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Verhalten und Erziehung Alles über die Eigenarten unserer Samtpfoten

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Alt 20.04.2010, 17:58
  #1
Leboar3
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Unglücklich Aggressiver Kater nach Kastration

Hallo,
ich schreibe heute zum ersten Mal in diesem Forum und hoffe, dass mir jemand einen Rat geben kann.
Letzten Freitag wurde unser kanpp 10 Monate alter Perserkater kastriert, seitdem ist alles anders. Wir haben noch einen 5 Jahre alten Perserkater und ein 5jähriges Persermädchen. Mit dem Kater hat sich unser Kleiner immer gut verstanden, mit dem Mädchen hat er ab und zu rumgezickt.
Seit der Kastration am Freitag vertragen sich die beiden Kater nicht mehr. Die Aggression geht von dem Kleinen aus. Der Große faucht und knurrt ihn an, sobald er einen bestimmten Abstand unterschreitet. Der Kleine fängt dann an zu jaulen, das war in den ersten 2 Tagen ganz laut, jetzt nicht mehr ganz so laut. Er legt dann den Kopf ein wenig zur Seite und dann haben die beiden auch schon angefangen zu kämpfen, nicht lange, Verletzungen gab es keine, nur Fellbüschel sind geflogen. Bislang haben wir die Kämpfe immer abgebrochen. Heute habe ich die beiden mal auf der Terrasse machen lassen. Und das hat sich dann so abgerspieltie beiden lagen erst in einem gebührlichen Abstand voneinander da, der Kleine verringert ihn dann allmählich, irgendwann fängt der Große dann an zu fauchen und zu knurren, der Kleine fängt an zu jaulen und legt den Kopf zur Seite. und dann kam der Angriff vom Kleinen, hat aber nur ganz kurz gedauert. Nur Fell ist wieder geflogen. Nach dem Angriff lagen die beiden dann in einem Abstand von ca. 40 cm entfernt und haben sich wie blöd angeknurrt und gefauchtn, ein bisschen gejault. Nach ca. 5 Minuten hat sich der Kleine ganz vorsichtig verdrückt, ist in die Wohnung eine Runde drehen und kam wieder raus. Der Große war so lange auf seinem Platz liegen geblieben. Die beiden starren sich nur noch an. Der Große hat Angst vor dem nächsten Angriff, deshalb schaut er auch ganz ängstlich in der Wohnung rum, wo der Kleine jetzt wieder lauert. Wir trennen sie ab und zu, jetzt auch nachts. Ich habe einfach zu viel Angst, dass etwas Schlimmes passiert.Sollen wir uns raushalten aus den Streitigkeiten oder trennen, wenn es zu arg wird. Was kann der Auslöser für die Verhaltensänderung sein, die Kastration an sich oder der Besuch beim Tierarzt allgemein. Wir sind total ratlos. Ich habe auch Angst, dass das jetzt so bleibt. Heute nachmittag lag der Große in seinem Schlafkörbchen auf einem Schrank. von weitem habe ich dann wieder das Gejaule vom Kleinen gehört, d.h. für mich - jetzt geht es wieder los, habe dann nachgeschaut und da stand der Kleine direkt am Körbchen vom Großen und hat ihn angestarrt. Anscheinend ist der Große dann aufgewacht und schon gings los mit Fauchen, Knurren. Und da der Kleine nicht gehen wollte, hat er vom Großen eine gefangen, aber auch das hat ihm nicht gereicht. Habe dann mit einem Spielzeug von weiten den Kleinen abgelenkt, dann ist er runtergesprungen. Der Kleine lässt den Großen also nicht mal in Ruhe schlafen!!
Kann mir jemand einen Rat geben, wie wir uns verhalten sollen. Wir sind sehr änstlich und unsicher, weil wir sowas noch nie erlebt haben. Wir machen uns große Sorgen, wenn wir in den nächsten Tagen wieder arbeiten gehen. Sollen wir sie tagsüber trennen (dazu tendieren wir ganz stark), denn wir wollen kein Risiko eingehen, wenn wir nicht da sind. Mit unserem Mädchen gibt es übrigens gar keine Probleme. Sie faucht die beiden Männer ab und zu mal an, aber das interessiert die zwei gar nicht.
Ich bin wirklich dankbar für jeden Rat. Danke schon mal.
Liebe Grüße von inma
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Alt 21.04.2010, 18:43
  #2
Quasy
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Quasy
 
