Kater wieder da - Umzug?

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Linanele

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Hallo ihr Lieben,

ich bitte um einen Rat, da ich in einer etwas komplizierten Lage stecke. Ich habe vor 4 Jahren einen Kater bekommen, welcher bei meinem Vater leben sollte. Dieser hat sich um hauptsächlich um ihn gekümmert, weil ich Studiums bedingt, nicht so oft da war. Nach ca. einem halben Jahr ist dann mein Vater in den Urlaub gefahren und hatte die Nachbarn instruiert ihn zu füttern. Leider hat es dem Kater bei den Nachbarn sehr gut gefallen und er schien sichtlich missmutig über das Verreisen meines Vaters und kam nicht mehr. Zunächst dachten wir er sei Weggelaufen oder verstorben, nach einigen Wochen oder Monaten tauchte er dann aber wieder in der Gegend auf und erkannte mich sofort und ging mit mir Spazieren und war sehr zutraulich, ging aber nie mit bis zum Haus meines Vaters. Ich wohnte zu dieser Zeit selbst in einer Wohnung ohne Garten, etwas weiter weg. Deshalb war es mir nicht möglich ihn mitzunehmen, zumal ich davon ausging, dass er eine andere Familie gefunden hatte. Vor ein paar Tagen war ich dann wieder bei meinem Vater und wer tauchte da, nicht weit von dessen Haus auf - der besagte Kater. (Auch in der Zwischenzeit habe ich ihn Öfters mal getroffen, nur nie so nah am Haus meines Vaters und in letzter Zeit sowieso seltener). Auffällig war, dass er gepflegt aussah, jedoch sehr dünn war und scheinbar nicht kastriert. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass er nunmehr von einem anderen Nachbarn gelegentlich gefüttert würde, nicht aber zu ihm gehöre. Es ist damit vermutlich zu folgern, dass der Kater herrenlos ist. Da ich vor Kurzem in eine Wohnung in der Gegend, mit viel Garten und Erdgeschoss gezogen bin, stellt sich nun die Frage, ob wir ihn - da herrenlos und er sich mit mir immer noch zu verstehen scheint - zu uns nehmen sollen.
Wir sind uns allerdings unsicher, ob das wirklich Beste für den Hübschen ist oder wir ihm damit eher schaden, da er 1. Es gewohnt ist keinen Besitzer zu haben, 2. in einen anderen Ort umziehen müsste, wo er vermutlich sehr orientierungslos wäre und 3. Mich sicher auch nicht mehr so gut kennt, es also ein doppelter Umzug für ihn wäre...
Was sagt ihr? ich wäre euch über Antworten sehr dankbar =)!!!!
Mit lieben Grüßen
Lina :)
 
Lirumlarum

Lirumlarum

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Ich muss hier kurz ein paar Dinge nachfragen, weil ich diese in der Geschichte nicht so ganz vertanden habe.

Ihr habt euch eine Katze angeschafft, von der ihr nicht wusstet, ob sie kastriert ist und habt sie in den Freigang gelassen?
Ihr habt euch nicht weiter gekümmert, dass das Tier medizinisch untersucht und dann auch kastriert wird?
Ihr habt nach dem verschwinden der Katze nicht versucht herausszufinden, wo sie steckt um sie wieder zu bekommen?
Habt ihr je veruscht herauszufinden, ob der Kater wirklich ein neues Zuhause gefunden hat, wo er medizinisch und futtertechnisch versorgt wird?
Es liest sich als ob ihr euch so gar keine Gedanken um das Wohl eures Katers gemacht habt.

Und jetzt würdest du aufeinmal doch die Fürsorge auf dich nehmen wollen, machst dir aber nicht die Mühe herauszufinden (Zettel, bei Nachbarn klingeln, Tierheim befragen etc. )ob er nicht doch ein Zuhause gefunden hat, wo er vermisst werden würde, wenn du ihn nun einfach mitnimmst?

