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Verhalten und Erziehung Alles über die Eigenarten unserer Samtpfoten

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Alt 04.07.2016, 10:58
  #1
Headstrong
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Unglücklich Sehr aggressiver Kater - Zweitkatze?

Hallo Ich hoffe ich bin hier richtig, ich bin neu hier, hab mich angemeldet weil mir der Kopf raucht.

Zur Vorgeschichte. Ich habe seit 9 Monaten einen Partner, der einen Kater names Simba hat. Wohnungskater. Er attackierte mich aus allen möglichen Ecken. Dasselbe mit den Freunden und Bekannten, die fauchte & miaute er an, und ging zum Angriff über. Er hat alles zerkratzt und kaputtgemacht.

Das hat sich alles ziemlich gelegt, als ich einen deckenhohen Kratzbaum besorgt habe und ich meine zwei kleinen Hunde immer mitnahm. Sie jagen sich gegenseitig durch die Wohnung und provozieren sich
Als ich ihm dann ein Katzennetz für den Balkon gekauft habe, war er wie ausgewechselt. Er lässt sich streicheln, attackierte GAR NICHT MEHR.

Mein Freund ist dann umgezogen. In eine 3 Zimmer Wohnung. Wir haben beschlossen, er bekommt sein eigenes Zimmer, in das er kommt wenn wir arbeiten sind, wenn wir daheim sind, darf er durch die ganze Wohnung & Balkon laufen. Grund: Das zerstören der Sachen.
Die ersten zwei Wochen waren der Horror, stundenlanges miauen nachts. Aber auch das hat sich gelegt, nachdem er wieder "seine Couch" drin stehen hatte.

Zwischenzeitlich pinkelte er ab und zu auf die Badezimmermatte, im Abstellraum auf den Teppich und auf seine Couch. Aber das kam nicht oft vor.

So und nun unser neues großes Problem. Der Vater meines Freundes war zu Besuch, um uns bei etwas zu helfen. Simba kam um gestreichelt zu werden. Alles ok. Sein Vater greift nach hinten in ein Sackerl und aufeimal bekam Simba einen richtig Dicken Schweif und miaute wie ein .. keine Ahnung wie man das beschreiben soll, und attackierte ihm. Die ganze Hand total blutig, gebissen wurde er auch. Er musste noch zum Arzt weil es nicht aufgehört hat zu brennen. Spritze und Antibiotika.
Gut, wir der Meinung er hat sich beim Sackerl erschrocken.

Jetzt, zwei Wochen später, waren wir ein Wochenende fort.
Seine Mama kam um sich um die Katze zu kümmern. Wieder alles ok,
er kommt streicheln, rennt ihr nach, geht am Balkon.. Sie macht das Katzenklo, er kommt, schnurrt.. sie hebt das Sackerl, stellt es am Boden und aufeinmal fahrt er sie an, beißt und zerkratzt sie, lässt nicht los.


Sie hatte sooo Angst. Sie blieb wie eine Statue stehen, weil er sie immer noch fixiert hat. irgendwann konnte sie die Tür zu hauen und schrie beim Fenster nach jemanden, dass sie ihren Mann anrufen kann. Der kam durchs Fenster rein und versuchte Simba am Balkon zu scheuchen, er begann wieder so komisch aggressiv zu miauen, irgendwie hat er es dann geschafft ihm wieder ins Zimmer einzusperren.

Ich machte dann den Test, ob er Angst vor Sackerln hat. Negativ.

So, natürlich will jetzt niemand mehr die Katze füttern kommen. Total verständlich, ich hätte auch Angst vor ihm.

am 8.8 fahren wir auf Urlaub für eine Woche.
Am Wochenende wollen wir mal zum Tierarzt, abchecken ob gesundheitlich alles passt.
Simba ist ungefähr 5 Jahre alt, kastriert.

Die Überlegung einer zweiten Katze, bestand schon beim Umzug. Da ICH ja sowieso gegen Einzelhaltung bin
Aber im Hinterkopf sind die Gedanken: Verstehen sie sich dann? Wird es dann noch schlimmer? Wer soll den Kater jetzt im August füttern?
erwischen wir ein gesundes oder krankheitsanfälliges Tier? wenn 2., wird es schwierig. Meine 2 Hunde sind leider schon sehr anfällig und kosten mir jedes Jahr ne Menge Geld, abgesehen davon, dass sie mir immer unendlich leid tun und ich mitleide.

Katze oder Kater? Verschmust? oder so wie er, 2 Minuten streicheln und das passt für den restlichen Tag...

Ich hoffe ich habe nichts vergessen.
Und nochmal, ich bin GEGEN Einzelhaltung, der Kater gehört meinem Freund, er hat ihn sich damals angeschafft.

Geändert von Headstrong (04.07.2016 um 14:51 Uhr)
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Alt 04.07.2016, 11:14
  #2
HappyNess
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HappyNess
 
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Hallo und willkommen im Forum,

Meine Meinung? Der Kater ist total unausgelastet und unglücklich! Ihr habt da EINIGES an Baustellen, woran ihr arbeiten müsst!