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Hallo, Inma.
Ein langer Text und keine Antworten. dann kämpfe ich mich mal durch und versuche dir Tipps zu geben.
Ersteinmal: Herzlich Wilkommen!
Der Große ist auch kastriert, oder? Und das Mädchen auch?
Die Agression geht vom Großen aus, meinst Du?
Bitte mischt Euch in die (Rang)kämpfe nicht ein, es sei denn, ihr merkt, dass es für den Kleinen wirklich zuviel wird.
Ich denke, dass der Kleine einfach groß wird. U.u sieht der Große in ihm einen Konkurrenten um "seine" Prinzessin.
Ich denke, dass die Kastration auch mitspielt, aber keine allzugroße Bedeutung hat.
So lange sich der alte zur wehr setzen kann, soll er den Kleinen ruhig einmal etwas zurückweißen und ihm zeigen, wer das sagen hat. Die kleinen nerven natürlich oft, eine 4 Katze käme für Euch nicht in Frage?
Eure Angst und Unsicherheit gibt den Katzen natürlich auch keinen Halt. Hast du denn Fotos oder eine Videosequenz von solchen Streitereien?
Ihr solltet vor allem in getrennten Nischen füttern, für jede Katze div. Schlafplätze und Katzenklos bereitstellen. Außerdem natürlich den kleinen auspowern und die großen nicht vernachlässigen. Ich denke, ihr habt da einfach einen Teenie, der seine Grenzen ausprobieren möchte und sich deswegen immer mit dem katerchen anlegt.
Außerdem sollte es in Eurem Haushalt ruhig zugehen. Bringt Düfte von draußen mit rein, lenkt ab. Und ganz wichtig: Genügend Freiraum für jede Katze! Alle in einem Zimmer ist nicht gut, sie müssen die Möglichkeit haben, ihre Konflikte auszutragen, sich dann aber wieder verlaufen zu können.
Trennen macht die Sache nicht besser und führt auf Dauer zu nichts. Im Gegenteil: Wenn ihr sie nach der Arbeit wieder zusammenlasst, kann es umso stärker ausfallen.
Vielleicht wäre ein 10 Monate altes Mädchen eine überlegung, je nachdem wieviel Platz und Geld da ist
Und wenn sich das einfährt (also über 6 Monate wirklich verschlimmert), sollte man evtl. auch die Option im Hinterkopf behalten, den Kleinen wieder herzugeben.
abwarten und beobachten.
lg
__________________

Tinka, Mia, Jeannie, Biggie, Jannis
Quasy ist offline  
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Alt 21.04.2010, 21:57
  #3
Leboar3
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Hallo, danke erstmal für die Antwort. Ich denke, die Aggression geht vom Kleinen aus, also dem frisch Kastrierten. Und momentan haben wir auch Angst, dass, solange seine Narbe noch nicht richtig verheilt ist, etwas passiert. Aus dem Grund wollen wir sie im Moment auch nicht zusammen lassen, wenn wir nicht da sind. Und das mit der 4. Katze (die zwei Großen sind natürlich auch kastriert) habe ich auch schon mal ganz weit im Hinterkopf gehabt.nur, u.U. holen wir uns das nächste Problem ins Haus, vielleicht versteht die sich dann mit unserem Mädel nicht oder mit gar keinem. Das ist das Hauptargument gegen eine weitere Katze. So ein Experiment können und wollen wir nicht machen. Ich weiß, dass sowas auch gut gehen kann, aber wenn nicht.....
Ja, es stimmt, dass meine Unsicherheit auch auf die Katzen übergeht. Mein Mann kann damit wesentlich besser umgehen.
Jedenfalls bin ich nach so kurzer Zeit (sind ja erst 5 Tage) schon ziemlich am Ende, einfach nur, weil das absolutes Neuland für uns ist, hatten immer Harmonie im Zusammenleben unserer Schätze und nun sowas.......
Danke nochmal für deine Tips
die Inma
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Alt 23.04.2010, 23:11
  #4
Carlo_Maui_Odin
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Beiträge: 6
Standard Wir haben exakt das gleiche Problem...

