Mundhöhlenentzündung bei Maggy

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Conny64

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Liebe Foris,

heute melde ich mal wieder bei euch.

Bei meiner Maggy wurde jetzt eher durch Zufall eine Entzündung am Gaumen festgestellt die jetzt auch noch weißliche Beläge - Eiter? - aufweist.

War schon letzte Woche beim TA. Eigentlich nur weil mir auffiel, dass sie rechts unterm Kinn eine Verdickung hatte. Dachte mir "vielleicht ist sie gebissen worden und es jat sich jetzt ein Abszeß gebildet".

Dem war aber nicht so.

So beiläufig erzählt ich dann dem TA, dass meine Maggy immer sabbert. Sie sah ihr dann mal in den Mund und entdeckt dort dann am Gaumen die Entzündung.

Sie meinte, dass die Katze doch eigentlich Schmerzen haben müsste. Davon ist mir aber nichts aufgefallen. Zumal sie ja auch frisst wie eh und je - sogar Trockenfutter.

Sie gab mir dann ein Antibiotika und Schmerzmittel mit. 1 Woche gab ich ihr alles - das Schmerzmittel nahm sie mit Begeisterung. Es war in so einer Spritze drin, das ich ihr nur ans Mäulchen hielt und schon schleckte sie daran. Das Antibiotika gab ich in Leckerlis versteckt.

Jetzt nach 1 Woche war ich wieder beim TA. Der Knoten war nach wie vor noch da, aber nicht vergrößert oder anderweitig verändert - einfach nur noch da. Die Entzündung hatte sich nicht gebessert, es hatte sich sogar ein gelblicher Belag gebildet. Evtl. Eiter?

Jetzt bekam ich noch mal für 1 Woche Antibiotika mit - ein anderes. Wenn es sich dann nicht gebessert hat, muss unter Narkose ein Abstrich entnommen werden.

Nun habe ich morgen noch einen Termin bei einem anderen TA - einem Zahntierarzt in unserer Nachbarschaft. Sein Fachgebiet sind u. a. auch so Mundhöhlenentzündungen.

Ich möchte einfach wissen, was er dazu meint.

Ja - mit Katzen im Haus ist immer was los.
 
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Conny64

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... puh - komme gerade vom TA - Zahntierarzt.

Er meinte, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen indolenten Ulcus handelt - also ein schmerzloses Geschwür am Gaumen.

So etwas tritt in der Regel immer im Zusammenhang mit eosinophilen Granulomen.

Jetzt muss also erstmal abgeklärt werden, ob es sich um e. G. handelt oder nicht. Dazu sind jetzt viele Untersuchungen in Narkose notwendig: Blutbild, Biopsie, Zahnreinigung (weil sie auch Zahnfleischentzündung hat und Zahnbeläge) und Röntgen.

Wenn es sich herausstellt, dass es sich um e. G. handelt wird dann eine dementsprechende Behandlung eingeleitet.

Hat jemand von euch Erfahrung mit e. G. (eosinophile Granulozyten)?
 
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Birgitt

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Zum Glück habe ich damit keine Erfahrung.

Bestimmt werden sich hier noch andere melden die dir etwas dazu sagen können.

Für Maggie drücke ich die Daumen das sie alles gut übersteht.
 
Z

Zugvogel

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Ich würde als erstes jetzt ein Abstrich vom Mäulchen und den entzündeten Stellen machen lassen, um festzustellen, ob Viren oder Bakterien die Entzündung auslösen.

Ich halte es für nicht angemessen, bei solchen Erkrankungen ohne jeden Erregernachweis Antibiotika zu geben, die bei Viren nicht helfen, meistens sogar kontraproduktiv sind.

Wie alt ist Nagy?


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Conny64

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Ich würde als erstes jetzt ein Abstrich vom Mäulchen und den entzündeten Stellen machen lassen, um festzustellen, ob Viren oder Bakterien die Entzündung auslösen.

Ich halte es für nicht angemessen, bei solchen Erkrankungen ohne jeden Erregernachweis Antibiotika zu geben, die bei Viren nicht helfen, meistens sogar kontraproduktiv sind.

Wie alt ist Nagy?


Zugvogel

ja - Zugvogel - das wird jetzt am 1.8. alles gemacht. Unter Narkose: Blutbild Biopsie etc. Einfach um zu schauen, was es ganz genau ist. Früher geht nicht, weil wir nächste Woche in Urlaub fahren. Aber laut TA können wir es bedenkenlos bis zum August rausschieben. Aber gemacht werden muss es halt.

Das mit den Antibiotika war einfach nur ein Versuch. Wenn es angeschlagen hätte - gut. Aber es hat sich nichts verändert.

Das Gute ist, dass Maggy diese Wunde nicht weh tut. Der Zahntierarzt hat da gestern mit dem Wattestäble geputzt und auch mit den Fingern gedrückt. Da hat sie keinen Laut von sich gegeben. Es hat auch bei Berührung nicht geblutet oder so. Es ist einfach nur da. Und dann kommt halt noch die Zahnfleischentzündung und die Beläge dazu und der geschwollene Lymphknoten.


