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Verhalten und Erziehung Alles über die Eigenarten unserer Samtpfoten

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Alt 03.04.2018, 20:50   #1
OMalley2
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OMalley2
 
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Hi,
also meine 2.... 1 Jahr zusammen in der Whg. Nie unsauber, etc.
Ab und an eine Rauferei, wobei der Ältere keift und knurrt und faucht. Der kleinere ist immer gaaanz still dabei.
Der Ältere fängt schon mal die Rauferei ein, fängt mittendrin zu plärren an und rennt weg. Überhaupt, er ist ängstlich. Das hab ich auch schon mal zu spüren bekommen. Mittendrin kriegt er vor was Angst, kratzt und rennt....

Ok, Kater 1, der Jüngere, Rot-Weiße: Manchmal springt er dem Dicken ins Kreuz, weil ers lustig findet. Der Graue findet es NICHT lustig und faucht und rennt.
Er schaut immer, dass er auf erhöhtem Posten sitzt, wo der runterhauen kann. Er faucht viel. Er mag den Jüngeren, Rot-weißen nicht allzu nahe haben.

Heute saßen beide neben mir auf dem Schreibtisch, Nasenkontakt, ganz neutral.
Manchmal sitzen sie einträchtig nebeneinander vor einer Tür und wollen raus oder rein.
Meistens faucht der Dicke und geht weg.

Auch wenn ihm nichts, never ever, nie nichts Böses getan wird... der Jüngere, Rot-weiße pfotscht ganz laaangsam nach ihm. Woraufhin der Dicke die Flucht ergreift.... muss er nicht. Manchmal hält er auch stand, dann wird geboxt oder gecatcht. Der Dicke, Ältere könnte den Jüngeren mit der linken Pfote locker durchwalken, haut aber immer vorher ab.

Der Dicke, Graue mag nicht viel Nähe, zumal nicht von anderen Katzen, scheints. Er war wohl sehr sehr lang allein. Mein Rabauke Nr. 1 hat so eine Art, direkt draufhoppsen weils Spaß macht. REsultat: mehrere Lieblingsfeinde in der Nachbarschaft.

Den Dicken lässt er zu Hause meistens dennoch leben.
Oft ist aber Eifersucht im Spiel: Weg da, MEIN Mensch!!! Denn der Dicke hat sich nun eng an mich geklettet und sucht meine Nähe, sehr oft, ist schmusig geworden. Der Jüngere, Rot-weiße knabbert da offensichtlich dran, akzeptiert das aber. Denn wer auf meinem Kopfkissen, um meinen Kopf gewickelt nachts pennt, das ist ER.

Blöde Frage, ich weiß, die zwei sind vom Alter (5 oder 6 und 11) wohl zu weit auseinander, und ihre Vorgeschichten kenne ich nicht. Größere Probleme gibts auch nicht. Der Ältere hat sich nur sehr langsam geöffnet, der Jüngere ist mein "Herzenskater" und ganz besonders, hat mich ganz offensichtlich als seine Dosine ausgesucht. Also einen von beiden abgeben ginge nur mit einer GARANTIE auf Verbesserung für das TIER!!!! Den einen wollte ich ungern abgeben, den anderen darf ich fast nimmer abgeben, der wurde bereits 1x weitergereicht weil schwer kompatibel....

Und was, wenn einer weg ist, stehe ich wieder mit Einzelkater, schwer kombinierbar, da.... Höchstens jemand, der die grantige, abweisende, zurückgezogene Art vom Dicken ab kann und ihm Zeit lässt. Wobei der Dicke eh schon 11 ist.... und als Einzelkind evt. doch glücklicher? Nach 1 Jahr krallt er immer noch nach meiner Katzensitterin und ich darf ihn knuddeln inzwischen...

Also - ob die 2 noch Freunde werden könnten???? Kann ich was tun? Ergibt das die Zeit? Die 2 Trennen ist ein Ding, die 2 an neue Menschen gewöhnen ein anderes. Sie sind kein Dream-Team, aber beide hängen jetzt an MIR...

Nein, kein akutes Problem, wirklich nicht, da lese ich hier weitaus Schlimmeres. Jeder hat zudem stundenweise Freigang und kann sich da abreagieren. Nr. 1 hat eh die Pole Position: Spaziergänge mit mir, Dauerkontakt, u.s.w.
Ich arbeite zu Hause, beide kriegen VIEL Zuwendung und werden eher extremst verwöhnt.

