Jäger töten 11 835 Katzen in NRW - Tierhalter protestieren

Kitana09

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  • #41
Das ist ja wieder ein thema für mich. Ich rege mich allgemein immer über sowas auf das Tiere aussterben oder aus ihrem lebensraum verdrängt werden nur weil wir so gierig sind. Zum thema hier, ganz im ernst die Tiere im wald werden doch weniger weil wir ihnen den raum zum leben nehmen weil mal wieder einpaar neue häuser her müssen. Aber die schuld wird auf die katzen und hunde abgewälzt die ja nun mal von geburt an einen jagt instinkt haben. Wer gibt den menschen/ jägern das recht dazu das alle denken wir sind der nabel der welt? Die Tiere gab es schon lange vor unserer zeit. Wir breiten uns auf der welt immer mehr aus und verdrängen die tiere immer mehr gebt den leuten n och ein paar jahre dann kenn kinder die meisten tiere nur noch aus bücher und werden in echt nie eins zu gesicht bekommen. Ich könnte mich über dieses thema stundenlang aufregen.
:mad::mad::mad::mad:
 
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Tigerlilly94

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  • #42
@ TL: warum muß dann jeder Jäger, der Wild erlegt hat, erst mal beim TA antanzen und ne Fleischprobe machen lassen, bevor er es weiter "verwertet"?? So zumindest habe ich es hier bei meinem TA mitbekommen...

Doch zurück zum Thema: als Argument der Jäger wird ja gerne angeführt, daß Katzen wildern und dies der Grund wäre, warum man sie "mal eben" erschießen kann (unsere Gesetze, wie bereits ausgeführt, lassen dies ja leider zu). Das ist jedoch komplett widerlegt. Es gab eine Studie (die ich leider nicht mehr finde, dann könnte ich hier auch mit Zahlenmaterial dienen:oops::oops::oops:), bei der man bei den erschossenen Katzen den Mageninhalt analysierte. Wie nicht anders zu erwarten, war lediglich bei einem sehr geringen (!!!) Anteil der Katzen Wildtiere, wie z.B. Kaninchen und Vögel, zu finden - der Rest hatte ordinäre Mäuse im Bauch.... Das Fazit der Studie war eigentlich dies, daß Nesträuber (wie z.B. unter anderem Eichhörnchen - mich hat es echt vom Hocker gehauen) eine viel größere Gefahr für die Wildtiere (hier: Vögel) darstellen.... Mal sehen, wenn ich noch den Nerv habe, guck ich heute Mittag danach.
Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, daß in den letzten 30 Jahren lediglich eine (hochschwangere, zugelaufene) Kätzin einmal ein Häschen dahergeschleppt hat - die ganzen Streuner und Hofkatzen (obwohl sie nahe am Wald leben) schafften es gerade mal, kranke (!!) bzw. kleine Vögel zu erwischen.... Dies zum Thema (gerechtfertigte) natürliche Auslese...

Und nochmals provokant gefragt: warum päppeln (wie dieses Jahr aufgrund eisigen Winters geschehen??) die Jäger ihre Rehe auf, um sich dann im Frühjahr über Wildverbiß und "Schädlinge" (= Rehe) zu beklagen, die man selbstverständlich wieder eliminieren muß?? Anstatt einfach den Wolf wieder zu "dulden" und nicht ständig einzugreifen??

Letzte Anmerkung am Rande: ich kenne hier auch einige Jäger, die (zum Glück) sagen: "Eine Katze in meinem Wald? Naaa und?? Die richtet sicher keinen Schaden an!" und bei denen unser Hund im Wald auch mal rennen darf... :)

Fleischhygienegesetz
http://www.vetion.de/gesetze/Gesetzestexte/FlHG.htm
§1 Untersuchungspflicht

(1) Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, andere Paarhufer, Pferde, andere Einhufer, Kaninchen, die als Haustiere gehalten werden, unterliegen, wenn ihr Fleisch zum Genuss für Menschen bestimmt ist, vor und nach der Schlachtung einer amtlichen Untersuchung (Schlachttier-und Fleischuntersuchung); dies gilt entsprechend für Haarwild, das auf andere Weise als durch Erlegen getötet wird. Erlegtes Haarwild unterliegt unbeschadet des Satzes 3 bei gleicher Zweckbestimmung nur der Fleischuntersuchung. Die Schlachttier- und Fleischuntersuchung kann bei Hauskaninchen, die Fleischuntersuchung bei erlegtem Haarwild unterbleiben, wenn keine Merkmale festgestellt werden, die das Fleisch als bedenklich zum Genuss für Menschen erscheinen lassen, und
1. das Fleisch zum eigenen Verbrauch verwendet oder unmittelbar an einzelne natürliche Personen zum eigenen Verbrauch abgegeben wird oder
2. das erlegte Haarwild unmittelbar nach dem Erlegen in geringen Mengen an nahegelegene be- oder verarbeitende Betriebe zur Abgabe an Verbraucher zum Verzehr an Ort und Stelle oder zur Verwendung im eigenen Haushalt geliefert wird.

