstoffe oder zusätzlich Zucker drin ist und dass sie alle lebensnotwendigen Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente in der richtigen Dosis bekommt – soweit wir eben informiert sind. Daher ergänzen wir jeweils verschiedene Sorten miteinander. Zum Glück trinkt Muffin auch ordentlich, seit sie einen Trinkbrunnen hat.
Haben uns versucht übers Futter so gut wie möglich zu informieren und unter anderem einen furchtbaren Artikel von PETA entdeckt. Kennt ihr vielleicht.
Jedenfalls glauben wir daher auch nicht, dass sie Mangelerscheinungen oder so hat, sie scheint uns sehr gesund und hat ein wunderbar glänzendes und weiches Fell.
-Ja, wir schenken ihr wirklich viel Beachtung und meinen es oft zu gut. Wir lieben sie über alles und wollen nur ihr Bestes. Wir verwöhnen sie dadurch teilweise sehr, aber versuchen schon immer vernünftig zu sein. Haben es ja auch schon mit ignorieren versucht und alles…wir bemühen uns sehr ihr viel Respekt entgegen zu bringen und uns ihr nicht aufzudrängen. Ach dem Motto: sie holt sich schon, was sie braucht, wenn sie es braucht. Manchmal wollen wir sie halt einfach mal zwischendurch knuddeln und sie wills nicht. Oft deuten wir ihr Verhalten wohl auch einfach falsch, weil’s wie ne Aufforderung zum Streicheln wirkt und dabei aber keine ist… das ist eben die Sache, weil sie so wechselhaft ist. Zu wechselhaft um sie gut genug kennen zu lernen und alles richtig deuten zu können.
Wir versuchen es jetzt einfach noch konsequenter mit Abstand und warten, bis sie von selbst kommt. Überraschenderweise war sie die letzten zwei Tage morgens beim Wecken schmusiger als sonst – vielleicht wird das ja langsam. Und ihr Spielkumpel kommt ja bald Anfang Mai.
Hoffe erstmal, dass ich alle Fragen beantwortet habe und danke noch mal :p
Werden eure Tips natürlich beherzigen und euch auf dem Laufenden halten!!!
 
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Rayden

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  • #13
Also... erstmal DANKE für diese ausführliche Beschreibung, dazu kann ich nur sagen TOP! *daumenhoch* So kann man sich viel leichter in die ganze Sache reinfühlen.

Ich muss auch sagen, dass ich das Verhalten eurer Katze auch nicht völlig normal finde. Diese ausgeprägte Aggression, die immer wieder von ihr ausgeht - vor allem in diesem Ausmaß - ist eigentlich nicht recht häufig zu finden (meiner Erfahrung nach). Ob das nun an der zu frühen Weggabe mit 10 Wochen zu tun hat, wird wohl nie richtig beantwortet werden können.
Allerdings kenne ich auch viele Katzen, die schon viel früher weggegeben wurden, bzw. ohne Mutter mit der Flasche hochgezogen wurden, die solch ein ablehnendes und "aggressives" Verhalten eben nicht zeigen. Ich kenne genau EINE Katze, die wohl durch die zu frühe Weggabe massive Verhaltensstörungen entwickelt hat (in Form von protestpinkeln, protestkotzen etc.)

Mir ist beim Lesen des Textes auch eine Sache quasi ins Auge gesprungen - die von Dir beschriebene "Tollpatschigkeit".
So eine Tollpatschigkeit kommt ab und zu mal vor (mein Sternenkater Jack hatte das auch ab und an, was mich oft schmunzeln ließ), aber in Verbindung mit dieser Berührungsscheu kam mir eine Frage auf - und die stelle ich jetzt einfach mal in den Raum auch an alle Foris, die mehr Erfahrung haben:

Kann es sein, dass die Katze Schmerzen hat und deswegen so auf Berührungen reagiert, bzw. sie nicht richtig zulässt? :confused:

Gibt es vielleicht eine Krankheit (vielleicht so etwas wie eine "Überempfindlichkeit der Haut), die Berührungen schmerzhaft und unerträglich macht (auch wenns erst nach einigen Minuten ist)?

Gibt es Stellen am Körper Deiner Katze, bei denen sie eher "ausrastet", wenn ihr sie da anfasst/streichelt? Vielleicht mal darauf achten.

Ich kenne mich da leider zu wenig aus, aber da mir dieser Gedanke einfach spontan durch den Kopf schoss, wollte ich sie auch mal "ausschreiben". ;)

Ich will Dir da jetzt keine Angst damit machen, sicher nicht, aber erfahrungsgemäß sollte man wirklich alles in Betracht ziehen. Dabei kommen die erstaunlichsten Dinge raus :rolleyes:
Die Sternenkatze einer guten Freundin von mir war zum Beispiel keine große Schmuserin, aber manchmal kam sie her, legte sich auf den Rücken und ließ sich echt eine Stunde lang nur den Bauch kraulen, es schien ihr gut zu tun. Ca. ein Jahr später starb sie an Krebs, ihr ganzer Bauch war voll davon. :( Vielleicht hatte sie ja damals schon was und das Bauchstreicheln tat ihr gut - wir wussten es nur nicht zu deuten. :( (ist zwar jetzt ein "umgekehrter Fall" aber trotzdem ;) )

Und zu diesem "Scharren" um den Futternapf - Jack hat das auch gerne gemacht, wenn er fand, dass das Futter "unter seiner Würde" war. Manchmal hat er auch die Näpfe aus Protest einfach auf den Kopf gestellt :D