Hallo Leboar3,

wir haben exakt 1:1 das gleiche Problem wie Ihr. Wir haben einen 5 Jahre alten Kater (kastriert), eine 2,5 Jahre alte Katze (kastriert) und einen 9 Monate alten Kater (gerade frisch Kastriert vor 1 1/2 Wochen). Alle haben sich vor der Kastration des kleinen super verstanden. Nach der Kastration war die ersten 2 Tage auch alles wieder OK (bis auf ein bisschen Fauchen der beiden anderen, was ja normal ist wegen komischem Geruch vom Tierarzt).

Dann sind wir am 3. Tag Abends nach Hause gekommen und haben Haarbüschel am Boden gefunden. Kurze Zeit später haben wir dann auch mitbekommen, wie der Kleine mit heftigem Jaulen auf unsere Katze (sie waren immer ein Herz und eine Seele) losgegangen ist. Das ganze passierte dann mehrmals innerhalb kurzer Zeit. Der kleine läuft Ihr auch immer hinterher, sitzt dann erst etwas weiter weg (beide starren sich an) und dann geht er etwas näher, sitzt wieder, dann wieder etwas näher, bis er so nah ist, dass er jault, den Kopf komisch zur Seite dreht, einen dicken Schwanz bekommt und schließlich auf Sie los geht. Es geht zu 100% von dem Kleinen aus (natürlich faucht die Katze auch, aber sie fühlt sich sicher nur gereizt). Mit dem älteren Kater ist alles OK. Beide (der Kleine und die Katze) stören sich an ihm kein bisschen.

Wir haben die beiden nun seit gut 6 Tagen in getrennten Zimmern. Bis jetzt ist jeder Test sie wieder auf einander los zu lassen nach einiger Zeit im Kampf geendet.

Die Ärztin aus der Tierklinik hat uns gesagt, dass dies durch die Hormonumstellung des Katers vorkommen kann und sich legen sollte wenn sich die Hormone wieder einstellen. Zum Zeitraum hat Sie nichts genaues gesagt, nur dass es auf jeden Fall länger als 1 Woche dauert.

Wo anders habe ich auch gelesen, dass sich das Rangverhalten nach der Kastration verändert.

Ich hoffe nur das ändert sicher wieder alles zum Guten. Sie haben früher immer zusammen geschlafen und gespielt. Langsam drehen wir hier auch echt am Rad. Durch das wegsperren heulen hier alle den ganzen Tag.

Wie läuft es denn gerade bei Euren Süßen? Habt Ihr mittlerweile schon mehr rausgefunden?

