Bald zieht (m)ein Stubentiger ein

Mollymann

Mollymann

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Hallo,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich voraussichtlich in genau einer Woche meine erste Katze bzw. Kater bekomme. :)

Ich habe zwar vor gut 10 Jahren schon einmal für 1 Jahr mit einer Katze zusammengelebt, aber da war ich eigentlich nur für die Streicheleinheiten zuständig... ;) Entsprechend bin ich jetzt ziemlich nervös und habe einige (aus Eurer Sicht teils bestimmt dumme) Fragen.

Der Kater, um den es geht, sitzt bereits sehr lange im Tierheim - Die Identität lüfte ich lieber noch nicht, ich bin da ein wenig abergläubisch, nicht daß da noch was schief geht... :oops:

Er ist eher zurückhaltend und älter. Momentan sitzt er mit 14 anderen Katzen in einem Zimmer und zieht sich eher zurück. Zudem hat er in letzter Zeit abgenommen, so daß es den Verdacht gibt, daß die jüngeren Katzen ihn nicht mehr so ans Futter lassen.

Eine meiner ersten Fragen war, ob er nicht Katzengesellschaft bräuchte, aber aus den obigen Gründen zieht das Tierheim durchaus eine Einzelvermittlung in Betracht. Zudem arbeite ich von Zuhause und bin somit so gut wie immer da. Und... Ich habe einen Hund...

Das wäre meine wichtigste Frage:
Wie soll ich die Zusammenführung am besten durchführen?

Aber erst mal zum Anfang:

Ich habe geplant, seinen Transportkorb nach seiner Ankunft in das vorbereitete Zimmer (Kratzbaum, Fressen, Wasser, Katzenklo) zu stellen, aufzumachen und dann die Zimmertür hinter mir von außen zu schließen, so daß er in Ruhe den Transportschock überwinden und evtl. schon die Umgebung erkunden kann.

Wie lange sollte ich ihn komplett in Ruhe lassen?
Bis zum Abend? Bis zum nächsten Tag? 24 Stunden?

Dann - Das hab ich hier schon gelesen ;) - würde ich mich immer mal für ein Stündchen ins Zimmer setzen und ihm was vorlesen, so daß er meine Stimme kennenlernt. Zudem immer mal richtig leckeres Fressen, z.b. gekochtes Huhn, hinhalten bzw. wenn er unter dem Regal sitzt, dorthin legen.

Lt. Tierheim ist er eher scheu, geht aber durchaus zu Leuten, die er kennt, um sich streicheln zu lassen.
Ich werde ihn auf keinen Fall unter Druck setzen - Wenn ich ihn nie mehr als vorsichtig streicheln kann oder er nie von allein kommt, ist mir das auch egal, solange ich den Eindruck habe, er fühlt sich ansonsten wohl.
Wenn er aber z.B. in der Kuschelmulde des Kratzbaums liegt, soll ich dann durchaus mal hingehen und Hand hinhalten - wenn er sich nicht erschreckt evtl. sogar leicht streicheln - oder mich wirklich komplett zurückhalten und warten, daß er mal zu mir aufs Sofa kommt?

Zu meinem Hund:
Sie ist 12 Jahre alt und hat vor kurzem ihren Partner verloren. Seitdem ist sie noch ruhiger geworden, als sie es ohnehin schon war.
Sie hat damals (wie auch mein gestorbener Rüde) vor 10 Jahren als Welpe/Junghund dieses eine Jahr ebenfalls mit der Katze zusammengelebt und wußte genau, daß sie im Haus nicht angerührt werden darf (Draußen wurde sie auf die Bäume gejagt... :rolleyes: ). Das wird sie aber sicherlich nicht mehr wissen, da sie seitdem nie wieder direkten Kontakt mit einer Katze hatte und mit meinem Rüden, der ein wirklicher Katzenhasser war, hätte ich es auch nie gewagt.

Jetzt war es so, daß sie vor einigen Wochen Aug' in Aug' mit Nachbars Katze stand - ca. 3 m Entfernung. Ich hab es zunächst überhaupt nicht mitbekommen und mich nur gewundert, warum sie immer in Richtung von deren Wohnungstür guckte - Bis ich die Katze sah - Beide haben sich einfach nur angeguckt und mein Hund war auch absolut nicht aufgeregt. Da kam ich dann zum ersten Mal ins Grübeln.

