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Vorbereitungen Was muss ich beachten bevor eine Katze einzieht

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Alt 01.06.2018, 15:15   #1
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Lächeln Katze kaufen...dringende Fragen. Bzw zu Rasse

Hallo Ihr Lieben,

Ich habe mich extra hier angemeldet weil ich mal was fragen muss. Meine Familie hatte schon immer Katzen (Haus und Hof ). Ich wohne jetzt zwar auch noch ländlich aber möchte eine Katze für „drinnen“ wie meine Oma sagt. Wir haben eine Balkonterrasse.

Ich habe mir also mal einen Ratgeber geholt bzw zwei. Ein Alter von Amazon und ein neuer . Da ist mir jetzt beim stöbern aufgefallen dass in dem alten Buch von ... Restauflage 86 eine Katze mit Namen highlander auftaucht und in dem neuen Buch ist eine quasi identische (für mich als Laien ) Katze auch mit gerollten Ohren. Kann mir das mal jemand erklären wie es das gibt?


So und das nächste ich hab gehört (im Zuge meiner Recherche ) dass fold Katzen Probleme haben mit der Versteifung von wirbeln. Bzw verknorpelnd sind. Heißt da die sind kränklich oder mutiert? Ich hab das mal bei den Goldfischen gehört, dass es welche mit tumoren am Kopf gibt nur zur optischen Bereicherung der Käufer. Also ist da was dran? Ich fand das mit den faltöhrchen nämlich eigentlich bisher ganz niedlich...

Sooo und nun meine letzte Frage haben dann curls oder highlander auch so provleme ?

Ohhh ach doch noch eins: was ist der Unterschied zwischen einer registrierten Katze und einer mit Papieren... lg ich freue mich auf eure Hilfe !!
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Alt 01.06.2018, 15:38   #2
GroCha
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Hallo!

Zu Fold-Katzen https://www.katzengenetik.com/scottish-fold-probleme/
Zu den anderen beiden habe ich nichts beizutragen, hab ich mich bisher nicht mit auseinandergesetzt.

Aber noch zwei Bitten:
1. Bitte immer mindestens zwei Katzen halten - vor allem bei Wohnungshaltung
2. Unbedingt auf einen seriösen Züchter achten. Rassekitten sind teuer, 600€ aufwärts, je nach Rasse. Ein Stammbaum ist nicht für das Selbstwertgefühl des Halters, sondern eine Garantie dafür, dass Auflagen eines Zuchtvereins eingehalten wurden.
__________________
Charles erobert sein Revier!

Stolze Patin von Felicitas1' Pascha !!!

Geändert von GroCha (01.06.2018 um 15:40 Uhr)
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Alt 01.06.2018, 15:42   #3
nicker
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nicker
 
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Herzlich willkommen im Forum!

Ich finde es gut, dass du dich vor dem Katzenkauf informieren willst, und hoffe, dass du dann auch die neu gewonnenen Erkenntnisse umsetzen wirst.

Als "Highlander" (eine offizielle Rassebezeichnung ist dies allerdings nach meinem Kenntnisstand nicht!) kenne ich langhaarige Briten; offiziell: Britisch Langhaarkatze.

Der Rassestandard sieht keine Knick- oder Faltohren vor!

Briten mit Faltohren heißen (eigene und offizielle Rassebezeichnung) Scottish Fold und sind Kurzhaarkatzen.

Die gefalteten Ohren kommen durch einen genetisch vererbten (rezessiv) Knorpeldefekt zustande, und es handelt sich bei dieser Rasse um eine sog. Qualzucht im Sinne des Tierschutzgesetzes; sie wird auch von den meisten offiziellen Katzenzuchtorganisationen nicht unterstützt!


Bitte kaufe so ein Qualzuchtkatze nicht!

Curl-Katzen (als Rasse kenne ich nur die American Curl, die zumindest in Deutschland extrem selten ist; hier im Forum gibt es eine Forine mit einer American Curl - oldme68) leiden nicht unter einem solchen Gendefekt wie Foldkatzen; bei ihnen ist nur die Spitze der Ohrmuschel ein bisschen nach außen gerollt. Unterstützen muss man die Zucht einer solchen Rasse allerdings auch nicht.

Wenn du eine Rassekatze haben möchtest, kauf bitte eine beim eingetragenen seriösen Vereinszüchter und nur dort!
Katzen, die ohne Stammbaum (Ahnentafel) verkauft werden, sind keine Rassekatzen, sondern Mixkatzen - selbst wenn sie optisch wie eine Rassekatze aussehen!

