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Vorbereitungen Was muss ich beachten bevor eine Katze einzieht

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Alt 04.01.2017, 07:58   #1
Fibi1909
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Fibi1909
 
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Standard Scheue Katzen in offenem Wohnraum?

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich habe mich neu hier angemeldet, da wir derzeit auf der Suche nach einem Katzenpärchen sind und ich zwei Fragen hätte.

Mein Freund und ich haben beide schon Katzen gehabt, aber die waren bisher immer ziemlich zutraulich und pflegeleicht.

Auf unserer Suche sind wir nun auf ein Kater-Brüder-Pärchen gestoßen, die derzeit bei einer Pflegestelle leben. Sie wurden ursprünglich als Kitten mit ihrer Mama auf einem Friedhof gefangen und sollten nachdem sie mit sechs Monaten kastriert wurden, eigentlich wieder frei gelassen werden. Sie haben sich aber in der Zeit so gut bei der Pflegestelle eingelebt, dass sie nun doch ein zu Hause suchen. Sie sind mittlerweile 8 Monate alt und sind bei der Pflegemama ganz anhänglich und kommen kuscheln.
Sie reagieren aber immer noch scheu auf fremde Menschen.

Jetzt stellen sich mir daher zwei Fragen. Wie haben eine große Wohnung, die sehr offen gehalten ist und über zwei Etagen geht. Da wird es schwer ein separates Zimmer zum eingewöhnen zu schaffen. Oben ist das Schlafzimmer, das so groß ist, dass es viele Rückzugsmöglichkeiten bietet. Da es offen über die Treppe nach unten ist, würden die beiden zumindest dann unsere normalen Alltagsgräusche mitbekommen. Meint ihr, das stellt ein Problem dar, dass es kein geschlossener Raum ist?

Das zweite das mich beschäftigt, ist die Tatsache, dass alle zwei Wochen die Kinder von meinem Freund zu uns kommen (8 +12 Jahre). Da sie dann ja immer nur kurz da sind, habe ich Bedenken, ob die Kater sich irgendwann auch daran gewöhnen können oder ob das dann lebenslänglich alle zwei Wochen Stress bedeutet.

Wir fahren uns die beiden am Sonntag auf der Pflegestelle ansehen und bis dahin wäre ich dankbar für ein paar Meinungen.

Wir sind absolut bereit den beiden alle Zeit der Welt zu geben, um sich bei uns einzuleben, aber ich möchte halt vermeiden, dass sie unnötigen Stress durch unsere Wohn- und Lebenssituation erfahren. Hoffentlich könnt ihr mir eher Mut machen...haben uns schon ziemlich in die beiden verguckt.

Wenn sie dann irgendwann wirklich entspannt sind, winkt ihnen natürlich noch ein Platz auf einer großen Dachterrasse, aber dazu müssen sie erstmal Vertrauen gefasst haben, bevor wir sie da raus lassen.

Ich freue mich schon sehr auf eure Denkanstöße (und hoffentlich ermutigende Worte). Lieben Dank und liebe Grüße
Fibi
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Alt 04.01.2017, 08:21   #2
Rickie
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Rickie
 
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Standard

Frueher hatten wir auch eine sehr offene Wohnung (ginge bei dem Klima auch nicht anders), allerdings ebenerdig ueber eine Etage, und so allmaehlich haben sich zwei Streunerkaterchen bei uns von allein einquartiert, allerdings hatten wir da schon eine Katze und im Laufe der Selbsteinquartierung der 2 Jungkater zog auch noch ein anderer Ex-Streuner (blind) bei uns ein.
Eine sehr straffe Separierung entfaellt ja bei Dir, wenn ich davon ausgehe, dass Ihr momentan keine anderen Katzen habt.

Wenn spaeter mal einer der Kater krank sein sollte, sollte schon eine Moeglichkeit zur Trennung gegeben sein, notfalls ein Schlafzimmer oder ein Bad, falls nichts anderes geht.

Zur Eingewoehnung sehe ich keine Probleme, wenn Ihr genug Versteckmoeglichkeiten bietet. Dies koennen Hoehlen sein (Kratztonnen, in Kratzbaeumen integriert, Katzenhoehlen, Zelte, Selbstgebautes, Kartons. Gerade letztere sind eigentlich immer DIE Renner).

