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Vorbereitungen Was muss ich beachten bevor eine Katze einzieht

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Alt 03.05.2016, 01:03   #1
Freet
Neuling
 
Freet
 
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Beiträge: 10
Rotes Gesicht 2.Katze?!

huhu!

An sich bekommt man als Neuling im Katzenmilieu ja immer gesagt, man soll eine Fellnase bloß nicht allein halten. Vor allem nicht, wenn man wie ich, allein mit dem Tierchen lebt und 8-9 Stunden am Tag unter der Woche aus dem Haus ist. Das ist mir auch völlig bewusst und ich war egtl auch direkt am Projekt zweitkatze dran. Aber je länger ich überlege, um so unsicherer werde ich ob mein Mio nicht doch besser ein Einzelprinz bleiben möchte..

Ich habe Mio im Dezember 2015 aus einer privaten Zucht geholt. Am Telefon klangen die Züchter noch wirklich seriös. Als ich dann aber zum kennenlernen der Kitten in das Haus kam, war ich doch sehr geschockt. Ich habe da ja keinen Vergleich, aber das kam mir alles doch irgendwie komisch vor. kurzversion: ich hatte solch ein Mitleid, dass ich den Kleinen einfach nicht da lassen konnte. Nur so viel: laut den Züchtern hat er sich nicht wirklich in die geschwistergruppe eingefügt und hatte immer zu viel Angst mal wirklich mitzuspielen o.ä.
Als Mio bei mir ankam war er auch völlig verängstigt und die ersten Wochen ging wirklich gar nichts. Ich konnte mich nicht in der Wohnung bewegen ohne dass der kleine sich in eine Ecke kauerte. An anfassen war gar nicht zu denken. Es dauerte echt lang bis ich sein Vertrauen hatte.
Inzwischen sind Mio und ich egtl ein eingespieltes Team. Er kommt kuscheln wenn er das möchte und schläft mit bei mir im Bett. Allerdings reagiert er auf fremde unglaublich scheu und verkriecht sich immernoch. Wenn er rauskommt dann nur in sicherer Entfernung und solange ihn keiner beachtet. Selbst ich kann mich immernoch nicht ruckartig bewegen oder z.B einfach vom Sofa aufstehen wenn er in der Nähe ist, ohne dass er die Flucht in eins seiner verstecke antritt.
Sobald er kastriert ist kann er prinzipiell ein Freigänger werden. Ich wohne sehr ländlich und in einem ganz kleinen Ort in der Lüneburger Heide. Um das Haus sind egtl nur Felder. Und die eine Hauptstraße die durch den Ort führt.

Ich möchte wirklich nur das Beste für den kleinen und auch wenn mir ein Kater vollkommen reicht, würde ich natürlich eine Kumpel einziehen lassen, wenn ihm das gefallen würde. Mir ist durchaus bewusst, dass 8 Stunden allein sehr lang werden können. Allerdings bin ich unsicher ob so ein zweiter Kater ihn nicht einfach zu sehr stressen würde?!

Ihr seht. Ich brauch Hilfe von erfahrenden Menschen
Lg Freet
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Alt 03.05.2016, 07:04   #2
Paty
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Paty
 
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Alter: 58
Beiträge: 11.876
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Hallo,

wenn ich das richtig sehe ist der Kleine ca. 6-7 Monate alt? Somit ist er mit Sicherheit kein Einzelgänger.

Du schreibst dass bei der Vermehrerin nicht so tolle Zustände geherrscht haben? Mit sowas kann man auch das Verhalten deines Katers erklären. Für ihn ist es gerade deshalb sehr wichtig einen sehr sozialen, menschenbezogenen Kumpel zu bekommen. Mit ihm kann er "normales" Katzenverhalten lernen.

Auch Freigänger sind über Katzenkumpels sehr glücklich, zum einen sind auch Freigängerkatzen nicht ständig draußen und zum anderen gehen Freigängerkatzen auch gerne mit Kumpels raus - wir haben drei die auch draußen immer miteinander unterwegs sind.

Wir Menschen können ihnen einfach nicht ersetzen - so sehr wir sie auch lieben - was andere Katzen ihnen geben können.

Schau doch mal in den Thread
Warum zwei Katzen besser sind als eine!
All das bleibt einer Einzelkatze verwehrt.

Am besten wäre für dich eine Zweitkatze von einer Pflegestelle da dort die Tiere besser eingeschätzt werden können als im Tierheim usw.

Du kannst wenn du mags hier auch ein Gesuch einstellen, in der Rubrik Notfellchen gibt es einen Thread für Gesuche
__________________
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Alt 03.05.2016, 07:25   #3
Saphira15
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Ort: Berlin
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Beiträge: 4.180
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Herzlich willkommen hier uns toll das du dir Gedanken machst

Ich wiederhole nicht alles was Paty geschrieben hat, da geh ich voll mit.