Zweitkatze? Ja, definitv, und zwar ganz dringend!
Allerdings müsst ihr damit rechnen, dass die Vergesellschaftung kein Zuckerschlecken wird. Der Kater war immer alleine und ist, so wie du es schreibst, total unsozialisiert! Bitte lies dich hier im Forum mal gründlich zum Thema langsame Zusammenführung ein. Der passende Partner wäre ein gut sozialisierter Kater im gleichen Alter, der über ausreichend Selbstbewusstsein verfügt, um eurem Paroli zu bieten. Die Vergesellschaftung wird stressig werden, aber wenn es geschafft ist, wird es ein Gewinn für alle Beteiligten sein!

Was meinst damit, dass er und die Hunde sich "gegenseitig provozieren"? Das hört sich für mich so an, als ob er da noch mehr unnötigen Stress mitbekommt!

Dann geht schnellstmöglich mit ihm zum Tierarzt, um checken zu lassen, ob es gesundheitliche Gründe für sein Ausrasten gibt - das Thema Unsauberkeit könnt ihr gleich mitansprechen.

Dann hört um Gottes Willen auf, das arme Tier wegzusperren, wenn ihr nicht da seid! Er ist eh schon den ganzen Tag alleine und dann wird er noch in EIN Zimmerchen eingesperrt. Muss er da auch die ganze Nacht rein? Wie lange darf er da überhaupt raus? Ich würde auch durchdrehen vor Unterforderung und Langeweile!

Wie viele Klos hat er? Wie oft werden die sauber gemacht? (Auch hier tippe ich, dass es an der Einzelhaltung liegt, aber man weiß ja nie ...)

Was bekommt er zu fressen (Marke und tägliche Menge in Gramm, wenn möglich)? Wie oft gibt es was?

Mein Fazit sieht nach deinen Informationen so aus, dass sich hier entweder einiges gewaltig ändern muss, oder dass ihr den Kater besser in ein Zuhause vermittelt, wo eher auf seine Bedürfnisse eingegangen werden kann. Mag jetzt hart klingen, aber es hilft ja auch nichts, da um den heißen Brei herumzureden!

Geändert von HappyNess (04.07.2016 um 11:40 Uhr)
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Alt 04.07.2016, 11:16
  #3
Dine@
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Dine@
 
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Oh , das sind ja heftige Verletzungen .
Ich denke er ist nicht ausgelastet und braucht unbedingt mehr Abwechslung. Könnte er bei euch Freigang bekommen ?
Einen Partner zu nehmen ist natürlich super, aber dafür kenne ich mich im dem Extremfall nicht gut genug aus und dafür braucht man sicher noch mehr Infos (z.B. war er immer alleine? War er schon immer so angriffslustig? Wie lange ist er täglich alleine?)
__________________
Bye Bye, Dosi und Coonies
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Alt 04.07.2016, 11:23
  #4
AnnaAn
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AnnaAn
 
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Ich würde sagen - hier hilft eher Freigang als ne Zweitkatze. Der Kater ist scheint Probleme zu haben und würde wohl auch erstmal ne Zweitkatze zerfleischen. Es sei denn, der Kater ist noch jung, dann könnte man ihn leichter vergesellschaften.

Was macht er denn mit den Hunden - attakiert er die?

Etwas anderes, das mir einfällt - wie wäre es mit einem Laufrad? das wird für sehr aktive Katzen ja empfohlen .... oder regelmässiger Spaziergang mit Leine, wenn Freigang keine Móglichkeit ist (das muss dann aber immer gemacht werden und nicht heute ja und morgen nein).

Ansonsten - abgeben in katzenerfahrene Hände. Das ist kein Zustand für niemanden, weder für das Tier, dem es offensichtlich nicht gutgeht, noch für euch Menschen.
AnnaAn ist offline  
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Alt 04.07.2016, 12:10
  #5
HappyNess
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HappyNess
 
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Zitat:
Ich würde sagen - hier hilft eher Freigang als ne Zweitkatze. Der Kater ist scheint Probleme zu haben und würde wohl auch erstmal ne Zweitkatze zerfleischen.
Freigang ist, so wie ich die TE verstanden habe, keine Möglichkeit? Ansonsten wäre es eine Option, ja. An eine Leine würde ich den Kater nicht nehmen. So wie es sich liest, ist er eh schon völlig neurotisch, wer weiß, wie er darauf reagieren würde!

Die Vergesellschaftung würde ich wie gesagt NUR mit Gittertür und mit einem geeigneten Partner (mit viel Geduld, Sozialkompetenz und Rückgrat) versuchen. Und in dem Bewusstsein, dass es wahrscheinlich Monate dauern wird und dass man keine Garantie hat, dass es klappt.

Die Frage ist auch, wo man hier anfängt, was zu ändern. Es muss sich so viel tun, dass man den Kater wahrscheinlich noch weiter überfordern würde, wenn man alle Baustellen auf einmal anpackt!

