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Züchterbereich Hier können sich etablierte und angehende Züchter austauschen

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Alt 11.07.2019, 13:45
  #46
nicker
ruritanische Hofberichterstattung
 
nicker
 
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Zitat:
Zitat von Moment-a Beitrag anzeigen
Liegt vielleicht am Züchterbereich, wo ich nicht hingehöre.
Es zwingt dich ja niemand, hier zu schreiben, wenn du dich im Züchterbereich nicht "zugehörig" fühlst.

Allerdings finde ich gerade bei Herzerkrankungen, dass Allgemeinmediziner im Vet-Bereich gar nicht so häufig auf etwas mit dem Herzen tippen, wenn das Katz schlicht kurzatmig erscheint oder relativ häufig hustet. Und nicht einmal mein wirklich guter und gewissenhafter Haus-TA hatte bei Moody die Anzeichen für die Mitralklappeninsuffizienz erkannt, die sodann anlässlich der Blutspende im vergangenen Jahr (für Mercy) in der TK Düppel diagnostiziert worden war.

Nach meiner Beobachtung ist bei dem Thema "herzgesunde Katze" - egal von welcher Herkunft! - doch noch viel Luft nach oben.
__________________
LG
tini & das Ori-Konzert

Handicats: sie sind nicht perfekt, aber glücklich!
(c) handicapkatzen.info
nicker ist offline  
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Alt 11.07.2019, 13:56
  #47
Moment-a
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Moment-a
 
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Zitat:
Zitat von nicker Beitrag anzeigen
Es zwingt dich ja niemand, hier zu schreiben, wenn du dich im Züchterbereich nicht "zugehörig" fühlst.
Danke...ich lerne heute dazu

Zitat:
Allerdings finde ich gerade bei Herzerkrankungen, dass Allgemeinmediziner im Vet-Bereich gar nicht so häufig auf etwas mit dem Herzen tippen, wenn das Katz schlicht kurzatmig erscheint oder relativ häufig hustet.
Und genau solche Symptome werden untersucht und behandelt, unabhängig davon ob man die Vorfahren kennt oder nicht.
Ich weiß nicht (aber Du sicher... ) ob diese Erkrankung ausschließlich durch genetische Veranlangung entsteht oder ob eine Katze es trotz gesunder Eltern bekommen kann.

Was passiert dann mit dem Ergebnis? Wenn man davon ausgeht, dass es sich um gesunde und vollumfänglich durchgecheckte Katzeneltern handelt, was macht man dann mit diesem Ergebnis?
Ist es ein Einzelfall oder sollen dann die Katzeneltern aus der Zucht genommen werden, weil ein Nachkomme irgendwann krank geworden ist?
__________________
Viele Grüße
Claudia
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Alt 11.07.2019, 14:01
  #48
saurier
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saurier
 
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Super Erklärung, nicker

Zitat:
Zitat von Moment-a Beitrag anzeigen
[...] Aber darum ging es nicht.
Du wünscht Dir, dass gewisse Dinge weiter erforscht werden, damit man Erkrankung vorab ausschließen kann. [...]
Oder besser behandeln, wenn sie erkannt ist, so dass sie nicht zwangsläufig erst dann erkannt wird, wenn es zu spät ist. Bei vielem lässt sich das Tier ja heutzutage ganz gut medikamentös einstellen, früher waren solche Erkrankungen oft eben das Todesurteil oder eine Zeit den unerkannten Leidens.

Zitat:
Zitat von Moment-a Beitrag anzeigen
[...] Diese Untersuchungen und Ergebnisse kann man dann in der Zucht verwenden, aber nicht auf die Hauskatzen übertragen, weil die Verpaarungen "nicht gezielt ausgewählt werden" (harmlose Umschreibung von Vermehrung jeglicher Art) [...]
Aber die Erkrankungen an sich können doch vielleicht viel schneller erkannt und dann - im besten Fall, falls dies möglich ist - geheilt oder eben behandelt werden.