Aber ein bisschen möchte ich noch ergänzen

Gerade wenn dein kleiner so ängstlich ist, kann ein gut sozialisierter Kumpel ihm Sicherheit geben und zeigen, dass die Welt gar nicht so schlimm ist!

Ist dein Kater gesundheitlich durchgechekt?
Und voll geimpft ?
Also die beiden Grundimmunisierungen?
Kastriert?

Das wäre Voraussetzung für eine Vergesellschaftung

Ich habe im Februar einen zweiten Kater zu meinem Katze-Kater Gespann dazu geholt und bereue es kein Stück!
Also nur Mut du wirst begeistert sein, wie toll dein Kerlchen aufblühen wird und hast kein schlechtes gewissen, wenn du länger außer Haus bist.

Ein Kater dazu wäre zu empfehlen obwohl es auch Kater Katzen gibt und am besten ähnliches Alter

Wenn du den Steckbrief ausfüllst kannst du deinen Süßen beschreiben und bekommst dann hier auch nur Kandidaten, die charakterlich zu deinem gut passen könnten ( Garantien hat man natürlich nie)

Alles Gute weiterhin
__________________
Saphira15 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2016, 08:08   #4
Samtbällchen
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Ich bin auch dafür, dass du einen zweiten Kater holst. Dein Kleiner ist noch sooo jung und ganz gewiss kein Einzeltier. Er hätte sicher gerne einen Kumpel, mit dem er spielen und raufen und kuscheln und sich gegenseitig putzen kann. Wichtig ist auf jeden Fall, dass du ein charakterlich zu ihm passendes Tier im etwa selben Alter holst, das vielleicht nicht allzu ängstlich ist, damit dein Schatz von ihm lernen kann. Wenn er sieht, dass der andere Kater mit dir angstfrei und offen umgeht, gibt es auch ihm Mut, weil er sieht, dass nichts passiert.

Auch Freigänger brauchen oft einen Artgenossen. Ich habe Freigänger, und nach dem Tod einer meiner Katzen war Nine alleine und sehr sehr unglücklich (das hat sie mehr als deutlich gezeigt). Jetzt ist Lani da, und Nine blüht wieder auf.
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Izzy für immer im Herzen
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Alt 03.05.2016, 08:18   #5
Moment-a
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Hallo Freet,

Zitat:
Zitat von Freet Beitrag anzeigen
Ich möchte wirklich nur das Beste für den kleinen und auch wenn mir ein Kater vollkommen reicht, würde ich natürlich eine Kumpel einziehen lassen, wenn ihm das gefallen würde. Mir ist durchaus bewusst, dass 8 Stunden allein sehr lang werden können. Allerdings bin ich unsicher ob so ein zweiter Kater ihn nicht einfach zu sehr stressen würde?!
da Dein Kater noch so jung ist, wäre es für ihn mehr Stress, wenn er dauerhaft ohne Gefährten und mit seinen Ängsten leben müsste.

Dein Kater ist schüchtern und ängstlich, deshalb muss es m.E. nicht unbedingt ein weiterer Kater sein.
Wichtig ist, dass das neue Tier gut sozialisiert, nicht dominant und menschenbezogen ist. Dein Kater kann sich von seinem neuen Gefährten viel abschauen und wird in Kontakt mit ihm/ihr sicherer werden.

Wenn Du Deinen Wohnort oder die nächstgrößere Stadt schreibst, könnt man schauen, ob sich Pflegestellen in Deiner Nähe befinden
__________________
Viele Grüße
Claudia
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Alt 03.05.2016, 08:41   #6
doppelpack
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Es wurde ja schon alles gesagt,stimme da voll zu.

Was ich dir noch raten will, teste die Katze unbedingt auf Katzenaids (FIV) und Leukose (FeLV). Bei so miserablen Zuständen ist eines von beiden leider nicht selten. Das muss vor einer Zweitkatze und vor dem Freigang unbedingt geklärt werden.
Würde ich direkt bei der Kastration mitmachen, die jetzt auch zeitnah erfolgen sollte.
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Alt 03.05.2016, 11:02   #7
fairydust
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Ich ergänze noch:
Ich hab 10 Katzen die mir grosszügig gewähren, mit ihnen unter einem Dach leben zu dürfen
Über die Hälfte von denen lassen sich von keinem Fremden anfassen und sind spurlos verschwunden, wenn ich Besuch habe - meist gibt es grossen Andrang am Kratzbaum der zum Dachboden führt, weil sie alle gleichzeitig da hoch wollen um sich zu verstecken
3 von meinen Katern (Brüder) haben Wochenlang im Schuppen gelebt (als Kitten, ca 4 Monate alt zu dem Zeitpunkt). Es dauerte ca 4 Monate, bis ich den ersten von ihnen ab und zu vorsichtig anfassen durfte und weitere 3 Monate, bis auch der letzte von den dreien auftaute.
Aber alle 3 haben sofort Freundschaft geschlossen mit zwei anderen Katern aus meiner Gruppe und sie sind von Anfang an ein Herz und eine Seele.

