Zuviel TA - gibts das?

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
D

DaisyPuppe

Gast
Ich würde gern mal wissen, ob ich es übertreibe oder wie ihr an meiner Stelle gehandelt hättet.
Mein CNI-chen (13 Jahre alt) hatte ein mieses Wochenende hinter sich. Erbrechen nach dem Fressen, Erbrechen auf leeren Magen, Durchfall - ansonsten normales Verhalten - kein Zurückziehen, Aufforderung zum Spielen, kuscheln - alles wie immer. Nachdem sie sich am Sonntag vier Mal hintereinander übergeben hat hab ich hysterisch bei der VetMed angerufen. Dort meinte man, wenn sie nicht apathisch rumliegt - könne ich bis Montag früh warten und dann zum TA gehen.
Um es kurz zu machen: geriatrisches Blutbild (zu viele weiße Blutkörperchen - Entzündung im Körper), 3 x Infusionen, Vitamin B, Magenschutz - Tropfen gegen Übelkeit, Ultraschall (alles super - u.a. keine Veränderung bei den Nieren).
Am Ende: Behandlung mit Kortison (eine halbe Tablette am Tag - danach reduzieren auf ein Viertel - langsam ausschleichen).
Der "Spass" hat meine Maus Nerven und mich 500 Euro gekostet. Bitte nicht falsch verstehen - für mich ist sie unbezahlbar - aber gibt es eine Möglichkeit selbst - ernst von harmlos - zu unterscheiden ohne dabei nur Symptome zu behandeln? Wie handhabt ihr das?
 
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Miss_Katie

Miss_Katie

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Hm, ich handhabe es nach Bauchgefühl, Erfahrung und medizinischen Kenntnissen, wobei die nur begrenzt auf Katzen anwendbar sind.

Da das mit der Erfahrung nach knapp 10 Monaten Katzenhaltung "so eine Sache ist", habe ich auch schon 4x beim tierärztlichen Notdienst angerufen, weil ich nicht wusste, ob ich zuwarten kann oder die Katze sofort beim Tierarzt vorstellen soll.

Als Snow vor Kurzem krank war, habe ich, weil sie zwar wenig gefressen, sich sonst aber fast die ganze Zeit normal verhalten hat, zu lange mit dem Besuch beim Tierarzt gewartet (ich bin zum TA, als Snow nur noch herumlag und nicht mehr spielen wollte, davor dachte ich nur an eine besonders schlimme Mäkelphase).

Ich denke: du kennst deine Katze. Wenn du merkst, dass sie deutlich anders ist als sonst, macht es durchaus Sinn, zum Tierarzt zu fahren, auch wenn sie kein hohes Fieber hat oder völlig apathisch ist. Katzen zeigen ja keine Schmerzen bzw. lassen sich möglichst wenig anmerken, wenn sie es irgendwie vermeiden können, und lassen sich lange nichts anmerken. Deshalb sollten meiner Meinung nach gerade "wir" Katzenbesitzer von chronisch kranken Katzen einerseits eine besondere Sensibilität für Verhaltensänderungen, die auf Schmerzen oder eine Verschlimmerung der Erkrankung hinweisen, entwickeln. Und andererseits vielleicht besser einmal mehr als einmal zu wenig/zu spät zum Tierarzt gehen.
 

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