Gruß aus Duisburg

Tobias
Carlo_Maui_Odin ist offline  
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Alt 24.04.2010, 09:40
  #5
Leboar3
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Hallo Tobias,
danke für deine Zeilen. Das ist ja bei dir genau das Gleiche und wahrscheinlich liegen bei eucht die Nerven auch etwas blank wie bei uns. Gestern habe ich mich noch mal bei meiner Tierärztin gemeldet, sie hat uns das auch so geschildert wie dir. Wir sollen die nächsten 2 Wochen noch abwarten. Es ist weiterhin so, dass wir sie nicht ohne Aufsicht zusammen lassen. Nachts schlafe ich mit dem Kleinen in einem abgetrennten Zimmer für zwei Tage, dann schläft mein Mann für zwei Tage bei ihm. Und so läuft das dann ab, wenn ich morgens die Tür aufmache:Wir gehen aus der Tür und etwas entfernt liegt der Große und kuckt. Erst mal bleibt der Kleine stehen und kuckt, dann gehen wir ein Stück weiter, ab einer bestimmten Entfernung faucht oder knurrt (oder beides) der Große. Mein energisches Nein bringt nicht wirklich viel. Dann ist der Große ganz vorsichtig aufgestanden und in Richtung Küche marschiert. Da habe ich dann das Gefühl, wenn ich nicht dabei wäre, würde der Kleine ihn jetzt von hinten atackieren. Irgenwann bleiben beide stehen und beobachten sich wieder. Manchmal tolertiert der Große ein Vorbeilafen des Kleinen, aber meistens knurrt oder faucht er. Er ist immer auf der Hut, weil er offensichtlich weiß, bei der ersten Gelegenheit kommt der Angriff. Dieses Ständige auf die beiden aufpassen, geht auch an die Substanz. So wie jetzt, wo ich mit dem Kleinen separat in einem Zimmer bin und diese Zeilen schreibe, geht es auch mir für eine Zeit dann gut.
Und wie ich bei dir lesen konnte, hast du dich auch für eine vorübergehende Trennung entschieden. Da gehen ja die Meinung so auseinander. Was hat dein Tierarzt dazu gesagt, zur Trennung meine ich. Ich will einfach nicht, dass die beiden nach jedem weiteren Kampf neue Aggressionen aufbauen und so sagt mir mein Bauch, die Trennung im Moment und Zusammenlassen unter Aufsicht sind das Beste. Ich hoffe auch, dass das wirklich nur die Hormone sind und dann müsste das ja eigentlich in spätestens 4 Wochen vorbei sein. Was ist aber, wenn nicht. Hast du dich auch schon mal mit dem Gedanken befasst?? Will eigentlich gar nicht darüber nachdenken.
Viele Grüße von Inima
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Alt 24.04.2010, 14:44
  #6
Wuschelpuschel
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Wuschelpuschel
 
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So ein Problem hatten wir auch.
Wir haben 2 Kater 2 Jahre alt und einen Kater 9 Monate alt mussten wir letzte Woche leider abgeben.
Als wir den Kleinen bekamen war er ein Herz und eine Seele mit den beiden Großen. Im Dezember haben wir ihn dann kastrieren lassen und danach gings los: Er jagte die Beiden durch die ganze Wohnung und wenn er sie dann in der Ecke hatte, biss er zu. Am meisten musste mein Highlander unter ihm leiden, denn mein Perser war bei den ersten Anzeichen sofort hinter der Couch und kam dann erstmal nicht wieder raus.
Täglich war die Wohnung voll mit weißen Fellbüscheln von Momo (dem Highlander), und das Schreien von Momo hab ich immer noch in den Ohren.
Dann entdeckte ich bei Momo am Hals ein Loch von über 3 cm. Durchmesser. Mir war ganz schlecht. Sofort zur TÄ gefahren und die sagte dann auch: Das sieht nach Katzenkralle aus, muß genäht werden. Ausserdem sagte sie dann noch daß ich lieber den Kleinen weggeben solle, sonst hört das wahrscheinlich nie auf.
Da diese Geschichte praktisch schon seit Januar lief und auch mit Feliway keine Besserung kam, im Gegenteil, es wurde immer schlimmer, hab ich ihn schweren Herzens abgegeben und jetzt ist bei uns wieder Ruhe und Frieden eingekehrt und meine Beiden sind total anders drauf. Sie schmusen wieder, auch miteinander und sie spielen wieder, was sie monatelang nicht mehr gemacht haben.
__________________
Liebe Grüße Sylvia
Gizmo, wir werden dich nie vergessen.
Wuschelpuschel ist offline  
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Alt 24.04.2010, 16:32
  #7
Carlo_Maui_Odin
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Hallo Inma,

heute schöpfe ich wieder GANZ GROßE Hoffnung, dass alles wieder gut wird. Ich habe heute noch ein mal mit unserer Tierärztin gesprochen. Sie sagte, dass es wahrscheinlich ist, dass wir ihn zu früh nach der Narkose mit den anderen Zusammen gelassen haben (ich wusste nicht das man das nicht soll).