Vor kurzem war ich dann bei einer Freudin, die ebenfalls Hunde und Katzen hat. Dort lief eine Katze (ungeplant) auf sie zu und dann langsam in ca. 30 - 40 cm Abstand an ihr vorbei. Wieder hat sie nur geschaut und war absolut nicht angespannt. Da dachte ich mir dann, es ist einen Versuch wert - Der Kater liegt mir schon lange sehr am Herzen und ich hab auch ein klein wenig die Hoffnung, daß es für meine Hündin schön ist, wenn sie wieder vierbeinige Gesellschaft hätte.

Nun soll der Kater natürlich nicht als Versuchskaninchen herhalten. Mit dem Tierheim ist auch abgemacht, daß sollte es partout nicht klappen zwischen den beiden (oder er sich aus anderen Gründen hier nicht wohlfühlt), ich als Pflegestelle bis zur Weitervermittlung fungiere, wofür hier in meiner Ecke wesentlich größere Chancen bestehen als an seinem jetzigen Aufenthaltsort. Dort hatte er in Jahren bislang nicht eine einzige Anfrage.

Ich hab es so geplant, daß ich Hund und Katze zunächst natürlich strikt trenne. Ich hoffe, daß es nicht ganz so lange dauert, daß er mich zumindest kennt und nicht unter den Schrank flüchtet, wenn ich das Zimmer betrete. Wenn in unserem Verhältnis eine gewisse Entspanntheit eingetreten ist, wollte ich ihm mal ein Handtuch/Kissen mit Hundegeruch hinlegen und dito mit dem Hund.

Beim nächsten Schritt bin ich mir nicht sicher - Kindergitter in die Zimmertür und die Tür ab da offen, abwartend, ob sie sich beschnüffeln oder der Kater sogar das Zimmer verlässt?

Oder mit Hund an der Leine ins Zimmer gehen und eine gezielte Zusammenführung probieren?

Der bestellte Kratzbaum ist 2,35 hoch, so daß der Kater immer einen Fluchtweg hat. Lt. Tierheim würde der Kater sich nicht auf den Hund stürzen sondern sich eher zurückziehen. Bei meiner Hündin bin ich mir nicht absolut sicher.... Darum natürlich mit Leine und Finger im Halsband.

Szenario 2:
Sollte es wochenlang keine Fortschritte in Sachen Zutraulichkeit des Katers geben - Sollte ich dann trotzdem einfach mal mit Hund ins Zimmer? Eher nicht, oder?

Ich hab vor allem Bammel vor dem ersten unkontrollierten Kontakt - Muß man das einfach irgendwann riskieren - Natürlich nur, wenn beide relativ entspannt in Gegenwart des anderen wirken? Wie lange sollte man damit ungefähr warten - Klar ist jedes Tier anders, aber was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?

Was habt Ihr noch für Tips, um die erste Begegnung so entspannt wie möglich zu gestalten?

Boy, soviel wollte ich gar nicht schreiben... *gg*

Darum nur kurz noch ein paar Fragen, die mir bislang gekommen sind:

- Meine geliebte Amaryllis muß ich wohl verschenken, wie ich gelesen habe. Wie schaut es mit Ficus Benjamini aus - Die hab ich bislang noch auf keiner Liste als giftig für Katzen gesehen, sind die ungefährlich?

- Was dürfen Katzen keinesfalls fressen?

- Trinken nur Wasser oder auch mal Katzenmilch?

- Gibt es besondere Leckerchen, die Eurer Erfahrung nach besonders gut bei Katzen ankommen, die ich als Eisbrecher nutzen könnte?
Lt. Tierheim sind die Katzen dort gewohnt, aus der Hand gefüttert zu werden, das ist hoffentlich hier dann auch so.

- Der Kater hat keinen einzigen Zahn mehr, frißt aber dennoch Trockenfutter. Sollte ich dabei bleiben oder ihn langsam auf Nassfutter umstellen, so er das überhaupt mag?
Welches Trockenfutter könnt ihr empfehlen, daß nicht so große Brocken hat?

- Vor wenigen Wochen wurde er komplett durchgescheckt und ist soweit gesund. Das er abgemagert ist hat also hoffentlich nichts mit den Nieren o.ä. zu tun.
Wie oft sollte man so einen Check machen?
Wie lange sollte ich mit dem ersten Tierarztbesuch warten? Ist ja sicher auch Streß... Erst, wenn ich meine, es stimmt etwas nicht oder wie beim Hund einfach anfangs mal hingehen, damit er sieht, es passiert ihm dort nichts?

