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Alt 07.03.2008, 18:41   #1 (permalink)
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Standard Struvitchen Felix

Für die, die Felix noch nicht kennen, nochmal eine kurze Zusammenfassung der Vorgeschichte:
Im September letzten Jahres Harnröhrenverstopfung mit Blasenentzündung, Felix mußte katheterisiert werden und es wurde erstmals Struvit diagnostiziert - da war er noch nicht mal 2 Jahre alt! Felix war radikaler Trofu-Junkie, der zwar hochwertig ernährt wurde (Felidae und Orijen), aber eben nur Trofu. Nach 3 Wochen Antibiotika war die Entzündung abgeklungen, aber das Struvitproblem leider nicht... Ich hatte vieles ausprobiert, und die abgegebenen Urinproben schwankten immer zwischen "alles voller Struvit" und "völlig struvitfrei", scheinbar ohne Zusammenhang. Ich probierte es erst mit Royal Canin Trofu, was Felix erst struvitfrei machte, dann aber zum Rückfall führte. Dann komplette Umstellung auf Nafu, teils Diät-, teils normales Nafu. Dazu 1-2 Guardacid. Ebenfalls erst Struvitfreiheit, bei der nächsten Kontrolle Rückfall, was aber auch meine Schuld war, da ich den pH-Wert nur selten kontrollierte. Das gestaltete sich beim Sitzpinkler Felix nämlich als sehr schwer - Kelle drunter ging nicht, Folie drüber wurde verbuddelt, leeres Klo fand er grauenvoll, weil er dann nasse Füßchen bekam Und das Spezialstreu wird zwar nach stundenlangem Anhalten widerwillig benutzt, ist aber extrem aufwendig zu verwenden (jedesmal komplette Füllung auswaschen und stundenlang trocknen lassen). Danach habe ich im Januar auf komplettes Diät-Nafu umgestellt und seitdem erstmal so beibehalten.
Heute war wieder Urinuntersuchung, Felix weiterhin struvitfrei Hatte schon mit dem schlimmsten gerechnet, weil da so eine Trübung drin war. Diesmal hat zwar eine andere TÄ die Probe untersucht (sonst macht es immer der Kollege), aber ich denke, sie wird schon wissen, wie das geht pH-Wert war heute morgen 6,5, damit bin ich auch ganz zufrieden!
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Man kann ohne Katzen leben, aber es lohnt sich nicht!

Die Menschheit läßt sich grob in zwei Gruppen einteilen: In Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte. Francesco Petrarca

Geändert von Alannah (07.03.2008 um 18:46 Uhr)
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Alt 07.03.2008, 18:53   #2 (permalink)
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Hi Alannah,

so ist auch Felix ein bisschen ein 'Opfer' der der zurückhaltenden und unverständlichen Anweisungen der TÄ bei der Diagnose 'Struvit'

Nicht immer ist ein auffällig gewordenes Kätzchen fürs ganze Leben mit Struvit geplagt, doch die Zahl derer, bei denen es tatsächlich nur eine temporäre Entgleisung war, kann man sicher an einer Hand abzählen.

Die meisten Miezen werden mit diesem Leiden leben müssen und wie gut oder schlecht dieses Leben sein wird, hängt von dem Wissen und der Informationsfreudigkeit der Ärzte ab, und dann erst kann man als Katzenbesitzer richtig reagieren und behandeln, die Lebensdiät fürs Fellnäschen aufstellen und durchführen.

Ich freu mich, daß es bei Dir und Deinem Felix nun recht ordentlich 'im Griff' zu sein scheint, wenn man auch nie vor Überraschungen sicher sein kann. Solange die Ursache von dieser permanenten Stoffwechselentgleisung nicht kennt, wird man immer nur die Symptome bekämpfen können, sprich den ph in einem Wertbereich halten, der die Ausfällung der Kristalle weitestgehend unterbindet.

