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Verhalten und Erziehung Alles über die Eigenarten unserer Samtpfoten

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Alt 25.12.2017, 13:57   #1
Herbert
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Standard Morgendliches Erbrechen

Hallo,

meine Tinka erbricht sich ca. 2x (an 2 auf einander folgenden Tagen) die Woche morgens. Das ist schon längere Zeit so, mal ist auch länger als eine Woche Ruhe, mal sind es nicht nur 2, sondern 3 Tage, wo sie sich ausschließlich morgens erbricht.

Natürlich war ich beim Tierarzt, der hat aber weder an den Zähnen noch sonst irgendwo ein Problem feststellen können. Laut diesem ist sie gesund. Die einzige Vermutung war, dass das möglicherweise im Zusammenhang mit dem Ohrmilbenbefall steht, der nun seit rund 3 Wochen behandelt wird und der abnehmenden Häufigkeit des Ohrkratzens nach zu urteilen schon weitgehend bekämpft sein dürfte. Langsam bin ich ratlos. Muss ich das hinnehmen? Ich habe jetzt schon die Teppiche aus dem Flur geräumt, weil ich langsam keine Energie mehr habe, die morgens, wenn ich ohnehin schon auf dem Sprung bin, noch zu reinigen. So leid es mir tut, muss ich sie während der Fütterung plus eine halbe Stunde oder so wohl in den Flur sperren und warten, ob sie sich entleert. Da kann ich es zumindest einfacher beseitigen.

Kot und Urin sind befundlos untersucht worden (sie hat Struvit, das ich mittlerweile, um mehr Futterabwechselung bieten zu können, mit Guardacid behandele -- wenn sie denn die Tabletten nicht wieder ausleert...). Ich habe sie seit September hier, vorher war sie im Tierheim.

Ausgeschlossen habe ich auch weitere Gründe:
- es kann nicht am Futter liegen, ich habe vieles unterschiedliches gefüttert und es ist ganz gleich, ob es nun Stückchen sind oder Patee oder so gewolftes Futter mit recht hohen Fleischanteil,
- zunächst hatte ich das Schlingen im Verdacht; doch sie übergibt sich auch, wenn ich das Futter mit der Gabel so fest an den Napfboden drücke, dass sie es langsam ablösen muss,
- manchmal bedecke ich das auch noch mit einer Schicht Wasser, so dass sie den ersten Fressanfall durchs Wasserschlürfen decken kann und danach das eigentliche Futter vom Boden lösen muss; bringt auch nichts

Ich versuche auch, zu lange Futterabstände zu vermeiden. Daher füttere ich 3x am Tag, morgens direkt nach dem Aufstehen, abends und nachts; manchmal entstehen Pausen zwischen der morgendlichen und nächtlichen Fütterung von vielleicht 12 Stunden. Die kann ich freilich nicht immer reduzieren, zum Beispiel weil ich über Nacht arbeiten muss. So weit ich das erinnere, passiert das aber auch bei geringeren Abständen. Oft sind zudem die Abstände am Tag zwischen morgendlicher und abendlicher Fütterung länger oder ähnlich lang, und abends wird eigentlich nie sich übergeben.

Was könnte ich noch ausprobieren?

Ich füttere ausschließlich Nassfutter, meistens das von Aldi Süd (in den 200gr Dosen mit rund 60% Fleischanteil und ohne Zucker und Getreide oder die 3x85gr Dosen mit rund 72% Fleisch, ebenfalls ohne Zucker und Getreide; manchmal Animonda Carny oder anderes Mittelklassefutter). Sie ist bei Futter ganz weitgehend problemlos (nur die Struvit-Futtersorten, die ich anfangs fütterte, wurde schnell verschmäht)

Etwas ratlose Weihnachtsgrüße:
Herbert.

