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Vorbereitungen Was muss ich beachten bevor eine Katze einzieht

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Alt 04.05.2016, 22:04   #11
Paty
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zum Ersten - Tierärzte studieren nicht Katzenpsychologie

Freigang kann niemals einen Katzenkumpel ersetzen

Wir leben hier auf dem Dorf, Katzen werden nach den "alten" Regeln gehalten, fast alle Einzelkatzen bis auf wenige Ausnahmen.

Meine Jungs sind absolut sozial und bringen ständig wildfremde Katzen mit nach Hause.

Unser Nachbarskater war auch Freigänger aber alleine. Sobald er raus durfte stand der arme Kerl vor unserer Terrassentür und hat auf meine Jungs gewartet - wenn schönes Wetter war kamen unsere auch raus. Aber bei Regen, Schnee, Kälte usw. haben es sich unsere lieber daheim gemütlich gemacht - es bestand ja kein Zwan raus zu gehen weil man Kumpels daheim hatte.

Mir hat es fast immer das Herz zerbrochen wenn Franzi vor der Tür stand, sehnsüchtig rein geschaut hat wie unsere drei miteinander gespielt haben.

Und nein - Freigang kann niemals, wirklich niemals einen Kumpel ersetzen. Katzen sind nicht 24/7 draußen und selbst wenn sie es wären würden sie lieber mit ihrem Kumpel draußen sein.

Meine drei jagen sogar zusammen draußen.

Bitte zwing deiner Katze keine Einzelhaltung auf - auch nicht als Freigänger

Draußen geht es weitgehend ums Revierverhalten und sie machen sich nur wenig Freunde - Freunde gibt es daheim
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Alt 04.05.2016, 23:35   #12
fairydust
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Dem schliesse ich mich an.
Zumal Dein Kater zu jung ist um jetzt schon raus zu gehen. Frühestens mit 1 Jahr sollte man Katzen raus lassen. Es ist als würdest Du ein 6jähriges Kind zum spielen vor die Tür schicken und davon ausgehen, dass es genau weiss, was es zu tun hat damit nichts passiert.
Wenn er es nicht vehement einfordert, würde ich es an Deiner Stelle erst gar nicht versuchen sondern bei dem Zweitkater bleiben und beide in der Wohnung halten.
Alte Tierärzte haben alte Meinungen. Sprich, Katzen gehören vor die Tür, werden mit Trockenfutter gefüttert (wenn überhaupt) und haben im Menschenbett nichts verloren.
Er mag Erfahrungen haben mit Katzen, aber die haben wir auch und nur weil wir nicht Tiermedizin studiert haben, heisst das nicht, dass wir weniger Ahnung haben.
Wir LEBEN mit den Katzen. Er hat sie nur zum behandeln da.
Bitte höre auf uns, nicht auf den TA
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Alt 05.05.2016, 07:52   #13
Professor
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Ich würde den Kater noch nicht in den Freigang lassen (wenn überhaupt nur in einem gesicherten Garten).

Du hast eine Straße vor der Tür, es reicht ein Auto und da dein Kater scheu ist, würde ich es nicht riskieren.

Such bitte einen Kumpel für den Kater und du wirst sehen, wie schön es ist
__________________
LG
Anja und die 3 Stubentiger


Der kleine Vogel im Sturm –
nichts vermag ihn zu erschrecken,
weder Wind noch Regen.
Er weiß, dass hinter den Wolken
seine Sonne immer noch scheint.
Theresia von Lisieux
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Alt 05.05.2016, 08:11   #14
Paty
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Zitat:
Zitat von Freet Beitrag anzeigen
Ihr lieben!
Vielen Dank erstmal für eure Einschätzungen! Ich hatte schon mit einem ähnlichem Feedback gerechnet und werde mir das natürlich zu Herzen nehmen!