"Papiere" ist ein Sammelbegriff, der in einer Verkaufsanzeige (z. B. eBay-Kleinanzeigen) bedeuten kann, dass die Katze eine Ahnentafel hat und aus einer Vereinszucht stammt (Rassekatze). Aber es kann auch vom Vermehrer verwendet werden und bedeutet dann u. U. nur, dass der Impfausweis der Katze damit gemeint ist.

Ahnentafeln/Stammbäume werden ausschließlich von eingetragenen Katzenzuchtvereinen ausgestellt, und wenn du einen seriösen Katzenzüchter finden willst, musst du schon ein bisschen Aufwand betreifen hinsichtlich des Vereins und der Umstände, in denen die Elterntiere leben.

Aber letztlich möchtest du ja auch ein felliges Familienmitglied, das dein Leben für mindestens 15 Jahre teilen soll, oder?
__________________
LG
tini & das Ori-Konzert

Handicats: sie sind nicht perfekt, aber glücklich!
(c) handicapkatzen.info
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Alt 01.06.2018, 16:00   #4
GroCha
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Eine Katze registrieren kann übrigens jeder.
Dazu bekommt sie vom TA einen Chip implantiert, den man auch als Privatperson bei z.B. Tasso registrieren lassen kann.
Das hat aber rein gar nichts mit Zucht zu tun, sondern dient der Identifizierung eines Tieres und ist beispielsweise beim Verlust des Tieres hilfreich, um den Halter ausfindig zu machen.
Auch Wohnungskatzen sollten gechippt und registriert sein, denn auch die können mal entwischen.
__________________
Charles erobert sein Revier!

Stolze Patin von Felicitas1' Pascha !!!
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Alt 01.06.2018, 16:03   #5
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Zitat:
Zitat von nicker Beitrag anzeigen
Herzlich willkommen im Forum!


Bitte kaufe so ein Qualzuchtkatze nicht!

Curl-Katzen (als Rasse kenne ich nur die American Curl, die zumindest in Deutschland extrem selten ist; hier im Forum gibt es eine Forine mit einer American Curl - oldme68) leiden nicht unter einem solchen Gendefekt wie Foldkatzen; bei ihnen ist nur die Spitze der Ohrmuschel ein bisschen nach außen gerollt. Unterstützen muss man die Zucht einer solchen Rasse allerdings auch nicht.

Aber letztlich möchtest du ja auch ein felliges Familienmitglied, das dein Leben für mindestens 15 Jahre teilen soll, oder?
Danke für die tolle Antwort.
Was bedeutet es denn dann wenn es heißt „Katze ist registriert bei Zuchtverein“ ?


Sonst hab ich eigentlich alles soweit verstanden... aber mal eine weitere Frage . Gibt es viele Vereine zum züchten? Das hat sich jetzt so angehört....
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Alt 01.06.2018, 16:05   #6
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Zitat:
Zitat von GroCha Beitrag anzeigen
Eine Katze registrieren kann übrigens jeder.
Dazu bekommt sie vom TA einen Chip implantiert, den man auch als Privatperson bei z.B. Tasso registrieren lassen kann.
Das hat aber rein gar nichts mit Zucht zu tun, sondern dient der Identifizierung eines Tieres und ist beispielsweise beim Verlust des Tieres hilfreich, um den Halter ausfindig zu machen.
Auch Wohnungskatzen sollten gechippt und registriert sein, denn auch die können mal entwischen.
Ja das hab ich auch schon so rausgelesen... aber wie kann eine Katze beim Verein Registriert sein“ ? Weil sonst stand fast immer „Stammbaum“ dabei ...
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Alt 01.06.2018, 17:27   #7
Paty
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Zitat:
Zitat von SucheAntworten Beitrag anzeigen
Ja das hab ich auch schon so rausgelesen... aber wie kann eine Katze beim Verein Registriert sein“ ? Weil sonst stand fast immer „Stammbaum“ dabei ...
Nur eine Katze mit Stammbaum ist registriert vom Züchter.

Und nur mal zur Info - viele wissen das nicht - das Ausstellen eines Stammbaums kostet je nach Zuchtverein zwischen 10 und 30 Euro - alles was die Katze sonst mehr kostet als vom Vermehrer ohne Stammbaum wird in die Gesundheitsvorsorge und Untersuchungen der Elterntiere investiert.

