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Verhalten und Erziehung Alles über die Eigenarten unserer Samtpfoten

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Alt 21.06.2017, 17:02
  #1
Tiatiger
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Unglücklich Katzenmutter mit Kittten: Merkwürdiges Verhalten - Überforderung

Hallo liebe Community!

Mir steht das Wasser ehrlich gesagt schon fast bis zum Hals und ich weiß nun wirklich nicht mehr weiter. Am besten ich fange von ganz vorne an.

Leider ist mein Text etwas zu lang für dieses Forum deshalb habe ich hier nur den Link zum kompletten Text. Ich hoffe es macht sich jemand die Mühe alles zu lesen. >KLICK<

Danke schonmal und LG

Tiatiger
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Alt 21.06.2017, 17:40
  #2
PebblesundPaul
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PebblesundPaul
 
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Herzlich Willkommen Tiatiger

Teile deinen Text doch auf zwei Beiträge auf
Ich muss zugeben, ich tue mich immer etwas schwer auf unbekannte Links zu klicken.

Lg und Alles Gute
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Alt 21.06.2017, 18:18
  #3
Komorchen
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Komorchen
 
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Ich bin Mal so frei....


Hallo liebe Community!
Mir steht das Wasser ehrlich gesagt schon fast bis zum Hals und ich weiß nun wirklich nicht mehr weiter. Am besten ich fange von ganz vorne an.
Wir (Familie: Mama+Papa+2 Teen-Töchter) besitzen seit 10 Jahren Katzen. Anfangs 2 Geschwister Katzen (1 Kater + 1 Katze - beide kastriert), mit 12 Wochen von einem benachbarten Bauernhof geholt. Leider wurde die Kätzin ziemlich bald vom Nachbarshund totgebissen, den gibt es Gottseidank nicht mehr.
Nun haben wir uns vor 2 Monaten eine 3 jährige Katzendame dazu geholt - dazu gleich mehr. Ich weiß ist nicht gerade eine blendende Kombination.
Wir leben auf dem Land, haben ein wirklich großes Haus und einen mindest doppelt so großen Garten. Die Katzen haben Freigang und auch im Haus jede Menge Beschäftigungs- und Versteckmöglichkeiten. Sie bekommen viel Liebe, Schmusen und Spielen gibt es jeden Tag. Vor allem der alte Kater ("Tiger") gehört schon richtig zur Familie, aber mit der Dame (Tiana) gibt es leider immer wieder Schwierigkeiten.
Nachdem unser Kater ungefähr 9 Jahre schon "alleine" bei uns wohnte, haben wir uns vor 3 Monaten mit längerem Überlegen dazu entschieden eine zweite Katze zu holen. Tiger schien allerdings auch immer sehr zufrieden auch ohne zweite Katze, schließlich hatte er ja draußen genügend Katzen zum spielen und vor allem mit der Nachbarskätzin verstand er sich prima.
Wir haben Tiana über ein Inserat im Internet gefunden (damals hieß sie noch "Susie") und haben uns sie dann einfach angeschaut und mitgenommen. Es schien alles in Ordnung, sie war sofort neugierig, nicht schüchtern, total verschmust. Wir haben gefragt ob sie geimpft, gechipt und kastriert ist. War sie nicht, aber das konnten wir ja dann machen. Die Vorbesitzer wohnten in einer Stadt-Wohnung und meinten, dass sie sie vor einem Monat von einer älteren Dame geholt hatten, nicht mehr über sie wüssten als dass sie ungefähr 2 Jahre alt sei. - Wirklich mehr haben wir bis heute nicht herausgefunden.
Sie hat ein Weilchen gebraucht bis sie sich an die neue große Wohnung gewöhnt hat. Wir sind mit ihr direkt am 2 Tag zum TA um sie kastrieren zu lassen um ihr möglichst bald Freigang gewähren zu können. Dieser stellte dann fest dass die Lady trächtig war und sagte dass er nur ungerne eine "Abtreibung" vornehmen wolle aber wenn es nicht anders geht machen würde. Wir haben uns dann gedacht, nagut, wir haben zwar eigentlich keine Erfahrung mit sowas, aber wir haben den Platz und die Unterstützung des TA (von dem sind wir bis heute eigentlich sehr überzeugt), außerdem ist es kein Problem für uns die Babys zu behalten sollte sich kein Abnehmer finden. Also noch schnell geimpft, durchgecheckt - alles in Ordnung.
Tiana und Tiger kommen -keine Ahnung wie- miteinander klar, sie gehen sich eigentlich nur aus dem Weg und ignorieren sich, Tiger ist leider ein bisschen weniger verkuschelt aber ansonsten wäre mir nichts aufgefallen.
