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Verhalten und Erziehung Alles über die Eigenarten unserer Samtpfoten

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Alt 18.09.2014, 10:49   #1
sevi79
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Standard brauche dringend Rat...

Hallo Ihr Lieben,
als Neuling im Forum möchte ich mich heute an Euch wenden- in der Hoffnung, dass erfahrende Katzenhalter doch mehr Durchblick haben als unsere sog. Tierärztin...

vor ca. 2 Jahren ist mir meine Chica "zugelaufen" und so wurde ich zur Katzenmutti. Chica ist ein wundervolles Katzenwesen und ich habe viel Freude an ihr.
ein halbes Jahr später hat mein Bruder ein Findelkind aus der Türkei mitgebracht, der kleine Gizmo war als er zu uns kam lt der Tierärztin grade mal 6 Wochen alt und hatte auch schon einiges mitgemacht. Mein Bruder hatte mitbekommen, wie ihn ein Frau in einer Plastiktüte in den Müll geworfen hat, er hat ihn dann rausgefischt, zum Tierarzt gebracht, entwurmt, entlaust und hierher gebracht. Die Zusammenführung klappte- naja sagen wir mal "OK". Wir haben Gizmo dann aufgepeppelt und mit viel Liebe umsorgt, er war ganz verschmust, brauchte körperliche Nähe, ganz Zucker halt, wie Kitten so sind- für Chica war das auch ok, da sie eine Freigängerin ist.

Wenn sie dann zuHause war, wollte Gizmo mit ihr raufen und spielen, aber Chica hatte da immer wenig Lust zu und ignorierte ihn meistens.

Nun denn, er wurde dann ja auch älter und verspürte auch den Drang, so wie Chica rauszugehen. Da ich will, dass meine Katzen glücklich und ausgeglichen sind, haben wir ihm auch das ermöglicht. Schritt für Schritt, erst mit Leine, dann gemeinsam draussen und seit ca. 4 Monaten geht er allein raus. Wenn die beiden sich draussen Treffen, spielen sie auch oft zusammen und auf "Beutezug" scheint Chica ihn auch mitzunehmen- natürlich nicht immer.

Nun ist es aber so, dass er, seitdem er Freigänger ist uns ggü agressiv wird. Er kommt meistens mauzend nach Hause, dann wird er von uns freudestrahlend begrüßt (ich weiss bisschen krank, aber mir fällt jeden abend ein Stein vom Herzen, wenn die Kitties nach Hause kommen), wird gefüttert und dann will er meistens, nachdem er sich selbst gesäubert hat, beschmust werden.

dann kommen, aus meiner Sicht ohne Vorwarnung, Attacken, die es in sich haben. Denn er kratzt nicht nur, sondern beisst und das sehr schmerzhaft!
z.B. mag er es gerne, wenn er auf dem Arm rumgetragen wird, dann ist meistens auch sein V8-Motor an und wir laufen durch die Wohnung und Zack, meine Nase ist blutig, tiefe Schramme.

Es gibt mehrere Beispiele für solche Attacken, die es vorher einfach nicht gab. Ich informiere mich ständig und lese viel übe rKatzenerziehung etc um eventuell unser Fehlverhalten festzustellen, was wir vielleicht tun, dass ihn verärgert oder nervt, und ausser dass wir hier und da mal mehr mit ihm schmusen wollen als er fällt mir da nichts auf.
Ich meine, wenn Chica keine Lust mehr hat,beschmust zu werden, dann zeigt sie das deutlich in dem sie laut mauzt und einfach abhaut.

Noch nie hat mich chica attackiert, aber das Verhalten von Gizmo ist, mal unabhängig davon, dass ich es traurig finde, mittlerweile gefährlich für mich und meine Familie. Nach einer solchen Attacke sperr ich ihn für ein paar minuten ins Bad- anpusten interessiert ihn überhaupt nicht.

Mittlerweile ist es so, dass er allein im Wohnzimmer schläft. Aber das zerreisst mir das Herz, auch dass ich ihn aus reinem Selbstschutz weniger beachte, tut mir auch so leid.

Vor 2 Tagen war ich mit ihm bei der Tierärztin, weil ich befürchtete, dass er vielleicht irgendwo Schmerzen hätte und das sein Verhalten erklären würde. Ihre Ausführungen erspare ich euch- kurzum sagt sie, dass Gizmo ein gesunder aufgeweckter Kater sei und dass seine Attacken andere Ursachen haben müssen.