Fleisch von Hunden, Katzen, anderen hundeartigen und katzenartigen Tieren (Caniden und Feliden) sowie von Affen darf zum Genuss für Menschen nicht gewonnen werden.

(2) Schweine und Einhufer, deren Fleisch zum Genuss für Menschen verwendet werden soll, sind nach der Schlachtung amtlich auch auf Trichinen zu untersuchen. Ferner unterliegen der Untersuchung auf Trichinen nach der Tötung Wildschweine, Bären, Füchse, Sumpfbiber, Dachse und andere fleischfressende Tiere, die Träger von Trichinen sein können, wenn das Fleisch zum Genuss für Menschen verwendet werden soll. Die Untersuchung auf Trichinen ist nicht erforderlich bei Hausschweinen, Einhufern und Sumpfbibern, wenn das Fleisch einer zugelassenen Kältebehandlung unter Aufsicht der zuständigen Behörde unterzogen worden ist.


du verwechselst jäger mit förstern. in der regel beschweren sich letztere, dass es zu wildverbiss kommt, da sie für die bäume verantwortich sind. jägern ist es recht, wenn der bestand recht hoch ist, da dann höhere abschußquoten gesetzt werden, man also auch mehr jagen kann. deshalb peppeln diese die tiere auch auf. zumindest habe ich hier von noch keinem jäger gehört, der das wild zur schädlingsbekämpfung geschossen hat, weil es zu wildverbiss kam
 
Ute

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  • #43
du verwechselst jäger mit förstern. in der regel beschweren sich letztere, dass es zu wildverbiss kommt, da sie für die bäume verantwortich sind. jägern ist es recht, wenn der bestand recht hoch ist, da dann höhere abschußquoten gesetzt werden, man also auch mehr jagen kann. deshalb peppeln diese die tiere auch auf. zumindest habe ich hier von noch keinem jäger gehört, der das wild zur schädlingsbekämpfung geschossen hat, weil es zu wildverbiss kam

Sag ich doch.... und außerdem ist mir der Unterschied zwischen Jägern und Förstern hinlänglich bekannt ;)
 
alisea

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  • #44
@luna: Na toll, sowas nennt man dann wohl den Bock zum Gärtner machen :mad:

Leider ist das gerade auf dem Land immer noch gängige Praxis. Der schlimmste Feind von Veränderung ist das ewige - das war doch schon immer so - und klar, dann muss es auch richtig sein, wenn es schon immer so war.

Manchmal gruselt es mich schon, denn es ist nicht lange her, da wurden auch Menschen in diesem Land umgebracht, wenn sie nicht die richtigen Rassemerkmale hatten oder krank (im Fachjargon 'lebensuntüchtig' oder 'lebensunwert') waren. Offenbar ist dieses Gedankengut nicht tot zu kriegen. :mad:
 
El gatito

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  • #45
Letzte Anmerkung am Rande: ich kenne hier auch einige Jäger, die (zum Glück) sagen: "Eine Katze in meinem Wald? Naaa und?? Die richtet sicher keinen Schaden an!" und bei denen unser Hund im Wald auch mal rennen darf... :)


Solche Jäger würde ich auch gerne kennen:(
Der Kommentar unseres Jagdaufsehers auf den Zeitungsartikel: und noch zu wenig...
Hunde werden von Jägern ja allgemein sehr geschätzt, Katzen werden leider nur als die Ratten des Waldes angesehen:mad:
 
Tigerlilly94

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  • #46
Und nochmals provokant gefragt: warum päppeln (wie dieses Jahr aufgrund eisigen Winters geschehen??) die Jäger ihre Rehe auf, um sich dann im Frühjahr über Wildverbiß und "Schädlinge" (= Rehe) zu beklagen, die man selbstverständlich wieder eliminieren muß?? Anstatt einfach den Wolf wieder zu "dulden" und nicht ständig einzugreifen??

wenn du den unterschied zwischen jägern und förstern kennst, was soll dann dieser post aussagen?

jäger beschweren sich nicht über wildverbiß oder sehen rehe als schädlinge.
 