An den Freigang hat sich Tiana schnell gewöhnt.
Die Trächtigkeit verlief gut, waren auch nochmal beim Tierarzt und haben Ultraschall usw. gemacht auch wieder alles in Ordnung.
Die Geburt verlief auch gut und erfolgte dann leider in meiner Schrankschublade im Schlafzimmer anstatt in einer der zigtausend Wurfkisten die wir bereit gestellt hatten aber wir hatten diese dann sofort mit Decken ausgepolstert und in ein extra hergerichtetes Katzenzimmer gebracht, was für Tiana alles in Ordnung war. Es waren übrigens 3 Kitten.
Ich habe mich so gut wie möglich über Katzengeburt und Katzenbabys informiert, da aber überall was anderes steht bin ich immernoch einigermaßen verwirrt und kann nicht wirklich sagen ob alles normal verläuft. Daher eine möglichst detailierte Beschreibung:
Es hieß dass die Katzenmütter die Kitten sofort lecken und die Nachgeburt usw. fressen, hat sie alles gemacht.
Es hieß dass die meisten Katzenmütter das Nest nach der Geburt wechseln und die Jungen dann dahin tragen, war nicht der Fall. Tiana schien wie eine überfürsorgliche Mutter und verließ das Nest für 24 Stunden kein einziges Mal und danach wollte sie das Nest auch nicht wechseln, wir haben ihr dann Wasser und Futter immer im Nest gegeben aber nach den 24 Stunden ging sie ja dann eh raus. In den nächsten 2 Wochen hat sich nichts geändert außer dass die Kitten immer mehr gewachsen sind und mit genau 2 Wochen hat dann das Letzt-Geborene das erste Mal die Augen geöffnet, am Tag darauf auch die andern beiden.
Die Kitten werden am Freitag übrigens 6 Wochen alt und noch um einiges aktiver.
So langsam wurden sie dann auch immer aktiver, haben angefangen erste Gehversuche zu starten und mit 4 Wochen standen sie dann alle, wenn auch noch recht wackelig, auf den Beinen. Sie haben gespielt und sind im Zimmer herumgelaufen und haben angefangen in die Ecken zu pinkeln.
Es hieß die Mutter-Katze würde die Kitten streng zu Sauberkeit erziehen - bis heute nicht der Fall. Wir mussten alle Teppiche vom Boden entfernen und ich muss jeden Tag aus einer Ecke irgendwelche Exkremente entfernen.
Das Katzenklo ist auch für die Babys zugänglich, sie gehen auch rein aber fressen dann nur das Streu was drinnen ist, was mir echt Sorgen macht. In letzter Zeit bekomme ich das aber seltener mit. Die Mutter benutzt brav die Katzentoilette.
Es hieß dass man die Babys ab 4 Wochen zufüttern solle, haben wir gemacht was aber die Kleinen absolut nicht interessiert. Wir zeigen ihnen auch ab und zu mal das Futter auch wenn sie von selber hinkommen und manchmal daran riechen, sie fressen es einfach nicht. Es ist extra Futter zum Zufüttern dem Alter entsprechend.
Ich weiß es ist viel Text aber ich bin leider noch lange nicht fertig.
Seit ein paar Wochen vor der Geburt ist Tiana sehr kommunikativ. Sie maunzt so ziemlich alles an was ihr in den Weg kommt und redet vor allem mit uns, es ist kein Klage Miauen, sondern eher ein gurren.
Es ist außerdem ganz anders als bei unserem Kater, der kann zwar auch kräftig miauen, aber wir wissen schon an der Art des miauens was er will, er hat ein Miau für Hunger, ein Miau für "Öffne bitte dir Tür, ich bin im Moment zu faul die Katzenklappe zu nutzen", ein "Begrüßungs-Miau und viel mehr. Bei ihr ist es ziemlich monoton und wir wissen nicht was sie will. Wir versuchen dann immer herauszufinden was sie will, aber sie will offensichtlich nichts bestimmtes. Es ist weder Hunger, noch Langeweile, wir bieten ihr Futter, Spieleinheiten, Kuscheleinheiten, aber all das will sie nicht, sie will weder raus noch rein, sie will offensichtlich nur vor uns herumrennen und unser Trommelfell zum platzen bringen.
Was ich aber erkennen kann ist dass sie in manchen Situationen besonders gerne miaut. Zum Beispiel wenn die kleinen "ausnahmsweise" mal nicht schlafen oder trinken und dann wie wild herumtoben, dann fängt sie dermaßen an zu schreien, als ob sie die Kleinen davon abhalten wolle, dass sie irgendwas machen. Wenn sie dann auch noch das Zimmer verlassen um die Wohnung zu erkunden rennt sie ihnen mit einem Dauerschreien hinterher.
Komorchen ist offline  
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Alt 21.06.2017, 18:18
  #4
Komorchen
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Komorchen
 