Geändert von Herbert (25.12.2017 um 14:04 Uhr)
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Alt 25.12.2017, 14:13   #2
Freewolf
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Biete ihr doch all you can eat an.
Also den Napf immer voll machen, nicht nur 3x am Tag

Und füttere bitte mehrere Marken, nicht nur eine(Also wirklich Marken, nicht nur Sorten)
Also immer Abwechslung, wie eben das Aldi Futter, Carny, Mac's usw...
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Alt 25.12.2017, 15:25   #3
MäuschenK.
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MäuschenK.
 
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Zitat:
Zitat von Herbert Beitrag anzeigen
Ich versuche auch, zu lange Futterabstände zu vermeiden. Daher füttere ich 3x am Tag, morgens direkt nach dem Aufstehen, abends und nachts; manchmal entstehen Pausen zwischen der morgendlichen und nächtlichen Fütterung von vielleicht 12 Stunden. Die kann ich freilich nicht immer reduzieren, zum Beispiel weil ich über Nacht arbeiten muss. So weit ich das erinnere, passiert das aber auch bei geringeren Abständen. Oft sind zudem die Abstände am Tag zwischen morgendlicher und abendlicher Fütterung länger oder ähnlich lang, und abends wird eigentlich nie sich übergeben.

Was könnte ich noch ausprobieren?
Da sind wirklich sehr lange Nüchternzeiten bzw. Pausen dabei. Du kannst zusätzlich programmierbare Futterautomaten mit Kühlakkus (z.B. http://www.zooplus.de/shop/katzen/fr...sonstige/97626) benutzen, damit quasi immer Futter zu Verfügung steht und es dazu auch noch frisch ist.

Wenn du jetzt z.B. für 12 Stunden den normalen Napf mit eine großen Menge füllst, kann es nämlich sein, dass sie zu "altes" Futter verschmäht (machen nicht wenige Katzen). Somit hättest du direkt zwei mögliche Probleme gelöst...

Du verabreichst Guardacid. Kontrollierst du den ph-Wert? Womit werden die Ohren behandelt? Wie viel bekommt sie zu fressen? Wie alt ist sie?

Geändert von MäuschenK. (25.12.2017 um 16:04 Uhr)
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Alt 25.12.2017, 23:18   #4
Herbert
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Hallo,

danke schon einmal für die freundlichen Antworten.

Meine Antworten zu Fragen:

Zitat:
Biete ihr doch all you can eat an.
Also den Napf immer voll machen, nicht nur 3x am Tag
Ja, das habe ich früher beim Kater so gemacht, denn der frisst auch nur soviel, wie er gerade lustig ist. Mittlerweile habe ich das auch bei ihm umgestellt, denn Madame frisst einfach so viel, wie da ist. Sie kommt auch auf den Tisch gesprungen, wenn ich esse und will sich bei mir bedienen. Offen herumstehendes wird auch probiert. Unabhängig davon, ob sie gerade gefressen hat oder nicht. Sie kommt ja aus dem Tierheim mit unbekannter Vorgeschichte und ist sehr fressensfixiert. Die ersten circa 2 Wochen (da hatte ich auch Urlaub und konnte ständig nachfüllen) habe ich probiert, all-you-can-eat anzubieten, was damit endete, dass sie auch dem Kater alles wegfraß und noch häufiger sich übergab. Ich weiß, dass manche glauben, dass alle Katzen sich selbst fressregulierten, wenn sie merken, dass ihnen genug angeboten wird. Bei meiner Tinka hat sich gezeigt, dass das jedenfalls mit der mir zur Verfügung stehenden Zeit und der Kombination mit dem Häppchenfresserkater jedenfalls nicht praktikabel ist. So leid es mir tut, denn ich sehe eigentlich gar keinen Grund, ihr Vorgaben zu machen, wann sie fressen soll und wann nicht.

Zitat:
Du verabreichst Guardacid. Kontrollierst du den ph-Wert?
Zur Zeit nicht, weil ich erst vor ein paar Tagen auf Guardacid umgestellt habe (siehe oben für die Gründe). Zur Zeit füttere ich 2/Tag. Wenn die Tabletten nicht drinbleiben, gebe ich aber auch nicht mehr. Ich will nach den Feiertagen eine Urinprobe zur Untersuchung abgeben, um auch zu gucken, wieviel Kristalle noch da sind. Vorher habe ich circa 4 Wochen nur Struvitdiätfutter gegeben. Da wird ja auch der PH-Wert gemessen, habe hier aber auch PH-Teststreifen liegen, die ich danach einsetzen will.