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  • #47
Manchmal gruselt es mich schon, denn es ist nicht lange her, da wurden auch Menschen in diesem Land umgebracht, wenn sie nicht die richtigen Rassemerkmale hatten oder krank (im Fachjargon 'lebensuntüchtig' oder 'lebensunwert') waren. Offenbar ist dieses Gedankengut nicht tot zu kriegen. :mad:

jetzt mach mal nen punkt. das töten von tieren mit der eutanasie zu vergleichen und damit eigentlich jeden mit den naziverbrechen gleichzusetzen, der jagd befürwortet ist doch echt mal übertrieben. kranke tiere wurden schon getötet als an hitler noch nicht mal zu denken war.

des weiteren hätten wir unsern stand der evolution ohne die jagd heute nicht erreicht (stichwort Jäger und sammler). und wild gehört nun mal zum speiseplan. und bevor man anfängt, diese tiere in gefangenschaft aufzuziehen und dann massentierhaltung draus zu machen finde ich jagd eine bessere methode, da die tiere ihr leben in freiheit verbringen durften
 
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  • #48
natürlich gibt es überall schwarze schafe, aber deshalb muß man nicht alle verurteilen. auch unter tierschützern gibt es welche, die es übertreiben und damit den tieren mehr leid zufügen (animal hording, füttern von streunern, aber keine kastra...).

ich hab seit jahren freigänger, der besser draußenkatzen, und da ist noch keine erschossen worden. bei einem bekannten wurde der hund von einem jäger erschossen, obwohl bekannt war, dass er ihm gehört. das war für ihn ein grund, selbst den jagdschein zu machen, damit die deppen nicht mehr auf seinem grund und boden jagen (er ist landwirt) und als dank dafür sich auch noch an seinen tieren vergreifen. aber ich glaube das ist eine minderheit (vielleicht 1/4, wobei das leider auch zu viele sind).

man kann über das erschießen von tieren seine meinung haben, aber da man versucht, die bestände nicht auszurotten, sondern eben nur einen teil des bestandes tötet, finde ich es ok. das würde ich auch als fair betrachten.

und ich persönlich finde es auch besser für die tiere, dass sie ein freies leben haben und dann durch den schuß schnell sterben. ich finde es nicht verwerflich, wild zu essen. was ist besser daran, wenn ein tier sein leben lang im stall gehalten wird und dann in einem schlachthof stirbt? auch wenn einige hier vegetarier sind profitieren sie am mord an tieren, da ihr tiere die reste bekommen, und bei hochwertigem futter sogar teile, die sonst für den menschen verwertet werden würden.
 
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  • #49
klar ist die anzahl hoch, aber halt den 11.835 die anzahl von 80.000 jägern entgegen, die dem verband in NRW angehören. das bedeutet umgerechnet, das weniger als 1/4 haustiere geschossen hat. und selbst wenn die dunkelziffer doppelt so hoch ist ist es maximal 1/3. sicher wäre estoll, wenn die zahl sich gegen 0 bewegen würde, aber auf alle jäger jetzt zu schimpfen und die jagd verbieten zu wollen ist übertrieben. ich habe die hoffnung, dass die neue generation jäger aufgrund strenger prüfungen und der tatsache, dass sie in einer gesellschaft aufwachsen, in der tierschutz größer geschrieben wird auch verstehen, dass es eben nicht toll ist, wenn man katzen töten, die recht wahrscheinlich einen besitzer haben. und 200m vom ort entfernt ist da die wahrscheinlichkeit recht hoch. jedoch finde ich die praxis bei verwilderten streunern sinnvoll, wenn diese wirklich den bestand bestimmter wildtiere mit gefährden.
 
alisea

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  • #50
Hm, mich habe definitiv einen Förster gekannt, der echt o.k. ist. War der Nachfolger von dem Ballermann, der meinen ersten Kater übrigens keine 50m von unserem Gartenzaun entfernt totgeschossen hat.

Der Mann hat nie eine Katze erschossen oder einen Hund, sondern ziemlich viele Naturschutzprojekte angestossen bzw im Wald Hinweisschilder auf Wildwechsel und Fütterungen usw aufgestellt und darum gebeten, diese zu respektieren, was auch so geschehen ist. Er kannte die Tiere der Anwohner sehr gut und hat öfter verletzte Katzen nach Hause gebracht.