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Die Kitten interessiert das aber überhaupt nicht, einmal kurz mit dem Ohr in Richtung Mama zucken und weiter geht die Erkundungstour.
Zur nächsten Katastrophe:
Kurz nachdem die Kitten 4 Wochen alt geworden sind und es geschafft haben ein paar Schritte zu gehen hat der Zweit-Geborene angefangen zu humpeln (vorne links) und zwar so stark dass wir direkt zum TA sind, bei sowas warte ich ungern ab.
Der hat dann erstmal nur grob untersucht und gesagt es ist schwer zu sagen woher das kommt, vermutlich eine Entzündung vom rumtoben, wir sollen ihm Entzündungshemmer geben und nach 2 Tagen wieder kommen wenn es nicht besser wird. Es wurde nicht besser, wir haben gesehen wie die Schulter immer dicker wurde und sind wieder zum TA. Der hat dann doch ein Röntgenbild gemacht (er wollte es beim ersten Mal nicht machen, das es für die Babys in dem altern nicht so sinnvoll ist und er gehofft hatte es auch ohne lösen zu können). Beim Röntgen war nichts zu sehen, kein Knochenbruch, Garnichts. Also weiter zwei Tage Entzündungshemmer und dann wieder zum TA, alles unverändert. Er hat dann aus der geschwollenen Stelle Blut entnehmen wollen aber da kam kein Blut sondern verdammt viel Eiter. Wie sich herausstellte ein Abszess in einer unglaublichen Größe am Gelenk. Wir fragen uns immernoch wie das sein kann. Er hat das Abszess entleert und desinfiziert. Nun hatten wir Hoffnung dass es ab da besser wird. Nach 3 Tagen war immernoch keine Besserung in Sicht, Schulter nach wie vor dick und ich entdeckte ein weiteres Abszess, diesmal von außen sichtbar am Hinterfuß-Sprunggelenk. Also erneut ab zum TA, dieser war dann noch besorgter als die Male davor und sagte uns dass die Chancen gering sind dass er keine Krankheit hat und alles übersteht. Er hat ihn nochmal komplett untersucht und bei einem Ultraschall eine schwache Niere festgestellt, hat uns noch angeboten zu operieren, die Abszesse operativ zu entfernen und sich die inneren Organe genauer anzuschauen um die genaue Ursache festzustellen aber das sei sehr riskant. Ich hab mit Tränen in den Augen schon gewusst was er dann sagen würde: "Die andere Option ist ihm die Leiden zu ersparen und einschläfern" - Ich habe mich dann schweren Herzens für die zweite Option entschieden und mache mir immernoch Gedanken. Der Kleine, der noch nicht einmal einen Namen hatte, ist so jung von uns gegangen.
Tiana hat scheinbar nicht wirklich wahrgenommen dass etwas anders ist. Sie miaut soviel wie an jedem anderen Tag auch und kümmert sich um die kleinen, die immernoch unsauber sind und immernoch Milch saugen. Teilweise habe ich auch das Gefühl dass die Kleinen sie überfordern, sie hat nie das Nest gewechselt, war nie wirklich streng zu ihnen außer dass sie ihnen ständig hinterher miaut, sie hat sie nie getragen, aber immer brav geleckt und gesäugt. Neuerdings macht sie immer mal wieder so eine Art Tötungsbiss bei den Kleinen, ich bin mir dann nie sicher ob das jetzt doch mal endlich eine Erziehungsmaßnahme ist, ob sie sie ohne Erfolg hochnehmen will oder ihnen wirklich was antun will was ich aber stark bezweifle. Sie verharrt dann mit diesem "den Hals packen" manchmal wirklich lange bis die Kitten kreischen.
Ich bin absolut verzweifelt und verwirrt. Ich gebe offen zu dass ich mittlerweile überfordert mit der Situation bin aber ich bin gewillt alles zu tun um es in den Griff zu kriegen. Ich habe versucht es so genau wie möglich zu erklären, dadurch ist es leider sehr lang geworden. Sollte es Fragen geben könnt ihr sie gerne stellen und ich beantworte sie.
Was ich mir nun erhoffe sind Ratschläge von euch.
Was soll das ganze Miauen von Tiana? Sollte/Kann/Darf ich es ihr abgewöhnen?
Wie kriege ich das mit der Unsauberkeit der Kitten in den Griff? (Wenn ich merke dass sie müssen setzte ich sie eh schon immer ins Katzenklo, da machen sie dann aber nicht, klettern raus und machen in eine Ecke, Katzenklo umstellen habe ich auch schon probiert)
Ist das mit der Vergesellschaftung von Tiana und Tiger (ihm sind auch die Kitten völlig egal) so machbar oder sollte da eigentlich mehr sein?
Wie konnte das mit dem Abszess bei "Nummer 2" so passieren? War es falsch ihn einzuschläfern? Sollte ich die anderen auch untersuchen lassen?
Ist die Entwicklung der anderen Kitten sonst in Ordnung?
Am Anfang war alles in Ordnung und jetzt?!
Ich habe einfach so viel offenen Fragen die mir im Kopf rumschwirren, ich kann es kaum in Worte fassen.
Ich sehe ein dass ich vielleicht nicht die ideale Katzenmama bin, bin allerdings selbst überrascht dass es nach 10 Jahren Leben mit Katzen so schief gehen kann.
Ich Danke euch von ganzem Herzen fürs Lesen und im Vorhinein schon für jede einzelne Antwort.