Jetzt reich ich Dir erst noch die Hand zum 'Herzlich willkommen hier' rüber, und Mariechen pfotelt das zu Felix.

Zugvogel
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Alt 07.03.2008, 19:10   #3 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Zugvogel Beitrag anzeigen
so ist auch Felix ein bisschen ein 'Opfer' der der zurückhaltenden und unverständlichen Anweisungen der TÄ bei der Diagnose 'Struvit'
Ja, das würde ich schon sagen! Das Experiment RC Trofu am Anfang hätte man z.B. gleich weglassen können. TA hielt zwar Nafu für besser, aber als ich meinte, Felix frißt nur Trofu, war das Diät-Trofu für ihn auch ok. Außerdem gab es mehrmals Mißverständnisse, weil er mir nicht alles genau erklärte, so daß ich es richtig verstand. Und von Guardacid hält er anscheinend nicht viel, ohne mir erklärt zu haben wieso. Ich kann nur heilfroh sein, daß Felix die Experimente nicht mit Harnröhrenverschlüssen quittierte

Zitat:
Nicht immer ist ein auffällig gewordenes Kätzchen fürs ganze Leben mit Struvit geplagt, doch die Zahl derer, bei denen es tatsächlich nur eine temporäre Entgleisung war, kann man sicher an einer Hand abzählen.
Ja, das fürchte ich auch! Felix fällt ja voll in die Risikogruppe. Vielleicht ändert sich später mal etwas in einer großen Wohnung, viel Bewegung, gesicherter Freigang mit einem Spielkameraden. Aber darauf kann ich mich ja nicht verlassen.

Zitat:
Ich freu mich, daß es bei Dir und Deinem Felix nun recht ordentlich 'im Griff' zu sein scheint, wenn man auch nie vor Überraschungen sicher sein kann. Solange die Ursache von dieser permanenten Stoffwechselentgleisung nicht kennt, wird man immer nur die Symptome bekämpfen können, sprich den ph in einem Wertbereich halten, der die Ausfällung der Kristalle weitestgehend unterbindet.
Ja, ich werde auch weiterhin Proben abgeben. Gerade bei Felix' starken Schwankungen weiß man ja leider nie, woran man ist. Das Diät-Nafu soll auch keine Dauerlösung bleiben, das kann ich mir eigentlich nur als Einzelkatzenhalter leisten Aber ich möchte es mal eine zeitlang stabil halten, und dann kann ich immer noch vorsichtig was anderes ausprobieren!

Zitat:
Jetzt reich ich Dir erst noch die Hand zum 'Herzlich willkommen hier' rüber, und Mariechen pfotelt das zu Felix.
Danke, Felix pfotelt zurück
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Alt 07.03.2008, 19:22   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Zugvogel Beitrag anzeigen
Hi Alannah,

so ist auch Felix ein bisschen ein 'Opfer' der der zurückhaltenden und unverständlichen Anweisungen der TÄ bei der Diagnose 'Struvit'

Nicht immer ist ein auffällig gewordenes Kätzchen fürs ganze Leben mit Struvit geplagt, doch die Zahl derer, bei denen es tatsächlich nur eine temporäre Entgleisung war, kann man sicher an einer Hand abzählen.

Die meisten Miezen werden mit diesem Leiden leben müssen und wie gut oder schlecht dieses Leben sein wird, hängt von dem Wissen und der Informationsfreudigkeit der Ärzte ab, und dann erst kann man als Katzenbesitzer richtig reagieren und behandeln, die Lebensdiät fürs Fellnäschen aufstellen und durchführen.

Lieber Zugvogel,

auch wir - das heißt mein Kater Laxi und ich - mußten die Erfahrung mit den TÄ, die nicht Bescheid wissen, machen.

Dafür gehört mein Laxi zu der Gruppe, die heute - kontrolliert zwar - struvit- und tablettenfrei ihr Leben genießen. Glückliche, die ich bin


Ich drücke euch die Daumen, daß eure Struvitchen ihren Weg gut meistern, ihre Lebensqualität erhalten bleibt und ihr nicht allzu viele Sorgen damit habt.

