Fellpflege nicht möglich, wieder Scheren lassen

  • Themenstarter Kimmycat
  • Beginndatum
K

Kimmycat

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
31. Dezember 2008
Beiträge
326
Ort
25813 Husum
Hallo,

unser Kater Five lässt Fellpflege nicht zu. Egal womit wir es in den 3 Jahren seit er bei uns ist versucht haben. Streicheln ist fast überall möglich, er liebt es sogar unterm Bauch gestreichelt zu werden, doch sobald man mit etwas kommt was Bürstenähnlich ist, dann ist ist Schluss mit Lustig. Glück ist für uns dann nur, wenn er uns warnt, also zeigt das wir aufhören sollen. Denn er kratzt und beisst auch gerne ohne Vorankündigung.

Das ist auch der Grund, weshalb wir ihn im letzten Jahr kurz vor Sommerbeginn scheren lassen mussten. Doch da war es nicht so schlimm wie jetzt. Jetzt ist er sogar unterm Bauch verfilzt/verklettet.

Wir haben eine ganze Box mit Pflegeutensilien, von gewöhnlicher Bürste, Furminator bis hin zu verschiedenen Pflegehandschuhen. Oder Babybürste zum Üben und dran gewöhnen. Keine Chance bei ihm.

Ich habe auch angefangen verfilzungen heraus zu schneiden, doch am Bauch ist mit das zu riskant, wenn er ohne Vorwarnung meine Hand mit seinen Pfoten umschließen würde. Ich will ihn ja nicht verletzen und ich versuche auch immer es nicht darauf anzulegen, weil es ja auch für mich nicht angenehm ist und ich mir sage das dies nicht der richtige Weg ist.

Doch kann man einer Katze die Bürsten vielleicht nur nie kennengelernt hat, das Bürsten noch irgendwie bei bringen? Oder gibt es noch etwas was ich tun könnte, um diese extremen Verfilzungen/Verkettungen zu vermeiden? Hat jemand selbiges Problem?

Five pflegt sich selbst nicht, was an seiner Zahnerkrankung liegen wird.
 
A

Werbung

Ich würde es mit Kämmen mit drehbaren Zinken probieren, solche hier erstmal in grob (z.B. https://www.fressnapf.de/p/more-for-fellkamm-mit-rotierenden-zinken#1232015 , im Fressnapf-Laden vor Ort gab es den auch noch in feiner) und später, wenn ihr geübt seid, kommt zum nacharbeiten dann noch der feine Kamm.

Zumindest klappt das bei meinem Persermix sehr gut, mehr als die Kämme brauche ich nicht - doch anfangs hat er sich auch nicht kämmen lassen wollen, er hat an bestimmten Stellen schon gezuckt, bevor überhaupt etwas ziepen konnte, berühren mit dem Kamm/Bürste reichte. Da muß in seinem Vorleben mindestens eine fiese Erfahrung bei gewesen sein.

Aus dem Kämmen ein Ritual machen, ein bestimmtes Wort sagen (immer das gleiche), Kater nehmen und an den immer gleichen Platz tragen, anfangs nur ganz wenig kämmen und so, daß es nicht ziept, beruhigend mit ihm reden, am Schluß richtig doll loben und Leckerlies geben.
Dann langsam steigern, aber so, daß es keine Tortur wird. Und selbstsicher bleiben, deine eigene Ruhe und Überzeugung tragen dazu bei, daß sich der Kater bei etwas für ihn erstmal Unangenehmem doch sicher fühlt.
Geduld und Routine machen dann mit der Zeit was "alltägliches" daraus, was mit einem positiven Abschluß verknüpft wird.

Viel Erfolg, liebe Grüße
Karen
 
Was für eine Zahnerkrankung ist das denn?

Ist Five Lang- oder Kurzhaar?

Muss er zum Scheren in Narkose oder geht es so?

Ich würde ihn noch mal scheren lassen, denn die Verfilzungen müssen ja nun runter. Und dann langsam mit weicher Bürste an die Fellpflege gewöhnen. Oder eben regelmäßig scheren lassen, wenn es ohne Narkose geht.
 
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Einen rotierenden Kamm haben wir auch.

Five ist eine normale kurzhaarige Hauskatze und hat Gingivitis Stomatites und FORL. Scheren geht leider nur schlafend bei ihm und diesesmal ist er leider auch unter dem Bauch verfilzt. :(

Doch dennoch vielen Dank für die Tipps, denn mit einem festen Wort habe ich es noch nicht verbunden. An einem festen Platz tragen wird nichts, denn sobald ich ihn hoch hebe, denkt er leider das es zum TA geht. :(
 
Bei einer ehemaligen Pflegemieze Langhaar hatte ich den Beginn mit dem Kammrücken gemacht, eingebettet in Streicheleinheiten. Nach einem halben Jahr kam sie sogar zu mir um es einzufordern.