Mein Fazit: nur weil Dein Kleiner Angst vor Menschen hat und super scheu ist, heisst es noch lange nicht, dass er genauso mit anderen Katzen wäre. Eher im Gegenteil.
Meine 3 Geister haben klar davon profitiert, dass die anderen beiden, souveränen Kater ihnen vorgemacht haben, dass es sicher ist im Haus und im Garten und mittlerweile sind alle 3 Geister super verschmust (aber nur bei mir und bei den anderen beiden Katern)
Also trau Dich. Überstürze es nicht, finde den richtigen Spielgefährten für Deinen Mitbewohner, nimm Dir die Zeit die es braucht um sorgsam auszuwählen, aber lass ihn nicht alleine.
Wenn der Kleine so scheu ist (wer weiss wie er behandelt wurde bei der "Züchterin") ist es nur umso wichtiger, ihm einen Katzenkumpel vor die Nase zu setzen, der ihm zeigt, dass Menschen okay sind.
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Alt 03.05.2016, 11:03   #8
doppelpack
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Da will ich auch nochmal kurz einsteigen, meist ist es so - so auch bei meinem scheuen Kater- dass sich gerade diese Tiere sehr stark an anderen Katzen orientieren, das kann ich so nur 100%tig unterschreiben.
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Alt 03.05.2016, 14:40   #9
Venny
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Venny
 
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Ort: An der Weser
Beiträge: 437
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Kann genau dieselben Erfahrungen berichten.
Seitdem wir zu unserer Tierheim-Einzelkatze Diva unsere Kitty dazugeholt haben, hat sie sich unglaublich verändert! Sie ist viel offener geworden, spielt jetzt auch ohne Ende mit uns, wenn wir die richtigen Reize schaffen, schläft weniger und ist auch bei einigen anderen Dingen, wo sie vorher unsicher war deutlich sicherer geworden (z.B. wenn der Staubsauger kommt usw.)
Fremden gegenüber ist sie immer noch misstrauisch, wenn es mehr als 2 Personen sind und streicheln kommt immer auf ihre Laune an ;-)
Aber ich kann nur absolut zu einer Zweitkatze raten und würde es jedem empfehlen!
__________________

Es grüßt Venny mit ihren Schwarzweißmäusen Diva und Kitty ♥
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Alt 04.05.2016, 21:53   #10
Freet
Neuling
 
Freet
 
Registriert seit: 2016
Beiträge: 10
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Ihr lieben!
Vielen Dank erstmal für eure Einschätzungen! Ich hatte schon mit einem ähnlichem Feedback gerechnet und werde mir das natürlich zu Herzen nehmen!

Zusätzlich habe ich nochmal mit meinem Tierarzt gesprochen was das Thema angeht. Ich war sowieso zum Vorgespräch zur Kastration, die am Freitag ansteht, bei ihm und hab gleich mal die Chance ergriffen!
Er ist der Meinung, dass Mio mit Freigang sehr viel mehr geholfen wäre. Ich muss sagen, mein Tierarzt ein älteres Semester und hat somit viel Erfahrung mit Katzen und kennt auch meinen Wohnort und die evtl kritische Straßenlage etc. deshalb vertraue ich ihm in solchen Dingen auf jeden Fall! Auch wenn ich beim Thema Freigang auch Bauchschmerzen habe, weil ich natürlich Angst hab, dass er nicht wiederkommt oder überfahren wird oder sowas. Aber wie gesagt egtl kleiner Ort und drumrum viel nichts. Wenn da nur die eine Straße direkt von der Haustür nicht wäre.. :/

Ich denke ich werde also erstmal das Thema Freigang in Angriff nehmen um dann zu schauen, ob ich dabei ein gutes Gefühl habe. Wenn ich immernoch der Meinung bin, er ist nicht ausgelastet und fühlt sich zu allein, dann wird der perfekte Partner gesucht! Allerdings stehe ich jetzt schon mit zwei Tierheimen hier in Kontakt und wenn dort der oder die passende einzieht krieg ich direkt Meldung.

Und auch wenn das vielleicht nicht direkt hier her gehört, ich habe gelesen dass mit dem Training zum Freigang (also mit Geschirr und Balkon etc) mit so 9 -12 Monaten begonnen werden kann. Könnt ihr da zustimmen?

Lg von Freet
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angst, hilfe, kater, spielgefährte


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