Zusätzlich habe ich nochmal mit meinem Tierarzt gesprochen was das Thema angeht. Ich war sowieso zum Vorgespräch zur Kastration, die am Freitag ansteht, bei ihm und hab gleich mal die Chance ergriffen!
Er ist der Meinung, dass Mio mit Freigang sehr viel mehr geholfen wäre. Ich muss sagen, mein Tierarzt ein älteres Semester und hat somit viel Erfahrung mit Katzen und kennt auch meinen Wohnort und die evtl kritische Straßenlage etc. deshalb vertraue ich ihm in solchen Dingen auf jeden Fall! Auch wenn ich beim Thema Freigang auch Bauchschmerzen habe, weil ich natürlich Angst hab, dass er nicht wiederkommt oder überfahren wird oder sowas. Aber wie gesagt egtl kleiner Ort und drumrum viel nichts. Wenn da nur die eine Straße direkt von der Haustür nicht wäre.. :/

Ich denke ich werde also erstmal das Thema Freigang in Angriff nehmen um dann zu schauen, ob ich dabei ein gutes Gefühl habe. Wenn ich immernoch der Meinung bin, er ist nicht ausgelastet und fühlt sich zu allein, dann wird der perfekte Partner gesucht! Allerdings stehe ich jetzt schon mit zwei Tierheimen hier in Kontakt und wenn dort der oder die passende einzieht krieg ich direkt Meldung.

Und auch wenn das vielleicht nicht direkt hier her gehört, ich habe gelesen dass mit dem Training zum Freigang (also mit Geschirr und Balkon etc) mit so 9 -12 Monaten begonnen werden kann. Könnt ihr da zustimmen?

Lg von Freet
Ich muss nochmal was dazu schreiben

Wir wohnen - wie bereits geschrieben - auch auf dem Land. Hier gibt es einen TA der immer noch am liebsten sieht dass eine Katze einmal geworfen hat bevor sie kastriert wird.
Und wir haben einen jungen TA, der hat eine Tierklinik mit einigen Kollegen, ist beim Projekt Kitty (Streunerkastration) stark engagiert.

Also alter Tierarzt bedeutet nicht guter TA

Und wenn du Angst wegen der Straße hast - gestern war in unserem Gemeindeblatt eine Todesanzeige mit Bild von einer Katze und der Text:

"Und wieder hat ein rücksichtsloser Raser gnadenlos eine unserer geliebten Katzen überfahren und freige ma Straßenrand liegen lassen. Welcher Mistkerl macht so was? Wann hat die Raserei auf dieser Straße endlich ein Ende?
Der Kater war gerade mal ein dreiviertel Jahr alt und hat allen so viel Freude bereitet.
Sonnenschein... komm gut im Katzenhimmel an. Du fehlst uns"
(Danach noch Name und Ort)

Finde die Fehler - 9 Monate ist viel zu jung für den Freigang, es ist nicht die erste Katze die überfahren wurde und ich weiß wie es da aussieht - absolut ländlich, nur 3 Häuser aber eben eine Straße vor der Tür ... - keine große Bundesstrasse oder so, nein nur eine kleine Ortsdurchgangsstraße

Wenn du Bedenken wegen der Straße hast - hol so bald als möglich einen Kumpel und lass die Katzen nicht raus

Trainieren mit Leine usw. - bringt gar nichts, sobald du nicht dabei bist machen die sowieso was sie wollen
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Alt 05.05.2016, 08:32   #15
Moment-a
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Zitat:
Zitat von Freet Beitrag anzeigen
Auch wenn ich beim Thema Freigang auch Bauchschmerzen habe, weil ich natürlich Angst hab, dass er nicht wiederkommt oder überfahren wird oder sowas. Aber wie gesagt egtl kleiner Ort und drumrum viel nichts. Wenn da nur die eine Straße direkt von der Haustür nicht wäre.. :/
Dein Kater ist ängstlich, ist offensichtlich nicht gut sozialisiert und soll im Freigang Selbstbewusstsein lernen. Mmh...

Und wie soll er mit fremden Katzen umgehen, wie soll er sich verteidigen oder in Katzensprache sagen, was er will oder nicht will, wenn er das nicht gelernt hat?
Und in seiner Angst vor Menschen, vor anderen Katzen kann er dann auch richtig reagieren und rennt nicht kopflos auf die Straße?

Dein Tierarzt traut dem Kater aber eine Menge zu
Manche Empfehlungen sollten nochmal selbständig überdacht werden.
__________________
Viele Grüße
Claudia
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Alt 05.05.2016, 09:03   #16
herita
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Huhu,

wir haben Anfang des Jahres zwei ehemalige Streuner aufgenommen.