Liebe Grüße

Tinna
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Liebe Grüße
Tinna
Stolze Patin von Tasmo´s Motti Jack *herz*

Hier sind die Notfellchen der Maine-Coon-Hilfe...aktualisiert am 18.11.2008... Siria und Willow suchen noch ein Zuhause
Von hier kommt Pinu'u und die Pattex-Babys Sindri und Tyra: Coonbold
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Alt 11.03.2008, 08:44   #5 (permalink)
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Mir ist noch eine Frage eingefallen: Was ist denn für die Blase am besten, wann sie gewässert wird: Vormittags, nachmittags, abends/frühmorgens? Da ich im Moment alles ziemlich durcheinander zum Fressen gebe, möchte ich mal ein bißchen Regelmäßigkeit reinbringen. Also nicht ein Tag nur Animonda, den nächsten nur Kattovit oder so. Ich dachte an eine halbe Dose Kattovit am Tag (das sind ca. 85g) und eine Dose anderes Futter (ca. 100g). Felix frißt ja nicht viel Nafu, da habe ich bisher immer eine Dose gegeben, bis sie aufgefressen war, weil ich nur eine geöffnet haben wollte. Die Frage ist jetzt, wann ich das gewässerte Kattovit am besten gebe. Felix ist ein Häppchenfresser, der eigentlich immer was im Napf hat und so 6-8mal täglich rangeht. Das möchte ich eigentlich so beibehalten, da ich gelesen habe, daß das für Struvitkatzen besser sei (pH-Wert steigt dann zwar öfters an, aber insgesamt weniger stark). Das andere Futter kann ich leider kaum wässern, maximal 2 TL pro ca. 50g Futter. Selbst da verweigert er manchmal schon. Nur beim Kattovit klappt das Wässern toll. Hat jemand eine Idee, wann das Wässern der Blase wohl am besten ist?
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Alt 11.03.2008, 12:08   #6 (permalink)
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Wann man am besten wässert, weiß ich nicht.
Ich wässere generell das Nassfutter, aber ich weiß, wie heikel die Miezen sein können. Nach sehr langer Zeit bin ich bei zwei Esslöffel Wasser angelangt, manchmal darf's auch etwas mehr sein - die Extraportion geht aber nur in Verbindung mit einem Hauch Vitaminflocken.
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Alt 11.03.2008, 17:38   #7 (permalink)
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Ich stelle mir morgens ein Glas mit abgemessen 100 ml Wasser hin, das ist die zusätzliche Tagesration die übern Tag verteilt ins Futter kommt.

Was tropfenweise angefangen wurde, ist mittlerweile so weit, daß an manchen Tagen diese 100 ml nicht ausreichen. Mariechen mag jetzt die gewürzte Katzensuppe und pischert auch dementsprechend.
Nach wie vor wird jedes andere Wasser strikt abgelehnt.

Und trotzdem ist irgendwas bei Mariechen nicht ok, wenn ich nur wüßte, was es ist: selbst mit Höchtsdosis von Guradacid (2 X 3 täglich im Abstand von ca 12 Std) ist der ph immer hart an der oberen Grenze.
Urin wird mindestens 1 X pro Monat analysiert auf ph, Kristalle, Infektion, Bilirubin; die Messung wird mit Combur gemacht und kostet ca 4,50 €, Ergebnis wird mir immer am Folgetag per Tel mitgeteilt.

Etwa Anfang April werde ich mich nach allen 'beteiligten' Seiten erkundigen, wo der Fehler liegt in der Ernährung, Futterzeit...