Mein Wort war "eia" :D
 
Mein "Trick" bei der alten Muggili war, die Fellpflege in ganz viele tolle Sachen einzubetten.
Muggili liebte es am Hals gekrault zu werden. Also zuerst Hals kraulen, dann ein bisschen Fellpflege und dann wieder Hals kraulen. Das Ganze bei bedarf öfters wiederholen.
Zum Schluss war sie so weit, dass die einst geliebte Bürste ein schreckliches Folterinstrument war. Ich bin dann zu einem normalen Kamm übergegangen, der war "erträglich" weil ich damit zielgerichteter arbeiten kann. Ich hab mich von weniger unbeliebten Stellen (Hals) zu verhassten Stellen (Popo) vorgearbeitet. Besonders krasse Verfilzungen hab ich teils mit dem Zahnstocher bearbeitet teils raus geschnitten. (es war Winter und Muggili uralt, klapperdürr und mit Freigang, also war's nix mit Scheren)

Ich hab bei der Fellpflege immer ganz genau aufgepasst, wie sie es findet und mir große Mühe gegeben, dass es nicht ziept. Wenn ich gemerkt habe, dass etwas doch geziept hat, hat sie danach erst mal wieder Krauleinheiten bekommen. Und wenn ich gemerkt habe, dass es ihr zu viel wird, hab ich sie gekrault bis sie sich wieder beruhigt hat und sie erst dann gehen lassen. So hat sie gelernt, dass sie 1) mit unkooperativ sein nicht weg kommt und 2) das ganze doch nicht so übel war. Hätte sie gebissen, hätte ich Lederhandschuhe angezogen.

An Deiner Stelle würde ich ihn erst mal scheren lassen um ihn dann - noch geschoren - sofort an die möglichst häufige Fellpflege zu gewöhnen - schließlich kann vorerst nichts ziepen. Je häufiger Du das machst, desto kürzer ist die Fellpflege notwendig und desto weniger sollte es auch ziepen. Dann hast Du vermutlich eine Chance, dass er die Fellpflege als notwendiges Übel mitmacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin

Bei mir ist generell das Problem, dass Lilo vor allem Angst hat. Hochheben geht nur ganz kurz, das üben wir fleißig. Aber festhalten geht noch gar nicht.

Und jede Bürste oder Kamm ist der Feind. Nur schon die Berührung mit dem Stiel artet in Panik aus.

Ich lasse die Bürste liegen und lege ein Leckerchen drauf, damit sie merkt ist nicht schlimm. Aber man schnappt sich das Leckerchen und dann rennt man so weit wie möglich vom Feind weg und isst dann.

Was kann ich denn noch ausprobieren?

Nala ist auch nicht begeistert vom bürsten aber lässt es über sich ergehen.
 
Als wir Tom zu uns holten, war es auch kaum möglich ihn zu kämmen. Ich habe den Kamm immer beim Sofa liegen und wenn er kuscheln wollte, wurde einfach zwischendurch mal gekämmt statt gestreichelt. Ganz wenig am Anfang. Schon ein paar Wochen später war kämmen kein Problem mehr.
Nicht stressen lassen, einfach hin und wieder probieren irgendwann wird sich jede Katze daran gewöhnen. Katzen sind schlau und lernen auch durch abschauen. Kämmt Euch doch auch mal vor den Augen Eurer Katzen, lasst sie schnuppern und habt Spaß dabei! Ist doch alles halb so schlimm. :grin: ;)
 
  • #10
Als wir Tom zu uns holten, war es auch kaum möglich ihn zu kämmen. Ich habe den Kamm immer beim Sofa liegen und wenn er kuscheln wollte, wurde einfach zwischendurch mal gekämmt statt gestreichelt. Ganz wenig am Anfang. Schon ein paar Wochen später war kämmen kein Problem mehr.
Nicht stressen lassen, einfach hin und wieder probieren irgendwann wird sich jede Katze daran gewöhnen. Katzen sind schlau und lernen auch durch abschauen. Kämmt Euch doch auch mal vor den Augen Eurer Katzen, lasst sie schnuppern und habt Spaß dabei! Ist doch alles halb so schlimm. :grin: ;)

Probiere es immer wieder. Üben üben üben ist meine Devise. War mit dem hoch heben auch und mit dem auf dem Arm nehmen machen wir das auch so. Immer nur kurz und wenn sie gehen will darf sie gehen. Man braucht bei ihr eben viel Geduld und Ruhe. Mache ihr es immer erst vor mit Nala damit sie sieht es passiert nix.
 