Bei der Gesamtkonstellation stellen sich mir gerade die Haare auf und ich möchste am liebsten empfehlen, dass du/ihr den Kater nicht nehmt, sondern ihm ein (sofern noch nicht selber gewählt vom Kater) ein richtiges Zuhause sucht, bei Menschen, welche sich auch um ihre Tiere konstant und dauerhaft kümmern und nicht nur wenn ihnen spontan die Zeit bzw. die Lebensumstände dafür passend erscheinen.
 
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merteuille

merteuille

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Du hast dir also vor 4 Jahren einen Kater zugelegt und dich so besch....eiden um ihn gekümmert, dass du dich nun fragst, ob er herrenlos ist.

Toll!

Jetzt freust du dich, dass er dich vermeintlich noch kennt (nein, er schließt sich nur jedem an, schließlich musste er sich auch 4 Jahre lang bitter durchschlagen) und fragst dich aber gleichzeitig, ob er denn überhaupt ein liebevolles Zuhause haben möchte.

Meine Güte, was bloß geht in deinem Kopf vor?
 
ottilie

ottilie

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Hallo Lina,
Es wäre Zeit, dass für den Kater ein besseres Leben anbricht.
Sich vier Jahre allein unkastriert durchschlagen zu müssen, kein Wunder dass er so dünn ist.
Einfangen, zum Tierarzt bringen und kastrieren.
Ihn dann in die neue Wohnung mitnehmen, und schauen, ob er es akzeptiert in der Wohnung zu leben.
Du musst ihn mindestens vier bis sechs Wochen drin halten, dann haben sich nach der Kastration die Hormone soweit abgebaut, dass sein Freiheitsdrang nicht mehr so stark sein sollte.
Auch habt ihr in dieser Zeit Gelegenheit, zu gucken, ob er dauerhaft bei dir wohnen möchte.
Er kann sich in dieser Zeit an die neuen Geräusche und Gerüche im neuen Wohnungsrevier gewöhnen
Du kannst ihn in dieser Zeit ja auch ein bisschen aufpäppeln, dass er mal was auf die Rippen kriegt.
Wenn es nicht klappen sollte, ihn nicht an der alten Stelle wieder aussetzen, wenn er dort nicht regelmäßig versorgt wird, sondern entweder im Tierheim abgeben oder eine andere Stelle mit Freigang suchen .
An der alten Stelle ist sein Status durch die Kastration nun niedriger, das würde zu unnötigen Kämpfen mit anderen Katzen dort führen
 
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Lirumlarum

Lirumlarum

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Ich bin mir nicht sicher, ob der Kater sich wirklich 3 1/2 Jahre allein durchgeschlagen hat. Die TE schreibt, dass sie ihn immer wieder gesehen hat und er einen guten Eindruck machte.
Es kann also durchaus sein, dass ihn jemand aufgenommen hat und sich um das Tier gekümmert hat.
Dass er nun dünn erscheint, muss nicht zwangsläufig daran liegen, dass er sich alleine durchschlägt, sondern ggf. auch einfach eine medizinsche Baustelle sein, welche die neuen Besitzer ggf. schon im Auge haben.
Auch das der Kater bei Nachbarn sich füttern lässt, ist nicht sicher ein Zeichen dafür, dass er kein anderes Zuhause hat. Freigänger futtern ja häufig bei Fremden, wenn ihnen denn Futter angeboten wird, obwohl zuhause ein voller Napf wartet.
Laut Beschreibung der TE ist der Kater zudem recht zutraulich und handzahm..was für mich auch ein Indiz sein könnte, dass er nicht verwildert seit über drei Jahren draussen rumstromert.
Ob kastreiert oder nicht, lässt sich so auch nicht beurteilen.

Bevor man den Kater nun also einfängt und versucht in ein neues Leben zu integrieren, würde ich erstmal recherchieren, ob er mittlerweile ein Zuhause hat, wo sich Menschen kümmern und die letzten Jahre für den Kater gesorgt haben.
Sofern sich hier Jemand findet, würde ich abklären, ob der Kater dort dauerhaft und für immer bleiben kann. Wenn ja, würde ich ihn dort belassen.