Eigentlich hieß es, dass Melly eher als Einzelkatze vermittelt werden sollte, weil sie nicht so gut mit anderen Katzen war. Auf der Pflegestelle lebte sie im Gartenhaus (mit Heizkiste) zusammen mit Kasi für ca. 1 Monat. Beide lagen wohl auch öfter mal zusammen in der Heizkiste, sind sich aber sonst eher aus dem Weg gegangen. Da für uns aber zwei Tiere von vornherein feststanden und beide fast gleich aussahen (am Anfang; mittlerweile sind sie für uns so unterschiedlich wie schwarz und weiß ^^) und sich beide problemlos von uns anfassen ließen, haben wir beide zusammen aufgenommen.

Die beste Entscheidung, die wir je getroffen haben Sie haben sich gegenseitig über die unsichere Zeit geholfen und hatten jemand zum Ankuscheln unterm Schrank, wenn man sich vor den unbekannten Menschen verstecken "musste". Sie haben von einander gelernt, als einer dann irgendwann anfing sich berühren zu lassen und das die Menschen doch gar nicht so schlimm sind. Mittlerweile gibt es uns auch zum Ankuscheln - nicht unterm Schrank, sondern auf dem Sofa
Die beiden liegen nicht oft zusammen, aber es wird sich gegenseitig geputzt, gespielt und gerauft. Alles Dinge, die wir einer Katze gar nicht bieten könnten.

Dein Kater ist jung und natürlich noch ängstlich. Er kann von niemandem lernen, dass du nicht gefährlich bist und dass das zu Hause sicher ist. Er muss das alles ganz alleine rausfinden und braucht dazu natürlich seine Zeit. Mit einem Kumpel geht das viel besser. Natürlich, kann es am Anfang zu Reibereien kommen, aber das ist vollkommen normal. Ein passender Kumpel (oder eine Kumpeline ) wird ihm helfen, sich zurecht zu finden. Und natürlich ist das zweite Tier nicht nur dafür da, deinem Mio zu helfen. Du gibst einem zweiten Tier ein Zuhause in dem es dann Liebe und Schutz erfahren kann.
Viele Probleme, die Katzenbesitzer mit einem Tier haben, lösen sich durch die Vergesellschaftung mit einem weiteren (natürlich nicht alle..)
Meine Schwägerin hatte auch nur einen Kater. Er war sehr ängstlich und kam nie raus. Er wollte mit meiner Schwägerin spielen und das tat ihr natürlich weh. Er sprang auch an die Füße. Jetzt hat sie eine zweite Katze und es hat sich sehr gebessert! Gerauft wird untereinander und er ist viel mutiger geworden. In ihrem Fall hat sie eine Katze als Partnerin gewählt, was auch gut gepasst hat. Das muss man natürlich auf sein eigenes Tier abstimmen, welche Charakterzüge passen. Ich würde es nicht nur vom Geschlecht abhängig machen.
Bei uns ist sie auch kein Stück vorsichtiger, als er beim Raufen (eher im Gegenteil ^^).

Also lange Rede, kurzer Sinn: Zweitkatze - Ja!

Bezüglich dem Freigang musst du dies selbst entscheiden. Ja, es macht einen panisch, wenn man so eine Glucke ist wie ich. Wir haben hier nur Spielstraßen / 30er-Zonen, einen Friedhof direkt hinterm Haus und Wald & Felder vorm Haus. Und trotzdem grummelts im Bauch, wenn die beiden außer Sicht draußen verschwunden sind. Mir ist es aber lieber, ich hab ein wenig Bauchschmerzen, als sie drinnen zu lassen. Draußen ist soooo viel zu entdecken, was ihnen eine Wohnung (und mag sie noch so groß sein) nicht bieten kann. Dort verändert sich alles, alleine schon den Jahreszeiten entsprechend. Für mich persönlich war schon immer klar, dass wir Freigänger haben werden. Momentan nur Teilzeit, was aber an unserer Situation liegt. Unsere beiden kommen ganz gut damit klar.
Natürlich kann etwas passieren. Mein Kater damals (JETZT weiß ich auch, was wir alles falsch gemacht haben, ich war aber damals 12..) war auch Freigänger und irgendwann kam meine Nachbarin und teilte uns mit, dass unser Kater in der 30er-Zone vorm Haus überfahren wurde - und er hatte 4 Kilometer direkt an unseren Garten angrenzendes Feld zur Verfügung. Aber er war erst 9 Monate... =(
Trotzdem, ist dies kein Grund für mich, unsere beiden gänzlich in der Wohnung zu lassen. (Zumal das bei ehemaligen Streunern auch irgendwann nicht mehr möglich gewesen wäre) Aber ich mache niemandem einen Vorwurf, der sich anders entscheidet. Nur muss man dann eben auch gucken, dass genügend Anreize zur Beschäftigung gegeben sind. (was wiederum nicht bedeutet, dass Freigang bedeutet, dass man sich nicht mit seinen Katzen beschäftigen sollte)

