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m0nsie

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5 Januar 2014
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Hallo,
ich hätte da mal eine Frage, bzw. würde gerne Erfahrungen von anderen Katzenpersonal hören.

Ich habe meine Lily nun seit Okt. 2013, da war sie angeblich 2 Jahre alt. Stammte von einem Vermehrer/Züchter der irgendwann ca. 20 Katzen in einer kleinen Wohnung hielt.
Seit sie bei mir ist hat sie sich interessant entwickelt. Sie mag es immer noch nicht festgehalten oder auf den Arm genommen zu werden. Am Anfang hat sie allerdings überhaupt nicht geschnurrt, jetzt kommt das schon mal mehrmals am Tag vor. Sie hat in den Anfangswochen wie blöde Jagdspiele mit der Angel gemocht (Mann, war das nervig und öde...:)) und begeistert beim Klickern mitgemacht, wo sie sich auch als sehr gelehrig erwiesen hat und auch schnell neue Tricks gelernt hat bis wir an einem bestimmten Punkt angelangt sind.

Jetzt: hat sie null Bock auf Klickern und geht nach 1-2-3 Klicks gelangweilt lieber auf den Balkon (wenn ich sie überhaupt animieren kann) und die Jagdspiele sind (Gott sei Dank!) nicht mehr so wild und dauern nicht mehr so lange. Gibt's eigentlich auch ADHS-Katzen? ;) Sie ist häufig schon nach wenigen Minuten abgelenkt und marschiert davon... und Frauchen darf sich wieder mühsamst vom Boden aufrappeln, das Spielzeug einsammeln und wegräumen und wieder weiterlesen oder TV gucken...

Das ist ja soweit so gut. Eine andere Verhaltensweise macht mich jedoch ziemlich :confused:. Morgens geht sie mir extrem aus dem Weg, flieht geradezu vor mir, als ob ich sie gleich packen und in einem dunklen Karton zum nächsten Tierquäler verschicken würde... Dann verkriecht sie sich bis ca. 13.00 oder sogar 14.00 Uhr irgendwo -- meistens habe ich keine Ahnung wo, um dann erst am frühen Nachmittag wieder aufzutauchen. Dann ist sie wieder 'normal', sagt 'hallo', verlangt nach Futter, Spiel, Balkonzugang... Bis dahin fühle ich mich häufig regelrecht verwaist... Ich verstehe dieses 'Fluchtverhalten' nicht - als ob sie Angst vor mir hätte!?!
Das sieht zum Beispiel so aus: sie liegt in der Hängematte auf ihrem Kratzbaum im Schlafzimmer und pennt selig - und ich auch in meinem Bett. Sobald ich Anstalten mache, aufzustehen, hüpft sie hastigst herab, versteckt sich und ich sehe sie eben bis am Nachmittag nicht mehr. (Der Kratzbaum ist relativ neu und die Hängematte ein totaler Lieblingsplatz. Bevor der da war, hat sie sich auf mich im Bett draufgelegt... :sad: macht sie jetzt gar nicht mehr...)
Bevor Fragen kommen: ich habe ihr noch nie etwas Unangenehmes um diese Uhrzeit 'angetan'. Vor dieser seltsamen Angewohnheit hat sie auch häufig den Morgen hauptsächlich verpennt, war aber normal 'ansprechbar' und nicht so verhuscht. Sie lag dann mal auf'm Sofa oder anderen Plätzchen wo sie mir auch 'mal interessiert bei der Hausarbeit oder Gymnastik zugekuckt hat. Auf jeden Fall rannte sie nicht sofort weg, sobald sie mich gesehen hat....

Vor 3 Wochen waren wir zum ersten Mal beim Tierarzt, das war aber nachmittags und den Besuch hat sie auch gut verkraftet. Danach war sie auch normal, gar nicht verstört oder durcheinander.

Jetzt im Moment ist es z.B. 13.15 Uhr und heute weiß ich ausnahmsweise mal, wo sie liegt: in einer Höhle ihrer Kratztonne ca. 1 Meter links vom Sofa, wo ich gerade sitze. An Tagen, wo ich per Zufall entdecke, wo sie sich verkrochen hat, lasse ich sie auch völlig in Ruhe, spreche sie nicht an, etc.... bis sie von alleine aus der Versenkung auftaucht.

Kennt jemand von euch vielleicht ähnliches oder hat eine Idee warum sie dieses Verhalten zeigt? Es ist ja kein wirkliches Problem und ich mache mir auch keine Sorgen, würde halt nur gern verstehen, was da dahintersteckt...
 
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Petra-01

Petra-01

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Es wird auch weiter Veränderungen geben und sie wird in einem halben Jahr wieder anders sein und in zwei Jahren auch wieder. Das ist erst mal normal. Katzen verändern sich und gerade Katzen die unter solchen schlechten Bedingungen gelebt haben entwickeln sich in der Zeit danach immer weiter, keiner weiß vorher wie. :D

Ich denke laß sie einfach machen, freu dich wenn sie da ist und Kontakt aufnimmt und laß ihr ihre Ruhe wenn sie sie will.

Allerdings sollte sie nicht alleine bei dir leben.
Eine Katze die so jung ist und immer unter vielen Katzen gelebt hat ist alleine einsam. Ich würde dir raten eine weitere Katze, ungefähr im gleichen Alter und sozial und freundlich, dazu zu vergesellschaften.

Dann wird auch wieder lieber gespielt und gekuschelt und es kommt mehr "Bewegung" in euer Leben.
 
Margitsina

Margitsina

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Sag mal, wer hat Dir denn eine so junge ,gesellige Katze als Einzeltier in Wohnungshaltung vermittelt? Da bekomme ich echt einen Hals, wenn ich von solchen Vermittlungen lese.

Deine Katze fängt an zu resignieren in ihrer Einsamkeit. Am Anfang war sie durch die vielen neuen Eindrücke abgelenkt.

Hole dringendst eine zweite, gleichen Alters Kätzin als Partner dazu!!!!
 
C

Catma

Gast
Ich schließe mich mal den Vorschreibern an, Katzen die ohne Artgenossen leben, entwickeln schonmal seltsame "Marotten", die nicht so leicht einzuordnen sind, eben weil es eine Mischung aus Langeweile, Fruststau, Einsamkeit ist. Sie kann ihre sozialen Bedürfnisse mit Artgenossen nicht ausleben und muss das irgendwie kompensieren. Zb wird der Spieltrieb komplett unterdrückt, also die Interaktion mit anderen Katzen und auch andere soziale Bedürfnisse, das was du als Mensch mit noch so viel Zuwendung einfach nicht ersetzen kannst.
Katzen sind keine Einzelgänger, insofern werden sie verhaltensauffällig, wenn sie zu lange ohne Artgenosse sind.

Deine Katze ist noch so jung, da würde ich nicht zögern und schnell eine Artgenossin dazuholen.
Wie bereits geschrieben wurde, weiblich (Katzen haben ein anderes Spielverhalten als Kater) und in ihrem Alter.

Sie kennt ja den Umgang mit anderen Katzen, dann wird sie sich auch über eine Kumpeline freuen :).
Aber sie war ja nun leider lange Zeit ohne Artgenosse, und muss erst wieder lernen, ihr Revier zu teilen, von daher würde ich eine "langsame Zusammenführung" mit Gittertür empfehlen klickmich.
Weil sie so lange alleine war, ist so eine "langsame Zusammenführung" viel stressfreier für alle Beteiligten.
 

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