Wir lieben unseren Kater, und wenn er mal nicht in seiner Agro-Phase ist, ist er wunderbar, verteilt Kopfnüsse, schläft auf meinem Bauch und ist einfach nur süss. Aber da die Attacken mehr und mehr Überhand nehmen, bin ich wirklich verzweifelt. Ich tue wirklich alles was mir möglich ist, dass meine Kitties happy sind, sie bekommen hochwertiges Futter, haben ihre eigenen Kratzbäume, intelligentes Spielzeug und vorallem, Freigang. Werden regelmässig geimpft und entwurmt, sind gechipt und selbstverständlich kastriert, aber wenn Gizmo so weiter macht, muss ich ihn weggeben....

Ich hoffe, jemand hat durchgehalten und zu Ende gelesen und kann mir einen Rat geben....
Besten Dank

Geändert von sevi79 (18.09.2014 um 12:20 Uhr)
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Alt 18.09.2014, 11:06   #2
Bea
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Hallo,

ein paar mehr Absätze in deinen Text und er wäre leichter verständlich.

Warum sperrt ihr ihn im Wohnzimmer ein?

Aus deinem Text heraus habe ich den Eindruck, dass ihr den Kater etwas bedrängt und ihr mehr mit ihm schmusen wollt, als umgekehrt?

Tiere sind nunmal verschieden. Es gibt Katzen die einfach weggehen wenn sie keine Lust mehr haben und Katzen die das dann doch deutlicher zeigen.

Nach so einer Attacke im Badezimmer einsperren ist m.E. Unsinn.
Anpusten kann eher noch zu einer agressiveren Reaktion führen.

Ein deutliches Nein und kurze Zeit ignorieren sollte ihm zeigen, dass ihr dieses Verhalten nicht aktzeptiert.
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Grüßle von Bea



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Alt 18.09.2014, 11:28   #3
sevi79
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Liebe Bea,
vielen Dank für deine Antwort. das mit den Absätzen übe ich noch :-)

wir sperren ihn nicht ins Wohnzimmer, aber unser Schlafzimmer ist verschlossen.

Was das Thema Bedrängen angeht bin ich ziemlich selbstrefelektiert, und im Verhältnis zu vorher, als er noch zu Hause war, ist es wesentlich weniger. Das anpusten, was ich selber auch nicht zielführend finde, habe ich in mehreren Foren-Beiträgen gelesen- von allein wär ich auf so eine Idee gar nicht gekommen ;-)

Wenn die Attacken nicht so schmerzlich und blutig wären, könnte man sicher mit NEIN und ignorieren weiter machen, aber so...
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Alt 18.09.2014, 11:41   #4
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Bitte, bitte bau in deinen Beitrag Absätze ein...er ist wirklich schwer zu lesen.
Ansonsten könnte das Merkwürdige verhalten deines Katers auch daran liegen, das er viel zu früh von seiner Mutter getrennt wurden ist.
Er ist eben schlecht sozialisiert und hat das entscheidende in der Erziehung halt verpasst.

Und bitte den Kater nicht anpusten, das tut auf die Dauer seinen Augen nicht gut.
Ansonsten hilft es manchmal schon wenn man konsequent Nein sagt und den Kater runter setzt, was aber sehr viel Geduld vom Dosi verlangt. Und es ist immer gut, wenn man sich dem Schmuserythmus/Bedürfnis seiner Katze anpasst, veringert zumindest die Verletzungsgefahr.
Manche Katzen sind Kampfschmuser, manche halt nicht.
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Alt 18.09.2014, 11:47   #5
Bea
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Ich find es halt immer schwierig zu beurteilen, wenn man die Situation nur durch Beschreibungen bekommt und nicht selber sieht.

Wie alt ist er denn jetzt? Eventuell fehlt ihm dann doch ein kätzischer Raufkumpel, auch wenn er Freigang hat.

Wir haben hier auch einen Beißkater. Anfangs konnten wir ihn ganz schlecht einschätzen, weil er kaum Anzeichen zeigte wann so eine Attacke kommt.