Was die 2 Jungs Deines Freundes betrifft, so kann man da nur sagen, Versuch macht kluch.
Unsere 2 Kater haben sich sehr gut an die allwoechentlichen Besuche meiner Mutti und die regelmaessigen Besuche von Nachbarn gewoehnt. Kommen mal Bekannte mit maennlicher oder Kinderbegleitung, da verhalten sie sich unterschiedlich; bei einigen ziehen sie sich zurueck, bei anderen nicht. Es kommt da sehr auf die Praegung an, welche Erfahrungen die Tiere schon hinter sich haben, aber auch, wie die Jungs mit den Tieren umgehen. Es kann durchaus sehr gut klappen, dass sich alle Vier anfreunden und die Kater nach einer gewissen Zeit Zutrauen zu den Jungs fassen; 2 Wochen sind ja eine durchaus ueberschaubare Zeit, auch fuer Katzen.

Ich wuerde es versuchen und den Katern eine Chance geben, zumal die Kinder ja auch schon in einem vernuenftigen Alter sind.
__________________
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Alt 04.01.2017, 08:24   #3
Louisella
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Warum möchtest Du ihnen überhaupt erstmal ein geschlossenes Zimmer geben?
Klar - einen Rückzugsort brauchen sie, aber wenn sie die Möglichkeit haben sich z.B. in Euer Schlafzimmer zurückzuziehen sollte das kein Problem sein.

Ella und Louis waren als Ex-Wildlinge megascheu, es hat Monate gedauert bis sie mal zum Schmusen kamen, bei Ella hat's fast 2 Jahre gedauert bis sie von sich aus mal aufs Sofa kam.
Als sie bei uns einzogen waren sie 7 Monate alt, sie durften von Anfang an überall hin (wir wohnen im freistehenden EFH) und das war überhaupt kein Problem, sie haben recht schnell ihren Rückzugsort gefunden an dem wir sie dann auch ungestört liessen.
Ella löst sich bis heute in Luft auf wenn Fremde da sind - allerdings verschwindet sie als Hardcore-Freigängerin eher nach draußen. Wenn sie ausnahmsweise mal nicht raus darf (Silvester, anstehender TA-Besuch usw.) geht sie auf den alten Rückzugsplatz, da dürfen die Fremden dann auch nicht hin.
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Alt 04.01.2017, 08:44   #4
Fibi1909
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Fibi1909
 
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Danke schon mal für eure Antworten. Das erleichtert mich schon mal sehr.

Durch das Lesen hier bin ich eigentlich erst auf die Idee gebracht worden, sie anfangs in einem Zimmer ankommen zu lassen. Hatte mir hier ein paar Beiträge zu scheuen Katzen durchgelesen, daher war ich verunsichert.

Meine früheren Katzen waren auch immer direkt überall unterwegs, sie waren aber auch direkt zutraulich.

Wir haben im Schlafzimmer Ikea Expedit Regale vor den Dachschrägen stehen, daher könnten wir Ihnen neben Kratzbaum oder Tonne auch hinter den Regalen im toten Raum noch eine Höhle einrichten. Da hätten sie dann wirklich einen Rückzugsort.
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Alt 04.01.2017, 09:18   #5
fairydust
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fairydust
 
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Ich schliesse mich den anderen an. Solange ihr genug Versteckmöglichkeiten bietet, in denen die Katzen dann auch rigoros in Ruhe gelassen werden, sollte eine offene Wohnung kein Problem darstellen.
Viel Spass mit den beiden Fellbündeln
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Alt 04.01.2017, 10:42   #6
Fibi1909
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Ich glaube, ich mache mir einfach zu viele Gedanken, wenn ich eure Antworten so lese. Aber ich überdenke lieber alles zweimal, bevor ich was wichtiges vergesse und die zwei Süßen nachher drunter leiden müssen
Bin echt gespannt auf Sonntag, rechne aber eher damit, dass wir sie gar nicht groß zu Gesicht bekommen, wenn sie wirklich so scheu bei Fremden sind.
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Alt 04.01.2017, 14:39   #7
fairydust
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fairydust
 