LG
Tiatiger
Komorchen ist offline  
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Alt 21.06.2017, 20:40
  #5
Tiatiger
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Oh so wäre es auch gegangen. Danke @Komorchen dass du das für mich erledigt hast
Tiatiger ist offline  
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Alt 21.06.2017, 21:09
  #6
Starfairy
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Puh!

Also als erstes mal, deine Kitten verhaltens ich vollkommen normal, aber du erwartest viel zu viel von denen.

Bitte laß sie noch nicht so weit rumlaufen. Beschränke ihren Radius auf höchstens 1 Zimmer. Dann muß die Mama sie auch nicht so viel suchen. Evtl. könnt ihr in die Tür was einklemmen, wo die Mutter drüber kann, aber die Kitten noch nicht.

Die Kleinen sind jetzt 6 Wochen. Jetzt beginnt die Sauberkeitserziehung so langsam. Aber jetzt ist sie nicht fertig. Und bitte achte darauf, das du jetzt kein Klumpstreu verwendest. Das könnte für die anderen beiden Kitten auch lebensgefährlich werden.
Dann, auch das fressen fangen sie jetzt erst an. Ehrlich gesagt mußt du die Kleinen überhaupt nicht extra zufüttern.
Stell der Mutter ausreichend gutes Nassfutter zur Verfügung. Und wenn die Babys so weit sind, werden sie einfach anfangen, bei der Mutter mit zu fressen. Du mußt nichts extra für Kitten füttern, in der Natur gibt es auch keine Extramäuse für Kitten, und du mußt dir keinen Kopf machen, wann sie fressen.
Irgendwann hat es noch jede Katze gelernt. BtW, meine Alina hat erst mit gut 9 Wochen das erste Mal das selber fressen probiert.
Das liegt auch ein bisschen an der Mutter. Solange sie es zuläßt, das die Kleinen ständig trinken, brauchen sie sich schließlich nicht anzustrenden und selber zu fressen.
Aber irgendwann regelt das die Mutter und gibt die Milchbar nur noch dann frei, wenn es ihr paßt. Und dann müssen die Kleinen wohl oder übel das fressen anfangen.