Zitat:
Zitat von Moment-a Beitrag anzeigen
[...] Ich denke schon, dass man einen gewissen Anteil an Gesundheit planen kann, aber eben nicht alles. Organerkrankungen müssen nicht erbbedingt sein, manche Katzen altern schneller, andere nicht, manche Organe arbeiten länger, andere nicht.
Das ist Natur.
Wo habe ich dem widersprochen bzw. wo widerspricht das meinem Anliegen?


Zitat:
Zitat von Moment-a Beitrag anzeigen
[...] Da man bei den meisten Hauskatzen/Tierschutzkatzen die Vorfahren nicht kennt, ist die ganze Genetik für diese Tiere hinfällig. Sie sind krank und müssen behandelt werden. Fertig. [...]
Und das kann man natürlich nicht besser, wenn man mehr über diese Krankheiten weiß, wenn man sie schneller erkennen und behandeln kann?

Zitat:
Zitat von Moment-a Beitrag anzeigen
[...] Und ich denke auch nicht, dass die TÄ ihr Wissen nur durch die Genetik, Diagnostik etc durch die Rassekatzen zu ihrem Wissen gelangen. Eine Katze ist erst mal eine Katze. Eine Organerkrankung ist eine Organerkrankung. [...]
Wo hat das jemand behauptet?

Zitat:
Zitat von Moment-a Beitrag anzeigen
[...] Ich gebe zu, dass ich das Thema nicht so groß sehe, wie Ihr. [...]
Darfst du.

Zitat:
Zitat von Moment-a Beitrag anzeigen
[...]Liegt vielleicht am Züchterbereich, wo ich nicht hingehöre.
Du schreibst doch freiwillig hier.
__________________


und Dosenöffner saurier (aller Rechtschreibung zum Trotz kleingeschrieben) .
Alle von mir eingestellten Bilder und Texte sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie die hierzu geltenden gesetzlichen Bestimmungen, vielen Dank.

Geändert von saurier (11.07.2019 um 14:05 Uhr) Grund: Satz entfernt
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Alt 11.07.2019, 14:04
  #49
saurier
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saurier
 
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Zitat:
Zitat von Moment-a Beitrag anzeigen
[...] Ich weiß nicht (aber Du sicher... ) ob diese Erkrankung ausschließlich durch genetische Veranlangung entsteht oder ob eine Katze es trotz gesunder Eltern bekommen kann. [...]
Hast du die Posts in diesem Thread eigentlich gelesen? Bei der Frage kommen mir Zweifel, das war doch schon Thema.

Zitat:
Zitat von Moment-a Beitrag anzeigen
[...] Was passiert dann mit dem Ergebnis? Wenn man davon ausgeht, dass es sich um gesunde und vollumfänglich durchgecheckte Katzeneltern handelt, was macht man dann mit diesem Ergebnis?
Ist es ein Einzelfall oder sollen dann die Katzeneltern aus der Zucht genommen werden, weil ein Nachkomme irgendwann krank geworden ist?
Das kommt auf die Schwere der Krankheit, die Vererbung, den Zeitpunkt der Erkenntnis und viele andere Faktoren an. EINE Obduktion bringt sicher nichts...
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Alt 11.07.2019, 14:10
  #50
A (nett)
Himbeertoni
 
A (nett)
 
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Ich wünsche mir weder Erkrankungen für mich noch für meine Tiere (wobei ich davon ausgehe, dass Du das damit auch nicht sagen wolltest).

Ich nehme das Leben "einfach" wie es ist - auch inkl. diverser Unwägbarkeiten .
Hab ich ein Leben lang gesunde Tiere freue ich mich; bringen die Tiere Erkrankungen mit und/oder erwerben Sie im Laufe ihres Lebens versuche ich das beste draus zu machen.
Das nennt man Leben.

Ich will jetzt hier keine philospohische Diskussion anzetteln...aber einfach mal mit nur von 12:00 bis Mittag denken und argumentieren...damit ist es bei dem Thema nicht getan!