- Kann man alten Katzen unterstützend etwas für Nieren, Herz etc. geben, z.B. Globuli o.ä.?

- Wie warm sollte es im Katzenzimmer sein? Ich bin jemand, die es im Winter ziemlich kalt in der Wohnung hat - Mehr als 17 - 18 Grad sind es meist nicht. Er soll aber natürlich nicht frieren - Neben Decken, Kissen, den Kratzbaumhöhlen: Wie warm sollte ich das Zimmer heizen? Oder würde er sich an kältere Temperaturen gewöhnen und bekommt entsprechend Winterfell?

- Lt. Tierheim spielt er durchaus, z.B. mit einer Angel oder Laserpointer. Ich werde ihn nicht zuwerfen mit Spielzeug, aber was könnt Ihr als Spieli empfehlen? Auch, um das Eis zu brechen?

Ich glaube, das war jetzt erstmal alles, was mir an Fragen einfällt, aber es kommt sicher noch was nach... :grin:

Entschuldigt den halben Roman, aber ich denke, lieber zuviel Fragen als zuwenig... :verschmitzt:

Ich freu mich schon auf Eure Antworten - Danke! :)
 
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Petra-01

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Hallo Mollymann, willkommen in Forum.
Schön wenn sich jemand vorab so viele Gedanken macht und alles richtig machen will, toll! Und toll daß du dem alten Kater ein schönes Leben geben wirst, danke dafür. :)

Aber man kann sich auch zu viele Gedanken machen, vieles ist oft einfacher als man denkt.

Ich versuche mal die eine oder andere Frage zu beantworten.

Am ersten Tag wie geplant ins Katzenzimmer, Tür vom Kennel auf und dich entweder in einiger Entfernung hinstellen oder hinsetzen oder auch für eine halbe Stunde aus dem Zimmer gehen.
Und dann schauen wo er ist und wie er sich verhält.
Vielleicht versteckt er sich ja garnicht?

Und ja, setzt dich zu ihm, rede mit ihm, lese ihm was vor oder sing für ihn. Es wird ihm schon gefallen.

Deine Sorgen daß er sich garnicht anfassen lassen wird ist sicher unbegründet. Klar braucht er Zeit, und nein, du sollst ihn nicht bedrängen. Aber du kannst schon auf ihn zugehen, im immer wieder deine Hand hinhalten so daß er an deiner Hand schnuppern kann.

Übertreib es nicht mit dem Futter, stell ihm erst mal hin was er kennt.

Und umstellen auf Naßfutter wäre schön, schau ob er es mag, probier es aus.

Wenn der Kater sich wohlfühlt und dir vertraut kannst du ihm deinen Hund vorstellen. Am besten mit dem Hund an der kurzen Leine ins Zímmer und mal schauen wie der Kater reagiert und wie der Hund. Evtl. kannst du auch eine Gittertür einbauen so daß sie sich sehen können?

Katzen dürfen kein rohes Schweinefleisch essen und am liebsten nur Wasser trinken, mit Obst oder Gemüse wäre ich auch vorsichtig. Aber Katzenfutter, ein kleines häppchen Käse oder Wurst wenn er es mag darfst du ihm geben. Fast alle Katzen lieben Leberwurst. :)

Mit Tierarztbesuchen würde ich warten wenn er gerade erst untersucht wurde. Frag nach den Ergebnissen, ob auch Blut untersucht wurde, laß die die Ergebnisse geben.

Temperatur, hier ist es so ca. 20 Grad warm. 18 Grad sollte es schon haben im Katzenzimmer, weniger nicht. Katzen lieben es warm.

An Spielzeug kauf alles was dir vor die Finger kommt und probier aus was er mag. Angel mit Federn, Bällchen, Baldrian-Stinketiere, was es so gibt.


Dann mal viel Freude mit deinem neuen Mitbewohner, bitte berichte wie es läuft. :)
 
Mollymann

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Hallo,

danke für Deine Antwort.

Vermutlich mach ich mir wirklich zuviele Gedanken, aber so bin ich nun mal... :verschmitzt:

Etwas fiel mir noch ein:
Wohin platziert man am besten das Katzenklo, so daß es am ehesten akzeptiert wird?