Und auch die Erziehung der Mutter fängt erst an. Bei meiner Jenny (die Mama von Alina) kam das mit ca. 8 Wochen. Vorher war sie auch nur lieb zu den Kleinen und war nie streng.
Das hat sich dann geändert. Die Katzenmutter weiß besser als wir, wann die Kleinen so weit sind. Und 6 Wochen alte Kätzchen sind noch so sehr Babys, das da noch nix ist mit Erziehen.

Das mit dem kranken Kätzchen tut mir sehr leid. Leider weiß ich auf deine Fragen keine Antwort, was der Kleine gehabt haben könnte.
Allerdings ist es schon sehr schwer, so Winzlinge überhaupt durch zu bringen, wenn sie richtig krank sind. Mir sind auch schon kranke Kitten unter den Händen weggestorben. Das ist immer wieder schlimm. Aber die Kleinen sind einfach noch so schwach, das man nicht immer eine Chance hat.
Du hast nach bestem Gewissen entschieden. Und dich um das Kätzchen gekümmert. Niemand kann sagen, was gewesen wäre. Aber ich glaube nicht, das das Kleinchen viele Chancen gehabt hätte. Und du hast dafür gesorgt, das die kurze Zeit seines Lebens so schön wie möglich war und auch, das er nicht unter Schmerzen sterben mußte.
Manchmal ist das das einzige, was wir tun können. Das war schon richtig, was du getan hast.

Was wegen der Unsauberkeit noch wichtig ist, du mußt die Stellen unbedingt mit Enzymreiniger reinigen. Weil sonst riechen sie für Katzennasen nach Klo, und dann machen sie immer wieder hin.
Aber es wird noch eine ganze Weile immer wieder was daneben gehen. Schließlich sind das Babys! Und die müssen noch lernen, so schnell geht das halt nicht.
Deshalb, mach den Bereich kleiner und überschaubarer und setz dich nicht so sehr unter Druck und überlaß die Erziehung jetzt noch der Mama. Die kann das, ehrlich.
Starfairy ist offline  
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Alt 21.06.2017, 21:09
  #7
Synapse
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Hallo Tiatiger,

tut mir ehrlich leid, dass du so viel mitmachen musstest. Ich schätze, gerade wegen dem Verlust des Kittens wirst du wohl gerade auf dem Zahnfleisch gehen. Aber kommen wir erst einmal zu deinen konkreten Fragen.

Zitat:
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Was soll das ganze Miauen von Tiana? Sollte/Kann/Darf ich es ihr abgewöhnen?
Manche Katzen sind von sich aus einfach sehr mitteilsam. Ich habe selbst so ein Exemplar zuhause sitzen und er kommentiert oft, was er gerade tut und das ausdauernd und zum Teil richtig laut, ohne, dass er etwas "möchte". Das kann in manchen Situationen richtig anstrengend sein, aber abgewöhnen - sollte sie denn einfach so vor sich hinschnattern - wirst du ihr das wohl nicht können.

Zitat:
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Wie kriege ich das mit der Unsauberkeit der Kitten in den Griff?
Möglichst oft und immer wieder hineinsetzen. Deine Kitten sind jetzt erst 6 Wochen alt, oder? Dann wird es schon noch ein paar Wochen dauern, bis sie zuverlässig das Katzenklo aufsuchen. Dass die Mutter streng die Sauberkeit anerzieht, habe ich noch nicht mitbekommen. Es ist eher so, dass die Kätzchen sich voneinander sehr viel abschauen und zunehmend sicherer mit dem Klo werden. Hast du bereits nicht klumpendes Streu? Gerade, wenn sie davon naschen, wäre das wichtig. Klumpstreu kann im Magen-Darm-Trakt verkleben.