Mittlerweile gibt es kaum noch solche Situationen. Gleich beim ersten Mal hab ich ihn angefaucht - hat ihn schon irritiert, dass ich kätzisch kann.
Dann bei solchen Situation ein deutliches Nein bzw. Aua ( nicht anschreien), ignorieren für ein paar Minuten.
Die Attacken sind deutlich weniger geworden und kommen heute nur noch selten vor.
__________________
Grüßle von Bea



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Alt 18.09.2014, 12:04   #6
sevi79
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Er ist jetzt ein Jahr und drei Monate.
Ich vermute auch, dass es daran liegen könnte, dass er eben nicht von seiner Mama erzogen wurde.

Natürlich stehen seine Bedürfnisse über unseren Schmusewünschen, weil wie gesagt, Prio ist, dass es den Katzies gut geht. Aber ehrlich gesagt will ich aber auch nicht, dass er dann denkt, wir interessieren uns nicht mehr für ihn. vielleicht denke ich da aber auch zu verschoben ;-)

Und dass er noch einen Raufkumpel will, mag ich kaum glauben, denn unsere Nachbarskatze (9Monate) will öfter mal rein zu uns, die wird aber sowas von weggefaucht, dass sie mir schon leid tut. Auch wenn sie ihn draussen sieht, läuft sie immer auf ihn zu und will mit ihm spielen und wird dann immer von ihm "verjagt". Aber wahrscheinlich will er damit sein Revier verteidigen, er ist halt nicht so freundlich wie Chica ;-)

Ich werde also noch mehr darauf achten, ihn nicht zu bedrängen und ihn einfach kommen lassen. Aber wie gesagt, die Attacken kommen ja leider meistens dann, wenn er selber zum Schmusen kommt... :-(
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Alt 18.09.2014, 12:16   #7
Catma
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Zitat:
Zitat von sevi79 Beitrag anzeigen
ehrlich gesagt will ich aber auch nicht, dass er dann denkt, wir interessieren uns nicht mehr für ihn. vielleicht denke ich da aber auch zu verschoben ;-)
Nur ein bisschen zu vermenschlicht. Aber dieses "ignorieren" ist bei Katzen eine direkte Beschwichtigungsgeste.
Katzen untereinander reagieren ja unterschiedlich, mit Gegenangriff oder Beschwichtigung. Aber Menschen sollten in dem Moment, in dem Katze droht, alles vermeiden, was evtl nur noch mehr provozieren könnte, also ganz deutlich "beschwichtigen".
Aber eben nicht indem man sich "auffällig ruhig" verhält oder beruhigend auf sie einredet, sondern indem man sich ganz ruhig und gelassen abwendet, also ganz unmittelbar einfach kommentarlos sich wegdrehen und dann auch am besten aus dem Raum gehen.

Wenn Katzi wieder runtergekommen ist, kann man ja wieder normal zu ihr sein. Nur dass man in dem Moment reagiert.

Wichtig wäre aber auch zu wissen, warum sie das macht, aber so nen Blocktext ohne Absatz les ich nicht zu Ende , von daher hau mal Absätze in den Eingangspost rein, bitte, ich meine, viele klicken dann gleich weg ohne zu lesen... Oder beschreib mal genauer, was dann passiert.
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Alt 18.09.2014, 12:27   #8
sevi79
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ich hoffe, jetzt mit Absätzen besser lesbar...schäm ;-)
sevi79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2014, 12:36   #9
Schnurrhaar01
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Zitat:
Zitat von sevi79 Beitrag anzeigen
Er ist jetzt ein Jahr und drei Monate.
Ich vermute auch, dass es daran liegen könnte, dass er eben nicht von seiner Mama erzogen wurde.
Und dass er noch einen Raufkumpel will, mag ich kaum glauben, denn unsere Nachbarskatze (9Monate) will öfter mal rein zu uns, die wird aber sowas von weggefaucht, dass sie mir schon leid tut. Auch wenn sie ihn draussen sieht, läuft sie immer auf ihn zu und will mit ihm spielen und wird dann immer von ihm "verjagt". Aber wahrscheinlich will er damit sein Revier verteidigen, er ist halt nicht so freundlich wie Chica ;-)
Vielleicht wenn es dir möglich ist, könntest du ihm einen gut sozialisierten Katerkumpel zur Seite stellen. Einen welcher das ganze Erziehungsprogramm duchrlaufen hat.
Vllt. nimmt er sich deines Katers an und kann ihm noch etwas lehren, und ihm auf Kätzisch Grenzen setzen.