Er hat auch nicht soviele Rehe geschossen wie sein Vorgänger, irgendwie hat er es immer geschafft, die überzähligen an Wildparks usw. loszuwerden. Naja, nicht alle, aber viele.

Er hat mir mal erzählt, als ich ihm seinen Hund zurückgebracht habe, dass ihn sein Vorgänger angezeigt hat, weil er seine Pflichten vernachlässigen würde, aber die Überprüfung des Wildbestandes ergab, dass dieser o.k. war. Es geht also auch anders.
 
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  • #51
sehr schön für dich. aber war der wirklich förster oder jäger. ist nämlich ein unterschied, wobei es auch förster gibt, die jäger sind. förster kümmern sich um das wohl von wald und bäumen. und da haben viele was gegen rehe und so, das die durch wildverbiss schaden anrichten. deshalb sind die dafür, dass der wildbestand recht gering ist, da die dann eben weniger schaden anrichten. Förster sind außerdem meist im staatsdienst. jäger jagen privat in ihrem revier und finden einen größeren wildbestand besser. bei uns jagen die auch meist nicht im wald sondern auf den feldern.
 
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  • #52
Du meinst jetzt nicht ernsthaft, daß "nur" ein 1/4 oder 1/3 eine Zahl ist, auf die man Stolz sein könnte. :eek:Von schwarzen Schafen innerhalb einer Gruppe spricht man im allg. dann, wenn es sich ledigl. um einen sehr kleinen Prozentbruchteil von der Gesamtzahl handelt. Das liegt niemals in dieser von Dir scheinbar tolerierten Menge.

Das Fett markierte hat noch niemand ernsthaft beweisen können. Warum also damit argumentieren?

die zahlen sind sicher recht hoch, aber wenn 2/3 oder 3/4 keine haustiere töten (in der theorie ist übrigens nicht berückrichtigt, dass ein jäger mehrere katzen getötet hat, die zahl könnte also auch geringer sein) finde ich es falsch, auf alle jäger zu schimpfen und das jagen verbieten zu wollen, wenn eben die meisten rücksichtsvoll gegenüber haustieren sind.
 
alisea

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  • #53
jetzt mach mal nen punkt. das töten von tieren mit der eutanasie zu vergleichen und damit eigentlich jeden mit den naziverbrechen gleichzusetzen, der jagd befürwortet ist doch echt mal übertrieben. kranke tiere wurden schon getötet als an hitler noch nicht mal zu denken war.

des weiteren hätten wir unsern stand der evolution ohne die jagd heute nicht erreicht (stichwort Jäger und sammler). und wild gehört nun mal zum speiseplan. und bevor man anfängt, diese tiere in gefangenschaft aufzuziehen und dann massentierhaltung draus zu machen finde ich jagd eine bessere methode, da die tiere ihr leben in freiheit verbringen durften

1. Mein Post bezog sich auf den Post von Luna01 und war auch so gekennzeichnet und nicht allgemein.

2. Sind wir Menschen in unserer Evolution nicht durch Jagen und Sammeln so weit gekommen, sondern durch die Erfindung der Landwirtschaft und da speziell des Ackerbaus. Dass wir soweit kommen konnten verdanken wir übrigens in hohem Masse den Katzen, die so freundlich waren, uns die Mäuse von den Erntefrüchten weg zu halten und ohne die wir nie so weit gekommen wären. Sowas vergisst unsereins nur gern wieder. Alle Hochkulturen (z.B. das alte Ägypten oder Rom) waren auf Landwirtschaft gegründet und es ist kein Zufall, dass die Katze in einem Land, in dem Mal 3 x pro Jahr sein Korn einfahren konnte und das Jahrtausende lang die Kornkammer der Welt war ein heiliges Tier war.

3. Wenn jemand Wild essen will, soll er es essen, ich mag es einfach nicht und ausserdem beisse ich ungern auf Schrot.
 
H

happy1

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  • #54
die zahlen sind sicher recht hoch, aber wenn 2/3 oder 3/4 keine haustiere töten (in der theorie ist übrigens nicht berückrichtigt, dass ein jäger mehrere katzen getötet hat, die zahl könnte also auch geringer sein) finde ich es falsch, auf alle jäger zu schimpfen und das jagen verbieten zu wollen, wenn eben die meisten rücksichtsvoll gegenüber haustieren sind.