Zitat:
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Ist das mit der Vergesellschaftung von Tiana und Tiger (ihm sind auch die Kitten völlig egal) so machbar oder sollte da eigentlich mehr sein?
Wenn sie sich aus dem Weg gehen, ist das soweit schon mal sehr gut. Tiger ist bestimmt kastriert, nicht? Vielleicht wird sich ihr Verhältnis noch bessern, sobald Tiana auch kastriert ist.

Zitat:
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Wie konnte das mit dem Abszess bei "Nummer 2" so passieren? War es falsch ihn einzuschläfern? Sollte ich die anderen auch untersuchen lassen?
Die Fragen wird dir im Nachhinein leider niemand mehr beantworten können. Zeigen die anderen beiden denn ähnliche Symptome? Als ich die ersten Zeilen gelesen habe, dachte ich sofort an das Limping Kitten Syndrome. Bei uns in der Gegend ist eine ganz ähnliche Erkrankung bei Kitten recht häufig. Während der Kittenschwemme kommt es bei unseren Pflegestellen öfter mal zum Ausbruch. Umgangssprachlich heißt das bei uns "Gelenkfieber", aber eigentlich ist es eine Variation der Calici-Virus-Infektion. Die Kitten sind dann fiebrig, haben keinen Hunger, dafür starke Gelenkschmerzen. Davon, dass beim Gelenkfieber Abszesse entsehen, ist mir jetzt nichts bekannt. Ich will dir das nur für den Fall erzählen, falls deine beiden übrigen anfangen sollten, Symptome zu zeigen. Gelenkfieber und ähnliche Calici-Erkrankungen sind nämlich schon behandelbar.

Zitat:
Zitat von Tiatiger Beitrag anzeigen
Ist die Entwicklung der anderen Kitten sonst in Ordnung?
Nach dem, was du so erzählst, ist alles in bester Ordnung

Noch ein paar Gedanken zu deinem Text:

Katzenmütter wechseln nicht zwangsläufig das Versteck, aber es wäre gut, wenn du ihre Decke sauber halten könntest. Ich nehme mal stark an, das hast du sowieso gemacht - ich wills nur mal erwähnt haben.

Kitten trinken übrigens lange bei der Mutter - so lange man sie eben lässt. Meist entwöhnt, bzw. verstößt die Katzenmama nach ca. 14-16 Wochen ihre Jungen.

Dieser Biss durch die Mutter, den du beschreibst, ist eine Zurechtweisung ihrerseits. Das musst du nicht unterbinden. Sie erzieht ihre Kinder eben auf Katzenart

Ich denke auch, dass es zum Zufüttern noch zu früh ist - oder meinst du, ihnen zusätzlich Aufzuchtmilch anzubieten? Das ist eigentlich nur dann notwendig, wenn die Mutter nicht genug Milch hat. Nassfutter hingegen - daran können sie mal lecken, aber mit 6 Wochen werden sie nicht sofort anfangen Nassfutter zu fressen. Biete es einfach weiterhin an. Die kommen schon noch auf den Geschmack Wichtig ist, dass die Mutter ordentlich futtern kann.

Ansonsten frage ich mich, wo der Titel sich im Text wiederfindet. Wer soll sich denn merkwürdig verhalten? Die Mutter, wegen dem Biss?

Weißt du, ich habe die ganze Zeit nach Worten gesucht, die dich trösten können, aber mir fallen keine ein. Ich war früher auch schon Pflegestelle für trächtige/säugende Katzen, habe da aber keine schönen Erfahrungen gesammelt und auch recht bald wieder aufgegeben, weil es für mich verdammt schwierig ist, Kitten zu verlieren. Sie wachsen einem so schnell ans Herz, man kämpft tagelang, in seltenen Fällen Stunde um Stunde um das junge Leben und dann verliert man sie trotzdem.

Die gute Nachricht ist: Mit der Zeit wird es einfacher. Bis dahin solltest du versuchen, dich selbst ein wenig zu beruhigen. Du scheinst mit Argusaugen über deine Katzen zu wachen - und das ist auch wichtig, nachdem schon eines der Kitten gestorben ist. Aber, dass eines gehen musste, bedeutet nicht, dass die anderen Kitten auch sterben werden.

