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Alt 25.12.2013, 19:14   #21
Petra-01
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Petra-01
 
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Schöner Thread!

Ich habe zur Zeit einen kleinen Findelkater hier und werde ihn nicht in Einzelhaltung vermitteln, er ist so einer der ganz sicher einen Kumpel braucht.

Und ich bin fast sicher daß er ausgesetzt wurde aus dem Grund aus dem dies häufig passiert.
Menschen wollen eine Babykatze haben, je jünger je besser. Dann zieht so ein kleines 8 Wochen altes Ding ein, alleine, klar.
Wie süß und niedlich (und wie wenig sozialisiert) das kleine doch ist.
Es wird noch gespielt und geknuddelt mit dem Baby.
Dann wird das Baby 3 und 4 oder 5 Monat alt und ein Halbstarker, ein wildes Ding, will raufen und spielen und rennen und am liebsten den ganzen Tag dabei sein und auch gerne beschäftig sein.
Und er wird den Menschen lästig, er hört nicht, bettelt und läuft über Tische und Bänke, er kennt kein nein. Und er rauft und beisst in die Hände bei spielen. Wenn dann noch kleine Kinder da sind denen er in die Füße oder Hände beisst ist der Spaß vorbei.
Es wird im internet verschenkt, verscherbelt oder im Tierheim abgegeben. Oder wenn er Pech hat wird er ausgesetzt.
(Und wenn er wieder Glück im Unglück hat wird er von jemanden gefunden, lernt was nein heißt und was gutes Futter ist und kriege demnächst bestimmt ein gutes Zuhause als Zweit- oder Drittkatze)
__________________
Petra

In meinem Herzen und unvergessen,Indi mein Herzenskater, Paul der Beste für immer, der schöne Willie und "hi Maus" Ilse
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Alt 25.12.2013, 19:25   #22
Paty
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Vielen vielen Dank für diesen Thread.

Eigentlich ist es das was ich im Unterbewußtsein immer gesucht habe, bzw. selbst erstellen wollte.

Ich hab ja neulich den Thread "Einzelkatze - eine never ending Story" erstellt da hier im Forum immer und immer wieder tagtäglich solche Threads eröffnet wurden bei denen das lesen der Überschrift eigentlich gereicht hat um zu wissen dass es sich um eine Einzelkatze handelt.

Im Prinzip sind es ja immer wieder die gleichen Probleme, egal ob hier im Forum oder in meinem Bekanntenkreis.
__________________
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Alt 25.12.2013, 20:20   #23
curie
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Danke für die nette Rückmeldung, Paty

Das Gefühl, die Realität sei in dieser Hinsicht eine Endlosscheife (copyright Schattenkatze ) haben viele.

Die Einzelkittenhalter sind aber immer noch in der Überzahl, leider.

Aber wie heißt es so schön: "Lieber ein Licht anzünden..."
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Alt 27.12.2013, 06:32   #24
Bücherkatze
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Bücherkatze
 
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Hallo,

ich möchte auch mal kurz meine Erfahrungen schildern.

Im September ´13 kamen wir ziemlich unverhofft zu unserer Findelkatze (Glücksfund ) Elli. Ich hatte zwar schon seit vielen Jahren über die Anschaffung einer Katze nachgedacht, aber immer zuviel Bedenken.

Kurz und gut: Elli zog hier ein und war damals ca. 3 -4 Monate alt. Ich war sogar zwei, drei Tage später beim Tierarzt und dort wurde mir auf meine Nachfrage hin gesagt, dass es ok ist, sie in der Wohnung alleine zu halten.....

Glücklicherweise bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe mich intensiv eingelesen. Die ganzen schlauen Katzenbücher für Anfänger (GU & Co.) wiesen nämlich auch nicht darauf hin, dass die Einzelhaltung nicht so toll ist.

Ich habe es dann zuhause öfters angesprochen, ob wir nicht noch eine zweite Katze dazu holen, gleiches Alter, gleiches Geschlecht, aber mein Mann war erst nicht allzu begeistert.

Beim Spielen mit unserer Süßen hat mein Mann nur ein einziges Mal ihr Miauen imitiert was zur Folge hatte, dass Elli in der ganzen Wohnung gesucht hat. Wenn sie sich mal im Fenster gespiegelt hat, ist sie immer sofort hin und hat gesucht.

Mir hat es das Herz zerrissen.

Nachts war sie total unterfordert, hat wilde Jagden auf unseren Bettdecken veranstaltet und einmal hat sie mir in der Dunkelheit mit der Tatze eins auf die Nase gegeben. Übrigens genau so, wie wenn die zwei Fellmäuse jetzt mal untereinander balgen.