Zitat:
Womit werden die Ohren behandelt?
Die Ohren werden bei beiden mit Otimectin behandelt; bisher 2x (mit dem Abstand einer Woche), 2x soll ich noch. Sie war deutlich stärker befallen als er.

Zitat:
Wie viel bekommt sie zu fressen?
Er bekommt so viel, wie er will. Tinka, um die es hier geht, wegen des neurotischen Fressverhaltens (siehe oben) entsprechend der Fütterempfehlung der verschiedenen Marken für 4 KG + 10% (sie wiegt 4,3 KG und ist eher leicht übergewichtig, was laut Tierärztin aber kein Problem ist). Es ist ehrlich gesagt nicht so leicht zu sagen, ob das genug ist. Da sie aber nicht sichtbar abgenommen hat, scheint das zu reichen.

Zitat:
Wie alt ist sie?
Circa 4 Jahre, Genaueres unbekannt.

Zitat:
Da sind wirklich sehr lange Nüchternzeiten bzw. Pausen dabei
Stimmt, ich versuche immer maximal 10h anzupeilen (8-18 Uhr), manchmal klappt das aber nicht. So ein Zeitschaltautomat wäre ohnehin super, wenn ich mal wirklich lange abends unterwegs bin, muss ich immer Fütterersatz organisieren oder noch einmal zuhause vorbei.

Zitat:
zusätzlich programmierbare Futterautomaten mit Kühlakkus
Das ist eine sehr gute Idee. Kühlakkus würd ich an die Seite legen, oder? So einfache Geräte sind ja sogar sehr bezahlbar. Oder sind da schon Akkus drin, die man einfrieren kann? Ist das Gerät auch einigermaßen luftdicht, dass nicht alles austrocknet? Würde vieles erleichtern und auch mein schlechtes Gewissen.

Noch einmal zum Threadthema:
Ich weiß aber nicht, ob die Kotzproblematik daher rührt, dafür übergibt sie sich zu erratisch. Es geht mir auch gar nicht primär um die zusätzliche Arbeit, sondern um die Sorge, dass sich dahinter etwas Größeres verbirgt oder ich das irgendwie provoziere. So gern wie sie frisst, tut es mir schon leid zu sehen, dass sie danach so oft alles hochwürgt. Außerdem kann das ja auch nicht angenehm oder gesund sein, sich so oft zu übergeben.

Ich glaub, ich füttere erst einmal eine kleine Portion direkt nach dem Aufstehen morgens und sehe dann mal weiter, nach einer halben Stunde gibt es dann mehr / den Rest. Vielleicht war es ja einfach zu viel, 1/3 des Tagesbedarfs auf nüchternen Magen zu geben. Mal gucken.

Geändert von Herbert (25.12.2017 um 23:26 Uhr)
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Alt 25.12.2017, 23:36   #5
Herbert
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Es ist ganz hauptsächlich Futter, das sie auskotzt.

Dann ist es wohl nicht die zu lange Nüchternheit .
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Alt 25.12.2017, 23:37   #6
Jessicab91
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Hallo,
Bei dem Trixie-Futterautomaten ist ein Kühlpad zum drunter legen dabei.
Was ich auch noch empfehlen könnte (was aber teurer wäre, wäre ein Surefeed mit Mikrochip-Erkennung, so dass die Katze nicht beim Kater mitfressen kann.
Zur Problematik: hast du mal beobachtet, ob das erbrechen immer nach einer bestimmten Sorte von Futter auftritt? Meine Kira beispielsweise verträgt überhaupt kein Rind und innerhalb einer Stunde nach Aufnahme erbricht sie alles wieder. Was natürlich manchmal schwierig ist, da nicht immer alles genau deklariert ist.
Lg
Jessica
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Alt 26.12.2017, 00:05   #7
MäuschenK.
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Zwei bis drei Wochen all-you-can-eat sind viel zu kurz gewesen und es kann ja auch kein wirkliches all-you-can-eat gewesen sein, wenn sie dem Kater trotzdem noch alles weggefressen hat.