Wenn Tiere aus der Narkose kommen (und bis ca. 24h danach) kann es sein, dass sie verwirrt sind und die anderen nicht richtig wiedererkennen. Hier kann es dann sein, dass sie sich dann gestritten haben und deswegen das Verhältnis erst mal sehr schlecht ist.

Auf Empfehlung haben wir dann noch heute Feliway gekauft. 1 Duftstecker ist für 50-70 m² (nicht billig mit 26 EUR pro Stück) - Wir haben eine 90 m² Wohnung und deshalb 2 Stk. Wir wollen da auf Nummer sicher gehen. Allerdings sagte man uns auch, dass es ne ganze Weile dauern kann bis sich das verteilt hat (ca. 1 Woche).

Jetzt aber zum Eigentlichen warum wir wieder so große Hoffnung haben. Heute morgen schon konnte ich bemerken dass der Abstand indem sie sich "zulassen" verringert, also eine Besserung eintritt. Als sie ganz Nah waren, hat der kleine zwar wieder richtig gejault (habe ihn dann weggenommen), aber das war erst bei einem Abstand von 20 cm.

Dann haben wir gerade eben die Stecker rein gemacht (denke, dass hat noch nichts damit zu tun) und dann haben wir versucht mit einer Schnur mit beiden zu spielen. Sie haben direkt (10 cm entfernt) nebeneinander gehockt und versucht die Schnur zu fangen ohne zu Fauchen o. ä. Am Schluss haben sie dann zwar doch noch ein mal gefaucht und er gegrummelt, aber man sieht eindeutig eine riesen Verbesserung.

Fazit: Ich denke nun, dass es zu 100% richtig ist, die Katzen zu trennen und sie aber regelmäßig unter Aufsicht langsam aneinander zu gewöhnen. Es hat jetzt bei uns schon immerhin 1 Woche gedauert bis eine richtige Besserung eingetreten ist. Man merkt auch richtig an der Haltung der beiden, dass sie nicht mehr so verkrampft und ängstlich sind. Sie starren nicht mehr ununterbrochen einander an, sondern gucken auch mal weg und gehen woanders hin.

Also schön weiter machen und alle Kämpfe unterbinden, damit nicht wieder neue Aggression entsteht.

Noch zu Deiner Frage:
Zitat:
Zitat von Leboar3 Beitrag anzeigen
Was ist aber, wenn nicht. Hast du dich auch schon mal mit dem Gedanken befasst?? Will eigentlich gar nicht darüber nachdenken.
Ich habe von Anfang an daran geglaubt, dass das irgendwie wieder in Ordnung kommt. Abgeben kommt für mich auf jeden Fall absolut nicht in Frage. Irgendwann werden sie sich wieder verstehen.