Denke auch, das euer kater sein Revier verteidigen will, deshalb faucht er die andere Katze weg.
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Alt 18.09.2014, 12:37   #10
Bea
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Zitat:
Zitat von sevi79 Beitrag anzeigen
Aber wie gesagt, die Attacken kommen ja leider meistens dann, wenn er selber zum Schmusen kommt... :-(
Sowas kenne ich. Manche Katzen zeigen nur kaum wahrnehmbare Anzeichen: achte mal auf die Ohren, Augen...

Dann nicht wegsperren; das versteht er nicht.

Umgehend ein lautes ( nicht schreien) Aua oder Nein. Ein paar Minuten ignorieren.
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Grüßle von Bea



und Schmusebär Oskar im Herzen.

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Alt 18.09.2014, 13:13   #11
sevi79
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ganz lieben Dank für die Tipps.

Ich werde es so umsetzen und hoffe, dass das Theman dann bald erledigt ist.

Gut erzogen ist die Chica ja, aber raufen tun die beiden weniger, hängen aber gemeinsam ab :-)

bisher war chica bei so einer Attacke nicht dabei... vielleicht würde sie dann reagieren?
sevi79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2014, 13:31   #12
Catma
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Es hat mit dem Freigang angefangen, aber er ist auch in der Teenyphase klickmich. Man nennt das auch "Rüpelphase", denn in der Zeit werden Grenzen nicht nur ausgetestet, sondern regelmäßig überschritten. Teeny eben
Da ist es dann wichtig, dass er, auch wenn er die Grenzen bereits kennt, nochmal ganz deutlich gewahr wird, dass Menschen-angreifen tabu ist. Egal ob es spielerisch gemeint ist.
Gerade wenn er zu früh vom Wurf weg war, fällt es ihm evtl etwas schwerer, das zu lernen - aber das heißt nicht, dass er das nicht nachholen kann...

Gerade dann, wenn er lernen muss, Grenzen zu akzeptieren, braucht er aber auch auch viel Gelegenheit, seine überschüssige Energie abzulassen, sich auszutoben, nach Katerart zu raufen und zu rüpeln
Mit der Katze scheint das nicht so zu gehen? Wie oft spielen/raufen die beiden miteinander?
Wenn das wenig geschieht, müsstest du versuchen das durch mehr Spielstunden auszugleichen.
Zitat:
Zitat von sevi79 Beitrag anzeigen
Die Zusammenführung klappte- naja sagen wir mal "OK".
...
Wenn sie dann zuHause war, wollte Gizmo mit ihr raufen und spielen, aber Chica hatte da immer wenig Lust zu und ignorierte ihn meistens.
Wie alt ist denn die Katze jetzt?
Spielen/raufen sie mittlerweile auch mal miteinander? Wie oft ungefähr?
Möglicherweise fehlt ihm ganz einfach ein Raufkumpel, sprich, ein Kater im gleichen Alter.
Zitat:
Zitat von sevi79 Beitrag anzeigen
Er kommt meistens mauzend nach Hause, dann wird er von uns freudestrahlend begrüßt (ich weiss bisschen krank, aber mir fällt jeden abend ein Stein vom Herzen, wenn die Kitties nach Hause kommen), wird gefüttert und dann will er meistens, nachdem er sich selbst gesäubert hat, beschmust werden.

dann kommen, aus meiner Sicht ohne Vorwarnung, Attacken, die es in sich haben. Denn er kratzt nicht nur, sondern beisst und das sehr schmerzhaft!
Versuch mal, wenn es sich einrichten lässt, das "Begrüßungsritual" anders zu gestalten
Erst begrüßen (ich hab hier mega-kranke Begrüßungsrituale, willkommen bei den Katzenverrrückten ) - dann eine Spielrunde einlegen, in der er sich ordentlich auspowern kann - und dann erst futtern (positiver Spiel-abschluss und "noch mehr runterkommen") und dann erst herumtragen oder schmusen oder was auch immer (wenn er denn mag).
Zitat:
Zitat von sevi79 Beitrag anzeigen
Noch nie hat mich chica attackiert, aber das Verhalten von Gizmo ist, mal unabhängig davon, dass ich es traurig finde, mittlerweile gefährlich für mich und meine Familie. Nach einer solchen Attacke sperr ich ihn für ein paar minuten ins Bad- anpusten interessiert ihn überhaupt nicht.
besser wäre, wenn du solchen "Attacken" vorbeugst, durch mehr Auslastung, regelmäßige Spielstunden.
Oder wenn du siehst, er droht, dann durch ignorieren. Mit dem streicheln kurz inne halten bis er sich beruhigt oder ganz aufhören.