Also erstmal hoffe ich jetzt, dass deine Entscheidung für eine Zweitkatze ausfällt und dann muss erstmal der richtige Partner gefunden werden. Alles andere ist Zukunftmusik :-)

Liebe Grüße
__________________
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Wir lernen jeden Tag dazu.

herita ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2016, 09:06   #17
ottilie
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Ich stimme dem zu: ein junger einsamer Freigänger wird sich draußen Anschluss an andere Katzen suchen.
Du weißt aber nicht, ob die ihn auch wollen.
Die haben ja schon ihr Revier aufgeteilt.
Da kann es zu Verletzungen kommen.

Wenn die Kastra erfolgt, am besten die Katze gleich mit chippen und tätowieren lassen, falls sie mal wegläuft.

Drittens sind Freigänger viel schwerer zu vergesellschaften als Wohnungskatzen.
Viele entziehen sich dem Neuzugang durch rausgehen.

Du musst ja den jungen Kater noch eine Zeitlang drin halten, da er zu jung ist für Freigang.
Das wäre der ideale Zeitraum für eine Vergesellschaftung.

Und: einmal Freigang, immer Freigang.
Wenn die Katzis einmal draußen waren, dann möchten die meisten das ständig haben. Also nicht: heute geh ich mit dir raus und morgen nicht.
Ich habe das mit der Leine damals 2008 auch ausprobiert. Der Kater hat sich fast erhängt und ist aus der Leine gschlüpft und abgehauen (in einer für ihn fremden Umgebung!). Es blieb eine panische Dosi zurück, die ihren Kater gesucht hat

hier noch das

http://www.katzen-forum.net/die-anfa...anfaenger.html
__________________
Liebe Grüße

Ottilie

Geändert von ottilie (05.05.2016 um 09:12 Uhr)
ottilie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.05.2016, 19:21   #18
Tiffy 06
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Auch noch mein Senf:

ERST Kumpel, dann Freigang!!!!!

Schon allein, weil er sich beim Freigang dann auch an dem, wenn richtig ausgesucht, souveräneren, Kumpel orientieren kann.


Filou kam im Alter von knapp 4 Monaten zu uns. Woher er kam, kann ich nicht genau sagen, mein Schwager brachte ihn von Bekannten mit..... Laut seinen Äußerungen schien es ihm dort aber nicht schlecht zu gehen.

Minou war zwei Jahre alt. Ich weiß, nicht so tolle Kombi, war nun aber so und ging zum Glück auch alles gut.

Minou war sehr aufgeschlossen und selbstbewusst, ohne Filou aber unterzubuttern.

Und das war genau das, was Schissbux Filou brauchte!

Filou ist jetzt 6 Jahre, hat bei uns NIE etwas schlimmes erlebt, er vertraut uns so sehr, dass wir ALLES mit ihm machen können.
Trotzdem huscht er immer noch schnell mal weg wenn wir uns für ihn unvorbereitet schnell bewegen. Oder z.B. eine Jacke anhaben.

Sobald Besuch kommt, sieht man von Filou keine Schwanzspitze mehr......


Ohne Minou wäre er verloren gewesen....

Nun ist Minou vor 5 Wochen gestorben. Bei aller Trauer habe ich bereits nach einer Woche einen neuen, sozialen und souveränen Kater aufgenommen.
MIR bringt niemand meine Minou zurück, und keiner kann sie ersetzen. Aber Filou brauchte dringend wieder jemanden, an dem er sich orientieren kann.