Ich würde es schon gern eher diskret in eine Ecke stellen, oder wäre das eher nicht ratsam?

Oder erst mal eher offensichtlich hinstellen, damit er es auch sieht und dann langsam in Richtung Ecke versetzen?
 
Petra-01

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Katzen finden ihr Klo schon.
Wenn der neue Kater sich zuerst versteck würde ich das Klo in die Nähe des Verstecks stellen, ansonsten ganz normal in eine Ecke im Raum wo es hinpasst.
 
Quasy

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Huhu und herzlich Willkommen, Mollymann!
Es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten ;).
Wie alt ist denn der Kater?
Ich denke eher, dass er unter der Tierheimsituation leidet. Der Stress in der großen Katzengruppe lässt ihn abnehmen. Allerdings würde er es sicherlich bevorzugen mit einer ruhigen Katze umziehen zu dürfen. Viele Tiere blühen im neuen zu Hause deutlich auf und freuen sich über kätzische Gesellschaft. Auch wenn Du den ganzen Tag zu Hause bist, kannst Du keine Katzer ersetzen- Daher würde ich es auf jeden Fall versuchen.


Die Zusammenführung mit dem Hund oder der Katze? Wie reagiert denn Dein Hund auf Katzen? Zunächst würde ich die Katze in Ruhe Zimmer für Zimmer entdecken lassen. Womöglich wird sie sich anfangs ohnehin ersteinmal für ein paar Stunden verstecken. Achte am besten darauf, dass Dein Hund zwar das neue Familienmitglied beschnuppern kann, aber nicht zu stürmisch wird und der Katze auch Auszeiten gönnt. Bereite genügend Rückzugsmöglichkeiten vor.

Ich würde ihn auch zunächst einmal ganz in Ruhe lassen, damit er sich von der Reise erholen kann. Wenn Du das Zimmer betrittst, stets langsam Bewegen und in ruhigem Ton mit ihm Reden. Wasser und Futter sollten wie Katzenklo und Versteckmöglichkeit bereit stehen.

Vielleicht gibt er sich aber auch ganz anders und erkundet interessiert seine Umgebung. Auch das darf er natürlich. Ich würde nach ca. 30-90min zu ihm gehen und ihm gesellschaft leisten. Je nach Situation einfach in das Zimmer setzen und nur da sein, mit leiser Stimme sprechen oder ein Buch lesen...vielleicht kommt er auch auf Dich zu?

Anfangs kannst Du ihn sicherlich mit Leckereien verwöhnen. Ich würde auf jeden Fall auch das gewohnte Futter hinstellen. Das gibt ihm Sicherheit und führt nicht gleich zu Bauchschmerzen.

Lass ihm Zeit. Ich bin mit sicher, dass er aufblühen wird. Mach dich klein, gehe nicht frontal auf ihn zu und lerne ihn und seine Art einfach kennen und abzuschätzen. Ich hatte auch schon einige wirklich sehr scheue Kandidaten und alle wurden (tweilweise erst nach Jahren, teilweise nach Wochen) sehr zutraulich. Dafür lag ich manchmal auch stundenlang auf dem Boden und robbte mich cm um cm vor, bis ich i-wann die Katze am Kopf berühren konnte. Es braucht einfach viel Zeit und Gedult. Wenn er sich sehr scheu gibt und gleich vor Dir flüchtet ist das nicht schlimm. Gehe oft an ihm vorbei ohne ihm irgendeine Beachtung zu schenken. Man kann förmlich hören, wie Katzen aufatmen und denken "Ha, jetzt hat sie mich zum Glück nicht gesehen!". Nach einigen Wiederholungen entspannen sich die meisten zunehmend und irgendwann wird er nichtmehr Fluchtbereit sein, wenn Du vorbeiläufst. Dann ist der nächste Schritt angesagt: Auch mal in seiner Nähe stehen zu bleiben und sich suchend umzusehen. Dann wieder weiterlaufen. Es geht weiter mit stehen bleiben, in die Hocke gehen, in seine Richtung schauen und feste Blinzeln. Mit der Zeit wird er zurückblinzeln und sagen "Okay, Du meinst es nett". Futter ist übrigends auch ein gutes Hilfsmittelchen bei manchen Katzen... Du wirst bald seinen Charakter kennen lernen und einschätzen können, wie weit Du gehen kannst. Vertraue hierbei einfach auf Dein Bauchgefühl. Und wer weiß: Vielleicht gibt er sich auch ganz anders?