Sie kommt aus dem TH und sie muss die Möglichkeit bekommen, ihr Sättigungsgefühl zu finden. Wir glauben nicht, dass die meisten Katzen dies finden, sondern wir wissen es. Dazu muss die Katze aber auch wirklich die Möglichkeit bekommen und das kann durchaus länger dauern als 3 Wochen.

Bitte sieh doch einfach zu, dass sie immer so viel fressen kann, wie sie möchte, auch nachts !!! und wenn nötig, mit Hilfe der Futterautomaten. Es kann natürlich sein, dass ihr Magen von den langen Pausen schon gereizt ist.

Dass sie Futter erbricht, kann an zu schnellem Fressen bzw. Schlingen liegen. Schlingen bedeutet immer HUNGER. Du schreibst ja selbst, sie sei fressfixiert bzw. sie hätte ein neurotischen Fressverhalten.

Stell doch bitte mal ein Foto von ihr ein, von oben in stehender Position.
Außerdem ist Winter, da wird sowieso meist mehr gefressen und viele Katzen sind in dieser Zeit dicker als Sommer.


Edit: Wird Octimectin gespritzt oder ist es ein Spot-on? Behalte bitte den ph-Wert des Urins im Auge.

Geändert von MäuschenK. (26.12.2017 um 00:21 Uhr)
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Alt 26.12.2017, 02:09   #8
Herbert
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Hallo,

Popsilce:

Ja, genau. Es wird gefressen und direkt danach übergibt sie sich. Zum Teil geht das so schnell, dass ihr Auswurf noch teilweise auf dem Napfuntersatz liegt.

Zitat:
Ich würde auch evtl. mal das Futter wechseln, oder einige Sorten durchprobieren.
Ich habe schon so viele Sorten durch. ZWerde ich weiter probieren, vielleicht hast Du ja recht. Manchmal denke ich, dass es eine Trotzreaktion sein könnte, wenn es ein paar Tage hintereinander ein Futter der gleichen Marke gibt. Kann das sein? Ist wahrscheinlich zu stark anthropomorphisierend.

MäuschenK.:

Prinzipiell: Ich teile deine Überzeugung nicht und sehe auch keine Argumente deinerseits; zudem ist es schon logisch schwierig, zu begründen, warum es für alle Katzen gelten sollte, dass sie ein normales Sättigungsgefühl haben. Parallel ist es auch von Menschen bekannt, dass sie tiefgreifende, kaum veränderbare Probleme mit ihrem Sättigungsgefühl haben.

Zur Sache: Ich könnte es ja einfach weiter ausprobieren. Doch in jedem Fall reicht die Zeit im Moment nicht bzw. ich bin dieser Tage zu wenig im Hause, um dauernd den Napf nachzufüllen (in den Zwischenzeiten ging sie nämlich beim letzten Versuch an den Katernapf). Wenn ich ihr einfach so eine große Menge Futter tagsüber hinstelle, wird das vermutlich gefressen, gekotzt, etwas gewartet, wieder gefressen, gekotzt -- bis der Napf leer ist. So in etwa war es auch beim letzten Mal. Was wäre deine Vorgehensweise bei begrenzter Zeit?

Ich will nicht undankbar sein, aber so ein Ratschlag:
Zitat:
Bitte sieh doch einfach zu, dass sie immer so viel fressen kann, wie sie möchte, auch nachts !!! und wenn nötig, mit Hilfe der Futterautomaten.
ist schwierig zu realisieren, ich hätte dann überall große Futterbrei liegen. Mal gucken. Ein Futterautomat, der dafür sorgt, dass auch wenn ich wegbi, noch Nachschub da ist, wäre ja auch kein All-you-can-eat.