Leider nehmen es viele Menschen mit dem Kastrieren nicht ernst oder vermenschlichen Katzen zu sehr. Die unkastrierten Hauskatzen und Streuner draußen tragen so viele Krankheiten in sich, die sie ihrem Nachwuchs weitergeben, dass es leider immer wieder dazu kommt, dass Kitten leiden und sterben. Oft genug im Verborgenen.

Worauf du bei deinen Kitten erstmal achten solltest, sind einfach die typischen Krankheitssymptome wie tränende Augen, Niesen, übermäßiges Schlafen, schlechtes Fress-/Trink-Verhalten und Durchfall. Das sind die häufigsten Probleme in den ersten Wochen.

Und ansonsten... gibt den Kitten einfach ein wenig Zeit. Sie sind ja erst 6 Wochen alt - da darf das alles noch so sein

LG

Synapse
Synapse ist offline  
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Alt 01.07.2017, 00:35
  #8
Tiatiger
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Danke für eure Antworten!

Unsere Kitten können mittlerweile das Katzenklo benutzen, allerdings wechseln sie jetzt selbständig so ungefähr alle zwei Nächte zu einem neuen Zimmer und wir haben herausgefunden dass die Babys das Klo nur solange benutzen, solange es in dem jeweiligen Raum ist in dem sie sich gerade aufhalten, heißt wir tragen es jetzt ganz schön viel herum aber das ist es uns wert.
Die Kleinen sind jetzt noch aktiver und erkunden mit Begeisterung die Wohnung, wir wollen sie ungern davon abhalten und nachdem wir (wie oben empfohlen) versucht haben das Katzenzimmer so zu verschließen dass nur die Mama rein kann, mussten wir feststellen dass die Zwerge überall drüber können wo auch Mama drüber kann. Dadurch ist es auch dazu gekommen dass die Kitten eines Abends beschlossen nicht mehr in das Katzenzimmer zurück zu kehren und auf der Couch schliefen, was Tiana zuerst überhaupt nicht passte aber sie hat sich dann zu den Kleinen gelegt, seitdem lässt sie mehr oder weniger die Kitten entscheiden wo übernachtet wird und ich muss sagen das Meckern über die Aktivitäten der Zwerge hält sich immer weiter in Grenzen, aber sie ist nach wie vor sehr kommunikativ, wir hoffen das dann mit der Kastration ein wenig Ruhe einkehrt.
Anbei noch eine weitere Frage: Ab wann darf man eine säugende Katzenmama kastrieren? Sie jammert schon dass sie nicht raus darf, weil wir schließlich nicht wollen dass sie nochmal trächtig wird. Letztens ist sie uns durch die Haustür entwischt und kam nach einer Viertelstunde wieder, wir haben schon Sorgen dass sie wieder trächtig ist.

Aber wie gesagt Danke für eure ausführlichen Antworten, es ist nach wie vor ein Gewusel aber die Aufregung legt sich langsam. Hin und wieder immernoch ein paar Häufchen in einer Ecke *grummel* aber sie machen echt Fortschritte.

LG
Tiatiger
Tiatiger ist offline  
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Alt 01.07.2017, 03:38
  #9
Starfairy
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Registriert seit: 2008
Beiträge: 7.719
Standard

Du kannst die Mutter kastrieren lassen, sobald die Jungen selber fressen, so das sie einen Tag ohne die Mutter auskommen können.

Und, das mit dem Klo. Es ist vollkommen normal, das Kitten den Weg zu einem weiter entfernt stehenden Klo nicht finden.
Wie bei kleinen Kindern, im Eifer des Gefechtes denken sie viel zu spät dran, das sie müssen, und ja, wenn dann das Klo nicht ganz nah dasteht, geht es daneben.
Deshalb raten wir auch dazu, bei Kitten quasi in jedem Zimmer ein Klo hinzustellen. Das können auch Behelfklos sein, die später dann nach und nach wieder abgebaut werden.
Starfairy ist offline  
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erziehung, katznmutter, kitten, unsauberkeit, vergesellschaftung

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