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Alt 11.03.2008, 19:05   #8 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Zugvogel Beitrag anzeigen
Ich stelle mir morgens ein Glas mit abgemessen 100 ml Wasser hin, das ist die zusätzliche Tagesration die übern Tag verteilt ins Futter kommt.
Ja, das ist eine gute Idee! Bei mir schwankt das ja immer je nach Futter. Ich bin so froh, daß ich seit 1 Woche nun auch Kattovit geben kann, da das das einzige ist, was ich richtig gut wässern kann! Und das merke ich endlich auch an den Klumpen im Klo! Felix verweigert seit der Nafu-Fütterung auch das Trinken, was aber zuerst nicht an Größe oder Zahl der Klumpen änderte. Das hat sich erst mit Kattovit geändert. Klappt bei mir übrigens am besten mit einigen Trofustücken drauf, weil Felix da unbedingt ran möchte und alles aufschlabbert

Zitat:
Und trotzdem ist irgendwas bei Mariechen nicht ok, wenn ich nur wüßte, was es ist: selbst mit Höchtsdosis von Guradacid (2 X 3 täglich im Abstand von ca 12 Std) ist der ph immer hart an der oberen Grenze.
Urin wird mindestens 1 X pro Monat analysiert auf ph, Kristalle, Infektion, Bilirubin; die Messung wird mit Combur gemacht und kostet ca 4,50 €, Ergebnis wird mir immer am Folgetag per Tel mitgeteilt.
Etwa Anfang April werde ich mich nach allen 'beteiligten' Seiten erkundigen, wo der Fehler liegt in der Ernährung, Futterzeit...
Hm, wie ist denn das Ergebnis der Urinproben immer? Falls kein Struvit gefunden wird: Ist der relativ hohe pH-Wert denn eigentlich so schlimm? Es ist ja irgendwo auch eine Stoffwechselerkrankung, wobei die Katzen ja ganz unterschiedlich auf einen hohen pH-Wert reagieren. Und es spielen ja noch andere Faktoren eine Rolle. Ehrlich gesagt würde ich mich bei Struvitfreiheit mit einem hohen pH-Wert viel wohler fühlen als bei einem niedrigen, wo Oxalatgefahr droht. Ich glaube, ich würde es nicht an der Zahl festmachen! Ziel ist, die Katzen struvitfrei zu kriegen, der pH-Wert ist dabei nur ein Hilfsmittel, der auch noch je nach Katze schwanken kann.
Falls Struvit gefunden wird, ist es natürlich was anderes, da würde ich auch versuchen, den pH-Wert zu senken!

Zahlst du tatsächlich nur 4,50€?? Wenn du das Ergebnis am nächsten Tag erhältst, wird die Probe sicher eingeschickt? Ich zahle für eine Untersuchung beim TA 17€!

Gruß
Alannah
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Alt 14.04.2008, 18:15   #9 (permalink)
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Ich mach mir grad mal wieder Sorgen, ich hab heute die Gelegenheit zum pH-Wert-Messen genutzt. Diesmal war es ein Wert zwischen 5,5 und 6,0 Das ist doch ziemlich niedrig und schon oxalatgefährlich, oder? Bisher hatte ich noch nie einen Wert unter 6,5, liegt wohl an der neuen Methode mit Kattovit und viel wässern. Vermutlich ist es ein Nüchternwert, aber trotzdem zu niedrig, oder? Habe zum Ausgleich schnell mal Sheba gegeben Ich werde diese Woche mal eine Probe beim TA abgeben und fragen. Soll ich vielleicht mal die Blase wegen Oxalat schallen lassen?
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Alt 14.04.2008, 18:44   #10 (permalink)
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Ui, so niedrig lagen wir noch nie, noch nicht mal in der Auflösungsphase.
Ich weiß auch nicht, inwiefern es evtl. an verschiedenen Diätfutterarten liegen könnte und wie weit die unterschiedlichen Ansäuerungsraten der einzelnen Nafu eine Rolle spielen. Dass es am Wässern allein liegt, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, weil bei Armani der Wert relativ gleichbleibend ist.

Hast Du denn einen konkreten Verdacht, dass er Kristalle, evtl. Oxalate hat?
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Liebe Grüße,
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