Du kennst Katze und Hund besser als ich. Für eine Zusafü gibt es kein Patentrezept. Ich würde die beiden einfach langsam vertraut miteinander machen. Hund an Leine und die neuen Grüche aufnehmen lassen. Ich denke, dass sich die Katze anfangs ersteinmal verstecken wird, wenn sie den Hund erblickt. Da Dein Hund aber nicht auf andere Katzen anschlägt, ist das doch schon einmal eine gute Vorraussetzung. Letztendlich kann man natürlich nicht sagen, wie er das neue Familienmitglied -in dem Fall Rudelmitglied- aufnimmt. Daher ist selbstverständlich Vorsicht geboten.

Ficus Benjamini habe ich auch auf keiner Liste gesehen....zur Not aber auch hier wieder: Vorsicht. Besser weg, wenn man sich nicht sicher ist.

Was meinst Du mit: "Was dürfen Katzen auf keinen Fall fressen?" Alles was für sie schädlich ist natürlich ;).

Wasser ist ausreichend. Katzenmilch ist wie ein Leckerchen und sollte vielmehr als Nahrung angesehen werden. Willst Du Deinen Tiger ab und an mit Milch versorgen ist Lactosefreie Milch aus dem Supermarkt die bessere Wahl. Dabei aber wirklich nur den Schüsselboden benetzen.

Geschmäcker sind auch bei Katzen unterschiedlich. Anfangs tun es sicherlich auch einfache Kaustangen und das ganze "ungesunde Zeugs". Man hat ja auch nur eine Eingewöhnung ;). Ansonsten vielleicht ein bisschen Wurst, Käse, einen Löffel Quark oder Joghurt...

Aus der Hand füttern? Habe ich noch nie bei einem Tierheim gehört...wie ist das denn möglich? Das braucht doch unheimlich viel Zeit?

Mein Kater hat hocgradige ZFE und schlingt auch ab und an Trofu als Leckerchen runter :massaker:. Allerdings würde ich ihn in der Tat auf Nafu umstellen und Trofu nur als Leckerchen (z.b in Fummelbrettern oder als Eisbrecher) verwenden. Da er aber das Futter gewohnt ist, solltest Du es in der Anfangszeit auch (zusätzlich) anbieten. Ich finde das Trofu von "Perfect Fit" ziemlich weich. Es sind auch nur kleine Bröckchen. Die Inhaltsstoffe sind natürlich nur mittelmäßig. Wird aber hier als Leckerchen gerne genommen.

Bei ihm würde ich für die Zukunft alle 6 Monate einen Tierarztcheck ansetzen. Bei Bedarf natürlich öfter. Der nächste Check solltest Du erst machen, wenn er Eingewöhnt ist. Wenn Du natürlich unsicher bist, kannst Du mit dem Tierarzt reden und ihn zur Not auch schon früher vorstellen. Das musst Du der Situation entsprechend entscheiden. Auch dafür gibt es keine Regel. Meine Zuchtkatze habe ich mit einem 3 Tage alte Gesundheitszeugniss erhalten. 5 Tage nach ihrer Ankunft war ich mit ihr erneut beim Tierarzt um die AKU durchzuführen. Empfehlen würde ich das allerdings bei Deinem Kater nicht! Denn er braucht Zeit. Lässt sein gesundheitlicher Zustand es also zu, kannst Du gerne 2-4 Wochen mit dem nächsten Ta Besuch warten. Verschlechtert sich sein Zustand, muss man natürlich Handeln.

Ja, das kann man. Allerdings musst Du ihn dafür einer kompetenten Tierheilpraktikerin vorstellen. Bitte keine "Do-it-yourself"-Methode anwenden. Bei der Homöopathie muss der gesamte Körper betrachtet werden. Therapien, Behandlungen, unterstützende Mittel, usw. können nur effektiv angewadt werden, wenn man das Tier als Individuum ansieht.

Ich heize im Winter nur in einem Zimmer -dem Wohnzimmer. Das Schlafzimmer wird z.B nicht beheizt. Daher herrschen hier auch lediglich 3°C über Außentemperatur. Meine Katzen kommen damit sehr gut zurecht. Sie kuscheln sich dann meist in ihre Deckchen aneinander oder kommen zu mir unter die Decke. Da meine Katzen langsam dran gewöhnt werden, ist das kein Problem für sie -wieso auch? 17-18°C sind absolut ausreichend. Den "Luxus" haben meine nicht :p

Angeln kann ich empfehlen, wenn er das möchte. Ansonsten wirst Du ziemlich schnell herausfinden, mit was er gerne spielt.