Also wenn dir jemand erzählt das viele Geld für den Stammbaum kannst du dir sparen da du ja sicher nicht züchten willst ist das eine Lüge und der Verkäufer ein Vermehrer der ohne Hirn, Verstand und Zuchtziel Katzen wild vermehrt um damit Geld zu machen.

Dir ist aber schon klar dass du zwei Katzen brauchst? Am besten gleiches Geschlecht und gleiches Alter aber es muss nicht die gleiche Rasse sein.

Katzen sind sehr soziale Tiere und gerade Kitten brauchen Artgenossen um glücklich aufzuwachsen.

Was du meinst sind alles Formen der BKH (Britisch Kurzhaar), was du Highländer nennst sind eigentlich BLH (Britisch Langhaar) und dann gibt es eben die Fold mit den Knickohren was eigentlich ein Gendefekt dieser Rasse ist.
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Alt 01.06.2018, 17:46   #8
nicker
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Stammbaumkatzen haben im Zuchtbuch des Vereins, in dem ihr Züchter Mitglied ist und der die Stammbäume ausstellt, eine Zuchtbuchnummer. Gemeint sind damit zuerst die Würfe des betreffenden Züchters, also die von ihm gezüchteten Jungtiere.

Die Elterntiere sind bei dem Verein registriert, der den Stammbaum für sie (die Tiere) ausgestellt hat; das kann auch ein ausländischer Verein sein. So kaufen deutsche Vereinszüchter neue Zuchtkatzen auch aus dem europäischen Ausland oder von Übersee (USA, aber auch Australien, ggf. Asien), besonders dann, wenn sie neue Linien in ihre Zucht einführen wollen.

Solche Zuchtkatzen können dann in das Zuchtbuch des Vereins von dem Käufer-Züchter umgeschrieben werden; sie erhalten eine neue Zuchtbuchnummer des deutschen Vereins, in dem der Käufer-Züchter Mitglied ist. Im Stammbaum steht dann häufig nur noch die deutsche Zuchtbuchnummer z. B. des Vaters (Kater), verbunden mit einem Hinweis auf seine geografische Herkunft (z. B.: "GB" für ein aus England stammendes und von dem dortigen Verein nach Deutschland umgeschriebenes Tier).

Aber eine ganz wichtige Information:

Nur weil die Elterntiere einer zum Kauf angebotenen Katze (Kitten) jeweils einen Stammbaum haben, sind die Kitten nicht automatisch reinrassige Rassekatzen!
Reinrassig werden sie ausschließlich durch die Ahnentafel, also den vom Verein ausgestellten Stammbaum!
Den Stammbaum bekommen allein Kitten, die vom Vereinszüchter produziert werden; alle anderen "Züchter" sind schlicht Vermehrer, egal wie sehr sie mit dem Stammbaum ihrer "Zuchtkatzen" Werbung machen!

Die Rassekatze ist ein Qualitätsprodukt, d. h. an ihre Produktion werden gewisse Mindestanforderungen gestellt.

Die Elterntiere werden auf bestimmte Erbkrankheiten getestet, bevor sie zur Zucht eingesetzt werden, und es dürfen auch bestimmte Verpaarungen gar nicht oder nur mit vorheriger Zustimmung des Vereins durchgeführt werden (Weißzucht, Rückzucht/Verpaarung von Vater/Tochter bzw. Sohn/Mutter etc.).

Die Zuchttiere und der Nachwuchs werden seitens des Vereinszüchters medizinisch und futtertechnisch usw. hochwertig versorgt, leben voll integriert in der Züchterfamilie und bleiben mindestens bis zur 12. Lebenswoche (meist: 16. Woche) beim Muttertier im Familienverband. Sie sind komplett (zweifach) durchgeimpft und entwurmt, oft auch schon frühkastriert.

Das alles kostet seinen Preis, denn der Vereinszüchter muss sich an diese Mindestanforderungen seines Vereins halten - der Vermehrer muss all das nicht!

