Operation oder Amputation?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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paula

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Hallo alle Zwei- und Vierbeiner!

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen eine Entscheidung zu treffen oder habt vielleicht entsprechende Erfahrungen.

Wir haben unseren Kater Emmi vor 2 1/2 Jahren aus dem Tierheim geholt. Dort hat hat er über ein Jahr gelebt. Er war 5 Jahre alt, als er zu uns kam. Schon bei Abholung hinkte er hinten rechts. Der Aufgesuchte Tierarzt meinte, dass ist eine alte Kriegsverletzung und beeinträchtigt ihn nicht. Er hinkte mal mehr und mal weniger, wir hatten allerdings nicht den Eindruck, dass er Schmerzen hatte. Emmi ist ein Freigänger, fängt liebend gerne Mäuse, Maulwürfe, Wühlmäuse usw. Er kommt auch nie mit irgendwelchen Kampfspuren nach Hause.

Heute morgen, erscheint er nun, auf drei Beinen laufend und jammernd zum Herz erweichen.

Ein Besuch beim Tierarzt mit Röntgenuntersuchung brachte folgendes Ergebnis:

Fehlstellung im Kniegelenk, Arthrose im Hüftgelenk mit Knochenabsprengungen. Der Tierarzt schlägt nun eine Operation des Kniegelenks vor, wobei evt. Bänder ersetzt werden müßen, wenn das gelingt, in der gleichen Sitzung dann die Hüfte, mit Abtragung der Arthroseerscheinungen. Dann würde bis zur Vollständigen Ausheilung der Kater nicht mehr nach draußen dürfen.( ca.6 Monate) ca.500€ nur für die OP

Oder Möglichkeit zwei: Die Amputation des Hinterbeines. Wobei hier der Heilungsprozess viel schneller verlaufen würde. ca. 200€


Mal abgesehen von den Kosten, weiß ich wirklich nicht, was wir machen sollen. Zumal unser Emmi so lange in der Wohnung wohl kaum auszuhalten wäre.

Was ist denn Eure Meinung dazu???

Liebe Grüße
Paula
 
Katie O'Hara

Katie O'Hara

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Bei so einer ernsten Diagnose würde ich IMMER eine zweite TÄ Fachmeinung einholen.

Also nicht Landtierarzt, sondern TK. Eine mit gutem Ruf und möglicherweise spezialisiert auf solche/ähnliche Fälle.


Sicherlich ist es nicht schön, den operierten Kater so lange in der Wohnung halten zu müssen.
Aber die Alternative wäre z. B., ihn mit Geschirr draußen auszuführen. Da kann er frische Luft schnuppern, etwas Grün sehen.... und sich trotzdem nur kontrolliert bewegen.

Eine Amputation wäre für mich persönlich immer der letzte Weg.

Die Kosten würde ich persönlich auch nicht betrachten. Sie würden in meine Entscheidung nicht mit einfließen. Ich würde mich ausschließlich nach den medizinischen Notwendigkeiten und dem "lebenswerten Leben" des Tieres richten.






Ach ja, und herzlich Willkommen hier.:)
 
T

tiha

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Bei so einer ernsten Diagnose würde ich IMMER eine zweite TÄ Fachmeinung einholen.

Also nicht Landtierarzt, sondern TK. Eine mit gutem Ruf und möglicherweise spezialisiert auf solche/ähnliche Fälle.


Sicherlich ist es nicht schön, den operierten Kater so lange in der Wohnung halten zu müssen.
Aber die Alternative wäre z. B., ihn mit Geschirr draußen auszuführen. Da kann er frische Luft schnuppern, etwas Grün sehen.... und sich trotzdem nur kontrolliert bewegen.

Eine Amputation wäre für mich persönlich immer der letzte Weg.

Die Kosten würde ich persönlich auch nicht betrachten. Sie würden in meine Entscheidung nicht mit einfließen. Ich würde mich ausschließlich nach den medizinischen Notwendigkeiten und dem "lebenswerten Leben" des Tieres richten.