Und wenn ich die beiden zusammen sehe (die fraßen schon am nächsten Tag aus einem Napf.....), weiß ich, dass es genau die richtige Entscheidung war!
Tiffy 06 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.05.2016, 19:46   #19
Kittieeee
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Zitat:
Zitat von ottilie Beitrag anzeigen
Ich stimme dem zu: ein junger einsamer Freigänger wird sich draußen Anschluss an andere Katzen suchen.
Du weißt aber nicht, ob die ihn auch wollen.
Die haben ja schon ihr Revier aufgeteilt.
Da kann es zu Verletzungen kommen.
Jupp, war hier mit Tammy auch so. Sie suchte Kontakt zu den Nachbarskatzen, die hielten sie aber lieber auf Distanz. Jetzt sind die beiden umgezogen und es ist nur noch der doofe rote Kater da. Das war für uns der Startschuss eine Freundin dazuzuholen. Nunja, jetzt sind sie zu dritt. Geplant war das nicht, aber so spielt das Schicksal eben manchmal
Warum kann man in unserem Fred nachlesen.

Zitat:
Drittens sind Freigänger viel schwerer zu vergesellschaften als Wohnungskatzen.
Viele entziehen sich dem Neuzugang durch rausgehen.
Auch das kann ich nur bestätigen. Tammy hat sich extrem viel nach draußen verzogen und zog es vor draußen auf den Terrassenmöbeln zu campieren statt reinzukommen, denn hier wartete eine permanent miauende einsame und sehr soziale Katze hinter der Gittertür und tat ihre Unzufriedenheit kund und das machte Tammy total aggro. Seit ihre Schwester jetzt auch hier ist und wir Tammy Bachblüten geben ist es ruhiger hinter der Gittertür und Tammy kommt wieder wie gewohnt gerne und immer von selbst rein. Heute saß sie nur einmal für ca. 15 Minuten draußen auf dem Stuhl
Nichts desto trotz ist sie immer noch in der Akzeptanzphase, d.h. sie hofft immer noch, dass wir die beiden Neuzugänge bald wieder wegbringen

Zitat:
Und: einmal Freigang, immer Freigang.
Wenn die Katzis einmal draußen waren, dann möchten die meisten das ständig haben. Also nicht: heute geh ich mit dir raus und morgen nicht.
Kann ich auch nur zustimmen. Tammy geht drinnen z.b. aktuell gar nicht mehr aufs Klo.
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Alt 20.08.2017, 12:57   #20
Freet
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Freet
 
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So, es ist viel Zeit vergangen und ich habe mir eure Ratschläge zu Herzen genommen! Allerdings kann ich nur sagen: erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Ich habe mich nach Mios Kastration im örtlichen Tierheim informiert, mir verschiedene (meist ältere Tiere) angeguckt und mit den Mitarbeitern dort beraten was für meinen Mio wohl die beste Gesellschaft wäre. Glücklicherweise kenne ich eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Tierheims und sie ist vorher einmal zu mir gekommen und hat sich meine Wohnung angeguckt und wir haben noch ein paar Sachen angepasst, damit auch alles für die Kennenlernphase vorbereitet ist (Genug Rückzugsorte für beide, noch zwei extra Futterstellen, Katzenklos, Kratzmöbel etc..) Ich habe also wirklich versucht alles richtig zu machen!
Es hat sich dann allerdings doch etwas hingezogen bis Kandidaten ins Tierheim gezogen sind die zur unserem Lebensumständen passten. #