Sollte sich heraustellen, dass niemand für die Katze die letzten Jahre die Verantwortung übernommen hat, ist es natürlich mehr als angebracht hier endlich mal die Konsequenzen zu übernehmen von medizinscher Versorgung bis hin zu einem Zuhause wo er bleiben kann und versorgt wird.

Aber nun einfach die Katze einsackeln und mitnehmen, nachdem man sich Jahre nicht interrsiert und gekümmert hat ohne Rücksicht zu nehmen, dass es ggf. Menschen gibt, die an den Tier hängen und letzten Jahre das gemacht haben, was eigentlich TE + Vater hätten tun sollen, finde ich nicht ganz den richtigen Weg.

Wichtig ( im Sinne der Katze) ist jetzt erstmal zu klären ob er zuverlässig versorgt wird und einen Platz hat und wenn nicht, dann schnellst möglich eben dafür zu sorgen.
 
ottilie

ottilie

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Guter Einwand
Hatte vergessen zu sagen, dass der Tierarzt einen eventuell vorhandenen Chip auslesen könnte
 
Oma Greti

Oma Greti

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Hallo ihr Lieben,

ich bitte um einen Rat, da ich in einer etwas komplizierten Lage stecke. Ich habe vor 4 Jahren einen Kater bekommen, welcher bei meinem Vater leben sollte. Dieser hat sich um hauptsächlich um ihn gekümmert, weil ich Studiums bedingt, nicht so oft da war. Nach ca. einem halben Jahr ist dann mein Vater in den Urlaub gefahren und hatte die Nachbarn instruiert ihn zu füttern. Leider hat es dem Kater bei den Nachbarn sehr gut gefallen und er schien sichtlich missmutig über das Verreisen meines Vaters und kam nicht mehr. Zunächst dachten wir er sei Weggelaufen oder verstorben, nach einigen Wochen oder Monaten tauchte er dann aber wieder in der Gegend auf und erkannte mich sofort und ging mit mir Spazieren und war sehr zutraulich, ging aber nie mit bis zum Haus meines Vaters. Ich wohnte zu dieser Zeit selbst in einer Wohnung ohne Garten, etwas weiter weg. Deshalb war es mir nicht möglich ihn mitzunehmen, zumal ich davon ausging, dass er eine andere Familie gefunden hatte. Vor ein paar Tagen war ich dann wieder bei meinem Vater und wer tauchte da, nicht weit von dessen Haus auf - der besagte Kater. (Auch in der Zwischenzeit habe ich ihn Öfters mal getroffen, nur nie so nah am Haus meines Vaters und in letzter Zeit sowieso seltener). Auffällig war, dass er gepflegt aussah, jedoch sehr dünn war und scheinbar nicht kastriert. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass er nunmehr von einem anderen Nachbarn gelegentlich gefüttert würde, nicht aber zu ihm gehöre. Es ist damit vermutlich zu folgern, dass der Kater herrenlos ist. Da ich vor Kurzem in eine Wohnung in der Gegend, mit viel Garten und Erdgeschoss gezogen bin, stellt sich nun die Frage, ob wir ihn - da herrenlos und er sich mit mir immer noch zu verstehen scheint - zu uns nehmen sollen.
Wir sind uns allerdings unsicher, ob das wirklich Beste für den Hübschen ist oder wir ihm damit eher schaden, da er 1. Es gewohnt ist keinen Besitzer zu haben, 2. in einen anderen Ort umziehen müsste, wo er vermutlich sehr orientierungslos wäre und 3. Mich sicher auch nicht mehr so gut kennt, es also ein doppelter Umzug für ihn wäre...
Was sagt ihr? ich wäre euch über Antworten sehr dankbar =)!!!!
Mit lieben Grüßen
Lina :)
Ich sichere nur mal eben den Eröffnungstext.
 
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