Ich würde, wenn auch schweren Herzens, den Dicken evt. "tauschen" (NACH meinem Urlaub im Mai), aber nur, wenn jemand den ultimativen, optimalen Wahnsinns-Dosi für ihn weiß. Der Dicke ist BKH oder Mix (keine Papiere), voll im Bärchen-Schema, sehr knuffig, wenn er erst Vertrauen gefasst hat. Aber: Rechnet mit 1 Jahr bis zu diesem Punkt! Vorher *knurrkratzgrummel* und LMA-Haltung. Dafür top artig, geht selbst zum Kotzen aufs KaKlo- Wirft nix um, macht nix kaputt, nervt nicht. Kultivierter Brite. Lieb, wenn Vertrauen gefasst. Unaufdringlich, aber Kraulen am Öhrchen etc. immer gerne dann.
Whg-Haltung oder Teilzeit-Freigang - egal. Raus ist schön, aber dahoam is dahoam.
Und wenns nicht 100% passt, bleibt er bei mir, keine Frage. Mir gehts nur drum, dass beide ein Maximum an Lebensqualität bei mir haben.

ja, die 2 raufen schon auch mal wie Kater das halt tun. Dann kommt immer die Angst beim Dicken, er reisst sich los und flieht und faucht. Fauchen ist halt sein Ding.

Wenn die Kerls nur reden könnten, wie sie es haben wollen, dann tät ich ja...

Tipps, Ideen, Anregungen? Bitte nicht fanatisch durch den Wolf drehen wie hier so oft üblich (oder weil Ihr OMalley bereits hasst weil die ihre Ansichten vertritt). Es geht um die KATER, nicht um unsere Befindlichkeiten.
Beiden Katzern geht es GUT und sie fühlen sich, sagen wir mal zu 90% wohl. Dass sie nicht die Dream-Kombi sind, geht auf mein Konto, Oder war einfach Pech, und das WEISSSS ich schon. Bitte also da abholen, wo wir sind. Danke für alle Ideen.

Geändert von OMalley2 (03.04.2018 um 21:23 Uhr)
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Alt 04.04.2018, 05:53   #2
PaenX
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Hallo OMalley,

Ich vertrete die Meinung, dass man Katzenvergesellschaftungen nicht erzwingen sollte. Und so weh es tat, aus dem Grund musste auch Senna/Lotti bei uns ausziehen. Weil es Gini nicht gut damit ging und sie ernste Kloppe einstecken musste... (Und das als lebenslange Einzelkatze, die ein Musterbeispiel für Mädelsverhalten ist ) Senna hing auch sehr an uns, denke ich, aber nach 3 Tagen hatte sie ihr Herz neu verschenkt, diese freigiebige...
Wir haben auch entschieden, dass Gini erstmal mit der Situation "Einzelkatze" zufrieden ist. (Sie kam mit ca 7 Jahren zu uns. Da alle Haltungsfehler auszubügeln ist echt schwer...)

Aber wenn es den Katern ansonsten gut geht, dann würde ich eine Lösung suchen. Was würde gegen einen "Ausgleichskater" sprechen? Dann hat Kater 1 zu Hause einen Raufkumpanen und Kater 2 könnte in Ruhe bleiben.
Aber darüber hast du sicherlich schon nachgedacht.
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Alt 04.04.2018, 07:21   #3
Feli02
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Ich würde nichts ändern. Aber den Älteren ein wenig vor dem Humor des Jüngeren schützen.

Persönlich würde ich einen Kater der so unflexibel auf sein Umfeld reagiert nicht mehr ohne größte Not umplatzieren
__________________
Viele Grüße

Andrea und das Katzen und Hundepack
unvergessen Dylan und Morrison
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Alt 04.04.2018, 07:52   #4
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So wie du die Situation und beide Kater schilderst würde ich auch nur versuchen, die Situation weiterhin zu entschärfen, wenn es dem einen Kater zu viel wird. Denn wie hoch stehen die Chancen, einen 100% supertollen Platz für einen Kater zu finden von dem du selbst sagst, dass er mindestens ein Jahr brauchen würde, um sich neu einzugewöhnen? Auch das objektiv tollste neue Zuhause wäre für ihn demnach doch lange Zeit subjektiv furchtbar.
Und wie groß stehen die Chancen, für den verbleibenden Kater dann einen perfekten neuen Kumpel zu finden? Wenn du Pech hast, passt die neue Konstellation dann auch nicht so toll und dann hast du ganz umsonst den anderen Kater abgegeben, der sich anderswo erstmal eine ganze Zeit nicht wohl fühlt.
Wenn es extreme Auseinandersetzungen gäbe, oder du die derzeitige Situation nicht selbst mit 90% Zufriedenheit einstufen würdest.... aber so....
__________________
Liebe Grüße von Slimmy und ihrem Frauli
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Alt 04.04.2018, 08:12   #5
Mary 86
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Ist das einzige Problem jetzt tatsächlich, dass der ältere Kater beim raufen Schon mal faucht und ne Grenze setzt? Das würde ich gar nicht als problematisch sehen.

