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Verhalten und Erziehung Alles über die Eigenarten unserer Samtpfoten

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Alt 10.01.2007, 21:34
  #1
sabine_neu
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Minnie Jekyll-Hyde

Unsere ex-scheue Minnie hat ja schon ein recht bizarres Verhalten: Tagsüber tendenziell Madame Grantlhuber-Rührmichnichtan. Weicht gerne aus, lässt sich selten streicheln, beißt und kratzt, wenn man ihr zu nah kommt. Nachts springt Madame zu mir ins Bett, beschmust mich ausführlich und läßt sich ausgiebig den Bauch (!) kraulen! Presst sich an mich und macht sich gaaaanz lang und schnurrt und schnurrt und schnurrt... - bis zum Morgen. Da wird sie wieder Minnie Grantlhuber. Komisch, oder?
 
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Alt 12.01.2007, 08:04
  #2
Momenta
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Sabine,

Minnie hat evt. gelernt, daß Menschen, die im Bett liegen und schlafen, absolut harmlos sind.
Wer weiß, was Minnie bei ihren Vorbesitzern erlebt hat. Menschen, die stehen und sitzen können nach Tiere treten oder sie festhalten, Menschen, die schlafen, machen dies nicht.

Tiere mit Vergangenheit zeigen mit ihrem Verhalten, daß sie negative Situationen durchleben mussten und dann lieber Distanz halten.

Gleichzeitig zeigt Dir Minnie, wie wichtig ihr das Schmusen und Kuscheln ist.

Du hast ein großes Glück, daß Minnie nur tagsüber grantelig ist und abends hast Du eine Kuschelkatze

LG
Momenta
 
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Alt 12.01.2007, 08:35
  #3
Barbarossa
Forenprofi
 
Barbarossa
 
Registriert seit: 2006
Beiträge: 20.674
Standard

Guten Morgen,

ja, wenn man über das Vorleben seiner Katzen wenig bis nichts weiß, kann man nur ahnen, dass ihr Verhalten mit schlimmen Erinnerungen zusammenhängt.

Maxi z. B. läßt sich partout nicht hochnehmen. Sie fängt sofort an zu strampeln und zu schnaufen. Also lasse ich es. Wer weiß, welche Kinder im Hotel, wo sie aufwuchs, sie grob hochgehoben haben, vielleicht sollte sie vom Hausmeister auch ersäuft werden und sie konnte sich seinem Griff in höchster Not entwinden. Klar, so etwas prägt. Im Gegenzug ist es für sie aber die größte Freude, selber auf meine Schultern zu klettern, sich wie ein Kragen um meinen Hals zu legen und ich darf das tretelnde, schnurrende Bündel durch die Wohnung tragen.

Moritz Panik vor fremden Menschen (insb. vor Männern) führe ich ebenfalls auf seine Kindheit zurück.

Im Hotel waren sie Bettelkatzen, sie mußten um zu überleben, erst mal auf jeden zugehen. Das wird ein schlimmes Wechselbad der Gefühle gewesen sein. Einer war nett, der nächste trat und verhöhnte sie... Kaum in Deutschland angekommen, entwickelten sie tiefes Mißtrauen gegen fremde Menschen. Klug! Sie hatten es ja nun nicht mehr nötig, betteln zu gehen.

Deine Minnie hat vllt. Ähnliches durchlebt? Wer weiß es?
__________________
Viele Grüße
von meinen Sternchen Matzi 01.05.98-05.05.14 und Moritz 01.05.98-25.11.16, von Tinka und von mir


Im Garten der Zeit wächst die Blume des Trostes (rumänisches Sprichwort)
Barbarossa ist offline  
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Alt 12.01.2007, 10:09
  #4
sabine_neu
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Ja, da habt Ihr sicher recht. Sie ließ sich anfangs lange gar nicht mit den Händen anfassen - aber mit den Füßen kraulen . Ins Bett kam sie übrigens erst nach ein paar Monaten.
Jetzt läßt sie sich schon streicheln, auch tagsüber, aber zur Hochform läuft sie nachts auf . Sie macht sich dann immer unglaublich lang und presst sich auf voller Länge an mich (wobei mich wirklich mal interessieren würde, warum sie immer so liegt, dass ihr Hinterteil meinem Gesicht zugewandt ist ).
Festhalten und hochnehmen geht nicht. Eigentlich stört mich das auch nicht, aber manchmal könnte es halt wichtig sein, z.B. wenn man eine Wunde behandeln müsste etc. Deshalb übe ich wenig mit ihr, in ganz kleinen Schritten: beide Hände auf den Körper legen, mal unter die Vorderpfoten fassen, Hinterpfote in die Hand nehmen usw. Meist schaut sie mich dann völlig entgeistert an und verdrückt sich, aber immerhin beisst sie nicht mehr sofort. Und sie geht auch nur ein paar Schritte zur Seite, bis ich wieder "normal" bin, dann kommt sie zurück .
 
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bauch, kraulen

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