Nach 6 Wochen "Einzelhaft" sind wir ins Tierheim, wurden dort super beraten und haben unsere kleine Pauli mit nach Hause gebracht.

Im Tierheim sagte man uns, Kitten gleich aufeinander loslassen. Pauli wurde im Bad beim Katzenklo abgestellt, Tür geöffnet und los ging´s. Klar, am Anfang gab es einiges an Gefauche und kleine Machtspielchen. Vor allem unsere Erste war zu Beginn eine Zicke. War ja aber auch ihr Revier.

Nach 1 - 2 Tagen haben sie sich schon angeblinzelt, sind auch mal nebeneinander hergetrottet, nach 3 Tagen wurde auch schon mal kurz geleckt.

Eine Woche später war alles geregelt und seitdem sind sie best friends.

Beide wurde Anfang Dezember zusammen kastriert, gechipt und tätowiert und Elli hat ständig eine grüne Zunge, weil sie der Kleinen die Öhrchen ausgeschlabbert hat

Liebe Grüsse & Danke für Eure Bemühungen (sonst hätten wir wahrscheinlich hier ne kreuzunglückliche, einsame Maus rumsitzen)

Bücherkatze
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Alt 29.12.2013, 19:41   #25
curie
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Danke @Buecherkatze fuer deinen schoenen post - und fuer deine Aufmerksamkeit, Lernwilligkeit und Empathie sowieso.

Viele andere "sehen" naemlich die gleiche Situation, wie du sie hattest, und schwoeren hier im Forum Stein und Bein, wie "gut" und "toll" es ihren Einzelkitten geht, und dass die nichts vermissen...
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Alt 18.02.2014, 05:28   #26
CutePoison
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CutePoison
 
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Ich finde diesen Thread super!
Leider kenne ich auch Leute, die ein Einzelkitten haben (älteres Ehepaar), das auch immer Hauskatze bleiben soll. Bereits vor MONATEN habe ich mit gutem Zureden und Argumenten versucht zu überzeugen, dass das Kitten dringend einen Kumpel braucht und die ganzen Konsequenzen aufgezählt, was passieren würde, wenn man es nicht tut...Man hörte leider nicht auf mich und nun beißt das Kitten etc.
Leider ist die Einsicht immer noch nicht da und entweder wird das Kitten irgendwann wg. Verhaltensauffälligkeiten im Tierheim landen oder extrem unglücklich werden. So etwas tut mir in der Seele weh, weil alles Zureden nichts geholfen hat. Ich wünsche denen, dass das Kitten dermaßen unsauber wird, so dass sie zum Handeln gewungen werden. Mir tut diese Katze sehr leid, da ich nichts tun kann.
Schade, dass manche Leute so ignorant sind.
__________________
Blacky und Chérie

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Alt 21.02.2014, 20:23   #27
Arosa582
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Hallo,
ich habe eine ziemlich identische Geschichte wie Buecherkatze.

BlackJack ist mein Findelkater. Er war ca. 4 Wochen alt, da hab ich ihn sozusagen von der Straße aufgelesen. Er war sehr abgemagert und hatte Katzenschnupfen. Meine Mutter und ich haben ihn dann zusammen aufgepäppelt und als er feste Nahrung aufnehmen konnte ist er bei mir eingezogen. Da war er dann ca. 7 Wochen alt.

Ca. 5 Wochen habe ich dann mit ihm allein gelebt. Und was soll ich sagen: ICH war halt in diesen Wochen die Spielgefährtin von ihm bzw. musste arg herhalten. Zerkratzte Hände, Beine hochspringen usw. Er wusste das halt nicht anders und hatte ja absolut keine Sozialisierung.

Aber dann Ende Oktober ist Armani zu uns eingezogen. Armani war 4 Monate. Er ist in einer Pflegestelle im Tierschutzverein geboren und war bis zu diesem Zeitpunkt bei seiner Mama und Geschwistern.

Bei der Zusammenführung hat BlackJack natürlich erst mal nur gefaucht und sogar gespuckt. Es war ja alles schon sein Revier (meine Wohnung :-) ) Aber ich habe die beiden gleich zusammen gelassen.

Das war an einem Wochenende und als ich Montags von der Arbeit kam war alles ganz freundlich.

Ich merke die Veränderung von BlackJack wirklich sehr deutlich und ich kann nur jedem raten, wenn Kitten, dann auf jeden Fall 2.