  • #11
ich enthaare jetzt beim Fellwechsel in dem ich meine Hände nass mache und dann die Katze durchknuddel. Jeden Tag so 5 min im Bad, nach dem Duschen werde ich besucht und dann wird auch die Katze "durchgewaschen". Immerwieder Hände gut anfeuchten, das wirkt wie die Katzenzunge und zieht alles loses Fell raus.
 
Werbung:
  • #12
hekamili, von Deiner Methode hab ich noch nie gehört. Hilft das auch, wenn die Katzen das selber putzen komplett aufgehört haben?

Mein Vorschlag wäre sonst die Taktik der kleinen Schritte gewesen.
Jeder Schritt muss so klein sein, dass er ihr nach dem vorherigen nichts ausmacht.
Also z.B. Schritt 1: Bürsten herum liegen lassen. Bis sie das nach ein paar Tagen nicht mehr interessiert.
Dann Schritt 2: Die Bürste(n) aufheben und wieder zurück legen. Und zwar in so großen Abstand, dass es sie nicht stören kann. Dabei aber darauf achten, dass sie es mindestens so halb mit bekommt. Von Tag zu Tag mehr mit der Bürste "fuchteln" und jedem Tag ein klitzekleines bisschen näher bei ihr. Aber immer so, dass es sie sicher nicht stört. Irgendwann darfst Du dann mit der Bürste um sie herum fuchteln.
Schritt 3: Jetzt berührst Du sie ganz kurz mit der Bürste. Ab Besten machst Du das während Du sie streichelst. Über Tage verteilt die Bürste immer länger an sie dran halten. Auf keinen Fall würde ich die Bürste an ihr bewegen.
Schritt 4: Die Bürste während des Streichelns ein kleines bisschen an ihr dran bewegen. Wichtig ist dabei, dass sie nicht die Borsten ab bekommt sondern z.B. mit dem Stiel gestreichelt wird. Auch hier: über Tage hinweg langsam steigern.
Schritt 5: (der schwierigste) Du darfst ganz extrem vorsichtig die Borsten einsetzen. Du musst höllisch aufpassen, dass Du sie nicht ziepst. Auch hier wieder kannst Du ganz langsam und vorsichtig die Menge und Intensität steigern. Wenn Du merkst, dass es doch einmal ziept, sofort unterbrechen und etwas beliebtes tun. Aber Lilo erst weg gehen lassen, wenn sie sich beruhigt hat.

So sollte sie langsam lernen, dass Bürsten nicht schlimm ist. Falls Du jetzt sagst, das ist zu aufwendig und dauert zu lange: Es ist gut möglich, dass Du bei jedem Schritt nur eine Woche bleiben musst. Dann dürftest Du sie schon im März bürsten.:)
 
  • #13
Irmi vielen lieben Dank für die Tipps ich werde das ausprobieren und berichten
 
  • #14
@Irmi_: Ich bekomme jedenfalls das Fell im Fellwechsel gut raus und ich denke, im Grunde ist es nichts anderes was die Katze selbst macht. Vor allem gewöhnt es die Katze daran, dass sie überall angefasst wird und es auch mal ziehen kann. So zu sagen als Vorbereitung zum Kämmen.
 
  • #15
Nicht wirklich fressen lässt meine Katze willig werden. Lilo hat sich kämmen lassen hat sich dabei auch bequem hin gesetzt. Man man dabei kam was Rum. Nach ca 5 min wurde ihr das zu doof da habe ich es dann auch gelassen. Finde für den Anfang War das doch nicht schlecht.:pink-heart:
 
  • #16
  • Like
Reaktionen: MartinO
  • #17
Hi,
das mit der Fellpflege ist ja offensichtlich ein Thema was viele Hundehalter beschäftigt. Mich hat es auch damals, naja vor 2 Monaten arg beschäftigt. Bis ich dann doch etwas gefunden habe. Das Pro 3 von Reico ist für Fell und Haut entwickelt worden und hilft echt gut. Viele wissen gar nicht, das es wichtig ist, das ein Hund gutes Fell und vor allen Dingen Haut hat. Kannst ja mal berichten. Ganz lieben Gruß, Martin
Meine Katze bekommt kein Hundefutter, weil im Hundefutter Taurin fehlt!
Und warum sucht du dir für deinen Spam einen Thread von 2018 aus?
 
  • #18

Ähnliche Themen

Nicholetta
Antworten
4
Aufrufe
2K
Petra-01
Petra-01

Über uns

Seit 2006 stehen dir in unserem großen Katzenforum erfahrene Katzenhalter bei Notfällen, Fragen oder Problemen mit deinem Tier zur Verfügung und unterstützen dich mit ihrem umfangreichen Wissen und wertvollen Ratschlägen.
Zurück
Oben