Ach ja, und herzlich Willkommen hier.:)


Schließe mich da zu 100 % an.
 
Katie O'Hara

Katie O'Hara

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Öööööööööhmmmmm...... ich kann ihn noch so oft lesen, diesen Satz, er stößt mir noch immer sauer auf:

Zumal unser Emmi so lange in der Wohnung wohl kaum auszuhalten wäre.


Soll es das bedeuten, was es aussagt? Nämlich, daß es für den Menschen kaum auszuhalten wäre, den armen schmerzgeplagten und sicherlich wegen des "Knastes" frustrierten Emmi in der Wohnung ertragen zu müssen - weil er nicht raus kann wie gewohnt???
 
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fränz

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nein, soll es bestimmt nicht, sondern weil er eventuell die wände hochginge, das kenn ich von unserem großen das spiel...... aber ehrlich gesagt würde er das vielleicht garnicht, als meine fide diese op hatte (allerdings als folge eines unfalls) war er garnicht in stimmung sich groß zu bewegen und zu wehren, war ja alles wund und schmerzte

unser großer hat nach dieser op nämlich im endresultat das, was emmi nun hat, welches der grund für seine op sein soll.... extreme schmerzen sobald das wetter umschwingt und er humpelt teilweise ziemlich :(

ABER mich würde interessieren, was der TA zu den chancen sagt, dass diese operationen helfen, ergo linderung der schmerzen bringen, oder ob es zu großer wahrscheinlichkeit nicht besser wird und später doch amputiert werden müsste, da kann ich mich anschliessen, was eine zweite meinung angeht
 
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feuerzahn

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nein, soll es bestimmt nicht, sondern weil er eventuell die wände hochginge, das kenn ich von unserem großen das spiel

Genauso habe ich es auch verstanden, Fränz.

Grundsätzlich würde ich auch erstmal eine zweite Meinung einholen und mich erst dann endgültig entscheiden.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine Amputation gar nicht immer die schlechteste Alternative ist.
Ich habe bei einigen Katzen erlebt, dass sie regelrecht aufgeblüht sind, weil die permanenten Schmerzen vorüber waren.
Und ein evt. steifes Bein kann auch unangenehm sein.

Wie gesagt:
Eine zweite Meinung wäre da sicherlich der erste Schritt.
Dann kann man weiter überlegen und, wie Fränz schon sagte, auch mal die Prognose genauer in Betracht ziehen. Oft ist es nämlich nur eine Art Hinausschieben der Amputation.

Ich drücke auf jeden Fall die Daumen!!!
 
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paula

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Öööööööööhmmmmm...... ich kann ihn noch so oft lesen, diesen Satz, er stößt mir noch immer sauer auf:




Soll es das bedeuten, was es aussagt? Nämlich, daß es für den Menschen kaum auszuhalten wäre, den armen schmerzgeplagten und sicherlich wegen des "Knastes" frustrierten Emmi in der Wohnung ertragen zu müssen - weil er nicht raus kann wie gewohnt???

Nein, soll es nicht heißen, es geht hier nicht um uns, sondern um den Kater.
Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt.
Das hat Fränz schon richtig erkannt.

Zur Prognose wollte der Tierarzt sich nicht genau äußern, er könnte nicht versprechen, ob der Erfolg von Dauer wäre. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Beschwerden in der Hüfte wieder kommen ist sehr hoch.
Er würde mit der Kniegeschichte beginnen und je nach dem wie ausgeprägt die Schäden dort vorzufinden sind, dann mit der Hüfte nicht mehr anfangen, sondern dann amputieren.

Wir werden sicher eine zweite Meinung einholen!

Schon mal vielen Dank für Eure Infos,
Paula
 
NellasMiriel

NellasMiriel

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ich rate auch zur zweiten Meinung in einer guten TK und dann erst würde ich entscheiden.....
das ist nicht leicht und für Euren Kater mit viel Schmerz verbunden - daher mag das gut überlegt werden.
glg Heidi
 
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