Unsere beiden Lieben sich und kuscheln auch miteinander. Aber beim raufen wird oft gequietscht, gefaucht und mal Bescheid gegeben wenn einer zu wild wird. Solange das raufen auch von beiden angefangen wird und nicht ausschließlich der jüngere Kater immer auf den älteren losgeht ist doch alles soweit ok.

Sehen und einschätzen kannst das nur du. Aber insbesondere wenn Katzen nicht miteinander kuscheln und stapeln (und das machen nicht alle zufriedenen katzenpaare) neigt man dazu, zu schnell fehlende Freundschaft zu interpretieren.
__________________
Liebe Grüße von Maren und den Wildlingen

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Alt 04.04.2018, 10:15   #6
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Zitat:
Zitat von Mary 86 Beitrag anzeigen
Ist das einzige Problem jetzt tatsächlich, dass der ältere Kater beim raufen Schon mal faucht und ne Grenze setzt? Das würde ich gar nicht als problematisch sehen.
Der Ältere faucht, murrt, knurrt und motzt generell viel. Anfassen im falschen Moment, zu dicht hinter ihm gehen beim Rauslassen, oder der Jüngere nähert sich mit "boshaften" Absichten. Manchmal auch schierer Futterneid, denn er ist extrem verfressen. Vielleicht IST er einfach so und ich mach mir zuviel Kopf drum.
Denn wenn ich jetzt gleich runtergehe ums Haus, kommt der Dicke mit Sicherheit mit hochgeringeltem Schwänzchen angewetzt, erzählt und miaut und freut sich deutlich.

Nun ja, danke für den Gedankenaustausch. Da man in die Kerls nicht reingucken kann, hilft sowas manchmal einfach.
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Alt 04.04.2018, 10:20   #7
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Man darf ja auch nicht vergessen, dass fauchen und motzen nun auch schlicht ansagen sind, dem individuell gewünschten Abstand Folge zu leisten.

Also was ich damit sagen will. Katz darf auch ruhig sagen "Ich möchte gerade nicht spiele und anfassen verbitte ich mir gerade auch!". Irgendwie muss katz das ja aich kommunizieren und so mancher übermotivierter jungspund übersieht reine Gestik dann vielleicht. Solange das nicht dauerzustand ist und der ältere Kater sonst zufrieden wirkt, würde ich mich da nicht mal einmischen.
__________________
Liebe Grüße von Maren und den Wildlingen


Geändert von Mary 86 (04.04.2018 um 13:41 Uhr)
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Alt 04.04.2018, 12:12   #8
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Sie scheinen draußen auch manchmal zusammen "abzuhängen". Der Jüngere jagt den Dicken mal um den Pudding. Sobald der aber wo fest sitzt und faucht, ist Ruhe. Oft traut er sich dann halt nicht her, weil er grad eben keine Lust zum Spielen hat. Aber beide kommen angerannt, wenn sie wieder 'rein und rauf in die Whg wollen.

Vermutlich zahlt der Dicke einfach die Zeche für 10 Jahre Alleinhaltung? Dafür schlägt er sich aber wirklich tapfer. Ich hab auch schon erlebt, dass er umständliche vorbereitungen trifft und sich seinerseits mal so von oben 'runter auf den Jungspund schmeißt. Dann kugeln sie sekundenlang glücklich im besten Kater-Catchgriff verklammert übers Parkett, dass die Wolle fliegt und die Hinterpfötchen kräftig arbeiten, bis der DICKE Angst kriegt, keift, sich losrupft und entfleucht: Mamaaaaa!!! Tja, nu? Selber angefangen...

*aufholzklopf* Selbst wenn der Dicke mal sauer ist und Nr. 1 so richtig packt: Es floss noch nie Blut und wurde nie so richtig massiv "böse". Der Große hat mächtige Krallen und SEHR gesunde Zähne, groß und weiß! Er ist sozusagen Mittelgewicht, und typisch stämmig gebaut. Der Zwerg hätte keine Chance beim reinen Kräftemessen. Der Dicke könnte also kräftig zulangen und den Kleineren verletzten. Tut er aber nicht.
Raue Schale, weicher Kern? oder so? LOL.