LG Katharina, BlackJack und Armani
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg P1040012.jpg (87,8 KB, 69x aufgerufen)
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Alt 21.02.2014, 23:42   #28
curie
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@cute poison: Hab dich jetzt erst gesehen. Ja, das ist immer wieder kaum zum Aushalten, wenn ganz normale Katzenkinder als "verstörte Zicken" und "Terrorkater" abgestempelt werden.

@Arosa: Hab dich bei den Erfahrungsberichten (post 4) aufgenommen, dankeschön!

Bloß mit der Miniaturansicht hat das Zitieren nicht geklappt.

Wir haben aber noch einen sehr schönen Thread Warum zwei Katzen besser sind als eine!, dort wäre dein schönes Foto genau richtig!
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Alt 22.02.2014, 16:00   #29
Arosa582
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@curie: Danke für die Rückmeldung.

Da ich noch relativ neu hier bin, wusste ich nicht wie das mit den großen Fotos geht, und daher ist es nur ein kleines geworden.
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Alt 25.02.2014, 09:30   #30
Evo
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Evo
 
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So hier auch mein leidlicher Erfahrungsbericht mit einem Einzelkitten (habe keinen Thread dazu).
Wir (Mutter, Vater, Bruder und ich) lebten im 5 Stock einer 4-Raum-Wohnung und kamen irgendwann auf den Trichter, uns ein Kitten zu holen. Da im Dorf der Oma eh gerade Kitten zu verschenken waren, holten wir uns unser Kitten Liesbeth. Liesbeth war geschätzt 8 Wochen alt und war bei uns ja so glücklich [ironie off]. Wegen Durchfall gingen wir dann mal zu TA und bekamen die Diagnose: verwurmter Kater. Ups, doch kein Mädel, egal das Tier hört schon auf den Namen, also blieb es bei Kater Liese. Liese wuchs und gedieh mit dem besten TroFu das der Konsum nebenan hergab. Wir spielten ständig mit ihm und er durfte auch bei mir im Bett schlafen. Freide-Freude-Eierkuchen.
So ab dem 5 Lebensmonat drehte sich dann das Blatt. Der Kater wurde aus meinem Zimmer gesperrt, weil er ständig meine Füße unter der Bettdecke attackierte. Mein Bruder traute sich ohne Kissen-Rüstung nicht mehr aus dem Zimmer, weil der Kater ihn ständig mit vollem Kralleneinsatz ansprang. Vergaß man mal, die Klotür richtig zu zu machen, dann konnte man damit rechnen, dass der Kater die Haxen bearbeitete, während man versuchte sein Geschäft zu erledigen.
Meine Arme sahen aus, als hätte ich mich mit einem Messer bearbeitet, was die selbsternannte Schulpsychologin alarmierte. Als pupertierende Jugendliche nahm sie mir die Kater-Ausrede nicht ab.
Zu dem "aggressiven" Verhalten kam dann bald auch ein gewisse Zerstörungswut hinzu (Mutters gute Stühle!) und Unsauberkeit. Mutter war angepisst. Das Tier ist einfach nur doof.
Nach 4 Jahren Einzelhaft, zogen wir dann in ein Haus und der Kater bekam Freigang. Er kam fast täglich mit neuen Wunden und Kratzern heim. Ich bin ihm durch Zufall mal über den Weg gelaufen. Er hockte mit einer fetten schwarzen Katze auf dem Weg. Sie knurrte und die komplette Körperhaltung zeigte an, dass er sie gefälligst in Ruhe zu lassen hatte. Er schien das gar nicht zu verstehen und marschierte freudig auf sie zu. Natürlich hat er ordentlich eine gewischt bekommen. Nun war mir klar, warum der Kater ständig so zerrupft war. Er bezog überall Prügel, weil er die Drohungen und Abwehrhaltungen nicht verstand.
Dann zog Missi ein (Findelkind). Sie war die Einzige, die recht ordentlich mit dem Kater klar kam. Sie schien ihm zu zeigen, wie man reagieren muss. Mittlerweile kommt er wesentlich besser klar. Er ist schon 12 Jahre alt.
Bei uns gibt es leider kein wirkliches Happy End. Wir haben den Kater sooo gequält in seinen jungen Jahren. Wie sehr, ist mir erst bewusst geworden, als ich mich wegen meinen eigenen Katzen intensiver mit der Haltung beschäftigt habe.
Ich habe Liese gegenüber bis heute ein sehr schlechtes Gewissen, vor allem wenn ich sehe, wie glücklich meine Mädels miteinander sind.
__________________
LG
Silvi & Lilly & Sunny & Alissa

http://www.katzen-forum.net/image.php?type=sigpic&userid=42382&dateline=129472  9028

"Erfahrung ist gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre lang schlecht machen" (Kurt Tucholsky)
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