Das Katzenklo diskret in eine Ecke zu stellen klingt gut. Die meisten Katzen mögen es ruhig, wenn sie ihr Geschäft verrichten. Katzenklos die direkt neben Futter, Schlaf oder Spielplätzen stehen halte ich für fehlplaziert. Stell es also ruhig in die Ecke, er wird es sicherlich finden.

Ich finde es übrigens ganz toll, dass Du dich informierst und die ganzen Fragen stellst! Viel Spaß mit den Kleinen!

Liebe Grüße
 
Mollymann

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Danke, da waren ja schon richtig tolle Tips bei! :)

Der Kater ist ca. 12 Jahre alt, hat aber lt. Tierheim in letzter Zeit abgebaut und wirkt, wohl auch aufgrund des jahrelangen Tierheimstresses, älter.

Ich glaube nicht, daß die Katzen immer aus der Hand gefüttert werden, aber die Pflege geben wohl auch immer mal wieder etwas aus der Hand, so daß sie das kennen.

Der Kater hält sich in seinem Katzenzimmer wohl lt. Tierheim von den anderen Katzen fern und hat auch keinen speziellen Kumpel oder so. Ansonsten würde ich niemals in Erwägung ziehen, ihn allein dort rauszureißen.... 2 Katzen ist bei mir z.Zt. aber auch finanziell nicht drin, da ich die letzten 1,5 Jahre horrende Tierarztkosten hatte. Und auch meine Wohnung ist für 2 Katzen und 1 Hund wohl eher nicht groß genug. Aber wie geschrieben, wenn er sich nicht wohlfühlt hier, dann wird in Ruhe ein passendes Endzuhause gesucht - Hauptsache er ist endlich raus aus dem Tierheim.

Meine Freundin ist Tierheilpraktikerin, die würde uns in Sachen Vorbeugung sicher unterstützen. :)

Was ist denn eine AKU? Allgemeine Katzenuntersuchung?
 
Quasy

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Oh, das ist ja doppelt schön, dass ihr dem alten Tierchen ein neues zu Hause schenkt. Da hat er wohl das große Los gezogen :).
AKU= Ankaufsuntersuchung (quasi "TÜV").
Liebe Grüße
 
Mollymann

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Ah, danke - Hätte ich auch selber drauf kommen können... ;)
 
Mollymann

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Hallo,

ich hab noch mal eine Frage:

Der Kater ist vom Tierheim ein offenes Katzenklo gewohnt. Dort meinte man, ich solle trotzdem ein geschlossenes kaufen, so daß ich gegebenenfalls den Deckel raufmache, sollte er das Klo ohne nicht akeptieren.

Jetzt hab ich beim Stöbern welche mit offenem Loch und welche mit "Schwingdeckel" gesehen.

Was würdet Ihr empfehlen?
 
Mollymann

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  • #10
So, war heute einkaufen (inkl. offenem Katzenklo, zu dem man aber einen Deckel nachkaufen könnte) und alles übrige inkl. Kratzbaum, Transportbox, Näpfe und Spielzeug hab ich gerade bei Zooplus bestellt.

Bekam noch vom Tierheim:
Ich habe noch einmal seine Krankenkartei durchgeschaut. Ein Blutbild wurde nicht angefertigt, da die Tierärztin keine Veranlassung dazu sah. Sie hatte seinen Allgemeinzustand für eine alte Katze als gut befunden und keine Anzeichen von Nieren/Leberproblemen gesehen.

Also werde ich das BB nach einer Eingewöhnungsphase mal machen lassen.

Freu mich schon so!!! :pink-heart:
 
Mollymann

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  • #11
So, heute kamen 3 große Pakete von Zooplus und gleich geht es erstmal ans Kratzbaum aufbauen. :pink-heart:

Leider war der LED-Pointer kaputt, da bekomme ich aber jetzt einen neuen zugeschickt. Sogar ohne daß ich den anderen einschicken muß, schöner Service!

Abholung etc. ist alles geklärt, also kann der Samstag kommen! :pink-heart:

Und dann wird auch das Geheimnis gelüftet, um wen es sich handelt... :aetschbaetsch2:
 
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Petra-01

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  • #12
Diesen Samstag ist es so weit?