Meistens pflegt er diese "Hau-du-bloss-ab"-Haltung.

Dafür sitzt er jetzt grad im Waschbecken und "rauft" mit dem dünnen Tröpfelstrahl.

Geändert von OMalley2 (04.04.2018 um 12:17 Uhr)
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Alt 04.04.2018, 13:29   #9
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Zitat:
Zitat von OMalley2 Beitrag anzeigen
Der Ältere faucht, murrt, knurrt und motzt generell viel. Anfassen im falschen Moment, zu dicht hinter ihm gehen beim Rauslassen, oder der Jüngere nähert sich mit "boshaften" Absichten. Manchmal auch schierer Futterneid, denn er ist extrem verfressen. Vielleicht IST er einfach so und ich mach mir zuviel Kopf drum.
Meine schwarze Marie ist da ein bisschen ähnlich. Und tatsächlich kuscheln die zwei auch so gar nicht und seit 2 Tagen höre ich von Marie auch mal wieder verstärkt Fauchen. Gestern Abend wollten Sie dann direkt neben mir auf dem Sofa raufen und jagen, wo ich leider so gar kein Verständnis für hatte; als ich dann sagte "Nein, hier nicht" sind die beiden zusammen ins Gästezimmer gewetzt und haben es sich da auf Ihren Plätzen gemütlich gemacht.

Wenn eine noch auf dem Balkon ist und die andere merkt, dass ich nicht mitbekomme, dass ich öffnen soll, werde ich von beiden jeweils laut miauend darauf aufmerksam gemacht, dass die andere ja reinmöchte.

Ich bilde mir ein, dass es teils einfach auch Show ist; weil Marie auch gern mal faucht, wenn sie auf Piri zugeht und nicht weil Piri auf Sie zugegangen ist.

LG Kajani
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Alt 05.04.2018, 13:24   #10
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Die letzten Tage immer im WEchsel - sie sitzen einträchtig vor der Tür, wenn sie raus oder ein wollen, der Jüngere begrüßt den Älteren mit kurzem Nasenkontakt - 10 min Später *fauchspuckschimpf*.

So wie auf dem Bild ist es sehr oft. Der Große beobachtet, der Jüngere (rot-weiße) blödelt rum, wie hier, im Karton rumkratzen -und kugeln.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg DieKater April2018.jpg (147,9 KB, 80x aufgerufen)
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Alt 05.04.2018, 20:27   #11
PaenX
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Hm... 10 Jahre sind natürlich kein Pappenstiel...
Ich glaube, ich würde es so lassen.

Fehlt dem Großen generell Mut oder ist es das Selbstvertrauen?

Ich hoffe, es entspannt sich alles und der Große ist seltener so ein Häschen Für deine Nerven und für das harmonische Zusammenleben der Katertiere
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Alt 05.04.2018, 20:56   #12
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Also das Angst-Thema ist mir erst so richtig bewusst geworden, als er neulich mal nach mir gekratzt hat und dann fix weggerannt ist. Vorher dachte ich noch (naja, alte Pferdefrau), der ist halt "rangniedriger".
Im Hinterkopf hatte ich noch immer, dass der Dicke einfach hm, nicht so viel Nähe mag wie der andere. Er geht ja weg, egal, ob der Jüngere sich vor ihm rumrollt: Oooch Alder, spiel mit mir - oder ob er ihn anspringt und eindeutig von der Pole Position Schreibtisch rechts neben mir wegscheucht.
Mit mir ist das nun besser geworden. Seit ich neulich nicht nach ihm gehauen habe nach dem Gekratze, sondern lieb mit ihm gesprochen und ihn wieder angelockt habe, ist er sogar zur kompletten Knutschkugel geworden. Kommt angerollt und tappst mit dem Pfötchen etc, um Streicheln einzufordern.
Das Selbstvertrauen scheint auch so insgesamt zu wachsen.