Das sehe ich genauso. ;)
 
alisea

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  • #55
sehr schön für dich. aber war der wirklich förster oder jäger. ist nämlich ein unterschied, wobei es auch förster gibt, die jäger sind. förster kümmern sich um das wohl von wald und bäumen. und da haben viele was gegen rehe und so, das die durch wildverbiss schaden anrichten. deshalb sind die dafür, dass der wildbestand recht gering ist, da die dann eben weniger schaden anrichten. Förster sind außerdem meist im staatsdienst. jäger jagen privat in ihrem revier und finden einen größeren wildbestand besser. bei uns jagen die auch meist nicht im wald sondern auf den feldern.

Beide waren Förster und im Staatsdienst. Und der Wildbestand in diesem Wald war und ist hoch. Und für diesen Wald speziell wurden und werden keine Jagdreviere vergeben. Glücklicherweise.
 
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  • #56
2. Sind wir Menschen in unserer Evolution nicht durch Jagen und Sammeln so weit gekommen, sondern durch die Erfindung der Landwirtschaft und da speziell des Ackerbaus. Dass wir soweit kommen konnten verdanken wir übrigens in hohem Masse den Katzen, die so freundlich waren, uns die Mäuse von den Erntefrüchten weg zu halten und ohne die wir nie so weit gekommen wären. Sowas vergisst unsereins nur gern wieder. Alle Hochkulturen (z.B. das alte Ägypten oder Rom) waren auf Landwirtschaft gegründet und es ist kein Zufall, dass die Katze in einem Land, in dem Mal 3 x pro Jahr sein Korn einfahren konnte und das Jahrtausende lang die Kornkammer der Welt war ein heiliges Tier war.

und was kam vor den ackerbauern und viehzüchtern? richtig, jäger und sammler, ist auch ein schritt auf der evolutionsleiter, ohne den wir den nächsten nicht erreicht hätten. also den schritt zum homo sapiens sapiens haben wir nicht den katzen zu verdanken. und auch ackerbau war ohne katzen möglich. sich waren sie in afrika recht zeitig domestiziert, jedoch kamen sie viel später nach nordeuropa, wo man sich vorher wiesel hielt, die auch mäuse fingen.
 
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  • #57
Ja es geht auch anders. Wir haben bewußt nur von Jägern geschrieben und nicht von Förstern. Diese setzen sich eher ganz anders mit der Umwelt, Ihren Zusammenhängen und Auswirkungen auseinander.
Ich stimme Dir darin zu, daß man zu gerne vergißt, warum die Katze in Hochkulturen als heilig verehrt wurde.
@ tigerlilly
Woran macht ein Jäger fest, daß eine Katze verwildert ist?
Daran das sie Jagd? - Das ist jeder Katze angeboren.
Daran daß sie wegläuft? - Auch eine Katze hat einen Fluchtinstinkt.
Daran das er das Tier nicht kennt? - Eine Katze hat eine Revier von bis zu 5 Quadratkilometern. Er kann also nicht alle Katzen kennen, die er vor sich hat.
Und dann eine Grenze von 200m zu ziehen ab der eine Katze abgeschossen werden darf, ist einfach lächerlich bei diesem Aktionsradius.

Wir sind keineswegs grundsätzlich gegen die Jagd. In best. Fällen hat der Mensch dafür selbst schön gesorgt, daß sie notwendig wurde.
Wir sind gegen das unkontrollierte Rumgeballere von selbsternannten Königen der Reviere, die meinen über Leben und Tod entscheiden zu können. Und wenn mir einer erzählen will, daß über 11.000 Katzen in NRW verwildert waren und abgeschossen werden mußten, belohne ich ihn mit einem mitleidigen Lächeln. Jede Katze die erschossen wird, ist eine zuviel.

in dem punkt kann ich dir zustimmen und auch dabei, dass 11000 sicher zu viele sind und unter garantie nicht alle wildernde streuner. und es ist auch klar, dass die unterscheidung zwischen streuner und freigänger auf der jagd sehr schwer ist. das töten von katzen sollte eine absolute ausnahme und nur bei begründetem verdacht sein. und auch wenn die meisten katzen sicher ein großes revier haben ist es nach meiner erfahrung so, dass sie trotz fehlender kastration sich eher im umfeld des menschen aufhalten. und bei einem revier von 5 km² ist eine entfernung von 2 km schon ein anzeichen von streunerei. was nicht bedeutet, dass man die katze dann sofort wegballern soll. meinem vater sind einige katzen im revier sogar ganz recht, da er vordergründig landwirt ist und die eben auch die population von mäusen gering halten, welche sicher mehr schaden machen als ein paar wildernde katzen.
 