Ich bin schon neugierig und freu mich auf Bilder.
Nur noch zwei mal schlafen. ;)

Viel Spaß mit dem Kuschel wünsche ich dir!!
 
Mollymann

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  • #13
Jaaa, noch 2 x - Na ja, fast noch 1 x... *freu*

Kratzbaum steht :pink-heart: und Box ist auch zusammengebaut - Jetzt könnte ich 'ne Fingermassage gebrauchen... :grin:
 
Quasy

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  • #14
Wissen wir denn schon, was es wird?
:grin:
 
Mollymann

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  • #15
Ein Bub wirds!! :yeah:
 
Mollymann

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  • #16
Sooo, hier ist alles bereit und bis der Anruf kommt, daß ich losfahren kann, werde ich mich hier noch ein wenig belesen... ;)

Ich freu mich schon sooooooooooo!!! :pink-heart:

Mal 'ne blöde Frage - Ich hab hier jetzt viel übers Blinzeln gelesen.

Redet Ihr von einem schnellen Zwinkern oder richtig kurz die Augen fest zusammenkneifen? (Sieht ja schon unterschiedlich aus... :grin:)
 
Petra-01

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  • #17
Sooo, hier ist alles bereit und bis der Anruf kommt, daß ich losfahren kann, werde ich mich hier noch ein wenig belesen... ;)

Ich freu mich schon sooooooooooo!!! :pink-heart:

Mal 'ne blöde Frage - Ich hab hier jetzt viel übers Blinzeln gelesen.

Redet Ihr von einem schnellen Zwinkern oder richtig kurz die Augen fest zusammenkneifen? (Sieht ja schon unterschiedlich aus... :grin:)

Mußt du einfach ausprobieren ob und auf welches blinzeln er reagiert.
Ich blinzele hier deutlich, heißt ich kneife die Augen kurz zu, mehrfach hintereinander. Z.B. wenn ich mich morgens verabschiede so als Ritual, alles ist gut auch wenn ich weggehe. Indi anwortet dann immer mit blinzeln und maunzt manchmal auch sein Tschüß-mau.

Bin gespannt. :)

Und danke dran, wir wollen Bilder sehen. :cool:
 
PolPi

PolPi

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  • #18
Ist er denn schon da, ist der denn schon da, ist er denn schon daaaaaa :pink-heart:??????
 
Mollymann

Mollymann

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  • #19
Jaaaaaaaaaaa!!

Alles hat wunderbar geklappt und wie mein Name schon sagt, ist der auch hier bekannte

Molly

gut angekommen.

DER, weil Molly trotz Name männlichen Geschlechts ist. Da wurde anfangs das Geschlecht falsch eingeschätzt und auch auf der HP dann nie korrigiert. Erst als ich angerufen hatte, habe ich erfahren, daß es eigentlich ein Kater ist. :grin:

Ca. 12 Jahre alt saß er sage und schreibe 11 (!!!) Jahre im Tierheim Groß-Döbbern in Brandenburg nahe der polnischen Grenze und hatte in alle den Jahren nicht einen einzigen Interessenten... :sad:

Heute durfte er es endlich für immer verlassen. :smile:
Denn wie gesagt, sollte es hier wegen der Kombi Hund-Katze oder weil er Freigang braucht, nicht klappen, werde ich ihn von hier aus in Ruhe weitervermitteln. Hier hat er hoffentlich wesentlich größere Chancen, auch wenn es hoffentlich nicht dazu kommen wird. ;)

Aber von vorne:
Während der Fahrt wurde ab und an leise gemaunzt, ansonsten war er ruhig.

Ich hab dann in seinem Zimmer die Tür der Box aufgemacht und er ist sofort rausgelaufen bis zum Fenster. Dort guckte er kurz raus und fing dann an, das Zimmer zu erkunden. Ich saß ganz ruhig auf dem Sofa und er lief einige Male vor dem auf der gegenüberliegenden Seite stehenden Bücherregal auf und ab. Noch in geduckter Haltung, aber nicht so schlimm, wie ich es erwartet hatte. Und vor allem hat er sich nicht einmal versteckt! :smile:

Meine Hündin, die leider nach dem Tod meines Rüden jetzt anfängt, nicht mehr allein bleiben zu wollen, hat die ganze Zeit im Nachbarzimmer geheult und gebellt, das hat ihn überhaupt nicht gestört.
Auf der anderen Seite wird gerade die Wohnung renoviert und es kamen teils laute Geräusche und Stimmen rüber. Da wurde zwar gehorcht, aber er hat sich nicht erschreckt. Ich denke, er kennt auch vom Tierheim her eine gewisse Geräuschkulisse.