Wir halten Euch auf dem laufenden.
Carlo_Maui_Odin ist offline  
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Alt 24.04.2010, 16:37
  #8
Carlo_Maui_Odin
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Noch vergessen, beim Tierazt sagte man uns, dass man sie lieber nicht baden soll (so habe ich das mal in anderen Foren gelesen), da es noch mehr Stress für die Tiere bedeutet.
Carlo_Maui_Odin ist offline  
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Alt 24.04.2010, 16:52
  #9
Leboar3
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Hallo Toboas,
muss dir nochmal schreiben, wie gut es tut, dass man diesen Stress mit jemanden teilen kann.
Mit dem zu füh mit den anderen zusammengebracht nach der OP, das hatte mich schon selbst tierisch geärgert. Auch ich wusste das nicht so. Hatten auch noch nie Probleme damit. Das lässt sich nur nicht mehr ändern. Jetzt müssen wir das Beste daraus machen. Den Stecker haben wir auch gekauft. Vor einer Woche das Catidude vom Fressnapf und gestern den den Feliway-Stecker. Ich meine, schaden kann es nicht. Es kann ja nur besser werden. Also nach wie vor zusammen nur unter Aufsicht. Wir stehen nicht immer nebendran, aber wenn es irgendwie geht, sind sie nicht unbeaufsichtigt. Klar, man muss Geduld haben. Rückschläge kommen garantiert, hatten wir auch diese Woche. Gestern war gut, heute Morgen nicht so gut, heute Nachmittag wieder viel besser. Vertrauen ist einfach nicht da zum Kleinen. Wenn er wieder Gelegenheit bekommt, einen Angriff zu starten, ist es mit dem Vertrauen vom Großen wieder vorbei und alles fängt von vorn an.
Als ich deine Zeilen las, habe ich wirklich geglaubt, hier hat jemand unsere Probleme kopiert. Jedenfalls hoffe ich für uns beide, dass hier alles wieder ins Lot kommt. Das Thema "Abgabe" ist auch hier kein Thema. Wenn es ganz schlimm kommt, würden wir auch in getrennte Wohnungen ziehen, das ist verrückt oder?? Das ist zwar auch nicht das, wie es sein sollte, aber immer noch besser, als sich von einem Tier zu trennen. Jetzt weißt du mal, wie sehr wir unsere 3 Perser lieben.....
Viele Grüße von inma
Leboar3 ist offline  
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Alt 25.04.2010, 19:49
  #10
Carlo_Maui_Odin
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Hallo Leboar3,

es scheint langsam weiter Berg auf zu gehen. Heute morgen war nicht so gut, aber auch nicht wirklich schlimm.

Heute Abend haben wir wieder mit Ihnen mit einer Schnur gespielt. Solange sich diese bewegt spielen sie bis auf 5 cm nebeneinander und keiner faucht. Anscheinend ist der Jagtinstinkt größer als die Emotion. Wenn wir aufhören die Schnur zu bewegen gucken sie sich beide an und die Katze faucht und knurrt dann noch. ABER... der kleine ist viel ruhiger. Er jault gar nicht mehr und kriegt nur noch sehr selten einen dicken Schwanz.

Dann haben wir sie mit einer kleinen Plastikugel spielen lassen. Diese schießen sie immer auf dem Parkett hin und her. Das war zunächst super. Sie sind die ganze Zeit aneinander vorbei geflitzt und nichts ist passiert. Dann standen sie nebeneinander. Der kleine etwas weiter vorne, so dass er die Katze nicht sehen konnte. Diese hat dann (was denke ich gut ist) an seinem Hinterteil gerochen. Soweit ist auch nichts passiert, sie hat nicht mal geknurrt. Dann hat er sich zufällig umgedreht und sie standen 2 cm mit Ihren Köpfen gegenüber. Dass war der Katze dann wohl doch noch zu viel und sie hat ihn geschlagen. Dann ist er auf sie los. Konnte das aber sehr sehr schnell unterbinden. Er war trotz des Kampfes danach immer noch recht normal und wollte sofort weiter spielen.

Ich denke jetzt geht das Problem eher mehr ein bisschen von ihr aus. Denn er macht soweit nichts mehr (zumindest was ich sehen konnte).

Trotz des kleinen Ausrutschers bin ich sehr sehr zuversichtlich das alles wieder gerade kommt. Sie haben auch heute schon eine Fliege zusammen gejagt.

Gruß Tobias
Carlo_Maui_Odin ist offline  
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Alt 25.04.2010, 19:54
  #11
Carlo_Maui_Odin
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Ach ja, noch vergessen. Wir lassen sie seit 3 Tagen jeden Tag mit der Schnur spielen und wenn sie ca. 50 cm - 100 cm von einander entfernt sind, geben wir ihnen beiden gleichzeitig ein wenig Tunfisch. Danach spielen wir dann noch ein bisschen weiter mit ihnen. Mir scheint das mit dem Spielen sehr sehr gut zu funktionieren.