Bsp.-weise Krebs (egal ob erworben oder vererbte Veranlagung zu Krebs).
Krebs ist für mich eine Form von Regulation der Natur und ihrer Ressourcen (bitte jetzt nicht alle Betroffenen aus dem Schlüpfer springen; ich habe selbst erst 2017 eine gute Freundin an Leukämie verloren und werde in absehbarer Zeit meine beste Freundin an Darmkrebs verlieren).
Natürlich ist es für die Betroffenen im engesten und auch im weiteren Sinne ganz wunderbar, wenn man JEDE Krankheit , egal ob Krebs, HIV, etc. iwann heilen kann; aber was bedeutet das denn im Umkehrschluss:
Alle werden biblisch alt und die Welt/Natur platzt aus allen Nähten.
Man muss bei seinen frommen Wünschen zu einem möglichst langem Leben bei bester Gesundheit auch mal über den Tellerrand blicken können und sich über die Konsequenzen Gedanken machen.
Es sei denn: ein langes und gesundes (Katzen)-Leben ist als elitäres Privileg (von Zuchtieren) gedacht.

Was bringt es mir (oder der Welt) wenn ich bsp.-weise meinen Großen und Herzenskater Nepomuk obduzieren lassen würde?
Er hat eine pPAS (periphere Pulmonalaterienstenose) die nicht behandelbar ist - weil extrem selten.
Sie kann angeboren oder durch RF (Raumforderung) erworben sein.
Bei einem Rassetier würde es möglichweise eine Rolle spielen, wenn es eine angeborene (und damit vererbte) Erkrankung ist um den Vererber mit dem "schlechten" Erbmaterial aus der Zucht zu nehmen. Genau das meine ich im übrigen mit designt!

Ich hatte tatsächlich bei Hummel mal kurz mit dem Gedanken einer Obduktion gespielt; da mein Mädchen aus dem Versuch kam und viel zu jung an einer Proteinverlustnephropathie und einer Glomerulonephritis verstorben ist.
Die Frage stand im Raum, ob ihre Erkrankungen angeboren oder durch die Tierversuche erworben waren.
Aber hätte es iwas bewirkt, wenn ich sie hätte ausschlachten lassen im Sinne von: würden deswegen die Tierversuche mit exogene angewandten Parasitenmitteln aufhören: NEIN.

Abgesehen davon bin ich jemand, der durchaus daran glaubt, dass man dem Körper eines Lebewesens eine gewisse Totenruhe gönnen sollte.

Du hast meine Frage im Grund beantwortet und zwar genauso, wie ich es erwartet hatte; nämlich mit einem entschiedenen vielleicht bzw. mit JAIN und damit für mich deine Argumente selbst ein Stück weit ad absurdum geführt.
Solange nicht zweifelsfrei festegestellt werden kann, ob es eine vererbte oder erworbene Erkrankung ist die zum Tode geführt hat, ist die Obduktion überflüssiger als ein Kropf (für Züchter und die Betroffenen).

Und nochmals NEIN, mit dem Thema Genetik werde ich mich nicht beschäftigen, weil ich die Natur so wie sie vom Grundsatz her ist für gut befinde und keine Notwendigkeit sehe dort einzugreifen.
Den Rest kann man hier nachlesen:
https://www.tierrechte.de/2018/07/10...uch-und-segen/
__________________
A (nett), Frohnatur Nepomuk *12.10.12, Labori Bini (Korbinian) *14.07.14, KasiHasi *05_2015 und für immer im Herzen Sternchen Cocsi*30.03.1997 + 06.06.2012 und Pümi *04.06.1997 + 17.04.2015, Hummi *12.02.2010 + 19.01.17

Aufgemerkt: Gefahr von wechselnden Avatarbildern
Schade, dass man manchen Leuten nicht auf s Profil kotzen kann!


Geändert von A (nett) (11.07.2019 um 14:42 Uhr)
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Alt 11.07.2019, 14:14
  #51
Moment-a
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Zitat:
Zitat von saurier Beitrag anzeigen
Das kommt auf die Schwere der Krankheit, die Vererbung, den Zeitpunkt der Erkenntnis und viele andere Faktoren an. EINE Obduktion bringt sicher nichts...
saurier, wir sind schon ähnlicher Meinung und ich denke auch nicht, dass man jetzt alles kleinteilig zerpflücken muss.