Es geschieht ja meist beim Schmusen. Sind da keine Vorwarnungen? Zucken mit der Schwanzspitze? Zurücklegen der Ohren? Allgemein etwas unentspannter werden?
Möglichwerweise sendet er solche Vorwarnungen zu schwach, aber ich meine eben, wenn er insgesamt ausgelasteter ist, wird er auch insgesamt entspannter sein und diese Zeichen deutlicher senden, als "gleich in die Luft zu gehen".

Denk nicht an weggeben. Du kannst versuchen, ihn auszulasten. Auch Freigängerkatzen brauchen mitunter Auslastung zu Hause und ich meine, da kommt einiges zusammen... dass er eine nicht so hohe Frusttoleranz hat (durch zu früh vom Wurf weg), er im Teenyalter ist, in dem viele Katzen einfach nur kleine Fellmonster sind - und eben auch, dass ihm ein adäquater Raufkumpel fehlt.
Aber ich meine, versuch es mit regelmäßigen Spielstunden, so dass ein Ritual entsteht.
Spiele, in denen er sich ordentlich auspowern kann, Angelspiele, Dingen, denen er hinterherwetzen kann, den KB rauf und runer - aber auch Intellligenzspiele sind für solch wilde Wutze gut, so lernen sie, ihre Energie zu konzentrieren. Schaumal hier gibt es viele Anregungen klickmich.
Es reichen wenige Minuten, lieber mehrere kleine Einheiten über den Tag verteilt als wenige lange. Wie es sich eben einrichten lässt und wenn es geht am besten vor dem Futtern.
Oder mit einem anderen "positiven Abschluss", zb wenn er gern herumflitzt, dann achte darauf, dass er am Ende der Spieleinheit "langsam runterkommt", zB noch eine Weile mit der Angel spielt (erjagte Beute bespielen ).

Achte bei diesen Spielen darauf, dass er nie deine Hände oder andere Körperteile zu fassen bekommt.
Falls er dich erwischt, bleib ganz ruhig, sag leise aber bestimmt "nein" (kennt er die Bedeutung?) und schieb die Hand leicht in sein Mäulchen, dann lässt er schneller los. Dann unterbrich das Spiel direkt kurz, bis er sich beruhigt hat - lobe ihn, wenn er sich beruhigt hat und mach dann einfach weiter.
Wenn dir eine Situation zu heikel erscheint, dann wende dich ganz ab. Lieber 1x zu vorsichtig sein als 1x zu unvorsichtig.

Geändert von Catma (19.09.2014 um 05:09 Uhr)
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Alt 18.09.2014, 15:34   #13
Hibiskus1991
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Oh das kenne ich auch.

Meinen kleinen haben wir mit 6 Monaten aus dem TH geholt. Er wurde mit 5 Wochen schwer krank gefunden und aufgepäppelt.

Ich kann mich noch erinnern, dass wir dem Kleinen auch zu Anfang viel Aufmerksamkeit geschenkt haben. Nun wurde aber sein Spiel immer "brutaler".

Es dauert ein wenig aber es stimmt schon. Wenn man die Fellnasen einfach ignoriert werden sie ruhiger.
Und natürlich eine gut sozialisierte Zweitkatze. Denn meine kleine Omi hat die Hauptarbeit gemacht. Das war teilweise richtig brutal aber da sie nie agressionen gezeigt haben hab ich sie machen lassen. Der kleine kam ja auch immer danach zu ihr kuscheln bei ihr an.

Ich hoffe bei dir wird es auch bald besser... bei mir ist es erst ruhiger geworden als er ca. 2Jahre alt war....
Hibiskus1991 ist offline   Mit Zitat antworten
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