Wohnungskater zu Freigängern machen?

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radiohead76

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Hallo zusammen,
Ich bin mit Katzen aufgewachsen und hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Wohnungskatzen, die über ein Tierheim den Weg zu mir gefunden haben. Ich lebe in einer Großstadt, habe aber eine relativ große Wohnung mit gesichertem Balkon und hatte zeitweise vier Katzen bzw. Kater gleichzeitig. Mir ist also wenig fremd, wenn es um die Haltung von Wohnungstigern geht. Mein Problem ist folgendes: Derzeit wohnen zwei ältere Herren (beide 13 Jahre) bei mir, beides sind reine Wohnungskater, kennen bislang nur einen gesicherten Balkon. Nun wurde ein sehr nahestehendes Familienmitglied pflegebedürftig und ich werde künftig pendeln müssen, was konkret so aussehen wird, dass ich die Sommer auf dem Lande (Haus, kleines Dorf, ruhige Dorfstraße, kaum Verkehr, 5000m² Garten) und die Winter in meiner Stadtwohnung leben werde. Ich bin total überfordert, wenn es um die Frage geht, was ich mit den Katern machen kann/soll. Ich könnte sie mitnehmen, es sind "nur" etwa 150km und ich verbringe mind. sechs Monate auf dem Lande.
Mal ganz abgesehen davon, dass ich sie zweimal im Jahr ins Auto setzen müsste, so kennen sie bislang halt überhaupt keinen Freigang und ich bezweifele, dass ich einen Freigang auf dem Lande verhindern kann. Und vor allem: Was passiert, wenn sie im Herbst zurück in die Wohnung müssen und dort nur noch einen Balkon haben? Was würdet ihr empfehlen? Ich habe leider keine Wahl, ich möchte diese Person, die mir sehr nahe steht, in ihrer größten Not nicht alleine lassen. Aber natürlich möchte ich meine Kater auch weiterhin bestmöglich versorgen.

Danke euch.
 
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Christian89

Christian89

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Also entweder immer Freigang oder immer in der Wohnung lassen.

Ich weiß auch nicht warum du Freigang auf dem Land nicht verhindern kannst.
Wenn du sie nicht immer rauslassen kannst solltest du sie drinnen lassen
 
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radiohead76

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Also entweder immer Freigang oder immer in der Wohnung lassen.

Ich weiß auch nicht warum du Freigang auf dem Land nicht verhindern kannst.
Wenn du sie nicht immer rauslassen kannst solltest du sie drinnen lassen
Danke für die Antwort. Um deine Frage zu beantworten: Die Dame, die ich betreuen werde, ist senil und wird kaum auf meine Ansage hören, dass sie Türen oder Fenster nicht öffnen darf. Ich werde das vermutlich nicht wirklich kontrollieren können.
 
Christian89

Christian89

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Ah verstehe das ist natürlich schwierig.
Aber mit katzen so oft umziehen ist natürlich auch nicht so toll. Am besten für sie wäre eine Lösung wo sie an einem Ort bleiben können.
 
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radiohead76

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Ah verstehe das ist natürlich schwierig.
Aber mit katzen so oft umziehen ist natürlich auch nicht so toll. Am besten für sie wäre eine Lösung wo sie an einem Ort bleiben können.
Ja, das weiß ich natürlich. Ich finde es auch sehr schwierig und stehe da wirklich vor einem Dilemma. Eine befreundete Tierärztin meinte, zweimal im Jahr eine Fahrt sei gerade noch OK und aufgrund des Alters der Kater sei es evtl. auch ohne Probleme möglich, dass sie sechs Monate "in den Garten dürfen" und sechs Monate "auf den Balkon müssen". Ich weiß es nicht, hatte mir Erfahrungswerte erhofft.
 
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Ich glaube es wird Dir leider niemand wirklich sagen können, wie gut das letztlich funktioniert. Aber bei Katzen in dem Alter würde ich das auch eher entspannt sehen, zumal ja gar nicht gesagt ist, dass sie soooo unbedingt dort raus wollen. Das kennen sie ja nicht und da es dort wahrscheinlich auch deutlich "stärkere" Kater gibt die das Revier beanspruchen würde ich gar nicht mal groß davon ausgehen, dass die direkt rauslaufen sobald mal was auf ist.

Das macht nicht mal ein versierter noch jugendlicher Freigänger in einer neuen Gegend unbedingt direkt. 😉

Letztlich wird Dir nichts anderes über bleiben als es auszuprobieren. Im Zweifel hast Du in der Stadtwohnung halt erst mal zwei nervende Kater, ich kann mir aber ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass die sich dann nicht schon auch wieder arrangieren, dafür kennen sie es ja irgendwie schon auch zu lange so.
 