So einfach ist die Frage also nicht zu beantworten, was man mit dem Ergebnis macht.
Es kommt auf viele Faktoren an. Und wenn man dann zugrundelegt, dass man nur mit Rassekatzen, deren Vorfahren man kennt, eine Untersuchung/Obduktion machen kann, dann wird diese ganze Statistik, Grundlagenforschung schwierig, weil viele ihre Katze nicht obduzieren lassen.

Es wird also dann nur ein geringer Teil der Besitzer bei der Ursachenforschung teilnehmen und dann auch noch querbeet durch alle Katzenrassen, die alle eigene rassetypische Erkrankungen haben.
Wenn es trotzdem gelingt und umsetzbar ist, dann wäre es sicher irgendwann hilfreich.
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Alt 11.07.2019, 14:26
  #52
Gnocchilli
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Ich habe zuvor noch nie über dieses Thema nachgedacht aber finde es ebenfalls sehr wichtig.

Aus beruflichen Gründen wäre ich immer für eine Obduktion. Aber eben nicht nur bei unbekannter Todesursache.

Wie schon erwähnt, braucht man für die Forschung "positives Material" um daraus zB Tests entwickeln zu können. Für viele Forschungen werden Tiere mit Absicht infiziert, um dann bei der Obduktion zu sehen, was wirklich passiert ist. Dadurch können mitunter Gentests etabliert werden, mit denen man zukünftig auch am lebenden Tier diverse Krankheiten diagnostizieren kann. Das geht eben aber auch nur, wenn Proben vorhanden sind.

Ich bin mir bei dem ganzen nur noch nicht so sicher, ob die Gewebe etc. dann nachträglich auch für so etwas verwendet werden bzw. verwendet werden dürfen. In der Forschung muss ja nun mal leider alles harten Richtlinien folgen, bevor iwann ein Medi oder eine Testmethode auch zugelassen wird. Es wird bald so schlimm sein, wie in der Humanforschung *kopfschüttel*


EDIT: Ich finde es nicht wichtig, dass sie immer länger leben. Aber es frühzeitig zu erkennen verschafft dem Mietzekätzchen evtl. ein angenehmeres Leben, auch wenn es nicht unbedingt länger lebt.
Und ich finde es ungerecht, wenn Menschen immer länger leben dürften, und die Tiere nicht
__________________

Mein Herz gehört euch

Ich trage dich in meinem Herzen, da bleibst du für immer, mein Popcorn.

Geändert von Gnocchilli (11.07.2019 um 14:33 Uhr)
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Alt 11.07.2019, 15:05
  #53
A (nett)
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Zitat:
Zitat von saurier Beitrag anzeigen
Super Erklärung, nicker


???
Was hat denn die "Super" Erklärung , dass Allgemeinmediziner im Vet-Bereich eine Herzerkrankung oftmals nicht erkennen, selbst wenn sie ihnen ins Gesicht springt mit der Notwendigkeit einer Oduktion zu tun?
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Alt 11.07.2019, 16:21
  #54
nicker
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Zitat:
Zitat von A (nett) Beitrag anzeigen

Ich hatte tatsächlich bei Hummel mal kurz mit dem Gedanken einer Obduktion gespielt; da mein Mädchen aus dem Versuch kam und viel zu jung an einer Proteinverlustnephropathie und einer Glomerulonephritis verstorben ist.
Die Frage stand im Raum, ob ihre Erkrankungen angeboren oder durch die Tierversuche erworben waren.
Aber hätte es iwas bewirkt, wenn ich sie hätte ausschlachten lassen im Sinne von: würden deswegen die Tierversuche mit exogene angewandten Parasitenmitteln aufhören: NEIN.
Wenn dein Hummelchen im Laborversuch für die Verträglichkeit usw. von Parasitenmitteln eingesetzt worden war, bevor sie von dir adoptiert wurde, Anett, hätte ich persönlich mir die Frage gestellt, ob denn nicht auch die potentiellen Langzeitfolgen so einer Medikation für die Forschung von Interesse sein sollten. Und in diesem Zusammenhang hätte die Nierenerkrankung durchaus eine Rolle spielen können.