Desweiteren habe ich heute die Katze gebürstet und aus den Haaren von ihr eine kleine Kugel gerollt. Diese habe ich dem kleinen dann einfach mal zum spielen gegeben (vor ihm hin und her gerollt). Er hat damit tatsächlich von alleine etwa 2-3 Min. gespielt. Ob's geholfen hat weis ich nicht, aber ich lasse nichts unversucht :-).
Carlo_Maui_Odin ist offline  
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Alt 26.04.2010, 17:26
  #12
Leboar3
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Hallo Tobias,
schön zu lesen, dass es bei euch vorwärts geht. Bei uns sieht es nicht danach aus. Wir wissen nicht, was für ein Trauma unser Kater bei der OP/Kastration oder auch danach erlitten hat. Es sieht einfach so aus, als ob er den Roten weg haben will und auch zu unserem Mädel wird er jetzt irgendwie gemein. Er jagt sie und kämpft mir ihr, aber immer noch anders als mit ihm. An ihr geht er noch normal vorbei. Heute Morgen wieder Angriff auf den Großen, nachdem es gestern Abend ganz gut gelaufen war. Immer nur lauern und anschleichen, man muss immer darauf gefasst sein. Ist nicht zum Aushalten. Habe heute noch die entsprechenden Bachblüten mixen lassen, nur nicht die Hoffnung aufgeben.
Grüße von inima
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Alt 29.04.2010, 14:13
  #13
Pepls
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Zitat von Leboar3 Beitrag anzeigen
Hallo Tobias,
schön zu lesen, dass es bei euch vorwärts geht. Bei uns sieht es nicht danach aus. Wir wissen nicht, was für ein Trauma unser Kater bei der OP/Kastration oder auch danach erlitten hat. Es sieht einfach so aus, als ob er den Roten weg haben will und auch zu unserem Mädel wird er jetzt irgendwie gemein. Er jagt sie und kämpft mir ihr, aber immer noch anders als mit ihm. An ihr geht er noch normal vorbei. Heute Morgen wieder Angriff auf den Großen, nachdem es gestern Abend ganz gut gelaufen war. Immer nur lauern und anschleichen, man muss immer darauf gefasst sein. Ist nicht zum Aushalten. Habe heute noch die entsprechenden Bachblüten mixen lassen, nur nicht die Hoffnung aufgeben.
Grüße von inima
Hallo Inima,

vielleicht tröstet es dich zu hören, dass auch ich diese Kämpfe und Aggressionen kenne Und meine beíden Kater verstehen sich sonst echt gut.
Bei mir spielen sich schon Dramen nach einem normalen TA Besuch ab, ohne OP.
Ich dachte auch, die beiden vertragen sich nicht wieder und ich war teilweise echt panisch....
Seit dem Wochenende hab ich nun wieder meine gewohnte Harmonie daheim.
Der Streit dauerte fast 2 Wochen und die Annäherung fast eine Woche.
War eine harte Zeit für mich.

Also weiterhin durchhalten!
Kopf hoch.
LG
Elke

Falls es dich interessiert war mein Beitrag dazu: "Meine beiden Kater streiten immer tagelang nach TA Besuch" unter "Ungewöhnliche Beobachtungen".
Pepls ist offline  
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Alt 29.04.2010, 15:42
  #14
Leboar3
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Hallo
erstmal vielen Dank für das Mutmachen. Gestern Abend war eine Tierpsychologin bei uns. sie hat uns erstmal richtig darüber aufgeklärt, wie die zwei "Herren" momentan miteinander umgehen usw. Den Kampf hat sie dann auch beobachten können. Das bis zum Ende mit anzusehen, war für mich echt hart. Sie hat alles toll erklärt und festgestellt, dass der Kampf nicht entschieden is (ich dachte ja, die Sache wäre klar und unser Roter hat kapituliert). Nur wusste ich nicht, warum der Kleine einfach nicht aufgehört hat, ihn immer so hinterhältig anzugreifen. Am Abend haben sie dann 3 x miteinander gekämpft, seitdem ist zumindest mit dem Kämpfen Schluss. Heute Nacht waren sie ja nicht zusammen. Aber auch heute gab es bis jetzt keinen Kampf, nur anknurren, fauchen und drohen (vom Großen). Der Kleine (der Angriefer) schleicht ganz ganz ganz vorsichtig an ihm vorbei. Wenn sie sich zu nahe kommen, fängt der Große an zu fauchen und knurren, der Kleine jault dann, aber greift zumindest nicht mehr an. Denke, dass das ein Fortschritt ist oder??. Nach jeder Konfrontation seit gestern Abend verlässt der Kleine immer zuerst das Geschehen. Müsste dann eigentlich heißen, der Große ist obenauf, oder. Übermorgen werde ich der Psychologin wieder berichten, dann sehen wir weiter. Habe heute die Wohnung für 2 Stunden verlassen und sie nicht getrennt, als ich nach Hause kam, haben alle 3 geschlafen. Ich hoffe, dass das jetzt mit diesen Fortschritten so weiter geht. Bin aber auch überzeugt, dass nochmal Rückschläge kommen. Die letzten 10 Tage waren für uns so furchtbar, hätte nie gedacht, jemals mit so etwas konfrontiert zu werden und dann ist man so hilflos.....
werde weiter berichten
Gruß Inima
Leboar3 ist offline  
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Alt 29.04.2010, 16:12
  #15
Leboar3
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Blinzeln