Ich selber darf zwar Arme bewegen (Habe ein wenig gelesen, u.a. auch laut), aber sich bewegende Füße sind ihm noch sehr suspekt. Da läuft er dann weg, aber wie gesagt versteckt er sich nicht.

Nach kurzer Zeit bin ich dann kurz leise aus dem Zimmer, um meine Hündin zu sagen, sie soll die Klappe halten ;). Als ich sofort wieder zu Molly reinging, starrte er mir aus der Mitte des Raumes entgegen, aber ein Blick genügte, um zu sehen, daß er bereits auf dem Tisch am Futternapf gewesen war. :smile: Da der Tisch direkt neben dem Sofa steht und er sich sicherlich nicht hinauf traut, wenn ich dort sitze, habe ich den Napf auf den Boden gestellt, ca. 1,5 m von mir entfernt. Und er lief sofort im Bogen hin und fraß weiter. :smile:

Ich sehe das jetzt mal als positives Zeichen?

Er hatte absoluten Heißhunger und hat schon fast die ganze Schüssel geleert (sein TroFu, das TH hat einen kleinen Vorrat zur langsamen Umstellung mitgegeben).

Er hat es leider Gottes auch bitter nötig, er wiegt nur noch 2,8 kg... :wow: Er ist wirklich ein wandelndes Skelett und ich werde ihn vermutlich auf mindestens das Doppelte päppeln müssen... (Tips??) Auf jeden Fall werde ich ihn jetzt erstmal mengenmäßig fressen lassen, was er möchte.

Ansonsten ist er sehr zerzaust und unter dem Auge hat er eine frische Wunde. Ich komme ja nicht so nah dran und von weitem sieht es ein wenig wie eine Blutblase aus. Ich hab dann im TH angerufen, um seine Ankunft zu melden und habe dann gleich diesbezüglich nachgefragt. Er hat sich heute morgen wohl heftig am Gitter geschubbert, weil er aus der Box wollte und sich dabei verletzt. Ich behalte es jetzt mal im Auge und werde ein paar Arnica Globuli ins Trinkwasser geben. Ich hoffe, es entzündet sich nicht, da ich ihn nicht unbedingt gleich zum TA schleppen möchte...

Allerdings ist er sogar freiwillig 2 - 3 Mal in seine Tierheim-Transportbox gegangen; als ich rausging, saß er sogar drin. Er scheint also kein Trauma von der Fahrt zu haben?

Ich habe meine Box auch offen im Zimmer stehen, wo sie als Rückzugsort bleiben wird. Allerdings hat er schon den ersten "Unfall geschafft"... Die Transportbox stand mit offener Tür nahe einer Musikbox der Stereoanlage, auf der 2 Kuschelmäuse liegen. Er stellte sich mit den Vorderpfoten an der M-Box hoch, schaute die Mäuse an, sprang hoch... Und fiel mitsamt der Mäuse runter, wobei er auch noch die Gittertür der T-Box zuschlug... :oha:

Hat sich aber wiederum nicht erschrocken und sogar an der nun geschlossenen Box geschnüffelt.

Ich glaub, das wird was... :pink-heart: :pink-heart: :pink-heart:

Jetzt hat er erstmal ein wenig Ruhe und ich werde mich nachher nochmal rübersetzen. Auf dem Kratzbaum ist er übrigens auch schon kurz gewesen und hat schon einmal ansatzweise die Krallen gewetzt. :pink-heart:

Photos werde ich heute noch nicht machen, aber er ist auf jeden Fall ein ganz Hübscher! *voreingenommen bin*
 
Zuletzt bearbeitet:
Irm

Irm

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  • #20
wow, ein Piraten-Molly :verstummt:
und oh weia, nur 2,8 kg, ja da wirst Du wohl eine wenig päppeln müssen.

ich wünsche Euch beiden und auch dem Hundi, dass alles klappt mit der Zusammenführung, sieht ja bisher gar nicht so schlecht aus :zufrieden:

Gruss von Irm mit dem 7kg-Kater ....
 
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