Du fragst noch nach der Milbenbehandlung: Ich spritze Octimectin in den Gehörgang. Das findet sie zwar sehr unangenehm, doch laut Tierärztin ist das Spot-On weniger erfolgssicherer.

Hier Photos (im zweiten von oben, stehend), ich hoffe ausreichend gut erkennbar. Wie gesagt, laut Tierärztin ist sie keinesfalls untergewichtig: https://imgur.com/a/6gLo2

Jessica:

Danke für die Ausführungen zum Futterautomaten. Werde ich bestellen. Eine Sortenaversion habe ich noch nicht bemerkt, werde ich verstärkt drauf achten. Manchmal sind die Lösungen ja derart einfach. Beim letzten Mal, als ich hier verzweifelt anfragte, war das Problem der Pinkelei auch nur die Struvit-Sache und das nachdem ich allerlei Streu- und Toilettenänderungen probiert hatte und mir schon wie ein ganz schlechter Katzenhalter vorkam, der die Grundbedürfnisse seiner Tierchen ignoriert.

Geändert von Herbert (26.12.2017 um 02:14 Uhr)
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Alt 26.12.2017, 06:28   #9
Jessicab91
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Zitat:
Zitat von Herbert Beitrag anzeigen
Eine Sortenaversion habe ich noch nicht bemerkt, werde ich verstärkt drauf achten. Manchmal sind die Lösungen ja derart einfach. Beim letzten Mal, als ich hier verzweifelt anfragte, war das Problem der Pinkelei auch nur die Struvit-Sache und das nachdem ich allerlei Streu- und Toilettenänderungen probiert hatte und mir schon wie ein ganz schlechter Katzenhalter vorkam, der die Grundbedürfnisse seiner Tierchen ignoriert.
Ich würde an deiner Stelle mal ein Monoprotein-Futter ausprobieren, zum Beispiel das Select Gold Pur vom Fressnapf oder das Sensitive von Macs. Ist nicht so viel teurer, enthält aber nur eine Sorte Fleisch.
Um zu schauen, ob es daran liegt müsste man es aber auch ein paar Tage verfüttern. Dass sich eine Katze "aus Trotz" übergibt, weil sie ein paar Tage das gleiche Futter bekommt glaube ich nicht. Meine fressen es dann einfach nicht mehr, wenn es denen zu langweilig und uninteressant wird.
Und zum All-you-can-eat: es stimmt, dass sich irgendwann ein natürliches Sättigungsgefühl bei Katzen einstellt, sofern man hochwertig mit Nassfutter füttert.
Aber manchmal ist es halt nicht realisierbar. Meine hatten bis gestern auch wieder eine Fressphase, wo sie nie genug bekommen konnten. Ich war an heilig abend von fünf Uhr morgens bis 21 Uhr abends unterwegs, ich hab denen morgens ca. 200 Gramm barf, 150 Gramm Dosenfutter und im zeitlich eingestellten Napf noch 185 Gramm Thunfisch vom Fressnapf gegeben. Am Abend war alles leer. Der Nachschub wurde auch gleich wieder dankend angenommen.
Jessicab91 ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 26.12.2017, 10:34   #10
Geisterkatze
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Zitat:
Zitat von Herbert Beitrag anzeigen