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  • #58
Ganz offensichtlich hat der Mensch wohl in manchen Bereichen nichts dazugelernt. Oder wi erklärst Du Dir, daß der Mensch sich zum schlimmsten Raubtier auf unserem Planeten entwickelt hat. Wenn auch mit manchmal viel feineren Methoden als die Evolution sie sich je ausgedacht hat.
Wir sind aber im Jahr 2010. Der Mensch hat Schulen und sollte ein wenig Bildung haben. Und die hat er auch. Mit der Umsetzung klappt es nur nicht so richtig:confused: Sowohl in Einzelfällen wie auch in der Gruppe.
Der Mensch, also auch Deutschlands Jäger, sollte sich endlich auf ein Miteinander mit der Natur besinnen. Ohne sie wird es ihm irgendwann einmal sehr schlecht gehen.

ich bin auch dafür, die natur zu nutzen und sie nicht zu zerstören, jedoch sehe ich nicht, wo das problem bei den jägern genau liegt? gerade die haben kein interesse daran, so viele tiere zu jagen, dass sie aussterben, denn dann ist ja nächstes jahr nix mehr zum jagen da. dafür gibt es abschussquoten, und in die fallen auch wildunfälle mit rein. so kann es vorkommen, dass jäger manchmal nur sehr wenige rehe oder sogar gar keine schießen dürfen, weil zu viele auf der straße erlegt wurden. und da sie den bestand minimieren sind sie auch bestrebt, ihn wieder zu erhöhen wie durch füttern und so. sicher gibt es auch idioten, die sich nicht an die regelungen halten und dann mehr ballern als erlaubt. aber das sind eben wenige.
 
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  • #59
und was kam vor den ackerbauern und viehzüchtern? richtig, jäger und sammler, ist auch ein schritt auf der evolutionsleiter, ohne den wir den nächsten nicht erreicht hätten. also den schritt zum homo sapiens sapiens haben wir nicht den katzen zu verdanken. und auch ackerbau war ohne katzen möglich. sich waren sie in afrika recht zeitig domestiziert, jedoch kamen sie viel später nach nordeuropa, wo man sich vorher wiesel hielt, die auch mäuse fingen.

Wölfe sind Jäger und Eichhörnchen sind Sammler, das unterscheidet uns sicher nicht von den Tieren, sondern erinnert uns an unsere gemeinsamen Wurzeln.

Die alten Ägypter hüteten ihre Wundertiere eifersüchtig und hatten die Ausfuhr von Katzen verboten. Wie das so ist, die anderen haben heftig Schmuggel betrieben - die anderen waren die Phönizier, die ab ca. 3000 v.Chr als eifrige Seefahrer u.a. für die Ägypter arbeiteten und dabei Miezen mitgehen liessen. Diese verbreiteten sich beginnend vom Mittelmeerraum aus in ganz Europa. Die ersten Funde von Katzenknochen bei menschlichen Behausungen in Mitteleuropa datieren ca 2000 v. Chr aus der Nähe von Amsterdam. Natürlich waren sie noch nicht in Mengen verbreitet, im Gegensatz zu den Frettchen. Und klar: sie sahen auch noch ungewohnt aus :eek:

Naja, trotzdem haben unsere Vorfahren schnell mitbekommen, dass die kleinen Spitzohren bessere Mäusejäger sind, sich schneller vermehren und dabei auch noch weniger stinken. Deswegen haben sie die Frettchen schnell verdrängt.
 
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  • #60
wenn du den unterschied zwischen jägern und förstern kennst, was soll dann dieser post aussagen?

jäger beschweren sich nicht über wildverbiß oder sehen rehe als schädlinge.

Boah hallo - ich gebe Barbarossa jetzt wirklich recht. Man sollte mit Dir wirklich nicht diskutieren! Du hast anscheinend (noch) nicht wirklich gelesen (oder willste nicht, oder kannste nicht, oder wo liegt das Problem??? :confused::confused::confused:), was ich sagen wollte: Daß sich nämlich Jäger wirklich jedes Argument zueigen machen, um abzuschießen, was ihnen vor die Flinte kommt! War daaaaas den so schwierig zu verstehen??? Gut, jetzt komm ich mal wieder runter - es reicht halt soweit, wie der Horizont mal eben reicht, bei manchen eben nicht über den Tellerrand hinaus :rolleyes:
 
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