Idealiter sollte der Vereinszüchter vordringlich ein Zuchtziel verfolgen und seine Kittenproduktion dem unterordnen. Die verkäuflichen Kitten sollten sozusagen das Abfallprodukt (der "Überschuss" ) der vorgenommenen Verpaarung sein, und das eigentliche Ziel der Verpaarung die Verbesserung oder der Erhalt der Rasse. Sprich: der Züchter verpaart Kater A mit Katze B, weil er sich auf diese Weise Nachwuchs mit besonders grünen Augen erhofft. Kitten aus dem Wurf, die keine grünen, sondern gelbe Augen haben, werden an Liebhaber verkauft, weil sie das Zuchtziel "grüne Augen" nicht voranbringen.
Leider gibt es aber auch in der Vereinszucht Züchter, die ich persönlich eher als Vermehrer (nur halt mit Stammbaum ^^) bezeichnen würde: solche Züchter verpaaren ihre Katzen weniger im Sinne eines langfristigen Zuchtziels, sondern weil Kater C und Katze D halt da sind und weil für Jungtiere dieser Rasse gute Preise gezahlt werden.

Solange solche Vereins"vermehrer" sich an die Regeln ihres Vereins halten, sind zumindest die Mindestanforderungen an Verpaarung und Haltung der Elterntiere usw. eingehalten, aber gut finde ich so eine Vorgehensweise nicht.

Immerhin aber besser, als beim echten (vereinslosen) Vermehrer zu kaufen!

Auch wichtig:
Vereinszüchter haben immer wieder einmal auch sog. Kastraten abzugeben. Das sind "ausgemusterte" Zuchtkatzen und -kater, die bereits kastriert worden sind. Diese Tiere haben natürlich einen Stammbaum, entsprechen dem Rassestandard in besonderem Maße (oft haben sie auch bei Rassekatzenausstellungen Preise gewonnen bzw. gute Benotungen erhalten) und sind noch sehr junge Erwachsene - kaum zwei oder drei Jahre alt.
Dafür, dass so eine Katze zwei oder maximal drei Würfe hatte bzw. der Kater ein Jahr lang als Decker im Einsatz war, sind sie preislich sehr bezahlbar (häufig zwischen 300 und 400 Euro) und haben all die Vorteile, die auch die Rassekitten haben (gute Versorgung, viele medizinische Tests, gute Haltungsbedingungen usw.). Und sie kommen ja bereits kastriert ins Haus, mit gutem Benehmen und ausgereiftem Charakter.

Ansonsten kann man sich auch im Tierschutz nach einem Rassetier umsehen; dabei wird man aber auch auf viele Lookalikes treffen, also Katzen, die Rassemerkmale zeigen, aber keinen Stammbaum usw. haben. Darunter finden sich leider auch immer wieder Vermehrerprodukte.
Aber auch diese Katzen bekommt man fertig kastriert für relativ kleines Geld und tut damit (anders als beim Vermehrerkauf!) noch etwas Gutes.

Es lohnt sich, Verkaufsanzeigen für "Rasse"katzen genau zu lesen - so wie Reisekataloge oder Immobilienanzeigen.

Nicht wenige Vermehrer machen ihre Homepage wie eine professionelle Vereinszüchterseite auf und verwenden Vokabular wie ein Vereinszüchter. Es gibt auch "Verzeichnisse", die wie ein Vereinszuchtbuch wirken sollen und mit denen solche Vermehrer werben. Begriffe, die rechtlich nicht geschützt sind wie z. B. "Deutsches Schönheitskatzenzuchtbuch" (eigene Erfindung, als Beispiel!) oder "Bayerischer Edelkatzennachweis".

Ich persönlich bin dem Züchter, von dem meine Katzen stammen, jeweils arg auf den Pelz gerückt und habe viele neugierige Fragen gestellt. Wie z. B., in welchem Verein der Züchter züchtet.
Ein seriöser Züchter freut sich über solche Fragen und nennt bereitwillig seinen Verein (falls er ihn nicht bereits auf der Homepage verlinkt hat); die Vereine kann man googlen und bei vielen von ihnen auch die Zuchtrichtlinien nachlesen (wie die Zuchttiere gehalten und eingesetzt werden sollen).