Für mich wäre das beispielsweise ein Grund gewesen, eine Obduktion durchführen zu lassen, und das Ergebnis dann an den Hersteller des Medikaments zu melden bzw. an die Aufsichtsbehörde.


Das von dir angesprochene Thema der "Totenruhe" wird wohl auch jeder für sich nach eigener Anschauung entscheiden. Für mich ist eine Obduktion nichts, was die "Totenruhe" stören könnte; der tote Körper ist eine leere und damit nutzlose Hülle, die das Tierchen bzw. die Seele nimmer benötigt und im Zweifel erleichtert zurücklässt. Der Körper (und dies auch in seinem Aggregatzustand der Asche) hat für mich persönlich keine Bedeutung (mehr), und ist beim Tier daher ohne Interesse - außer halt potentiell für eine Obduktion, wenn es einen sinnvollen Grund dafür gibt.

Eine "Totenruhe" ist insofern nur beim Menschen ein (v. a. strafrechtlich) geschütztes Rechtsgut; dies aus kulturellen und ethischen Gründen und bis zu einem gewissen Grad auch unter gesundheitlichen Gesichtspunkten (Seuchen etc.).
Aber auch dort tritt das Rechtsgut der "Totenruhe", mit dem auch das Interesse der Hinterbliebenen an einer ungestörten Trauerphase anerkannt wird, hinter dem Interesse der Allgemeinheit zurück, wenn behördlicherseits eine Obduktion angeordnet wird: immer dann, wenn es eine unklare Todesursache gibt. Oder auch konkrete Anzeichen für ein Tötungsdelikt oder eine andere Straftat (Missbrauch etc.).
Ich hätte insofern auch bei meinen eigenen Angehörigen nicht so arg das Problem, wenn ich mir vorstelle, dass bei ihren sterblichen Überresten eine Obduktion durchgeführt würde. Vielleicht eine Berufskrankheit....
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Alt 11.07.2019, 16:24
  #55
Moment-a
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Zitat:
Zitat von Gnocchilli Beitrag anzeigen
Und ich finde es ungerecht, wenn Menschen immer länger leben dürften, und die Tiere nicht
Da ein längeres Leben oft nicht mit längerer Gesundheit geschieht, ist das „länger leben“ nicht immer ein „dürfen“ , sondern ein „müssen“.
Moment-a ist offline  
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Alt 11.07.2019, 20:56
  #56
Gnocchilli
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Zitat:
Zitat von Moment-a Beitrag anzeigen
Da ein längeres Leben oft nicht mit längerer Gesundheit geschieht, ist das „länger leben“ nicht immer ein „dürfen“ , sondern ein „müssen“.
Da gebe ich dir definitiv recht. Aber mit langer leben habe ich natürlich die Gesundheit gemeint. Gerade weil ich ein ich nenne es mal Fan von der Euthanasie bin. Dies ist uns Menschen verwehrt. Aber mit besseren Untersuchungsmoglichkeiten konnte zb Krebs auch bei Katzen früher diagnostiziert werden und dieser evtl entfernt werden, bevor es irreversible wird. Oder bessere Impfungen, die eine Krankheit gar nicht erst ausbrechen lassen und somit das Leben auf gute Weise verlängert wird. Da gibt es noch viel mehr, was man durch eine frühe Diagnose bzw durch Prävention vermeiden kann und somit das Leben der Tiger verlängert wird, ohne das diese dann einfach nur länger leiden.
Bei unheilbaren Krankheiten wäre ich ansonsten schnell bei der Euthanasie. Wenn es dem Tier schlecht geht, sollte man ihm, so schwer die Entscheidung auch ist, erlösen bevor es nicht mehr lebenswert ist.
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Alt 12.07.2019, 05:31
  #57
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@Gnocchili

Zitat:
Zitat von Gnocchilli Beitrag anzeigen
Da gebe ich dir definitiv recht. Aber mit langer leben habe ich natürlich die Gesundheit gemeint. Gerade weil ich ein ich nenne es mal Fan von der Euthanasie bin. Dies ist uns Menschen verwehrt. Aber mit besseren Untersuchungsmoglichkeiten konnte zb Krebs auch bei Katzen früher diagnostiziert werden und dieser evtl entfernt werden, bevor es irreversible wird. Oder bessere Impfungen, die eine Krankheit gar nicht erst ausbrechen lassen und somit das Leben auf gute Weise verlängert wird. Da gibt es noch viel mehr, was man durch eine frühe Diagnose bzw durch Prävention vermeiden kann und somit das Leben der Tiger verlängert wird, ohne das diese dann einfach nur länger leiden.