Ja, das habe ich früher beim Kater so gemacht, denn der frisst auch nur soviel, wie er gerade lustig ist. Mittlerweile habe ich das auch bei ihm umgestellt, denn Madame frisst einfach so viel, wie da ist. Sie kommt auch auf den Tisch gesprungen, wenn ich esse und will sich bei mir bedienen. Offen herumstehendes wird auch probiert. Unabhängig davon, ob sie gerade gefressen hat oder nicht. Sie kommt ja aus dem Tierheim mit unbekannter Vorgeschichte und ist sehr fressensfixiert. Die ersten circa 2 Wochen (da hatte ich auch Urlaub und konnte ständig nachfüllen) habe ich probiert, all-you-can-eat anzubieten, was damit endete, dass sie auch dem Kater alles wegfraß und noch häufiger sich übergab. Ich weiß, dass manche glauben, dass alle Katzen sich selbst fressregulierten, wenn sie merken, dass ihnen genug angeboten wird. Bei meiner Tinka hat sich gezeigt, dass das jedenfalls mit der mir zur Verfügung stehenden Zeit und der Kombination mit dem Häppchenfresserkater jedenfalls nicht praktikabel ist. So leid es mir tut, denn ich sehe eigentlich gar keinen Grund, ihr Vorgaben zu machen, wann sie fressen soll und wann nicht.
Das ließt sich so als hätte sie ständig hunger. Das würde auch das schlingen und das erbrechen erklären. Ich kann dir nur raten ihr mehr Mahlzeiten zu geben. So das keine längeren Wartezeiten entstehen und vor allem viel mehr Futter. Sie muss erst wieder lernen Satt zu sein. Das Sattgefühl muss erst gelernt werden und kann auch wieder verlernt werden und ja eine Erwachsene Katze kann es auch wieder lernen. Dazu muss sie sich aber auch satt fressen dürfen.
Ich würde ihr keine große Portion auf einmal geben, sondern kleine und immer wieder nachlegen. So das sie sich satt fressen kann.
Geisterkatze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 15:13   #11
Herbert
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Hi,

das Problem besteht immer noch:
* ein paar Wochen frisst sie ganz normal
* dann erbricht sie 2, 3 Tage hintereinander mehrfach
* und zwar solange (und an unterschiedlichen Stellen), bis der Magen ganz leer ist (nur noch dickflüssige, dunkelgelbe, gallenartige Flüssigkeit rauskommt)
* ein wirkliches Schema lässt sich nicht feststellen, meistens ist nach 2-3 Tagen Schluss, für ein paar Wochen Ruhe und dann geht es wieder von vorne los, aus heiterem Himmel


Mittlerweile habe ich einen Futterautomaten, die (fast) immer gefüllt sind und an dem sie sich jederzeit bedienen kann (mit Nassfutter). Sie schlingt immer noch manchmal, frisst allerdings nicht sofort alles auf wie früher, sondern teilt sich das selbst (weitgehend) gut ein. Ein Zusammenhang zwischen Schlingen und Übergeben gibt es nicht, soweit ich das beruteilen kann. Denn ihr Fressverhalten ist eigentlich immer gleich. Und meistens übergibt sie sich auch nicht. Phasenweise dachte ich, dass das Übergeben mit zu hastiger Flüssigkeitsaufnahme zusammenhängt. Die Flüssigkeit des Nassfutters wird gleichsam weggeschlürft. Daher habe ich einen Trinkbrunnen zusätzlich zu den Näpfen angeschafft, der aber nicht angenommen wird (andere Modelle habe ich auch durch). Wahrscheinlich bekommt sie durch das Nassfutter schon genug Flüssigkeit.

Ich bin wirklich am Ende meiner Weisheit. Organisch ist, wie gesagt, alles in Ordnung (abgesehen von einer Struvit-Erkrankung, die dauerhaft durch die Gabe harnsäuernder Medikamente behandelt wird). Die Tierärztin hat auch keine Idee.

Es gibt keinerlei Anzeichen, die auf eine neue Kotzperiode hinweisen. Das Futter habe ich auch mehrfach durchprobiert, bis ich beim jetzigen gelandet bin (das auch das Futter war, das ich zu Anfang gegeben habe), das zumindest relativ lange Nicht-Kotz-Perioden bedeutet (auf viele andere Futtersorten, insbesondere solche mit Zucker-/Getreideanteil, reagiert sie zudem mit Durchfall, was hier nicht der Fall ist, weswegen ich dabei geblieben bin). Es ist wahnsinnig nervig, nach Hause zu kommen und einen eingetrockneten Haufen Nassfutter vom Teppich kratzen zu müssen und nach weiteren Kotzstellen zu suchen, die auch nicht immer sofort finde, was dann zu einem angenehmen Raumgeruch führt. Letztens durfte ich das vom Schrank kratzen, einmal hat sie sich vom Kratzbaum aus übergeben und nur mit Glück die Heizung verfehlt.