Und sonst möchte ich sagen - es klingt, als würdet ihr euch viele, richtige und gute Gedanken um eure Katze machen. Finde ich toll :)

LG
Dragana
 
C

cat(astrophe)

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4
  • #14
Hi, mehrere von euch haben auf den Begriff "tollpatschig" stark reagiert. Es ist einfach so, dass Muffin oft zum Beispiel aufs Fensterbrett geht und dort abschmiert. Der Vorhang ist allerdings bodenlang und es kann auch sein, dass sie auf ihn drauf getreten ist und deshalb runtergefallen ist. Manchmal rast sie auch so tierisch schnell durch die Wohnung - vor allem, wenn sie ihre fünf Minuten hat - und dabei kommt es dann auch mal vor, dass sie im Rennen ihr Ziel verfehlt und hinfällt. Wenn sie in ihren Kratzbäumen klettert und dabei zu schnell und zu hastig ist kommts auch vor. Andererseits balanciert sie sogar oben auf Türen ohne runter zu fallen und ist schon geschickt und flink wie Katzen es eben sind. Sie ist sehr abenteuerlustig und hat kaum Angst vor irgendwas - noch nicht mal vor Wasser. Da geht fast immer alles gut und glatt und sie landet so gut wie immer sicher da, wo sie will. Daher denke ich nicht, dass ihre Tollpatschigkeit ein Problem ist und dass an ihrem Hirn was nicht stimmt. Werde über all eure Vermutungen jedoch auf jeden Fall beim nächsten Mal mit dem TA sprechen, klar. Auch wegen der Sache mit den Schmerzen, wobei ich mir das ebenfalls kaum vorstellen kann. Sie lässt sich nicht so gern anfassen und streicheln und alles, aber manchmal schon. Ihrem Verhalten nach glaube ich, dass sie einfach oft keine Lust drauf hat, sie wirkt aber nicht, als hätte sie schmerzen. Sie mags Anfassen ja generell net, das ist net an bestimmten Körperstellen ausgeprägter oder so. Aber das werde ich den TA auch besser mal fragen.
Jedenfalls hat sie die letzten Tage morgens echt super viel geschmust, teilweise auf uns gelegen oder ist unter unsere Bettdecke gekrochen um da noch zu dösen. Sie reibt fast jeden Morgen seit einer Woche schnurrend ihr Köpfchen an unseren Gesichtern und genießt die Schmuseeinheiten vor dem Frühstück. Nach wie vor kommt das aber nur morgens vor dem Fressen vor, den restlichen Tag fast nie. Trotzdem ein super Fortschritt finden wir :D
 
E

elfe34

Gast
  • #15
Hi,
Ich hab von deinem Text noch in erinnerung, das deine Katze recht früh Kastriert wurde. Soweit ich weis, wird das ja durch den Bauch gemacht.
Ich muss so fragen, weil ich einen Kater habe und mir da nicht sicher bin!
Mein Kater hat allerdings schon zwei Bauchoperationen hinter sich und ein gebrochenes Bein, bei dem ein Nagel eingesetzt werden musste. Das ist allerdings schon drei Jahre her!
Er reagiert manchmal genau so wie du es geschildert hast, man krault ihn und plötzlich beist er in die Hand oder Krallt. Allerdings ist das nur an den Narben der Operationen, sprich am Bauch und am rechten Hinterbein. Deswegen streichel ich ihn da nicht mehr.
Beobachte es mal ob sie am Bauch empfindlich reagiert, es wär ja mal ein anhaltspunkt.
Gruß Karin
 
R

Rayden

Gast
  • #16
Hmmmm... also mir ist da jetzt auch noch ein Gedanke gekommen....

Sie ist ja im Flegelalter. Also durch und durch ein Teenie sozusagen. Könnte es sein, dass das einfach ein eigensinniges pubertäres Verhalten ist? :p Vielleicht legt sich das auch mit dem Alter und sie wird etwas entspannter ;)

Wenn ich daran denke, wie ich als Teenager war... oh wei... :D
Aber auf jeden Fall klingt das schon mal sehr gut, dass sie auf euch zugeht und schmust und und und... ;) Ich drück euch die Daumen für ein anhaltend harmonisches Zusammenleben.
 
Petra-01

Petra-01

Forenprofi
Mitglied seit
2. August 2007
Beiträge
17.331
Ort
Rhein-Ruhr-Gebiet
  • #17
Also ich finde das Verhalten der Kleinen durchaus normal. Sie hat halt etwas früh alleine leben müßen und einiges wohl nicht gelernt. Aber wenn sie einen Kumpel zum raufen und spielen bekommt wird sich das bessern, ganz sicher!

Und mein erster Kater hat sich die ersten 3 Jahre überhaupt nicht anfassen lassen, aus ähnlichen Gründen, und ist dann immer lieber und ausgeglichener geworden. Ihm hat geholfen daß er Freigang hatte und sich draußen austoben konnte. ER war in späteren Jahren der Kampfschmuser schlechthin und MUSSTE immer dringend auf dem Arm getragen werden. :D So etwas ändert sich, bitte nicht die Gedult verlieren. ;)

Und ihr habt ja schon den ersten und besten Schritt getan, ein Kumpel wird helfen, es sollte eine soziale Katze sein die vom Charakter gut passt! Wenn es eine Raufekatze ist, und so hört sich das an, dann passt ein junger Kater sicher gut, bitte den aber unbedingt 12, besser 14 Wochen bei der Mutter lassen.
 

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