Für mich ist das zuviel "hätte", "könnte", "würde"....
Würde dies geschehen, dann könnte das Leben verlängert werden. Würde das untersucht, gäbe es die Erkrankung nicht.

Wenn das alles "so einfach ginge", dann hätte man vieles in der Humanmedizin bereits umgesetzt.

Deshalb bleibt für mich die Frage, was man mit Obduktionen erreichen möchte. Wieviele Tiere müsste man untersuchen, um ein zuverlässiges Ergebnis zu bekommen? Wieviele Tiere der gleichen Rasse müsste man obduzieren? Was macht man dann mit dem Ergebnis? Vor allem, was macht man mit dem Ergebnis, wenn trotz zwei gesunder Elterntiere ein Jungtier früher verstirbt? Was ist "früher"? Was bedeutet es für die Jungtiere, die in der Zwischenzeit mit der gleichen Verpaarung zur Welt gekommen sind?
Würde ein seriöser Züchter tatsächlich ein prämiertes Tier aus der Zucht nehmen, "nur" weil ein Jungtier mit 3 oder 5 Jahren verstarb?

Was bedeuten die Ergebnisse tatsächlich für die Hauskatzen? Inwieweit kann man die Erkenntnisse für alle Katzen verwenden? Oder wären die Ergebnisse nur für die eine Zuchtlinie relevant?


Zitat:
Bei unheilbaren Krankheiten wäre ich ansonsten schnell bei der Euthanasie. Wenn es dem Tier schlecht geht, sollte man ihm, so schwer die Entscheidung auch ist, erlösen bevor es nicht mehr lebenswert ist.
"Schnell bei der Euthanasie"....das klingt in der Theorie immer so einfach, bedeutet im Akutfall aber ein paar mehr Gedanken.

"Schnell bei der Euthanasie" kann (nicht muss!) auch bedeuten, dass der Mensch einen Krankheitsprozess früher beenden kann, weil er selbst nicht mit der Situation klarkommt oder weil es für ihn zu anstrengend wird.

In dem Zusammenhang fällt mir das Gespräch mit der TÄ ein...ein Besitzer kam mit einer alten, altersentsprechend kranken bzw. gesunden (ist wie "Glas halbvoll oder halbleer) Katze zum TÄ und verlangte die Euthanasie, weil die Katze nachts schrie. In dem Gespräch kam dann heraus, dass man zwar etwas Geduld aufgebracht hat, aber nun endlich wieder seine Ruhe haben will.
Und wenn die Katze nachts schreit, dann geht es ihr nicht gut und man möchte ihr das Leid ersparen.

Die TÄ bemühte sich zu überzeugen, der Besitzer blieb hart.
Sie versprach das Tier etwas später zu erlösen, weil es gerade zeitlich nicht passte. Der Besitzer ging.
Die alte Katze wurde dann in andere Hände gegeben, wo sie noch einige Monate den Umständen entsprechend gesund, munter und nachts schreiend weiterlebte.

Letzteres war OT....oder auch nicht OT.
Altwerden ist nichts für Feiglinge.....bedeutet auch, dass das Altwerden nicht automatisch ein langes gutes Leben bedeutet, sondern ein Leben mit Einschränkungen, Schmerzen und hohem Energieaufwand.
Und genau an dem Punkt unterscheidet sich die Auffassung von "Lebensqualität"

Krankheiten sind ein Teil des Lebens. Man kann nicht alles kontrollieren und ergründen und wenn das möglich wäre, gäbe es schon findige Menschen, die das in der Humanmedizin schon längst realisiert hätten.
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Alt 12.07.2019, 06:48
  #58
A (nett)
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Für Hummels Obduktion sprachen für mich drei Gründe dagegen:

- Ich glaube daran, dass man der Seele nach dem Tod Zeit geben muss, sich aus dem Körper befreien zu können
- Für mich gehört es zur Trauerbewältigung, mein verstorbenes Tier in die Kremierung zu bringen
- nach Rücksprache mit diversen Nierenspezialisten hätte man NIE eindeutig und zweifelsfrei nachweisen können, welche Kausalität Hummels Erkrankung hatte UND die Hersteller der Parasitenmittel interessieren solche Ergebnisse einen feuchten Furz.
Hier geht es um 2 Dinge: in allererster Linie PROFIT und unabhängig davon müssen aufgrund der zunehmenden Resistenzen gegen die auf dem Markt verfügbaren Mittel immer und immer wieder neue Parasitenmittel entwickelt und getestet werden.

Ich war gestern übrigens mal wieder auf einem sehr interessanten Vortrag der Vet-LMU. Es ging um "Fit im Alter, Physiotherapie und Mobilität für den geriatrischen Patienten".
Das Einstiegs-Plädoyer der Referentin beinhaltete eine Untersuchung aus der Humanmedizin und lies mich frösteln:
Alter > 65Jh.
- 2010 760 Millionen (weltweit)
- 2050 geschätzte 2 Billionen (weltweit)
Alter > 85 Jh.
- 2030 > 387 % (also fast Faktor 4)
Wo soll das hinführen???

Krankheiten gehören genauso zum Leben wie Gesundheit oder der Tod.
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Alt 12.07.2019, 08:35
  #59
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Zitat:
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Bsp.-weise Krebs (egal ob erworben oder vererbte Veranlagung zu Krebs).
Krebs ist für mich eine Form von Regulation der Natur und ihrer Ressourcen (bitte jetzt nicht alle Betroffenen aus dem Schlüpfer springen; ich habe selbst erst 2017 eine gute Freundin an Leukämie verloren und werde in absehbarer Zeit meine beste Freundin an Darmkrebs verlieren).
Ich spring nicht aus dem Schlüpfer aber diese Aussage ist schon recht heftig. Danach wären auch Autounfälle oder Herzinfarkte oder auch der Hunger in der Welt Regulationsmechanismen der Natur und hätten ihre Berechtigung. Wir könnten sämtliche Behandlungen abbrechen und keiner müsste mehr ein schlechtes Gewissen wegen verhungernder Kinder in der Dritten Welt haben - ist ja Natur.....
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Alt 12.07.2019, 08:42
  #60
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Deshalb bleibt für mich die Frage, was man mit Obduktionen erreichen möchte. Wieviele Tiere müsste man untersuchen, um ein zuverlässiges Ergebnis zu bekommen? Wieviele Tiere der gleichen Rasse müsste man obduzieren? Was macht man dann mit dem Ergebnis? Vor allem, was macht man mit dem Ergebnis, wenn trotz zwei gesunder Elterntiere ein Jungtier früher verstirbt? Was ist "früher"? Was bedeutet es für die Jungtiere, die in der Zwischenzeit mit der gleichen Verpaarung zur Welt gekommen sind?
Würde ein seriöser Züchter tatsächlich ein prämiertes Tier aus der Zucht nehmen, "nur" weil ein Jungtier mit 3 oder 5 Jahren verstarb?
Ich denk einmal, dass es dieselbe Aussagekraft hat, wenn eine lebende Katze mit einer vererbbaren Krankheit diagnostiziert wird. Ruft man da dann den Züchter an? Nimmt der die Elternteile aus der Zucht?
Genetisches Material kann man auch ohne Obduktion gewinnen, dazu muss man nicht gestorben sein. Eine Obduktion ist mM nach sinnvoll, wenn man nicht weiß, woran das Tier verstorben ist, das wird ja in der Humanmedizin auch hauptsächlich als Grund angegeben.

Zitat:
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Krankheiten sind ein Teil des Lebens. Man kann nicht alles kontrollieren und ergründen und wenn das möglich wäre, gäbe es schon findige Menschen, die das in der Humanmedizin schon längst realisiert hätten.
Mit der Einstellung wären wir aber noch beim Schamanismus
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