Es wäre traumhaft, das Problem zu beheben, zumal es mir auch leid tut, sie würgen zu sehen. Das kann ja auch nicht für den Körper und die Zähne sein und muss auf irgendetwas hinweisen, das schief läuft. Katzen leiden ja still, aber soweit beurteilbar ist ihr Verhalten in der Kotzzeit unverändert und nicht so, dass sie sich da mehr verstecken würde oder weniger aktiv wäre.

Ich habe da immer ein schlechtes Gewissen, sie zu vernachlässigen, weil ich dem Problem nicht auf dem Grund gehe. Aber wie soll ich dem auf dem Grund gehen, wenn es so erratisch auftritt? Ich hoffe ja, dass hier wer ein ähnliches Problem mit seinem Tier hatte und mir Tipps geben kann.

Geändert von Herbert (17.02.2019 um 15:18 Uhr)
Herbert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 15:19   #12
Gigaset85
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denke nach dem was du schreibst hat sie einfach nur einen empfindlichen Magen.Gibts doch bei uns Menschen genauso,mal geht's gut,mal leider nicht so gut obwohl man das Gleiche gegessen hat. Trotzdem: wenn dein TA keine Idee hat dann würde ich mal zu einem anderen TA gehen oder in eine Klinik.
Gigaset85 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 15:21   #13
Sandra1975
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Es könnte an einer Futterunverträglichkeit liegen, das müsstest du mittels einer Ausschlussdiät testen.
Sandra1975 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 15:25   #14
Herbert
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Ja, Gigaset, vielleicht ist es wirklich einfach ein empfindlicher Magen. Mittlerweile erscheint mir das auch am Schlüssigsten, zumal es ja auch zu den unabhängig davon auftretenden Verdauungsproblemen (siehe oben) passen würde. Aber es ist doch eine Verlegenheitserklärung, zu der ich nicht verfrüht greifen möchte.

Sandra, müsste das Problem bei einer Futterunverträglichkeit nicht dauerhaft oder zumindest deutlich häufiger als alle paar Wochen ein paar Tage lang auftreten?

Was haltet ihr davon, einer Katze 12-24 Stunden nach dem Erbrechen kein Futter zu geben? Natürlich nicht als Strafe, sondern weil ich gelesen habe, dass das hilft, den Magen zu beruhigen. Ich mache meistens den Automaten sofort wieder voll. Nur hat sie selbst meistens für ein paar Stunden kein Interesse an Futter. Manchmal wird sie auch quengelig, obwohl der Automat voll ist. Ihr dann eine andere Sorte zu geben führt aber nur zu Problemen (was die Empfindliche-Magen-These ja stützen würde). Wäre es besser, ihr gar nichts zu geben?

Geändert von Herbert (17.02.2019 um 15:32 Uhr)
Herbert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 15:35   #15
Sandra1975
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Zitat:
Zitat von Herbert Beitrag anzeigen
Ja, Gigaset, vielleicht ist es wirklich einfach ein empfindlicher Magen. Mittlerweile erscheint mir das auch am Schlüssigsten, zumal es ja auch zu den unabhängig davon auftretenden Verdauungsproblemen (siehe oben) passen würde. Aber es ist doch eine Verlegenheitserklärung, zu der ich nicht verfrüht greifen möchte.

Sandra, müsste das Problem bei einer Futterunverträglichkeit nicht dauerhaft oder zumindest deutlich häufiger als alle paar Wochen ein paar Tage lang auftreten?
Nein, meine Dexa hat alle paar Tage Futter erbrochen. Mal nach 3, mal nach 7 Tagen. Bisher weiss ich noch nicht, ob es an den Dreamies oder am Rind lag, seitdem sie beides nicht mehr bekommt, ist sie kötzelfrei. Sie hat auch nicht immer nur direkt nach Rind oder Dreamies erbrochen, sondern auch nach anderem Futter, das sie jetzt problemlos verträgt.

Schleckt sich deine Tinka häufig das Mäulchen?
Sandra1975 ist offline   Mit Zitat antworten
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