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PS: das weisse Kerlchen auf meinem Avatar ist Ghost. Ihn habe ich zusammen mit seinen Brüdern und Schwestern (5 Kitten insgesamt ) und seiner Mutter mit einer Lebendfalle eingefangen. Sie wurden wild geboren und haben keinen Kontakt zu Menschen gehabt bis ich sie einfing.
Die Schwestern hat meine Nachbarin aufgenommen. Die 3 Kater und die Mutter blieben bei mir.
Die Mutter wurde kastriert und nach geraumer Zeit wieder auf freie Pfoten gesetzt. Die 3 Kater habe ich ihm Schuppen behalten. Sie waren ungefähr 4 Monate alt und anfassen unmöglich. Nach vielen Wochen habe ich langsam Fortschritte gemacht, durfte Ghost ab und zu kurz streicheln. Die anderen beiden waren vorsichtiger und Casper durfte ich erst nach Monaten das erste Mal anfassen.
Nachdem die 3 auch kastriert waren, habe ich irgendwann die Klappe im Schuppen aufgemacht und damit gerechnet, dass alle 3 auf Nimmerwiedersehen verschwinden.
Aber sie blieben.
...und zogen nach 2 Wochen Schuppen-Freigang freiwillig Stück für Stück ins Haus um.
Alle 3 sind mittlerweile die grössten Schmusebacken die man sich vorstellen kann. Zumindest bei mir.
Spooky lässt sich auch von Besuchern anfassen und bevorzugt einen menschlichen Schoss zum schlafen. Ist egal, welcher
Die anderen beiden - ich bin die Einzige, die sie uneingeschränkt anfassen und hochnehmen darf. Sie vertrauen mir.
Die beiden Schwestern haben sich ebenfalls gut eingelebt und schlafen bevorzugt in Dosi's Bett. Aber wehe es kommt Besuch. Dann werden sie unsichtbar und anfassen geht gleich gar nicht.

Wenn ihr euren beiden genug Zeit einräumt und sie einfach machen lasst, werden sie euch vertrauen und mit Sicherheit genauso verschmust werden, wie jede andere Katze. Möglicherweise sogar ein bisschen mehr wie eine "normale" Hauskatze. Ich kann hier keinen Schritt machen, ohne einen weissen Schatten an meiner Seite zu haben. Ich werde auf meinen Hunde-Spaziergängen begleitet und jetzt grad in dem Moment hat Spooky beschlossen, dass es auf meinem Schoss viel bequemer ist als in irgend nem Katzenbett. Das sein Hintern halb auf dem Tisch hängt und es alles andere als bequem aussieht, ist Nebensache
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Alt 09.01.2017, 07:40   #8
Fibi1909
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Fibi1909
 
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Wollte euch kurz auf dem Laufenden halten.

Waren die zwei Süßen gestern Abend besuchen. Sind mit relativ niedrigen Erwartungen hin gefahren, da sie als seeehr scheu und teils panisch beschrieben wurden, wenn Fremde kommen.
Wir wurden ganz freundlich von der Pflegemama in Empfang genommen und als wir die Wohnung betraten, saß Katerchen Nummer 1 schon mitten im Katzenzimmer und sah uns mit großen Augen argwöhnisch an. Katerchen 2 fand sich in der Küche unter dem Tisch und machte keine Anstalten panisch das Weite zu suchen. Wir haben uns dann lange unterhalten und plötzlich schlich Katerchen 1 zu uns und näherte sich bis auf 1-2 Meter. Zwar seeehr vorsichtig, aber mir ging direkt das Herz auf.

Ich hatte so Angst, dass sie direkt abhauen würden, sobald sie uns sehen würden, aber jetzt bin ich schon mal echt beruhigt, dass es doch so gut gelaufen ist.

Samstag ziehen die beiden dann bei uns ein und wir freuen uns riesig auf die beiden Stinker.
Fibi1909 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2017, 08:08   #9
Borobudur
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Borobudur
 
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Das klingt doch wunderbar. Herzlichen Glückwunsch

Heißt das, die Beiden sind nur Fremden gegenüber scheu und nicht den Menschen allgemein? Das dürfte sich dann ja sehr schnell legen...
__________________
Borobudur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2017, 08:45   #10
Fibi1909
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Fibi1909
 
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Ja genau. Bei ihrer Pflegemama sind sie inzwischen zahm, lassen sich streicheln und schlafen mit im Bett bei ihr. Es hat damals drei Monate gedauert, bis die beiden kuscheln gekommen sind, aber da kamen sie ja auch von der Straße und kannten das gar nicht. Da sie jetzt schon an Menschen gewöhnt sind, wird es wahrscheinlich bei uns etwas schneller gehen. Wenn sie bei uns leben, sind wir ja ganz schnell keine Fremden mehr, sondern liebe Dosenöffner, die immer ganz leckere Sachen in die Näpfe legen
Gestern konnte sie einen der beiden auch auf den Arm nehmen ohne dass er unruhig gewesen wäre.
Das wird schon alles werden. Wir haben ja Zeit. Irgendwann kommen sie schon an. Besonders einer der beiden scheint sehr neugierig zu sein und sein Bruder orientiert sich stark an ihm.

Einzig und allein unser Postbote tut mir gerade etwas leid, da er nahezu täglich neues Zubehör bringen muss
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