Das sind alles Recherchen, die vielleicht aufwändig klingen für so ein kleines Tierchen wie eine Katze, aber ich persönlich finde es selbstverständlich, mich für die Herkunft meines neuen Familienmitglieds zu interessieren und dem Züchter entsprechend auf den Zahn zu fühlen.
Und keinesfalls bei einem Vermehrer zu kaufen oder bei einem Züchter, der seine Tiere nicht gut hält!


edit:
Ja, in Deutschland gibt es etliche Katzenzuchtvereine. Auch da gibt es qualitative Unterschiede! Deswegen finde ich persönlich es ja auch wichtig, sich über den Verein zu informieren.
Die Zuchtrichtlinien gegen Aufschluss darüber, was der Verein dem Vereinszüchter als Mindeststandard abverlangt. Es müssen mindestens die Bedingungen sein, die im Tierschutzgesetz aufgelistet sind. Und sie sollten deutlich darüber hinaus gehen. So wäre für mich ein Verein absolut unten durch, der Qualzucht zulässt (z. B. die Rasse Scottish Fold anerkennt) oder der - entgegen den Richtlinien der großen Dachverbände - die Einkreuzung anderer Rassen zulässt.

Beispiel:
Man darf die Rassen Siam (SIA) und Orientalisch Kurzhaar (OSH) miteinander verpaaren, so die Vorschriften des europäischen Dachverbands FiFé. Ein Verein, der in seine Zuchtrichtlinien schreibt, dass man zusätzlich auch die Rasse Maine Coon (MCO) mit SIA verpaaren darf, (was bei der FiFé absolut verboten wäre!), würde für mich sofort unten durch sein; das wäre für mich kein seriöser Zuchtverein.

Nehmen wir den fiktiven Verein DDK "Dorfdeppenkatzen": dort sehen die Zuchtrichtlinien vor, dass der Zuchtkater auch im Keller gehalten werden darf, wenn er eine warme Decke, einen Kratzbaum, Futternäpfe und ein Klo hat und der Kellerraum keine offen liegenden elektrischen Leitungen aufweist. Außerdem ist es in Ordnung, wenn die Zuchtkatze zwei Würfe pro Jahr hat. Stammbaumlose Zuchtkatzen können in das Zuchtbuch des DDK aufgenommen werden, wenn sie langhaarig bzw. halblanghaarig sind. Maine Coon Katzen dürfen Points haben.
(Das sind alles Sachen, die laut FiFé bzw. Tierschutzgesetz usw. verboten sind! )

Wenn man sich die Zuchtrichtlinien von bekanntermaßen seriösen Zuchtvereinen anguckt, weiß man, worauf man bei anderen Zuchtvereinen achten muss.
Mir bekannte Beispiele für seriöse Zuchtvereine:
Erster Deutscher Edelkatzenzuchtverein (1. DEKZV)
Berliner Prokat

Es gibt natürlich noch viel mehr seriöse Vereine!!!
__________________
LG
tini & das Ori-Konzert

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Geändert von nicker (01.06.2018 um 18:03 Uhr)
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Alt 01.06.2018, 17:48   #9
tiedsche
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tiedsche
 
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Übrigens kann man auch die ganz normalen hauskatzen zu zweit in der Wohnung halten. Dafür braucht man keine rassekatze.
Die Tierheime Platzen aus allen Nähten. Kitten in allen Farben und Altersstufen warten sehnsüchtig auf ein Zuhause.
Auch langhaarige Katzen, bkhmixe und .....findest du im Tierschutz.
Die Tiere sind hübsch, gesund und kosten einen Bruchteil an Anschaffungskosten einer rassekatze.
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LG Moni & das Weibertrio Naris(7), Trielo(11)Kabisa(14) Unser 3-Mädels-Patchwork
Spanische Katzen suchen ein Zuhause http://www.katzenhilfe-samtpfoetchen.de/
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Alt 01.06.2018, 18:02   #10
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Maiglöckchen
 
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Zitat:
Zitat von tiedsche Beitrag anzeigen
Übrigens kann man auch die ganz normalen hauskatzen zu zweit in der Wohnung halten. Dafür braucht man keine rassekatze.
Die Tierheime Platzen aus allen Nähten. Kitten in allen Farben und Altersstufen warten sehnsüchtig auf ein Zuhause.
Und auch die sind mehr als niedlich. Dazu braucht es keine Knickohren oder Löckchen

Viel wichtiger finde ich es, sich vorab darüber klar zu machen, aus welcher Motivation heraus man gerne Katzen halten möchte, also was man an Katzen liebt.

Weil "Knicköhrchen niedlich sind", das ist kein guter Grund, sich Katzen ins Haus zu holen.
__________________
Lieben Gruß von Hexe, Merlin und Haushälterin Silvia und Sternchen Mephisto für immer im Herzen.
Maiglöckchen ist offline   Mit Zitat antworten
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kaufen katze, rassekatze, scottisch fold, züchter

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