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minna e

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das wird ja nicht so sein, dass du "auf dem land" in einer ein-raum-wohnung bist. dürfte ja eine etwas andere situation sein, sprich, mehr als ein provisorische wohnen.

da sollte es dann möglich sein, die kater so unterzubringen, dass sie nicht entfleuchen können.

muss ja auch für die senile person in irgendeiner form sicher sein.

das zweimal im jahr hin und her ziehen halte ich für machbar.
 
Rickie

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Die Autofahrt finde ich nicht schlimm, wir mußten früher immer eine Stunde pro Richtung zum Tierarzt fahren, und das mußten wir oft.
Auch sich zweimal im Jahr an eine neue Umgebung gewöhnen, finde ich nicht so dramatisch.
Allerdings mußt Du bedenken, daß die Katzen nicht von Tag 1 an raus dürfen, sondern wirklich erst mal 4 bis 6 Wochen drin bleiben müssen um zu lernen, wo ihr neues Revier ist. Mit Zugang zu Fenstern in möglichst alle Richtungen.

Ob es klappt, sie nach einem halben Jahr Freigang wieder in die Wohnung zu bekommen, ohne daß sie rebellieren, hängt von den Katzen ab.
Der Kater meiner Eltern war Hardcore-Freigänger und lebte auch im Winter draußen, wo er alles hatte. Bis er dann im fortgeschrittenen Alter im Winter mal Schnupfen hatte und in die Wohnung mußte. Von da an hat er dann die Wintermonate in der Wohnung verbracht, den Rest des Jahres draußen. Im Frühjahr hat er sich immer selber gemeldet, daß er wieder raus will in sein Gartenparadies.

Ich denke, man kann hier einfach nicht mit Ja oder Nein antworten.

Ist wie mit Streunern. Manche zieht es in eine Wohnung, die wollen nie wieder raus, andere sind nie richtig zahm zu bekommen und werden nie Wohnungskatzen. Aus meiner früheren Umgebung und meinem Katzenhaushalt kenne ich beide Kategorien.
 
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Warum musst du pendeln? Kannst du nicht gleich direkt aufs Land ziehen? 🤔

Wie sich deine beiden Katzen verhalten werden, kann ich nicht beurteilen, aber meine alte Lady (bald 12) will auch nicht mehr wirklich raus. Am Anfang war sie einmal kurz neugierig, hat die Nachbarschaft erkundet, seitdem bleibt sie im eigenen Garten, wenn sie überhaupt rausgeht. Meistens liegt sie dann genau an der Tür zwischen Wintergarten und Garten.

Kann natürlich jede Katze im Alter anders reagieren.
 
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radiohead76

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  • #10
Ich glaube es wird Dir leider niemand wirklich sagen können, wie gut das letztlich funktioniert. Aber bei Katzen in dem Alter würde ich das auch eher entspannt sehen, zumal ja gar nicht gesagt ist, dass sie soooo unbedingt dort raus wollen. Das kennen sie ja nicht und da es dort wahrscheinlich auch deutlich "stärkere" Kater gibt die das Revier beanspruchen würde ich gar nicht mal groß davon ausgehen, dass die direkt rauslaufen sobald mal was auf ist.

Das macht nicht mal ein versierter noch jugendlicher Freigänger in einer neuen Gegend unbedingt direkt. 😉

Letztlich wird Dir nichts anderes über bleiben als es auszuprobieren. Im Zweifel hast Du in der Stadtwohnung halt erst mal zwei nervende Kater, ich kann mir aber ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass die sich dann nicht schon auch wieder arrangieren, dafür kennen sie es ja irgendwie schon auch zu lange so.
Vielen lieben Dank für die freundliche Antwort. Mein Gefühl sagt mir auch, dass es so sein wird wie von dir beschrieben. Ich denke, ich komme nicht drum herum und werde es einfach probieren müssen.
 
Vyshr

Vyshr

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  • #11
Könntest du nicht die Fenster vergittern und in die Türen Schlösser einbauen? Dann machts nichts aus, wenn ein Fenster offen steht und die Türe bleibt zu.
 
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  • #12
Glaube ich würd mir da keinen Stress machen und das einfach mal versuchen. Die Wahrscheinlich, dass die beiden in dem Alter noch große Streifzüge unternehmen wollen und dann im Winter protestieren, halte ich für gering. Wer weiß, ob sie die Möglichkeit mit dem Freigang überhaupt noch groß nutzen.

Meine damalige Katze (jung zugelaufen und leidenschaftliche Streunerin) hat so etwa in dem Alter keine Lust mehr auf die Revierkämpfe gehabt und ist freiwillig drin geblieben. Und meine jetzigen beiden (10 Jahre alt) gehen auch kaum weiter als bis zum Vorgarten und bleiben bei schlechtem Wetter auch mal wochen- oder monatelang drin, ohne sich zu beschweren.

Mit der Autofahrt muss man gucken, da gibt es solche und solche Kandidaten. Am besten mal ein bisschen üben und mit positiven Erlebnissen verknüpfen.
 

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