Irgendwann kam es dann dazu, dass ein Kater durch Krankheit seines früheren Besitzers ins Tierheim musste und demensprechend unter der Situation gelitten hat. Ich habe also eine Probezeit vereinbart und Georg ist erstmal bei uns eingezogen. Aber wir hatten alle die Rechnung ohne meinen Mio gemacht. Ich hatte wirklich Mitleid mit Georg, der sich augenscheinlich Mühe gegeben hat sich mit meinem Kleinen anzufreunden. Der allerdings ist tatsächlich so überhaupt nicht begeistert gewesen. Egal was Georg gemacht hat, es wurde mit fauchen und und Tatzenhieben kommentiert. Ich hatte eigentlich mit zwei - drei Tagen verstecken und dann vielleicht vorsichtiger Annährung und beschnuppern gerechnet und ich glaube Georg wär da auch voll auf meiner Seite gewesen. Er bewegte sich der Situation ensprechend vorsichtig in der Wohnung und hielt sich von Mio fern. Aber der ist selbst total ausgerastet wenn Georg zu mir kam um zu spielen oder sich streicheln zu lassen. Zack kam Mio angeflitzt und wies den "Konkurenten" in die Schranken. Am Ende lag Georg nur unter dem Schrank und kam nicht mal zum Fressen raus.
Nach 1 1/2 Wochen konnte ich es mir nicht mehr mit angucken und habe Georg schweren Herzens zurück gebracht.
Die Tierheimmitarbeiter waren ganz auf meiner Seite (ich habe zwischendurch Videos von den Situationen gemacht um mir auch von ihnen nochmal Rat zu holen, ob sich das noch legen kann oder nicht), deren Fazit war: vielleicht stimmt zwischen den beiden die Chemie einfach nicht.

Also weitergesucht und einige Zeit später (die Lage hier musste sich natürlich auch erstmal wieder beruhigen) habe ich einen neuen Anlauf unternommen und einen Kater zu uns geholt der fast genauso alt war wie Mio. Ein süßer neugieriger Kerl der in einer vom Tierheim betreuten Pflegestelle super mit den anderen Katzen und Katern zurecht kam. Aber genau das gleiche Spiel, Mio ist total frei gedreht und die zwei haben sich bis aufs Blut geprügelt, sodas ich sie in getrennte Zimmer sperren musste, um schlimmere Verletzungen zu verhindern.
Also hat Gismo dann auch wieder die Koffer gepackt (er war glaub ich sehr froh, dass er endlich von meiner kleinen Kratzbürste wegkam).

Als letzten Versuch (aller guten Dinge sind drei) habe ich es einige Zeit später nochmal mit einer Katze probiert. Diesmal zugegeben ohne Tierheimbeistand, sondern privat, da sich durch eine Bekannte die Chance ergeben hat. Die kleine Dame war ein Jahr älter als Mio, ist mit verschiedenen Kumpels aufgewachsen, kannte also das Zusammenleben mit Katern.
Am Anfang war ich auch noch guter Dinge, denn es wurde sich nicht geprügelt und ich durfte Wilma sogar anfassen ohne das mein Kleiner vor Eifersucht an die Decke gegangen ist. Allerdings haben sich die beiden einfach komplett ignoriert. (das war ja nun eigentlich auch nicht Sinn der Übung, aber naja)
Aber das Glück währte nicht lang.. Irgendwann fing Mio an unsauber zu werden. Und zwar nicht nur so, dass manchmal etwas daneben geht, sondern, so kam es mir vor, gezielt. Es standen zu der Zeit drei Katzenklos in der Wohnung in unterschiedlichen Zimmern mit verschiedenen Streusorten. (Wilma fand Klumpstreu doof) Irgendwann war es soweit, dass ich im Wohnzimmer saß und Mio schlief ebenfalls im Wohnzimmer. Irgendwann kommt Wilma rein, und legt sich zu mir aufs Sofa, Mio guckt, steht auf, geht ins Schlafzimmer (dort stand auch ein KaKlo) und erleichtert sich auf meinem Bett. Als diese Situationen sich häuften und ich schon wirklich verzweifelt war, war eine Freundin von mir auf der Suche nach einer Gefährtin und hat sich Hals über Kopf in Wilma verliebt. Und die sich in meine Freundin. Also zog Wilma nach Berlin und ist jetzt eine glückliche WG-Katze.
Mios Unsauberkeit hörte schlagartig mit dem Tag auf, als Wilma in ihrem Katzenkorb die Wohnung verließ.


Ich weiß das klingt alles irgendwie verrückt. Aber dieses Jahr hat mir gezeigt, dass Mio ums verrecken hier keinen weiteren tierischen Mitbewohner haben möchte. Es hat immer länger gedauert bis er sich von dem Stress wieder erholt hatte und ich glaube wir sind uns beide einig, dass wir es hier schon ganz gut haben zu zweit.
Allerdings bin ich gespannt sollte irgendwann nochmal ein potenzieller menschlicher Mitbewohner Interesse anmelden, was mein kleiner Kronprinz dann dazu so sagt
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