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Verhalten und Erziehung Alles über die Eigenarten unserer Samtpfoten

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Alt 30.08.2011, 09:54
  #16
Annki
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Annki
 
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Ich würde tatsächlich noch den Rat einer zweiten Fachperson einholen, aber von einer, die grundsätzlich pro Zweitkatze eingestellt ist und Erfahrung damit hat Problemtiere zu Vergesellschaften.

Ich würde das mit dem Zweittier nicht aus den Augen verlieren, allerdings vorher noch an der Basis arbeiten. Deine Katze muss folgendes lernen:
Frauchen = Spaß, kuscheln, spielen, lieb haben, Vertrauensperson, wenn Du da bist, ist die Welt in Ordnung, Du bist supertoll!
Sie soll Dir gefallen wollen. Sie muss aber auch lernen, dass Frauchen eine Respektsperson ist. Und das Du bestimmst, wann ein Spiel zu heftig wird und das Du sie nicht mehr toll findest, wenn sie Dich anfällt.

Wahrscheinlich (aber das ist nur aus der Luft gegriffen, ich hab ja keine Kristallkugel), liegt es auch am Grundvertrauen zum Menschen. Eine feste und intensive Bindung sollte zwischen Euch bestehen. Darauf würde ich jetzt bei der Vorgeschichte tippen. Wir haben hier eine Userin, die einen ganz großartigen Artikel verfasst hat zum Thema Umgang mit scheuen Katzen.
http://haustierwir.blogspot.com/2011...nd-seeehr.html
@Balli, ich hoff ich darf das hier mal einstellen.

Das trifft vielleicht nicht 100% auf Deinen fall zu, hilft aber gut zu verstehen, wie Katze tickt, wie Ängste Überwunden werden können und wie Du das unterstützen kannst. Mir hat es sehr geholfen.
Annki ist offline  
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Alt 30.08.2011, 13:34
  #17
Catma
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Zitat:
Zitat von Annki Beitrag anzeigen
Das trifft vielleicht nicht 100% auf Deinen fall zu, hilft aber gut zu verstehen, wie Katze tickt, wie Ängste Überwunden werden können und wie Du das unterstützen kannst. Mir hat es sehr geholfen.
Ganz wichtig finde ich auch die Aspekte "drumrum" wie einen geregelten Tagesablauf, feste Futterzeiten, feste Spielzeiten, regelmäßige Rituale, all das gibt Vertrauen ins allgemeine Geschehen und Sicherheit.
Und dass man die Katzensprache lernt. Viele Katzen, die aggressiv handeln, tun das im Grunde aus Angst, manchmal ist das nicht gleich zu erkennen. Oder oft bestärkt der Mensch aggressives/ängstliches Verhalten ohne es zu ahnen.
Ob scheu, aggressiv oder sonstwelche Macken, solche grundlegenden Dinge sind ganz wichtig.
Und dann eben die Feinheiten, je nach Problem, dass bei scheuen Katzen der Kontakt (erstmal) nicht vom Menschen ausgeht - oder agressive Katzen auch vom Kopf her mit Intelligenzspielen ausgelastet werden - dass man darauf achtet, Spiele zu spielen, die mit vielen Erfolgserlebnissen verknüpft sind etc.
Auf Dauer erreicht man damit ganz viel, denn das sind alles Dinge, die die Katze mag.

Balli hat das bereits toll geschrieben - man muss immer bedenken, dass es Katzen sind und Katzen wollen in Harmonie und stressfrei leben.

Es ist nur anfangs wirklich mühsam... Meiner Erfahrung nach ist es so, dass wenn man überhaupt anfangs Erfolge sieht, dann wirklich nur winzige Babyschritte - aber diese Babyschritte, also dass sich überhaupt etwas bewegt, zeigen, dass man bereits auf dem richtigen Weg ist. Wenn man dann "einfach" am Ball bleibt, dann lockert sich irgendwann der Knoten und dann kann man täglich sehen, wie so eine Katze aufblüht.

Unser "Fal" war ein ganz anderer, aber im Grunde ist das, was Katzen "heilt" immer das Gleiche. Das Prinzip ist - Regelmäßigkeit - geeignete Spiele finden - negatives so gut es geht ignorieren (oder eben so gelassen es geht klare Grenzen setzen) und positives bestärken (ganz wichtig). Und Geduld und Ruhe. Sie orientieren sich am Menschen, er gibt die Stimmung vor, das ist ganz wichtig.
Wenn die Katze dich anfällt, ist das mit dem gelassen-bleiben natürlich besonders schwer umzusetzen, deswegen würde ich erstmal Körperkontakt aus dem Weg gehen bzw ihn nie selbst suchen bzw wenn dann ihn immer recht schnell von meiner Seite aus abbrechen. Mit ihr spielen, intensiv beschäftigen, eine liebe Stimme, sind für Katzen auch tolle Zeichen der Zuneigung.
Zitat:
Zitat von Julia.K. Beitrag anzeigen
Ich würde gerne mal wissen, was da in ihrem Kopf vorgeht...
Ich vermute mal, dass sie sich in einem permanenten Konflikt befindet und das ist megastressig für sie.
Sie verknüpft mit "näherer Kontakt zum Menschen" gleich "Gefahr" (wer weiß, was sie durchgemcht hat) und ist quasi ständig auf Abwehr. Andererseits will sie aber den Kontakt und erfährt ihn bei euch ja auch als positiv (will schmusen etc). Deswegen vermute ich mal, dass selbst das entspannte Schmusen bereits Stress für sie ist, klar sie schnurrt und ist entspannt, aber in ihr lauert das "auf-Gefahr-reagieren-gepolte" Wenn sie so plötzlich aggressiv wird, kippt das in ihr um, die Angst/Abwehr siegt.
Gleichzeitig scheint sie nie gelernt zu haben, dass es andere Wege gibt, darauf zu reagieren (weggehen oder Körpersignal senden wie Schwanzzucken etc). Oder eben dass sie immer wieder erfahren hat, dass das vom Menschen ignoriert wird.
Wenn der Typ aufgestanden ist, wurde es evtl doppelt bedrohlich für die Katze, deswegen greift sie dich an, wenn du aufstehst. Ist so aus der Ferne ganz schlecht zu beurteilen, ob das alles wirklich so ist...

Aber letztendlich ist es egal, warum Katzen etwas tun - wenn man es weiß, hilft es, das zu verstehen, aber es reicht wenn man an dem ansetzt, was man jetzt sieht.

Geändert von Catma (30.08.2011 um 13:36 Uhr)
 
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Alt 30.08.2011, 15:40
  #18
Julia.K.
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 2011
Ort: Hamburg
Beiträge: 138
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Ich habe jetzt eine andere Katzenpsychologin angerufen, die demnächst vorbei kommen wird, (ich sag jetzt einfach mal) um Minka zu erleben.
Sie wird dann einen ganz genauen Trainingsplan für uns erstellen.

Aber schon die andere Katzenpsychologin hat gesagt, dass Minka einfach ein sehr schwieriger Fall ist und ihre Verhaltensmuster sehr schwer zu durchschauen sind.
Julia.K. ist offline  
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