Zitat:
Zitat von Pepls Beitrag anzeigen
Hallo Inima,

vielleicht tröstet es dich zu hören, dass auch ich diese Kämpfe und Aggressionen kenne Und meine beíden Kater verstehen sich sonst echt gut.
Bei mir spielen sich schon Dramen nach einem normalen TA Besuch ab, ohne OP.
Ich dachte auch, die beiden vertragen sich nicht wieder und ich war teilweise echt panisch....
Seit dem Wochenende hab ich nun wieder meine gewohnte Harmonie daheim.
Der Streit dauerte fast 2 Wochen und die Annäherung fast eine Woche.
War eine harte Zeit für mich.

Also weiterhin durchhalten!
Kopf hoch.
LG
Elke

Falls es dich interessiert war mein Beitrag dazu: "Meine beiden Kater streiten immer tagelang nach TA Besuch" unter "Ungewöhnliche Beobachtungen".
Hallo Elke, habe mir gerade die Beiträge wegen deines Problems alle durchgelesen. Ich glaube, mit unseren Ängsten sind wir uns unheimlich ähnlich, habe mich selber in deiner Verzweiflung wieder erkannt. Ich bin sicher, dass meine Tiger das gemerkt haben. Habe beim geringsten Anlass gleich heulen müssen, die Vorstellung, dass das nicht wieder in Ordnung kommt und ich den Kleinen weggeben muss - eine absolute Katastrophe. Über die Fortschritte, die wir heute gemacht haben, bin ich unendlich froh. Vielleicht wird es ja wieder so wie vor dem 16.4.. Mache mir selbst Vorwürfe, nicht alles richtig gemacht zu haben, nachdem er vom Tierarzt kam. Man muss wirklich gut aufpassen. Übrigens haben wir noch eine Züchterin angerufen, die hat uns den Tip gegeben, die Katzen mit Vanillepuddingpulver einzureiben, damit sie alle gleich riechen. Man hat ja nicht immer ein verschwitztes T-Shirt zur Hand oder so. Hat jedenfalls super funktioniert, der Vanillegeruch ist wirklich intensiv, bleibt lange im Fell und macht auch keine Sauerei (am besten einen guten Pudding nehmen, da riecht die Vanille intensiver).
Wenn ich richtig gesehen habe, hat das Ganze bei dir ungefähr 2 Wochen gedauert, oder. Ich denke, dass wir Anfang der nächsten Woche (morgen sind es ja bei uns 2 Wochen) über den Berg sind (bitte, bitte, bitte). Habe natürlich jetzt schon Horror vor dem nächsten Tierarztbesuch. Kannte ich früher überhaupt nicht, gab echt nie Probleme.
Alles Gute für deine 2 Schätze von Inima
Leboar3 ist offline  
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aggressiver kater, kastration, verhaltensänderung

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