Der ganze Prozess zieht sich jetzt über ein Jahr hin bei uns...
Es kommt immer mal was hoch, z. B. leckt der Dicke an einem Teller auf dem Esstisch (mir egal, wenn ich esse, schieb ich den Kater weg, wenn ich fertig bin, darf er lecken, wozu gibts Spülmaschinen?). Kater leckt also, ich geh am Tisch vorbei, Kater flieht wie der Blitz.... ähm... schimpfen tu ich wenn, dann nur den Rot-weißen, weil der Sachen über Bord wirft. Den Dicken nie, weil der nix kaputtmacht.
Der Dicke ist sehr tapfer, immer sauber geblieben, hat Freigang hier kennengelernt, wobei er gegen meinen Willen gleich mal mehrere laue Nächte draußen verbracht hat. Er erobert sich bedächtig und clever seine Welt. Angst hin oder her (z. B. Motorengeräusche - ist aber ok, bleibt er von der Straße weg).
Geblieben ist dieses Ding, dass er einerseits Gesellschaft genießt, den anderen Kater und mich immer beobachtet (wie im Kino LOL), andererseits halt seinen Individualabstand schätzt und ängstlich bewahrt.
Vielleicht, weil er wie manche Menschen laut motzt und Ärger, Unwohlsein oder Angst deutlich äußert, kommt er offenbar mit Stress oder Spannungen klar. Anders als andere, die es runterschlucken? LOL... Gewagte Theorie.

Auch wenn ich mir manchmal den Kopf mache - insgesamt haben wir doch irgendwie Glück, dass kein Tier jetzt Stresspinkeln o. ä. zeigt, und dass auch ältere Katzen sich noch wunderbar entwickeln können. Zeit vorausgesetzt. Geduld, naja, da es keine größeren "Pannen" gab, rede ich mir leicht...

Trotzdem, so unterm Strich würde ich mir IMMER wieder eher ältere Katzen holen. Nur so unterschiedlich alt, merkt man halt doch bei den beiden ... mein Fehler.

Geändert von OMalley2 (05.04.2018 um 21:02 Uhr)
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Alt 08.11.2018, 11:11   #13
OMalley2
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Mal wieder eine Ergänzung.

Montag kam ich nach einem langen WE zurück zu den Katern.
Vorgestern und gestern gabs 2x massive Raufereien der 2, dass die Wolle flog. Nein, sie verletzen sich nicht, aber der Ältere faucht, schreit und schimpft. 1x umkreisten sie sich in Imponierhaltung, der Dicke heulte tief, Simba pfiff das hohe C dazu. ARGH. Hab sie jeweils getrennt.
Dachte schon, jemineh, das geht so nicht.

Heute saßen sie einträchtig zu meinen Füßen. Der Dicke, also der ältere Sam, knurrt und geht beiseite, er mag halt keine Nähe von anderen Katzen.

Ist nicht so, dass immer ein Fight ausbricht.
Bin ich weg, beobachtet die Sitterin nichts dergleichen, allenfalls Spielversuche, die den Älteren ärgern.

Eifersucht? Rangordnungskämpfe?
Vorgestern sprang der Ältere den Jüngeren direkt von sich aus in voller Absicht an. Fing aber beim Ringkampf gleich wieder an zu plärren und zu schimpfen.
Seltsam, seltsam...

Heute Friede, Freude, Eierkuchen. Gestern fraßen sie mal einträchtig nebeneinander. Geht der eine in Freigang, darf ich 2 min später auch den anderen Herrn hinuntergeleiten - sie tun vieles synchron. Demonstrieren mir aber gegenseitige Abneigung? oder wie ist das zu interpretieren?
__________________
Wenn ihrs nicht fühlt, ihr werdets nicht erjagen.
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Alt 08.11.2018, 15:31   #14
Totti
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Meine beiden sind vermutlich gleichaltrig, also ca. 1,5 Jahre alt, Freigänger. Sie, als ehemalige Streunerin 24 Stunden, er, aus dem TH, bleibt nachts drin. Situation ist ähnlich wie bei dir. Deshalb lese ich hier mit....
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Alt 08.11.2018, 16:33   #15
Cindyslilli
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Ich habe hier eine ähnliche Situation zwischen Den Katern und mache mir auch immer (unnötig) nen Kopf
Letztendlich vergleiche ich es mit nötigen Alten: das Alleinsein nicht mögen,sich wünschen das die Kinder/Enkelkinder mal häufiger zu Besuch kommen und sind sie dann da,gehen sie einem mit ihrer Art auf den Sack.Zu laut,zu unruhig,doofe Ansichten....und wieder ist man am nölen und wünscht sich nichts sehnlicher als endlich mal wieder seine Ruhe zu haben.
__________________
Es grüßt Sylvia mit Archie,Buddy &RufusArchie zieht ein: http://www.katzen-forum.net/eine-kat...zieht-ein.html
Rufus macht die Herrenrunde komplett :http://www.katzen-forum.net/eine-kat...krimizeit.html
Hier stellen wir uns vor http://www.katzen-forum.net/das-sind...us-arburu.html
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