Wenn TE und Freund sich auf all die Arbeit nicht einlassen können oder wollen, dann sollte der Kater in erfahrene Hände gegeben werden!
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Alt 04.07.2016, 12:25
  #6
Margitsina
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Margitsina
 
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Zitat:
Zitat von AnnaAn Beitrag anzeigen
Ich würde sagen - hier hilft eher Freigang als ne Zweitkatze. Der Kater ist scheint Probleme zu haben und würde wohl auch erstmal ne Zweitkatze zerfleischen. Es sei denn, der Kater ist noch jung, dann könnte man ihn leichter vergesellschaften.

Was macht er denn mit den Hunden - attakiert er die?

Etwas anderes, das mir einfällt - wie wäre es mit einem Laufrad? das wird für sehr aktive Katzen ja empfohlen .... oder regelmässiger Spaziergang mit Leine, wenn Freigang keine Móglichkeit ist (das muss dann aber immer gemacht werden und nicht heute ja und morgen nein).

Ansonsten - abgeben in katzenerfahrene Hände. Das ist kein Zustand für niemanden, weder für das Tier, dem es offensichtlich nicht gutgeht, noch für euch Menschen.
Das kann ich so nur unterschreiben, das ist niemals ein Kater für den Wohnungsknast. Gib ihm Freigang, wenn nicht möglich dann bitte einen passenden Platz suchen. Der Kater schreit seinen ganzen Unwillen raus, wird weiter eingesperrt in nicht arterechte Wohnungshaltung . Gib dem bitte sein normales Katzenleben mit allem was dazu gehört , dann wird sich seine Aggressivität schnell legen.
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Alt 04.07.2016, 12:37
  #7
Gremlin01
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Gremlin01
 
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Zitat:
Zitat von Margitsina Beitrag anzeigen
Das kann ich so nur unterschreiben, das ist niemals ein Kater für den Wohnungsknast. Gib ihm Freigang, wenn nicht möglich dann bitte einen passenden Platz suchen. Der Kater schreit seinen ganzen Unwillen raus, wird weiter eingesperrt in nicht arterechte Wohnungshaltung . Gib dem bitte sein normales Katzenleben mit allem was dazu gehört , dann wird sich seine Aggressivität schnell legen.
Das wird die TE alleine nicht können, der Kater gehört ihrem Freund.
__________________
LG Eva, Gismo, Mia und JerryLee im Herzen
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Alt 04.07.2016, 12:52
  #8
Schnurr13
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Bin ja nicht der Profi ... aber ist denn bei einem Kater der 6 Jahre in der Wohnung war, Freigang überhaupt eine Möglichkeit? Der hat doch keine Ahnung von Gefahren und außerdem weiß doch auch keiner wo das Tier aufgewachsen ist. Wenn der in seinem Leben noch keinen Baum gesehen hat, dann hat er doch sogar mit der unbeweglichen Umgebung so seine Probleme.
Ich finde den Besuch beim TA ganz wichtig außerdem sollte er auf keinen Fall mehr irgendwo eingesperrt werden ... So als Anfang.
Wie das aber mit dem Urlaub werden soll ?
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Sonnenkönig Elmo, Herr von und zu Fluff, Sir Lemmy von Katz


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Alt 04.07.2016, 13:28
  #9
Maiglöckchen
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Zitat:
Zitat von Schnurr13 Beitrag anzeigen
Bin ja nicht der Profi ... aber ist denn bei einem Kater der 6 Jahre in der Wohnung war, Freigang überhaupt eine Möglichkeit? Der hat doch keine Ahnung von Gefahren
Meine Katzen waren fünf Jahre lang reine Wohnungskatzen und es war überhaupt kein Problem, sie dann in den Freigang zu entlassen. Sie sind draußen ausgesprochen vorsichtig, vielleicht gerade deshalb, weil sie so lange in der Wohnung waren. Die gleiche Erfahrung haben hier viele andere User gemacht, deren Katzen erst relativ spät Freigänger geworden sind.
__________________
Lieben Gruß von Hexe, Merlin und Haushälterin Silvia und Sternchen Mephisto für immer im Herzen.
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Alt 04.07.2016, 13:39
  #10
Margitsina
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Margitsina
 
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Zitat:
Zitat von Schnurr13 Beitrag anzeigen
Bin ja nicht der Profi ... aber ist denn bei einem Kater der 6 Jahre in der Wohnung war, Freigang überhaupt eine Möglichkeit? Der hat doch keine Ahnung von Gefahren und außerdem weiß doch auch keiner wo das Tier aufgewachsen ist. Wenn der in seinem Leben noch keinen Baum gesehen hat, dann hat er doch sogar mit der unbeweglichen Umgebung so seine Probleme.
Ich finde den Besuch beim TA ganz wichtig außerdem sollte er auf keinen Fall mehr irgendwo eingesperrt werden ... So als Anfang.
Wie das aber mit dem Urlaub werden soll ?
Selbstverständlich , dass kann jede Katze jederzeit unabhängig vom Alter .
Wohnungshaltung ist hausgemacht .....Freigang nicht.
Margitsina ist offline  
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