Maggy ist jetzt ca. 2 Jahre alt.
 
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.... so - heute hat nun meine Maggy ihre große Untersuchung hinter sich gebracht. Im Moment schläft sie tief und fest auf dem Sofa.

Der Zahntierarzt hat ihr jetzt Blut genommen, eine Biopsie des Geschwürs gemacht, geröntgt - da ist alles okay, Zahnstein entfernt. Er hat auch festgestellt, dass sich jetzt am Gaumen noch ein 2. Geschwür bildet - also so ein Ulcus.

Das läßt schon darauf schließen, dass es sich um eosinophile Granulozyten handelt. Doch bis zum endgültigen Ergebnis muss ich mich jetzt noch 10 Tage gedulden.

Jetzt habe ich erstmal Doxycyclin und Onsior für sie bekommen. Doxy deswegen, damit ich Entzündung, die nachweislich vorhanden ist, abklingt. Sollt es sich dann wirklich um e. G. handeln ist dann Doxy sowieso für Behandlung angesagt.

Auf jeden Fall wurde ich mal um 520 € erleichtert :oha: - soviel hat mich der ganze Spaß heute gekostet. Aber was tut man nicht für seine Fellnasen.
 
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Man sagt, daß EG eine Autoimmunkrankheit ist, da ist Antibiotika nicht das Mittel der Wahl, sondern eher kontraindiziert.

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Man sagt, daß EG eine Autoimmunkrankheit ist, da ist Antibiotika nicht das Mittel der Wahl, sondern eher kontraindiziert.

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... aber das müsste doch ein Tierzahnarzt auch wissen. Warum verschreibt er es dann?
 
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Ich glaube, das wirst Du ihn fragen müssen, denn ich weiß die Antwort nicht :confused:


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Conny64

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  • #10
... laut TA ist deshalb Antibiotika angesagt, weil ja eine Entzündung vorhanden ist. Wie beim Menschen, wenn es eine Entzündung im Körper ist, gibt es Antibiotika. Z. B. eine Blasenentzündung - was gibt's - Antibiotika. So auch bei Katzen.

Wenn es sich 100%ig um ein eG handelt, dann ist erstmal sowieso Antibiotika angesagt. Wenn dies anschlägt - gut - wenn nicht muss man Kortison geben.

Das weiß ich von mir. eG ist ja sehr wahrscheinlich eine Autoimmunkrankheit und ich habe ebenfalls eine Autoimmunkrankheit (ich habe Multiple Sklerose) und da gibts im akuten Schub auch Kortison.
 
kiska

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  • #11
Hatte meine Luzie auch. Ganz plötzlich fing das damals an. Erst dachte man es sei eine normale Halsentzündung, aber es kam nach anfänglicher Besserung immer wieder. Luzie bekam auch Cortison und wir konnten ihr echt lange damit helfen. Wenn sie einen akuten Schub hatte, dann konnte sie nicht fressen und manchmal blutete es sogar aus dem Mäulchen.
Irgendwann wurde es dann aber leider so schlimm, dass auch das Cortison nich mehr helfen konnte. Die Tierärztin meinte, manchmal wird auch noch mit Interferon versucht, den Krankheitsverlauf aufzuhalten.
Da Luzie aber durch die Schmerzen und die ständigen Tierarztbesuche ohnehin schon sehr leiden musste, haben wir ihr das erspart.

Ich hoffe, dass Deiner Katze gut geholfen werden kann mit dem Cortison und dass es ihr bald und noch lange wieder gut geht!
 
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  • #12
... laut TA ist deshalb Antibiotika angesagt, weil ja eine Entzündung vorhanden ist. Wie beim Menschen, wenn es eine Entzündung im Körper ist, gibt es Antibiotika. Z. B. eine Blasenentzündung - was gibt's - Antibiotika. So auch bei Katzen.

Wenn es sich 100%ig um ein eG handelt, dann ist erstmal sowieso Antibiotika angesagt. Wenn dies anschlägt - gut - wenn nicht muss man Kortison geben.

Das weiß ich von mir. eG ist ja sehr wahrscheinlich eine Autoimmunkrankheit und ich habe ebenfalls eine Autoimmunkrankheit (ich habe Multiple Sklerose) und da gibts im akuten Schub auch Kortison.

Ich würde nur dann mit AB behandeln, wenn der bakterielle Erreger feststeht und dann kann man AB gezielt raussuchen und angemessen behandeln.

Mit AB tunt man Autoimmunkrankheiten - das als Hintergrund sollte man immer bedenken.


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  • #13
Ich würde nur dann mit AB behandeln, wenn der bakterielle Erreger feststeht und dann kann man AB gezielt raussuchen und angemessen behandeln.

Mit AB tunt man Autoimmunkrankheiten - das als Hintergrund sollte man immer bedenken.


Zugvogel

Zugvogel, aber du kannst doch nicht eine Katze tagelang unbehandelt lassen und warten bis alle labortechnischen Ergebnisse vorliegen. Dann wird eben ein Breitbandantibiotika gegeben, was bei fast allen Erregern hilft.
 

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